Erschiessung von aggressiven Hunden: Richtig oder falsch?

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:
Ne, ich meinte, ob der Hund das aushält.:zwinker:
Off-Topic:
Sicher hält der das aus. Da ist irgendwas multifaktoriell schief gelaufen, an dem sicher die Besitzerin maßgeblich beteiligt war. Das kann man aber anhand der vielen widersprüchlichen Infos die es gibt, nicht eruieren. Ganz wichtig ist für mich aus der Ferne aber der Gemütszustand der Frau, der sicher auch nicht im grünen Bereich war, ich persönlich würde tippen, dass war echt wirksamer Katalysator für die Überforderung des Hundes, die ein Ventil gesucht hat. Die Frau hat komischerweise keiner erschossen :zwinker:
Ich weiß ich hab vorher mal geschrieben, sie hinzulassen wäre gut gewesen, weil das Video auf den ersten Blick so wirkte, aber mit mehr zur Vorgeschichte revidiere ich das, sie WEG zu bringen hätte das durchaus entschärfen können. Genau wie die den Gehsteig zu sperren, neimanden sinnlos rumstehen zu lassen und Ruhe zu bewahren. Das ist alles in allem wenig professionell abgelaufen, weil die Beamten sich von ihrer eigenen Hilflosigkeit haben übernehmen lassen.
Nicht mehr zu ändern, und es wird sich auch nichts verbessern, so lange Tiere nur dann schützenswert sind, wie sie dem Menschen nützlich sind.
 

Benutzer158340 

Planet-Liebe Berühmtheit
Sie haben ihn in die Enge getriben und sind aggressiv aufgetreten. Die da so dämlich rumstehen und sich einzige dadurch dass sie Passanten anschnauzen (das sogar zu recht) wichtig machen, hätten nützlicherweise auch den einfach den Gehsteig absperren können. Wie zum Geier KOMMT der Hund überhaupt an andere Passanten, wenn da unzählige Polizisten herumstehen die gucken und nicht wissen was sie machen sollen? Gibts da keine Einsatzleitung? Das wirkt massiv unkoordiniert und keiner hat sich richtig Ahnung, was er eigentlich warum macht. NATÜRLICH merkt das Hund. Die Frau weg zu bringen und Stille zu gebieten hätte auch massiv geholfen, wenn ich sehe sie kann ihn nicht unter Kontrolle bringen. Wenn ich panisch schreie dreht mein Hund durch. Himmel sogar Hund die NICHT meine sind, drehen durch bei dieser Tonlage. Dieses ganze Durcheinander, Verzweiflung, Gaffen, Druck NATÜRLICH dreht der ab.
Weniger Menschen, ruhiges Verhalten, alle weghalten die nicht damit zu haben und ne Schlinge.
Ich hab mir jetzt extra nochmal das Video angesehen und frage mich grade ernsthaft, ob wir dasselbe Video sehen. Also was ich gesehen habe: Anfangs stehen die Polizisten alle mit Abstand um die Frau und ihren Freund (?) herum, während die beiden versuchen, den Hund anzuleinen (?) (auf jeden Fall hantieren sie am Kopf des Hundes rum, der hinter dem Polizeiwagen fast gar nicht zu erkennen ist). Der eine Mann geht, die Frau hält weiter den Hund fest, alles steht auf Abstand.
Ein doofer Passant kommt zu nahe, einer der Polizisten geht hinter der Frau(!) vorbei (!) (was vielleicht nicht ganz so clever war) und schimpft. Der Hund reißt sich los, springt erst in Richtung des doofen Passanten, wird von den dortigen Polizisten zurückgescheucht und erst dann eingekreist, in die Enge getrieben, beißt um sich und wird schließlich erschossen. Und der letzte Ablauf innerhalb von 10-15 Sekunden.
Und da innerhalb dieser paar Sekunden mit "hätte, wäre, wenn" zu kommen, doch das finde ich unfair. Die einzige Stelle, wo cih sagen muss, dass da vielleicht blöd reagiert wurde, war, als der eine Polizist hinter der Frau vorbeigegangen ist. Aber auch da ist der Hund erst ausgeflippt, als der Typ schon an ihr vorbei war, und hat ganz offensichtlich auch nciht diesen Polizisten angegriffen ( = der war nicht die größte Bedrohung für ihn), sondern einen anderen. Und ne, das ist auch bei sämtlichem Hundeverständnis kein "nachvollziehbares Hundeverhalten im Sinne von Selbstverteidigung".
 

