Frage an Männer

Benutzer131379  (28)

Klickt sich gerne rein
Liebe Paula,

ich habe oft gehört, dass Betroffene nach solch einer Gewalttat die Schuld bei sich selbst einreden oder zumindest das Gefühl hat mitverantwortlich für diese zu sein. Sie schämen sich vor der Gesellschaft, da sie das Gefühl haben, durch diesen Vorfall einen minderwertigeren Menschen zu sein. Und du wirst dich bestimmt oft fragen, was du falsch gemacht hast, was deinen Tätern dazu verleitet haben, so etwas perverses zu planen und dir solch eineBrutalität antaten. Das ist schlichtweg falsch, du muss dir erst im Klaren sein, dass du keinerlei Schuld trägst, bei dem was vorgefallen ist. Betroffene brauchen eben Zeit, um das was ihnen geschehen ist, richtig realisieren zu können. Es verwundert mich nicht, dass du dieses Erlebniss am liebsten verdrängen möchtest, dass du den Wunsch hast, dass deine Mitmenschen sich nicht mehr um dich Sorgen machen/ mitleiden müssen. So schrecklich diese Erfahrung auch sein kein, man kann es nicht ungeschehen machen, so sehr man sich das wünscht. Du hast Angst, dass du nicht mehr zurück zu deinem normalen Leben gehen kannst. Dass dich dieser Erfahrung immer wieder hochkommt. Du darfst so etwas niemals verdrängen, niemals vergessen, das erzeugt nur noch mehr Schmerz. Nur wenn man sie verarbeitet, können schlimme Erinnerungen Einem nicht mehr hinterherjagen.

Du möchtest reden, kannst aber nicht. Du hast Angst davor, dass das was du deinen Partner erzählst, dass seine Einstellung dir gegenüber verändern könnte; dass er sich dann vor dir ekelt; du fragst dich, ob Männer generell Frauen, die Gewalt erfahren haben, für den Partner begehrenswert bleibt. Um dein Gewissen zu erleichtern. Denn du willst ihn nicht verlieren...

Nun frage ich DICH. Hat ER dich in dieser schweren Zeit begleitet? War ER im Krankenhaus anwesend, als dir das passiert ist? Macht ER sich Sorgen um die Zukunft, um dich, sodass er für euch professionelle Hilfe sucht? Leidet ER mit darunter, da er nicht weiß, wie er sich verhalten soll; er möchte keinen Fehler machen dir gegenüber? Steht er noch an deiner Seite? Irgendwann wenn du die Antworten auf diese Frage gefunden hast, dann solltest du wissen: Kein Mann, der seine Frau liebt, würde so viel Kraft investieren und so viel Schmerz in Kauf nehmen. KEIN Mann!! Es liegt nur an dir, genau das zu sehen, an dir selbst zu arbeiten, neue Kraft zu schöpfen, um einen Berg zu bezwingen, welcher dir im Moment so unüberwindbar erscheint. Genau "ERSCHEINT", denn dieser ist gewiss bezwingbar. Du muss es nur wollen; nach vorne zu schauen und den großen Wunsch verspüren, wieder Spaß in deinem/eurem Leben zu haben. Ich kann dir vielleicht noch etwas auf deinen Weg geben. Hast du schon mal versucht Kontakt aufzunehmen, mit Menschen, die auch dieselbe Erfahrung durchleben mussten? Es tut manchmal gut, sowas untereinander austauschen.

Regenschirm
 
P

Benutzer

Gast
Mein Freund hat mich selbst ins Spital gebracht als er mich durch die Türe kommen sah. Er hat mir nicht mal Gelegenheit geben mich zu duschen. Oder anders anzuziehen.
Er war die ganze Zeit an meiner Seite, nur nicht als die Beamten mir Fragen gestellt hatten. ER durfte nicht mit und ich weiss heute nicht mehr wie ich das ohne ihn gemacht hab. Mein Freund hat den Bericht dann gelesen, also weiss er schon.

Und ja, ich fühle mich schlecht, dreckig, gebraucht :cry:

Auch habe ich Angst er wendet sich ab, weil ich ihm zuviel werde. Und dann??? :cry:
Er hat selbst gesagt, er wünscht sich ich weine nicht soviel. Ich gehe wieder hinaus, zur Arbeit uvm....

