Musik Früher gab es mehr gute Musik?

D
Benutzer225154  (26) dauerhaft gesperrt
  • #1
Früher gab es mehr gute Musik?

Natürlich ist das so. Und das liegt nicht etwa an irgendeinem Neurologen-Geseier, daß das Gehirn mit 30 Jahren fertig programmiert sei.

Es liegt einfach daran, daß es "mehr früher gibt als jetzt". Also gab es früher mehr Musik als jetzt und darum früher auch mehr gute Musik.

Ganz konkret: Warum sollte nächste Woche Synthie-Musik rauskommen, die genauso gut ist wie das Beste, was von den letzten 50 Jahren übrig geblieben ist? (Qxygene, Blade Runner, Tangerine Dream) OK, dann ist Schiller halt langweiliges Gedudel. Das gab es "früher" aber auch massenweise und es ist halt nur in Vergessenheit geraten.

Dasselbe läßt sich über jedes Genre sagen, auch über Klassik. Wo sind denn heute die Komponisten, die es so gut machen wie Bach Mozart Beethoven?

Mir kommt die ganze Diskussion so vor, als wollte "Tullius Destruktivus" einen Generationen-Konflikt anzetteln.
 
D
Benutzer186405  (54) Beiträge füllen Bücher
  • #2
Früher war mehr Lametta.
 
chris73
Benutzer212851  (52) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #3
Da musste ich auch dran denken🤣
 
D
Benutzer186405  (54) Beiträge füllen Bücher
  • #4
Oder auch

 
Spiralnudel
Benutzer83901  (41) Planet-Liebe-Team
Moderator
  • #5
Zumindest gab es früher nicht diesen ganzen furchtbaren AI-Content. 🙃
 
Bembelschorsch
Benutzer186758  (53) Öfter im Forum
  • #6
Da der Output von Musik die täglich veröffentlicht wird deutlich höher als früher ist, wird es potentiell heute mehr "gute" Musik produziert als früher.
Das merkt man dann in 10-20 j.
Ich finde es gibt sogar im Mainstream einige wirklich gute Künstler .
 
DirtyOldMan
Benutzer210299  Öfter im Forum
  • #7
Früher gab es aber auch viel Scheißmusik!
Ich sage nur 'Neue Deutsche Welle'… :kotz:
 
D
Benutzer225154  (26) dauerhaft gesperrt
  • Themenstarter
  • #8
Da der Output von Musik die täglich veröffentlicht wird deutlich höher als früher ist, wird es potentiell heute mehr "gute" Musik produziert als früher.

Früher hatte man aber auch "Fachleute", die Musik vor Veröffentlichung beurteilen konnten - nach Qualität und Verkaufs-Chancen.

Heute wird dagegen alles wahllos auf den Markt geworfen, mit viel Aufwand promoted und am Ende steht der Publisher mit Verlust da. Wenn sie dann zufällig mal eine Erfolgs-Band haben, versuchen sie an denen die Verluste wieder reinzuholen.

Das ist der Grund, aus dem auch erfolgreiche Musiker kaum noch Geld mit ihrer Musik machen. Das krallt sich alles die Musikindustrie.

Insofern ist die Schlußfolgerung "mehr = mehr Besseres" heute leider nicht mehr gültig.
 
Schweinebacke
Benutzer78484  Planet-Liebe-Team
Moderator
  • #9
Ich finde, da kann man Vergangenheit und Zukunft nur schwer vergleichen. Musik ist ja nicht nur rein quantitativ in die Breite gewachsen, sondern auch einfach von der Anzahl der Genres.
Das ist der Grund, aus dem auch erfolgreiche Musiker kaum noch Geld mit ihrer Musik machen.
Sowas verklärt doch auch die Vergangenheit. Früher war es einfach um Welten schwerer, musikalisch rauszukommen, weil man gar nicht die Möglichkeiten wie heute hatte, seine Musik zu verbreiten.
 
G
Benutzer Gast
  • #10
Wo sind denn heute die Komponisten, die es so gut machen wie Bach Mozart Beethoven?
Kennst du dich in der internationalen Klassik Szene aus? Besuchst du Philharmonieen?
Ich denke man sollte nicht nur nach den Namen der Vergangenheit schauen.
 
