Erste eigene Wohnung :/

Benutzer120764  (26)

Sehr bekannt hier
Also ich bin jetzt 17 und gerade mit meinem Freund in eine eigene Wohnung gezogen. Ich freue mich total mit ihm zusammen zu wohnen, und auch der arbeitsweg ist jetzt viel kürzer als vorher. Meine Eltern waren auch damit einverstanden das ich mit meinem Freund zusammenziehe und sind froh das ich so jetzt auch selbstständiger werde.
Aber jetzt zu meinem "Problem": Ich vermisse meine Eltern sehr. Überhaupt mein altes zuhause. Ich hab richtig Heimweh. Auf der einen Seite freue ich mich mit meinem Freund allein zu sein aber auf der anderen Seite bin ich total traurig von meinen Eltern auf einmal weg zu sein.

Was kann ich denn gegen dieses Heimweh tun? Ich weis es ist irgendwie normal am Anfang, aber dieses Heimweh macht mich fertig:frown:
Habt ihr vielleicht ein paar Tipps damit es besser werden kann?:frown:
 

Benutzer117195 

Verbringt hier viel Zeit
Hey,
ich glaube das ist normal. Das Du zu Deinem Freund in die eigene Wohnung gezogen bist ist ja auch ein großer Schritt für Dich.

Das Dir Dein zuhause und Deine Familie fehlt, ist doch ein gutes Zeichen. Es spricht für Dich und die Beziehung zu Deiner Familie. Ich finde ein intaktes Familienleben und eine gute Beziehung zu den Eltern hat einem enorm hohen Stellenwert!

Warum legst Du nicht ein paar Tage in der Woche fest, in denen Du zuhause bist, vielleicht auch dort übernachtest, um so noch viel Zeit mit Deiner Familie zu verbringen?
So wohnst Du bei Deinem Freund, hast Dein eigenes Leben, Deine (bzw. Eure eigene Wohung) und Du bist trotzdem oft bei Deinen Eltern.
 
A

Benutzer

Gast
Kerosene hat schon vieles geschrieben, was ich Dir auch raten würde: wenn Deine Eltern nicht so weit weg wohnen (und das klingt auch so), dann besuche sie einfach öfter, übernachte ab und an zu Hause, vielleicht wirklich an festen Tagen, aber freue Dich gleichzeitig darüber, dass Du trotzdem jetzt ein eigenes Zuhause mit Deinem Freund hast. Falls Du sie nicht sooft besuchen kannst/ willst, dann greife doch zum Telefonhörer, funktioniert auch.

Mit der Zeit wird sich das Heimweh sicherlich auch weniger schlimm anfühlen, denn Du wirst ganz neue Herausforderungen in Deinem Leben, Deiner neuen Wohnung meistern, die Dich hie und da davon ablenken werden :smile:
 

Benutzer70315  (33)

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Wie weit wohnst du denn von deinen Eltern weg? Wie Kerosene schon richtig schrieb, spricht ja nichts dagegen, deine Eltern oft zu besuchen oder auch da zu übernachten. Heimweh ist jedenfalls absolut normal, da musst du dich nicht komisch fühlen deswegen. :smile:
 

Benutzer115862 

Benutzer gesperrt
Besser wird es irgendwann von selbst. Anfangs ist aber echt das Beste, sofern es dir möglich ist, dass du dennoch häufig bei deinen Eltern herumlungerst. Auch wenn du dort nicht mehr wohnst, ist und bleibt es dein Zuhause. Oder du triffst dich auch außer Haus viel mit deinen Eltern, dann behälst du den Kontakt bei, bist aber nicht mehr so vom Elternhaus "abhängig".
 

Benutzer120764  (26)

Sehr bekannt hier
Vielen dank für eure Tipps. Wohne nicht weit weg ca 50 Minuten mit dem Auto. Ihr habt recht kann sie ja immer noch oft besuchen. Und dieses Wochenende werde ich sowieso wieder mal bei meinen Eltern schlafen. :smile:
 

Benutzer53592 

Planet-Liebe ist Startseite
Hallo,

es ist doch eher ungewöhnlich, wenn jemand bereits mit 17 Jahren "ohne Not" auszieht und die Eltern unterstützen dieses Projekt auch noch.
Aber deine Eltern haben dich "ziehen" lassen, ihre Tochter, die vor nicht allzu langer Zeit noch ein Mädchen war und nun richtig erwachsen wird.
Das ist bestimmt auch nicht einfach und fiel ihnen schwer, wobei ich denke, dass sie dich bestimmt auch ganz toll vermissen.
Und sie sind garantiert auch froh, wenn du sie öfter mal besuchen kommst und all deine Freunde und Bekannte werden sich auch freuen...

Bei mir war es sogar so, dass ein ohnehin gutes Verhältnis zu einem wirklich tollen geworden ist, als ich von zu Hause auszog, wobei ich am Anfang auch sehr großes Heimweh hatte, (auch nach meinem alten Umfeld) das sich aber mit der Zeit legte.
Auch die Zuneigung wuchs nochmals und der gegenseitige Respekt.
Allerdings habe ich meine Eltern immer an meinem Leben teilhaben lassen und meine Mutter auch hin und wieder um einen Ratschlag gebeten.
Ich wollte, dass sie nie das Gefühl bekam, ich würde ihnen irgendwie "entgleiten".

Und was gibt es Schöneres, wenn man sich Kilometer für Kilometer seiner alten Heimat nähert und weiß, dass man bald wieder so eine intensive Wärme, Liebe und Geborgenheit spüren darf?
Meine Mama hat mich dann schon immer besonders verwöhnt und fragte mich bereits vor ab telefonisch, was ich denn gerne essen möchte, während ich ihr als große Pflanzenanhängerin stets ihre Lieblingsblumen mitbrachte.
Irgendwie bleibt man doch ein Leben lang ein Kind - selbst wenn meine Mutter, die ich wirklich unglaublich liebte, nur noch in meinen Einnerungen und fest im Herzen weiterlebt.

Ich wünsche dir, dass das Zusammenleben mit deinem Freund gut klappt und ihr beide glücklich seid.
Das Wissen, dass die Tochter in "guten Händen" ist und dein Gefühl, mit dem Richtigen den ersten eigenen Hausstand gegründet zu haben, wird es für alle Seiten einfach macher.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer122163 

Benutzer gesperrt
Die Zeit wird möglicherweise kommen, dass du insbesondere Aktivitäten deiner Mutter als Einmischung definieren wirst. Wenn du dann schon ein wenig räumlichen Abstand hast, ist meist leichter Frieden zu halten.

Bei mir war es damals so, dass ich froh war, als ich die Möglichkeit bekam, bei meiner Freundin unterzukommen. Dafür gab es andere Schwierigkeiten. Aber ich will hier nicht ungefragt alles ausbreiten. Es ist ja auch lange her.
 

Benutzer56469  (36)

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Schön dass du deine Eltern vermisst :smile: Ich muss sagen seit ich nicht mehr zuhause wohne ist das Verhältnis auch besser geworden. dh keine Streitereien mehr, kein Einmischen etc. Einfach super. Wir sehen uns aber trotzdem und haben auch täglich Kontakt via Whats Up/Facebook. Auseinander wohnen wir mit Auto 10 Minuten wenns hoch kommt. Ich schlafe zwar nicht mehr bei meinen Eltern aber wenn ich sie länger nicht gesehen habe freu ich mich drauf wenn wir uns wieder mal sehen und fahre einfach hin. :smile:
Dein Freund wird sicher dafür Verständniss haben. :zwinker:
 
G

Benutzer

Gast
Bei mir war es sogar so, dass ein ohnehin gutes Verhältnis zu einem wirklich tollen geworden ist, als ich von zu Hause auszog, wobei ich am Anfang auch sehr großes Heimweh hatte, (auch nach meinem alten Umfeld) das sich aber mit der Zeit legte.
Auch die Zuneigung wuchs nochmals und der gegenseitige Respekt.
Allerdings habe ich meine Eltern immer an meinem Leben teilhaben lassen und meine Mutter auch hin und wieder um einen Ratschlag gebeten.
Bei mir war/ist es sehr ähnlich. Ich bin mit 19 von Zuhause ausgezogen (bewusst allein) und seitdem verstehe ich mich deutlich besser mit meinen Eltern, ganz besonders mit meiner Mutter. Wir telefonieren regelmäßig und oft auch mehrere Stunden - was ich mir vorher nicht im Traum hätte vorstellen können. Da war ich froh, wenn sie mich in Ruhe meinen eigenen Kram hat machen lassen. Papa wär's trotzdem am liebsten, wenn sein Mädchen wieder Zuhause einziehen würde :grin:

Wie lange wohnst Du denn schon ›allein‹? Fühlst Du Dich prinzipiell wohl in der neuen Wohnung? Ich denke, eine gewisse Eingewöhnungsphase ist vollkommen normal und das Heimweh klingt nach und nach ab. Ich wollte damals nach der Schule unbedingt ausziehen und hab mich bewusst für einen Studienort weiter weg von meinem Elternhaus entschieden - nur, um mich die ersten Nächte in meiner eigenen Wohnung in den Schlaf zu weinen und Mama anzurufen, damit sie mir wie früher ›gute Nacht‹ sagt. Nach ein paar Wochen hatte sich das aber komplett gelegt und ich hab die Entscheidung seitdem kein einziges Mal bereut.
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Also ich bin erst mit 21 offiziell und komplett ausgezogen und da war ich auch mindestens 1x pro Woche bei meinen Eltern zu Besuch. Und zwar nicht nur wegen dem Hund, den ich vermisst habe :zwinker:
Wir haben einfach einen Kaffee miteinander getrunken und gequatscht. Bei mir warens 25 Minuten Entfernung, bei dir sinds etwas mehr, aber für einen Besuch pro Woche sollte es ja trotzdem reichen :zwinker:
 

Benutzer96466 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich bin zum Studieren 300km weggezogen und war Weihnachten das erste Mal wieder zuhause. Ich hab das alleinleben voll genossen. Das Verhältnis zu meinen Eltern ist echt nochmal viel besser geworden, seitdem ich ausgezogen bin. Wir haben uns alle verändert, und dadurch das alle ihr eigenes Leben haben, hat man sich mehr zu erzählen, wenn man sich trifft.

Das ist mal die andere Seite. Ich finde diese "ich muss am Wochenende unbedingt nach Hause"-Studenten immer anstrengend. Immerhin hat man jetzt ein neues Leben, muss auch nicht immer an Mamas Rockzipfel kleben.
 

Benutzer64981  (34)

Meistens hier zu finden
Ich bin 150km weit weggezogen von meiner Familie und bin nur alle paar Monate mal zu Hause, zuletzt im April.
Ich hatte aber kein sonderlich tolles Verhältnis zu meiner Mutter, daher war das 'ok' so ;-)

Würde dir auch empfehlen, an einem festen Tag nach Hause zu fahren, wenn es dir dann besser geht :smile:
 

Benutzer120764  (26)

Sehr bekannt hier
Danke euch für eure Beiträge.
Ja wir haben das jetzt eh so beschlossen das wir einen Tag in der Woche nachhause fahrn. Heute zum Beispiel wieder:zwinker:
@ Jinx: Fühle mich schon wohl in der neuen Wohnung und so ganz allein bin ich ja uach nicht hab ja meinen Freund. Aber am Anfang dachte ich mir schon wie schön es wäre wieder "Zuhause" zu sein. Naja aber ich wollte es ja so und da muss ich wohl durch wie jeder andere auch:zwinker: Und ich freue mich ja trotzdem meinen Freund nun jeden Tag zu sehn:grin:
 

Benutzer10752 

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Hast du denn dein eigenes Zimmer in der neuen Wohnung? Ein Zimmer, das nur dir gehört, wo deine Bücher stehen, und deine Gegenstände?

Ich bin sehr häufig umgezogen in den vergangenen 16 Jahren, und wenn ich ein Zimmer hatte, das aus vollem Herzen "Meins!" geschrien hat, dann fand ich das Eingewöhnen dort immer viel, viel leichter, und es fühlte sich auch viel mehr nach einem echten Lebensmittelpunkt an.

(Ganz abgesehen davon halte ich sowas generell für sehr sinnvoll, wenn man gemeinsam lebt, weil jeder bei Streit, Problemen oder einfach nur etwas schlechter Laune einen Rückzugsraum braucht, in den der andere dann möglichst nicht eindringen sollte).
 
G

Benutzer

Gast
Da hast du vollkommen recht. Es war deine entscheidung zuhause aus zu ziehen. Es wurde eigtlich schon alles gesagt von den anderen. Mir hat damals geholfen das ich mich in meiner wohnung wohl fuele das ich sie mit leben gefuehlt habe. Damit meine ich das ich bilder die ich zuhause im meinem zimmer auch haengen hatte in der neuen wohnung aufgehangen habe.
 

Benutzer120764  (26)

Sehr bekannt hier
@ LouisKL: Nein die wohnung ist leider ziemlich klein hab leider kein eigenes Zimmer.
@ Hurons: Danke für den Tipp mit den Bildern. Werde mir auch die alten Bilder die ich zuhause hatte aufhängen:smile:
 
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