Für guten Sex bedanken

G

Benutzer

Gast
Hatte einer nicht so Lust auf den Film oder hat sich extra Zeit genommen oder hat zu sich nach Hause eingeladen, entsteht eher das Gefühl, etwas bekommen zu haben und man bedankt sich eher.
Wenn sich jemand für Sex bei mir bedankt, drückt das Wertschätzung aus, aber eben auch: Dass die Person fühlt, als hätte ich ihr etwas gegeben, das sie mir nicht gleichermaßen zurückgegeben hat.

Dazu mal ein Beispiel von gestern. Ich hatte guten Sex.

Die Person ist zu mir gekommen, obwohl Stau vorhersehbar war, hat mir noch gesagt, dass es ein total stressiger Tag ist und er nur am Rennen ist. Trotzdem hat er den Weg auf sich genommen. Dann hatten wir Sex.

Ich habe mich für den schönen Abend bedankt und dass er trotz des stressigen Tages den Weg auf sich genommen hat, wissend, dass er im Stau stehen wird (Das wollte ich wertschätzen). Ich habe mich aber nicht für den Sex bedankt, weil ich das Gefühl hatte, dieser war gleichermaßen befriedigend. Ich sah darin keine Notwendigkeit.
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wenn ich meine Mama besucht habe verabschieden wir uns mit: Danke, dass du da warst und: Danke, dass ich kommen durfte (dass Du mich eingeladen hast o.ä.), wir haben beide auf unterschiedliche Art und Weise, aber dennoch in gleichem Maße von meinem Besuch profitiert und das drücken wir mit einem BEIDSEITIGEN Danke aus.
Ich sehe jetzt nicht, wo das dem widerspricht, was ich geschrieben habe?
Das verstehe ich dann, wenn sich beide bedanken, nicht, ich könnte es dann nachvollziehen, wenn es IMMER nur EINER bzw. EINE der "Parteien" wäre, sonst ist es für mich eher eine Geschmacksfrage ob man nun beim Sex ein Danke für nicht passend hält oder nicht.
Ich weiß nicht genau, wie du das in Bezug auf das erste Zitat von mir meinst, aber: Die Ausgangslage war ja nicht "Wir bedanken uns beide gegenseitig für Sex" sondern "Einer hat häufiger das Bedürfnis, sich zu bedanken".
Darauf bezieht sich meine Argumentation. Ob Edelweiss Edelweiss Frau das Bedürfnis auch hat oder ob sie sich gegenseitig bedanken weiß ich nicht, und ist mir für die Diskussion eigentlich auch egal, weil ich das eher allgemeingültiger versucht habe zu erklären. :zwinker:
Und nochmal: Es geht nicht um ein generelles Ungleichgewicht.
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Wenn das Danke in "Schönen Tag noch" – "Danke, gleichfalls" zur fremden Kassiererin für dich die gleiche Bedeutung hat wie das Danke in "Danke für den schönen Abend" zu deinem besten Freund oder dem Danke in "Ich wollte einfach mal sagen: Danke, dass es dich gibt" zu deinem Partner, okay.
Natürlich gibt es Abstufungen, aber der Ursprung ist der Gleiche: Wertschätzung. Es ist doch natürlich, dass diese anders wahrgenommen wird, je nachdem in welcher Beziehung man zueinander steht.

(du bist dann vielleicht eher eine Ausnahme),
Tatsächlich muss es so sein. Ich hasse Floskeln und je nach Sympathie antworte ich nicht mit "Danke, ihnen auch", sondern mit "werde ich haben." oder ich lasse es ganz unkommentiert.

Für mich haben Worte eine enorme Bedeutung, ebenso wie Ehrlichkeit. Vielleicht bin ich da sehr anders.

Es geht mir um ein temporäres, nur auf die Situation begrenztes Ungleichgewicht. Was in menschlichen Interaktionen nunmal ständig entsteht.
Ja, aber wo ist denn dann das Problem?