Benutzer165615 

Öfters im Forum
Stelle mir halt bei solchen Berichten oder Nachrichten immer vor, meine Kinder wären in so einen Vorfall involviert.

Was ja Sinn und Zweck verkennt. Weil du den Schutz, man könnte auch sagen eigenen Egoismus, darüber stellst die Situation wertneutral zu betrachten. Denn richtigerweise müsste man sich erst die Frage stellen, wären meine Kinder in Gefahr? In vermutlich 99% der Fälle wäre das nicht der Fall, denn welchen Grund braucht denn ein Tier um deine Kinder anzufallen? Oder aber würdest du in der Situation nicht schützend auf deine Kinder wirken, wie wahrscheinlich wäre es also, dass sie zu Gegend wären und damit potenziell gefährdet?

Es ist genau das, was ich mit gesellschaftlicher Akzeptanz meine. So fern man davon ausgeht ein Tier, das offenkundig unsicheres Verhalten zeigt, wird automatisch zur reinen Tötungsmaschine. Wo kommt das her? Sicherlich nicht durch entsprechende Wesensanalysen. Viel eher auf ein von Medien gezeichnetes Bild. Das wie bei dir darin ausgelöst wurde, den Schutz deiner Kinder zu forcieren. Es braucht erst jemand zu beschützendes, dann ist auch egal welche reale Gefahr wirklich vorhanden ist. Die Möglichkeit reicht aus, dann noch eine Portion von "wir stehen über unseren Haustieren" und wir haben den Inhalt des Themas hier.

Also befinden wir es als richtig und gut, aggressive Tiere zu erschießen und wollen uns nicht weiter mit Möglichkeiten befassen. Denn es ist sehr einfach, sich vor Augen zu halten das Tiere unter uns stehen und damit in Ausnahmesituation prinzipiell das Recht auf Leben verwirkt haben. Rein psychologisch spiegelt sich das ja auch in vielen Tierbesitzern wieder. Wenn ich einen Hund habe, dann bin ich das Leitbild, aber demzufolge nicht das Tier auf der Klippe was ins Tal sieht. Denn ich bin genauso Teil des Rudels, wie in dem Fall der Hund. Das Problem bei Pascha war "es gab kein Leitbild". Die Halterin war nicht in der Lage in der Erziehung das Leitbild abzugeben. Denn dann hätte der Hund nicht unsicher werden müssen, da das Vertrauen geboten wäre die Halterin beschützt den Hund. Offenkundig tat sie das nicht, weil er nun Tod ist.

Das keine Aggression ausging, der hat wohl nicht das Video gesehen. Relativ nah bei der Szene vor er erschossen wird: Hund büchst aus, Halterin hinterher und was macht der Beamte? Gibt ihr erstmal ne Kelle und danach folgte die Umzingelung. Stell dir vor, eine Gruppe umkreist dich und wirkt bedrohlich auf dich. Würdest du warten und dich verprügeln lassen oder versuchen zu flüchten? Fluchtinstinkt sieht man im Video. Das ist keine Aggression aber man kann das natürlich weiterhin als solche verkaufen. Letztlich ist es auch egal, passiert ist passiert. Wenn das Vorgefallene nicht dazu beiträgt sich selber mal darüber Gedanken zu machen wie ich solche Dinge sehe - dann weiß ich es auch nicht.
 

Benutzer136306 

Planet-Liebe Berühmtheit
Was ja Sinn und Zweck verkennt. Weil du den Schutz, man könnte auch sagen eigenen Egoismus, darüber stellst die Situation wertneutral zu betrachten. Denn richtigerweise müsste man sich erst die Frage stellen, wären meine Kinder in Gefahr? In vermutlich 99% der Fälle wäre das nicht der Fall, denn welchen Grund braucht denn ein Tier um deine Kinder anzufallen? Oder aber würdest du in der Situation nicht schützend auf deine Kinder wirken, wie wahrscheinlich wäre es also, dass sie zu Gegend wären und damit potenziell gefährdet?

Wenn sich - aus welchen Gründen auch immer - die Situation erstmal so weit entwickelt hat, wie am Bahnhof in München, dann kann doch jeder Opfer eines Angriffs des Hundes werden, unabhängig davon, wie er sich verhält. Das Tier unterscheidet in seiner Panik dann nicht mehr.

