Erster Arbeitstag - Katastrophe.

Ich sollte als Berufsanfänger...

  • ... erstmal abwarten.

    Stimmen: 15 53,6%
  • ... gleich mit dem Vorgesetzten reden.

    Stimmen: 14 50,0%
  • ... einen alternativen Arbeitsplatz suchen.

    Stimmen: 6 21,4%
  • ... die Situation akzeptieren.

    Stimmen: 1 3,6%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    28

Benutzer122533  (32)

Sehr bekannt hier
Ohje, das kommt mir bekannt vor!
Ich wurde am Anfang auch von Urlauber-PC zu Urlauber-PC gereicht, weil es wohl zu schwer war, mit 5 Monaten (!) Vorlaufzeit einen von der IT eingerichteten PC zu besorgen... :kopfwand:
Es war zwar nur übergangsweise, aber ich weiß, wie bescheuert man sich da fühlt! :knuddel:

Ich werde vllt einfach einen geeigneten Zeitpunkt abwarten und dann wirklich den Mund aufmachen. So gehts halt echt nicht. Ich finde auch, dass ich keine Duckmaus in meinem Job sein darf.
Ich würde es mir auch noch diese Woche ansehen und bei günstiger Gelegenheit nachhaken, WANN du vernünftige Arbeitsbedingungen bekommst.
Auf jeden Fall darf man nicht einfach alles akzeptieren und auch mit einem zögerlichen "wäre schon besser, wenn ich das hätte, könnte man da nicht...?" und Abwarten passiert meistens überhaupt nichts. Ein Kollege arbeitet auch schon ewig an einer uralten Krücke von Rechner, das bezeichne ich schon längst als arbeitsunfähig. Nur so kleinlaut, wie er da nachfragt, ändert sich eben nichts. Mit dem entsprechenden Nachdruck habe ich ein Jahr zuvor sofort die (genau gleiche) Aufrüstung bekommen, um wieder sinnvoll arbeiten zu können.
 

Benutzer57000 

Benutzer gesperrt
Nimm das bitte nicht böse auf:
Aber du klingst gerade ein wenig so, als würdest du den Kopf in den Sand stecken. Die erste Woche ist immer Mist, bis man sich mit den Kollegen arrangiert hat.
Schau dir erstmal die Woche an, komm mit den Kollegen ins Gespräch, bitte darum mit denen mitzulaufen, "stell dich dumm um Sachen herauszufinden" und es wird auch schon viel Input von den Kollegen kommen ("Ich hatte am Anfang auch keinen eigenen Arbeitsplatz...", an welche Aussagen du anknüpfen kannst).
Sollte sich bis nächste Woche nichts getan haben, sprich das gut argumentiert an. Bei Zwischenfällen, wie (verständlicher Weigerung eines Patienten Gespräche in der Wäschekammer zu führen) direkt.

:knuddel:
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Klingt ja ganz schön dreist. :speaknoevil: Aber es war erst der erste Tag. Alle anderen haben ja auch ein Tagesgeschäft zu erledigen und vielleicht kommt da jetzt nochmal jemand auf dich zu, um dir ein bisschen mehr Infos zu geben. Manchmal vernachlässigt man neue Mitarbeiter am Anfang zu sehr, weil gerade Stress ist, ohne das böse zu meinen, und das gibt sich dann.

Aber mich wundert, dass du gar nicht weißt, was du die nächsten Tage machen sollst. Wurde darüber nicht gesprochen? Gibt es niemanden, der dich einarbeitet? Was sollen denn deine Aufgaben sein?

Die Bürosituation würde ich mir eine Woche lang angucken und mir dabei schon einmal notieren, welche Probleme auftauchen, z. B. Patienten fühlen sich nicht wohl, können sich nicht öffnen, du kannst Akten nicht bearbeiten ohne eigenen PC usw.

Wenn sich dann noch niemand geäußert hat hinsichtlich dieser Umstände, würde ich das auf jeden Fall ansprechen. Es bringt im Endeffekt niemanden was, wenn du deinen Job nicht gut erledigen kannst. Wenn du aber nichts sagt, könnte es gut sein, dass du irgendwie "untergehst".

Das hat dann auch überhaupt nichts mit Jammern zu tun, sondern zeigt, dass du eine kompetente Mitarbeiterin bist.

Zumindest, wenn du es gut formulierst. Wenn dein/e Vorgesetzte/r da anscheinend eh nicht so empathisch ist, würde ich vermeiden sowas zu sagen wie "ich fühle mich so nicht wohl", "andere haben aber auch" und stattdessen die praktischen Probleme und ihre Konsequenzen aufzeigen. Wenn abgewiegelt wird, dann bleib hartnäckig und frage nach, wie du das Problem in Zukunft lösen und vernünftig arbeiten sollst. Am besten ist, du triffst dabei etwas, für das dein/e Vorgesetzte/r selbst verantwortlich ist gegenüber einer höheren Ebene. Weiß jetzt nicht, was das sein könnte, liegengebliebene Aktenberge, höhere Kosten, schlechte Bewertungen oder sowas vielleicht. Dann gibt's zumindest eine Eigenmotivation, die Situation zu lösen.

Aber vielleicht stellt sich auch alles als gar nicht so schlimm heraus, Kopf hoch. :smile:
 

Benutzer27629 

Meistens hier zu finden
Wirst du da gar nicht eingearbeitet/eingewiesen?
Weißt du, wie die nächsten Tage ablaufen sollen und hast du einen Ansprechpartner?
Kennst du schon deine konkreten Aufgaben und deine Rolle?
Natürlich läuft nicht immer alles absolut reibungslos ab, aber so wie deine Schilderung klingt, lief ja rein gar nichts glatt - oder täuscht das? Auch der Umgang scheint ja eher mau zu sein.
Wieviele Berufskollegen gibt es denn eigentlich auf deiner Station? An die könntest du dich ja als erstes mal wenden, denn die haben ja auch irgendwann mal angefangen.
Ich kenne das so nicht und ich würde mich nach einer neuen Stelle umsehen, wenn es so weiterläuft.
Das soll jetzt keine Empfehlung sein, aber du fragtest ja, wie andere mit so einer Situation umgehen würden.
Wie die Einarbeitung abläuft und mein Arbeitsplatz aussieht, war für mich aber auch immer eine wichtige Frage in Bewerbungsgesprächen - wie waren denn die Infos, die du vorab erhalten hast zu der Stelle? - vielleicht kannst du dich in einem Gespräch dann darauf beziehen.
Ich drücke dir die Daumen für die nächsten Tage!
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Dann frage ich mich aber, warum meine 3 anderen Kollegen, diesen Test nicht haben und von Anfang an einen Arbeitsplatz. Ich denke, für mich war einfach keine Kapazität da. Ich fühle mich wirklich so unwohl da. Ich frage mich halt auch, was ich die nächsten Tage arbeiten soll. Soll ich Sachen kopieren?
oder - das würde ich auch ernsthaft in erwägung ziehen - das persönliche stimmt nicht. ne chance geben, aber nicht wollen, dass neue angestellte da bleibt - ausser sie bewährt sich wieder erwarten trotz der umstände.
 

Benutzer164664 

Verbringt hier viel Zeit
Herzlich willkommen im Praktischen Jahr <3 Was du beschreibst, ist die Regel. Verdienst du etwas Geld für diese Tätigkeit?

Ich bin auch durch diese harte Schule gegangen, und möchte es trotzdem nicht missen. Ich habe eine Menge gelernt (v.a. auch aus dem medizinischen Bereich) und das war es wert. Vertretungssituationen sind die Regel (es hat ständig jemand Urlaub oder ist krank), und es ist doch normal, dass man mehrere Stationen durchläuft, da kann einem nicht gleich alles liegen.

Mit Verlaub, du warst gerade mal einen Tag dort. Nutze die ersten Wochen, um die Strukturen und Kollegen kennenzulernen. Dann kannst du immer noch aufbegehren :smile:
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Das stößt mir auch am allermeisten auf. Meine Patienten sind nach 3 Wochen aus meiner Station wieder raus. Ist halt nur der Entzug. Es wirkt fast so, als wenn da die Therapie ja eh irrelevant ist ... Danach schließt sich bei vielen eine ambulante Therapie an. Finde es den Patienten gegenüber jedenfalls auch völlig unterirdisch in einer Abstellkammer Therapiemotivation aufzubauen.

Es geht im praktischen Jahr nicht darum, therapeutisch zu arbeiten. Das lernst du durch deine ambulanten Fälle. Es geht darum, an der Diagnostik und Behandlung von Patienten beteiligt zu sein, um akute, abklingende und chronische Formen einer Erkrankung kennenzulernen.

Dass du anfangs auf die Entgiftungsstation kommst, gibt dir Gelegenheit, dich erstmal mit dem System Psychiatrie vertraut zu machen.
 

Benutzer141323 

Benutzer gesperrt
Danke für die vielen tollen, vielfältigen Antworten. Ich warte morgen erstmal ab. Ich bin total kaputt von dem Tag und werde nun Nur noch einen Film gucken und wahrscheinlich gleich einschlafen. Ich melde mich morgen wieder und werde noch auf eure Fragen und Beiträge eingehen. Schonmal ein dickes Danke!
 

Benutzer164664 

Verbringt hier viel Zeit
Danke für die vielen tollen, vielfältigen Antworten. Ich warte morgen erstmal ab. Ich bin total kaputt von dem Tag und werde nun Nur noch einen Film gucken und wahrscheinlich gleich einschlafen. Ich melde mich morgen wieder und werde noch auf eure Fragen und Beiträge eingehen. Schonmal ein dickes Danke!

In meinem Kopf hat sich die ersten Wochen auch nur alles gedreht, wenn ich abends im Bett lag. Die vielen neuen Eindrücke müssen erstmal verarbeitet werden. Wenn du dir was Gutes tun willst, achte von Anfang an auf viel Ausgleich. :smile:
 

Benutzer96776 

Beiträge füllen Bücher
Ich würde ja vermutlich schon eher noch abwarten. Nach einem Tag ist es halt schon so ne Sache... Ob man da schon Kritik äußern sollte? Selbst wenn sie berechtigt ist. :confused: Ich würde mich wohl etwas zurückhalten.
Zumal dir das ja nicht davonläuft, von daher würde ich doch mal vl. noch ein paar Tage oder diese Woche abwarten, sofern du dich halbwegs damit arrangieren kannst und dann kannst du immer noch deine "Wünsche" einbringen/ Kritik üben, etc. und hast Zeit, um dir eine richtige Strategie zurechtzulegen und du kriegst bis dahin hoffentlich auch wieder einen kühleren Kopf...
Denn natürlich musst du dich nicht ewig mit solchen Arbeitsbedingungen abspeisen lassen, das ist schon klar.
Wenn es zu einer Aussprache kommt, würde ich wohl in 1. Linie wert darauf legen, einen anständigen Arbeitsplatz zugewiesen zu kriegen und mal gucken, wie die Reaktion der Vorgesetzten ausfällt. Mit der Tür ins Haus fallen und gleich zusätzlich für einen Stationswechsel plädieren, würde ich wohl fürs Erste nicht.
 

Benutzer108566 

Sehr bekannt hier
Ah, geht es denn um das PJ? Da sieht das Ganze wirklich etwas anders aus. Damit bist Du tatsächlich am untersten Ende der streng hierarchischen Nahrungskette einer Klinik und solltest kleinere Brötchen backen. Ich dachte das ist Dein erster richtiger Job nach fertigem Abschluss. :zwinker: Da würde ich mir das nicht mehr bieten lassen. Aber im PJ gilt wohl leider noch "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" und Du bist eher Azubi als vollwertiges Teammitglied. Ja, das ist ätzend, aber wie Starla Starla würde ich mitnehmen was Du kannst und lernen. Danach kannst Du Ansprüche stellen. Gerade in Klinken sind Hierachien klar. Entweder man fügt sich oder man hat es sehr schwer und verbaut sich die Chance in dem Jahr viel zu lernen. Durchhalten! Natürlich nicht um jeden Preis, aber bisschen Zähne zusammen beißen gehört da dazu.
 

Benutzer164664 

Verbringt hier viel Zeit
Als Azubi hätte man noch Rechte und ein Gehalt. :grin: Die meisten müssen sich ja mit einem Praktikantenvertrag und entsprechender Vergütung. Wobei bei uns von 0 € bis 3600 € alles vertreten war - im Schnitt aber eher dreistellig...
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Ah, geht es denn um das PJ? Da sieht das Ganze wirklich etwas anders aus. Damit bist Du tatsächlich am untersten Ende der streng hierarchischen Nahrungskette einer Klinik und solltest kleinere Brötchen backen. Ich dachte das ist Dein erster richtiger Job nach fertigem Abschluss. :zwinker: Da würde ich mir das nicht mehr bieten lassen. Aber im PJ gilt wohl leider noch "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" und Du bist eher Azubi als vollwertiges Teammitglied. Ja, das ist ätzend, aber wie Starla Starla würde ich mitnehmen was Du kannst und lernen. Danach kannst Du Ansprüche stellen. Gerade in Klinken sind Hierachien klar. Entweder man fügt sich oder man hat es sehr schwer und verbaut sich die Chance in dem Jahr viel zu lernen. Durchhalten! Natürlich nicht um jeden Preis, aber bisschen Zähne zusammen beißen gehört da dazu.

Von der Arbeitsleistung her ist man oft vollwertiges Mitglied, man bekommt nur nicht die entsprechende Bezahlung. Genaugenommen ist es ein richtiger Job nach dem fertigen Studium (vergleichbar mit einem Arzt, der sich in der Facharztausbildung befindet und nicht mit dem Praktischen Jahr, was Medizinstudenten ableisten müssen). Praktische Tätigkeit heißt bei den angehenden Psychotherapeuten der Begriff :smile:
 

Benutzer108566 

Sehr bekannt hier
Als Azubi hätte man noch Rechte und ein Gehalt. :grin: Die meisten müssen sich ja mit einem Praktikantenvertrag und entsprechender Vergütung. Wobei bei uns von 0 € bis 3600 € alles vertreten war - im Schnitt aber eher dreistellig...
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Von der Arbeitsleistung her ist man oft vollwertiges Mitglied, man bekommt nur nicht die entsprechende Bezahlung. Genaugenommen ist es ein richtiger Job nach dem fertigen Studium (vergleichbar mit einem Arzt, der sich in der Facharztausbildung befindet und nicht mit dem Praktischen Jahr, was Medizinstudenten ableisten müssen). Praktische Tätigkeit heißt bei den angehenden Psychotherapeuten der Begriff :smile:
Off-Topic:
Haha, ja. :grin:
Ich bin ja nur der pädagogischen Berufsgruppe angehörig und damit noch umwürdiger als ein frisch gebackener Therapeut. :tongue: Mein Anerkennungsjahr in einer geschlossenen Abteilung einer Kinder- und Jugendpsychiatrie war heftig, aber lehrreich. Nicht nur vom Klientel her, sondern auch von den Strukturen von Klinik und Psychiatrie. Das war ein echter Kulturschock nach meinem Studium mit lauter weichgespülten Pädagogen, die sich zur Begrüßung erstmal in einen Kreis setzen und aushandeln wer zuerst den Redestein bekommt. :grin:
Es ist schon hart da auf dem Boden der Realität anzukommen. Da ist das (nicht vorhandene) Gehalt das kleinste Übel. Aber es gibt auch bei solchen Stellen gute und schlechte. Man darf wohl nirgendwo erwarten auf Händen getragen zu werden, aber man muss sich auch nicht so offensichtlich verheizen lassen für nichts und wieder nichts. Ist es eine Stelle mit kompetentem Team und schlechten Rahmenbedingungen für die eigene Stelle: Durchhalten. Kamn ich da nichts lernen und werde einfach den Löwen zum Frass vorgeworfen: Weitersuchen!
 

Benutzer141323 

Benutzer gesperrt
So ihr Lieben,

der zweite Arbeitstag ist zuende. Heute war es erstmal ganz nett, habe alle Patienten kennengelernt, verstehe mich sehr gut mit den Teamkolleginnen. Auch mit den Stationsärzten und Pflegern habe ich mich gut verstanden.

Um Mittag rum habe ich dann meine Vorgesetzte auf dem Flur getroffen wo ich gerade mit der Sekretärin über die Schreibtisch Situation sprach und ihr auch mal erklärt habe, wie es sonst auf Station abgeht (Einzelgespräche in der Abstellkammer). Die gute Seele des Hauses war geschockt.

Jedenfalls habe ich das Wort dann auch direkt an die Leiterin gerichtet und das Gespräch lief in etwa so ab:
Ich: "Ich wollte nochmal fragen, ob es schon eine Idee gibt, wo mein Arbeitsplatz denn in Zukunft sein wird?"
Sie: "Nein, wir haben im Moment keinen Platz.".
Ich:" Ja, aber wie lange wird sich dieser Zustand denn noch hinziehen? Ist bekannt, ob in naher Zukunft ein Platz frei wird?"
Sie: "Nein, sie müssen sich an die Plätze der Kollegen setzen. Sie springen einfach an die Computer, wenn die Kollegen gerade aus dem Zimmer sind"
Ich: Aber das ist ja wirklich kein Zustand, in dem man in Ruhe arbeiten kann. Ich brauche ja schon einen eigenen PC um die Epikrisen zu schreiben, und es ist mir auch etwas unangenehm einfach an die Schreibtische der Kollegen zu gehen."
Sie: Die Schreibtische gehören den Kollegen ja nicht. Die gerhören ja der Psychiatrie. Sie können überall rangehen."

Off-Topic:
Möchte sehen, wie sie guckt, wenn ich morgen ihr Büro aufschließe und dann dort sitze, wenn sie mal kurz auf Toilette gegangen ist, eigentlich müsste man das wirklich mal machen.


Ich meinte dann: "Gibt es denn noch andere Kollegen, die ebenfalls springen müssen? Ich finde es ehrlich gesagt schon ungerecht, dass jemand, der mit mir am gleichen Tag eingestellt wird, sofort ein eigenes Büro und einen eigenen Arbeitsplatz hat, während ich zwischen Baum und Borke hänge und nicht in Ruhe meine Befunde schreiben kann."
Sie: "Ja wissen Sie, anderen geht es noch schlechter. Meine Kollegin ist damals auch 2-3 Jahre gesprungen und hat trotzdem gearbeitet."
Ich: "Aber hier im Haus, arbeitet aktuell niemand außer mir so?"
Sie: "Nein."
Ich: "Ich finde den Zustand so nicht hinnehmbar und möchte Sie bitten, eine Lösung zu finden."

Im weiteren Verlauf habe ich noch angemerkt, dass ich enttäuscht bin, dass ich die Gesprächssituation auf Station erschreckend finde, und dass das doch kein therapeutisches Setting sei. Am Ende meinte sie, dass sie sich bemüht eine Lösung zu finden...

Ich vermute, sie hat mein Anliegen weniger ernst genommen. Kümmert sie sich in den nächsten 14 Tagen nicht darum, werde ich mit dem Mitarbeitervertretern sprechen. So gehts ja nicht. Ich kann nicht mal Einzelgespräche führen, weil ich keine Ahnung habe, wo ich hinterher den Verlauf dokumentieren soll. Ich kann ferner auch nicht meine Unterlagen wegschließen (wie es Vorschrift ist), da ich keinen eigenen abschließbaren Rollcontainer (unter den Tischen) habe. Jo. Läuft. Nicht.

So nun werde ich mal eure restlichen Fragen beantworten.
[doublepost=1491326240,1491325720][/doublepost]
Hast du erst heute erfahren, dass du auf diese Station kommst?

Ich habe einen Werktag vor Dienstbeginn erfahren, dass es die Station werden wird. Wie ich heute erfahren habe, haben auch meine Kollegen erst letzte Woche Bescheid gekriegt, dass sie Verstärkung bekommen. Meine Stelle ist neu geschaffen, es gibt niemanden, den ich nun ersetze. Daher auch keinen Arbeitsplatz.

Rotiert das wenigstens oder bist du jetzt "für immer" dort?
Ich bin so lange dort, bis sie mich umsetzen. Ich selbst kann einen Antrag stellen, das dauert dann aber evtl. sehr lange.

Wurde darüber nicht gesprochen? Gibt es niemanden, der dich einarbeitet? Was sollen denn deine Aufgaben sein?
Es gibt eine sehr nette Kollegin, die mich einarbeitet. Leider ist auch sie völlig rat - und hilflos und findet es von der Leitung auch unter aller Sau. Sie sagte, sie habe das in 13 Jahren auch noch nicht erlebt. Meine Aufgabe wird nun erstmal sein, mitzulaufen und Gruppentherapien zu leiten.

Wieviele Berufskollegen gibt es denn eigentlich auf deiner Station?

Es gibt neben mir noch 4 weitere Berufskollegen. Alle mit eigenem Arbeitsplatz - natürlich :zwinker:

Thema Vergütung: Es wird vergütet, aber eher mau. Jedoch besser als in anderen Bundesländern. Uns wurde aber bei der Einstellung mitgeteilt, dass wir dafür auch alle Aufgaben des Psychologen erfüllen müssen. Würde ich auch gerne, wenn ich wenigstens nen Arbeitsplatz hätte :grin:
 

Benutzer145807 

Verbringt hier viel Zeit
Das ist ja erstmal kaum zu glauben!
Hast du Erfahrungen mit dem Personalrat?
Da kannst du dich zunächst mal vertraulich dran wenden! Als eine erste Beratung quasi. Ohne direkt mit der Kanone zu schießen.
Oft kennt der Personalrat bestimmte Missstände aus bestimmten Abteilungen schon, die evtl. dort seit langem typisch sind. Und die entsprechenden Chefs knicken ein, sobald sie das Wort Personalrat nur hören.
Ich kann da bisher mehr Positives als Negatives berichten. Die können einem gute Hilfestellungen geben, da sie ja aus dem betreffenden Hause, und im Gegensatz zu dir nicht neu sind.
(Natürlich abhängig, von der Qualität der Leute dort).
 

Benutzer113006 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Hörnchen Hörnchen : würde an deiner Stelle mal bisschen Piano machen. :zwinker:

An einer meiner Arbeitsstellen sollte ich nicht einmal einen Account für PC bzw. E-Mail bekommen. Klar, war am Anfang beschissen, aber mit der Zeit haben die Kollegen und die IT-Abteilung bemerkt, dass es null praktikabel für mich ist und ich so gar nicht arbeiten kann. Folglich bekam ich einen eigenen Account. Aber eben: alles mit seiner Zeit.
 

Benutzer150857 

Sehr bekannt hier
Puh, also ehrlich gesagt würde ich als dein Gegenüber genau gar nichts machen, wenn du so mit mir reden würdest. Ich meine, das ist dein zweiter Tag. Dinge, die einem nicht passen, anzusprechen, ist ja schön und gut, aber der Ton macht bekanntlich die Musik...Hoffe, dass deine Wortwahl im Gespräch vielleicht doch eine etwas zurückhaltendere war. :zwinker:
 

Benutzer18889 

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Als neue Mitarbeiterin und dann mit dem Hintergrund, dass du gerade dein Studium beendet hast, also nicht beispielsweise im "gehobenen" Alter bist und zudem viele Jahre Berufserfahrung hast, würde ich viel kleinere Brötchen backen. So ein Auftreten käme mir nicht in den Sinn, weil ich mich nicht in der Position hierfür sehen würde, also ähnliche Meinung wie Greeny diesbezüglich. Einschalten des Personalrats am dritten Arbeitstag? Also bitte. So eine Mitarbeiterin würde ich im Rahmen der Probezeit direkt wieder entfernen, würde ich das als Vorgesetzter mitbekommen. Wer schon so anfängt, dreht mit der Zeit vermutlich richtig auf und wird zum Querulanten. :what:

Ansonsten zum Thema Arbeitsplatz: Kannst du nicht deinen privaten Laptop nutzen? Damit wärst du mobil und wenn du den Zugang vernünftig sicherst, geht das doch evtl.? Ich würde das sonst mal mit der IT abklären.

Ich könnte auf der Arbeit auch einen Arbeitsrechner einfordern, aber ehrlich gesagt kommt mir das gar nicht in den Sinn, weil ich lieber an meinem eigenen Notebook arbeite.
 

Benutzer145807 

Verbringt hier viel Zeit
Greeny Greeny
Naja gar nichts machen; wenn es hier um ein Problem gehen würde, dass nur die Annehmlichkeiten des Arbeitnehmers betrifft... aber hier sind ja auch Patienten betroffen.
Ich wäre als Patient, egal in welcher Angelegenheit, schon sehr verstimmt, wenn ich zwischen Tür und Angel dran komme.
[doublepost=1491329812,1491329730][/doublepost] M Maria88
Es ging auch nicht um ein Einschalten, sondern um Ratsuche. Keiner bekommt davon was mit.
Die wissen ja eben, wie es in dem Laden läuft, und können demnach beruhigen!
 

Benutzer18889 

Beiträge füllen Bücher
M Maria88
Es ging auch nicht um ein Einschalten, sondern um Ratsuche. Keiner bekommt davon was mit.
Die wissen ja eben, wie es in dem Laden läuft, und können demnach beruhigen!

Denkt oder hofft man so. Und dann sind da Leute miteinander befreundet, es wird geredet, obwohl das offiziell vielleicht nicht erlaubt ist, wer weiß das schon. Wäre mir viel zu heikel.
 
G

Benutzer

Gast
Ich habe mal, als ich 20 Jahre alt war, ein Praktikum bei einer großen Firma gemacht zur Studiumsvorbereitung. Schon nach ein paar Tagen habe ich Druck gemacht weil ich nicht arbeiten wollte sondern lernen wollte. Als mich einer vom Betriebsrat angesprochen hat wie es so läuft, habe ich dem auch meine Situation geschildert. Schon am nächsten Tag wurde ich sinnvoll eingesetzt, habe viel gelernt, kam mit dem Kollegen und den Chefs trotzdem gut klar und habe ein gutes Zeugnis bekommen.

Du bist zwar jung und Absolventin, aber eben trotzdem Absolventin und hochqualifiziert, da würde ich auch einfordern.
Hatte übrigens auch gestern meinen ersten Arbeitstag. Mein Computer war noch nicht bereit und da habe ich mich auch erst komisch gefühlt. Aber meine Kollegen waren sehr bemüht meinen Arbeitsplatz schnell herzurichten. Es ist wichtig seine Arbeit hochwertig erledigen zu können und dafür muss der Arbeitsplatz stimmen.
 
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