Fernbeziehung macht mich fertig...

Benutzer122591  (33)

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Guten Abend zusammen!

Ich muss mir jetzt einfach mal den Frust von der Seele schreiben - seit einer Woche geht es mir so richtig dreckig. Warum?

Nachdem ich mit meiner Freundin in den vergangenen 9 Monaten eine Fernbeziehung führte, die eine recht akzeptable Entfernung von 200 Kilometern beinhaltete, hat sich die Entfernung nun auf 650 Kilometer erhöht.

In den letzten Monaten ist sie mir - logischerweise - sehr ans Herz gewachsen. Wir lieben uns und wollen uns nie mehr trennen, das Übliche eben. So verging die bisherige Zeit wie im Flug, eben auch weil man sich alle 1-2 Wochen am Wochenende sah. Ich arbeite seit Anfang diesen Jahres Vollzeit, sie hat im Sommer ihren Bachelor beendet und studiert nun den Master. Das ging in meiner Stadt leider nicht und ihre Wunsch-Uni hat sie angenommen - aber eben enorm weit weg.

Nun bleibt dieser Zustand mindestens 16 Monate erhalten... also fast 2x so lange, wie unsere Beziehung existiert! Wir sehen uns alle 3-4 Wochen - für mich absolut grausam. Nur kann ich nicht häufiger hin, weil ich dann auch immer 1-2 Tage Urlaub nehmen müsste... und sie kann keine Vorlesungen verpassen... Hinzu kommt, dass kein wirkliches Ende absehbar ist: Was, wenn sie das Pflichtpraktikum nicht in meiner Stadt machen kann und die Master-Arbeit woanders schreibt? Und selbst wenn das hinhaut, sind da noch diese 16 Monate.

Mich hat es noch nie so sehr erwischt - ich kenne diese Seite an mir gar nicht. Ich lenke mich mit Arbeit, Freunden usw. ab so gut es geht - aber sobald ich abends eine ruhige Minute habe, überkommt mich die Sehnsucht einfach... wir schreiben zwar jeden Tag sehr oft hin und her und telefonieren täglich (wir wecken uns sogar gegenseitig!), aber ich habe wirklich Angst, daran kaputtzugehen. Klar vermisst sie mich auch sehr - nur kann sie das wohl besser verarbeiten. Dies liegt sicher auch an der neuen Stadt, am Studium, am neuen Umfeld... was es für mich noch schlimmer macht. Auch wenn ich weiß, dass es nicht so ist, habe ich das Gefühl nur Beiwerk zu sein. Sie geht jeden Abend weg, um Kontakte zu knüpfen und hat immer zu tun... da komme ich mir wie ein Lückenfüller vor.

Ich würde mich gerne auf anstehende Treffen freuen, aber wenn ich (oder sie) dann wieder abreise, zerreisst es mich immer wieder auf's Neue.

Wie soll ich damit nur fertigwerden? Ich bewundere Menschen, die sowas mit noch größeren Entfernungen und längeren Zeiträumen hinkriegen...
 

Benutzer120764  (26)

Sehr bekannt hier
Oje wirklich eine blöde Situation bei euch das tut mir leid:frown:
Wüsste jetzt auch nicht wirklich was ich dir raten könnte. Du hast zwar geschrieben das du jetzt gerade einen Job hast und Vollzeit arbeitest. Wäre es vielleicht eine möglichkeit dir einen Job bei ihr in der nähe zu suchen? Dann könntet ihr euch auf jeden Fall mehr sehen.
Falls das nicht möglich ist, bleibt dir nur die Möglichkeit dich damit abzufinden und eure Fernbeziehung zu akzeptieren. Kann mir vorstellen das das schwer ist, für mich wäre das auch nichts.
Aber dir einen Job in ihrer nähe suchen wäre auch eine möglichkeit.

Wünsch euch alles gute
 

Benutzer117111 

Sorgt für Gesprächsstoff
Heij :smile:
Ich führe seit 1 Jahr und 2 Monaten selbst eine Fernbeziehung. Ich kann deine Gefühle sehr gut nachvoll ziehen, solche Momente habe ich auch immer wieder. Momentan ist das halt relativ schwer. Eine Möglichkeit wäre ein Online Studium, weiß nicht ob das bei jeder Uni geht. Oder du suchst dir in ihrer Nähe eine Arbeit.

