Gefühlschaos Feste Beziehung aber Sehnsucht nach Autonomie - Sex mit anderen...

L
Benutzer211217  (25) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #1
Hi ihr Lieben,

Ich hatte vor ein paar Tagen ein interessantes Gespräch mit einer Freundin und muss ständig darüber nachdenken.

Sie ist seit mittlerweile 8 Jahren vergeben mit ihrem Partner und hat ein Kind mit ihm. Sie ist in meinem
Alter.

Sie hat nun schon seit mehreren Jahren das Bedürfnis, nach anderen sexuellen Erfahrungen, mit anderen Menschen. Sie liebt ihren Partner und das glaube ich auch, man merkt es. Dennoch fühlt sie sich (ich denke wegen der jungen, langen Beziehung), nicht ganz sie selbst. Also sie hatte kaum Möglichkeit, sich selber frei zu entfalten gleichzeitig weiß sie, dass sie ihr Leben mit ihrem Partner teilen möchte.

Also Zwiespalt:
Einerseits möchte sie ihren Partner nicht verletzten, in dem sie es anspricht (hat sie schon öfter)
Und andererseits hat sie das Gefühl, dass es sie mehr unter Druck setzt, es Jahre lang zu unterdrücken. Sie äußert es als einen Wunsch von Autonomie. Seit dem sie 16 ist, ist sie mit ihm zusammen (Kennlernphase inbegriffen) und nun geht's ihr mit ihren Gefühlen und Gedanken nicht gut.

Ich wusste nicht, was ich ihr raten könnte, außer dass sie ihrem Partner das offen so mitteilt aber er wird nicht sagen "go for it" und es würde sicherlich wieder nicht einfach sein für die beiden.

Kennt jemand eine ähnliche Situation? Was kann ihr ihr raten?

Bitte unterlasst aber dieses "dann muss sie sich eben entscheiden" "wir sind nicht Triebgesteuert" etc.
Ich finde es ernst zu nehmen wichtig und wir Menschen sind nicht darauf ausgelegt gewesen, monogam zu leben, es ist eine Einstellung für die man sich auch entscheidet, denn irgendwann kommt bei vielen der Punkt nach ner langen Beziehung sich zu öffnen (im welchen Sinne auch immer) und bei ihr verschärft es eben die Situation, dass sie sich ja irgendwie gebunden an jemanden entwickelt hat & kaum Zeit hatte für SICH.

Genau wie das Thema unglücklich zusammen zu bleiben, weil man Haus und Kinder hat... Ich finde wir sollten unser Leben bestmöglich leben, für unser Glück aber auch ohne anderen zu schaden.

Ich bin gespannt auf eure Meinungen & Erfahrungen.
 
Duracellhäschen
Benutzer211462  (44) Verbringt hier viel Zeit
  • #2
Ich finde es vollkommen legitim, Lust auf fremde Haut zu haben. Für die Lust alleine kann sie ja nichts.

Einerseits möchte sie ihren Partner nicht verletzten, in dem sie es anspricht (hat sie schon öfter)
aber er wird nicht sagen "go for it" und es würde sicherlich wieder nicht einfach sein für die beiden.
Wenn ich das richtig verstehe, hat sie ihrem Partner ihren Wunsch schon mitgeteilt? Und er war ablehnend? Und danach war es nicht einfach für die beiden?

Was hat sie ihm denn genau gesagt? Und wie hat er reagiert?
 
D
Benutzer189883  (50) Verbringt hier viel Zeit
  • #3
Es gibt hier einige Threads zu dem "Problem" und du wirst hier sicher einige Tipps von Leuten bekommen können, die diese Erfahrung kennen und zusätzlich kannst du auch noch ein wenig in den anderen lesen.
Ich kann jetzt nicht aus eigener Erfahrung sprechen, sondern gebe jetzt Mal wieder, was ich so aus den anderen Themen mitgenommen habe.
Dass sie sich fragt, ob sie was verpasst hat und auch gern andere Erfahrungen machen will, ist ganz normal. Einige sind mit dem einen Partner, den sie von Anfang an hatten glücklich, andere möchten auch noch weitere Erfahrungen sammeln. Wichtig dafür ist halt dann wieder das Gespräch mit dem Partner und ob und inwieweit er bereit ist, diesem Bedürfnis nach zu kommen. Er muss ja gar nicht "Go for it" sagen. Es gibt ja auch die Möglichkeit, dass die Erfahrungen gemeinsam gemacht werden. Sei es ein 3er, 4er mit Partnertausch, gemeinsamer Swingerclub Besuch etc. Wenn er sich aber partout dagegen sträubt, eine Öffnung der monogamen Beziehung in irgendeiner Form zuzustimmen wird es natürlich sehr schwierig. Dann bleiben ja nur noch die Optionen akzeptieren/Betrug/Trennung.
 
Nik Traverse
Benutzer197010  (47) Verbringt hier viel Zeit
  • #4
Ich kann das schon gut verstehen, mir ging es ähnlich in meiner Partnerschaft. Da gab es dafür aber auch von Beginn an eine große Offenheit. Wie das bei Deiner Freundin ist, weiß ich ja nicht. Und nach so langer Zeit würde ich es an der Stelle ihres Partners ev. auch als schwieriger empfinden. Vielleicht geht es ihm aber auch ganz anders damit.
Ein bisschen hellhörig lässt mich die Sache mit der Autonomie werden, nicht weil ich sie nicht verstehe, sondern weil ich denke, es wäre sehr gut, sexuelle Erfahrungen nicht mit diesem Thema zu vermischen. Sondern sich darüber klar zu werden, was Autonomie meint. z.B. eine eigene Wohnung? Mehr Freiraum? Oder geht es wirklich nur um Sex - aber was hat das dann genau mit Autonomie zu tun?
Als Freundin ist Deine Rolle ja sowieso, empathisch zuzuhören und vielleicht gezielt nachzufragen, um zur Klärung beizutragen, glaube ich.
 
Stadtindianer
Benutzer187493  (43) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #5
Es gibt nun nicht so viele Optionen. Weiter diskutieren, trennen, was ausscheidet, drauf verzichten oder es trotzdem tun. Offensichtlich wäre das Erste die beste Lösung, wenn der Freund es noch mitmacht. Kann aber trotzdem zu Ende gehen, falls er nachträglich damit nicht umgehen könnte, passiert nicht selten. Schwierig.
 
Katzenauge123
Benutzer202690  (40) Verbringt hier viel Zeit
  • #6
Habe schon öfter gedacht, dass es gar nicht so gut ist, wenn der erste Partner gleich der "Richtige" ist und man gar nicht verschiedene Erfahrungen sammeln konnte.
Bei meinen Jungs hoffe ich immer, dass es nicht so laufen wird.

Ich kann die Gefühle nachvollziehen.
Manchmal entwickelt man sich auch auseinander, gerade, wenn man beim Zusammenkommen noch so jung war.
Die Verliebtheit schwindet ja auch nach einer gewissen Zeit.
Ich selber war bei dem Kennenlernen des Ex-Manns 17 und dann 18 Jahre alt, als wir zusammen kamen.
Waren dann insgesamt 17 Jahre zusammen.
Es gab zwischendurch mal unsichere Momente (bezüglich des anderen Geschlechts), die sind aber nach kurzer Zeit immer verflogen.

Fehlt ihr ansonsten etwas in der Beziehung?

Vielleicht sollte sie nochmal mit Nachdruck über ihre Bedürfnisse sprechen.
 
L
Benutzer211217  (25) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #7
Wenn ich das richtig verstehe, hat sie ihrem Partner ihren Wunsch schon mitgeteilt? Und er war ablehnend? Und danach war es nicht einfach für die beiden?
Ja, sie hat mit ihm darüber gesprochen er war verletzt aber nicht abwertend oder so. Bei ihm ist es halt nur anders und deshalb kann er das nicht nachvollziehen, dieses Gefühl zu haben. Er ist zufrieden wies ist.

