Finanzen bei separaten Wohnungen

Benutzer78109 

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Hallöchen...
Mein Freund und ich sind etwas mehr als 1 Jahr zusammen, kennen uns aber schon länger. Seit einigen Monaten bin ich eigentlich täglich bei ihm, man könnte sagen, wir wohnen da fast zusammen. Allerdings bin ich so nicht besonders glücklich, denn seine Wohnung ist auf Dauer nicht groß genug für uns beide und ich finde es unheimlich nervig immer zwischen meiner eigenen und seiner Wohnung hin und her zu pendeln und Klamotten zu holen oder andere Sachen, die ich brauche. Ich muss quasi immer alles hin und her schleppen und vermisse bei ihm irgendwie mein eigenes Reich, also z.B. ein eigenes Zimmer. Das, was bei ihm ist, gehört halt auch alles ihm. In meiner Wohnung sind wir eigentlich nie, weil es bei ihm einfach viel schöner und größer ist und bei mir eher etwas ungemütlich für uns beide. Ein großes Problem ist es auch noch, dass ich ja irgendwie bei ihm wohne, er aber die ganze Miete und Nebenkosten zahlt und dann meinetwegen ne fette Nachzahlung hat. Ich fühle mich verpflichtet, ihm Geld dazuzugeben, aber eigentlich habe ich das Geld nicht, da ich ja nebenbei noch eine eigene Wohnung samt Nebenkosten zu finanzieren habe, in der ich nur leider nie bin. Und ich kann unmöglich gleichzeitig noch bei ihm mitzahlen, ich bin Studentin und hab einfach nicht so viel über und um ehrlich zu sein, möchte ich das auch nicht. Ich hab ihm nämlich schon oft angeboten, dass wir uns eine gemeinsame Wohnung suchen, dann könnte ich das Geld, was ich jetzt für meine Wohnung zahle, in der ich eh nie bin, auch sinnvoller investieren und wir hätten beide was davon. Aber das will er einfach nicht. Er hat keine Lust aus seiner Wohnung auszuziehen, er fühlt sich da ja so wohl (ich mich auch, es ist echt schön bei ihm) und außerdem will er ja nichts überstürzen, weil wir erst 1 Jahr richtig zusammen sind.
Ich kann ihn auch verstehen, für ihn ist die Situation ja auch super angenehm, er ist ja immer bei sich und hat da all seine Sachen, aber an mich denkt er halt nicht, denn ich bin die, die ständig alles mit sich rumschleppen muss und immer nicht die Klamotten oder Uni-Sachen da hat, die gerade gebraucht werden, weil sie immer in der jeweils anderen Wohnung sind. Und ich bin ja auch die, die nie in ihrem eigenen Reich sein kann und ihre Sachen um sich hat. Und die alles doppelt kaufen muss, falls sie doch mal in der eigenen Wohnung sein sollte. Ach, mich nervt das einfach. :geknickt:
Er sagt dann immer, dass wir ja auch mal bei mir schlafen können, aber wir wissen beide, dass er das eigentlich nicht wirklich möchte und meine Wohnung einfach nicht so toll ist.

So...lange Rede, kurzer Sinn: Ich will mit ihm zusammenwohnen, weil es für mich praktischer wäre und für die gesamte finanzielle Situation, aber er will noch nicht und will mir auch einfach nicht sagen, wann ungefähr er bereit wäre. Nicht mal ganz grob (z.B. in einem Jahr oder zwei). Gleichzeitig will ich bei ihm aber keine Miete oder Nebenkosten mitbezahlen und auch nicht ganze Einkäufe bezahlen, weil ich da ja nicht offiziell wohne und ja bereits für meine eigene Wohnung zahle und mir das alles nicht wirklich leisten kann und auch aus Prinzip irgendwie nicht will. Gleichzeitig fühle ich mich deswegen aber auch, als würde ich ihm auf der Tasche liegen, was ja nun auch so ist.