Es ist genau das, was ich mit gesellschaftlicher Akzeptanz meine. So fern man davon ausgeht ein Tier, das offenkundig unsicheres Verhalten zeigt, wird automatisch zur reinen Tötungsmaschine. Wo kommt das her?

Wer geht denn davon aus? Aber auch ein offenkundig unsicheres Tier kann sehr, sehr gefährlich sein und so lag es am Hauptbahnhof in München. "Pascha" war ja keine "reine Tötungsmaschine", das behauptet doch auch niemand.

Also befinden wir es als richtig und gut, aggressive Tiere zu erschießen und wollen uns nicht weiter mit Möglichkeiten befassen.

Ich habe noch keine weiteren Möglichkeiten in solchen Situationen kennengelernt, die ich für realistisch halte.

Das keine Aggression ausging, der hat wohl nicht das Video gesehen. Relativ nah bei der Szene vor er erschossen wird: Hund büchst aus, Halterin hinterher und was macht der Beamte? Gibt ihr erstmal ne Kelle und danach folgte die Umzingelung. Stell dir vor, eine Gruppe umkreist dich und wirkt bedrohlich auf dich. Würdest du warten und dich verprügeln lassen oder versuchen zu flüchten? Fluchtinstinkt sieht man im Video. Das ist keine Aggression aber man kann das natürlich weiterhin als solche verkaufen.

Die Aggression des Hundes war das Beißen von fünf (!) Menschen vorher. Und natürlich kann man den Hund dann nicht fliehen lassen, wenn er kurz zuvor erst fünf Menschen angefallen hat.

Wenn das Vorgefallene nicht dazu beiträgt sich selber mal darüber Gedanken zu machen wie ich solche Dinge sehe - dann weiß ich es auch nicht.

Wieso soll der Vorfall Anlass geben, sich darüber Gedanken zu machen, wie du solche Dinge siehst?
 

Benutzer98820 

Sehr bekannt hier
Es braucht erst jemand zu beschützendes, dann ist auch egal welche reale Gefahr wirklich vorhanden ist. Die Möglichkeit reicht aus, dann noch eine Portion von "wir stehen über unseren Haustieren" und wir haben den Inhalt des Themas hier.
Ich finde, daß das ein ganz klein wenig verkürzt dargestellt ist. Eine Gefahr ist irgendwas in der Zukunft, was vielleicht geschieht oder vielleicht auch nicht.
Dieser Hund hier hatte aber bereits gebissen(!), und die Polizisten sind nicht mit dem Ziel angerückt "ah, ein Hund hat gebissen, den schießen wir jetzt schnell tot und dann fangen wir den nächsten Ladendieb".
 

Benutzer96776 

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Off-Topic:

Unsinn. Das ist nur die feste Überzeugung von Leuten, die sie nicht lesen können.
GANZ selten kommt es durch epileptiforme Anfälle, Tumore oder auch kompletten Kontrollverlust durch "scharf machen" oder ähnliches "Training" tatsächlich dazu, dass ein Hund uneinschätzbar wird. Und das sind Kandidaten, für die Himmelsspritze dann absolut die beste Lösung ist, da sie kein lebenswertes Leben mehr führen können und eine Gefährdung für ihr Umfeld von Ihnen ausgeht.
Das sind aber ganz selten DIE Kandidaten, die in flagranti erschossen werden.
Weil solche Hunde meist im vertrauten Umfeld außer Kontrolle geraten, der Hund um den hier geht hatte Gründe auszurasten, und hat recht gezielt attackiert, zumindest das bisschen was man im Video sehen kann.

Hunde sind im Allgemeinen sehr viel berechenbarer als ihre Besitzer.
Und immer noch sage ich, dass ich nicht in Frage stelle, dass am Ende kein anderer Ausweg mehr existierte, und dass man drüher ansetzten sollte, wenn man das vermeiden will. Wobei ich ehrlich gesagt nicht mal glaube, dass jemand das vermeiden will. Mir hat mal ein Polizist grinsend gesagt, geschieht ihm eh recht, dem Drecksköter^^ worüber soll man da noch reden?

Ich hatte noch nie einen Hund, und mich zugegeben auch nicht mit deren Psyche eingehender befasst, aber das heißt noch lange nicht, dass ich meine Aussage zwecks "unberechenbarer Waffe" deswegen getätigt habe, weil ich die Tiere nicht leiden kann. :what:

Ich behaupte ja auch nicht, dass 90% der Hunde so sind, aber es gibt durchaus auch solche. Ja, mag sein, dass dieses Verhalten, welches letztlich unkontrollierbar ist, antrainiert wurde, und nicht von Geburt an vorhanden, aber das ändert nichts am Ergebnis.