Wenn ich einkaufen gehe, anstatt meinem Mann, herrscht ja auch ein temporäres Ungleichgewicht. Oder wenn ich abwasche, den Müll 'raus bringe, die Wäsche wasche. Wieso ist es denn beim Sex so bedeutsam?
Deine Wertschätzung ist der Ausgleich dafür, dass du etwas bekommen hast. Bedankst du dich auch, wenn du nichts bekommen hast?
Naja, aber dass finde ich jetzt aber auch eine schwierige Argumentation.
Ich lebe mit Lebewesen zusammen, ich kriege andauernd etwas - wann bekomme ich denn nichts in (sozialen) Interaktionen?
Wenn mein Partner neben mir sitzt und ich ihm sage: "Danke, dass es dich gibt." Hat er mir aktiv auch nichts gegeben. Er hat nicht mal selber bestimmt, geboren zu sein. Er lebt halt. Trotzdem für mich ein Grund ihn wertzuschätzen.

Warum schafft ein "Danke, dass du an meiner Seite bist" kein (temporäres) Ungleichgewicht? Als wäre es ein Gefallen, den man mir tut, neben mir als Partner zu existieren. Als wäre ich als Mensch nicht eine Granate und jeder andere könnte froh sein, neben mir zu sein. Warum sage ich da "Danke"? Warum ist es in dieser Situation okay?

Also wie soll man Wertschätzung auch ausdrücken, ohne etwas zu bekommen? Nach deiner Definition bekomme ich nämlich alles. Einen tollen Körper, einen tollen Charakter, ein Leben, einen Glückspenni, keine Armut, ein Dach über den Kopf, meine Liebe, ein eigenes Kind, einen "Gott".

Für alle diese Dinge darf man aktiv "Danke" sagen, nur nicht beim Sex. Das schafft ein temporäres Ungleichgewicht, welches aber neben den anderen temporären Ungleichgewichten nicht ins Gewicht fällt.
Wo war noch mal das Problem? :grin:
 

Benutzer161456 

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Dazu mal ein Beispiel von gestern. Ich hatte guten Sex.

Die Person ist zu mir gekommen, obwohl Stau vorhersehbar war, hat mir noch gesagt, dass es ein total stressiger Tag ist und er nur am Rennen ist. Trotzdem hat er den Weg auf sich genommen. Dann hatten wir Sex.

Ich habe mich für den schönen Abend bedankt und dass er trotz des stressigen Tages den Weg auf sich genommen hat, wissend, dass er im Stau stehen wird (Das wollte ich wertschätzen). Ich habe mich aber nicht für den Sex bedankt, weil ich das Gefühl hatte, dieser war gleichermaßen befriedigend. Ich sah darin keine Notwendigkeit.

Ja ok. Aber das ist doch Haarspalterei.
Du hast dich für den schönen Abend und seine Mühen zu kommen bedankt, ich weil sie dies mal mich verführt hat (wir genau deshalb Sex hatten!) und sie ihr eigentlich geplantes Tagesgeschäft verschoben hat.
Ich übrigens auch. Bin später ins Büro gegangen.

Warum ist es jetzt bei mir devot bzw. unangebracht und bei dir ok? Verstehe ich nicht ganz...:smile:

Übrigens:
Sie hat mir dann zum Abschied noch einen Kuss gegeben. Ich interpretierte das als ebenfalls als kleines Dankeschön. Für was genau habe ich dann aber nicht nachgefragt...
Hielt es vorgestern Morgen noch nicht für soo relevant...
 
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G

Benutzer

Gast
Warum ist es jetz bei mir davot undbei dir ok? Verstehe ich nicht ganz...:smile:

Hä? Es geht um den verbalen Ausgleich eines temporären Ungleichgewichts, das von manchen so empfunden wird, wenn man sich für Sex bedankt. Und nein, ich sehe das nicht als Haarspalterei.
Wo habe ich denn von devot gesprochen?

Ich habe anfangs was von minderwärtig gesagt, das war aber im Bezug auf den Ausgleich, das Bedürfnis zu danken.
 

