Fernstudium-Abschluss gleich viel wert wie ein normaler?

Benutzer64811  (35)

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Und warum nicht? Auf dem Arbeitsmarkt werden die beiden sich auch vergleichen lassen müssen.

jo klar. vielleicht bewirbt sich auch ein 40-jähriger auf die stelle :cool1:
der hat dann wohl am meisten praxiserfahrung.

das hat doch gar nichts mehr mit den abschlüssen zu tun, sondern sind total andere faktoren.
 

Benutzer48909 

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wertigkeit definiere ich im sinne von schwierigkeit/anforderung den jeweiligen abschluss zu erlangen.
hinzu kommen eben weitere punkte wie alter, zeitdauer etc.

Dann müsste deiner Wertigkeit nach ein Fernstudium neben dem Beruf mehr wert sein. Die Schwierigkeit ein Studium neben einem 40-Stunden-Job zu absolvieren sind ja wohl unbestritten höher, als ob ich den ganzen Tag nichts anderes zu tun habe, als zur Uni zu gehen.

jo klar. vielleicht bewirbt sich auch ein 40-jähriger auf die stelle :cool1:
der hat dann wohl am meisten praxiserfahrung.

das hat doch gar nichts mehr mit den abschlüssen zu tun, sondern sind total andere faktoren.

Wenn vor einem Personalchef zwei Personen stehen:

A - Student an einer normalen Uni, gerade fertig geworden
B - festen Job, der irgendwie schon mit dem angestrebten Beruf zu tun hat, nebenbei Studium an einer Fernuni, gerade fertig geworden

Beide haben exakt dieselbe Note im Abschluss und auch sonst gleiche Voraussetzungen.

Deiner Meinung nach müsste ja A genommen werden, da der die wertigere Ausbildung hat. Ich bin mir nicht so sicher, ob das im richtigen Leben wirklich so wäre, das A den Job bekommt.
 

Benutzer64811  (35)

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Dann müsste deiner Wertigkeit nach ein Fernstudium neben dem Beruf mehr wert sein. Die Schwierigkeit ein Studium neben einem 40-Stunden-Job zu absolvieren sind ja wohl unbestritten höher, als ob ich den ganzen Tag nichts anderes zu tun habe, als zur Uni zu gehen.



Wenn vor einem Personalchef zwei Personen stehen:

A - Student an einer normalen Uni, gerade fertig geworden
B - festen Job, der irgendwie schon mit dem angestrebten Beruf zu tun hat, nebenbei Studium an einer Fernuni, gerade fertig geworden

Beide haben exakt dieselbe Note im Abschluss und auch sonst gleiche Voraussetzungen.

Deiner Meinung nach müsste ja A genommen werden, da der die wertigere Ausbildung hat. Ich bin mir nicht so sicher, ob das im richtigen Leben wirklich so wäre, das A den Job bekommt.


nein, das habe ich nie gesagt.
B wäre mit Sicherheit 5-7 Jahre älter. Das ist nicht vergleichbar.

A und B wären bei mir beide 30 Jahre alt.
A hat normales Studium und ca. 5 Jahre Berufserfahrung in seinem Job, der ein Studium voraussetzt.
B hat Fernunistudium und währendessen ganz normal gearbeitet. Wahrscheinlich war er aber nicht in einer Position, die ein Studium voraussetzt. Ansonsten genau gleiche Eigenschaften.

Dann würde ich A nehmen.
 

Benutzer29290 

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Off-Topic:
Die Schwierigkeit ein Studium neben einem 40-Stunden-Job zu absolvieren sind ja wohl unbestritten höher, als ob ich den ganzen Tag nichts anderes zu tun habe, als zur Uni zu gehen.
Wieso meinen eigentlich so viele, dass "normale" Studenten nichts anderes zu tun haben als zur Uni zu gehen? Ich habe auch waehrend meines Vollzeitstudiums 30-35 Stunden die Woche gearbeitet und war nebenher noch in Gremien aktiv. Die wenigsten koennen es sich heutzutage leisten nur zu studieren, sondern muessen nebenher arbeiten.
 