Ich denke er hat auch sehr Angst sie zu verlieren, wenn sie es öffnen würden.

Sie hat ihm gesagt, wie sie sich fühlt und was für Bedürfnisse sie hat also ganz fair. Das Gespräch gab's öfter nur kamen beide zu keiner Lösung und weil sie ihn nicht verlieren & verletzten wollte, hat sie das immer zurück gestellt.
 
L
Benutzer211217  (25) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #8
Sei es ein 3er, 4er mit Partnertausch, gemeinsamer Swingerclub Besuch etc
Das ist aber so garnicht das, was sie will. Sie will quasi kurz "Single" sein. Den Moment haben, mal nur für sich zu sein. Es ist auch nicht so, dass sie unbefriedigt ist in ihrer Beziehung aber scheinbar kann sie sich nicht alles mit ihrem Partner vorstellen bzw. hat den Reiz es mit anderen auszuleben. Was wieder dazu passt, dass sie mal nur für sich leben will und nicht wieder angeschlossen an der Beziehung, weißt du?
 
L
Benutzer211217  (25) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #9
akzeptieren/Betrug/Trennung.
Betrug würde sie niemals machen, das geht ja gegen ihre moralischen Werte. Trennung wird auch nicht das richtige sein also schluckt sie's wahrscheinlich wieder runter.
 
T
Benutzer167764  Meistens hier zu finden
  • #10
Meine erste Freundin meinte auch, sie könne verstehen, dass ich noch Erfahrungen mit anderen Frauen sammeln will.

Da deine Freundin ihren Partner informiert hat, verstehe ich sein "Nein" eher als "nein, ich habe kein Bedürfnis, Sex mit anderen Frauen zu haben". Das betrifft sie ja aber nicht, und die Rechtslage gibt ihr das Recht, autonom über ihren Körper zu bestimmen.

Die Grenze wäre für mich nur erreicht, wenn sie sich gegen Safer Sex entscheiden würde. Hier würde eine schwerwiegende Gefährdung des Partners vorliegen. Also Kondompflicht bei AV, GV, OV und kein Küssen.
 
L
Benutzer211217  (25) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #11
Da gab es dafür aber auch von Beginn an eine große Offenheit. Wie das bei Deiner Freundin ist, weiß ich ja nicht.
Sie konnte sich über die ersten Jahre sowas garnicht vorstellen. Erst als sie so 5 Jahre zusammen waren fing es an und da hat sie's auch direkt offen kommuniziert.

Er hat es auch immer gut angenommen und wollte es verstehen.
was Autonomie meint. z.B. eine eigene Wohnung? Mehr Freiraum? Oder geht es wirklich nur um Sex - aber was hat das dann genau mit Autonomie zu tun?
Naja Autonomie bedeutet ja auch Selsbtbestimmung, Unabhängigkeit... sie will sich nochmal frei und alleine entfalten in der Richtung. Freiheiten erfahren. Vielleicht weiß sie nicht, wer sie wäre ohne die Beziehung und möchte das wissen ohne aber die Beziehung zu verlassen. Sie möchte drüber hinaus und einfach mal leben sagt sie
 
G
Benutzer218344  (56) Öfter im Forum
  • #12
Das ist aber so garnicht das, was sie will. Sie will quasi kurz "Single" sein. Den Moment haben, mal nur für sich zu sein. Es ist auch nicht so, dass sie unbefriedigt ist in ihrer Beziehung aber scheinbar kann sie sich nicht alles mit ihrem Partner vorstellen bzw. hat den Reiz es mit anderen auszuleben. Was wieder dazu passt, dass sie mal nur für sich leben will und nicht wieder angeschlossen an der Beziehung, weißt du?
Sie sollte für sich herausfinden was sie Sexuell erleben möchte und was nicht und dann ich sag mal mit der Liste auf den Partner zugehen und ganz offen diese Punkte ansprechen. Sie wird sicherlich überrascht sein wieviel Übereinstimmung existiert.
Klar es besteht ein Risiko aber dafür geht man eine Partnerschaft ein
 
L
Benutzer211217  (25) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #13
Fehlt ihr ansonsten etwas in der Beziehung?
Also erstmal klar, sich so früh so fest zu verlieben bringt eben den Nachteil, dass man evtl dann das Bedürfnis bekommt, nochmal sich "ausleben" zu wollen oder so aber es ist ja auch was schönes, so früh einen Partner zu finden, zu dem man so gut passt.

Ich weiß nicht ob wir dazu gemacht sind einen Menschen zu lieben und dann für immer ALLES nur mit einer Person zu teilen. Könnte man auch früher philosophieren.

Ob ihr was fehlt... Ich weiß es nicht.
Sie sagt oft, dass sie sich wünscht, dass man wieder diese Verliebtheit spürt aber ihr ist auch bewusst, darüber haben wir uns viel unterhalten, dass das einfach schwindet. Nicht komplett aber und dm Maß, wie es zu Beginn ist.
Aber das ist garnicht das, was sie so sehr stört. Sie ist sehr glücklich mit dem Partner. Es ist eben einfach dieses selbstbestimmte, alleine sein und Entscheidungen treffen die nur sie betreffen. Sie hat auch noch nie alleine gewohnt, war immer mit ihm zusammen. Liebt ihn aber auch und hat ein Kind also möchte sie auch gerne bleiben, sie sieht es nicht als Grund sich komplett zu trennen.
 
L
Benutzer211217  (25) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #14
"nein, ich habe kein Bedürfnis, Sex mit anderen Frauen zu haben".
Ja so ist es ja auch. Er sagte, dass er das Bedürfnis nicht hat und es ihn verletzt, dass sie es hat.

Da spielt auch die Verlassensangst mit.

Das betrifft sie ja aber nicht, und die Rechtslage gibt ihr das Recht, autonom über ihren Körper zu bestimmen.
Das wäre dann Betrug, wenn sie einfach mit jemanden schläft, wenn ihr Partner sagt, dass das für ihn nicht in Ordnung ist. Auch, wenn's Safe ist.
 
L
Benutzer211217  (25) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #15
Sie sollte für sich herausfinden was sie Sexuell erleben möchte und was nicht und dann ich sag mal mit der Liste auf den Partner zugehen und ganz offen diese Punkte ansprechen. Sie wird sicherlich überrascht sein wieviel Übereinstimmung existiert.
Klar es besteht ein Risiko aber dafür geht man eine Partnerschaft ein
Daran liegt es nicht, das ist schon alles passiert. Die beiden haben schon immer offen kommuniziert, deshalb kam auch dieses Bedürfnis ja mehrmals zur Sprache. Wie ich aber schon erwähnte, ist es nicht ihr Bedürfnis neue Dinge mit ihrem Partner auszuprobieren, sondern mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen, flirten, Sex. Sich einfach mal nur für sich fühlen.
 