Benutzer163532  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
Geht es wirklich noch um das Thema an sich oder darum, welche "Seite" das letzte Wort hat? Ist nicht inzwischen wirklich alles unendlich oft unter Berücksichtigung sämtlicher Blickwinkel gesagt worden?
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer161456 

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Hä? Es geht um den verbalen Ausgleich eines temporären Ungleichgewichts, das von manchen so empfunden wird, wenn man sich für Sex bedankt. Und nein, ich sehe das nicht als Haarspalterei.
Wo habe ich denn von devot gesprochen?

Ich habe anfangs was von minderwärtig gesagt, das war aber im Bezug auf den Ausgleich, das Bedürfnis zu danken.
Habe noch mal während du geschrieben hast nachverbessert...
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Wo war noch mal das Problem? :grin:
Es besteht nur dann ein Problem, wenn dein Sexpartner da eine andere Sicht auf "Danke" hat als du. Es kann potenziell zu einem Missverständnis führen, weil manche Menschen eben nicht die Notwendigkeit sehen, sich für Sex zu bedanken oder es für unangebracht halten. Wie das "falsch" verstanden werden kann, wurde doch nun wirklich schon häufig genug erläutert?
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Es besteht nur dann ein Problem, wenn dein Sexpartner da eine andere Sicht auf "Danke" hat als du.
Oder ein temporäres Ungleichgewicht ungleichmäßig berechnet wird. (Wie bei den anderen "normalen" temporären Ungleichgewichten in sozialen Kontexten, die okay sind) Darum ging es mir. Ich dachte das war verständlich.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Oder ein temporäres Ungleichgewicht ungleichmäßig berechnet wird. (Wie bei den anderen "normalen" temporären Ungleichgewichten in sozialen Kontexten) Darum ging es mir. Ich dachte das war verständlich.
Da bin ich mir nicht sicher, was du meinst? Prinzipiell kann das Problem immer dann auftreten, wenn sich jemand für etwas bedankt, für das der Bedankte keine Notwendigkeit sieht. Der Dank wird dann nicht angenommen, was blöd für den Dankenden ist. Der Versuch hingegen, sich zu bedanken, impliziert (aus Perspektive des zu Bedankenden) ein temporäres Ungleichgewicht, was so nicht existiert, was blöd für den zu Bedankenden ist. So wird aus einem angedachten Win-Win eben fix ein Loss-Loss.

Geht es dabei um irgendwas Lapidares ist das ja kein Drama. Bei Sex sind Menschen aber gern mal verunsichert und sensibler, weshalb ich da schon ein etwas höheres Gefahrenpotenzial sehe. Ist ja auch nicht so, als ob sich alle Menschen immer super verstehen würden, nur weil sie in einer Beziehung sind oder gemeinsam Bettakrobatik betreiben... :grin:
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ja, aber wo ist denn dann das Problem?

Wenn ich einkaufen gehe, anstatt meinem Mann, herrscht ja auch ein temporäres Ungleichgewicht. Oder wenn ich abwasche, den Müll 'raus bringe, die Wäsche wasche. Wieso ist es denn beim Sex so bedeutsam?
Es gibt kein Problem? :grin:
Ich habe doch gar nicht gesagt, dass ein Ungleichgewicht beim Sex bedeutsam oder schlimm ist?
(Wie bei den anderen "normalen" temporären Ungleichgewichten in sozialen Kontexten, die okay sind)
Ich weiß daher nicht, wie du auf diese Unterscheidung kommst.
Hat er mir aktiv auch nichts gegeben. Er hat nicht mal selber bestimmt, geboren zu sein. Er lebt halt. Trotzdem für mich ein Grund ihn wertzuschätzen.
Genau das habe ich doch auch gesagt:
Dabei ist mir aufgefallen, dass man immer dann Danke sagt, wenn man von jemand anderem etwas erhält. Ob die Person das bewusst oder unbewusst gegeben hat, ist erst einmal egal.
"Ich wollte dir einfach mal danke dafür sagen, dass du mir gerade ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hast."
Statt "bewusst oder unbewusst" wollte ich zuerst aktiv oder passiv schreiben, dadurch wird es vielleicht deutlicher.
Warum schafft ein "Danke, dass du an meiner Seite bist" kein (temporäres) Ungleichgewicht?
Das schafft ein temporäres Ungleichgewicht, welches aber neben den anderen temporären Ungleichgewichten nicht ins Gewicht fällt.
Nein, Moment! Ein Danke schafft kein temporäres Ungleichgewicht. Ein Danke kann ein temporäres Ungleichgewicht implizieren. Das ist ein wichtiger Unterschied.

