Findet ihr es unfair, dass Hartz IV-Empfängerinnen die Pille selbst bezahlen müssen?

Findet ihr es unfair, dass Hartz IV Empfängerinnen die PIlle selbst bezahlen müssen?

  • Sex ist nicht lebensnotwendig. Es ist OK, dass Hartz-IV-Leute die Pille selber zahlen müssen.

    Stimmen: 33 63,5%
  • Absolut. Wenn sie es nicht wollen, sollen sie sich anstrengen um einen Job zu finden.

    Stimmen: 8 15,4%
  • Das ist fatal, weil gerade sie zu viele Kinder nicht ernähern können.

    Stimmen: 10 19,2%
  • Das fände ich in Ordnung, wenn auch Minderjährige die Pille selber zahlen sollen.

    Stimmen: 1 1,9%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    52
Status
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Benutzer56624  (32)

Benutzer gesperrt
Ich habe gelesen, dass Hartz IV-Empfängerinnen die Pille selbst bezahlen müssen, weil die Krankenkasse die Kosten nicht übernimmt, außer bei medizinischer Notwendigkeit. Findet ihr es unfair, dass ausgerechnet die schwächsten in der Gesellschaft für ihre Verhütung zahlen müssen und andernfalls kinderreich werden?
 

Benutzer58449  (32)

Planet-Liebe ist Startseite
Naja naja nicht übertreiben. Die schwächsten der Gesellschaft würde ich sie nicht nennen und es gibt ja wohl auch noch andere zuverlässige Verhütungsmittel wie z.B. Kondome für die die es nicht zahlen können oder wollen.

Von daher ist es mir egal.
 

Benutzer56624  (32)

Benutzer gesperrt
Kondome kosten auch Geld, gell?
 

Benutzer72148 

Meistens hier zu finden
Joa, aber wenn dann wäre es doch vielleicht sinnvoll, die für jeden kostenlos zu machen. Und für alles weitere müsste man bezahlen. Das fände ich ganz gut :smile:
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Nein finde ich nicht unfair.
Ist für mich selbstverständlich, dass ich die Pille selbst zahle, auch wenn ich derzeit Hartz IV beziehe.
Und wenn ich mir die Pille nicht leisten kann, dann muss ich eben auf andere Methoden zurückgreifen oder Sex bleiben lassen.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
wenn ich eine beziehung habe, in der man sich jeden tag sieht, kommen die 100erpacks kondome teurer als pille - das nur nebenbei.

und ansonsten: was heisst schon unfair... wenn man jetzt mal das klischee hervorkramt, dass eher die nicht hochintelligenten und sicher nicht hochmotivierten arbeitslos sind, und dass bei denen vielleicht auch das sozialverhalten nicht ganz toll ist, finde ich schon dass gerade die keine kinder kriegen sollten.
jetzt zu sagen "sollen sie halt nicht vögeln wenn sie keine verhütung zahlen können" ist nen netter spruch, aber leider fernab der realität. grade diese "verhüten" dann gerne durch kurz vorher rausziehen, und wie sicher das ist dürfte hier bekannt sein.
wer nicht viel zu tun hat, ständig zu hause hängt, am besten noch zu zweit - der vertreibt sich entsprechend mehr zeit mit sex, als jemand der abends totmüde und völlig geschafft heimkommt.

und dann haben wir mal wieder nen paar kinder mehr in verwahrlosten familien, ohne erziehung, ohne bildung, ohne sozialverhalten, ohne zukunft. genau das, was ich eigentlich ziemlich schrecklich finde, zumal der anteil dieser bevölkerung scheinbar stetig zunimmt.


ne perfekte lösung gibts da sicher nicht. geld fehlt eh an allen ecken und enden, ihnen ne verhütung verpassen wäre zukunftsorientiert, aber wer ist schon bereit dazu anderen die verhütung zu zahlen...

---------- Beitrag hinzugefügt um 14:09 -----------

nicht falsch verstehn: ich will sicher nicht allen h4-empfängern unterstellen, sie seien asozial. ganz sicher nicht! aber grade die, die ich unter diesen begriff jetz einordnen würde, die kümmern sich nicht besonders verantwortungsvoll - weder um die verhütung, noch um die entstandenen kinder. und gerade die sollten keine haben.
 
V

Benutzer

Gast
Wer Sex haben will, soll sich selbst um die Verhütung kümmern. Kein Geld für Verhütung --> kein Sex (oder Kinder in Kauf nehmen).
Viele Studenten haben im Monat nicht mehr zur Verfügung als ein Hartz-4-Empfänger. Und die müssen die Verhütung schließlich ebenfalls selbst bezahlen.
 

Benutzer18846 

Verbringt hier viel Zeit
... die für jeden kostenlos zu machen... Das fände ich ganz gut :smile:

Nein, ich finde schon nicht gut, dass die Pille überhaupt für irgendjemand kostenfrei ist, außer sie wird wirklich als Medikament verschrieben!

Weshalb soll die Allgemeinheit für das vergnügen des Einzelnen zahlen?