D
Benutzer225154  (26) dauerhaft gesperrt
  • Themenstarter
  • #11
Zumindest gab es früher nicht diesen ganzen furchtbaren AI-Content. 🙃
Ich weiß nicht, ob Du das meinst. Aber heute sind im Studio Computer-Algorithmen allgegenwärtig. Wenn irgendwas nicht ganz so ist, dann lässt man halt den Computer ran, der den Gesang in Windeseile auf Kammerton A 440Hz und seine Kameraden resampled und das Schlagzeug in ein 1/32-Raster quetscht. Am Ende hört sich das an, wie aus dem Computer. Weil halt jede Minute Studiozeit Geld kostet. Nochmal das Ganze ist einfach teuer.

Früher ging das halt nicht, weil man einfach keine Computer hatte, die das konnten.
 
Spiralnudel
Benutzer83901  (41) Planet-Liebe-Team
Moderator
  • #12
Ich weiß nicht, ob Du das meinst.
Ich meine nicht den Einsatz von Computern, das ist kalter Kaffee. Ich meine komplett von AI konzipierte, geschriebene und mit Coverbildern (🫠) versehene Songs.

Gute Musik wird es übrigens immer geben. Zumindest, solange es musikalische Menschen gibt. 🙂
 
G
Benutzer146423  dauerhaft gesperrt
  • #13
 
G
Benutzer146423  dauerhaft gesperrt
  • #14
 
thraca
Benutzer182699  (34) Meistens hier zu finden
  • #15
Off-Topic:

Zumindest gab es früher nicht diesen ganzen furchtbaren AI-Content. 🙃
Dass ich das noch erleben muss. 😩


Also bei Klassik denke ich wirklich, dass es nie mehr gut wird. 😀 Und ich kann mir auch schwer vorstellen, dass es nochmal einen Sound geben wird, der mir ansatzweise so ein Gefühl gibt wie die Musik von ca. 1920-1990. Also jedenfalls nicht innerhalb meiner Lebenszeit.

Für mich klingt heute irgendwie alles so gleich. Ich sehe nicht wirklich, wie ich irgendwann Lady Gaga, Taylor Swift oder Bruno Mars höre und mir denke "man, das war noch Musik". Es gibt verhältnismäßig wenig nach 1990, das mir gefällt und mich dauerhaft begeistert (und das auch nicht in dem Ausmaß wie die älteren Sachen). Hauptsächlich Metal.
 
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P
Benutzer3277  Beiträge füllen Bücher
  • #41
Helene Fischer, Taylor Swift oder Lady Gaga müssen irgendetwas verdammt richtig machen oder sind die anderen einfach nur zu doof, um zu erkennen, dass 1972 die Musik aber mindestens drei Klassen besser war. Wer legt das eigentlich fest!
Ich schrieb ja, dass es meine ganz persönliche Meinung ist. Helene Fischer, Taylor Swift oder Lady Gaga und überhaupt Frauenstimmen sind nicht mein Geschmack (außer z.B. Joan Baez, Janis Joplin oder Joni Mitchell). Ich höre mir schon immer vor allem Bands an, von den Beatles über Genesis und Ton Steine Scherben bis hin zu Rammstein. Und ja, auch z.B. Swingmusik der 1920er Jahre.
 
ProgressiveMind
Benutzer159850  Verbringt hier viel Zeit
  • #42
Im Bezug auf Metal ist die Anwort ganz klar nein!
Das Genre "Metal", mit all seinen Subgenres, hat sich die letzten 20-25 Jahre derart aufgefächert und entwickelt, dass die Anzahl an geilen Songs um eine Vielzahl zugenommen hat.
Man muss als Metalhead nur ein bisschen über den Tellerrand schauen und es öffnen sich derart viele, wunderschöne Türen....
 
Weseraue
Benutzer192870  (55) Meistens hier zu finden
  • #43
Im Bezug auf Metal ist die Anwort ganz klar nein!
Das Genre "Metal", mit all seinen Subgenres, hat sich die letzten 20-25 Jahre derart aufgefächert und entwickelt, dass die Anzahl an geilen Songs um eine Vielzahl zugenommen hat.
Man muss als Metalhead nur ein bisschen über den Tellerrand schauen und es öffnen sich derart viele, wunderschöne Türen....
Da kann ich dir nur zustimmen.
Wobei ich komischerweise jetzt mit zunehmendem Alter härtere und schnellere Musik mag...hat vielleicht mit dem schlechterem Gehör zu tun.😁
 
