Findet ihr das Flugverbot übertrieben?

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Benutzer56624  (32)

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Allmählich üben Fluggesellschaften Kritik am anhaltenden Flugverbot über Europa, weil sie Umsatzeinbußen befürchten. Findet ihr das Flugverbot übertrieben oder angemessen? Man sieht doch von unten keine Vulkanasche und das Wetter ist so wunderschön. Aber vielleicht sieht es ja oben anders aus. Aber wenn man nicht fliegt, kann man doch nicht richtig feststellen, ob die Vulkanasche wirklich Flüge beeinträchtigt.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
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Aber wenn man nicht fliegt, kann man doch nicht richtig feststellen, ob die Vulkanasche wirklich Flüge beeinträchtigt.
Wenn du den Kindern sagst, dass sie nicht auf die Straße rennen sollen, kannst du doch gar nicht wissen, ob sie wirklich überfahren werden!

In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass das Spektrum der Sachschäden in Millionenhöhe bis hin zu akutem Absturzrisiko reicht wenn ein Flugzeug ein Date mit einer solchen Aschewolke hat.

Ich glaube kaum, dass man da als Außenstehender/Nicht-Fachmann was zu sagen kann. Das müssen die Experten wissen.
Aber die Flugsicherung ist im Gegensatz zu den Airlines zumindest neutral und hat keine finanziellen Interessen im Hinterkopf.
 

Benutzer56624  (32)

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Vielleicht spielt da der Absturz in Smolensk vor einer Woche auch eine Rolle. Zumindest psychologisch.
 

Benutzer3277 

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Ich bin kein Fachmann und kann mich da sicher irren. Aber im TV vorhin sagte ein Pilot nach einem Testflug heute (Sonntag nachmittag): "Die Maschine ist nach dem Flug vollkommen in Ordnung und der Flug war problemlos. In Gegenden mit vielen, größeren aktiven Vulkanen wird trotz Aschewolken auch geflogen - abgestürzt ist dabei noch kein Flieger."

---------- Beitrag hinzugefügt um 22:55 -----------

Vielleicht spielt da der Absturz in Smolensk vor einer Woche auch eine Rolle. Zumindest psychologisch.

Das kann sicher eine Rolle spielen. Oder: Westeuropäer sind allgemein sehr vorsichtig bei Gefahren.
 

Benutzer37284 

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Ich bin kein Fachmann und kann mich da sicher irren. Aber im TV vorhin sagte ein Pilot nach einem Testflug heute (Sonntag nachmittag): "Die Maschine ist nach dem Flug vollkommen in Ordnung und der Flug war problemlos. In Gegenden mit vielen, größeren aktiven Vulkanen wird trotz Aschewolken auch geflogen - abgestürzt ist dabei noch kein Flieger."


Naja, der war von Lufthansa. Und was die momentan drüber denken ist klar, oder? :zwinker:
Ich finde das Verbot gerechtfertigt, zumindest solange, bis das Gegenteil bewiesen ist. Was wäre das denn für ein Skandal wenn jetzt plötzlich ein Flugzeug abstürzen würde bloß weil eine Airline meint fliegen zu müssen wegen der Verluste? :ratlos:

Zumindest wird ja morgen ein Testflugzeug losgeschickt, welches Messungen vornimmt, dann weiß man mehr.
 

Benutzer28114 

Verbringt hier viel Zeit
Ob das Flugverbot übertrieben ist kann ich nicht beurteilen. Interessant ist, dass am Anfang so gut wie alle Fluglinien davon geredet haben wie gefährlich so eine Wolke sein kann und dass die Sperre richtig ist. Aber jetzt wo realisiert wird wie teuer das für die Fluglinien ist, plädieren sie dafür die Sperre wieder aufzuheben und schieben Stress. Also was jetzt?!?
 

Benutzer36865 

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Die Lufthansa interessiert sich in erster Linie für ihre Geschäftszahlen. Die müssen stimmen, alles andere ist zweitrangig. Momentan verlieren sie jeden Tag viel Geld. Würde man statt dessen fliegen, dann würde vielleicht was passieren. Aber erstens nur vielleicht, und zweitens wäre die LH dagegen ja bestimmt versichert. Ein paar tote Menschen und ein kaputtes Flugzeug wären dann nicht so schlimm, viel schlimmer sind halt jetzt die massiven Einnahmeausfälle. Daß man das Leben von hunderten und tausenden Passagieren aufs Spiel setzen würde - na und? Geld ist wichtiger, da muß man notfalls auch mal über Leichen gehen.

Wer hier Sarkasmus und Ironie findet, darf sie gerne behalten.
 

