Fotograf will 10 Euro pro Negativ! Hab' ich keine Rechte auf mein Foto?

Benutzer15104  (43)

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Das ist bei unserem genauso und ich finnds auch unverschämt.
Pro Bildentwicklung zahl ich 9 € und will ich die selben Bilder nochmal auf CD kassieren die nochmal 10€/Bild.

Ich find das eigentlich frech weil ich dopple Entwicklungskosten zahln soll

Kat
 

Benutzer20882 

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Ich find's insofern frech, weil die ja wirklich fast keinerlei Kosten für das Brennen der Dateien auf CD haben!

Dann sollen sie lieber einen Betrag X für das Shooting verlangen und dann ist gut!
 

Benutzer44072 

Sehr bekannt hier
Das ist ein völlig normales Vorgehen und absolut rechtmäßig. Der Fotograf ist der Besitzer dieser Negative und der Urheber dieser Bilder. Klar hast Du auch gewisse Rechte, Persönlichkeitsrechte, aber die sind in diesem Fall völlig irrelevant, weil die nur eine Veröffentlichung betreffen würden.

Dein Auftrag bezieht sich auf die Anfertigung dieser Bilder und eventueller Vergrößerungen davon. Der Kauf von Negativen/Originaldateien ist ein davon völlig unabhängiges Geschäft, für das der Fotograf ein angemessenes Honorar für die Nutzungsrechte fordert. Deswegen ist es auch völlig uninteressant, ob er Dir am Anfang gesagt hat, was das kostet.

Die Vergrößerungen werden höchstwahrscheinlich auch einen Aufdruck haben, der den Fotografen als Urheber dieser Bilder ausweist. Wenn also davon Duplikate angefertigt werden, ist auch klar, dass man, wenn man erwischt wird mit straf- und zivilrechtlichen Konsequenzen zu rechnen hat. Ich zweifle aber nicht daran, dass man jemanden findet, der so bescheuert ist und für ein paar cent Verdienst für ein Bild vom Bild dieses Risiko eingeht. Aber Du musst damit rechnen dass Du aus dem einen oder anderen Laden rausgeschmissen wirst und man Dir mit der Polizei droht, wenn Du nicht ganz schnell das Weite suchst.

Die Diskussion über die tatsächlichen Kosten des CD brennens geht am Thema vorbei. Das hat nichts mit Kosten zu tun, sondern allein mit Honoraren.

Über die Zweckmäßigkeit solcher Mischkalkulationen kann man streiten, ich mag die auch nicht besonders. Es wäre garantiert auch möglich gewesen, mit dem Fotografen vorher ein Honorar auszuhandeln, dass alle Nutzungsrechte enthält und völlig unabhängig von den bestellten Bildern ist.

Aber die meisten sind jedesmal völlig entsetzt, wenn sie den Betrag hören, der dann fällig ist. Die Mischkalkulation hat für den Kunden den Vorteil, dass die Kosten sehr gering sind, wenn er nicht viele Bilder haben will, z.B. weil sie ihm nicht gefallen (das muss ja nicht nur am Fotografen liegen). Dann zahlt der Fotograf drauf.
 

Benutzer20882 

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Also ich war grad bei dem Fotostudio gewesen und hab' die Bilder abgeholt.

Sehen erstaunlicherweise so in schwarz-weiß richtig geil aus.
Und sind im Format 10x15, hatte mich da wohl etwas vertan.

Am Montag werd' ich mal hier im Ort in ein kleines Fotolädchen gehen, mal sehen, ob die das machen mit der Vergrößerung.

Achja, hab' extra geguckt, es ist kein Stempel oder sonstwas auf den Fotos. Auf der Rückseite steht lediglich "Kodak".
 

Benutzer60563 

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ist doch logisch das du die negative nicht umsonst bekommst. sonst wärst du ja viel billiger weggekommen wenn du die fotos in (9x13) nimmst die negative kaufst und im nächsten laden für fast nichts wieder entwickeln kannst. in dem fotoladen wo ich gearbeitet habe haben wir die negative für 30e verkauft (Bewerbungsfotos) und für eine kleine Minidatei mit der man fast nichts machen konnte haben wir pro foto 8e genommen(da konte man nur passbilder von machen). das ist ebend marktwirtschaft .;-)
aber ein kleiner trost die bild von bild sachen werden richtig gut wenn man nur eine größe größer nimmt(13x18). .und die fotografen intressiert es eigentlich nicht wer die fotos gemacht hat . war zumindest bei uns so. bild vom bild kann man sicher auch bei schlecker machen ..

gruß silence
 

Benutzer19495 

Benutzer gesperrt
Ich find's insofern frech, weil die ja wirklich fast keinerlei Kosten für das Brennen der Dateien auf CD haben!

Dann sollen sie lieber einen Betrag X für das Shooting verlangen und dann ist gut!

Kann es sein, dass du den Sinn noch nicht ganz verstanden hast?
 

Benutzer20882 

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Ich hab' das schon verstanden, dass die damit ihr Geld verdienen.
Aber unfair find' ichs trotzdem!

Ich mag es halt, wenn ich meine Kosten nachvollziehen kann. Wenn mir jetzt jemand sagt, dass er einen Stundenlohn von 70 Euro hat, dann ist das okay, dann weiß ich, wo das Geld hingeht.
Aber wenn ich für solche Kleinigkeiten dann richtig blechen muss, dann find ichs halt schon bescheuert...

Aber ist ja auch wurscht, ich hab' die Fotos heut abgegeben, zum vergrößern. Kostet mich 1 Euro pro Foto.
 

Benutzer6276  (37)

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ich denke, man muss sich eigentlich nicht aufregen, weil was das alles kostet und was man dafür bekommt, das erfragt man doch eigentlich vorher *find*

ich würde bei nem fotografen eh nur fotos als datei nehmen, denn entwickeln kann man im internet viel viel günstiger und dann hat man echt alle aufm pc erst mal :smile:
 

Benutzer19708  (41)

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Ich weiß nicht, ob du es wirklich verstanden hast. Es gibt keine wirklich enstehenden Kosten, du bezahlst den Verlust des Fotografen, den er durch den Verkauf der Rechte hat bzw. haben könnte.

Siehe Pfläumchen
PFläumchen schrieb:
ich würde bei nem fotografen eh nur fotos als datei nehmen, denn entwickeln kann man im internet viel viel günstiger und dann hat man echt alle aufm pc erst mal

Dadurch, dass du das Negativ erhälst, kann er nichts an dir verdienen, und diesen Verlust (der von dir abhängig nicht in Zahlen zu fassen ist), den bezahlst du. Machst du bei irgendeinem Anbieter nur 5 Fotos in sagen wir 30x40, ist sein Verlust natürlich nicht hoch. Machst du jetzt aber 500 Abzüge ist sein Verlust immens. 10€ ist sein eigener Preis für einen Werteverlust pro Negativ und ich empfnde den Preis auch als gerechtfertigt. Der Preis ist so gesehen eine Mischkalkulation aus Kunden durch die wenig Verlust und durch die viel Verlust entsteht.

Ähnliches Beispiel: Flatrates. Hier wird kalkuliert, dass der Anbieter durch Kunden, die die Flatrate nicht ausnutzen (also mit einem 1GB Volumentarif auskommen würden) der Anbieter Gewinn machen, der mit Kunden, die die Flat überstrapazieren (so wie ich :zwinker:) ausgeglichen wird.
 
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