Finanzen in der Beziehung

Benutzer185751  (45)

Klickt sich gerne rein
Hallo zusammen,

Ich war mit meinem Freund, mit dem ich seit über nem Jahr zusammen bin im Urlaub. Dort haben wir es so gehandhabt, dass wir abwechselnd gezahlt haben damit es in etwa ausgeglichen ist. Ich weiß, dass mein Freund sehr aufs Geld achtet. Wir studieren beide noch, aber ihm geht es durch seine reiche Omi finanziell viel besser und ich muss zusehen, wie ich über die Runden komme. Ich beziehe Bafög und habe nen Minijob, mein Studium ist sehr teuer und meine Eltern können mich nicht so unterstützen. Bei ihm sieht es anders aus.
Ich bin keine Frau, die auf Kosten des Mannes leben möchte.
Aber bei ihm habe ich Bedenken, weil er so knauserig ist. Am Ende des Urlaubs habe ich ne Liste gemacht, wer was bezahlt hat. Da ich im Urlaub Geburstag hatte und ihn zum Essen eingeladen hatte, kommen nochmal 40 Euro drauf, die ich aber nicht in die Liste schrieb, da es für mich selbstverständlich ist, ihn am Geburtstag einzuladen. Wir waren dann bei einer Differenz von 30 Euro bei den Ausgaben. Ich schulde ihm also 15 Euro, wenn man die Differenz durch 2 teilt. Er erwartet jetzt, dass ich ihm die 15 Euro überweise. Findet ihr das ok von ihm? Ich hätte die 15 Euro nicht verlangt. Mich würde mal interessieren wie ihr das so seht.

Da ich die meiste Zeit besser verdient habe, habe ich immer den Gesamten Urlaub bezahlt. Ich könnte mir einen Urlaub wo ich mir die Kosten aufschreibe und dann abrechne nicht vorstellen.
Nicht einmal mit Freunden würde ich auf 15 Euro genau abrechnen.
Jeder ist da anders.
 

Benutzer182209 

Ist noch neu hier
Wenn ich in deine anderen threads schaue, dann frag ich mich sowieso, warum du diese Beziehung überhaupt noch führst.
Das hat von Anfang an nicht gepasst. weder er zu dir, noch deine Beziehungseinstellung überhaupt.

Euer Sexleben stimmt ja auch nicht... also wie viele Probleme müssen da noch kommen bis du gehst?

Dem kann ich mich nur anschließen. Was willst du von ihm?
 

Benutzer167118  (27)

Verbringt hier viel Zeit
15 Euro, ernsthaft :grin:
Das wäre mit so egal und meinem Freund auch.
Und das überweisen? Ich würde ihm den Vogel zeigen. Wenn ihm 15€ so wichtig wären, bekommt er die bar. Dafür lauf ich doch nicht zur Bank.

Wir achten da nicht so penibel drauf, wer wie viel Geld ausgibt. Was er für sich selbst ausgibt ist sowieso sein Ding und Einkäufe etc. zahlt mal er, mal ich, ohne zu gucken wer wieviel ausgibt. Das macht sicher keinen großen Unterschied.

Eine Abmachung haben wir, weil es da um mehr Geld geht.
Er verbringt mehr Zeit bei mir als bei sich. Es ist aber meine Wohnung. Es steigen natürlich also meine Kosten für Strom und Wasser. Ich zahle weiter die Miete. Die würde ich ja so oder so zahlen, da muss er mir nichts dazu geben. Die Nebenkosten zahlt er. Er selbst hat ja keine weil er eh fast nie bei sich ist.
Wenn wir hoffentlich zeitnah zusammen ziehen teilen wir das.

Andere Kosten
Urlaub 50/50. Es sei denn er schenkt mir eine Reise.
Drogerieartikel jeder kauft sein Zeug, Zahnpasta wird geteilt.
Verhütung zahle ich (Pille). Würd ich auch als Single nehmen.
Gehen wir mal aus, ins Restaurant z.B. zahlt er meistens. Müsste er nicht, will er aber.
 

Benutzer131884 

Sehr bekannt hier
Im Haushalt hilft er mit, da kann ich echt nicht meckern. Er sagt selber, dass der Mann im Haushalt auch mithelfen muss.
Was heisst helfen? Wessen Haushalt ist das denn?
Der Mann muss mithelfen? In welcher Zeit lebt er eigentlich? Ich helfe im Haushalt nicht mit! Ich mach das was getan werden muss und wozu die Zeit ist, fertig. Meine Frau ebenso. Hier hilft niemand dem anderen, es ist unser Haushalt und der wird zusammen erledigt. Helfen impliziert, dass einer etwas macht, das seine Aufgabe ist, und ein anderer ihm etwas abnimmt. So ne Einstellung kenne ich bezogen auf den Haushalt aus den 60er Jahren in der Generation meiner Eltern.
 