Benutzer67523 

Sehr bekannt hier
Die Lufthansa interessiert sich in erster Linie für ihre Geschäftszahlen. Die müssen stimmen, alles andere ist zweitrangig. Momentan verlieren sie jeden Tag viel Geld. Würde man statt dessen fliegen, dann würde vielleicht was passieren. Aber erstens nur vielleicht, und zweitens wäre die LH dagegen ja bestimmt versichert. Ein paar tote Menschen und ein kaputtes Flugzeug wären dann nicht so schlimm, viel schlimmer sind halt jetzt die massiven Einnahmeausfälle. Daß man das Leben von hunderten und tausenden Passagieren aufs Spiel setzen würde - na und? Geld ist wichtiger, da muß man notfalls auch mal über Leichen gehen.

Wer hier Sarkasmus und Ironie findet, darf sie gerne behalten.
Damit bin ich ziemlich einverstanden - ohne Ironie, evtl. mit etwas Sarkasmus.
Ein einzelner Absturz, bei dem alle Passagiere sterben, kostet die Fluggesellschaft wesentlich weniger als die momentanen Ausfaelle.
Zudem man an einem Absturz ja dann nicht selbst schuld ist - es waren dann ja die inkompetenten Aemter, die das Fliegen wieder erlaubt haben.

Ich selbst hab keine Ahnung, wie heikel die Fliegerei zur Zeit wirklich ist. Aber ich finde die Unterbrueche lustig! :smile:
 

Benutzer16390 

Verbringt hier viel Zeit
Ich glaube kaum, dass man da als Außenstehender/Nicht-Fachmann was zu sagen kann. Das müssen die Experten wissen.
Aber die Flugsicherung ist im Gegensatz zu den Airlines zumindest neutral und hat keine finanziellen Interessen im Hinterkopf.

Exactemente! Perfekt auf den Punkt getroffen :zwinker:
 
A

Benutzer

Gast
BrooklynBridge hat es wohl echt auf den Pukt gebracht. Und falls auch nur ein Flieger wegen der Wolke abstürzen würde, wäre das Geschrei groß: "Warum durften die eigentlich fliegen?"

Daher unterstütze ich moralisch das Flugverbot!
 

Benutzer6874  (35)

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Aber im TV vorhin sagte ein Pilot nach einem Testflug heute (Sonntag nachmittag): "Die Maschine ist nach dem Flug vollkommen in Ordnung und der Flug war problemlos.
und heute (Montag) haben französische Jet-Piloten nach Flügen Schäden an den Triebwerken festgestellt. Die Partikel der Wolke sind im Triebwerk zu einer Glasschicht geschmolzen.

Ich denke die Angriffe der Airlines auf die Luftfahrtbehörden sind schon die Vorbereitung auf das "Nachher". Wenn man jetzt Stimmung machen kann gegen die Flugverbote, dann kann man in der 2.Phase mit Schadensersatzforderungen kommen.
 

Benutzer76250 

Planet-Liebe Berühmtheit
Eines muss mal ganz deutlich gesagt werden: Die Geschäftsleitung einer Fluggesellschaft interessiert die Sicherheit der Passagiere einen Scheißdreck. Die Maschinen sind so gut versichert, dass sie selbst beim Absturz noch Gewinn machen. American Airlines hat nach dem Crash von AA191 eine Versicherungssumme erhalten, die höher war als die Kosten des Absturzes. Wenn sowas bei Lufthansa oder Air Berlin passiert, kratzt die das nur geringfügig. Was sind für die schon 2 Kapitäne und bis zu 7 Flugbegleiter? Das Kontingent schmeißen die doch bei "Rationalisierungen" in nur zwei Stunden raus...

Von daher ist das Gemecker nur allzu verständlich. Geht ja für Hunold und Mayrhuber geht es schließlich um die Rendite und damit um ihre Boni und deren Rechtfertigung...
 

Benutzer36865 

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Welche Sümmchen Lufthansa und co. wohl an die maßgeblichen Politiker gezahlt haben, um die ganzen zahlreichen Ausnahmegenehmigungen zu bekommen? Oder wurden da ein paar "Miles&More"-Goldkarten verschenkt...?
 

Benutzer78066  (43)

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Ich finde das soweit in Ordnung. Sicherheit geht vor!

Wenn nur ein Flieger aufgrund dieses Problem abgestürzt wäre ... dann hätten alle auf die Flugsicherung eingeprügelt ... Verantwortlich ... warum wurde danach nicht geschaut ... Untersuchungsausschuss ... Inkompetenz .... Suche nach Bauernopfer ....

Was dem Luftverkehr die Aschewolke sind bei der Bahn die Radbolzen. Wenn das Eisenbahnbundesamt sagt, aus Sicherheitsgründen nicht, dann nicht.

Vielleicht ist es manchmal auch ganz gut, dass man mal wieder vor Augen geführt bekommt, dass sich eben nicht alles nur um uns dreht.
 

