Erste Beziehung zu Ende nach mehr als 3 Jahren

Benutzer80610  (30)

Verbringt hier viel Zeit
Guten Tag liebes Forum.

Da schreibe ich einen ellenlangen Text über meine gerade zerbrochene Beziehung, und dann stürzt der Computer ab....weshalb die Technik die Dreistigkeit besitzt, das just in diesem Moment zu tun.....

Also auf ein neues. WARNUNG: Der Text ist wirklich verdammt lang geworden. Sorry für die Dreistigkeit.
Aber ist ja auch keiner gezwungen ihn zu lesen.
Er muss auch nicht ganz gelesen werden.
Wer will, kann auch erst bei den Strichlinien (---) anfangen.
Die anderen haben eine Alternative zu ihrer gewöhnlichen Nachtlektüre.....

Seit gestern um 12:30 Uhr hat unsere mehr als 3jährige Beziehung ein Ende gefunden.
2 Stunden saßen wir nebeneinander, haben geredet, aber anscheinend doch nicht viel gesagt.
Jetzt auf einmal tauchen erst die Fragen in mir auf.

Kennengelernt habe ich sie mit 14 im Konfirmandenunterricht über eine Schulfreundin.
Damals waren wir eine Woche zusammen.... dann hab ich Schluss gemacht. Kinderkram.

Wer hätte gedacht, dass mich diese (mittlerweile) junge Frau 6 Jahre später immer noch nicht los lässt?

Nach der Konfirmandenzeit folgte eine Phase ganz ohne Mädchen.
Ich war irgendwie nicht selbstbewusst, schüchtern, hatte Probleme mit Mädchen zu reden. Ich verschrieb mich dem Sport.
Judo, Joggen, dann der Rennradverein.

Mit 16 realisierte ich, dass das doch auch zum Teil einfach Kompensation war. Ich dachte mir recht zweckmäßig, man solle doch mit 16 wenigstens mit Mädchen normal reden können, Erfahrungen haben im Kontakt mit ihnen...

Ja... ich schrieb sie daher an, per ICQ.
Sie war erst gar nicht begeistert, distanziert. Dachte wohl ich wolle sie verarschen.
Es entwickelte sich, schaffte es, sie in interessante Gespräche zu verwickeln, wir flirteten.

Eines Tages nahm ich meinen Mut zusammen, und sprach sie auf dem Schulhof an. Sie ließ mich eiskalt abblitzen vor ihrer Freundin.
Man ich war auch ungeschickt.
Ob wir shoppen gehen wollen..... was für eine Frage, versuchte mich wohl auf angebliche Mädcheninteressen einzustellen.... null Erfahrung :rolleyes::tongue:

Meine offensichtliche und partiell öffentliche Blamage hatte sie aber iwie beeindruckt.

Denn es folgte ein Hin und Her, da entwickelte sich Spannung.
Wir trafen uns im Kino. Eine nachträgliche Geburtstagseinladung zum 17. meinerseits. Kein Mut zum ersten Kuss.
Nächster Tag: Phantasialand. Wir flirtetetn heftig. :smile: Erst die Wildwasserbahn, dann die Geisterbahn.
Da geschah es, meine Begeisterung für dieses Mädchen nahm Oberhand, meine Angst war da, aber nichtig.
Mein erster Kuss am 24.09.2007, der eine wundervolle 3 Jahre dauernde Zeit beginnen ließ.
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Der erste Kuss, das erste Mal...., der erste Urlaub mit ihr... Mallorca, Bodensee, Österreich, Teneriffa....das erste Mal Weihnachten mit ihr, etc

Gott, sie hat mein Leben komplett verändert.
Ich gewann an Selbstbewusstsein, Lebenszufriedenheit und Lebenssicherheit.
Und vorallem gewann mein Leben an Wert durch sie. Ja, eine Lebensbereicherung.

Wer hätte am Anfang gedacht, dass es 3 Jahre und fast 3 Monate werden würden?
Am Anfang wollte ich nur endlich Erfahrungen mit Mädchen machen.
Und dann sowas: richtige Liebe.

Unsere Beziehung bzw diese Frau, begleitete mich von der Stufe 11 an (als ich noch ein schüchterner unerfahrener Junge war) über das Abitur bis zu meinem jetzigen Zivildienst.
Vor unseren Augen hatten wir gemeinsame Träume, die sich teilweise schon zu Plänen manifestierten: Studium, Zusammenziehen.....