Nochmal anders formuliert: In sozialen Situationen können temporäre Ungleichgewichte entstehen, wenn einer etwas vom anderem bekommt. Das ist normal. Je ausgeprägter das Ungleichgewicht, desto höher die Wahrscheinlichkeit und der soziale Druck, dass sich bedankt wird. Ich sage jetzt nicht nochmal Reziprozität :grin:

Man könnte sagen, ein temporäres Ungleichgewicht führt sehr häufig zu einem Danke. (Das klingt total blöd theoretisiert, ja, aber anders kann ich es nicht formulieren, wenn es einigermaßen allgemein bleiben soll.) Ob ernst, wertschätzend oder floskelhaft gemeint.

Weil einem Danke also häufig ein temporäres Ungleichgewicht voran gegangen ist und Menschen in Mustern und Kategorien denke, könnte man also auf die Idee kommen, von einem Danke auf ein Ungleichgewicht zu schließen. Wenn man selbst dieses Ungleichgewicht nicht empfindet, wirkt das Danke dann deplatziert.

Daher hier zu:
Wieso ist es denn beim Sex so bedeutsam?
Dass beim Sex Ungleichgewichte entstehen ist wie gesagt auch ganz normal. Ich bedanke mich z. B. auch ab und zu für Orgasmen, auch wenn er natürlich auch zu seinen kommt.
Daher war mein Vorschlag, genauer zu beschreiben, auf welches Ungleichgewicht sich das Danke bezieht: z. B. dass sie sich Zeit genommen hat, ihm eine besondere Freude machen wollte usw.
Dann läuft man weniger Gefahr, dass ein generelles Danke als Ausdruck eines generellen Ungleichgewichts im Sexleben interpretiert wird und deplatziert wirkt.
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Da bin ich mir nicht sicher, was du meinst?
Wenn temporäre Ungleichgewichte zum sozialen Miteinander dazu gehören, warum ist es beim Sex dann so ein brisantes Thema?
Bei Sex sind Menschen aber gern mal verunsichert und sensibler, weshalb ich da schon ein etwas höheres Gefahrenpotenzial sehe
Ja gut, dass kann ich nachvollziehen.

Auch wenn ich mir bei einem Danke nichts negatives denken würde. Es sei denn es ist arg sarkastisch gemeint.

Ich habe doch gar nicht gesagt, dass ein Ungleichgewicht beim Sex bedeutsam oder schlimm ist?
Du nicht, andere gewichten das schon. :zwinker:

Nein, Moment! Ein Danke schafft kein temporäres Ungleichgewicht. Ein Danke kann ein temporäres Ungleichgewicht implizieren. Das ist ein wichtiger Unterschied.
Dann habe ich das tatsächlich falsch verstanden.

Man könnte sagen, ein temporäres Ungleichgewicht führt sehr häufig zu einem Danke.
Man könnte doch aber auch einfach sagen, dass eine Wertschätzung ein Danke ausdrückt? Das kommt ja auf den eigenen Blickwinkel an.
Für mich ist die Intention hinter einem Danke niemals eine Ansammlung von Ungleichgewichten. Sondern einfach pure Dankbarkeit für diesen Moment.

Aber jetzt schließt sich der Kreis. Es ist eben eine Definitionssache. :zwinker:
 
G

Benutzer

Gast
Es gibt kein Problem? :grin:
Ich habe doch gar nicht gesagt, dass ein Ungleichgewicht beim Sex bedeutsam oder schlimm ist?