Was denkt ihr darüber? Vor allem über das finanzielle Thema?
 

Benutzer108036 

Öfters im Forum
Ich verstehe euch beide. Dich, weil du das ewige Hin und Her satt hast, dich als Schmarotzer fühlst und es trotz allem „seine“ Wohnung ist. Und ihn, weil er eine schöne Wohnung hat in der er sich wohl fühlt, die er sich leisten kann und in die seine Freundin gerne kommt. Ich kann ihm auch nachfühlen, dass er nicht aus- bzw. umziehen möchte – generell ist das schon eine mühsame (und teure!) Sache, wenn man eine gute Wohnung aufgibt natürlich noch einmal mehr.

Du kannst ihn auch nicht zum um- bzw. zusammenziehen zwingen – aber das ist dir ohnehin klar.

Daher würde ich für die pragmatische Lösung plädieren: du behältst deine Wohnung, er die seine. Du nimmst das Pendeln in Kauf, dafür zahlt er weiterhin alleine für seine Wohnung. Immerhin hat er anscheinend kein Problem damit (und auch keine Andeutungen in diese Richtung gemacht, oder?) und du kannst dir eine Zuzahlung schlicht und einfach nicht leisten. Meines Erachtens hast du also keinen Grund, dich als Schmarotzer zu fühlen – er will es so, somit wird es für ihn wohl in Ordnung sein… :smile:
 

Benutzer15049  (35)

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es gibt ja eigentlich nur drei lösungen:

1. zusammenziehen
2. du gehst abends halt mal nach hause / ihr seht euch weniger und du kannst mal zu hause sein
3. ihr geht auch mal zu dir

da ersteres rausfällt (sein 1-jahr-argument ist ja nicht von der hand zu weisen) und dritteres scheinbar auch nicht in frage kommt (gibt es nicht doch was, was man bei dir "besser" machen könnte als bei ihm oder ist es bei ihm nicht nur schöner, sondern auch prakticher?) bleibt dir nur noch nummer 2. oder das ganze eben noch 1-2 jahre mitmachen.
 

Benutzer39498 

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Ich hab ihm nämlich schon oft angeboten, dass wir uns eine gemeinsame Wohnung suchen, dann könnte ich das Geld, was ich jetzt für meine Wohnung zahle, in der ich eh nie bin, auch sinnvoller investieren und wir hätten beide was davon. Aber das will er einfach nicht. Er hat keine Lust aus seiner Wohnung auszuziehen, er fühlt sich da ja so wohl (ich mich auch, es ist echt schön bei ihm) und außerdem will er ja nichts überstürzen, weil wir erst 1 Jahr richtig zusammen sind.

Och, naja.. ueberstuerzt finde ich das nun nicht. Wir sind nach drei Monaten zusammen gezogen. Er ist zu mir in meine Wohnung gezogen. Damit er nicht das selbe Problem hat wie du in der Wohnung deines Freundes, habe ich ihm mein Arbeitszimmer komplett überlassen, damit er sich da so einrichten und ausbreiten kann wie er will. So hatte er auch bei mir sein eigenes kleines Reich.

Generell habe ich schlechte Erfahrungen damit gemacht, das Männer sagen, sie seien noch nicht bereit zum zusammen ziehen. Bei mir resultierte das stets in 'nie'. Mein jetziger Partner war sofort Feuer und Flamme und nach drei Monaten sind wir dann in eine neue, gemeinsame Wohnung gezogen. So wussten wir nach relativ kurzer Zeit, dass wir es 'ernst' miteinander meinen und super gut zusammen leben können. :smile:

Wenn ihr die Situation weiter so laufen lassen wollt, würde ich finanziell bei ihm nichts beisteuern (also, zur Wohnung an sich), da es ja auch mit seine Entscheidung ist, nicht bei dir zu sein. Er hat ein paar Mehrkosten, du hast die Pendlerei - das ist doch mehr oder weniger fair.
Als wir noch pendeln mussten, bin ich auch meist zu ihm gefahren. Mich hat das auch wahnsinnig gemacht, ich wusste nie welche Jeans jetzt grade wo ist und was ich wo gewaschen habe und bei wem ich was zu Essen im Kühlschrank habe. Im Endeffekt waren wir jeden Abend beieinander und haben nur immer unseren Kram hin und her geschleppt... relativ sinnlos :grin:

Setz' dich mal mit ihm hin und schildere ihm deine Sorgen. Sag ihm ganz klar, dass du einerseits ein schlechtes Gewissen hast und dich als Schmarotzer fühlst, es dir aber auch nicht leisten kannst, doppelt zu zahlen. Und andererseits dass du mit dem Pendeln eben auch den Stress auf dich nimmst.
Ihr könnt euch ja dann immernoch darauf einigen, auch mal Zeit in deiner Wohnung zu verbringen, sollte es ihm tatsächlich wichtig sein dass du bei ihm kein Wasser verbrauchst.

Was uns geholfen hat ist einerseits eine gemeinsame Haushaltskasse, von der wir Einkäufe erledigt haben - in die hat jeder das Gleiche eingezahlt und es war dann egal, ob man die Pizza zum Teilen kaufen oder zum Verzehr in der eigenen Wohnung - und kurz darauf hatten wir dann auch ein gemeinsames Konto, bei dem man dann, wenn man das Gefühl hatte, deutlich mehr von dem Geld für den eigenen Verbrauch beansprucht zu haben, auch mal ein paar Euro mehr drauf zahlen konnte, und bei dem man die Kontobewegungen gut nachvollziehen konnte. So haben wir gesehen wo wir Sparpotential haben, wofür wir besonders viel Geld ausgeben und wer welche Laster hat. Das hat sich am Ende gut ausgeglichen: ich hab' den Sommer über jede Woche gut 8-10 Euro für Erdbeeren ausgegeben, er fast das Gleiche für Radler und Steaks.

Wie immer ist das Wichtigste: kommunizieren! Rede mit ihm!
 

Benutzer102666 

Öfters im Forum
Generell habe ich schlechte Erfahrungen damit gemacht, das Männer sagen, sie seien noch nicht bereit zum zusammen ziehen. Bei mir resultierte das stets in 'nie'.

Naja, das finde ich jetzt nicht. Man muss jetzt auch nicht den Teufel an die Wand malen. Bei manchen dauert es ein bisschen länger, bis man bereit ist zusammenziehen (gerade bei Männern^^), das ist schließlich ein großer Schritt und es ist immer noch was anderes, ob die Freundin jeden Tag zu Besuch kommt oder ob sie da wohnt. Für soetwas sollte man sich schon bereit fühlen und sich nicht einfach nur überreden lassen.
 

Benutzer39498 

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Naja, das finde ich jetzt nicht. Man muss jetzt auch nicht den Teufel an die Wand malen. Bei manchen dauert es ein bisschen länger, bis man bereit ist zusammenziehen (gerade bei Männern^^), das ist schließlich ein großer Schritt und es ist immer noch was anderes, ob die Freundin jeden Tag zu Besuch kommt oder ob sie da wohnt. Für soetwas sollte man sich schon bereit fühlen und sich nicht einfach nur überreden lassen.

Natuerlich. Ich habe ja auch nur von meinen Erfahrungen berichtet. Da kam auch nach zwei Jahren noch 'ich bin noch nicht bereit, lass uns noch etwas warten'. In meinem Fall war das nie ein gutes Zeichen, das lässt sich selbstverständlich nicht verallgemeinern, wollte ich damit auch nicht sagen. :smile:
 

Benutzer18265  (33)

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Will er nicht raus aus seiner Wohnung? Oder ganz unabhängig davon auch nicht mit dir Zusammenziehen?
 

