Feminismus- werden Frauen übervorteilt?

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
Und wer ist verantwortlich dafür, dass es im Grundschullehramt nicht gilt? Ich frag mich halt, wer für die Rosinenpickerei verantwortlich ist. Jeder kann sich Feministin nennen, dafür braucht man kein Qualitätssiegel. Und man kann dann alles mögliche behaupten und alles mögliche wollen und man hat dann sogar die Berechtigung des Rosinenpickens. Aber solange man "nur" Feministin ist, hat man halt auch keine Entscheidungsmacht und auch kein sozial/kulturwissenschaftliches Interesse. Von daher ist es schwer, der gemeinen Feministin hier einen Vorwurf zu machen. Jeder kämpft für seine Interessen. Wenn eine Fernseh-Feministin sich dafür einsetzt, dass es mehr Frauen in gewissen Berufsständen geben soll, dann ist das ihr gutes Recht. Genauso wie es das gute Recht von jemand anderen ist, sich für eine Quote im Grundschullehramt einzusetzen.

Dies ist in dem Sinne ein sehr ehrlich es Statement wie les zeigt, worum es geht: Ums Absahnen von Posten und Aufstiegschancen. Wenn dann von genau denen, die von einer Regel (finanziell) profitieren, an "die Moral" appelliert wird, ist das doch lächerlich.[DOUBLEPOST=1372883382,1372883326][/DOUBLEPOST]
Imho machen solche dummen Artikel es ernstgemeinter Kritik am Feminismus und Genderwahn schwierig :ratlos:

Alternative gefällig?

http://www.zeit.de/2013/24/genderforschung-kulturelle-unterschiede

:zwinker:
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
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Und wer ist verantwortlich dafür, dass es im Grundschullehramt nicht gilt? Ich frag mich halt, wer für die Rosinenpickerei verantwortlich ist. Jeder kann sich Feministin nennen, dafür braucht man kein Qualitätssiegel. Und man kann dann alles mögliche behaupten und alles mögliche wollen und man hat dann sogar die Berechtigung des Rosinenpickens. Aber solange man "nur" Feministin ist, hat man halt auch keine Entscheidungsmacht und auch kein sozial/kulturwissenschaftliches Interesse. Von daher ist es schwer, der gemeinen Feministin hier einen Vorwurf zu machen. Jeder kämpft für seine Interessen. Wenn eine Fernseh-Feministin sich dafür einsetzt, dass es mehr Frauen in gewissen Berufsständen geben soll, dann ist das ihr gutes Recht. Genauso wie es das gute Recht von jemand anderen ist, sich für eine Quote im Grundschullehramt einzusetzen.
Der Punkt ist: Es gibt bisher einfach keinerlei Lobby für männliche Interessen in Dingen, wo Männer wirklich benachteiligt werden. Es dreht sich in letzter Zeit ein wenig (z.B. Sorgerecht), aber da gibt es dennoch so einige haarsträubende Sachen.
Und die ganze "Genderfraktion" mit allen ihren Anhängseln sieht sich hier in meinen Augen eben nicht verantwortlich, obwohl sie das, wenn hier ernstgemeinte, neutrale Forschung und Einsatz für Gleichstellung betrieben würde, sein müsste.
 
S

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Gast
Äh, das klingt ja gerade so, als gäbe es zu wenig männliche Lehrkräfte an Grundschulen, weil sie keine Chance haben, genommen zu werden. Im Gegenteil, wenn sich ein männlicher Grundschullehrer bewirbt, wird der mit Kusshand genommen.

Auch mit einer Quote wird man dies nicht beheben können, denn es studieren zu wenige Männer auf Grundschullehramt. Wird eben letztendlich zu mies bezahlt.

Aber mal zum Thema: Ja, ich fühle mich auf dem Papier gleichberechtigt, aber in der Praxis sieht das teilweise ganz anders aus. Fehlende Betreuungsplätze und unflexible Arbeitsmodelle führen dazu, dass man sich als Frau oftmals entscheiden muss: Kind oder "Karriere". (Da Männer im Schnitt besser verdienen, kommen sie in in den meisten Familien nicht in die Bedrängnis, diese harte Entscheidung ausbaden zu müssen. Da lässt sich beides vereinbaren).

