Studium fakten lernen

Benutzer99146 

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ich habe diesmal leider das problem, dass ich irre viele fakten lernen muss. dafür bin ich im grunde überhaupt nicht geeignet, weil man es sicht einfach nicht komplexer einprägen kann, es gibt keine zusammenhänge.

da es vom umfang her sehr viel war, habe ich schon vor einiger zeit angefangen. anfangs klappte die wiederholung auch. nur je mehr stoff, desto mehr habe ich das alte wieder vergessen. nun sitz ich hier und kann vieles schon nicht mehr. die prüfung ist noch etwas hin und ich befürchte, dann war alles lernen umsonst. und ich muss auch langsam noch mit anderen prüfungen beschäftigen.

wie lernt man bei sowas sinnvoll?
 

Benutzer99146 

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naja, also einen kleinen teil davon auswendiglernen. am nächsten tag wiederholen usw. und dann nach ein paar tagen einen größeren teil insgesamt wiederholen. das klappte halt auch erst ganz gut, aber so langsam ist dann doch alles wieder weg.

ich lerne sonst eigentlich nur auf kurzzeitgedächtnis, aber 1.) nicht solche mengen und 2.) ist das mit zusammenhängen viel leichter einzuprägen.
 

Benutzer99591 

Öfters im Forum
Für solche Prüfungen habe ich mir immer Karteikarten geschrieben. Die hatte ich immer überall dabei, sodass man immer mal nebenbei lernen und wiederholen konnte. Es geht soviel Zeit verloren, wenn man mit dem Bus fahren muss, der Weg zum Einkauf, beim Kochen, beim Arzt im Wartezimmer. Die eigentliche Lernzeit habe ich dann für andere Prüfungen verwendet. Außerdem habe ich das Lernen dann auch nicht als so eine große Belastung empfunden, weil du nicht die ganze Zeit darüber brütest.
 
G

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Gast
Mit Karteikarten bin ich auch immer gut gefahren, vor allem weil man da schnell sortieren konnte in "hab ich drauf", "konnte ich mal, hab ich aber wieder vergessen" "ganz neu", usw. - wie es einem beliebt.

Lassen sich aus den Fakten denn sonst Visualisierungen machen, oder (Nonsens-)Geschichte?
 

Benutzer37284 

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Für solche Prüfungen habe ich mir immer Karteikarten geschrieben. Die hatte ich immer überall dabei, sodass man immer mal nebenbei lernen und wiederholen konnte. Es geht soviel Zeit verloren, wenn man mit dem Bus fahren muss, der Weg zum Einkauf, beim Kochen, beim Arzt im Wartezimmer. Die eigentliche Lernzeit habe ich dann für andere Prüfungen verwendet. Außerdem habe ich das Lernen dann auch nicht als so eine große Belastung empfunden, weil du nicht die ganze Zeit darüber brütest.

Ich mache das auch so und es klappt gut. Bei mir ist nämlich z.b. oft das Problem, dass ich nach ner Reihenfolge lerne und wenn dann ne Lücke dazwischen ist, kann ich den Rest auch nicht mehr.
Ich bin beim Lernen auch zu visuell und merke mir dann oft, wo was gestanden hat, was aber auch eher ein Problem ist. Das hat man mit den Karteikarten nicht!
 

Benutzer99146 

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Lassen sich aus den Fakten denn sonst Visualisierungen machen, oder (Nonsens-)Geschichte?

leider absolut gar nichts. es sind wahllos ausgewählte fakten.

Ich bin beim Lernen auch zu visuell und merke mir dann oft, wo was gestanden hat, was aber auch eher ein Problem ist. Das hat man mit den Karteikarten nicht!

oh ja, das ist hier ein großes problem! ansonsten äußerst nützlich, aber hier absolut hinderlich...

ok, karteikarten. allerdings: viele fakten, die ich am anfang sofort perfekt draufhatte, sind nun einfach wieder weg, d.h. ich müsste auch damit ja immer und immer wieder von vorne anfangen?!
 

Benutzer99591 

Öfters im Forum
Darum geht es ja auch, dass du immer wieder von vorne anfangen kannst. Dein Gehirn ist wie eine volle Festplatte. Wenn eine Datei lange nicht benutzt wurde, wird sie zum Löschen freigegeben und durch neu gelerntes überschrieben. Daher musst du immer alles wieder holen. Mit Karteikarten kann man das einfach mal nebenbei machen und du kannst freie Zeitfenster nutzen ohne dabei an deinem Schreibtisch zu sitzen und sinnlos alles x-mal vor dich hinzubeten.
 
G

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Gast
Man fängt ja auch nicht bei Null wieder an. Wenn man die "vergessenen" Karteikarten 1-2 mal wieder durchgekaut hat, hat man den Inhalt i.d.R. wieder drauf.
 