Ich fühl mich noch nicht bereit, mir gehts nicht gut.
 

Benutzer131379  (28)

Klickt sich gerne rein
Na, das sollten für dich eigentlich erfreuhliche Nachrichten sein, dass er die ganze Zeit an deiner Seite war. Das zeigt mir, dass er dich nicht verlieren möchte und er sehr wohl dich noch liebt. :jaa:
Du fühlst dich schlecht, dreckig und gebraucht? Soll ich dir ein Erlebnis aus meinem Liebesleben erzählen?

Damals hat meine jetzige Freundin sich immer mit einem Typen getroffen, den ich weder kannte noch gesehen habe. Ich weiß nur, dass es ihm gibt und dass sie beide vor meiner Zeit schon mal geküsst haben. Dann hat sie mich kennengelernt, bzw. der Typ hat Mist gebaut. Nachdem wir beide dann zusammen gekommen sind, bestand dieser Typ darauf, sich mit meiner Freundin zu treffen, da er sie als eine gute Freundin nicht verlieren möchte. Ich konnte das nachvollziehen, hatte anfangs zwar mit Eifersucht zu kämpfen, war/ bin immer noch sehr überzeugt von meiner Freundin, dass sie mich niemals verletzen würde/ wird. Das tat sie auch nicht. Auch sie vertraut mir zu 100%, denn damals war ich mit vielen Frauen oft unterwegs (selbstverständlich nur freundschaftlich). Dieser besagte Typ, hatte/ hat aber immer noch Gefühle für meine Freundin (Das habe ich schon immer gewusst, sie eigentlich auch, nur redeten wir ein, dass er nichts dummes anstellen würde). Irgendwann kam es aber anders. Als sie wieder gemeinsam unterwegs war, ist er plötzlich auf sie hergefallen und hat sie geküsst (mit der Hoffnung, der Kuss würde auch ihr gefallen, tja sie ist eben eine ziemlich starke über-ich-gesteuerte Person). Sie hat ihn ein Klaps aufm Gesicht gegeben, ihn aus der Wohnung geworfen UND ist dann sofort in die Badewanne gehüpft. Sie hat sich so schuldig gefühlt, so schmutzig und so verletzt. Sie hat mir gleich darauf angerufen und gesagt, dass es ihr Leid tut und dass sie sich jetzt so gebraucht gefühlt hat. Ich war in dem Moment natürlich sauer. Musste mit mir selbst kämpfen und wusste nicht, wie ich meine Freundin gegenüber tretten kann. Ich war auch sauer auf sie, da ich ihr schon desöfteren vor ihm gewarnt habe und sie das immer runtergespielt hat. Aber die Wut auf meine Freundin dauerte kaum eine Minute, ich fühlte deswegen schlecht; wieso gab ich ihr die Schuld, obwohl die Initiative von dem Typ kam. Sie war so traurig und hatte so ein schlechtes Gewissen mir gegenüber, dass DAS mir eigentlich mehr weh getan hat, als der Kuss selbst. Nachdem sie aus der Wanne gesprungen war, ist sie zu mir gefahren. Wir haben viel geredet und ich war wütend auf mich selbst. Ich sah mich als einen Versager, der seine Pflichten gegenüber seiner Freundin nicht nachgegangen ist, auch wenn für einen kurzen Moment. Wir haben viel geredet und geredet (Sie hat mir alles erzählt). Es hat mir gut getan zuzuhören, da ich wusste, dass es ihr gut getan hat, darüber mit mir offen zu reden. Und diese Erfahrung hat mich gelehrt, dass vieles nicht selbstverständlich ist.

Obwohl es nur so ein harmloser Kuss war, hat es dennoch viele Emotionen bei uns beiden ausgelöst. Ich kann nicht mal im geringsten mir vorstellen, welche Dimensionen es bei euch sein wird. Egal woher ihr/ er euch/ sich die Kraft holt, weiter dafür zu kämpfen. Hört nicht damit auf. Er will dir helfen, du muss ihn nicht helfen. Du muss dir selbst erst einmal helfen. Du muss dir erstmal selbst verzeihen/ akzeptieren, erst dann kann du weiter nach vorne blicken. Ich kann mir vorstellen, dass er für seine Geliebte kämpfen will und sich nach der lebensfrohen Person sehnt, der du einmal warst und der du irgendwann wieder sein wirst. :smile:

Regenschirm
 

Benutzer12529 

Echt Schaf
warst du schon bei beratungsstellen wie zb dem weißen ring? die können dir therapeuten etc weiterempfehlen, die auf vergewaltigungsopfer besonders gut eingehen können. denke, eine therapie wäre sehr wichtig, um das ganze zu verarbeiten.

dass du deinem partner die details noch nicht erzählen kannst und willst, kann ich total verstehen - es würde "nebenbei" ja noch alles wieder hochholen... (und vermutlich ist es auch nicht gut für ihn, wenn er jedes detail kennt - könnt aber vlt die schlimmsten horrorvorstellungen bei ihm verhindern). vielleicht schaffst du es ja später. jetzt wird es noch zu früh sein.
ihr könnt man schauen, ob es selbsthilfegruppen oä gibt für partner/angehörige von gewalt/vergewaltigungsopfern, mit denen er sich austauschen kann.
 
P

Benutzer

Gast
Gestern waren wir in einem Klinikum. Für Montag wäre es möglich mich aufzunehmen, die Ärztin fände es dringlich. Ich finde
das anders. Mit dem Gedanken weiss ich mich wenig anzufreunden und ich möchte auch nicht getrennt von meinem Freund sein. Vieles was sie mir erzählt haben was auf mich zukommt macht mir gleich noch mehr Angst. Mein Freund ist sehr dafür dass ich da hingehe. Viele Mesnchen jeden Tag, von Therapien und Medikemente war die Rede.

Ich weiss noch nicht ob ich mich am Montag dazu durchringe. Ist alles nicht ganz einfach für mich.

Paula
 
P

Benutzer

Gast
Morgen soll ich um acht Uhr im Krankenhaus aufgenommen werden und habe einfach nur Angst davor was mich erwartet und was ich alles machen muss.
Mein Freund findet das so wichtig, dass ich dahin gehe und da bleibe, diese Therapie mache.

Leider fühle ich mich jetzt schon ganz unwohl und der Kopf dreht sich. Weg von meiner gewohnten Umgebung zu sein bereitet mir Sorgen und Angst.
Grad nach allem was geschah bin ich sehr fixiert auf meinen Freund. Er möchte mich weg haben und ich solle für Wochen im Krankenhaus verweilen.
:schuettel:
 
2 Woche(n) später
P

Benutzer

Gast
Ich weiss grade nicht wohin mit mir.
Ich bin in die Klinik gekommen und verzweifle noch.
Halte es nicht aus hier. Traumatherapie, was für eine harte Geschichte.
Ich soll immer über alles reden, doch das geht so schwer.
Ich will das einfach ausknipsen, vergessen, irgndwo hintun. Nur weit weg.
Alles was gesehen ist hat soviel kaputt gemacht.
Mein Freund besteht dass ich in der Klinik bleibe und ich will hier nur raus.
Bin mit all den Mneschen, Ärzten einfach nur überfordert.
Und weiss nicht was ich machen soll. Er meinte, wenn ich heim gehe
gegen ärztlichen Rat dann weiss er nicht was aus uns wird. Das find ich
so gemein.
 

Benutzer130981  (62)

Ist noch neu hier
Ich soll immer über alles reden, doch das geht so schwer.
Ich will das einfach ausknipsen, vergessen, irgndwo hintun. Nur weit weg.
Genau diese VERDRÄNGUNG ist es eigentlich was man bei DIR vermeiden möchte, denn so ein Trauma kann einen Menschen in der Zukunft sehr zu schaffen machen. Alles was ich von Dir hier gelesen habe, weist darauf hin, das Du noch voll in deinem Trauma drinstehst und das Alles nicht verarbeiten kannst. Gefühle die während des Traumas entstehen werden unterdrückt, sozusagen in dir eingesperrt. Das bewußte Erzählen und Ausleben dieser Gefühle dient dem Verarbeiten können in DIR. Das ist sehr hart, muß aber sein.
Sicher wird ein Mensch, der so etwas erleben musste, nicht absolut 100%-tig Derselbe sein wie vorher (die Erinnerung wird bleiben). Aber Du kannst sehr wohl normal Weiterleben, wenn die Verarbeitung in deiner Seele einen "Abschluss" gefunden hat! Genau dazu ist diese Traumatherapie da. Dein Freund weiß das und besteht deswegen auch darauf. ER möchte Dich wieder haben ohne das DU für immer darunter leidest. Du brauchst da keine Angst zu haben, das ER negative Gefühle für Dich hat oder dich unattraktiv findet. Er hat einfach nur Angst um Dich und deine Seele.