Und da helfen auch keine Frauenquoten weiter. Solange ich als Frau das Gefühl habe, später nur in mies bezahlten 400 Euro oder Teilzeitjobs zu versumpfen (Rente?!), habe ich aufs Kinderkriegen keine große Lust.

Deshalb fühle ich mich nicht vollumfänglich gleichberechtigt.
 

Benutzer91095 

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Dies ist in dem Sinne ein sehr ehrlich es Statement wie les zeigt, worum es geht: Ums Absahnen von Posten und Aufstiegschancen. Wenn dann von genau denen, die von einer Regel (finanziell) profitieren, an "die Moral" appelliert wird, ist das doch lächerlich.

Ich versteh auch nach wie vor nicht, warum es in Deutschland überhaupt Fernseh-Feministinnen gibt. Es gibt ganz grundsätzlich ein paar sehr kluge Köpfe, die über feministische Ideen und Konzepte nachdenken und dabei auch kluge, durchdachte Sachen produzieren. Das ist mit polemisierendem Schwarzer-Gesülze nicht zu vergleichen. Der Feminismus leidet ziemlich unter seinen selbst ernannten Aushängeschildern. Deswegen hat er auch ein massives Image-Problem.
 

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
Interessant am "Aber es gibt zu wenige KITA-Plätze"-Argument ist allerdings, dass es gerne von jungen Akademikerinnen gebracht wird, die nach eigener Aussage eh keine Kinder wollen bzw. sich noch völlig im Unklaren darüber sind, ob sie mal welche wollen. Ist in medialen Diskussionen doch recht entlarvend...sich von etwas Diskriminiert zu fühlen, was sich bis dato genau Null auf den eigenen Lebenslauf auswirkt.
 

Benutzer120063 

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Dies ist in dem Sinne ein sehr ehrlich es Statement wie les zeigt, worum es geht: Ums Absahnen von Posten und Aufstiegschancen. Wenn dann von genau denen, die von einer Regel (finanziell) profitieren, an "die Moral" appelliert wird, ist das doch lächerlich.

Natürlich geht es auch und vor allem um die Jobs auf Führungsebene! Ich habe auch selten einen Mann meckern gehört, dass man doch mal eine Quote für männliche Raumpfleger einführen sollte... Natürlich geht es darum, an die besonders begehrten Jobs ranzukommen. Es ist doch immer so, dass Menschen für ihre eigenen Gleichberechtigung im Guten, nicht im Schlechten kämpfen. Deshalb kämpfen Männer auch nicht für eine Quote im Bereich Friseure, Raumpfleger etc. :zwinker: Denk mal drüber nach.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Der Punkt ist: Es gibt bisher einfach keinerlei Lobby für männliche Interessen in Dingen, wo Männer wirklich benachteiligt werden. Es dreht sich in letzter Zeit ein wenig (z.B. Sorgerecht), aber da gibt es dennoch so einige haarsträubende Sachen.
Und die ganze "Genderfraktion" mit allen ihren Anhängseln sieht sich hier in meinen Augen eben nicht verantwortlich, obwohl sie das, wenn hier ernstgemeinte, neutrale Forschung und Einsatz für Gleichstellung betrieben würde, sein müsste.

Die Sache ist: Männer sehen erst das Problem, wenn sie selbst betroffen sind. Und dafür müssen sie erstmal Vater werden und kein Sorgerecht erhalten. Und wenn das dann der Fall ist, dann steht ihnen das Wasser bis zum Hals und sie können sich nicht recht formieren, weil es dann eigentlich schon zu spät dafür ist. Mittlerweile wird es besser, aber vor 10-15 Jahren war man da als Mann wohl wirklich ziemlich machtlos.

Ansonsten muss man halt sagen: Eine Feministin ist nicht notwendigerweise eine Genderforscherin. Ich persönlich erwarte mir von Genderforschern, dass sie sich wirklich um Mann und Frau und alles dazwischen gleichermaßen kümmern. Und Männerforschung ist mittlerweile auch nichts utopisches mehr, sondern existiert als kleiner Forschungsbereich. Trotzdem ist dieses Gebiet halt recht stigmatisiert. Als Frau über die soziale Rolle des Mannes zu forschen ist noch nicht so ganz etabliert. Und als Mann über die soziale Rolle des Mannes zu forschen wird oft als lächerlich empfunden (im Sinne von "der hat's ja auch nötig"). Ob sich die Wissenschaft da schon genug etabliert hat, weiß ich nicht. Das ist halt selbst oft noch ein recht emotionalisiertes Feld, was ich persönlich zwar unmöglich finde (Hallo? Wissenschaft?), aber es ist wohl einfach noch so...
 