G

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Gast
Bei mir bringt es auch sehr viel, wenn ich viel aufschreibe. Ich schreibe erst alles auf Karteikarten und lerne die dann erst ein bisschen. Dann stelle ich mir selbst irgendwelche Fragen und schreibe die Antworten immer auf, egal ob Stichpunkte oder ganze Texte. Das muss nicht ordentlich sein, einfach auf irgendwelche Schmierzettel, die schmeiße ich dann auch gleich wieder weg. Durch den Schreibakt an sich merke ich mir die Dinge viel besser, als wenn ich das bereits aufgeschriebene immer wieder lese.

Ich hab jetzt auch neulich irgendwo gelesen, dass eine Studie ergeben hat, dass man sich irgendwelche Sachen viel besser einprägt, wenn man sie selbst handschriftlich aufgeschrieben hat, als wenn man sie am PC eingibt und ausdruckt. Das hat irgendwas mit den Bögen in der Handschrift zutun.
 
H

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Gast
Was genau lernst Du denn? Vielleicht gibts ja hier Menschen, die das gleiche lernen mussten und konkrete Tipps haben.

Ansonsten ist Dein größtes Problem ganz sicher, dass Du diese Aufgabe für schwer hältst.
Theoretisch ist es überhaupt kein Problem. Du kannst auch jede Menge Blödsinn aus Fernsehsendungen, oder Zeitschriften oder was auch immer auswendig lernen, ohne es überhaupt zu wollen.
Jetzt aber bist Du überzeugt, dass es schwer zu merken ist. Wird es dadurch leichter?

"Schreiben" aktiviert andere Bereiche im Gehirn und soll die Lernleistung verbessern.
Bei Vokabeln kann man viel erreichen, wenn man sie nicht ins Zentrum stellt, sondern benutzt um eine Geschichte zu schreiben. Dann bekommen die "Fakten" auch eine Bedeutung und sind nicht bloß unbekannte Telefonnummern.

Auch aus den langweiligsten Fakten kann man Assoziationen machen. Und wenn es bloß die Situation ist, in der Du sie gelernt hast.
WEnn wir uns konzentrieren, versuchen wir immer so viel wie möglich aus dem Kopf "auszuschließen". Aber wenn wir viele viele Daten in der immer gleichen Stimmung und Situation lernen, wie sollen wir sie dann unterscheiden? Du wirst Dich später nicht mehr ohne Nachdenken daran erinnern, welche Fakten Du beim Nudelnkochen, welche Du kurz vorm Kino und welche Du abends nach dem 10 Stunden Lerntag geschafft hast.
 

Benutzer68557  (30)

Sehr bekannt hier
Redakteur
Mhhh es gibt sooo viele verschiedene Lerntypen.
Sind es jeweils nur einzelne Worte die du auswendig lernen musst?!
Ich bin ein "Schreiblerner" und schreibe alles tausendmal ab, in immer vekürzter Form. Zuletzt kommt alles nochmal ausführlich auf eine Karteikarte (Vorne Schlagworte, hinten ausführliche Erklärung).
Karteikarten scheinen wohl auf fast jeden Lerntypen anwendbar zu sein. Muss aber gestehen, dass ich sie damals in der Schule nie benutzt/Gebraucht habe!
 

Benutzer99146 

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das fach ist so selten, ich schätze nicht, dass hier noch jemand den mist lernen musste :zwinker:

bzgl. des aufschreibens: es ist ja nicht so, dass ich es gar nicht in meinem kopf kriege, es gelangt nur nicht ins langzeitgedächtnis, weil ich so auch noch nie in meinem leben gelernt habe. mein gehirn ist grundsätzlich ein sieb.

so wird mir wohl doch nichts anderes übrig bleiben, als es immer und immer und immer wieder durchzugehen. aber karteikarten könnten dabei auf jedenfall helfen!
 
R

Benutzer

Gast
es gelangt nur nicht ins langzeitgedächtnis, weil ich so auch noch nie in meinem leben gelernt habe. mein gehirn ist grundsätzlich ein sieb.
Genau so ging es mir letzten Monat mit dem Stoff fürs Staatsexamen. :grin:

so wird mir wohl doch nichts anderes übrig bleiben, als es immer und immer und immer wieder durchzugehen

So hab ich es im Endeffekt auch gemacht und ich konnte dann auch wirklich ALLES auswendig, allerdings hab ich das meiste nun schon wieder vergessen - für die Prüfung hat es aber immerhin gereicht...:rolleyes: :zwinker:
 

Benutzer99146 

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So hab ich es im Endeffekt auch gemacht und ich konnte dann auch wirklich ALLES auswendig, allerdings hab ich das meiste nun schon wieder vergessen - für die Prüfung hat es aber immerhin gereicht...:rolleyes: :zwinker:

ich würde mich ja jetzt gerne über die sinnlosigkeit solcher klausuren auslassen :grin:
 

Benutzer62713 

Verbringt hier viel Zeit
Ich bin auch gerade dabei, "Fakten" zu lernen. :rolleyes:
Muss hier Entwicklungspsychologie lernen und jede einzelne Monatsangabe zu jedem Entwicklungsfortschritt merken, voll ätzend. Da zu jedem Thema die Monatsangaben stehen, kommt man irgendwann auch einfach durcheinander. So habe ich jetzt entschieden, mir nebenher ne Tabelle zu machen, wo ich von Monat zu Monat die Entwicklungsschritte reinschreibe. Also Monat 0-4, xx, xx ; Monat 1, xx xx, Monat 2, xx xx usw.

Ich hoffe, dass das hilft! :grin:

Naja, ansonsten lerne ich eigentlich auch nur mit Karteikarten, hilft ungemein, man kann gut sortieren, was man schon kann, man super gut wiederholen. Und vor allem kann man vorne die Überschrift des Themas packen und hinten den Inhalt. Das hilft - im Gegensatz zu den normalen Skripten - ungemein. Denn du kannst dich dann wirklich abfragen und deine Augen können nicht einfach mal so nach unten huschen und die Antworten lesen.

Da mir das schreiben an sich bei der Menge Stoff, die ich zu lernen habe, einfach zu langsam und ermüdend ist, tippe ich immer am PC. Hilft mir genauso, man verschwendet kein Papier und kann immer wieder von vorne anfangen. :smile:
 

Benutzer66279 

Sehr bekannt hier
ich würde mich ja jetzt gerne über die sinnlosigkeit solcher klausuren auslassen :grin:

Mein Körper wehrt sich auch immer gegen stumpfsinniges Auswendiglernen, aber dank Bologna hat diese Unsitte nun sogar die Ingenieursbereiche erreicht .. einfach nur sinnlos.

Was mir geholfen hat: Aus den Anfangssilben signifikanter Stichworte der Fakten, die du lernen sollst, Wörter/Sätze bauen:
Beispielsweise: NaHe QualLe Gleit(et) für: Nachhaltigkeit, Herstellbarkeit, Qualität, Le... irgendwas, Gleichheit und noch irgendwas .. also für stupide Fakten bin ich damit ganz gut gefahren, weil man die ja meistens im Kopf hat, aber nur einen winzigen Anstupser braucht, um darauf zu kommen.

Noch besser funktioniert es mit Fakten, aus denen man Bilder bauen kann. Da hab ich z.B. noch die meisten Eigenschaften von Netzwerken aus einer Klausur von vor einem Monat jederzeit im Kopf:
Ein Pool mit 2 Enten drauf.
Der Pool ist nach oben offen (offen), er hat einen Umfang, beinhaltet redundante Elemente (2 Enten), hat eine Konnektivität nach außen (die Pumpe), er hat eine Funktion (die Enten schwimmen darin), das Wasser des Pools hat eine Dichte (Dichte) und eine bestimmte Durchmischung ... naja und so weiter.
Ein bisschen Fantasie braucht man schon dafür, aber für sinnlose Fakten isses wirklich manchmal praktisch. :smile:
 

Benutzer37284 

Benutzer gesperrt
Mich würde ja mal interessieren ob ihr denkt, dass man zu früh anfangen kann zu lernen?

Ich bin nämlich gerade am Überlegen wann ich konkret für meine Prüfungen anfange, welche erst im September sind. Ich habe die Befürchtung, dass es mir zeitlich nicht reicht erst z.b. im Juni oder Juli zu beginnen, da es total viel Stoff ist und ich immer viele Pausen brauche und nicht, sowie viele andere, mich den ganzen Tag hinsetzen und pauken kann.
Andererseits will ich auch nichts vergessen indem ich zu früh schon anfange Literatur zu lesen....
 
H

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Gast
Wenn Du für die Klausur Wissen brauchst, dann solltest Du nicht zu früh anfangen. Sonst quälst Du Dich eine Weile und irgendwann hast Du Dein Limit erreicht. Kopf und Körper weigern sich und nutzen jeden Gelegenheit zum Abschalten. Und dann schreibst Du die Klausur im "Urlaub-Party-Entspannung-Modus".
Außerdem ist es oft ganz gut, wenn man NICHT 100% vorbereitet ist, sondern gerade so bei 90%-95% dann in der Klausur sitzt.
So wie nach einer bestimmten Zeit, neigen wir auch nach der Erkenntnis "ich kann jetzt alles" (egal, ob richtig oder falsch) dazu die Sachen abzuhaken. Da ist die Gefahr für ein Blackout gleich viel höher.
Für eine Bullimieklausur solltest Du ungefähr bei 95% Umfang stehen und gerade den Drang haben, Deinen Kommilitonen zu beweisen wie cool Du bist und wie gut Du alles kannst.


Wenn Du langfristig Wissen behalten willst, dann solltest Du es überhaupt nicht lernen, sondern anwenden. Mach es zum Werkzeug für die interessanten und wichtigeren Dinge, für die Wissen und Fähigkeiten benötigt werden. Da spricht der Kopf ganz anders darauf an. Vor allem lautet die Aufgabe dann nicht "lern das!". Die hat man blöderweise direkt vor der Klausur nämlich beendet, egal wie gut. (Blackoutgefahr ...)
 
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