Frage nach Erfahrungen mit Kopfbedingten Erektionsproblemen

El_Duderino  (37)

Ist noch neu hier
Hallo liebe Gemeinde,

bin noch neu hier möchte aber gerne ein Thema ansprechen das mich zur Zeit begleitet.

Zuerst, ich bin 36, männlich und definitiv Bisexuell. Ich habe vor einigen Jahren zum letzten mal richtig Sex gehabt, ja das kommt vor aber darum gehts nicht. Es war eine nette Dame die es eben für Geld gemacht hat und da ist es mir zum ersten mal passiert dass im Prinzip alles gut war, Vorspiel super, küssen und so weiter, dann ein bischen blasen. Es war alles ok, nur als ich sie dann rannehmen wollte ging es nicht mehr. Die Erektion ging runter und es hat gar nichts mehr geklappt. Bevor jemand fragt, nein es war nicht meine erste Nutte. Ich habe schnell gemerkt dass es den direkten Verkehr betrifft. Selbstbefriedigung, Vorspiel mit anderen oder auch blasen klappt relativ gut, nur ums auf den direkten Punkt zu bringen, das Bumsen selbst klappt nicht. Ja man kann sich denken dass das zu Versagensängsten führt und dem ist auch so. Nun muss ich auch sagen dass ich in meinem Leben weit mehr Sex mit Kerlen hatte als mit Mädels und dabei ging es eigentlich immer darum den Kerl zu befriedigen und nicht mich selbst. Ja das ist so ein Tick von mir, ich lass mich halt gern benutzen von Kerlen. Das bedeutet aber auch dass ich seit diesem Erlebnis keinen Orgasmus hatte der von der anderen Person herbeigeführt wurde sondern immer nur von mir selbst.

Mich würde jetzt interessieren ob es hier jemanden gibt der vielleicht ähnliches erlebt hat und wenn ja ob er das überwinden konnte.
 

Tahini  

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Erektionen leben ganz wesentlich vom Anspringen des vegetativen Nervensystems, und zwar demjenigen Pol davon, der als Parasympathicus bezeichnet wird. Der ist auch verantwortlich fuer u.a. Verdauung, woher vermutlich der Spruch "Liebe geht durch den Magen" herkommt.

Hier ein bisschen mehr zum Thema: Parasympathetic nervous system - Wikipedia

Kurzer Sinn, abwesende Erektionen deuten auf Stress hin. Und da musst Du vermutlich einfach mal ganz genau Revue passieren lassen, was es ist, das bei Dir den Stresshebel umlegt, in so einer Situation. Vielleicht laesst sich der in Zukunft vermeiden.
 

boarnub  

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Meine ersten sexuellen Erfahrungen die ich gemacht habe waren im Prinzip kopfbedingte Errektionsprobleme und da musste ich schon eine längere Zeit reininvestieren, damit dies aufgehört hat.

Das ganze würde ich schon als Teufelskreis bezeichnen, der von Irritationen zur waschechten Versagensangst führen kann wie du es anscheinend auch erlebst.

Leider weiß ich nicht, ob das was mir damals geholfen hat auch bei dir funktioniert bzw. ob du die selben Vorraussetzungen schaffen kannst. Auch bei mir haperte es Grundsätzlich an der Stelle, wenn das Gummi drauf kommt und die Penetration auf dem Programmpunkt stand. Da wurde ich entweder sofort schlaff oder kurz nach dem eindringen. Grundsätzlich egal wie geil ich vorher war oder wie lange ich vorher stimuliert wurde, der Wechsel aufs "Einlochen" hat micht getriggert.