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S
Benutzer190912  (50) Verbringt hier viel Zeit
  • #19
Ich lese raus hier mehr als nur Sex raus, nehme ers wahr dass vieles zu früh kam, gleich die Partnerschaft fürs Leben, aus dem Elternhaus in das eheliche Heim, eher früh ein Kind und dementsprechend Fremdbestimmtheit, viele Verpflichtungen, Routine usw.
Sie dürfte durch das Kind sehr eingebunden sein.
Ich lese da den Wunsche nach einer Auszeit aus dem Familienleben heraus, mal das komplette Gegenteil zum Jetzt, allein sein, unabhängig sein, machen was sie will, Aspekte des Lebens geniessen die sie jetzt nicht hat und eben auch sexuell neue Erfahrungen machen, denn frau weiß ja gar nicht was sie ggf. verpassen könnte

Deswegen ist glaube ich ein Swingerclubbesuch oder ein Partnertausch auch nicht wirklich zielführend.
Wie wäre es denn wenn sie das schrittweise angeht, sie macht einen Kurzurlaub, mit Freundinnen, Vertrauen vorausgesetzt auch allein oder eben auch mal ein Wochenende mit ihrem Partner und das Kind ist bei den Großeltern

Sie könnten als Zwischenschritt auch neue Impulse in ihr Sexleben bringen um hier neue Schwung zu bringen. Es ersetzt zwar nicht andere Männer, es kann aber Druck rausnehmen
 
Zuletzt bearbeitet:
Velvet
Benutzer163532  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #21
Aber das kann doch die nächsten vielen Jahre sowieso nicht passieren, da sie ja eine (wahrscheinlich immer noch sehr große) Verantwortung für ihr Kind trägt.

Wie alt ist das Kind?
Das war auch mein Gedanke.
Unabhängig von dem Wunsch nach sexuellen Erfahrungen mit anderen Menschen haben sehr viele junge Eltern, vor allem Mütter, das Bedürfnis auszubrechen.
Egal, wie unkompliziert das Kind ist, wie doll man es lieb hat, der Gedanke, dass man nun für immer Mutter oder Vater ist, kann erdrückend sein. Aus einer Partnerschaft, die einen unglücklich macht, kommt man heraus. Aus einer Elternschaft... nicht so einfach. Und man bleibt mit dem Kindesvater verbunden.

Ich habe zwar nicht das Bedürfnis nach Sex mit anderen, aber manchmal denke ich mir, dass ich gerne 10 Jahre zurückspulen würde und einfach austesten würde, wie ein anderer Lebensweg so hätte laufen können. Nicht aus Reue, diesen Weg gegangen zu sein, aber vielleicht aus Neugier. Geht halt nicht 🙃. So wie man nur einen Weg wählen kann: Immer nur den gleichen Partner haben oder nicht immer nur den gleichen Partner haben. Das jeweils andere schließt sich damit aus und es sollte wohlüberlegt sein, welchen Weg man ausschließt.

Wie alt ist denn das Kind?
Ich hatte jeweils in den ersten beiden Jahren am allerstärksten das Gefühl, mein Leben gehöre nicht mehr mir. Danach fanden sich zunehmend Dinge, die mein Leben auch abseits von Partnerschaft und Familienleben für mich wieder mit Bedeutung gefüllt haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
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S
Benutzer229587  (58) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #39
Das alles hat überhaupt nix mit Sex zu tun. Sie wird das nicht durch eine Öffnung der Beziehung erfahren.
Ich würde sagen, da wird gerade an den falschen Stellschrauben gedreht. "Fremde Haut" wird nichts ändern.
Und was willst du der TS damit mitteilen?
Ich finde solche "Ratschläge" etwas vermessen. Die TS erweckt in mir den Eindruck, sehr differenziert und reflektiert zu sein, und ich schätze doch, dass ihre Freundin ähnlich klar ist und ihre Bedürfnisse offensichtlich präzise benennen kann.

Natürlich kann keiner von uns ausschließen, dass sie zwar ihre Bedürfnisse in absehbarer Zeit ausleben kann und trotzdem eines Tages feststellt, dass viel mehr dahinter steckte. Zu dieser Erkenntnis müsste sie dann aber auch selbst gelangen. Eine Beziehung ist doch nie in Stein gemeißelt, sondern ein Ergebnis täglicher Auseinandersetzung. Und aktuell steht eben dieses Bedürfnis an, also kann sie nur das "bearbeiten".

Übrigens noch ein Gedanke aus meiner eigenen Erfahrungswelt. Bei meiner Freundin war es damals (ohne Kind) ähnlich. Sie war sehr jung, ich ein paar Jahre älter und ihr erster Sexualpartner. Damals erschien es uns als die große Liebe, meine Freundin wollte sich aber ebenfalls nicht mit dem Gedanken abfinden, keine weiteren Erfahrungen außer mit mir zu haben. Wir haben teilweise sogar im Vorfeld darüber gesprochen, wenn sie einen Mann sexuell attraktiv fand, was mir die Angst nahm, er könnte für mich zur Konkurrenz werden. Wenn es dann mit meinem Wissen zwischen den beiden zu einem Treffen kam, war es für mich dann zwar "speziell", mir vorzustellen, dass sie wohl gerade mit ihm schläft, ich habe aber gemerkt, dass es sich überhaupt nicht bedrohlich angefühlt hat. Und glücklicherweise (für mich) erregte mich die Vorstellung sogar.
 
Romeca
Benutzer209637  (34) Öfter im Forum
  • #42
Ich finde solche "Ratschläge" etwas vermessen.
Warum ist es vermessen zu sagen, dass die Beiden das ganze Mal mit Abstand zu dem Thema Sex mit anderen Männern betrachten sollten?

Wie genau hilft denn Sex mit anderen Männern, wenn der Wunsch der Freundin laut der TE beinhaltet "alleine zu sein"
Natürlich kann keiner von uns ausschließen, dass sie zwar ihre Bedürfnisse in absehbarer Zeit ausleben kann und trotzdem eines Tages feststellt, dass viel mehr dahinter steckte. Zu dieser Erkenntnis müsste sie dann aber auch selbst gelangen
Du ignorierst da aber, dass der Partner schon gesagt hat, dass er das nicht will.
Der Preis für diese Erkenntnis durch "trial and Error" wäre also seine Vorstellung von einer Beziehung zu übergehen.

Klar muss jeder seine eigenen Erfahrungen machen, aber die Freiheit dazu hört nunmal bei den Grenzen des Partners auf, solange man in einer Partnerschaft ist.

Statt jetzt daran zu arbeiten, den Partner zu überzeugen (und das Forum zeigt doch nun wirklich in genug eigenen Beiträgen wie so etwas zumeist endet), ist es mMn nur vernünftig das ganze Mal wirklich vorher zu reflektieren und dazu gehört auch, Mal den bereits seit 3 Jahren selbst eingeredeten Lösungsweg loszulassen.
Denn bei ihrem Lösungsweg stehen die Bedürfnisse und Wünsche des Partners auf der "Problem-Seite", die es zu überwinden gibt.
Sie will sich nicht trennen (gut), also soll er sich anpassen (schlecht), sonst ist sie unzufrieden mit ihrem Leben, weil er sich nicht anpasst.


Für dich war es in Ordnung die Beziehung zu öffnen. Der Partner der Freundin sagt seit 3 Jahren nein. Das gilt es zu akzeptieren.
Vielleicht geht es ihr auch einfach darum, zumindest etwas autonom über ihren Körper zu bestimmen.