Die Pille sollte grundsätzlich (wie in der PKV üblich) vollständig aus der eigenen Tasche bezahlt werden müssen, also auch nicht wie bisher bis 21 von der GKV getragen werden.

Wer Sex haben will, der muss auch die Verantwortung für die Verhütung übernehmen, die Verantwortung hört aber eben nicht beim "an Verhütung denken" auf, sondern es gehört eben das Bezahlen der dann gewählten Verhütungsmethode dazu...natürlich für beide Sexualpartner.

Off-Topic:
Nebenbei gibt es unzählige Menschen, gegen die sind ALG2-Empfänger geradezu Gutverdiener...denn viele Menschen haben ein ähnlich geringes/geringeres Einkommen als die Regelleistungen, ohne jedoch die diversen Vergünstigungen (Monatskarte, GEZ-Befreiung, Zugang zu gefördertem Wohnraum, Gebührenbefreiung bei Ämtern/Behörden, keine Sorgen bezüglich Nebenkostennachzahlungen) zu erhalten.
Man sollte daher ALG2-Empfänger bitte nicht immer als besonders schwach bzw. arm darstellen.


Gruß
 

Benutzer72148 

Meistens hier zu finden
Nein, ich finde schon nicht gut, dass die Pille überhaupt für irgendjemand kostenfrei ist, außer sie wird wirklich als Medikament verschrieben!

Äh, das war auf Kondome bezogen!

Ich bin auch dafür, dass die Pille für gar niemanden bezuschust oder bezahlt wird :zwinker:
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Wer Sex haben will, soll sich selbst um die Verhütung kümmern. Kein Geld für Verhütung --> kein Sex (oder Kinder in Kauf nehmen).
es geht dabei doch nicht um die erwachsenen, die dann kinder am arsch kleben haben, sondern um die kinder, die kein vernünftiges leben geboten bekommen.

hier sind doch ständig so ne moralprediger unterwegs, die männern erzählen wollen "du hast das kind gezeugt, du musst dich auch drum kümmern, das kannst du dem kind doch nicht antun" - aber eltern, die zu dumm oder zu faul zum verhüten sind, die darf man den kindern antun?
 

Benutzer18846 

Verbringt hier viel Zeit
@maimamo:

Oh, dann habe ich das falsch verstanden... sorry
 

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
Off-Topic:
Nebenbei gibt es unzählige Menschen, gegen die sind ALG2-Empfänger geradezu Gutverdiener...denn viele Menschen haben ein ähnlich geringes/geringeres Einkommen als die Regelleistungen, ohne jedoch die diversen Vergünstigungen (Monatskarte, GEZ-Befreiung, Zugang zu gefördertem Wohnraum, Gebührenbefreiung bei Ämtern/Behörden, keine Sorgen bezüglich Nebenkostennachzahlungen) zu erhalten.
Man sollte daher ALG2-Empfänger bitte nicht immer als besonders schwach bzw. arm darstellen.

Wenn Leute wirklich (z. B. als Geringverdiener) weniger im Monat als ein ALG II-Bezieher zur Verfügung haben, können sie ihr Einkommen aufstocken lassen. ALG II-Bezug als "gutverdienend" darzustellen, ist doch wirklich ein Hohn (oder möchte hier jemand seinen Job freiwillig aufgeben, um zum "Gutverdiener" zu werden?).
Monatskarten gibt es übrigens nicht überall, hier in der Region nirgendwo. Stromkosten werden trotz mehrfacher Erhöhungen übrigens nicht seperat übernommen, sondern müssen aus dem Regelsatz bezahlt werden.

Zum Thema:

Natürlich ist Sex eine rein private Entscheidung, klar. Das Resultat dieser Entscheidung, verursacht aber nach 9 Monaten Kosten, die die Gesellschaft zu tragen hat, ob sie will oder nicht. Ob ein Kind in jedem Fall in ein tolles Elternhaus hineinwächst, ist auch so eine Sache.
Die Pille zu zahlen ist finanziell betrachtet deutlich günstiger, als für eine "ungewollte Schwangerschaft" zu zahlen. Wenn das Kind einmal da ist, ändert die Frage, wie vernünftig etc. die Entscheidung war, nix an den Kosten.
 

Benutzer79369 

Benutzer gesperrt
nicht falsch verstehn: ich will sicher nicht allen h4-empfängern unterstellen, sie seien asozial. ganz sicher nicht! aber grade die, die ich unter diesen begriff jetz einordnen würde, die kümmern sich nicht besonders verantwortungsvoll - weder um die verhütung, noch um die entstandenen kinder. und gerade die sollten keine haben.

damit hast du natürlich absolut recht, bloß glaube ich nicht, dass die kostenlose abgabe der pille an solche leute da so viel ändern würde. da müsste dann die korrekte einnahme garantiert sein... und wie war das gleich mit dem verantwortungsbewusstsein?

ich schließe mich ansonsten koyote an. ich sehe auch nicht ein, warum die allgemeinheit das finanzieren soll. wenn ich an irgendwas spaß habe, dann kann ich auch nicht einfach mal ankommen und dafür geld verlangen. entweder ich kann es selbst bezahlen, oder ich habe pech gehabt. und auf sex ist niemand angewiesen.
 