Benutzer148761  (33)

Meistens hier zu finden
Sie ist spontan aus dem -wie gesagt gemeinsamen- Haus ausgezogen und hat sich eine Wohnung gesucht. Ich habe von ihr dann weiterhin nur(!) 100,00 € verlangt, bis der offizielle Teil mit dem Haus
du trennst dich, willst das sie aus dem gemeinsamen haus auszieht und es dir überlässt. sie hat den aufwand und die kosten mit wohnungssuche, umzug, neuer einrichtung und dann verlangst du noch 100€ im monat von ihr?
 

Benutzer184468  (49)

Sorgt für Gesprächsstoff
du trennst dich, willst das sie aus dem gemeinsamen haus auszieht und es dir überlässt. sie hat den aufwand und die kosten mit wohnungssuche, umzug, neuer einrichtung und dann verlangst du noch 100€ im monat von ihr?
Nein, wir trennen uns (gemeinsamer Beschluss), sie entschließt sich, sofort auszuziehen (aus dem gemeinsamen Haus mit gemeinsamen Verpflichtungen). Es bestand durchaus die Möglichkeit, im Haus wohnen zu bleiben, bis alles geregelt ist (vor allen Dingen finanziell).
Ich habe auch nicht gewollt, dass sie sofort auszieht. Das war einzig und allein ihr Entschluss.

Mein Wunsch war es zu dem Zeitpunkt lediglich, das Haus zu behalten. Nur ... ob ich das Haus übernehmen kann, ob die Bank das mitmacht, stand zu dem Zeitpunkt noch nicht fest.

Ich kann ja nicht, nur weil ich mich trenne, einfach vor allen Verpflichtungen von heute auf morgen flüchten ... und mal schauen, wie der (Ex-)Partner dann klar kommt ... und dann auch noch verlangen, dass er (also ich) zusätzlich für die neue Wohnung aufkommt :what:

Natürlich wollte ich ihr keine Steine in den Weg legen und habe berücksichtigt, dass sie durch den Auszug und die neue Wohnung Kosten hat. Deshalb habe ich nur 100,00 € von ihr verlangt. Ich hätte auch auf 50% aller Kosten für das Haus bis zur Umschreibung bestehen können. Das wäre dann deutlich mehr geworden.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer148761  (33)

Meistens hier zu finden
Nein, wir trennen uns (gemeinsamer Beschluss), sie entschließt sich, sofort auszuziehen (aus dem gemeinsamen Haus mit gemeinsamen Verpflichtungen). Es bestand durchaus die Möglichkeit, im Haus wohnen zu bleiben, bis alles geregelt ist (vor allen Dingen finanziell).
Ich habe auch nicht gewollt, dass sie sofort auszieht. Das war einzig und allein ihr Entschluss.
ok, aber was ich von dir in anderen thread gelesen habe war ja irgendwie, dass sie gerne kinder mit dir wollte und du ziemlich gefühlskalt warst und bemerkt hast, dass du lieber gar keine beziehung möchtest, um dich nur nach deinen eigenen befürdnissen richten zu können. war es dann nicht vielleicht für sie emotional nicht tragbar, weiter mit dir zusammen zu wohnen? zumal mit der aussicht, dass sie langfristig eh nicht bleiben kann, weil du das haus für dich willst. du hingegen hast vermutlich kaum unter der trennung gelitten und kannst dich deshalb vll nicht in ihre situation reinversetzen?
 

Benutzer174836 

Verbringt hier viel Zeit
Da ich im Urlaub Geburstag hatte und ihn zum Essen eingeladen hatte, kommen nochmal 40 Euro drauf, die ich aber nicht in die Liste schrieb, da es für mich selbstverständlich ist, ihn am Geburtstag einzuladen. Wir waren dann bei einer Differenz von 30 Euro bei den Ausgaben. Ich schulde ihm also 15 Euro, wenn man die Differenz durch 2 teilt. Er erwartet jetzt, dass ich ihm die 15 Euro überweise. Findet ihr das ok von ihm? Ich hätte die 15 Euro nicht verlangt. Mich würde mal interessieren wie ihr das so seht.
Ja in anderen Lebensbereichen ist er leider auch so. Wenn er sich was aus meinem Kühlschrank nimmt, dann ist es ok. Aber wehe ich gehe an seine Leberwurst :grin:

Knickerige, egomanische Nassauer und Profischnorrer dieser Machart werfe ich ungefragt zum Fenster raus. Wie hast du es neben dem länger als einen Tag ausgehalten? :grin: So einer würde bei mir die Kennenlernphase schon nicht überstehen.