Benutzer13408 

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Mir würde das ständige Hin- und Herfahren auch auf den Geist gehen. Ich hatte mit einem meiner Exfreunde mal die Situation, dass er am Stadtrand wohnte und ich dort a) relativ weit hinhatte und b) dauernd meine Sachen, die ich am nächsten Tag brauchen würde, mitschleppen musste.

Nachdem Dein Freund (noch) nicht mit Dir zusammenziehen möchte, würde ich vorschlagen, dass Du bzw. ihr einfach mehr Zeit in Deiner Wohnung verbringt. Auch wenn die nicht so schön oder komfortabel ist - ihr könnt ja die Hälfte der Woche bei Dir sein und die andere (bzw. das Wochenende) bei ihm.

Dann bist Du nicht in der Position, dauernd planen zu müssen und ihr teilt Euch das auf. Und außerdem wird dann Deine Wohnung - die Du ja auch bezahlen musst - auch genützt.
 

Benutzer82687 

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Mir würde das ständige Hin- und Herfahren auch auf den Geist gehen. Ich hatte mit einem meiner Exfreunde mal die Situation, dass er am Stadtrand wohnte und ich dort a) relativ weit hinhatte und b) dauernd meine Sachen, die ich am nächsten Tag brauchen würde, mitschleppen musste.

Nachdem Dein Freund (noch) nicht mit Dir zusammenziehen möchte, würde ich vorschlagen, dass Du bzw. ihr einfach mehr Zeit in Deiner Wohnung verbringt. Auch wenn die nicht so schön oder komfortabel ist - ihr könnt ja die Hälfte der Woche bei Dir sein und die andere (bzw. das Wochenende) bei ihm.

Dann bist Du nicht in der Position, dauernd planen zu müssen und ihr teilt Euch das auf. Und außerdem wird dann Deine Wohnung - die Du ja auch bezahlen musst - auch genützt.

Vielleicht merkt er dann auch, was für ein Aufwand es für dich immer ist. Ich meine er ist ja in der bequemen Position, dass er nicht fahren muss und merkt es gar nicht so richtig, was für einen Stress es für dich bedeutet.

Und vielleicht überlegt es sich mit der gemeinsamen Wohnung nochmal. Denn was sollte er ändern? Für ihn ist es ja bequem..
 

Benutzer78109 

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Danke für eure Antworten. Ich habe jetzt noch mal mit ihm geredet und er hat noch mals betont, dass er irgendwann auf jedenfall mit mir zusammenwohnen möchte und er redet auch dauernd von gemeinsamer Zukunft, dass er in einigen Jahren ein Kind mit mir möchte und für mich würde er sogar an Heiraten denken (wollte er früher nie). Aber momentan hat er einfach keine Lust auf einen Umzug, es sei ihm zu viel Arbeit und er fühle sich in seiner Wohnung, als sei er endlich mal "angekommen". Außerdem habe er Angst, dass unsere Beziehung kaputt geht, wenn wir zusammen wohnen, weil das ja bei so vielen Leuten der Fall sei.

Ich kann ihn irgendwie nicht wirklich verstehen, da ich ganz anders denke. Wenn ich mir einer Sache sicher bin, dann scheue ich auch nicht die Konsequenzen. Und welche Garantie hat man bitte, dass die Beziehung in 2 Jahren dann nicht auch darunter leiden könnte? Mir ist der Unterschied nicht ganz klar, ob man es in naher Zukunft probiert oder erst in 2 Jahren. Er redet von Heiraten und Kinder kriegen und ich wohne eh schon fast bei ihm, darum leuchtet es mir nicht ein, wieso er sich so an seiner kleinen Wohnung verbeißt und wie er von ankgekommen sein reden kann. Ich fühle mich in dieser Situation alles andere als angekommen, für mich ist das eher eine Notlösung und ein Schwebezustand. Ich will eine Zukunft mit ihm, warum also nicht gleich damit anfangen? So denke ich jedenfalls...Er leider nicht. Und er redet immer wieder von Verschönerungen, die er in seiner Wohnung vornehmen will und jedesmal wird mir wieder klar, dass er auf unbestimmte Zeit einfach nichts an unserer Situation verändern möchte. Für mich fühlt es sich an, als wäre Stillstand, es entwickelt sich irgendwie nicht so richtig weiter. Versteht ihr?
Mit seiner Ex hat er doch auch Jahre lang zusammengelebt. Und oft zeigt er mir Wohnungen, in der sie zusammen gewohnt haben. Da frage ich mich dann auch, wieso er das mit mir nicht will. Dabei liebt er mich angeblich mehr als er seine Ex geliebt hat. Er ist der erste Mann, mit dem ich mir den Schritt des Zusammenziehens überhaupt vorstellen kann und dann sowas...