RockNilo
Benutzer228186  (30) Öfter im Forum
  • #44
Im Bezug auf Metal ist die Anwort ganz klar nein!
Das Genre "Metal", mit all seinen Subgenres, hat sich die letzten 20-25 Jahre derart aufgefächert und entwickelt, dass die Anzahl an geilen Songs um eine Vielzahl zugenommen hat.
Man muss als Metalhead nur ein bisschen über den Tellerrand schauen und es öffnen sich derart viele, wunderschöne Türen....
Ich habe das Gefühl gerade was Metal betrifft kommt alle 5-10 Jahre eine oder zwei Bands groß raus, die das Genre neu aufmischen oder neu definieren. Gerade was die Fusion verschiedener Musikstile angeht.
Dann gibt es so eine Zeitspanne von 1-2 Jahren danach in der die ganzen Metal Fundamentalisten alle überzeugen wollen wie scheiße diese neue Band ist und dass es kein "echter Metal" ist.
Und danach sind sie Headliner auf allen Festivals, nur um dann in 10 Jahren von den selben Metal Fundamentalisten als Beispiel benutzt zu werden, was "echter Metal" ist.
Das ist der Zyklus des Gate-Keeping.
 
M
Benutzer228940  (22) dauerhaft gesperrt
  • #45
Ja auf jeden Fall (Meinung aller in der Generation meiner Eltern) ... kann ich manchmal auf nachvollziehen, aber gibt auch heute noch guten, neuen und innovativen Hard Rock und Metal :grin:
 
Palim
Benutzer202414  Sorgt für Gesprächsstoff
  • #46
Hm…jede Generation behauptet früher sei alles besser gewesen.
Ich zähle mich dazu 😁
Und so ist die Musik ein Beispiel von vielen. Jeder (fast jeder) bleibt doch bei dem, mit dem er/sie aufgewachsen ist 🤔
Das ist zumindest mein Empfinden.

Die Welt dreht sich weiter, Neues entwickelt sich. Aber nicht alle gehen mit.

Kurzum: natürlich war die Musik früher besser 😁
 
M
Benutzer207398  (19) dauerhaft gesperrt
  • #47
Ich finde auch das ältere Musik besser ist als die jetzige. Iwie scheint da mehr Mühe und Kunst drin zu sein als heute.
Es gibt kaum noch schöne Harmonien und wenn dann einfach. Nicht so aufwendig wie bei der alten Schule.
 
chris73
Benutzer212851  (52) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #48
Leider verstarb vor genau einer Woche Ozzy Osbourne. Seit min 35 Jahren musikalische Ikone meines Lebens. Ungeachtet aller Widrigkeiten um seine Person. Solche Phänomene wird die Gegenwart und Zukunft nicht mehr hervorbringen
 
jensreval
Benutzer209173  Sorgt für Gesprächsstoff
  • #49
 
G
Benutzer Gast
  • #50
Früher gab es definitiv nicht bessere Musik als heute. Das kommt einem vielleicht manchmal so vor, weil dadurch, dass das Musikmachen heute wesentlich günstiger zu bewerkstelligen ist und in Eigenproduktion gehen kann, der Markt mit Vielfalt vollgeschwemmt ist, was natürlich Auswirkungen auf die Qualität hat. Ich beobachte, dass die Songs - meist von jüngeren Menschen - nur noch angespielt bzw. durchgezappt werden, aber kaum mehr einer die Muße hat, länger als 3 Minuten - wenn überhaupt - zu folgen.
Früher gab es auch jede Menge subjektiv empfundenen Mist. Die 80er bleiben aber meist in guter Erinnerung durch das andere Sozialleben, weniger Fremdheitsgefühl im eigenen Land und die Abwesenheit von Handy, 24-Std.-TV und Internet. Unsere Kontakt zu anderen waren anders, und der Mensch stand noch mehr im Mittelpunkt des Interesses, mit dem man sich viel inniger austauschen konnte.
Mainstream war noch nie mein Ding, und als Musikfreak und exzessiver Sammler von 'Underground' bzw. nichtkommerzieller Mucke, kenne ich auch massig gute Sachen, die die meisten nur kaum bis gar nicht zu hören kriegen, weil sie im Glauben sind, dass es nichts anderes als das gibt, was sie durch TV und die üblichen Radiosender so kennen. Ich denke aber auch, dass die musikalische Leidenschaft oder Offenheit für unbekanntes Terrain möglicherweise bei den meisten auch nicht allzu groß ist, so dass sie sich nie Mühe gegeben haben, interessantes Zeug aus dem 'Nirgendwo' aufzutreiben.