Mein Freund war, wie wir uns kennengelernt haben, wesentlich weniger begütert wie ich und ich habe 90% der gemeinsamen Ausgaben beim Ausgehen ohne mit der Wimper zu zucken oder drüber nachzudenken getragen. Aber er hat mir immer das Gefühl gegeben, dass er großzügig ist, wenn auch nur in kleinen Dingen, wenn er mir auch nur ein Säcklein Pralinés mitbrachte.

Er hat keine Freunde. Jetzt weiß ich auch wieso
Überraschung. :whistle:
 

Benutzer184468  (49)

Sorgt für Gesprächsstoff
ok, aber was ich von dir in anderen thread gelesen habe war ja irgendwie, dass sie gerne kinder mit dir wollte und du ziemlich gefühlskalt warst und bemerkt hast, dass du lieber gar keine beziehung möchtest, um dich nur nach deinen eigenen befürdnissen richten zu können. war es dann nicht vielleicht für sie emotional nicht tragbar, weiter mit dir zusammen zu wohnen? zumal mit der aussicht, dass sie langfristig eh nicht bleiben kann, weil du das haus für dich willst. du hingegen hast vermutlich kaum unter der trennung gelitten und kannst dich deshalb vll nicht in ihre situation reinversetzen?
Ich war auch nicht gefühlskalt. Wenn es nicht mehr passt, dann muss man(n oder Frau) auch irgendwann die Konsequenzen ziehen und sich nicht ewig weiter "quälen" :zwinker:

Sie wollte gerne Kinder mit mir, ja. Dennoch haben wir uns in den Jahren auseinandergelebt, was auch letztendlich zum Trennungsentschluss geführt hat. Das lag aber nicht nur daran, dass ich keine Kinder wollte, sondern dass unsere Interessen generell immer weiter auseinander gingen.

Aber ja, nach der Trennung war es für mich letztendlich eine Erleichterung, weil eben diese unterschiedlichen Interessen und die damit einhergehenden Konflikte doch mehr auf mir gelastet haben, als ich es während der Beziehung gedacht hätte. Der Entschluss zur Trennung war daher aus meiner Sicht richtig.

Allerdings ... wenn man ein gemeinsames Haus hat, muss man bei einer Trennung natürlich zunächst versuchen, eine Lösung zu finden. Diese sah -wie gesagt- so aus, dass ich das Haus gerne behalten wollte ... und sie folglich auszahlen musste. Es ging bei den 100,00 € ausschließlich um den -im Endeffekt recht kurzen- Zeitraum, bis die Möglichkeiten geprüft, Vorschläge im Zusammenhang mit der Trennung angenommen und die Finanzen und meine Übernahme Ihres Anteils am Haus (mit der Bank und im Grundbuch) geregelt waren.

Und PS.: Sie hatte ein halbes Jahr später einen neuen Freund, mit dem sie inzwischen verheiratet ist und Kinder hat. Sie hat in dem Moment vielleicht mehr unter der Trennung gelitten, das will ich nicht ausschließen ... aber zumindest nicht sehr lange.
 

Benutzer169905  (31)

Sorgt für Gesprächsstoff
Was heisst helfen? Wessen Haushalt ist das denn?
Der Mann muss mithelfen? In welcher Zeit lebt er eigentlich? Ich helfe im Haushalt nicht mit! Ich mach das was getan werden muss und wozu die Zeit ist, fertig. Meine Frau ebenso. Hier hilft niemand dem anderen, es ist unser Haushalt und der wird zusammen erledigt. Helfen impliziert, dass einer etwas macht, das seine Aufgabe ist, und ein anderer ihm etwas abnimmt. So ne Einstellung kenne ich bezogen auf den Haushalt aus den 60er Jahren in der Generation meiner Eltern.
Da hab ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Also er macht von alleine was und es ist für ihn auch normal.
 