Sie wurde (und so wollte ich es auch) zu einem der wichtigsten Teile meines Lebens, wenn nicht gar der Wichtigste.
Und das ist gefährlich: Eine Trennung ist dann umso schlimmer, das Loch umso größer. Ich merke es gerade.

Denn neben den Träumen wuchs etwas anderes heran: In den letzten Wochen benutzte sie das Wort "Gewohnheit"

Vor ca. 2 Wochen hatte sie es schon angesprochen:
Sie kam zu mir und beichtete, im leicht angetrunkenen Zustand mit einem Freund getanzt zu haben, den ich nicht leiden kann. (Vorweg: nie haben wir uns das Tanzen verboten oder derlei Einengung)
Daraufhin überdachte sie die ganze Beziehung, und gewann den Eindruck, ich würde sie nicht mehr attraktiv finden.
Sowohl in menschlicher als auch in körperlicher Hinsicht. Als wäre die Beziehung nur noch Gewohnheit.:schuettel:

Ich war ziemlich erschrocken und erklärte und zeigte ihr mit allen Mitteln das Gegenteil.
Ich hatte wegen Zivildienst und Praktikumsbewerbungen viel um die Ohren, und dachte, das Problem hätte bei mir gelegen: Ihr fehlte meine Zuneigung in dieser Zeit.
Nein ganz klar, sowas hätte nicht passieren dürfen dachte ich mir, also Kohle ins Feuer nachschmeißen, für diese tolle Frau:

Ich beichtete ihr meine Eifersucht wegen des Tanzens, ohne sie zu verurteilen. Irgendwie freute sie das: Logo, wie sollte ich eifersüchtig sein ohne Gefühle für sie.
Wir hatten die letzten beiden Male Sex, und zwar tollen.
Ich stand früher auf, um ihr das hergerichtete Frühstück vor der Schule zu präsentieren.
Ich überraschte sie mit einem Nikolausbeutel zum 6. Dezember: In einem Ü-Ei (sie ist immer noch ein verspieltes Kind, generell, ich liebte es) versteckte ich einen Anhänger.
In einer Karte erklärte ich meine Liebe.

Sie schrieb mir, wie süß ich sei (konnten uns wegen Dienst nicht sehen).
Alles schien wieder gut.

In der Zeit hatte sie sich wieder samstags mit dem Freund getroffen: Nichts Schlimmes oder Außergewöhnliches für mich/uns: Die Freundschaft bestand schon die ganze Zeit während unserer Beziehung.

Doch am Montag darauf war sie wieder so ruhig, gar nicht so fröhlich, angespannt:
Und wie ich es ahnte, waren das nicht nur ihre Kopfschmerzen schuld: Sie sagte nur, lass uns morgen darübr reden.

Ja, und da schließt sich der Kreis. Dieses Gespräch war gestern und endete, wie gesagt, um 12:30. Saßen nebeneinander, ich heulte, sie auch, wenn auch etwas weniger.

Der offizielle Grund letztendlich: Gewohnheit.

Ja und jetzt stellen sich die ganzen Fragen, die mir während des Gespräches nicht einfielen.

Ich weiß, dass ich stark dazu neige zu idealisieren.
So wie es fast die ganze Zeit war, hätte sie echt die Frau sein können, mit der ich meine Lebensträume verwirklichen kann.

Naiv, mit der ersten Beziehung das zu glauben. So ein Idealismus gehört nicht in diese Welt.
Aber sie dauerte wahrhaftig 3 Jahre und fast 3 Monate.

Gewohnheit. Was erwartete sie denn?
Für mich war es eher Vertrautheit. Alles im Leben schien unsicher, aber da war eine tolle Frau, die mir immer halt gab.

Ist es Gewohnheit oder Vertrautheit?

Ich fragte sie, ob sie was Neues wolle. Denn ich kann alles sein, aber nicht neu.
Sie schüttelte nur bedächtig den Kopf.
Also vermisst sie nun das Prickeln der allerersten Monate? Ein biochemischer Prozess, die Wirkung ähnlich einer Droge???
Aber sie schüttelte doch den Kopf....

Dann sagte sie noch, ich hätte mir doch so viel Mühe gegeben.
Das brachte mich nochmals zum heulen.
Ich dachte mir leicht zynisch, danke dass du das bemerkst, was soll mir das jetzt sagen?