Lg
 

Benutzer116075 

Meistens hier zu finden
Hi Cattivo,

auch in kann dich verstehen - habe mit meinem freund jahrelang während des studiums eien fernbeziehung geführt (260 km).
Ihr kennt das mit der Fernbeziehung zwar schon, da ihr die ganze zeit 200 km zwischen euch hattet, aber jetzt is eben durch die größere entfernung wieder alles n bisschen anders und man leidet unter sehnsucht und alles fühlt sich komisch an.Vielleicht müsst ihr euch erst an den neuen fernbeziehungsrythmus gewöhnen? Denke, wnen ihr schon 9 Monate eine fernbeziehung geführt habt, wrd eure beziehung jetzt nicht an den zusätzlichen kilometern zerbrechen.
Klar, deine freundin hat jetzt n neues und aufregendes leben.. neue stadt, neue wohnung, neuer unialltag, neue leute usw. Sie muss sich erstmal einleben und is sicher viel unterwegs. Aber ihr geht doch genauso liebevoll miteinander um wie zuvor oder? ihr behaltet eure sms- und telefonrituale bei udn zeigt einander, dass ihr euch vermisst udn aufeinander freut.
Vielleicht findet ihr ja mit de rzeit doch ncoh wege, euch zweimal im monat zu sehen. einmal du ein wochenende udn einmal sie?

An Umziehen würd ich jetzt erstmal nicht denken. Du hast deinen festen job und sie wird in der neuen stadt ja erstmal nur für ne gewisse zeit (ihren Matser) sein. Natürlich hören sich 16 Monate laaang an jetzt, aber es ist doch eine überschaubare zeit. das könnt ihr schaffen.
Wie sind denn ihre pläne für nach dem Master? will sie wieder zurück in deine stadt? oder würdet ihr beide in eine neue stadt ziehen gemeinsam, wnen beide da n job finden? vielleicht hilft es euch auch, zukunftspläne zu machen.

Ich wünsch dir viel kraft und trotz der sehnsucht gute laune und dass du deinen alltag genießt!

LG Elfe
 

Benutzer119461 

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Hallo,

auch ich führe nun wieder einer Fernbeziehung mit meinem Freund. Zum zweiten Mal innerhalb unserer Beziehung. Von Oktober 2010 bis Juni 2011 war er bei der Bundeswehr und nun studiert er seit Montag in einer anderen Stadt. Die Entferung war/ ist um 200 km. Also nicht ganz so weit wie bei dir. Ich sehe das ganze immer als Herausforderung für unsere Beziehung. Das mit der Bundeswehr damals haben wir sehr gut gemeistert. Und ich bin mir sicher, dass es auch diesmal so ist.

Ich denke, man muss einfach an sich und seine Beziehung glauben. Und ich muss sagen, dass bei mir im Moment eher die Freude überwiegt, dass er ein Studium gefunden hat, das ihn wirklich interessiert und jetzt n tolles Studentenleben vor sich hat. Und vielleicht solltest du dahingehend auch ein bisschen umdenken. Die Frau deines Herzens studiert an ihrer Traumuni! Freu dich für sie. Mein Freund war gestern an seinem 2. Tag bereits mit 18 Leuten feiern. Und ich freu mich für ihn. Denn nichts wäre für mich schlimmer, als wenn ich wüsste, dass er nur in seiner Wohnung sitzt und zur Uni geht und danach wieder nach Hause. Das würde ihn nicht glücklich machen und mich auch nicht. Also gönn ihr das ein bisschen mehr. Ich sag dir, in ein paar Monaten hast du dich sowieso voll daran gewöhnt und nimmst es leichter als jetzt ganz am Anfang.

Ich weiß, dass es schwer ist und man oft sehr traurig ist und den anderen vermisst. Aber eine starke Beziehung kann das ab und wächst eher daran als daran zu zerbrechen!