Benutzer39497 

Sehr bekannt hier
Eines muss mal ganz deutlich gesagt werden: Die Geschäftsleitung einer Fluggesellschaft interessiert die Sicherheit der Passagiere einen Scheißdreck. Die Maschinen sind so gut versichert, dass sie selbst beim Absturz noch Gewinn machen. American Airlines hat nach dem Crash von AA191 eine Versicherungssumme erhalten, die höher war als die Kosten des Absturzes. Wenn sowas bei Lufthansa oder Air Berlin passiert, kratzt die das nur geringfügig. Was sind für die schon 2 Kapitäne und bis zu 7 Flugbegleiter? Das Kontingent schmeißen die doch bei "Rationalisierungen" in nur zwei Stunden raus...

Von daher ist das Gemecker nur allzu verständlich. Geht ja für Hunold und Mayrhuber geht es schließlich um die Rendite und damit um ihre Boni und deren Rechtfertigung...

Das halte ich für Unsinn. Selbst wenn einer Fluggesellschaft die Sicherheit der Passagiere egal ist, so gibt es wohl kaum etwas, das für sie mehr geschäftsschädigend ist, als ein Flugzeugabsturz mit einer ihrer Maschinen. Und wenn das sogar öfter vorkommt, weil Sicherheitsvorkehrungen nicht eingehalten werden, dann wird schon sehr bald niemand mehr freiwillig mit dieser Maschine mitfliegen wollen.

Solche Verschwörungstheorien von wegen der Geschäftsleitung von grossen Firmen ist das Leben der Kunden oder in diesem Fall der Passagiere völlig egal, die opfern für ein bisschen Geld mehr in der Kasse sogar ihre eigenen Leute, finde ich immer an den Haaren herbei gezogen und mitunter sogar lächerlich.
 

Benutzer78066  (43)

Sehr bekannt hier
Das halte ich für Unsinn. Selbst wenn einer Fluggesellschaft die Sicherheit der Passagiere egal ist, so gibt es wohl kaum etwas, das für sie mehr geschäftsschädigend ist, als ein Flugzeugabsturz mit einer ihrer Maschinen. Und wenn das sogar öfter vorkommt, weil Sicherheitsvorkehrungen nicht eingehalten werden, dann wird schon sehr bald niemand mehr freiwillig mit dieser Maschine mitfliegen wollen.

Solche Verschwörungstheorien von wegen der Geschäftsleitung von grossen Firmen ist das Leben der Kunden oder in diesem Fall der Passagiere völlig egal, die opfern für ein bisschen Geld mehr in der Kasse sogar ihre eigenen Leute, finde ich immer an den Haaren herbei gezogen und mitunter sogar lächerlich.

Aufrechnen kann man das auch nicht ... ein Imageschaden ist nicht zu unterschätzen ... wenn ein Ruf ruiniert ist, dann kann es auch schnell bergab gehen mit Folgen, die nicht überblickbar sind ....
 

Benutzer76250 

Planet-Liebe Berühmtheit
Aufrechnen kann man das auch nicht ... ein Imageschaden ist nicht zu unterschätzen ... wenn ein Ruf ruiniert ist, dann kann es auch schnell bergab gehen mit Folgen, die nicht überblickbar sind ....

Dafür geht es American Airlines, United Airlines, Air France, Qantas und Turkish Airlines aber noch ziemlich gut...
 
A

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Gast
Ich halte das Flugverbot für Schweinegrippe 2.0, aber letztlich haben die Behörden gar keine andere Wahl gehabt. Die bisherigen (seltenen) Fälle betrafen zwar Flugzeuge, die mehr oder minder direkt durch Aschewolken flogen, aber da es über Europa bisher keine Aschewolke gab, hat man nun einmal auch keine Erfahrungswerte. Ich möchte nicht wissen, was losgewesen wäre, wenn ein Dutzend Jets abgeschmiert wäre...

Das "Krisenmanagement" war zwar lausig und wirkte vor allem medienhysterisch gesteuert, aber andererseits gibt es eben auch keine Präzedenzfälle und das die Airlines lieber auf Teufel komm' raus fliegen ist auch klar. Das Gejammer über Milliardenverluste halte ich auch für maßlos übertrieben, wenn bei BMW die Bänder still stehen, weil man von Freitag Nachmittag - Montagabend keine Chips aus Asien beziehen konnte, dann ist das Stümperei, aber nicht der Politik anzulasten. Vermutlich sind der BMW-Chef und der Lufthansa-Boss alte Golfkumpels und da wird einfach etwas "Druck" erzeugt.

Und nicht zuletzt, angesichts des Griechen-Bailouts und den Summen die für Banken verbraten wurden, sind die paar Milliarden auch nicht mehr der Rede wert.
 
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