Ich weiß daher nicht, wie du auf diese Unterscheidung kommst.

Genau das habe ich doch auch gesagt:


Statt "bewusst oder unbewusst" wollte ich zuerst aktiv oder passiv schreiben, dadurch wird es vielleicht deutlicher.


Nein, Moment! Ein Danke schafft kein temporäres Ungleichgewicht. Ein Danke kann ein temporäres Ungleichgewicht implizieren. Das ist ein wichtiger Unterschied.

Nochmal anders formuliert: In sozialen Situationen können temporäre Ungleichgewichte entstehen, wenn einer etwas vom anderem bekommt. Das ist normal. Je ausgeprägter das Ungleichgewicht, desto höher die Wahrscheinlichkeit und der soziale Druck, dass sich bedankt wird. Ich sage jetzt nicht nochmal Reziprozität :grin:

Man könnte sagen, ein temporäres Ungleichgewicht führt sehr häufig zu einem Danke. (Das klingt total blöd theoretisiert, ja, aber anders kann ich es nicht formulieren, wenn es einigermaßen allgemein bleiben soll.) Ob ernst, wertschätzend oder floskelhaft gemeint.

Weil einem Danke also häufig ein temporäres Ungleichgewicht voran gegangen ist und Menschen in Mustern und Kategorien denke, könnte man also auf die Idee kommen, von einem Danke auf ein Ungleichgewicht zu schließen. Wenn man selbst dieses Ungleichgewicht nicht empfindet, wirkt das Danke dann deplatziert.

Daher hier zu:

Dass beim Sex Ungleichgewichte entstehen ist wie gesagt auch ganz normal. Ich bedanke mich z. B. auch ab und zu für Orgasmen, auch wenn er natürlich auch zu seinen kommt.
Daher war mein Vorschlag, genauer zu beschreiben, auf welches Ungleichgewicht sich das Danke bezieht: z. B. dass sie sich Zeit genommen hat, ihm eine besondere Freude machen wollte usw.
Dann läuft man weniger Gefahr, dass ein generelles Danke als Ausdruck eines generellen Ungleichgewichts im Sexleben interpretiert wird und deplatziert wirkt.
Danke
 

Benutzer161456 

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Übrigens:
Habe beim Abendessen zubereiten gerade meine Liebste zu meinem Danke am Montag interviewt.
Sie meinte, sie hätte mein Danke weder komisch gefunden noch negativ aufgefasst.
Jetzt war ich fast ein bisschen erleichtert.

Sie wunderte sich eher über die Nachfrage.