Ja, so philosophiere ich um das Wort Gewohnheit herum.
Fakt ist, dass sie wohl nicht nur meine verstärkte Zuneigung ihr gegenüber vermisste. Denn eben diese zeigte ich ihr doch .... "du hast dir so viel Mühe gegeben"

Ist es vielleicht einfach der Zahn der Zeit?
Eine Beziehung wird doch erst so richtig innig und besonders mit der Länge.
Gleichzeitig ist sie wohl genau an dieser Länge gescheitert?

Vielleicht sind wir einfach noch zu jung?
Die richtige Beziehung zur falschen Zeit. Mein Idealismus fehl am Platze.

Ein verstärkter Freiheitsdrang?
Warum hatten wir diese beiden grundsätzlichen Gespräche, jeweils kurz nachdem sie sich mit dem Freund getroffen hatte?

Tja..... um 12:30 musste sie wieder zur Schule fahren.
Sie nahm nochmals kurz meinen Arm, dann stand sie auf vom Sofa.
Sie sagte "Tut mir leid", ging, macht die Tür hinter sich zu.

Ich hatte einen heftigen Heulkrampf.
Aber nur eine Minute.

Danach war das Heulen vorbei.
Ich traf mich mit nem Freund, danach ging ich ins Bett.
Habe bis jetzt ne Std geschlafen vielleicht.
Appetit fehlte auch.

Mittlerweile kommt der aber wieder.

Aber ich bin erschrocken von mir selbst.
Heute einmal habe ich kurz geweint. Wieder ne Minute vielleicht.
Das wars! Ansonsten bin ich wie versteinert.
Saß vorm Fernseher. Hab bei How I Met Your Mother ein wenig gelacht.

Aber warum bin ich wie ein Stein? Einmal wollte ich die Fernbedienung gegen die Wand schmeißen, um wenigstens irgendwas an Emotion raus zu lassen....
Warum muss ich nicht heulen wenn ich Fotos von ihr sehe?
Warum empfinde ich gerade keinen Schmerz?

Da ist gerade nichts..... :ratlos:
Keine richtige Wut, keine Trauer, noch nichtmal Gleichgültigkeit.

Man kann sagen: Ich weiß es einfach nicht.

Nur Ratlosigkeit und Lethargie: Ich analysiere mich und unser letztes Gespräch, als würde ich eine Klausur darüber schreiben.
Ticke ich nicht richtig?

Hab ich sie doch nicht geliebt?
Nein, das kann nicht sein, ich weiß wie die drei Jahre waren.

Bin ich in einem schockzustand?

So jetzt bin ich sprachlos.... war ja auch erstmal genug Text :ashamed:

Ich danke wirklich jedem, der sich um eine Antwort bemüht.

Einen schönen Abend,

Patrick.
 

Benutzer101839 

Sorgt für Gesprächsstoff
Lieber Patrick,

ich möchte zuerst einen Kompliment zu deinem Text aussprechen. Sie ist sehr gut geschrieben. Ich finde es sehr bemerkenswert von dir gerade jetzt so einen gefühlvollen Text schreiben zu können.

Oft kommt es vor, dass gerade beim Tod enger Verwandten wir uns in den Tagen kurz danach uns wie versteinert fühlen, keine Trauer, keine Tränen, einfach nur Leere. Der Kopf und dein Körper sind noch nicht bereit das Vergangene zu verarbeiten. Es kam zu plötzlich.

Ich werde im Weiteren zu der Beziehung kommen. Ich entschuldige mich für den analysierender Stil.
Alles was wir hier schreiben, zu ihren Beweggründen, sind nur Spekulationen. Ich könnte mir vorstellen, dass sie für diesen Freund besondere Gefühle hegt. Sie spürte vielleicht beim ersten Mal eine Spannung zu ihm beim Tanzen, die in eurer Beziehung nicht (mehr) da war. Vielleicht wurde hier ihr zum ersten Mal bewusst, dass etwas in eurer Beziehung fehlt, obwohl sie nicht genau sagen kann, was. Vielleicht das gewisse etwas? Im weiteren wusste sie nicht, wie sie das, was fehlt, zwischen euch wieder herstellen kann. Dann überlegte sie sich vielleicht, ob sie ihr ganzes Leben in einer Beziehung verbleiben will, in der etwas fehlt? Und entschied sich dagegen und ging ihrem Ideal nach.

Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es für sie die richtige Beziehung zur falschen Zeit war. Aber ich schließe völlig aus, dass es am Idealismus liegt. Das Ideal ist immer ein Ziel, es weist uns den Weg. Wir würden uns ohne Ideale verlaufen.