Ein Teil ist das Kind - da kann man nichts machen. Der andere ist, dass ihr Partner darüber bestimmt, indem er sexuelle Interaktion mit anderen Männern "verhindert". Wenn es so ähnlich gemeint ist finde ich die Wortwahl nicht so unpassend.
Ich weiß, was du meinst. Aber da steht ja nicht nur der Punkt mit der Selbstbestimmung im Raum;

Ich weiß es nicht.
Sie sagt oft, dass sie sich wünscht, dass man wieder diese Verliebtheit spürt aber ihr ist auch bewusst, darüber haben wir uns viel unterhalten, dass das einfach schwindet. Nicht komplett aber und dm Maß, wie es zu Beginn ist.
Aber das ist garnicht das, was sie so sehr stört. Sie ist sehr glücklich mit dem Partner. Es ist eben einfach dieses selbstbestimmte, alleine sein und Entscheidungen treffen die nur sie betreffen. Sie hat auch noch nie alleine gewohnt, war immer mit ihm zusammen.
- Verliebtheit spüren ≠ einfach nur Sex. Sogar mehr noch, wenn sie mit so einem Mann Sex hätte, wäre das wirklich destruktiv ggü der bestehenden beziehung.
Das wird sie abseits einer Poly Beziehung generell nicht mit ihrem Partner vereinbaren können.
- selbstbestimmtheit = kann man nur auf den Körper und damit Sex beziehen, ja
- allein sein ≠ Sex mit anderen Männern
- Entscheidungen die nur sie betreffen ≠ Sex mit anderen männern, denn diese Entscheidung betrifft immer den Partner


Wie gesagt, die hier geäußerten Bedürfnisse haben objektiv betrachtet nichts mit "einfach nur Sex mit anderen Männern" zu tun.
Sie spricht es an, beide leiden unter den Gefühlen dann, die dadurch aufkommen beim Partner und sie weiß ja, dass sie ihn nicht dafür verlassen möchte/könnte und so entscheidet sie sich für ihn ohne das eine Lösung gefunden wurde, weil er es sich nicht vorstellen kann. Er ist aber eher traurig nicht Vorwurfsvoll. Er versucht echt Verständnis zu zeigen aber kommt mit der Angst nicht um, sie zu verlieren dadurch. Es ist komisch drüber nachzudenken für ihn, dass jemand anderes sie befriedigt. Als wäre er nicht gut genug.
Der Partner zieht da eine Grenze an der die TE und die Freundin rütteln wollen, weil sie selbst die Situation mit dem fremdSex als nicht so wild betrachten.

Find ich nach wie vor destruktiv. Mir fallen auf Anhieb 3 Threads ein, in denen der Mann sich auf diese Wünsche eingelassen hat, obwohl er eigentlich Monogamie leben will. In allen Fällen ist die Beziehung zerbrochen. Warum wohl.

Offene Beziehungen kann man nicht jedem aufdrücken. Auch wenn man selbst die Sorge des Partners für ungerechtfertigt hält.
Jeder Mensch hat da andere Grenzen und die gilt es wie gesagt zu akzeptieren. Der Mann der Freundin ist da ja auch sehr deutlich in seinem Standpunkt.
 
Bembelschorsch
Benutzer186758  (53) Öfter im Forum
  • #74
Eine super super Beziehung nur dieses klitzekleine Problem….
Erstmal völlig normal auch mit mehr Erfahrungen kann/ kommt das Thema in längeren Beziehungen auf. Es gibt halt keine passende Lösung. Mit dem Partner ist es m.M. nach nicht genügend besprochen worden.
Als bei uns die Kinder aus dem Haus waren kam meine Ex mit einem ähnlichen Verlangen. Ich hatte keine Lust auf externe Haut , Ich wusste nicht wie ich darauf reagiere , da eine unbekannte Situation.
Wir haben das ganz offen und freundlich besprochen, ich mochte meiner Partnerin nichts vorschreiben und hab ihr das wirklich gegönnt.
Sie hat es dann in die Tat umgesetzt, es war nicht so dolle für sie.
Bei mir war dann jegliche sexuelle Anziehung weg , wir haben uns letztendlich sehr fair scheiden lassen.
Wir verstehen uns heute noch sehr gut , ich hab oft gehört das sie das sehr bereut , aber das Leben ist so wie es ist und das ist meistens gut so . Für mich gab's kein großes Drama nur die Erkenntnis das manchmal auf einmal etwas so ist , was man sich vorher trotz intensiven Durchdenkens , nie vorgestellt hat.
Die Range geht also von super für alle beide bis Beziehungsende , wo deine Freundin dann landet bringt nur die Zukunft.
Einen stetig wachsenden inneren Drang komplett zu ignorieren halte ich ebenfalls für falsch.
Meine Sntwort ist daher es gibt keine Antwort.
 
S
Benutzer229587  (58) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #80
Sie will ihn nicht überzeugen, sie will ihm eigentlich die Angst nehmen. Sie kann ihm niemals versprechen, sich nie zu verlieben aber das kann auch in der umgekehrten Situation passieren durch dieses unerfüllte Bedürfnis.
Ich kann diesen Satz sooooo gut verstehen, weil ich die Situation aus männlicher Sicht in meiner damaligen Beziehung bestens in Erinnerung habe. Bei uns war es auch sie, die das Bedürfnis hatte, ich selbst wusste zwar, dass ich im Zweifel auch "dürfte", war aber nicht auf der Suche.
Im Gegensatz zu ihrem Freund war ich damals bereit, das Experiment zu wagen, hatte aber bereits davor das sichere Gefühl, ihr vertrauen zu können und sie nicht dadurch zu verlieren.

Als es dann das erste Mal passierte, war es halb mit Ansage, denn sie hatte Besuch eines Bekannten, der weiter weg wohnte, und wir sprachen im Vorfeld drüber, ob sie sich was vorstellen könnte. Ihre Aussage: "Eigentlich nicht. Aber wenn doch was passiert, kannst du absolut sicher sein, dass alles ok ist, denn ich weiß, dass ich nichts weiter von ihm will."
Es kam dann doch dazu, und als ich am Telefon neugierig fragte, ob sie mir treu war, sagte sie "geistig schon". Mir ist 400 km entfernt der Telefonhörer aus der Hand gefallen, und ich war in einem derartigen Durcheinander der Emotionen, dass ich alles stehn und liegen ließ und zu ihr fuhr. Nach meiner Ankunft mitten in der Nacht saß ich zitternd neben ihr am Bett, in dem sie schlief, und in der es in der Nacht zuvor passiert war.

Warum erzähle ich das? Weil ich damals gelernt habe, dass Intimität außerhalb der Beziehung schon was macht mit einem selbst, was nicht immer vorhersehbar ist. Wenn beide Partner aber einfühlsam, die Beziehung stabil und die Kommunikation ehrlich und offen ist, kann man sich durchaus trauen, die Beziehung vorsichtig zu öffnen. Grundvoraussetzung sollte aber sein, nicht einfach Fakten zu schaffen, sondern sich Schritt für Schritt gemeinsam an den ersten "externen" Sexualpartner heranzutasten. Und es muss klar sein, dass eine bereits getroffene Zustimmung selbst 5 Minuten vorher noch ohne Vorwürfe widerrufen werden darf, wenn einer der beiden plötzlich kalte Füße kriegt. Die Beziehung geht immer vor!

Für mich hat es damals viel Stress verhindert, dass wir ohne Heimlichkeiten über alles gesprochen haben, vorher wie nachher. Denn Angst entsteht ja eher dadurch, dass man sich irgendwas Bedrohliches falsch vorstellt, ob das nun die Angst vor Spritzen oder Fliegen ist, oder eben die Angst, der Andere könnte irgendwie "besser" sein als ich.

Diese Gedanken helfen deiner Freundin natürlich nicht, aber vielleicht helfen dir, liebe TS, solche Erzählungen, um etwas vorbereiteter an das Thema herangehen zu können. Vielleicht ergibt sich ja auch zufällig mal ein gemütlicher Abend, an dem ihr gemeinsam mit ihrem Freund drüber redet?
 
Buenosaurus
Benutzer186761  (52) Öfter im Forum
  • #95
Ja. Sie ist vollkommen zufrieden mit der Arbeit, Haushalt, Freizeit und allem.
Sie hat sich bisher immer und immer wieder für ihre Familie entschieden, weil [...] ihr ihre Familie alles bedeutet.
Sie fühlt sich einfach gesteuert von ihrem Leben und ein Stück weit will sie davon losgelöst sein und ihren Wünschen und Bedürfnissen nachgehen können.
Manchmal ist es so: Man wacht morgens auf und denkt: Eben war ich noch sechzehn und hatte Flausen im Kopf; jetzt habe ich einen Beruf, ein Kind, einen festen Partner, der mir auch noch treu sein möchte - wo ist meine Jugend hin? War's das schon?