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Interessant am "Aber es gibt zu wenige KITA-Plätze"-Argument ist allerdings, dass es gerne von jungen Akademikerinnen gebracht wird, die nach eigener Aussage eh keine Kinder wollen bzw. sich noch völlig im Unklaren darüber sind, ob sie mal welche wollen. Ist in medialen Diskussionen doch recht entlarvend...sich von etwas Diskriminiert zu fühlen, was sich bis dato genau Null auf den eigenen Lebenslauf auswirkt.

Wie kommst Du denn auf diesen Quatsch? Wäre ich mir sicher, dass eine gute Kinderbetreuung mit 100%iger Sicherheit realisierbar wäre, dann gäbe es doch diese Unklarheit darüber, ob ich Kinder bekommen möchte, gar nicht :ratlos: Das eine bedingt doch das andere.
 

Benutzer120063 

Planet-Liebe Berühmtheit
Interessant am "Aber es gibt zu wenige KITA-Plätze"-Argument ist allerdings, dass es gerne von jungen Akademikerinnen gebracht wird, die nach eigener Aussage eh keine Kinder wollen bzw. sich noch völlig im Unklaren darüber sind, ob sie mal welche wollen. Ist in medialen Diskussionen doch recht entlarvend...sich von etwas Diskriminiert zu fühlen, was sich bis dato genau Null auf den eigenen Lebenslauf auswirkt.

Vielleicht ist ein Kinderwunsch eigentlich da, aber Frau gesteht ihn sich nicht richtig zu, weil sie weiß, dass sie es dann sehr schwer haben wird?! Man kann sich ja auch diskriminiert fühlen, wenn sich etwas nicht ausgewirkt hat, man aber weiß, dass es sich auswirken wird.
 

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
Natürlich geht es auch und vor allem um die Jobs auf Führungsebene! Ich habe auch selten einen Mann meckern gehört, dass man doch mal eine Quote für männliche Raumpfleger einführen sollte... Natürlich geht es darum, an die besonders begehrten Jobs ranzukommen. Es ist doch immer so, dass Menschen für ihre eigenen Gleichberechtigung im Guten, nicht im Schlechten kämpfen. Deshalb kämpfen Männer auch nicht für eine Quote im Bereich Friseure, Raumpfleger etc. :zwinker: Denk mal drüber nach.

Dann sollte man so ehrlich sein, und dies _nicht_ mit Gleichberechtigung legitimieren, sondern mit Egoismus.
 

Benutzer78484 

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Aber mal zum Thema: Ja, ich fühle mich auf dem Papier gleichberechtigt, aber in der Praxis sieht das teilweise ganz anders aus. Fehlende Betreuungsplätze und unflexible Arbeitsmodelle führen dazu, dass man sich als Frau oftmals entscheiden muss: Kind oder "Karriere". (Da Männer im Schnitt besser verdienen, kommen sie in in den meisten Familien nicht in die Bedrängnis, diese harte Entscheidung ausbaden zu müssen. Da lässt sich beides vereinbaren).
Und die andere Seite der Medaile ist dann, dass ich als Mann da auch keine Entscheidungsfreiheit habe, wenn ich eben "Kind" statt Karriere machen will. Weil...ist ja unlogisch wenn der besser verdienende zu Hause bleibt, ist weicheiig und weiß der Teufel noch was. Geschweige denn, dass es in den typisch männlichen Jobs groß Teilzeitmöglichkeiten gäbe.
Da bleibt doch letztlich beiden Geschlechtern keine größere Wahlmöglichkeit.

Und das hat auch nichts mit Biologie und Co. zu tun, das Konzept der Karriere an sich ist vermutlich keine 200 Jahre alt.