Glaub an euch!
 

Benutzer122591  (33)

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Stimmt ja alles, was ihr sagt... ich freue mich ja auch für sie - was wäre ich für ein Freund, wenn nicht?

Nur für uns freue ich mich absolut nicht, weil die Beziehung irgendwie stillsteht. Klar, auf einem sehr hohen Level, von dem andere nur träumen können - aber ich will auch irgendwann mal mehr. Und dieses "irgendwann" ist eben noch so verdammt weit weg.
 

Benutzer120381 

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Ich kann mir vorstellen, wie schwierig dass für eine noch recht junge Beziehung ist. Ich selbst habe auch schon eine Fernbeziehung geführt, allerdings über Kontinente hinweg. Und wenn ich eines mittlerweile gelernt und erkannt habe, dann dass es für mich nichts ist. Ich möchte meinen Alltag mit jemandem teilen, ihn anrufen können und fragen ob er vorbei kommt, wenn ich ihm was Tolles oder Trauriges erzählen will. Ich brauche unheimlich viel Nähe und auf Dauer würde ich diese Entfernung nicht aushalten. Man verpasst einfach unglaublich viele kleine Dinge, die in der Summe aber für die Stabilität der Partnerschaft sehr wichtig sind.
Nichtsdestotrotz gibt es viele Paare, die gut damit zurecht kommen. Die sagen, dass man seine gemeinsame Zeit intensiver nutzt d.h. man mehr Qualitätszeit als Paar hat, als wenn man sich sowieso fast jeden Tag sieht und sich meist nicht so sehr auf den Partner konzentriert. Ich kann dir leider nichts raten... du versuchst ja bereits das Beste daraus zu machen und die Zeit irgendwie zu überstehen. Vielleicht solltest du dir nicht jetzt schon allzu viele Gedanken darüber machen, was mal sein wird etc. genieße, die Zeit die ihr miteinander habt und belaste dich nicht mit den viel Zukunftsvisionen, die jetzt noch gar nicht greifbar sind. Diese Szenarien immer durchzuspielen ist sehr anstrengend und lenkt dich immer auf negative Aspekte, die du gerade jetzt eher ausblenden solltest. Ich wünsch dir bzw. euch alles Gute!

P.S. hier noch ein schönes Zitat: Entfernung fördert Nähe!
 

Benutzer119461 

Sorgt für Gesprächsstoff
Also ich denke, dass es einfach besonders wichtig ist, dass man weiß, dass die Situation irgendwann endet. Deswegen sollte man Spinnereien über die Zukunft einfach zu lassen und sich ausmalen wie man nach Beendigung des Studiums zusammenzieht oder irgendwas. Ohne dieses Wissen, dass es sich nur um einen bestimmten längeren oder kürzeren Zeitraum handelt, in dem man eine Fernbeziehung führt, würde ich selbst nicht viel Hoffnung in die Beziehung setzen. Also ich denke, dass gemeinsame Zukunftspläne das A & O sind.
 

Benutzer122591  (33)

Ist noch neu hier
Also ich denke, dass es einfach besonders wichtig ist, dass man weiß, dass die Situation irgendwann endet. Deswegen sollte man Spinnereien über die Zukunft einfach zu lassen und sich ausmalen wie man nach Beendigung des Studiums zusammenzieht oder irgendwas. Ohne dieses Wissen, dass es sich nur um einen bestimmten längeren oder kürzeren Zeitraum handelt, in dem man eine Fernbeziehung führt, würde ich selbst nicht viel Hoffnung in die Beziehung setzen. Also ich denke, dass gemeinsame Zukunftspläne das A & O sind.

Das denke ich eben auch. Ich hoffe ja, dass sie Anfang 2014 (Oh Gott, wenn ich nur an den Zeitraum bis dahin denke!) ein Praktikum in meiner Stadt kriegt - in ihrer Branche allerdings schwierig.

Hoffentlich kann ich mich mit dem "Fernbeziehung plus"-Gedanken bald anfreunden, sonst mach ich noch irgendwas Dummes...
 
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