Ich frage mich jetzt, was ich machen soll. Ich habe ihm gesagt, dass ich jetzt bei mir schlafe (obwohl er heute nicht zu mir kommen kann) und dass ich in Zukunft auch öfter bei mir sein will. Er schien es völlig ok zu finden und meinte, dass er dann auch bei mir schläft. Auch wenn er wisse, dass das nicht die Antwort ist, die ich gern hören würde :geknickt:
Und während des Semesters klappt das sowieso nicht, weil wir beide dauerhaft unseren PC brauchen und den ja schlecht immer hin und her tragen können. Zudem benötigen wir Platz und meine Wohnung bietet den einfach nicht. Also wird diese Lösung auch nicht funktionieren und wenn wir uns sehen wollen, werde wieder ich zu ihm pendeln müssen :geknickt:

Ich fühle mich irgendwie zurückgewiesen. Ich meine...wir machen alles zusammen, wirklich alles und wir lieben uns und fühlen uns gegenseitig so nah. Ich weiß, dass es ihm auch so geht, er ist der beste Freund, den man sich wünschen kann. Aber wenn er sagt, er sei in seiner Wohnung endlich mal angekommen, dann ist das für mich, als würde er sagen: Ich bleibe jetzt hier und richte mir MEIN Heim immer weiter ein, sodass ich eigentlich niemals hier raus will. :frown:
Mich macht das einfach traurig.
 
R

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Ich verstehe dich und mir wäre das auch zu blöd. Was, wenn ihr in 3 Jahren zusammenzieht und es dann scheitert? Das wäre doch noch viel schlimmer. Ein Risiko geht man immer ein, aber ich bin der Meinung, wenn man sich liebt und die erste Verliebtheit weg ist, kann man ruhig zusammenziehen (für mich wäre das frühestens nach ca. 1 Jahr), denn was bringt es, wenn die Beziehung jahrelang super läuft, solange man sich "extra" verabredet, aber scheitert, wenn es ans richtige Zusammenleben geht? Der Unterschied ist schon groß, ich kenne es ja aus eigener Erfahrung, selbst wenn man vorher auch jeden Tag beieinander übernachtet, zusammen gekocht hat usw.

Denkst du denn, dass du es trotzdem noch einige Jahre so aushalten würdest?
 

Benutzer13408 

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Ich kann Dich gut verstehen - ich finde auch, dass man Zusammenleben einfach probieren kann, ohne da jetzt jahrelang vorher zu planen. Schiefgehen kann's immer - eine Garantie gibt's eben nicht.

Vor allem in Hinblick darauf, dass er mit seiner Exfreundin zusammengewohnt hat, ist es für Dich natürlich doppelt blöd. Mein Freund hat auch mit allen seinen Exfreundinnen zusammengewohnt und bei mir (er ist übrigens auch der erste, mit dem ich mir das vorstellen kann) hat er sich irgendwie geziert. Da dachte ich mir auch: Mann, mit seinen Exen zieht er zusammen und mit mir nicht?

Im Endeffekt war's bei ihm eine Frage der Zeit...er wollte sich irgendwie nicht "bewusst" (mit viel tamtam :zwinker:) dafür entscheiden, sondern es hat sich ergeben. Seit letztem August haben wir eigentlich bei mir gemeinsam in meiner Wohnung gewohnt aber jetzt ist es endlich soweit und wir haben gemeinsam ein Haus angemietet :smile:). Wir sind jetzt 2 Jahre zusammen.

Ich weiß nicht inwiefern ich Dir zur Geduld raten soll - denn dass Dein Freund die Wohnsituation anscheinend als gut und schön befindet, macht das ganze nicht einfacher. Ich würde einfach mal halbe-halbe in Sachen seine/deine Wohnung machen, vielleicht merkt er dann ja auch, dass es mühsam ist....er nimmt es vielleicht jetzt nur so locker, weil er ohnehin ahnt, dass Du lieber bei ihm bist..
 

Benutzer76250 

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Mit seiner Ex hat er doch auch Jahre lang zusammengelebt. Und oft zeigt er mir Wohnungen, in der sie zusammen gewohnt haben. Da frage ich mich dann auch, wieso er das mit mir nicht will. Dabei liebt er mich angeblich mehr als er seine Ex geliebt hat.

Wenn ich jetzt neben die Tasten haue, bitte nicht wundern - bei mir sind gerade sämtliche Lampen angegangen...

Ex. Jahrelang. Wohnungen.
Wann - sprich: Nach welcher Beziehungszeit - war er denn mit seiner Ex zusammengezogen? Wie lange war er mit ihr zusammen? Über wie viele Wohnungen reden wir hier - zwei oder doch eher sieben? Warum sind sie damals auseinandergegangen? Spielte dabei vielleicht eine Rolle, dass sie sich gegenseitig auf den Senkel gegangen sind? Hatte er damals Rückzugsmöglichkeiten? Wie haben sie damals die Kosten aufgeteilt? Wie sah damals die Einkommenssituation der beiden aus?

Nur mal so: Wenn ich bei meiner Freundin bin, rechnen wir Sonntagabend aus, welchen Anteil an den Lebensmittelkosten meine Anwesenheit verursacht hat - was nur ich konsumiere, zahle ich voll, und was wir beide konsumieren, halb. Dazu dann ein kleiner Aufschlag für Internetzugang, Strom, Sprit, Wasser, Waschmittel (auch meine Bettwäsche muss gewaschen werden). Und dann hat sich's. Immerhin esse ich in der Zeit, in der ich bei ihr bin, ja nicht parallel zuhause was (auch wenn ich so aussehe ...), also spare ich wiederum bei mir daheim was an variablen Kosten ein.
 
S

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Ich möchte mal die Position deines Freundes stärken.

Ich bin jetzt seit dem Frühjahr wieder Single und in meiner eigenen Wohnung. Ich habe wärend der letzten Beziehung und auch schon in der davor gemerkt, dass ich nicht der Typ für dauerhaftes Zusammenleben bin. Ich möchte manchmal einfach für mich sein und auch komplett mein eigenes Reich so gestalten, wie ich mir das vorstelle.
Das bedeutet nicht, dass man nicht gemeinsam viel Zeit entweder in ihrer oder in meiner Wohnung verbringen kann und will. Aber meinen Rückzugsort aufzugeben kann ich mir eigentlich nicht mehr vorstellen.

Vielleicht ist das bei ihm inzwischen ähnlich.
 

Benutzer13408 

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@ smutje

Das ist ja ok, wenn das für Dich so ist. Kann ich auch nachvollziehen, ich hab nämlich auch überhaupt nichts gegen das Alleinsein. Und unser neues Reich ist so riesig, dass wir, wenn wir es wollen, die Anwesenheit des Anderen nicht mal bemerken würden :zwinker:.

Unterschied ist aber: Du wirst Deiner nächsten Freundin das (hoffentlich) so klar sagen - wohingehen der Freund der TS sie mit seinen Äußerungen einfach nur in die Warteschleife versetzt und ihr quasi zusagt, dass er mit ihr zusammenwohnen will, aber nicht jetzt.
 
S

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@ orbitohnezucker

Aber momentan hat er einfach keine Lust auf einen Umzug, es sei ihm zu viel Arbeit und er fühle sich in seiner Wohnung, als sei er endlich mal "angekommen". Außerdem habe er Angst, dass unsere Beziehung kaputt geht, wenn wir zusammen wohnen, weil das ja bei so vielen Leuten der Fall sei.

Ich will eine Zukunft mit ihm, warum also nicht gleich damit anfangen? So denke ich jedenfalls...Er leider nicht.

Und er redet immer weder von Verschönerungen, die er in seiner Wohnung vornehmen will und jedesmal wird mir wieder klar, dass er auf unbestimmte Zeit einfach nichts an unserer Situation verändern möchte.

Also daraus lese ich nicht, dass er irgendwann gesagt hätte, er zöge irgendwann zu ihr. Das wünscht sie sich, aber er hat zumindest den Aussagen der TS zufolge nie gesagt. Wieder so ein typisches Männer - Frauen Kommunikationsproblem:zwinker:
 

Benutzer13408 

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Danke für eure Antworten. Ich habe jetzt noch mal mit ihm geredet und er hat noch mals betont, dass er irgendwann auf jedenfall mit mir zusammenwohnen möchte und er redet auch dauernd von gemeinsamer Zukunft, dass er in einigen Jahren ein Kind mit mir möchte und für mich würde er sogar an Heiraten denken (wollte er früher nie).

Hier hat die TS es doch geschrieben. Das ist meiner Meinung nach eben ein riesengroßer Unterschied, ob jemand sagt: ich will grundsätzlich lieber meine eigene Wohnung als wenn er sagt: ich will IRGENDWANN mit Dir zusammenziehen (aber im Moment fühle ich mich ja in meiner eigenen Wohnung so wohl).
 

Benutzer78109 

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Denkst du denn, dass du es trotzdem noch einige Jahre so aushalten würdest?
Naja. Ich habe mir innerlich so eine Grenze gesetzt, denke ich. Und zwar wird es mein Auslandsaufenthalt sein, den ich in 1,5 Jahren machen möchte, bevor ich mein Studium beende. Danach möchte ich eigentlich schon was richtig Ernstes und Verbindliches haben, mein Plan ist es, mit Ende 20 zu heiraten und dann ein Kind zu bekommen und das habe ich meinem Freund schon von Anfang an gesagt und er schien damit auch immer einverstanden zu sein. Er spricht ja wie gesagt auch selber davon. Aber um zu heiraten, muss man ja vorher auch mal zusammen gelebt haben und eigentlich ist er auch ein richtiger Familienmensch. Sagt er selbst. Deswegen ist meine Grenze dann so in 1-1,5 Jahren erreicht, wo ich will, dass sich was ändert. Am Liebsten natürlich schon vorher. Aber unsere Beziehung ist ja sehr innig und ich würde deswegen jetzt nicht Schluss machen. Ich bin halt einfach nur enttäuscht, weil ich finde, dass sich seine Aussagen irgendwie widersprechen. Heiraten, Kinder, Familie vs. in der kleinen Wohnung angekommen sein und noch nicht bereit für ein gemeinsames Zusammenwohnen sein, weil die Beziehung daran kaputt gehen könnte? Das muss man doch dann wenigstens mal ausprobiert haben, vorher würde ich ihn eh niemals heiraten. Manchmal habe ich Angst, dass er noch Jahre brauchen könnte. Aber ich will meinen Plan eigentlich schon gern so ungefähr einhalten. Und vor allem bin ich mir eben sicher mit ihm und für mich ist es nervig und unbefriedigend in der Warteschleife zu hängen.

smutje76 schrieb:
Ich möchte manchmal einfach für mich sein und auch komplett mein eigenes Reich so gestalten, wie ich mir das vorstelle.
In unserer gemeinsamen Wohnung hätte auch jeder ein eigenes Zimmer, denn ich brauche auch einen Rückzugsort. Und würde mein Freund Zeit für sich brauchen, hätte er wohl in den vergangenen Monaten nicht jeden einzelnen Tag und jede Nacht mit mir zusammen verbringen wollen.

BigDigger schrieb:
Nach welcher Beziehungszeit - war er denn mit seiner Ex zusammengezogen? Wie lange war er mit ihr zusammen? Über wie viele Wohnungen reden wir hier - zwei oder doch eher sieben? Warum sind sie damals auseinandergegangen? Spielte dabei vielleicht eine Rolle, dass sie sich gegenseitig auf den Senkel gegangen sind? Hatte er damals Rückzugsmöglichkeiten? Wie haben sie damals die Kosten aufgeteilt? Wie sah damals die Einkommenssituation der beiden aus?
Sie haben wohl mal in einer WG zusammengewohnt, dann in einer Wohnung, dann in noch einer und dann noch eine. Soweit ich weiß. Vielleicht war es auch eine weniger. Ich glaube, sie haben schon immer zusammengewohnt und mein Freund fand es nach deren Trennung unheimlich toll, nach Jahren mal wieder eine eigene Wohnung zu haben. Verstehe ich auch. Was ich nicht verstehe, ist, wieso er mich dann 24/7 da haben wollte. Anscheinend will er ja gar nicht alleine leben.
 
S

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Hab ich irgenwie total überlesen:ashamed:. das lässt die Sache natürlich in einem anderen Licht erscheinen.

@ TS: Wenn ich das richtig lese, studiert ihr beide. Steht da bei einem von euch in nächster Zeit eine räumliche Veränderung an, die er möglicherweise abwarten will?

Ansonsten habe ich auch keine vernünftige Erklärung, ausser, dass er sich möglicherweise bezüglich der gemeinsamen Zukunft doch nicht so sicher ist, wie er sagt.

---------- Beitrag hinzugefügt um 16:17 -----------

In unserer gemeinsamen Wohnung hätte auch jeder ein eigenes Zimmer, denn ich brauche auch einen Rückzugsort. Und würde mein Freund Zeit für sich brauchen, hätte er wohl in den vergangenen Monaten nicht jeden einzelnen Tag und jede Nacht mit mir zusammen verbringen wollen.

Hm, geht jetzt vielleicht etwas am eigentlichen Thema vorbei. Aber ich habe jetzt schon öfter gemerkt, dass dieser Punkt für Frauen schwer verständlich ist: Es ist ein Unterschied, ob es einen "Rückzugsort" in der gemeinsamen Wohnung gibt, oder man komplett in seine eigene Wohnung gehen kann.

Allein der Gedanke , man könnte reicht manchmal aus, auch wenn man trotzdem die meiste Zeit beim anderen ist.
 

Benutzer76250 

Planet-Liebe Berühmtheit
Was ich nicht verstehe, ist, wieso er mich dann 24/7 da haben wollte. Anscheinend will er ja gar nicht alleine leben.

Vielleicht mag er allein die Möglichkeit, Dich nach Hause schicken zu können, wenn er mal dringend seine Ruhe braucht? Oder es schweben Befürchtungen mit, bei einer gemeinsamen Wohnung in einer Zeit, wo die Trauben in den Himmel wachsen (oder so ähnlich :zwinker: ) könnte sich das Zusammenziehen (wieder) als Fehler erweisen, wenn's Zoff gibt? Erklärungsansätze gibt es da viele. Und wenn er sich Dir gegenüber ausschweigt, dann ahnt er möglicherweise, dass Dir die Antwort nicht gefallen könnte?
 
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