Ich versteh auch nach wie vor nicht, warum es in Deutschland überhaupt Fernseh-Feministinnen gibt. Es gibt ganz grundsätzlich ein paar sehr kluge Köpfe, die über feministische Ideen und Konzepte nachdenken und dabei auch kluge, durchdachte Sachen produzieren. Das ist mit polemisierendem Schwarzer-Gesülze nicht zu vergleichen. Der Feminismus leidet ziemlich unter seinen selbst ernannten Aushängeschildern. Deswegen hat er auch ein massives Image-Problem.
Gäbe es denn überhaupt einen Feminismus in dieser Stärke ohne diese Aushängeschilder...?
 

Benutzer120063 

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Ich will auch keinesfalls sagen, dass es Männer leicht haben im Leben und Frauen schwer. Ich glaube, im sozialen Bereich wird an Männer viel höhere Ansprüche gestellt als an Frauen. Da könnte man Männer als benachteiligt ansehen. (Männer sollen stark sein, aber zuhören können. Männlich und rau, aber trotzdem verständnisvoll. Ein guter Familienvater, aber doch kein Weichei etc.) Im beruflichen Bereich werden Frauen jedoch nicht übervorteilt.
 

Benutzer120063 

Planet-Liebe Berühmtheit
Dann sollte man so ehrlich sein, und dies _nicht_ mit Gleichberechtigung legitimieren, sondern mit Egoismus.

Nein, es geht nur darum, dass Frauen die gleiche Möglichkeit haben sollen, Beruf und Karriere zu vereinbaren, wie Männer. Nicht alles, was dem eigenen Vorteil dient, ist selbstsüchtig.

Ist es auch selbstsüchtig, wenn Frauen zb. das gleiche Wahlrecht haben wollen wie Männer? Dient ja auch nur dem Vorteil der Frauen...

Es geht hier nicht darum, alle Menschen gleich zu machen, sondern allen Menschen die gleichen Chancen zu geben. Das ist der Unterschied...
 
S

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Da bleibt doch letztlich beiden Geschlechtern keine größere Wahlmöglichkeit.

Naja, nicht in jeder Familie sind die Gehaltsunterschiede eklatant. Und trotzdem ist es in den meisten Fällen die Frau, die erstmal zu Hause bleibt. Natürlich hat das auch seine Gründe und definitiv seine Berechtigung (wenn ich da nur ans Stillen denke... :zwinker: ).

Aber es kann eben nicht sein, dass es für Personen (ich formuliere es jetzt mal absichtlich neutral), die eine Babypause gemacht haben, teilweise keine Rückkehrmöglichkeit gibt in den ursprünglichen Beruf bzw. nicht mehr in dem Umfang. Wenn man sich freiwillig dafür entscheidet, weniger zu arbeiten, ist das ja auch in Ordnung. Aber es sollten eben genügend Betreuungsplätze und tolerante Arbeitgeber geben, die verringerte Präsenzzeiten z.B. gewähren.

Nun gut, beides wird sich ja hoffentlich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten verändern, der Anfang wurde bereits gemacht.[DOUBLEPOST=1372884636,1372884591][/DOUBLEPOST]
Nein, es geht nur darum, dass Frauen die gleiche Möglichkeit haben sollen, Beruf und Karriere zu vereinbaren, wie Männer. Nicht alles, was dem eigenen Vorteil dient, ist selbstsüchtig.

Ist es auch selbstsüchtig, wenn Frauen zb. das gleiche Wahlrecht haben wollen wie Männer? Dient ja auch nur dem Vorteil der Frauen...

Es geht hier nicht darum, alle Menschen gleich zu machen, sondern allen Menschen die gleichen Chancen zu geben. Das ist der Unterschied...

Genau. Die gleichen Chancen... :smile:
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
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Naja, nicht in jeder Familie sind die Gehaltsunterschiede eklatant. Und trotzdem ist es in den meisten Fällen die Frau, die erstmal zu Hause bleibt. Natürlich hat das auch seine Gründe und definitiv seine Berechtigung (wenn ich da nur ans Stillen denke... :zwinker: ).
Ist halt auch immer noch so, wenn ich mich im Bekanntenkreis umhöre, dass ein guter Teil der Frauen erstmal zu Hause bleiben will, ganz unabhängig vom Gehalt. Und das viele Frauen vielleicht auch gar nicht wollen, dass ihr Mann zu Hause bleibt und sie schnell wieder arbeiten gehen.
 