Ich sehe eine Möglichkeit in die Beziehung, wenn sie bereit wäre, sich selbst näher mit der Beziehung zu beschäftigen, wenn sie selbst in sich geht und nach dem Problem sucht und es mit dir bespricht. Das Problem für sie ist evtl. dass sie die gegenwärtige Situation als Stasis ansieht und nicht die Hoffnung hat, dass diese Beziehung zu etwas werden kann, was sie sich wünscht. Vielleicht kannst du sie darum bitten, sich genauer damit zu beschäftigen und diese Beziehung nicht einfach wegzuschmeißen. Vielleicht findet sie selbst das Problem, den sie nun als "Gewohnheit" bezeichnet. Was genau stört sie oder wünscht sie sich? Dann lässt es sich zu zweit bewältigen.
 
S

Benutzer

Gast
Ahje...

Also erstmal: Ich glaube nicht, dass du gerade emotionslos bist. Lies deinen Text und er wird dir das Gegenteil beweisen :smile: Deine jetzige Gefühlslage entspricht eher einem Schockzustand. Für dich war die Beziehung scheinbar wirklich der Lebensmittelpunkt. Es lief super. Du hast dich um sie bemüht, als sie ein kleines Alarmzeichen setzte und dein Leben verlief gut.
Nun ist sie weg, der sog. "Halt", wie du es nennst. Da ist es doch klar, dass man das erst nicht glauben kann, weint und schließlich einfach nur eine Leere spürt.
Und du scheinst gerade tief in dieser Leere zu versinken.

Was bei allem aber nicht wirklich rüber kam: Was genau war ihr Problem?
Du sagst, es sei die Gewohnheit. Ok, aber Gewohnheit schleicht sich bei jeder längeren Beziehung ein und ehrlich gesagt, sie gehört dazu... durch Gewohnheit erfährt man auch Sicherheit. Klar, aus Gewohnheit darf nicht Langeweile werden, aber um das zu verhindern, hilft reden und gemeinsam Lösungen finden.

Wie genau zeigte sich also laut Aussage deiner Freundin die Gewohnheit? Oder hast du das letztendlich nur geschlussfolgert, ohne dir aber selbst sicher zu sein, was eigentlich hinter den Gedanken deiner Freundin steckt?

Sie sagt, sie will nichts Neues. Aber was wollte sie denn dann?
Wenn sie sagt, in euere Beziehung sei Gewohnheit gekommen und sie würde das stören, dann muss sie doch auch mal überlegen, wie man das lösen kann? Hat sie irgendwas gemacht, um die Gewohnheit zu beseitigen, wenn sie sie doch stört?

In meinen Augen besteht da irgendwie noch ein wenig Redebedarf zwischen euch beiden.
 
C

Benutzer

Gast
Wieder mal ein Beispiel dafür, dass Beziehungen kaputt gehen, obwohl sie ein gutes Fundament hätte. Warum sind Menschen heutzutage so? Bevor man gemeinsam durch eine schwere Zeit geht, trennt man sich lieber und sucht sich was Neues. Aber da geht der ganze Käse ja auch wieder von vorne los. Sowas macht mich wirklich traurig!

Ich finde, was du geschildert hast, klingt eigentlich gar nicht nach Gewohnheit. Du hast sie nachwievor überrascht (siehe Nikolausgeschenk) Ich kenne Beziehung (auch 3 Jahre zusammen), die sich zu Weihnachten ausmachen, was sie sich schenken. Wie hat denn eure letzte Zeit so ausgesehen? Habt ihr noch viel unternommen? Oder habt ihr euch eher mal zum fernsehen verabredet? Aber selbst das wären Dinge, die man überwindet. Auch wenn man mal ne Zeit nicht weiß, was man miteinander anfangen soll. Kommen die Idee doch irgendwann wieder zurück.

Es tut mir wirklich schrecklich für dich leid. Du klingst so als würdest du als absoluter Verlierer aus der Sache rausgehen. Allein mit deinen Lebensplänen und Vorstellungen von der großen Liebe. Ich wünsch dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit!!!
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Du hast es nur noch nicht richtig realisiert und/oder kannst es noch nicht glauben.
 

Benutzer80610  (30)

Verbringt hier viel Zeit
Reden... ja? nein? wann?