Benutzer58449  (32)

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Wer Sex haben will, soll sich selbst um die Verhütung kümmern. Kein Geld für Verhütung --> kein Sex (oder Kinder in Kauf nehmen).
Viele Studenten haben im Monat nicht mehr zur Verfügung als ein Hartz-4-Empfänger. Und die müssen die Verhütung schließlich ebenfalls selbst bezahlen.

wer kein geld für verhütung hat, wird wohl kaum geld für kinder haben :zwinker:
 
M

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Gast
Nein, finde ich nicht unfair. Ich hab selbst im Monat weniger zum Leben übrig, als ein algII-empfänger und muss auch die Verhütung selbst bezahlen.
Und nein, ich muss mein Geld nicht aufstocken lassen, ich komm damit hin.
 

Benutzer18846 

Verbringt hier viel Zeit
Wenn Leute wirklich (z. B. als Geringverdiener) weniger im Monat als ein ALG II-Bezieher zur Verfügung haben, können sie ihr Einkommen aufstocken lassen. ALG II-Bezug als "gutverdienend" darzustellen, ist doch wirklich ein Hohn (oder möchte hier jemand seinen Job freiwillig aufgeben, um zum "Gutverdiener" zu werden?).
Monatskarten gibt es übrigens nicht überall, hier in der Region nirgendwo. Stromkosten werden trotz mehrfacher Erhöhungen übrigens nicht seperat übernommen, sondern müssen aus dem Regelsatz bezahlt werden.

Ja, aber erstens gibt es genügend Geringverdiener, denen der Weg zu ALG2 als Aufstockung per Gesetz verbaut ist.
Und zweitens will nicht jeder auf der Tasche anderer Leute liegen, sondern eben aus eigener Kraft über die Runden kommen.

Und von Stromkosten habe ich nicht gesprochen...sondern von Nebenkosten allgemein...so mancher Normalverdiener ist durch die Energiepreissteigerungen nur ganz knapp am finanziellen Ruin vorbeigeschrammmt...da steht dann kein Amt im Hintergrund was einem den Öltank wieder füllt oder die Gasrechnung übernimmt.

Und ja, eine Familie (2 Kinder) mit ALG2 steht finanziell häufig besser da als eine eine gleich große Famillie mit Alleinverdiener.

Vergleiche doch einfach mal im Bekannten/Verwandtenkreis das frei verfügbare Einkommen (nach Abzug aller Werbungskosten(insb. Fahrtkosten und Kinderbetreuung) und Wohnkosten, Mobiltätskosten, GEZ, etc mit den ALG2 Regelsätzen.
Dann wirst du feststellen wo mehr Geld über bleibt!

Gruß
 
V

Benutzer

Gast
wer kein geld für verhütung hat, wird wohl kaum geld für kinder haben :zwinker:
Aber für die gibt es dann ja wieder Geld vom Staat :rolleyes:.
Wie gesagt: Kein Geld, kein Sex.
Wer Sex hat, muss die Verantwortung dafür übernehmen. Der Staat kann nicht jedem arbeitslosen Paar die Verhütung schenken. Ein bisschen Hirn sollte man schon selbst haben, um zu wissen, was man da macht.
Wenn jemand UNBEDINGT Sex braucht, und nicht darauf verzichten kann, nicht mal dann, wenn er kein Geld für Verhütung hat, der soll sich halt therapieren lassen. Als Alksüchtige kriege ich schließlich auch kein Bier vom Staat bezahlt.
 

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
Und ja, eine Familie (2 Kinder) mit ALG2 steht finanziell häufig besser da als eine eine gleich große Famillie mit Alleinverdiener.

Vergleiche doch einfach mal im Bekannten/Verwandtenkreis das frei verfügbare Einkommen (nach Abzug aller Werbungskosten(insb. Fahrtkosten und Kinderbetreuung) und Wohnkosten, Mobiltätskosten, GEZ, etc mit den ALG2 Regelsätzen.
Dann wirst du feststellen wo mehr Geld über bleibt!

Gruß

Daneben sollte man schon sagen, dass zum "Luxusleben" des ALG II-Bezugs das nicht gerade tolle Image "Hartz IV" gehört. Es gibt nicht wenige, die sehr blöd angesehen werden, wenn sie sagen, von welcher Leistung sie leben. Und auch bei der Partnersuche soll Hartz IV nicht gerade ein Bonus sein.

Letztlich halte ich die "denen geht es zu gut"-Debatte doch für eine feige Ausflucht. Man könnte auch sagen: Wer arbeitet, bekommt zu wenig. Dort könnte man aber nicht über "die ALG II-Bezieher" herziehen, sondern müsste sich mit dem eigenen Chef anlegen. Nicht allen Branchen/Unternehmen geht es schlecht, und auch im Aufschwung sind für viele trotzdem die Reallöhne gesunken (die Vergütung von Managern/Vorständen etc. nahm eine andere Richtung). Aber Aufbegehren ist halt unbequemer, als nach unten zu treten.
 
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