Benutzer48693 

Verbringt hier viel Zeit
Wir (2) sind mit einem Pärchen befreundet. Wenn wir zusammen in ein Restaurant oder eine Kneipe gehen, wäre mir beim Bezahlen 50:50 am liebsten. Weil es eben einfach ist. Ich habe keine Lust darauf, nach einem schönen Abend groß zu rechnen. Die wollen aber immer genau getrennt bezahlen. 15 Minuten wird dann der/die Kellner/in beschäftig und das Ergebnis ist, dass es 49:51 ausgeht. Die oder auch mal wir haben dann 5€ weniger bezahlt. Aber ging es darum, aus dem Abend möglichst ohne finanziellen Verlsut raus zu gehen? Ging es nicht darum, einen schönen Abend zu haben? So etwas kann ich nicht nachvollziehen.

Und genau so sehe ich das auch mit eurem Urlaub. Die 15€ sind wichtiger als die Erinnerung an die schönen Tage?

Als ich damals mit meiner Freundin zusammengezogen bin, habe ich netto etwa das Doppelte von ihr (damals noch Referendarin) verdient. Wir habe uns dann einfach alle Kosten 1/3 : 2/3 geteilt. Miete, Strom, Versicherungen... Im Urlaub hatten wir eine Urlaubskasse in die sie 200€ und ich 400€ gelegt haben und dann haben wir das Geld ausgegeben. Fertig.
 

Benutzer173251 

Öfter im Forum
15€... Ich habe ja auch rumänische Kultur genossen und bei solchen Dingen frage ich mich immer, ob das irgendwie extrem Deutsch ist. Bin ich froh, dass viele das hier genauso sehen wie ich.

Ich kenne diese Rollenaufteilung, in meiner letzten Beziehung war ich der Student und meine Ex-Partnerin die Vollverdienende. Dementsprechend hatte ich deutlich weniger Geld zur Verfügung als meine Ex und dazu habe ich mein Studium komplett selbst finanziert ohne Bafög. Viel blieb da also nicht übrig. Mir war es dabei immer wichtig, dass ich ein wenig was im Petto hatte, um meine Ex zu ihrem Geburtstag oder Jahrestag zu einem Essen auszuführen. Und auch sonst war es mir immer wichtig, möglichst eigenständig mein Leben zu finanzieren. Aber es war für mich auch irgendwo selbstredend, dass, wenn ich im Monat 600€ zur Verfügung habe und meine Partnerin 2300€, ich mich finanziell nicht so viel einbringen kann wie meine Partnerin. Hätte sie mir zu der Zeit ernsthaft 15€ in Rechnung gestellt, hätte es einen ganz dicken Streit gegeben. Getrennt haben wir uns zwar aus anderen Gründen, aber mit solchen Aktionen wäre die Trennung sehr viel schneller gekommen.

Bei alle den Rechnereien habe ich übrigens hier einen kleinen Tipp: Nutzt einfach ein kostenloses Gemeinschaftskonto und eine Haushaltskostenapp. Damit ist es a) transparenter, wer wie viel Geld einbringen kann und ausgibt, b) was alles bezahlt worden ist und c) deutlich weniger dämlichen Herumrechnereien, wer wem was "schuldet".
 

Benutzer175298 

Öfter im Forum
Meine Großmutter sagte immer : „ Don‘t talk about money- it’s so middle class“….
 

Benutzer183941 

Sorgt für Gesprächsstoff
Wegen 15 Euro, da wird hier überhaupt nicht drüber geredet. Am Ende des Tages ist es so das es völlig Wurscht ist wer was bezahlt. Große Dinge werden schon besprochen keine Frage. Würde nie auf die Idee kommen ihr noch Geld abzunehmen weil etwas 20 Euro mehr kostet 🙄. Beispiel, bezahl ich das Essen gehen dann mache ich das weil ich das so will. Umgekehrt genauso.
 

Benutzer68775  (37)

Planet-Liebe Berühmtheit
15€... Ich habe ja auch rumänische Kultur genossen und bei solchen Dingen frage ich mich immer, ob das irgendwie extrem Deutsch ist.
Off-Topic:
Hinsichtlich Großzügigkeit und Gastgeberregeln bin ich auch viel zu wenig "deutsch" (fällt mir auch immer besonders in DE auf, dieses auf den Cent getrennt abrechnen) - da zählt wie man aufgewachsen ist mehr, als das Wort im Pass, schätze ich.
 

Benutzer131884 

Sehr bekannt hier
Zwei Einkommen, ein Haushalt, ein Konto. Die Abstimmungsgrenze dürfte gefühlt, ohne dass das jemals vereinbart worden wäre, bei ca. 150€ liegen, alles drunter wird gekauft bei Bedarf. Fertig.
 

Benutzer184876  (46)

Ist noch neu hier
Sorry, aber da fehlen mir bei soviel Engstirnigkeit (bei ihm) die Worte...🤷🤷
 
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