Danke für eure hilfreichen Antworten.
Zumindest habt ihr es geschafft, dass ich kurz wieder weinen konnte, aber nur kurz....
Meine Versteinerung lässt da momentan nicht viel Platz - ich hoffe sie verschwindet bald, habe aber auch Angst davor.

Ja, in Anbetracht der ganzen Fragen, die im Nachhinein in meinem Kopf auftauchen, ist da definitiv noch Redebedraf.

Vielleicht gibt es auch noch eine Chance, wenn sie merkt, wie es ohne mich ist. Vielleicht aber auch nicht.
Jedenfalls darf solch eine Hoffnung nicht die Motivation für die nächsten Tage werden .... wie schnell könnte mich das kaputt machen?

Aber allein das Wort Gewohnheit ist ein bisschen wenig.
Ich musste ihr diesbezügich aber auch immer alles aus der Nase ziehen.
Selbst unser letztes Gespräch begann damit, zu fragen ob ich den Ausstechformen für die Kekse hätte, die wir für die Familie backen wollten (Klischeeweihnachtszeit.....gerade genau das richtige für michv:rolleyes:)
Ich antwortete da aber nur kurz drauf, und fragte, was gestern gewesen sei..... und dann ging es los.

Zum Freiheitsdrang:
Ich kann mir gut vorstellen, dass der Freund und die gemeinsamen vermehrten Unternehmungen mit ihren Freundinnen sie auf neue Ideen gebracht haben.
Wir haben speziell im letzten Monat nicht viel zusammen gemacht.
Da waren bei ihr die Klausuren, da war die Tatsache, dass ich 2 Mal im Monat Wochenenddienst in meiner Zivistelle (Allgemeinpsychiatrie - passt ja grad so gut :geknickt::hmm:) habe - da hatten wir nicht viel Zeit für richtige Akionen.

Aber das habe ich ja gerade versucht zu ändern: Der Sex, das Geschenk, sei es abends kein Fernseher, sondern mal Monopoly (hat sie vorgeschlagen), wir wollten Eislaufen gehen, am 18. oder 23. in die Disko, wir wollten ne kleine Reise machen nach Münster jetzt noch in der Adventszeit.

Wenn ich das so Revue passieren lasse. So viel Gewohnheit in der Hinsicht war da doch gar nicht.
Natürlich ist nicht jeder einzelne Abend ein Kick. Was erwartet sie denn? :schuettel:
Vielleicht hat sie mich auch gar nicht mehr gebraucht, um ein ausgefülltes, spaßvolles Leben zu haben.

Tja, und so komm ich zu dem Gedanken, dass das Wort Gewohnheit in eine andere Richtung zielt:
Ich sagte im Gespräch noch: "Für mich ist dich zu treffen doch keine Gewohnheit. Das steht doch nicht in der Liste zusammen mit morgens und abends Zähne putzen."

Und ihre Antwort war: "Ja bei dir nicht"

Vielleicht hat sie auch einfach keine Gefühle mehr für mich. :geknickt:

Aber auch der Punkt lässt mich zweifeln.
Denn ich fragte im Gespräch auch, ob der Sex letzte Woche für sie nur körperlicher Natur war, und da nichts weiteres sei.

Sie sagte jedoch: "Nein da war ich mir ja noch sicher mit uns"

Verdammt - wie kann sich das denn innerhalb von etwas mehr als ner Woche verändern, in eine Sicherheit, dass sie das "Uns" nicht mehr will?
Denn in genau dieser Zeit... da war der Sex, das Nikolausgeschenk,....

Tut mir leid, das ist für mich unerklärlich. Da kann ich mit meinem Verstand nicht eindringen.:hmm:

Das einzige was in diesem zeitraum auch war.... ja das Treffen mit dem Freund.
Vielleicht muss es gar nicht der Typ im speziellen sein.Vielleicht wurde einfach wieder ihr Freiheitsdrang zum Leben erweckt.

Schei*e, so viiel Spekulation.
Mehr als 3 Jahre schmeißt man doch nicht weg, nur mit dem Wort Gewohnheit. :schuettel:
Sie hat sich doch gar nicht richtig erklärt.

Wir müssen nochmal reden. Aber das kann sie nicht so gut wie ich.
Vielleicht sollte ich lieber einen Breif verfassen, in dem genau das steht, was auch in diesem Beitrag geschrieben ist.
Aber wann?

Aber ich will sie auch nicht bedrängen. Ihr Hinterherzulaufen würde genau ins Gegenteil ausschlagen.