Ich wünsche Dir von Herzen, das du Verarbeiten kannst und mit IHM wieder glücklich sein kannst................LG
 
Zuletzt bearbeitet:
P

Benutzer

Gast
Puh das Wort Verarbeiten. Ständig hör ich das und da würd ich am liebsten schon wieder weglaufen und
nichts davon hören.
Wenn ich mich im Bett verkrümmel und einfach nicht ins Therapie Zimmer geh werd ich sogar geholt.
Ich bin wenn nur ihm zuliebe hier und das kann wohl nicht richtig sein oder?

Ständig dieses erzählen müssen. Vor wenigen Tagen musste ich Aussage machen. Das war so gemein
und hat stundenlang gedauert und seidher gehts mir noch viel schlechter.
Mit mir macht das alles was. Es tut so unglaublich weh und dann bekomm ich oft irgendwelche schwere
Medizin die mich ganz wirr machen, weil ich nur noch am Zittern bin und mein Herz wie wild klpft
und ich nicht weiss wohin mit der Angst.

All die veilen Menschen und Fragen von andren Patienten warum ich hier bin. Für mich ist das die Härte.
Ich war und bin immer stark gewesen hab mich durch so manche scheiss situation gekämpft aber hier
bin ich grad maßlos überfordert und möchte das alles im grunde nicht.
 
P

Benutzer

Gast
Hallo
In der Visite musste ich mir heute anhören, dass es mit meinem Freund abgespochen wurde ich werde nicht entlassen.
Muss durchhalten weil ich dann gesund nach Hause gehe. Das verstehe ich nicht. MIch überfordert alles, und wie soll ich je wieder gesund werden. Ausserdem habe ich kein Fieber und bin nicht krank.
Ich brauche ja nur Ruhe und die habe ich daheim besser als hier.
Hab eh schon soviel Angst vor allen Menschen hier und hasse es wenn ich aus dem Zimmer raus muss und zu irgend einer Therapie muss wo mir eh nur Wort und Stimme fehlen. Ich soll mich an alles bewusst erinnern und die verstehen nicht dass ich das einfach nciht möchte, weil ES dann wieder und wieder neu passiert.
 

Benutzer131485 

Sorgt für Gesprächsstoff
huhu

das was dir passiert ist, ist schrecklich. aber eine therapie hilft dir. ich hab selber therapien gemacht und weiß das diese sehr sehr hart sind und anstrengend und man einfach seine ruhe will, um nicht immer wieder das was geschehen ist, zu durchleben.

ich kann dir aus eigener erfahrung sagen und habs auch beobachten können ( ich selber war 3 monatelang in einer klinik ), das therapie NIEMALS leicht ist. man muss sich mit sich und dem erlebten auseinandersetzen und das schlaucht. macht einen fertig. ich hab selber so oft gedacht ich schaff das nicht, ich will wieder nach hause, hab geweint und mir ging es zeitweise noch schlechter. das geht aber vielen so. eine therapie ist, gerade wenn traumatherapie oder tiefenpsychologisch sehr sehr hart. aber ich kann dir sagen, es wird besser auch wenn es sich noch nicht so anfühlt. dir wird das reden helfen, wenn du mit hilfe das verarbeiten kannst. scheuklappen aufsetzen wird dir nicht helfen, egal wie sehr du jetzt meinst das wäre das beste. du wirst es nämlich niemals ganz vergessen. und du wirst, wenn du verdrängst, nur die angst davor steigern das du daran denkst und es wieder hochkommt. es wird dich mehr beherrschen als wenn du das, was geschehen ist als teil deines lebens akzeptierst und keine angst mehr davor hast. vielleicht schmeckt dir auch allgemein die therapie ansich nicht. ich mein, sich hinsetzen mit nem fremden über das erlebte zu sprechen und dann noch die fragen der mitpatienten... und wenn man dann immer ne kämpfernatur war, ist dieses "hilflos" sein, die absolute härte. auch das kenn ich.