Und dann beginnt man sich zu fragen, was man verpasst hat, und ob sich die "verlorene Jugend" nachholen lässt, und dann fühlt man: wenn ich jetzt Sex mit Fremden haben könnte, wann immer ich wollte, dann würde ich mich weniger "erwachsen" fühlen; dann könnte ich etwas von dem gradlinig vor mir liegenden Weg abweichen.

Aber die eigene Jugend lässt sich nicht nachholen. Man müsste lernen anzuerkennen, dass die eigene Jugendzeit auch gar nicht "verloren" gehen kann, selbst wenn man sie sich anders zu verbringen gewünscht hätte.

Was ich sagen will, L Lia_ , ist dass selbst das "Spüren fremder Haut," ein Leben, das die Möglichkeit, mit fremden Männern zu schlafen, umfasst: das wird deiner Freundin die Jugend nicht zurückbringen.
 
S
Benutzer190912  (50) Verbringt hier viel Zeit
  • #97
Ja. Sie ist vollkommen zufrieden mit der Arbeit, Haushalt, Freizeit und allem.
Ich lass da nicht locker, für mich widerspricht sich das mit dem Verlangen nach Autonomie und Singleleben.
Denn, nehmen wir an sie würde jemand suchen und finden, hätte mit dem Sex bliebe das Autonomieverlangen ja bestehen.
Denn sonst wäre es ja einfach. Sie will Sex mit einem anderen Mann dann kann sie zufrieden ihr aktuelles Leben weiterführen.

Es ist ja eine Sache nicht in die Ursachenforschung zu gehen, aber bringen Nutzererfahrungen hier wirklich einen Fortschritt? Bei zweien hat es funktioniert, bei fünf nicht (hypothetisch), die Sache ist doch wie geht sie mit den Gefühlen ihres Partners um
 
Zuletzt bearbeitet:
A
Benutzer218895  (43) Öfter im Forum
  • #108
Vermute ich auch und der eigentliche Wunsch ist mMn ein Freifahrtschein für beides.
…mit entsprechendem Sicherheitsnetz.

Ich glaub, manchmal kommt man im Leben auch an Punkte, wo man merkt, dass eigene Entscheidungen, die man getroffen hat (z.B. früh zusammenkommen mit dem langjährigen Partner, sich nicht ausprobiert haben, sehr früh Kinder zu bekommen u.ä.)
einfach mal auch Konsequenzen haben. Durch die man dann durch muss. 🤷‍♀️
Wenn das bisherige Konstrukt eben nicht mehr so richtig passt, muss man eben Entscheidungen treffen, ob die einfach sind oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Das hängt eben auch mit der Akzeptanz zusammen, dass man eben nicht alles haben kann, auch wenn man alles gerne zur gleichen Zeit möchte. Viele Menschen können nicht verzichten. Viele MÜSSEN auf vieles verzichten, aber Verzicht aus einer konsequenten Haltung heraus, das können viele Menschen eben nicht. Dabei würde sich alleine aus dieser Akteptanz heraus eine entspanntere Haltung dem Wunsch gegenüber entwickeln und darüber auch seine Priorität verlieren. Dann geht das Abwägen los: man hat den einen Lebensweg nun mal sehr früh eingeschlagen, und kann sich nun überlegen, ob der Wunsch, den man da äußert, wirklich so eine hohe Wichtigkeit hat, dass man darüber ein funktionierendes Familiensystem/ Partnerschaft aufs Spiel setzt (so wie ich es gelesen und verstanden habe, hat der Freund ja nun in verschiedenen Gesprächen schon mehrfach NEIN gesagt.).Darüber gehen dann unter Umständen auch Beziehungen langfristig den Bach runter.

Ich will damit niemanden verurteilen, auch den Wunsch als solchen nicht, aber wenn der Partner dazu nun mal nicht bereit ist, haben seine Wünsche und Gefühle genausoviel Gewicht. Wenn man dann nun selber nicht verzichten kann, muss man eben eine sehr unschöne Entscheidung treffen. Oder man lebt halt damit.

Achso, und Ps.:
Manchmal müssen die Menschen eben erstmal ihre Erfahrungen machen. Das mussten wir alle. Hinterher ist man immer schlauer. 🤷‍♀️
 
Romeca
Benutzer209637  (34) Öfter im Forum
  • #109
Also an meiner Meinung zu der Sache hat sich durch die weiteren Ausführungen der TE nix geändert, eher im Gegenteil.

Ich kann's nur nochmal in aller Deutlichkeit sagen;

Der Partner sagt nein.

Die TE und die Freundin suchen jetzt verbissen einen Weg, das Nein zu einem Ja zu ändern.

"Wenn er sie doch nur verstehen könnte, würde er [...]"

Das Muster kennt man ja.

Das Nein kann nicht akzeptiert werden.

Das find ich sowieso schon respektlos.

Da wird jetzt so lange dran rumgedreht und "das Gespräch gesucht", bis der Partner einknicken wird. Steter tropfen höhlt den Stein.

Sie weiß auch, der Partner will sich nicht ausprobieren, da ist "er dürfte auch, will aber nicht" extrem leicht daher gesagt.

Und das hat nix mit früh zusammengekommen zu tun. Wir sind Menschen, wir können Entscheidungen treffen. Hier will sich eine Frau nicht entscheiden, sondern sich die Rosinen des Lebens rauspicken. Das ist der bequeme Weg.

Man muss doch hier Verständnis dafür zeigen, die Freundin ist ja so toll, die steckt seit Jahren diesen Wunsch zurück und ist unglücklich, nur ihrem Partner zuliebe.

Also wirklich :what: Dieses auf Mitleid spielen und den Freund langsam mürbe machen ist kein Zeichen eines starken Charakters.

Vorallem dieses "solange sie das nicht gemacht hat, kann sie ja selbstverständlich nicht wissen, ob er wirklich der Richtige zum Heiraten ist".

Die Freundin will einen Darfschein, um endlich ihre Egotour durchzuziehen.

Sie wird das Nein offenkundig eh nicht akzeptieren, sonst hätte sie das in den 3 Jahren schon gemacht - also was soll man hier raten?

Das Ganze wird auf den Schultern des Partners ausgetragen - Mal sehen wie leidensfähig er ist. Ich würde drauf setzen, dass das auf Dauer die Beziehung kaputt macht.

Das Einzige was da eigntl zu hoffen bleibt ist, dass die Freundin gar nicht so verbissen selbstzentriert ist, wie die TE hier darstellt.

Nachtrag; (Sorry, but no sorry. Ich find die Einstellung ggü Monogamie in einer langjährigen Beziehung die hier durch die TE und offenbar auch die Freundin vertreten werden einfach unterste Schublade, da fielen extrem respektlose Aussagen - weil der Partner Monogamie wünscht wohlgemerkt. In einer beidseitig gewünschten offenen Beziehung ist das was anderes.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Nevery
Benutzer72433  Planet-Liebe ist Startseite
  • #129
Ich versteh das Rumgeeier nicht.

Ihr Partner weiß seit drei Jahren und diversen unangenehmen Gesprächen davon, seine Antwort ist und bleibt nein.

Das kann sie so respektieren oder eben nicht, aber in einer Beziehung macht man normal nur, womit alle fein sind.

Es ist auch völlig normal dass Menschen Wünsche / Bedürfnisse haben, die mit der Lebensrealität aus irgendwelchen Gründen nicht vereinbar sind. Nur, das lastet man bestenfalls nicht Partner*in an, sondern den eigenen Entscheidungen.