Was mir geholfen hat war der bewusste Verzicht und die vorherige Absprache das hier keine Erwartungen kommen. Sprich ich habe mich komplett nur auf Oral-Sex beschränkt und das Kondom hier auch mehr eingebunden. Sprich das überziehen nicht zu einem aktiven einschneiden der Handlung werden lassen mit folge, dass nun der "andere Part" kommt.
Meine damalige Freundschaft+ war zum Glück sehr verständnisvoll und hat sich auf das alles eingelassen und ich musste halt auch lernen mehr zu vertrauen und mich mehr fallen zu lassen, bzw. den Kopf abzuschalten. Als ich dann Oral zum Orgasmus kommen konnte haben wir das ganze etwas erweitert, so dass Ich z.B. die Augen verbunden hatte und nicht genau wusste was abgeht, so dass Sie mich erst Steif bekommen hat, dann irgendwann das Kondom drüber war und Sie dann sich irgendwann auf mich gesetzt hatte.
Wichtig vllt noch, es gab nie so den Knoten der geplatzt ist. Selbst als diese Art von Vorspiel dazu führte, dass wir eine oder 2 Minuten Sex hatten, wurde ich plötzlich mittendrin immernoch schlaff.
Da war dann einfach alles wieder auf Anfang, umspringen auf Oral und wenns nicht mehr weitergeht dann ist es halt so.

Das ganze wird bestimmt 3-4 Monate so gegangen sein mit bestimmt 1-2 Versuchen die Woche.

Irgendwann ist es einfach nicht mehr passiert, ich konnte mir und meinem Körper wieder mehr vertrauen und jetzt ist es halt gar kein Problem mehr...

Bei mir waren es aber auch wie gesagt die ersten Erfahrungen und so wie du dein Sexleben beschreibst, scheinst du auch eher der Typ zu sein bei dem es zur Sache gehen muss und das ganze einen Sportcharakter hat. Ich kann mich natürlich täuschen und ich will es ja auch keinesfalls verurteilen, es ist nur so das bei mir auch ne Menge Gefühle immer dabei sein müssen und für mich der Sex mit einer Prostituierten da nicht infrage käme.

Ich kann mir aber durchaus vorstellen, wenn ich mit meiner Vermutung etwas richtig liege, dass dies auch ein Faktor sein könnte der dir zu viel Druck aufbaut. Sowas wie ich bestelle mir jetzt die Dame und dann geht es eine Stunde zur Sache, denn dafür habe ich bezahlt - Das ist halt eine Erwartungshaltung, die wenn Sie nicht erfüllt wird zu einem negativen Ergebnis führt. Desswegen war ich Eingangs skeptisch ob dir mein Text hilft, da du Anscheinend keine dauerhaft gleiche Partnerin hast mit der man alles entschleunigen könnte.

Eventuell helfen in diesem Fall dann doch die Potenzmittel, die dann so ein bisschen das ganze zu einem "Knoten platzt" Moment hochkatapultieren. Sofern du dich so weit austricksen kannst, aber vllt reicht es ja wirlich wenn man 5-10 mal einfach mit Potenzmitteln Sex hat, sich die ganze Anspannung wieder löst.
Das wäre aber nur mein zweiter Ratschlag, weil ich finde das der Körper im Regelfall recht hat und wenn der Körper streikt und durch Medikamente übergangen wird ist das auf lange Sicht wohl kein Gesunder umgang. Besser wäre es das Kopfproblem wohl selbst in den Griff zu kriegen.

Ich wünsche dir viel Erfolg und alles gute!
 

El_Duderino  (37)

Ist noch neu hier
Erstmal danke für euer verständnisvollen Beiträge. Ich fasse mal zusammen. Ja ich denke auch dass es um Vertrauen geht und auch wenn es mir vielleicht nicht ganz so bewusst ist auch um Männlichkeit, und es stimmt auch dass meine bisherigen Sexerlebnisse mehr mit Sport als mit Leidenschaft zu tun hatten. Nun mein Fazit nach dem was ich von euch hier lese ist was ich insgeheim schon vermute. Einfach rein raus geht wohl nicht mehr bei mir. Naja dann werde ich mir wohl eine nette und verständnisvolle Frau suchen müssen der ich genug vertrauen kann um mit ihr zusammen das Problem angehen zu können. Und Potenzmittel würde ich ohnehin ungern verwenden. Das mit dem Therapeuten würde ich auch in Betracht ziehen wenn es nicht anders geht. Was die Gefühle angeht muss ich auch zugeben dass ich tatsächlich noch nie welche hatte für einen Sexualpartner. Wird wohl Zeit das zu ändern.
 
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