du wirst mit der therapie wachsen, stärker daraus hervorgehen und das was geschehen ist als teil deines lebens akzeptieren und lernen damit umzugehen. das wird lange dauern und ist keine sache von 2-3 wochen, du wirst noch viel weinen und manchmal hoffnungslos sein und alles hinschmeißen wollen aber es wird auch wieder aufwärts gehen und dann kannst du glücklich werden und das erlebte wird dich nicht mehr verfolgen ( auch unterbewusst ). irgendwann kannst du deinen frieden damit finden, auch wenn es nicht mehr so sein wird wie vorher.

ich wünsch dir alles liebe
 
P

Benutzer

Gast
Oh, tut mir leid dass du das auch kennst.

Ja ich fühl mich sehr hilflos. Und will nur alleine sein.
Sie sagen, ich geh hier gesund raus. Fühl mich nicht krank nur traurig, mehr nicht.
Und such immer verzweifelt nach Ruhe kann sie aber nicht finden.

Zu Hause ging es mir noch einigermaßen gut und hier ist es ganz furchtbar.
Mein Freund kommt nur zu Besuch, dabei brauch ich nur ihn.
 

Benutzer131485 

Sorgt für Gesprächsstoff
klar ist es da furchtbar, du musst dich mit dem was du vergessen willst, auseinandersetzen.

geh spazieren, egal was für wetter ist oder wenn du die möglichkeit hast, mach ein wenig sport. ich weiß nicht, welche möglichkeiten du in der klinik hast. aber wenn man sich bewegt, bekommt man den kopf freier und hat das gefühl man "tut" etwas und sitzt nicht nur rum und ist hilflos. ich hoffe du verstehst wie ich das meine.

zu hause gings dir einigermaßen gut, das glaub ich dir. da hat niemand nachgefragt und nicht lockergelassen und dich "gezwungen".
aber das problem dabei ist, du wirst dich langfristig nicht gut fühlen. wenn du solche erlebnisse nicht verarbeitest, setzen sie sich fest und dann brechen sie irgendwann über dich ein. es ist besser für dich, den schmerz jetzt anzugehen.
du sagst du hast immer gekämpft und bist immer stark gewesen. eine therapie zeugt aber nicht von schwäche. denn es erfordert ganz schön kraft und mut sich seinen problemen zu stellen und sie anzugehen, verstecken und verdrängen kann jeder. das ist der, auf den ersten blick, leichtere weg.

ich finde es aber auch ganz toll das dein freund dir eine stütze ist, dich besucht. freu dich auf die zeit die du mit ihm hast und zieh kraft daraus. sieh die therapie nicht als etwas schlechtes, sondern versuch es als etwas zu sehen. dein freund wird dir auf einer anderen art und weise helfen können als ein therapeut es kann. er kann dir halt geben, für dich da sein und auch nach der therapie dich auffangen wenn es dir mal schlecht geht. aber er wird dir nicht direkt beim verarbeiten helfen können. das kann der therapeut. und was die mitpatienten betrifft, manchmal tut es gut wenn man von seinen eigenen problemen abgelenkt ist und sieht, das man nicht allein ist.
 
1 Woche(n) später
P

Benutzer

Gast
Was passierte beeinflusst unsere Beziehung mehr und mehr negativ.
Von dem Ganzen hin und her sind wir beide sehr gestresst. Mein Freund
gestand mir gestern er wüsste bald nicht mehr wohin mit den Eindrücken
und dass es auch mit ihm etwas gemacht hat.
Dann schlug er mir zu allem Übel auch noch Paartherapie vor und erzählte mir
wie ich mich für ihn verändert hätte.
Ich weiss langsam nicht mehr wohin und bin mit meinem Latein am Ende.

Wie es ihm eigetnlich geht konnte er mir nicht sagen. Nur dass er sich hilflos fühle.
Was macht das mit einem Mann wenn seiner Freundin das passiert ist wie mir?
 

Benutzer87146 

Meistens hier zu finden
Hi,

ich schreibe dir, weil mich deine Geschichte bewegt hat. Bleib in der Therapie. Du musst dich der Vergangenheit stellen, damit du gesund werden kannst, das haben meine Vorposter dir aber auch schon geschrieben.

