Es liegt wirklich nicht an dir..

S

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Den Spruch wenn der Partner, die Partnerin schluss macht, kennt ja sicher jeder..

"Es liegt wirklich nicht an dir !! Du bist toll, nur meine Gefühle sind einfach weg.."

Aber was meint ihr? Ist das so, oder doch nur eine Ausrede um einen anderen Grund zu vertuschen...
Ich mein, wenn man wirklich glücklich war, auch laut dem Partner der schluss macht, dann können sich gefühle doch nicht einfach ändern?
man kennt ja den partner, und wenn er sich nicht verändert hat, wieso sollen sich gefühle denn dann ändern, wenn man den partner so kennen gelernt hat wie er ist, und ihn so lieben gelernt hat... und ich meine keine leute die zsm kommen 2 wochen nach ihrem kennen lernen..
und dann liegt es ja doch im endeffekt am partner wenn man schluss macht, weil irgendwas an seiner art ja doch nicht mehr sooo passt, dass es für eine beziehung gut ist..
das ist ja nicht so wie bei einem jungen der ne beste freundin hat und die toll findet, nur ihre art ist ihm halt was zu flippig, und darum würde er nie was mit ihr anfangen, aber toll findet er sie ja immernoch... man kennt den partner ja vorher schon wenn man sich intensiv kennen gelernt hat.. und doch hört man solche sachen ja immer wieder, auch in 1000 Foren...
dieses es liegt wirklich nicht an dir, finde ich einfach blödsinn.. weil sich gefühle nicht einfach in luft auflösen, es liegt also wohl am partner, dass man zwar denkt, er ist immernoch ein toller mensch, aber nicht mehr der, den man sich für eine beziehung wünscht :hmm:

warum sind die meisten dann auch nicht so ehrlich und ergründen die ursachen um dem partner eine zufrieden stellende antwort zu geben :geknickt:
 

Benutzer18889 

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Ich hatte schon mehrere Beziehungen, wo ich nach einigen Monaten (meistens zwischen 3 und 6) einfach keinerlei Gefühle mehr für meinen Partner hatte. Allerdings hatten sich die Partner nie großartig verändert, weder körperlich noch charakterlich. Das ist einfach so passiert, ohne dass ich es erklären könnte.

Also ja: Das kann durchaus vorkommen und passiert vermutlich nicht besonders selten. Meine Gefühle haben sich sozusagen schon mehrmals in Luft aufgelöst. :grin:
 

Benutzer88899 

Verbringt hier viel Zeit
Das ist zwar bestimmt nicht selten eine Ausrede, allerdings halte ich es für möglich, dass Gefühle verschwinden, lohne dass sich der Betreffende bewusst ist warum, ohne dass es nennbare Gründe dafür gäbe. Ich hab das schon im Umfeld erlebt, dass manche selbst verzweifelt waren, weil sie nicht begriffen, warum sich ihre Gefühle verändert hatten. Es gab keinen Streit, keine charakterliche oder äußerliche Veränderung und doch war der Partner plötzlich viel mehr ein guter Freund als ein "Liebesobjekt". So wie Gefühle manchmal ganz plötzlich kommen und man oft nicht genau sagen kann, warum man sich in jemanden verliebt hat, erst recht, wenn man denjenigen schon länger kennt, so kann das auch umgekehrt passieren, schätze ich.
 
S

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Hmm, vielleicht liegt das daran, dass man da noch in der Kennenlernphase ist bei 3-6 Monaten :grin:
Ich habs nur halt oft in Foren gelesen wo sowas ohne Grund scheinbar auch nach 1-2 Jahren passiert ist oder längerer Beziehung.. Und das hat mich ans Überlegen gebracht, weil meine Ex Freunde auch so waren :zwinker:
 

Benutzer83875  (34)

Öfter im Forum
Naja, die Antwort ist eigentlich immer wahr. Egal, welche Macken am Partner nerven: Er kann ja nichts dafür, dass man diese Macken nicht mehr liebenswert findet.

"Es liegt wirklich nicht an dir" ist wohl die Begründung, Schluss zu machen, wenn die rosarote Brille weg ist - das kann manchmal auch erst nach längerer Zeit sein.

Auf einmal findet man es nicht mehr süß, wenn der Partner sich einfach nicht zwischen zwei Eissorten entscheiden kann. Man freut sich auch nicht mehr über die zehn Anrufe am Tag. So vieles, was man früher besonders liebenswert fand ist plötzlich nervig
- was sagt man dem Partner: "Du nervst mich. Deine ganze Persönlichkeit. Dass du dich ewig nicht entscheiden kannst, so oft einfach nur auf dem Sofa hängst..."? Eher nicht. Das wäre sehr verletztend, denn damit beleidigt man irgendwie alles, was den Partner ausmacht. Und man hat ihn ja früher mit all dem geliebt - aber es geht eben nicht mehr...
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Schluß machen mit jemanden ist eine häßliche Sache. Wenn man noch ein wenig was für die Person empfindet und emotional noch nicht völlig abgehärtet ist, dann muss es einem einfach Leid tun, jemanden so viel Schmerzen und Kummer zuzufügen. Der Satz "Es liegt nicht an dir" - fällt eigentlich nur in dieser Situation: Ein Part trennt sich und vom anderem und weiß, dass es ihn sehr verletzen und weh tun wird. Man steckt da in einem Dilemma und versucht es irgendwie zu lösen. Meiner Ansicht nach ist der Satz "Es liegt nicht an dir" der verzweifelte Versuch, jemanden klar zu machen, dass zwar Schluß ist, aber das es einem selbst sehr Leid tut, diesen Schlußstrich jetzt zu ziehen.

Ich glaube tatsächlich, dass es in den meisten Fällen "gut gemeint" und ein Ausdruck von Hilflosigkeit ist, wenn man das zu hören bekommt. Irgendwie sollte sich aber jeder, der ihn ausspricht, denken können, dass er sein Ziel meilenweit verfehlt, denn quälende Fragen bleiben zurück und es ist so ziemlich der schlechteste Trost, den man in so einer Situation erhalten kann.

Fernab davon gibt es wohl Leute, die sich wirklich einreden, dass sie "Schuld" an der ganzen Sache sind. Oftmals sind das dann Personen, die prophylaktisch Schluß machen, bevor es der Partner tut. Das sie sich dabei irgendwie selbst von ihrem Partner entfernen und der die Dinge womöglich nicht so dramatisch wie man selbst sieht, kommt diesen Personen aber auch nicht in den Sinn.

Kurzum: Der Satz steht eigentlich immer dafür, dass gehörig etwas schief gegangen ist in der Beziehung. Ob sich die Gründe immer so klar benennen lassen, ist eine andere Frage, genauso, ob sie richtig erkannt und überhaupt ausgesprochen werden wollen. Ich glaube aber, dass es für jede Trennung einen Grund gibt. Auch wenn Gefühle verschwinden, geschieht das nicht ohne Grund. Nur hinterlassen Gefühle halt selten einen Zettel mit Erklärung für ihr Verschwinden, wenn sie erst einmal weg sind. :zwinker:
 
S

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das kann natürlich sein, aber dann bin ich jemand der lieber gesagt bekommt: sei mir nicht böse, aber ich hab gemerkt, dass du und ich einfach nicht mehr richtig miteinander harmonieren, weil du doch nicht die art partnerin bist die ich mir für mich vorstelle, und mich halt in letzter zeit gewisse eigenschaften an dir stören, die ich am anfang noch ganz lustig fand.. also eine klare ansage halt, auch wenn sie sicherlich trotzdem wehtut, aber immerhin aussagekräftiger als: es liegt nicht an dir.. :zwinker:
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Es kann stimmen!
Mein Freund hat sich vor 6 Jahren in eine andere Frau verliebt oder sich das zumindest eingebildet. An mir lag das sicherlich nicht. Sie kam eben einfach und sie waren auf einer Welle und mein Freund hat sich da recht schnell einwickeln und beeinflussen lassen.
Ich hab ihn nicht weggeekelt, wir hatten keine Krise oder so... Nichts.
Und als Schluss war, hatten wir nach wie vor regen Kontakt, der überwiegend von ihm aus ging. Also wollte er mich kein bisschen aus seinem Leben haben.

Aber dieser Satz wird natürlich auch oft als billige Ausrede benutzt.
 

Benutzer99650 

Verbringt hier viel Zeit
Ich finde die Aussage "es liegt nicht an dir" auch nicht eine meiner Favoriten!

Hört sich allerdings besser an, als: Ich mag dich nicht mehr... weil ich dich nun besser kennengelernt habe und du doch nicht die Richtige bist...

Ich habe letztes Jahr das Buch "die liebe ist" gelesen ich fand es wiklich cool, da stand es genau, daß die Liebe ist eine "Projektion unserer Vorstelungen vom Taumpinzen oder Taumfrau, die wir dann an die uns begegende Leute projezieren" Ich finde das ist so Wahr! :smile: Und wenn die Pojektion zu Person nicht passt und nicht umgesetzt wird, stellen wir fest, dass es nicht an dem jenigem liegt, sondern nu an unsere Poetion, die wi an den jenigen oder die jenige pojezieren :smile:

Ich bin übigens mittleweile der Meinung, dass wenn die Beziehung nicht gleicht funktioniert, dass wenn mehrere Sachen einander nicht passen, werden auch keien Kompromisse helfen!

Ich finde toll die Leute die es schnell zugeben und nicht 1-2 Jahre zusammen sind und versuchen sich
anzupassen.

Also es liegt wiklich nicht an dir! :smile: Traue einbißchen und gehe weiter: NEEEEEXT!!!

(Meine Meinung)
 
S

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Und als Schluss war, hatten wir nach wie vor regen Kontakt, der überwiegend von ihm aus ging. Also wollte er mich kein bisschen aus seinem Leben haben.
darf ich fragen wie du das geschafft hast, mit dem kontakt.. ich bin immernoch fertig, weil mein freund vor einem monat schluss gemacht hat..
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
darf ich fragen wie du das geschafft hast, mit dem kontakt.. ich bin immernoch fertig, weil mein freund vor einem monat schluss gemacht hat..

Es war nicht immer leicht, das muss ich zugeben. Ich hab so gut wie möglcih versucht, mein eigenes Leben zu leben; hab mich stark in die Arbeit gestürzt. Ohne die wäre es wohl gar nicht möglich gewesen.
Letztendlich war ich in der stärkeren Position, denn er ist ja gegangen. Und so wirklich glücklich war er dann gar nicht; deshalb auch der häufige KOntakt zu mir. :zwinker: Also konnte ich praktisch ein bisschen schadenfroh sein.
 

Benutzer22200  (35)

Meistens hier zu finden
Oft ist das in sofern nicht gelogen als dass die Menschen es selbst nicht wissen. Natürlich liegt das an irgendwas, nur sind viele Menschen zu solch reflexiven Handlungen einfach nicht in der Lage.
 

Benutzer83875  (34)

Öfter im Forum
"Es liegt an dir" kann auch so gemeint sein, wie man es sagt, wenn der Partner eben das Gefühl hat:

"Diese Beziehung ist nicht das, was ich für immer will. Es ist schon ganz okay, aber: Ich will mehr erleben. Oder: Ich will noch andere Frauen kennenlernen. Vielleicht ist da draußen noch eine, die ist schöner, netter, sexier..."

Klingt irgendwie nach Arschloch, oder? Und das möchte keiner sein... Wer ist schon SO ehrlich? Da sagt man doch lieber: "Es tut mir Leid. Es liegt nicht an dir". Was ja auch stimmt...

Irgendwie hast du natürlich Recht - es ist mehr eine Ausrede. Dann, wenn die Wahrheit unbequem oder schmerzhaft wäre. Denn: Wenn sich einer der Partner trennt ist wohl in den wenigsten fällen der andere "Schuld".
 
S

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Ich habe letztes Jahr das Buch "die liebe ist" gelesen ich fand es wiklich cool, da stand es genau, daß die Liebe ist eine "Projektion unserer Vorstelungen vom Taumpinzen oder Taumfrau, die wir dann an die uns begegende Leute projezieren" Ich finde das ist so Wahr! Und wenn die Pojektion zu Person nicht passt und nicht umgesetzt wird, stellen wir fest, dass es nicht an dem jenigem liegt, sondern nu an unsere Poetion, die wi an den jenigen oder die jenige pojezieren

das ist doch mal eine ganz andere und auch positive sichtweise :grin:

---------- Beitrag hinzugefügt um 15:12 -----------

Also konnte ich praktisch ein bisschen schadenfroh sein.
ja bei meinem ex ist das auch so, dass es ihm nicht leichtgefallen ist schluss zu machen, und ich gestehe, ich bin auch schadenfroh, weil ich das opfer in der story bin und ne mordswut aufgebaut hab und ihn zusammengeschissen hab :grin:
 

Benutzer42813  (39)

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Den Spruch wenn der Partner, die Partnerin schluss macht, kennt ja sicher jeder..

"Es liegt wirklich nicht an dir !! Du bist toll, nur meine Gefühle sind einfach weg.."

Aber was meint ihr? Ist das so, oder doch nur eine Ausrede um einen anderen Grund zu vertuschen...

Nicht immer. Manchmal hat man selbst sich in eine Richtung entwickelt und der Partner in eine andere. Ich selbst habe einmal mit einem neuen Hobbie (Go - anspruchsvolles Strategiespiel) angefangen und hatte dabei das Gefühl, geistig ganz neu aufzublühen, weil ich geistig endlich gefordert war. Auf einmal sehnte ich mich nach ganz vielen Dingen im Leben, die mir in der Beziehung gefehlt haben. Kunst, Kreativität, Abenteuer, aufregende Dinge...

Mein Freund dagegen hatte sich in eine ganz andere Richtung entwickelt. Die Leute, die er mochte, langweilten mich. Die Leute, die ich mochte, fand er arrogant und oberflächlich. Und ganz langsam und schleichend entwickelten unsere Persönlichkeiten auseinander - bis ich merkte, dass meine Gefühle gestorben waren. Wenn er jetzt versucht hätte, meinetwegen zu einem Menschen zu werden wie meine neuen Freunde, den er eigentlich verachtete - dann hätte ich meinen Respekt vor ihm verloren. Wenn ich dagegen versucht hätte, mich seinem Lebensstil anzupassen, hätte ich das Gefühl gehabt, geistig tot zu sein.

Seine Art zu leben war nicht richtiger oder falscher als meine, und ich habe heute noch viel Respekt vor ihm.

Aber es war halt keine Liebe von der Art mehr da, die man für eine Beziehung einfach braucht. Was sollte ich also anderes sagen als die Wahrheit? Es lag nicht an ihm. Er war toll, wie er war - aber nicht länger als Partner für mich. Ich mochte ihn immer noch. Aber meine Gefühle reichten nicht mehr für eine Beziehung, in der jeder sich für den anderen hätte verbiegen müssen.

warum sind die meisten dann auch nicht so ehrlich und ergründen die ursachen um dem partner eine zufrieden stellende antwort zu geben :geknickt:

Das habe ich in einer anderen Beziehung mal gemacht. Wir hatten viele Streits und viele "Diskussionen über die Beziehung". Er kam immer wieder damit an, dass er sich nicht sciher war, ob er mich noch liebte, ob seine Gefühle für eine gemeinsame Zukunft ausreichten. Und noch ein paar andere Dinge, die ich hier nicht schreibe, weil die Milch verschüttet ist und ich darüber nicht mehr weine, und weil ich ungern in der Öffentlichkeit schmutzige Wäsche wasche.

Dieser Mann hat mich nach der Trennung um eine "zufriedenstellende Antwort" gebeten. Ich habe gesagt, meine Gefühle reichen einfach nicht mehr für eine Beziehung. Das hat er nicht akzeptieren wollen und gedrängelt, ich solle ihm sagen, was schiefgelaufen ist. Da habe ich ihm gesagt, dass er so oft schon gesagt hätte, dass er scih nicht sciher wäre, mich noch zu lieben, dass mir das so wehgetan hat, dass meine Gefühle darüber jetzt auch erstorben seien.

Ja, aber er wisse jetzt doch endlich, dass er mich liebe und er mit mir eine Zukunft wolle.

Ja, aber meine Gefühle wären jetzt erstorben, ich hätte lange Geduld gehabt, aber jetzt nicht mehr. Das solle er bitte akzeptieren.

Ja, aber er würde gerne wissen, was er jetzt genau falsch gemacht habe.

An dieser Stelle konnte ich nicht mehr und schrie ihn an, dass es vorbei wäre, dass es mir egal wäre, was er jetzt fühle, ich hätte ihm gesagt, dass meine Gefühle nicht mehr reichen und er solle bitte einfach akzeptieren, dass es endgültig vorbei wäre! Und endgültig heißt für immer, nicht wie bei den vielen Malen, bei denen er mir gesagt hatte, dass er kurz vorm Schluss machen sei, weil ich so unordentlich bin und in der Beziehung so viel zugenommen habe und keine Lust auf ein "Guten-Morgen-Quickie-Ritual" habe!

Er begriff es immer noch nicht, akzeptierte es aber zunächst. Zwei Monate später trafen wir uns auf einen Kaffee - ich finde, man schuldet jemandem am Ende einer Beziehung immer noch mal so ein Gespräch, um abschließen zu können und gemeinsam noch mal zurück an die Beziehung zu denken, so dass eben kein Hass und keine Verbitterung zurückbleibt. Zumindest hatte ich es bei den beiden vorherigen Beziehungen so erlebt, dass mir diese Höflichkeit erwiesen wurde und es mir sehr gut getan hatte - also war ich auch dazu bereit.

Der Mann kam an und widerlegte jeden einzelnen Grund. Einen guten-Morgen-Quickie würde er nicht mehr brauchen, es würde ihm reichen, morgens einfach aufzuwachen und mich neben ihm zu haben. Meine Unordnung würde ihm fehlen, lieber wäre ihm die Unordnung und meine Gegenwart als seine Unordnung alleine und diese Leere. Und er würde nie wieder sagen, dass er Schluss machen würde. Und dass meine Brüste wie Totschläger seien, seit ich so zugenommen habe. Und dass ihn mein Übergewicht stören würde - außerdem hätte ich ja inzwischen auch abgenommen, da wäre das eh viel weniger schlimm.

An dieser Stelle guckte ich ihn ungläubig an und fragte ihn, ob er ernsthaft glaubte, dass ich jetzt zurückkommen würde wegen dieser "Widerlegungen". Er meinte ja - ich hätte ihm doch gesagt, was mich gestört hätte, und er wäre ja bereit, das alles zu ändern. An der Stelle hätte ich einfach aufstehen und gehen sollen - doch stattdessen platzte mir der Kragen und ich zählte ihm jedes kleine Detail auf, was mich im Lauf der Beziehung gestört hatte, und schloss mit dem "Du siehst also, es waren nicht nur diese Kleinigkeiten. Ich liebe dich nicht mehr, diese Liebe ist VORBEI! Schluss, aus, Basta! Neuer Lebensabschnitt! Ich alleine und du alleine!"

Neun Monate später bat er mich um ein Gespräch, um die Beziehung für sich selbst besser abschließen zu können. Ich sagte nach einigen Überlegungen zu, warnte ihn aber vor, dass ich jetzt einen neuen Freund hätte und er sich jede Hoffnung komplett abschminken solle - und hatte schon große Angst vor dem Gespräch. Wir gingen an den See - angeblich wollte er nicht in ein Café. Und dort holte er fünf eng beschriebene Seiten heraus und ließ mich nicht eher gehen, bevor er mir nicht alle vorgelesen hatte. Ich hatte echt ein bisschen Angst, als ich das sah. Das Vorlesen dauerte eine Stunde. Wenn nicht andere Leute in der Nähe gewesen wären, wäre ich aufgestanden und weggelaufen. Danach fragte ich mit bemüht ruhiger Stimme, ob das jetzt alles wäre. Ja, wäre es, sagte er und schaute mich an wie ein Hundewelpe, den man getreten hat.

Da tat ich, was ich schon neun Monate früher hätte tun sollen: "Ich hoffe, es geht dir jetzt besser, wo du es gesagt hast. Ich halte es für besser, wenn wir uns nicht wieder sehen und ich hoffe, dass du jetzt endlich drüber weg kommst. Die Trennung war allein meine Schuld. Nichts, was du hättest tun können, hätte irgendetwas geändert. Meine Gefühle reichen nicht mehr, und deswegen ist es jetzt vorbei. Schluss, aus, basta."

Auf dem fünfminütigen Fußweg zur Straßenbahn begleitete er mich, schob sein Fahrrad neben mir hier und schaute mich an wie ein Verhungernder etwas zu essen. Da blieb ich schließlich stehen, sagte ihm, dass er mir Angst machte und er bitte jetzt schon wegfahren solle.

dieses es liegt wirklich nicht an dir, finde ich einfach blödsinn..

Selbst, wenn dieser Spruch nicht die Wahrheit ist, ist er trotzdem das Fairste, was ein VerlassenDer sagen kann.

Denn sonst grübelt der Expartner Tage, Wochen und Monate darüber, wie er sich hätte anders verhalten können. Siehst du ja an meiner Geschichte.

So übernimmt derjenige, der Schluss macht, wenigstens die Verantwortung für sein Handeln. Er sagt nicht "du bist schuld, weil (...)", sondern "Ich bin schuld, weil ich Schluss mache". Das ist meiner Ansicht nach die erwachsenere Variante.
 

Benutzer79932 

Verbringt hier viel Zeit
Ich glaube eher, dass Beziehungen manchmal zerbrechen, ohne dass man genau weiss, warum. Also auch nicht als der, der sie beendet. Dieses "es stimmt nicht mehr", aber im Detail erklären lässt sich das nicht immer. So gesehen kann dieses "es liegt nicht an dir" durchaus wahr sein, weil es tatsächlich nicht an einer Person bzw. einem Fehlverhalten der anderen Person direkt liegt.

So oder so verstehe ich nicht, warum man im Detail aufgeführt haben will, warum der andere jetzt nicht mehr will. Das ist doch Masochismus pur und bringt einen keinen Scheiss weiter, im Gegenteil, es machts doch nur noch schlimmer. Es ist doch selten eine Person schuld am Ende einer Beziehung, es ist eigentlich immer einfach die Kombination, die nicht oder nicht mehr funktioniert. Und das muss man nicht immer erklären.

Mit "nicht ehrlich sein" hat das überhaupt nichts zu tun.
 

Benutzer89980  (32)

Öfter im Forum
"Es liegt nicht an dir" ist der Versuch für den anderen den Liebeskummer erträglicher zu machen.
Für mich persönlich ist es nur eine dämliche Ausrede, weil derjenige entweder zu wenig Selbstreflektion besitzt um den wahren Grund nennen zu können, keinen Arsch in der Hose hat oder keine Lust hat sich den quälenden Fragen des Weggeworfenen zu stellen.
 

Benutzer98762  (29)

Sorgt für Gesprächsstoff
ich denke viele vertauschen einfach freudschaft mit liebe.. und deshalb dann..." es liegt nicht an dir"!!
 
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