Benutzer79932 

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nein, das habe ich nie gesagt.
B wäre mit Sicherheit 5-7 Jahre älter. Das ist nicht vergleichbar.

Ich für meinen Teil war sogar früher fertig, als die meisten meiner ehemaligen Gym-Mitschüler - obwohl ich zuerst Vollzeit studiert hatte, danach abgebrochen habe und insgesamt zwei Jahre verloren hatte. So viel dazu. Allerdings kenne ich nicht einen einzigen Studenten, der in Regelzeit fertig wurde, aber das ist hier auch völlig normal, in D ist das glaube ich etwas anders...

Off-Topic:
Raven, ich glaube, so ein Arbeitspensum ist doch eine ziemliche Ausnahme. Es stimmt sicherlich, dass viele heute etwas nebenher arbeiten müssen, aber nur die wenigsten müssen sich ihr Studium komplett selbst finanzieren - sprich ihr ganzes Leben selbst bezahlen, nicht nur Studigebühren, ein paar Klamotten und Semesterparties. Die meisten haben diese Verpflichtungen nunmal nach wie vor nicht und entsprechend auch keinen Anreiz, mehr zu arbeiten, als für Freizeitausgaben eben notwendig ist.
 

Benutzer63720 

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@chrisdamathepro: Mein Onkel ist Niederlassungsleiter bei einem führenden Logistiker. Er hat mir folgendes zu dieser Frage gesagt:
Kandidat 1: Abi, Studium, Bewerbung im Unternehmen
Kandidat 2: Abi, Ausbildung, gleich anschließend Job gefunden + Studium bei der ortsansässigen IHK (Vorlesungen unter der Woche abends + Samstag)
beide 24 Jahre, beide mit gut abgeschlossen
Er würde sich aus folgenden Kriterien für Kandidaten 2 entscheiden: hat schon Erfahrungen sammeln können im Job, hat bewiesen dass er sich auch in "harten" Bedingungen (Büffeln nach 45h + X Wochenstunden Arbeit) durchbeißen kann, hatte die Motivation was zu erreichen....
 

Benutzer64811  (35)

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@sonnenschein
ja, das glaube ich gerne. hört man ja öfters, dass leute die direkt von der uni kommen manchmal schlechtere chancen haben. in deinem fall hat der kandidat 2 ja auch kein fernabi sondern einen deutlich niedrigeren abschluss, aber er wird wegen der praxiserfahrung einfach bevorzugt.

hat dein onkel denn studiert? ich habe nämlich das gefühl, dass die entscheidung dadurch oft beeinflusst wird.
 

Benutzer66733 

Benutzer gesperrt
Ob ein Fernabi gleich viel wert ist, ist die Frage, da es z.B. keine mündlichen Noten gibt.

Mitarbeit im Unterricht, die Fähigkeit zur Diskussion etc, das wird ja alles nicht überprüft.
Gibt es da nur Abschlussprüfungen ? Abitur ist ja mehr als nur 4-5 Prüfungen, da zählen 2 Jahre Unterricht und Klausuren mit.

Sehe solche Fernstudiums- und Fern-Abitur-Dinge eher kritisch.
 
A

Benutzer

Gast
Ob ein Fernabi gleich viel wert ist, ist die Frage, da es z.B. keine mündlichen Noten gibt.

Mitarbeit im Unterricht, die Fähigkeit zur Diskussion etc, das wird ja alles nicht überprüft.
Gibt es da nur Abschlussprüfungen ? Abitur ist ja mehr als nur 4-5 Prüfungen, da zählen 2 Jahre Unterricht und Klausuren mit.

Sehe solche Fernstudiums- und Fern-Abitur-Dinge eher kritisch.