War ihre, die monogame Beziehung einzugehen, ein Kind zu bekommen, oder?

Das sind jetzt die Folgen ihrer Entscheidung. Sie hat gefragt ob sich die Rahmenbedingungen ändern lassen, er sagt nein, also nein.

Das sind die Fakten, die ihr beide jetzt mal respektieren solltet. Ihr bleibt Akzeptanz, Trennung oder Betrug. Nichts anderes.
 
S
Benutzer190912  (50) Verbringt hier viel Zeit
  • #130
Das Problem ist dass es widersprüchlich geschildert wurde und Denkansätze dazu sehr locker weggewischt wurden und jede Reflektion dazu ignoriert wurde Dementsprechend konnte es nur an der Oberfäche bleiben und die Diskussion kam nicht wirklich vom Fleck.
Es ist halt so eine Sache, wenn Threadersteller die Idee von einem gelenkten/selbstmoderierten Diskussionsverlauf haben der dann eben nicht funktioniert
 
I
Benutzer228593  (32) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #131
Sie äußert es als einen Wunsch von Autonomie. Seit dem sie 16 ist, ist sie mit ihm zusammen (Kennlernphase inbegriffen) und nun geht's ihr mit ihren Gefühlen und Gedanken nicht gut.

Kennt jemand eine ähnliche Situation? Was kann ihr ihr raten?

Dennoch fühlt sie sich (ich denke wegen der jungen, langen Beziehung), nicht ganz sie selbst. Also sie hatte kaum Möglichkeit, sich selber frei zu entfalten


Ich finde wir sollten unser Leben bestmöglich leben, für unser Glück aber auch ohne anderen zu schaden.

Ich bin gespannt auf eure Meinungen & Erfahrungen.

Bitte unterlasst aber dieses "dann muss sie sich eben entscheiden"

aber scheinbar kann sie sich nicht alles mit ihrem Partner vorstellen bzw. hat den Reiz es mit anderen auszuleben. Was wieder dazu passt, dass sie mal nur für sich leben will und nicht wieder angeschlossen an der Beziehung

Und nochmal an alle, die meinen unbedingt einen Grund finden zu müssen wie z.B zu frühe Elternschaft, zu früh zusammengekommen... das kann alles sein aber es kann doch auch sein, dass sie einfach Lust hat, mit anderen zu schlafen, weil sie dieses Bedürfnis auch ohne einen vorausgehenden Grund besitzt?

Ich habe dieses Paar als Vorstellung genommen, ich wollte aber grundsätzlich auf die Frage hinaus, was ihr darüber denkt, wenn ein Partner/eine Partnerin solche Gefühle innerhalb einer Beziehung entwickelt.

Und nochmal an alle, die meinen unbedingt einen Grund finden zu müssen wie z.B zu frühe Elternschaft, zu früh zusammengekommen... das kann alles sein aber es kann doch auch sein, dass sie einfach Lust hat, mit anderen zu schlafen, weil sie dieses Bedürfnis auch ohne einen vorausgehenden Grund besitzt? Das gibt's auch.
Du drehst dir das so hin, wie es dir gerade passt. Ich habe keine Lust das zu sortieren, aber es passt vorne und hinten nicht.

Du willst etwas über die Erfahrungen anderer Leute wissen. Was glaubst du, wie man denn zu diesen Erkenntnissen gekommen ist, von denen du hier liest.

Klar sind das Spekulationen, das ist eine völlig klare Sache, niemand hier kann das mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit bestätigen. Wie auch. Das behauptet auch keiner.

Die Leute hier tauschen sich aus, geben dir Ratschläge (wie von dir gefragt), es läuft aber nicht in die Richtung, in die du möchtest. Anstatt das zu hinterfragen (denn ich sehe nicht, dass das hier irgendjemand "böse" meint), versuchst du einfach die Dinge umzudrehen, damit es wieder passt. Einmal fragst du nach Rat (s.o.), ein anderes Mal hast du sie ja nur als Beispiel für eine andere Diskussion erwähnt.

Sei doch deiner Freundin einfach eine Freundin, und zeig ihr das alles hier. Ich würde es meiner Freundin zeigen.

Aber ja, du willst ja gar keine Ratschläge um zu helfen, du willst dich nur zu deinen Bedingungen austauschen, ich vergaß.
 
S
Benutzer229587  (58) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #132
Ich empfinde es nicht so, dass die TS keine Ratschläge hören will, Ich glaube eher, dass sie hoffte, ein paar Impulse.und neue Denkanstöße durch uns zu bekommen, wie ihre Freundin beide Wünsche doch miteinander vereinbaren kann. Denn dass sich da zwei elementare Bedürfnisse gegenüberstehen und nach landläufiger Meinung gegenseitig ausschließen, dürfte ihr bereits klar gewesen sein, ehe sie hier um Rat fragte. Wie ich es lese, geht es ja gerade darum, der Freundin Möglichkeiten aufzuzeigen, beide Seiten in ihr Beziehungsleben zu integrieren, OHNE den Partner zu verlieren, sich selbst zu verleugnen oder in die Heimlichkeit auszuweichen.

Ihr dann mit erhobenem Zeigefinger nur die Moralkeule überziehen, ist natürlich nicht das, was ihr oder ihrer Freundin weiterhilft. Und da verstehe ich ihre Abwehr schon ein bisschen, denn sie wirkte auf mich bislang differenziert genug, dass ihr dieses Dilemma von Anfangan klar war.

Ich glaube auch, der Freundin den Chatverlauf zu zeigen, wär vielleicht ne Option. Könnt aber auch verstehen, wenn die Freundin dann angepisst wäre. Am Ende ist es ja deren Geschichte, die niemand was angeht. Und ob man jetzt auch noch Beef mit der Freundin riskieren muss, weiß ich echt nicht.
 
T
Benutzer228096  (38) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #133
Ihr dann mit erhobenem Zeigefinger nur die Moralkeule überziehen, ist natürlich nicht das, was ihr oder ihrer Freundin weiterhilft
Ich will ihr eigentlich gar keine Moralkeule überziehen, sondern eher eine "Realitätskeule". Wenn der Partner der Freundin nun einmal diesen Weg nicht gehen möchte, dann gibt es eben keine Möglichkeit beide Seiten in das Beziehungsleben zu integrieren.

Es gibt hier eben zwei alternative Denkansätze, die von der TE vehement abgelehnt werden.

Das ist zum einen der Gedanke, dass bei der Selbstfindung der Sex mit anderen vielleicht nicht in dem Ausmaß im Mittelpunkt stehen muss wie das die TE und ihren Freundin bislang glauben. Dass es vielleicht grundsätzlicher darum geht wie die TE sich gerade im Leben sieht, wie sich sich ihre Zukunft vorstellt und wie sich sich selber ausleben kann. Dass es auch abseits von Sex mit anderen vielleicht noch Dinge gibt, die man ins Leben integrieren kann und mit denen der Partner besser leben kann

Der andere Gedanke ist der, dass Glück im Leben oftmals nicht darüber führt, dass man möglichst viele der Bedürfnisse befriedigt, sondern vielmehr lernt das wertzuschätzen was man hat und mit sich selber und den Lebensweg, den man eingeschlagen hat, zufrieden zu sein.

Wenn man solche Ansätze nicht hören will, dann ist die logische Schlussfolgerung nun einmal sehr einfach: Entweder muss die Freundin unglücklich bleiben oder sie muss es schaffen dem Partner ihren Willen überzustülpen. VIelleicht funktioniert letzteres ja auch tatsächlich. Er lässt sich irgendwie darauf ein und sie erkennen beide, dass das der richtige Weg ist. Aber wie wahrscheinlich soll das bitte sein? Dass ein Mitte 20jähriger Vater, der selber kein Interesse an anderen Frauen hat, damit klarkommt, dass er zuhause aufs Kind aufpasst, während seine Partnern trotz seiner Bedenken in der Zeit mit anderen Menschen flirtet und Sex hat. Das hat mehr mit Realität als mit Moral zu tun...
 