Meiner Meinung nach sollst du dir keine Sorgen um deinen Freund machen. Werd erst einmal selbst wieder "gesund" (oder in deinen Worten nicht mehr so traurig) und dann schau was mit deinem Freund ist.

Ich würde mich an seiner Stelle auch hilflos fühlen, aber ich würde dir die Treue halten bis es dir besser geht. Mach dir keine Sorgen!
 
P

Benutzer

Gast
Ich versuche auch ehrlich aktiv mizuarbeiten in den Therapieeinheiten.
Mein Freund legt es mir immer nahe weil ich mich seblst liebend gerne zurückziehen würde.
Und alle Medikamente, mir ist es einfach zuviel.
Mit den Einzeltherapieeinheiten geht es ja schon einiger maßen besser. Diese Gruppentherapien
sind der Horror, vor allen anderen erzählen, welche Gefühle ich in mir habe.
Ich habe sooft am Tag Gefühe in mir wie: ich muss und möchte weglaufen, vor allem und jedem.:cry:[DOUBLEPOST=1370633604,1370624302][/DOUBLEPOST]Ich darf morgen endlich nach Hause für ein paar Stunden.
Jetzt las ich noch eine Mail meines Freundes, wo er mir erzählt/berichtet wie lange Sex schon her sei und
er es sich mal wieder wünscht, egal in welcher Form.
Bei allem was grad so los ist denke ich gerade daran überhaupt nicht.
Fühle mich aber ziemlich unter Druck gesetzt jetzt.
 

Benutzer131671 

Ist noch neu hier
Ich schreib mal was zum Eingangspost,
wenn ich das wüsste das meiner Freundin sowas zugestoßen wäre würde das ganz und gar nichts dran ändern an Gefühlen, weil wenn man liebt dann hilft man wo man kann ganz egal wie hart und steinig der weg auch sein mag...

Wenn ich mal was erwähnen darf, meine Freundin hat Anfang des Jahres einen schlimmen Schicksalsschlag erlitten, unsere Beziehung war zu dem Zeitpunkt noch frisch, sie dachte anfangs das ich aus Mitleid mit ihr zusammen wäre, doch dem war nie so, es brauchte etwas bis sie gemerkt hat das dem nicht so ist... Doch ich liebe sie und werde für sie immer da sein egal was passiert, nichts ändert daran das ich sie für immer begehren werde!
 
P

Benutzer

Gast
Ich weiss ich sollte mit meinem Freund darüber sprechen, getrau mich aber nicht.
Vielleicht mache ich mir zuviele Sorgen, das kann schon sein.
Klar zu denken fällt mir allgemein ein bisschen schwer gerade. Es ist soviel passiert
in mir und viel zerbrochen und leider bekommt er das auch zu spüren und
muss für sich einen Weg finden wie er gerade kann. :geknickt:
 
P

Benutzer

Gast
Wir können es nicht mehr.
Über das Wochenende durfte ich kurz ein paar Stunden nach Hause.
Wir haben gekuschelt und geküsst und das war auch gut und schön.
Mein Freund fragte ob es ok ginge wenn wir weiter gehen würden,
ich dachte es sei in Ordnung.
Also ging er mir in mein Höschen, das war irgendwie auch noch in Ordnung.

Später fühlte ich mich immer unwohler und mir wurde schlecht
als er in mich gleiten wollte undich begann zu weinen.
Er stand verstört auf und sagte mir nur: er hätte das Gefühl er würde
mir etwas antun.

Jetzt ist er zum Spazieren gegangen und ich fühl mich elend ihm gegenüber.

Das Erlebnis macht alles kaputt, es macht uns kaputt. Er will mich nur lieben
und ich reagiere wie ein kleines Baby. :cry:
 
P

Benutzer

Gast
Wir habens das Wochenende wieder versucht.
Bei mir verkrampt sich allerdings alles und er kommt dann nicht rein.

Ich setze wegen dem ganzen Scheiß noch meine Beziehung aufs Spiel und das geht gar nicht.

Ihm fehlt es mit mir zu schlafen und noch vieles mehr. Er kanns im Gegensatz zu mir
wegigstens noch ausdrücken.
Ich kann in solchen Momenten gar nichts sagen. :cry:
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren