Familienplanng abgeschlossen - Sterilisation er/sie/beide/keiner?

Benutzer55024 

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Hallo,

stellt Euch folgendes vor: die Familienplanung ist (einvernehmlich) abgeschlossen, das letzte Kind soll in nährerer Zukunft per Schnitt geholt werden (geht nich anders).

Die Frage ist nun, wie in Zukunft verhüten. Auf der Hand liegt natürlich eine Sterilisation - nur wer soll?

Gibt ne Menge Argumente für alle Seiten
- kann beim Schnitt mitgemacht werden vs. bei ihm ists unomplizierter,
- aus Solidarität/Schutz machens beide,
- für Sie ists nur ein wirklicher Schutz, wenn sie es bei sich machen lässt - man weiß ja nie was passiert (freiwillig oder nicht)
- es gibt genug Alternativen (wobei wir beide nicht so auf Kondome stehen, was es schon wieder sehr einseitig einschränkt)...

Vielleicht habt ihr ja noch ein paar Argumente für diese oder jene Lösung?
 

Benutzer24402  (34)

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bei männern ist es wie gesagt nur ein schnitt, bei einer frau ist es eine richtige operation mit vollnarkose und ebendiesen risiken die jede op birgt!

also für mcih wäre das ein klarer fall, sowas muss der mann über sich ergehn lassen, bei einer frau is der eingriff viel zu groß!
 

Benutzer15722  (50)

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@keenacat: Eine OP muss bei ihr ja sowieso gemacht werden, und da ist es überhaupt kein Problem, bei der Sectio auch gleich die Sterilisation mitzumachen.

@Topic: OK, in Eurer jetzigen Situation ist dieses Argument etwas makaber, aber ich möchte trotzdem kurz die Geschichte meiner Schwester wiedergeben. Als ihr drittes Kind durch Sectio geholt wurde hat sie auch überlegt, sich sterilisieren zu lassen. Ziemlich kurzfristig hat sie sich dagegen entschieden, weil sie einfach vor der Endgültigkeit zurückschreckte. Drei Monate später starb ihr Sohn durch SIDS und sie war heilfroh, dass sie noch keine Fakten geschaffen hatte und noch ein weiteres Kind bekommen konnte. Auch bei der Entbindung hat sie sich nicht sterilisieren lassen.
 

Benutzer55024 

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Drei Monate später starb ihr Sohn durch SIDS und sie war heilfroh, dass sie noch keine Fakten geschaffen hatte und noch ein weiteres Kind bekommen konnte.

Ja, das ist der eine Grunde gegen den endgültigen Schnitt... Andererseits ist dies schon eine Risiko-Schwangerschaft, noch eine wirds (geplant) nicht geben...
 

Benutzer51843 

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also fakt ist, dass es beim mann einfacher ist.
wie bjoern angeführt hat, sollte man es sich wirklich gut überlegen, denn einmal gemacht gibt es kein zurück.

dann kommen in mir noch ein paar fragen zum thema auf:
1. was wird denn bei der sterilisation beim mann genau durchtrennt?
2. wenn etwas durchtrennt wird, kann der sterilisierte mann denn dann überhaupt noch einen erguss haben?
3. wenn nicht: die hoden produzieren doch trotzdem weiter die samen. was passiert denn dann damit?
 
A

Benutzer

Gast
Wie du schon gesagt hast. Es wird keine geplante weitere Schwangerschaft mehr geben.
Lasst euch doch einfach mal bei dem FA deiner Frau beraten.
Ich meine klar hofft keiner für euch das einem eurer Kinder etwas passiert, aber passieren kann immer etwas.

Bei der Sterilisation kann immer etwas passieren, und naja ich bin ein gutes Beispiel. Meine Mutter wurde nach der Geburt meines Brudes sterilisiert. Anscheinend ist da aber etwa schwief gelaufen!
Darauf setzten das dabei nicht gepfuscht wird kann man nicht.
Bei ihm genausowenig wie bei ihr.

MfG Akico:engel:
 

Benutzer15722  (50)

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1. was wird denn bei der sterilisation beim mann genau durchtrennt?

Der Samenleiter, der die Spermien von den Hoden zur Prostata transportiert.

2. wenn etwas durchtrennt wird, kann der sterilisierte mann denn dann überhaupt noch einen erguss haben?

Ja, kann er. Nur ca. 10-15% des Ejakulats werden in den Hoden produziert, der Rest ist eine Art Trägerflüssigkeit, die von der Prostata gebildet wird und eben etwas Sekret der Cowperschen Drüsen.

3. wenn nicht: die hoden produzieren doch trotzdem weiter die samen. was passiert denn dann damit?

Die gebildeten Spermien sterben ab und werden vom Körper abgebaut.
 

Benutzer51843 

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hey danke für die schnelle antwort. ---> wieder was dazu gelernt.
 
2 Monat(e) später

Benutzer54829 

Benutzer gesperrt
Wenn die Familienplanung wirklich abgeschlossen ist und ich noch einige Jahre älter wäre, da könnte ich es mir schon vorstellen es machen zu lassen. Es ist ja zumindest auch einfacher als bei der Frau.
 

Benutzer58134 

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Ich darf mal aus Erfahrung sprechen.

Durch ärztlichen Rat habe ich mich auch auf eine Sterilisation eingelassen. Habe eigentlich auch nicht gedacht, dass jemals noch der Wunsch nach einem Baby ensteht.

:geknickt: Nun ist er seit 1 Jahr sehr stark ausgeprägt....und nun geht so einfach nichts mehr.

Naja wenn ihr es euch gut überlegt habt damm sollter der Mann diesen schritt wagen...es ist viel besser wieder rückgänig zu machen!
 

Benutzer10736 

Benutzer gesperrt
Beim Mann läßt sich ja eine Sterilisation wohl wieder rückgängig machen, so wie ich gehört habe. Geht das bei der Frau denn auch?

Ich denke, ich würde mich gegen eine Sterilisation entscheiden. Man weiß nie, was vielleicht noch passiert im Leben... wie alt bist du eigentlich?

Was spricht denn gegen "normale" Verhütungsmittel wie die Pille, Spirale oder ähnliches?

Sternschnuppe
 

Benutzer41466 

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Ich darf mal aus Erfahrung sprechen.

Durch ärztlichen Rat habe ich mich auch auf eine Sterilisation eingelassen. Habe eigentlich auch nicht gedacht, dass jemals noch der Wunsch nach einem Baby ensteht.

:geknickt: Nun ist er seit 1 Jahr sehr stark ausgeprägt....und nun geht so einfach nichts mehr.

Naja wenn ihr es euch gut überlegt habt damm sollter der Mann diesen schritt wagen...es ist viel besser wieder rückgänig zu machen!

Oh, das tut mir leid. :frown:
 

Benutzer58030 

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wenn der mann aber nun sterilisiert ist... kann er dann noch abspritzen??? weil.. die verbindung ist doch dnn gekappt...
 

Benutzer30037 

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@beachpalm

Ja, kann er. Nur ca. 10-15% des Ejakulats werden in den Hoden produziert, der Rest ist eine Art Trägerflüssigkeit, die von der Prostata gebildet wird und eben etwas Sekret der Cowperschen Drüsen.

Auf Seite 1 steht doch die Antwort schon :zwinker:
 

Benutzer49917 

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Ja, das ist der eine Grunde gegen den endgültigen Schnitt... Andererseits ist dies schon eine Risiko-Schwangerschaft, noch eine wirds (geplant) nicht geben...
Wenn es eh aus gesundheitlichen Gründen keine Schwangerschaft mehr geben sollte, dann wäre ich auch für eine Sterilisation. Und auch wenn hier alle schreien, beim Mann sei es ein kleinerer Eingriff, wäre ich für die Sterelisation bei der Frau.
1. weil sie ja eh für den Kaiserschnitt aufgeschnitten wird (oder hatte ich da was falsch verstanden?)
2. weil SIE ja keine Kinder mehr haben darf. Falls ihr aber was passiert bei der Risikoschwangerschaft, könnte ER noch Kinder bekommen. Und der Wunsch wäre vielleicht nicht abwegig,wenn seine Frau stirbt und er sich (irgendwann) eine neue Frau nimmt, die jung und knackig ist und auch ein Kind möchte.
3. bei einer Trennung behält meist die Mutter die Kinder. Schaffen sich nun beide einen neuen Partner an, könnte es ja sein, dass die neue Frau von dir auch eine Familie gründen möchte. Und dann wäre es blöd, wenn es nicht ginge.
4. du als Mann müsstest beim fremdgehen Kondome benutzen ;p (Das war ein Scherz)
5. Der Mann leidet psychisch mehr unter seiner "verlorenen Männlichkeit" als die Frau. Ein Mann, der keine Kinder mehr bekommen KANN, kann damit schlechter leben als eine Frau, die schon Kinder bekommen hat und diesen Teil ihres Lebens abgeschlossen hat. Männer können halt auch noch mit 90 Jahren Kinder "produzieren" und finden sich deshalb (meist) nicht so gut damit ab, wie eine Frau, bei der die fruchtbare Zeit eh mit ca. 45Jahren aufhört. Und es wäre nicht schön, wenn seine psychischen Probleme sich auf seine Standfestigkeit auswirken würden, mh? Davon hätten beide nix.
(Ist natürlich nicht bei jeder Frau und bei jedem Mann gleich.)