Benutzer91095 

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Gäbe es denn überhaupt einen Feminismus in dieser Stärke ohne diese Aushängeschilder...?

Schwarzer hat ihren Dienst vor 35 Jahren getan und das war gut so, aber jetzt langsam wäre ich dann doch für etwas mehr Diversität und ein Überkommen der feministischen Dialektik, wenn ich mal so sagen darf. Ich hab nichts gegen Aushängeschilder, aber ich hab was gegen diesen "Frauen sind immer noch benachteiligt und Männer sind an der Wirtschaftskrise schuld"-Einheitsbrei. Der ist einfach nicht ernst zu nehmen und macht den Graben leider nur tiefer und breiter, anstatt eine Brücke zu bauen. Wir bräuchten langsam wirklich ein paar mehr differenzierte Leute. Und es ist nicht so, dass es die nicht gibt. Aber wenn die was sagen, dann hört halt niemand zu. DAS ist das Problem (hauptsächlich von den Medien motiviert und von Bühnensäuen ausgenutzt).
 
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Gäbe es denn überhaupt einen Feminismus in dieser Stärke ohne diese Aushängeschilder...?

Eben. Eine Revolution (und das war es in den 60er, 70er Jahren definitiv!) braucht auch starke, präsente Anführer. Da vermisse ich heutzutage auch oft den Respekt, eben weil vieles als selbstverständlich angesehen wird, obwohl es noch vor wenigen Jahrzehnten für die Frauen ganz anders aussah in Deutschland.
 

Benutzer120063 

Planet-Liebe Berühmtheit
Und die andere Seite der Medaile ist dann, dass ich als Mann da auch keine Entscheidungsfreiheit habe, wenn ich eben "Kind" statt Karriere machen will. Weil...ist ja unlogisch wenn der besser verdienende zu Hause bleibt, ist weicheiig und weiß der Teufel noch was. Geschweige denn, dass es in den typisch männlichen Jobs groß Teilzeitmöglichkeiten gäbe.
Da bleibt doch letztlich beiden Geschlechtern keine größere Wahlmöglichkeit.

Da stimme ich dir völlig zu! Genau da liegt ja das Problem! Wäre Teilzeit generell kein Problem, hätten es Frauen in zweifacher Hinsicht leichter: Einerseits könnten sie selber besser Kind und Karriere vereinbaren, andererseits hätten auch die männlichen Partner eher die Möglichkeit, in Elternzeit zu gehen, sodass nicht - so wie meist - die Frau beruflich zurückstecken müsste.
Ich sagte ja schon, dass ich nicht behaupte, Männer hätten es generell im Leben leichter. "Babypause" für Männer ist leider noch nicht besonders akzeptiert - das ist sehr schade.
 
S

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Schwarzer hat ihren Dienst vor 35 Jahren getan und das war gut so, aber jetzt langsam wäre ich dann doch für etwas mehr Diversität und ein Überkommen der feministischen Dialektik, wenn ich mal so sagen darf. Ich hab nichts gegen Aushängeschilder, aber ich hab was gegen diesen "Frauen sind immer noch benachteiligt und Männer sind an der Wirtschaftskrise schuld"-Einheitsbrei.

Man sollte sich vielleicht auch mal mit Alice Schwarzer beschäftigen, bevor man reflexartig reagiert, wenn ihr Name fällt (ist jetzt nicht zwingend auf Dich bezogen). Sie setzt sich schließlich nicht nur für Frauen in Deutschland ein, sondern gerade auch bevorzugt für Frauen aus Ländern, in denen keine Gleichberechtigung herrscht. Da wir viele Migrantinnen unter uns haben, ist es gleichzeitig natürlich auch ein "deutsches" Thema - man denke nur an den Kampf gegen Sexismus und Zwangsprostitution.

Das sind keine überholten Ansichten, nein, in unserem aufgeklärten Rechtsstaat werden tagtäglich Frauen zu Prostitution gezwungen, werden verkauft, geschlagen, verstümmelt (Beschneidung!), umgebracht ("Ehrenmorde!")...

Und bevor man Frauen wie Alice Schwarzer abfällig abkanzelt, sollte man sich lieber mal überlegen, was man selbst für diese Frauen vollbringt. Sehr wahrscheinlich nämlich nichts :zwinker:
 
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