So... da hier anscheinend alle nur irgendwelche Vermutungen aufstellen, werd ich auch mal was dazu sagen. Ich mache mein Abi an ner Fernschule nach (für die die es interessiert: das Ding nennt sich Institut für Lernsysteme, kurz ILS) der Abschluss ist staatlich anerkannt, d.h. genau gleichwertig mit einem "normalen" Abschluss!

Zum Ablauf: man hat 8 Fächer, von denen 4 schriftlich und 4 mündlich geprüft werden. Davor bearbeitet man ca. 150 Hefte, wo jeweils eine Aufgabe hinten ist, die zur Überprüfung dient, dass man das Thema verstanden hat, allerdings zählen diese Aufgaben nicht fürs Abi.

Wer später die besseren Chancen hat, kann man nicht sagen. Ich denke mal, dass da noch viel mehr Gründe mit eine Rolle spielen, die z.T. auch unbewusst ablaufen und gar nicht so rational begründet werden können. Ich hab aber auch schon gehört, dass Leute mit Fernstudium bevorzugt eingestellt werden, da sie durch das Fernstudium (was eine wirklich harte Schule ist, ich spreche aus Erfahrung!) viel Eigenständigkeit und Motivation gezeigt werden. Schließlich wird man nicht von irgendwelchen Lehrern nur so "mitgeschleift", sondern muss sich echt jeden Tag von neuem überwinden, sich hinzusetzen und was für die Schule zu tun (Ich kenne Leute, die nebenbei noch arbeiten und kleine Kinder haben!)

Es hat - wie alles im Leben - seine Vor- und Nachteile. Fest steht jedoch, dass es auf jeden Fall staatlich anerkannt wird, wenn man am Ende eine staatliche Prüfung ablegt.
 

Benutzer8402 

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Ich hab aber auch schon gehört, dass Leute mit Fernstudium bevorzugt eingestellt werden, da sie durch das Fernstudium (was eine wirklich harte Schule ist, ich spreche aus Erfahrung!) viel Eigenständigkeit und Motivation gezeigt werden.

Du sprichst aus Erfahrung, ist ja schön. Du hast aber keinen Vergleich zu einem Nicht-Fernstudium geschweige denn zu irgendeiner anderen Hochschule, also fehlt da jegliche Objektivität.

Und hör mir auf mit diesen Phrasen. Eigenständigkeit und Motivation ist keine ausschließliche Eigenschaften eines Fernstudiums. Das braucht man überall :zwinker:

Schließlich wird man nicht von irgendwelchen Lehrern nur so "mitgeschleift", sondern muss sich echt jeden Tag von neuem überwinden, sich hinzusetzen und was für die Schule zu tun (Ich kenne Leute, die nebenbei noch arbeiten und kleine Kinder haben!)

Ich hör da schon wieder diverse Vorurteile raus. Schön, ich kenne auch Leute die Kinder haben, arbeiten und studieren. Und ja, wer von selbst keine Motivation aufbringt muss sich irgendwie überwinden. Das sind alles allgemeine Floskeln.

Nichts davon trifft exklusiv auf irgendeine Form von Studium zu, weder auf das eine noch auf das andere. Ich sehe von dieser Warte aus genau keinen Unterschied zwischen Fernstudium und "normalem" Studium. Ich halte in diesen Punkten beide Arten für vollkommen gleichberechtigt.
 
4 Woche(n) später

Benutzer78489 

Sehr bekannt hier
Hallo,

Schonmal an eine Abendschule gedacht? Da kann man halt abends neben dem Beruf sein (Fach-)Abi nachmachen. Ich hab das selber gemacht und fand´s echt gut. Soweit ich weiß, gibt es solche Schulen in fast jeder größeren Stadt und sie sind in der Regel staatlich, also kostenlos.
Ich würd da mal googlen oder ein bißchen surfen und dann einfach mal zum Beratungsgespräch hin.


Gruß,
Kaya
 
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