I
Benutzer228593  (32) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #134
Also ich sehe die Sache so:
Mir ist klar, wie sie das meinte, ich verstehe auch den Denkansatz, der dahinter steckt, auch die Diskussion, die erwünscht war.

Nur der Punkt ist, dass Manche hier eben trotzdem der Meinung sind, dass es eben nicht mit dieser Diskussion über Monogamie getan ist, in diesem speziellen Fall hier. Das Paar wird hier als Beispiel aufgeführt, anhand davon soll ja beurteilt werden.

Und die Beurteilung fällt nun mal so aus, dass da wesentlich mehr dahinter steckt, als einfach gewünschte Monogamie. Und eben weil ich das für mich hier so sehe, geht es halt trotzdem in diese Richtung. Weil es meiner Meinung nach falsch wäre. In diesem speziellen Fall hier.

Ob das gewünscht war oder nicht, es muss meiner Ansicht nach halt trotzdem raus. Und ich glaube der TE auch, dass sie meint, dass sie und ihre Freundin das richtig sehen, das dieser Ansatz der Richtige sei. Nur heißt das nicht, dass andere das genau so sehen.

Das passiert aber nicht nur ihr, das sieht man hier Forum doch häufiger. Threads werden erstellt, das nimmt aber einen völlig anderen Lauf, als angedacht. Weil die Leute der Meinung sind, dass das eben so und so rum beleuchtet werden sollte, weil das und das dahinter steckt. Das ist dann oft was ganz anderes, als im Thread dargestellt oder gefragt. Dafür gibt es dann aber einen Grund und der heißt sicher nicht "Ich habe Lust demjenigen eins mit der Moralkeule überzuziehen."

Ich würde das aber auch wollen. Wenn ich hier was reinschreibe, würde ich es gut finden, wenn mir die anderen trotzdem die Hinweise geben, nach denen ich nicht gefragt hatte, wenn sie der Meinung sind, es sei richtig. Dann kann man sich doch daran bereichern und es für sich Nutzen. Da bricht einem sicher kein Ast ab, wenn man sich so hinterfragt.
 
I
Benutzer228593  (32) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #135
Und wenn meine Freundin mir das zeigen würde, wäre ich sicher nicht angepisst, sofern sie meine Identität geschützt hat. Ich würde es sehr, sehr interessant finden. Und ich würde es auch richtig gerne so ganz objektiv mit meiner Freundin durchkauen, es kann einen doch nur weiterbringen, selbst wenn sich dadurch herausstellen sollte, dass man völlig richtig gelegen hat, dann war es dafür gut, auch was gewonnen.
 
A
Benutzer218895  (43) Öfter im Forum
  • #136
Wie ich es lese, geht es ja gerade darum, der Freundin Möglichkeiten aufzuzeigen, beide Seiten in ihr Beziehungsleben zu integrieren, OHNE den Partner zu verlieren, sich selbst zu verleugnen oder in die Heimlichkeit auszuweichen.
Und genau diese Antworten hat sie doch hier vermehrt gekriegt, ich verstehe das Problem gar nicht?
Jeder hier kommentiert aufgrund seiner Lebenserfahrung, daher kommt halt der Eindruck des erhobenen Zeigefingers.
Hier sind lauter Leute aktiv, die schon geraume Zeit länger auf der Welt sind und dieses ganze Kasperletheater schon lange hinter sich haben. Die sich genau die gleichen Empfindungen hatten, und sich genau die gleiche Frage gestellt haben. Und die Geschichte ihres Lebens hat ihnen gezeigt:

Man kann halt nicht alles gleichzeitig haben! (Anwort auf die Frage der Integrierbarkeit ins Beziehungleben OHNE den Partner zu verlieren)

Das ist die Antwort, die sie hier mehrfachst bekommen hat. Darüber hinaus gabs noch andere Ratschläge, wie, dass wenn er nein sagt, man ihn nicht noch solange überzeugen muss, bis er ja sagt. Die Ts sagte dann, dass er nicht nein sagte, sondern dass er sichs nochmal überlegen will.
Außerdem hat man ihr mitgeteilt, dass alleine die Äußerung des Wunsches schon einen Knacks in der Beziehung verursachen KANN.

Sie hat also alles Mögliche und noch viel mehr als Ratschlag bekommen, auf die Fragestellung zugeschnitten.

Mit Mitte 20 will man halt einfach manchmal noch nicht hören, dass nicht doch noch nen Weg geben soll. Da will man probieren und Denkweisen verändern und seine eigenen Erfahrungen machen. Und man weiß alles besser und kann nicht glauben, was andere erzählen, die sowas schon hinter sich haben. Das ist normal. Dann soll die Freundin der TS es doch bitte selbst erfahren. Sie wird erst hinterher wissen, ob das so gut war, und ob ihr Weg der Richtige für sie war. Bei manchen klappts, bei anderen nicht, ist doch am Ende deren Leben.
Und nix anderes sagen hier die (manchmal warnenden) Kommentare.

Dann gab es zwischendurch noch paar Meinungen, die sagen, hier steht doch mehr dahinter, als reines Autonomiestreben. Ich finde, es ist total Ok, das zu äußern, wenn es sich einem so aufdrängt. Außerdem ist es in einem öffentlichen Diskussionsforum ja wohl nicht verboten, die eigene Bewertung des Problems vorzunehmen, egal ob man falsch liegt oder nicht. Deswegen diskutiert man doch hier. Das so eine Diskussion eine Eigendynamik bekommt, ist doch völlig normal. 🤷‍♀️

Zwischendrin gab es noch einige Meinungen/ Erfahrungen von Leuten, die offene Beziehungen leben und der Ansicht sind, dass das total super ist, und zeigen der TS Wege auf, wie das bei ihnen funktioniert oder eben nicht funktioniert hat. Alles völlig legitim.
Ihr dann mit erhobenem Zeigefinger nur die Moralkeule überziehen,
Ich glaube, dass der Begriff "Moral" meistens völlig falsch gebraucht wird und der Begriff "Moralkeule" auch viel zu schnell gezückt wird. Die Kommentare hier gehen null um Moral, sondern eher um persönliche Erfahrungen. Man will halt, dass das junge Küken nicht die gleichen Fehler macht, wie die alten Hasen in ihrer eigenen Vergangenheit. Aber der Lauf der Welt ist eben, dass das so noch nie funktioniert hat, und die jungen sich eben ihren eigenen Weg suchen. Dann sollen sie halt, so what.
denn sie wirkte auf mich bislang differenziert genug, dass ihr dieses Dilemma von Anfangan klar war.
Naja, ein "ich sehe das anders, es muss doch irgendwie gehen" ist noch lange keine Differenzierung.
Ich glaube auch, der Freundin den Chatverlauf zu zeigen, wär vielleicht ne Option.
Ja, dann kann sie draus machen, was sie will.
Könnt aber auch verstehen, wenn die Freundin dann angepisst wäre. Am Ende ist es ja deren Geschichte, die niemand was angeht. Und ob man jetzt auch noch Beef mit der Freundin riskieren muss, weiß ich echt nicht.
Könnte ja abgesprochen sein, dass sie die Frage mal öffentlich stellt. Außerdem ist das Forum anonym, niemand erkennt die Freundin hier, wüsste nicht, wieso man hier angepisst sein sollte. Könnte ja auch ein fiktiver Fall sein, der so oder ähnlich tausende Male in dieser Welt vorkommt. Aber ja, man weiß es nicht. 🤷‍♀️
 
Zuletzt bearbeitet:
K
Benutzer230000  (50) Ist noch neu hier
  • #137
Nach Jahren einer monogamen Beziehung kann ich mir das Gefühlschaos bei beiden gut vorstellen. Sie, die den heimlichen Wunsch möglicherweise schon von je her hegt, aber erst nach Jahren aussprechen kann, er der plötzlich mit "Verlustängsten" zu kämpfen weil für ihn diese Form der Sexualität bisher unbekannt war/ist. Ich fürchte das zum Schluss beide unglücklich werden und das es kein Happy-End geben wird, sondern nur Verlierer.