Im Endeffekt müsst ihr es aber entscheiden.
 

Benutzer49382 

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Also als vasektomierter Mann möchte ich mich hier auch mal zu Wort melden.
Vasektomie ist vollkommen unkompliziert und absolute Routine. Dauert etwa ne halbe Stunde, man bekommt zwei Spritzen in den Sack für die örtliche Betäubung (je eine rechts und links), dann ein kleiner Schnitt, dann wird auf jeder Seite etwa 1cm Samenleiter entnommen, die Enden verödet, wieder zugeschnürt mit selbstauflösenden Fäden, fertig. Danach kann Mann wieder aufstehen und a la John Waine gehen. Man sollte jemanden mitbringen, der einen nach Hause fährt, man kann zwar theoretisch fahren, sollte aber nicht. Etwa zwei Wochen keinen Sport und körperliche Anstrengung (und kein Sex), wenn sich die Fäden aufgelöst haben kanns wieder normal weiter gehen. Man wird ein paar Tage krankgeschrieben.
Was kann schief gehen? Manchmal bilden sich Sperma Granulome (kleine Sperma Klumpen im Sack) die können etwas schmerzen (so als ob jemand permanent leicht in den Sack kneift, war bei mir so). Dann gibts manchmal Blutergüsse und Schwellungen, im seltenen Extremfall Entzündungen und Infektionen.

Wie ist das mit dem Gefühl und dem Abspritzen hinterher? Ganz genauso wie vorher. Mann wird noch genauso geil, man bekommt immer noch die "Dicken Eier". Mann kann noch genauso abspritzen. Wie vorher schon erwähnt steuern die Spermien nur einen sehr geringen Teil zum Ejakulat bei.

Bei der Frau ist das ganze natürlich komplizierter und gefährlicher (es sind sogar schon Frauen bei der Sterilisation gestorben).

Man muss sich den Schritt halt schon gut überlegen. Denn das Ganze ist endgültig. Sterilisation und Vasektomie sind entgegen des Volksglaubens irreversibel. Es gibt zwar die Möglichkeit das Rückgängig zu machen, die Chancen auf Erfolg sind aber miserabel und sinken exponenziell mit fortschreitender Zeit. Also niemals entscheiden mit dem Argument: "Man kanns ja rückgängig machen"!

Die Frage sollte primär sein: WER will definitiv keine Kinder mehr, auch im Falle einer evtl Trennung".

@Girlie
Der Mann leidet psychisch mehr unter seiner "verlorenen Männlichkeit" als die Frau. Ein Mann, der keine Kinder mehr bekommen KANN, kann damit schlechter leben als eine Frau...Und es wäre nicht schön, wenn seine psychischen Probleme sich auf seine Standfestigkeit auswirken würden
Das ist vollkommener Unfug. Diese Bedenken habe ich nie gehegt und ich habe auch noch nie von einem Mann gehört, der psychisch unter dem "Verlust seiner Männlichkeit" durch Vasektomie gelitten hätte. Also rede dem Threadstarter hier nicht so einen Unsinn ein.
Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Da Mann nach einer Vasektomie absolut hemmunglosen und konsequenzfreien Sex haben kann, ohne sich jemals wieder Gedanken über Verhütung machen zu müssen, wird das Sexleben sogar besser als vorher.


Noch was zu "was wäre wenn ..." "aber falls ich dann doch noch ..:". Im Leben muss man sich halt entscheiden, und Entscheidungen haben Konsequenzen und die hat man zu tragen. Solche Fragen tauchen igentlich nicht mehr auf, wenn man eine endgültige Entscheidung getroffen hat. Und kam diese aus absoluter Überzeugung wird man sie auch nie bereuhen.

Ficken ohne Folgen oder auf sich auf ewig mit Verhütungsmitteln rumärgern. Das ist hier die Frage.

Ich will definitiv keine Kinder mehr und kann nun auch keine mehr zeugen. Falls ich jemals wieder den Wunsch nach Kindern verspüren sollte, dann kann ich immernoch eins adoptieren. Es gibt so viele ungewollte Kinder, ich muss nicht unbedingt zig eigene Kinder zeugen. Da helfe ich lieber einem anderen Kind, das Eltern nötig hat.
 
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