Off-Topic:
Von den Thread habe ich ihr bisher noch nichts erzählt.
Hole ich aber vielleicht bei Gelegenheit noch nach.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Gast
Ich sehe jetzt nicht, wo das dem widerspricht, was ich geschrieben habe?
Du hattest geschrieben:
Zitat von reed:
Und es bedankt sich häufig auch dann niemand, wenn die Situation für beide Parteien vollkommen ausgeglichen ist, wenn beide also zum gleichen Zeitpunkt gleich viel gegeben wie genommen haben
Und ich habe als Beispiel für ein Danke, obwohl die Situation für beide Parteien vollkommen ausgeglichen ist, auch temporär und eben beide (auf andere Art und Weise) gleich viel gegeben wie genommen haben, diese ganz alltägliche Situation geschildert
Wenn ich meine Mama besucht habe verabschieden wir uns mit: Danke, dass du da warst und: Danke, dass ich kommen durfte (dass Du mich eingeladen hast o.ä.), wir haben beide auf unterschiedliche Art und Weise, aber dennoch in gleichem Maße von meinem Besuch profitiert und das drücken wir mit einem BEIDSEITIGEN Danke aus.
Also ich sehe da den Widerspruch, besser erklären kann ich es nicht.
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Also ich sehe da den Widerspruch, besser erklären kann ich es nicht.
Aber ich habe doch nur geschrieben, dass sich "häufig" niemand bedankt, wenn die Situation vollkommen ausgeglichen ist und danach geschrieben:
Klar können sich beide gegenseitig bedanken und dadurch wertschätzen, es haben ja auch beide gegenseitig etwas bekommen. Das macht man im Alltag ja auch manchmal. Will ich überhaupt nichts gegen sagen. Bei vielen Menschen ist das Bedürfnis nach einem Danke aber nicht so da, wenn die Situation sich ausgeglichen anfühlt (siehe Filmbeispiel).
Besser erklären kann ich es auch nicht. :grin:
Für mich ist die Intention hinter einem Danke niemals eine Ansammlung von Ungleichgewichten. Sondern einfach pure Dankbarkeit für diesen Moment.
Jetzt wirfst du aber auch die Begriffe durcheinander :tongue:
Die Intention ist natürlich nicht das Ungleichgewicht.
Die Intention ist, das Ungleichgewicht auszugleichen, indem man dem anderen Dankbarkeit und Wertschätzung entgegen bringt.
Du empfindest ja Dankbarkeit für diesen Moment, weil du etwas bekommen hast. Das willst du positiv zum Ausdruck bringen. Und ggf. zurückgeben.
Habe beim Abendessen zubereiten gerade meine Liebste zu meinem Danke am Montag interviewt.
Sie meinte, sie hätte mein Danke weder komisch gefunden noch negativ aufgefasst.
Dann ist doch alles super :smile: Aus Interesse: Wie hast du das denn formuliert bzw. wofür genau hast du dich bedankt?
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Jetzt wirfst du aber auch die Begriffe durcheinander :tongue:
Wen wundert das, ich habe immer noch Probleme das richtig zu verstehen, weil ich komplett Umdenken muss. :grin:
Die Intention ist, das Ungleichgewicht auszugleichen, indem man dem anderen Dankbarkeit und Wertschätzung entgegen bringt.
Das setzt ja ein "Ungleichgewichtsdenken" vorraus. Das ist ja mein Ansatz. Den hab ich ja nicht bei einem Danke. Aber nett, dass du es mir verständlich machen willst. Ich verstehe es schon besser. :grin:
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Das setzt ja ein "Ungleichgewichtsdenken" vorraus. Das ist ja mein Ansatz. Den hab ich ja nicht bei einem Danke. Aber nett, dass du es mir verständlich machen willst. Ich verstehe es schon besser. :grin:
Freut mich, ich war schon ganz frustriert :grin:
Aber nein, das setzt kein explizites "Ungleichgewichtsdenken" voraus. Mir ist schon klar, dass niemand bei einem Danke minutenlang überlegt, wer hier wem was und wie viel gegeben hat. Das ist ja eher ein unbewusstes, auch gesellschaftlich antrainiertes Bauchgefühl, weil menschliches Handeln nunmal grundsätzlich auf Gegenseitigkeit ausgelegt ist. Den entsprechenden Fachbegriff habe ich jetzt schon oft genug erwähnt. :speaknoevil: (Dass nicht jeder nach diesem Prinzip handelt bzw. das von anderen Dingen überdeckt oder auch abtrainiert werden kann, steht natürlich auch außer Frage).
Wie viele Situationen wären denn dann zu schildern, damit es ein Widerspruch ist?
Es käme eher auf das Verhältnis denn auf die absolute Zahl an: Wie viele "ausgeglichene Situationen" hast du erlebt und dich bei wie vielen bedankt? Oder wie häufig hast du dich bedankt und wie viele dieser Dankes kamen in ausgeglichenen Situationen vor?
Aber wir führen hier natürlich keine empirische Studie durch. Ist ja auch nur eine These, die ich aufgestellt habe, die meine Beobachtungen erklärt, die mit Sicherheit verbessert werden kann und nicht der Weisheit letzter Schuss ist. Bis jetzt habe ich aber noch nichts gelesen, was ihr logisch widersprechen würde.
 
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