Die Welt ist voll von
Männern mit Cuckold-Gedanken die sich wünschen würden ihre Frau würde solche Wünsche äußern und umgekehrt ist es als jemand der eine solche Frau sucht, die sich auslebt extrem schwer den/die richtige Partnern/Partner zu finden. Offene und ehrliche Kommunikation von Anfang an ist die einzige Möglichkeit, den richtigen Partner für "alle Lebenslagen" zu finden - nach Jahren einer monogamen Beziehung ist der Zeitpunkt hierfür allerdings überschritten.
 
Finwe
Benutzer118204  (46) Sehr bekannt hier
  • #138
Ihr dann mit erhobenem Zeigefinger nur die Moralkeule überziehen, ist natürlich nicht das, was ihr oder ihrer Freundin weiterhilft.
Off-Topic:
Finde ich schon irgendwie ironisch, nachdem die TE im Eingangspost direkt selbst den Zeigefinger erhoben hat um sich auf passiv-aggressive Art unliebsame Meinungen zu verbieten.
 
K
Benutzer230000  (50) Ist noch neu hier
  • #139
ich wollte aber grundsätzlich auf die Frage hinaus, was ihr darüber denkt, wenn ein Partner/eine Partnerin solche Gefühle innerhalb einer Beziehung entwickelt.
Bei den vielen Antworten ist es schwer den roten Faden zu finden, daher wollte ich gern noch deine eigentliche Frage beantworten, die gleichermaßen für Männer und Frauen gelten: Ich habe bisher nur zwei Sorten Frauen kennengelernt, die einen die schon früh im Rahmen ihrer sexuellen Entwicklung solche Fantasien haben und sie irgendwann umsetzen und die Frauen, die das grundlegend ablehnen und sich das nicht mal vorstellen können. Dazwischen gibt es nichts. Bei Männern ist das genauso, entweder "Mann" findet es geil und unterstützt das oder er flippt aus vor Eifersucht und hasst es. Ein bisschen "schwanger" gibt es bei beiden nicht. Das sind meine Erfahrungen mit diesem Thema und ich musste schon sehr früh herausfinden zu welcher Sorte ich gehöre…
 
G
Benutzer Gast
  • #140
Hallo,
Das ist ein sehr interessantes Thema. Ich möchte mal kurz meine/ unsere Erfahrung teilen.
Ich und meine Frau sind 16 Jahre zusammen davon 10 Jahre verheiratet.
Wir haben 4 Kinder, Haus und Hof.
(bitte keine Kommentare wie Assis oder Hartz4, wir gehen beide Arbeiten, haben beide eine Berufsausbildung und ich habe nochmal einen noch etwas höheren Abschluss, bedeutet das ich/wir keine Unterstützung brauchen, ich/wir sorgen für unsere Familie selber, wir sind auch finanziell nicht schlecht aufgestellt)

Als wir uns kennengelernt haben war sie 16 und wir sind auch relativ schnell zusammen gezogen.
Das bedeutet, und das kann ich mit ruhigen Gewissen sagen, das wir beide ab den kennenlernen keine anderen Partner hatten da wir uns schnell entschieden haben eine Familie zu gründen.
Von ihr kam auch schon mal das Thema das sie bist jetzt "nur" mich kennt und ihr halbes Leben mit mir verbracht hat und sich gefragt hat wie es anders wäre.
Es gab natürlich Höhen und Tiefen. Im Alltag wie auch im Bett.
Aber jetzt kommt der springende Punkt, je älter wir werden umso reifer werden wir und es ist so das sie und ich sagen:
"Wir kennen und so lange, haben alles was wir brauchen , haben sämtliche Probleme überstanden, vertrauen uns zu 100% wir möchten gar nichts anderes"
Dann habe ich mal wieder das Thema so spaßig angesprochen auch im Bezug auf Sex mit anderen und anderen Haut spüren da meinte sie:
"das ist bei mir lange aus dem Kopf, es läuft bei uns super, der Sex ist mit dem Jahren sogar besser und intensiver geworden, ich fühle mich rundum befriedigt. Ich bin froh das ich/wir den Weg gewählt haben zu einem stabilen Leben"

Ich könnte mir ebenfalls nichts mehr anderes Vorstellen. Bei mir kam auch nicht der Gedanke was , wäre , wenn.
Es heißt ja immer das es so was wie den Partner fürs Leben nicht gibt aber bei uns trifft das irgendwie zu.

Ich hoffe ich konnte mit meiner/unsere
Erfahrung ein wenig helfen und bin nicht am Thema vorbei 🙈
 
CasualFun
Benutzer218141  Öfter im Forum
  • #141
Off-Topic:
Finde ich schon irgendwie ironisch, nachdem die TE im Eingangspost direkt selbst den Zeigefinger erhoben hat um sich auf passiv-aggressive Art unliebsame Meinungen zu verbieten.
Spannend, so unterschiedlich kann die Wahrnehmung desselben Textes sein:

Ich lese im Eingangspost nirgendwo einen erhobenen Zeigefinger und auch nichts passiv-aggressives. Für mich hat die TE der Einfachheit halber nur klar gemacht, welche Varianten ohnehin nicht in Frage kommen und es daher müßig wäre, sie hier lang und breit zu diskutieren. Das ist in anderen Threads doch genauso ind wurde schon oft als freie Selbstbestimmung respektiert.
Ich und meine Frau sind 16 Jahre zusammen davon 10 Jahre verheiratet.
Wir haben 4 Kinder, Haus und Hof.
(bitte keine Kommentare wie Assis oder Hartz4, ....
Auch spannend, mir wären diese Begriffe in dem Zusammenhang nie eingefallen, eher was umgekehrtes in Richtung "bürgerlich konservativ gediegen, brav"
 
Finwe
Benutzer118204  (46) Sehr bekannt hier
  • #142
Off-Topic:

Spannend, so unterschiedlich kann die Wahrnehmung desselben Textes sein:
Spannend nicht, mich wundert allerdings, dass du diesbezüglich nur mich zitierst und nicht die Behauptung auf die ich geantwortet habe. Gilt das nur für meine provokant formulierte Umkehrung?


Ich lese im Eingangspost nirgendwo einen erhobenen Zeigefinger
Dieser Abschnitt liest sich für mich zuminderstens nach einer allgemeingültigen Behauptung:

wir Menschen sind nicht darauf ausgelegt gewesen, monogam zu leben
 
CasualFun
Benutzer218141  Öfter im Forum
  • #143
Off-Topic:

Spannend nicht, mich wundert allerdings, dass du diesbezüglich nur mich zitierst und nicht die Behauptung auf die ich geantwortet habe. Gilt das nur für meine provokant formulierte Umkehrung?
Off-Topic:

Ich höre durchaus, dass Du das als provokant empfindest.
Für mich ist das einfach nur Lia's Sichtweise, ihre Meinung.
Aber ich kann anerkennen, dass ich selbst in anderen topics eine Behauptung gelesen habe, wo für andere nur eine Meinung stand.
Darum spannend, weil es mir wieder mal zeigt, dass wir alles durch unsere persönliche Brille wahrnehmen.
 
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