Der Mainstream mag durch die Verkaufszahlen ja erfolgreich erscheinen, aber die Qualität ist doch der letzte Scheiß - seelenlos, oberflächlich, dazu noch manipulierend durch die Marketing Abteilungen diverser Geheimdienste für Psychologische Kriegführung. Ich bin froh, dass ich weder TV schaue noch Radio höre. Diese fühlbaren Schwingungen mag ich gar nicht.

Die 60er sind eine Extraklasse, finde ich, auch bezogen auf Filme. Mit den 70ern kann ich wenig anfangen, mochte Rock/er, Gitarren, Disco, Funk usw. nie. Die 90er mit ihrem Kirmestechno, Trance usw. fand ich auch eher abstoßend. Vor allem diese stereotypischen Schubladen, in denen alles irgendwie gleich klang, war nie meins.

Mein Sektor ist seit ca. 1982 mehr der düstere, mit einer Vielzahl an eklektischen Stilen, wo es nie langweilig geworden ist, die Seele inspiriert und Wärme in der Musik transzendierend mitschwingt. Da nimmt man sich auch die Zeit, längere Stücke zu hören, weil man sich in der Musik verlieren kann, da sie nicht als Hintergrund- oder Ablenkmucke fungiert, sondern vor allem emotional bewegen kann.
Die Musiker waren und sind wohl eher mit dem Herzen dabei, und es ist keine Standardware vom Fließband, wo sich alles nach KI anhört. KI halte ich für sehr gefährlich und unnatürlich, sollte m. E. verboten werden. Genauso wie deren Programmierer und jene, die dies im Hintergrund in Auftrag geben. KI als Gott und Wahrheitsministerium, und wehe, einer tickt nicht im Sinne des Systems...

Heile Welt war bis Ende der 80er noch relativ spürbar, auch wenn die Bewusstseinskräfte da noch eher am Schlafen waren, und man kam über die Musik auch schneller und inniger in Kontakt mit dem anderen Geschlecht. Deshalb erinnern wir uns gerne an diese Zeit durch unsere besseren Erfahrungen. Heute sind die Lokalitäten ja auch weniger geworden, wo man sich treffen kann, und dieses gemeinsame Kollektivgefühl ist kaum noch vorhanden. Heute lebt jeder eher für sich und findet mit zunehmendem Alter weniger Kontaktmöglichkeiten oder Bindungen, habe ich das Gefühl.

Wer nur das entdecken will, was er bequem irgendwo vorfindet, der wird natürlich nie eine größere Bandbreite an Musik kennenlernen und dadurch meinen, dass es nichts anderes gibt. Wer aber aktiv sucht und sich dafür interessiert, dem eröffnen sich durch die Resonanzgesetze auch viel mehr Möglichkeiten. Den Willen muss man aber schon bekunden, damit das 'Universum' beim Finden hilft.
 
P
Benutzer3277  Beiträge füllen Bücher
  • #51
Früher gab es definitiv nicht bessere Musik als heute. Das kommt einem vielleicht manchmal so vor, weil dadurch, dass das Musikmachen heute wesentlich günstiger zu bewerkstelligen ist und in Eigenproduktion gehen kann, der Markt mit Vielfalt vollgeschwemmt ist, was natürlich Auswirkungen auf die Qualität hat.
Ist sicher alles Geschmackssache. Ich finde, damals (60er bis 80er J. vor allem) gab es mehr musikalische Kreativität, mehr Spielfreude bei den Bands ohne technischen Schnickschnack und vor allem im deutschsprachigen Raum bessere Liedtexte.
 
P
Benutzer3277  Beiträge füllen Bücher
  • #53
NDW zum Beispiel war Klasse 😄
Absolute Zustimmung! Vor allem war es eine witzige, locker-leichte Musikrichtung. Das fehlt heute fast vollkommen. Ich kann das viele Gejammer in vielen Songs nicht mehr hören.
 
Nik Traverse
Benutzer197010  (47) Meistens hier zu finden
  • #54
Ich mag z.B. Can, jedenfalls eine der besten deutschen Gruppen vor F.S.K. und Die Goldenen Zitronen.
Aber generell würd ich sowas wie 'früher war die Musik besser' nicht sagen, da hab ich auch zu wenig Überblick.
 
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