Ach ja, gestern habe ich mich krank schreiben lassen vom Arzt.
Bis Sonntag kein Dienst.
Wie soll ich denn auch psychisch Erkrankte jetzt mit der nötigen Professionalität betreuen, aber auch mit Empathie begegnen?
Nur weiß ich auch nicht, was sich bis Sonntag daran geändert haben soll....:geknickt:
 
C

Benutzer

Gast
Also meiner Meinung nach ist das mit der Gewohnheit eine Ausrede. Das hört sich wirklich überhaupt nicht nach Gewohnheit an. Und dass Tage und Abend dabei sind, die nicht so actionreich sind, ist auch klar. Du bist ja nicht ihr Animateur! Und das ist auch nicht der Sinn einer Beziehung, sondern man muss sich auch mal miteinander "langweilen" können und was ruhiges machen.

Ich glaube auch, dass ihre Gefühle flöten gegangen sind. Es ist wahrscheinlich (logischerweise) nicht mehr so aufregend wie am Anfang und es kann schon sein, dass dieser Freund da bestimmte Gefühle in ihr ausgelöst hat. Nicht, dass sie mit ihm zusammen kommen will, aber evtl. fand sie ihn halt anziehend und hat gemerkt, dass sie das in eurer Beziehung vermisst!
 

Benutzer101839 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich sehe die Chance darin, dass sie erstmal einsieht, dass euer Problem nicht unbedingt unumgehbar ist und die Hoffnung darin sieht, dass eure Beziehung wieder glücklich werden könntet. Erst in dieser Hoffnung wird sie wahrhaftig versuchen das, was sie wirklich stört, zu formulieren, welches die Voraussetzung für dich bzw. euch ist, daran etwas zu ändern.
 

Benutzer80610  (30)

Verbringt hier viel Zeit
Außer sie meinte mit Gewohnheit, dass sie keine Gefühle mehr für mich hat.
Dann ist das Problem unumgehbar.

Und sie ist seit fast 2 Stunden online bei ICQ.
Und zwar immer noch mit einem Bild von uns beiden als Avatar.
Ihre beste Freundin ist auch on.
Garantiert ist sie gerade aktiv, ändert ihre Away-Nachricht, unterhält sich mit ihrer besten Freundin.

Es kann auch sein, dass ich gerade Schwachsinn denke bezüglich solcher Kleinigkeiten.

Aber man trägt doch nicht noch ein Bild von uns beiden zur Schau, wenn Schluss und Ende ist?!!?
 

Benutzer101985  (35)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hey,

ich kann mir vorstellen wies dir geht, war bei mir vor ca. 3 wochen fast genau so!
Waren jedoch nur 1,5 Jahre zusammen, umgezogen in ne anderer stadt, auto, wohnung usw. anschaffungen gemacht, ich wechselte den job wegen umzug. Das volle Programm.

BAM, ich empfinde nicht mehr so wie früher, Gewohnheit blablabla von heut auf morgen schluss gemacht.
Ich musste wieder ausziehen, aus der wohnung wo ich vor 3 wochen noch alles aufgebaut und eingerichtet hab.

Zuerst war ich am boden zerstört geheult wie noch nie, zwischendurch total abwesend, oder wütend, dan wieder traurig....glaub da durchlebt man solche phasen.

Wenn ich dir nen Tipp geben darf, versuch nicht über facebook und co. herauszufinden was sie macht oder chatten usw. Das macht dich kaputt wenn du mitbekommst, das gewisse fotos verschwinden, oder auf einmal Single zu lesen ist bzw. neue Fotos, die freundesliste auf einmal anders is...

Ich hab mich selber nicht daran gehalten und um einen neuen abschnitt zu beginnen alle profile gelöscht, und seitdem gehts mir wirklich besser. Wenn du net mal die möglichkeit hast von ihr was zu sehen oder herauszufinden ist der schlussstrich um einiges leichter.

Hört sich vielleicht doof an aber ich hab mir vor ne woche nen film angekuckt der mir wirklich geholfen hat zu verarbeiten, neue motivation, lebensfreude.....neue Ziele kamen, die mich antreiben.
"Into the Wild" solltest nicht kennen und lust haben *fg*

Tjo komisch denk ich hab doof mein senf dazu gegeben, vielleicht isses bei mir sowas wie selbsttherapie.

Wünsche dir alles gute und viel kraft
lg und denk dran
wo eine tür sich schließt öffnet sich eine andere
 
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