Denn wenn es keinen Hund gäbe, der unberechenbar ist, wie ich es schrieb, dann dürfte es ja auch erst gar nicht zu solchen Zwischenfällen kommen, wo Menschen durch Hunde schwerst verletzt werden, weil sie ja in jedem Fall unter Kontrolle gebracht werden können der Logik zu Folge.

Wenn der Ausraster gerade akut ist (und da ist der Grund, warum es dazu kam, wohl eher nebensächlich, denn man kann ja dann schlecht schnell eine Verhaltenstherapie mit dem Hund machen in der wenigen Zeit, die dann noch bleibt, um zu reagieren) und deeskalierend auf das Tier einwirken auch nicht hilft, und man das Tier immmer noch nicht unter Kontrolle kriegt, naja was soll man machen? Bevor ich dann mein eigenes Leben oder das von Passanten auf's Spiel setze, oder riskiere, bleibende Schäden davonzutragen, ist das wohl wie gesagt der einzige Weg, um die Lage wieder in den Griff zu kriegen. Da setzt dann wohl auch beim Menschen ein gewisser Urinstinkt ein, wie ich mir vorstellen kann...
 

Benutzer67523 

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Ich finde, daß das ein ganz klein wenig verkürzt dargestellt ist
Ja klar - viele Argumente sind hier beim besten Willen sehr naiv.
Der Auftrag der Polizei ist, im öffentlichen Raum Sicherheit herzustellen, und nicht hundepsychologisch zu agieren und in einer aufgeheizten Situation eine Wesensprüfung durchzuführen.
Rhetorisch gefragt - wenn die Besitzer den Hund nicht beruhigen können, wie sollen fremde Polizisten das schaffen.

Zum Fall selbst: wie so oft wurden die Fehler viel viel früher gemacht. In München gilt an Bahnhöfen Leinenpflicht, wahrscheinlich hat sie ihn nicht gerade erst abgeleint. Der Hund ist für sie zu gross und stark, wenn er nach der langen Bahnfahrt nervös ist, gehört halt ein Maulkorb aufgesetzt, etc etc.
Am Schluss, wenn alles schief gelaufen ist, kommt halt die Polizei dazu und muss die Sache mit minimalem Risiko für Umstehende und sich selbst bereinigen.
Die meisten Schreiber hier, vor allem die Schöngeister hier, wären schon von viel weniger gestresst - kommentieren ist halt schon einfacher.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich hatte noch nie einen Hund, und mich zugegeben auch nicht mit deren Psyche eingehender befasst, aber das heißt noch lange nicht, dass ich meine Aussage zwecks "unberechenbarer Waffe" deswegen getätigt habe, weil ich die Tiere nicht leiden kann. :what:

Ich behaupte ja auch nicht, dass 90% der Hunde so sind, aber es gibt durchaus auch solche. Ja, mag sein, dass dieses Verhalten, welches letztlich unkontrollierbar ist, antrainiert wurde, und nicht von Geburt an vorhanden, aber das ändert nichts am Ergebnis.

Denn wenn es keinen Hund gäbe, der unberechenbar ist, wie ich es schrieb, dann dürfte es ja auch erst gar nicht zu solchen Zwischenfällen kommen, wo Menschen durch Hunde schwerst verletzt werden, weil sie ja in jedem Fall unter Kontrolle gebracht werden können der Logik zu Folge.

Wenn der Ausraster gerade akut ist (und da ist der Grund, warum es dazu kam, wohl eher nebensächlich, denn man kann ja dann schlecht schnell eine Verhaltenstherapie mit dem Hund machen in der wenigen Zeit, die dann noch bleibt, um zu reagieren) und deeskalierend auf das Tier einwirken auch nicht hilft, und man das Tier immmer noch nicht unter Kontrolle kriegt, naja was soll man machen? Bevor ich dann mein eigenes Leben oder das von Passanten auf's Spiel setze, oder riskiere, bleibende Schäden davonzutragen, ist das wohl wie gesagt der einzige Weg, um die Lage wieder in den Griff zu kriegen. Da setzt dann wohl auch beim Menschen ein gewisser Urinstinkt ein, wie ich mir vorstellen kann...

NICHT LESEN, steht da, die sie nicht LESEN können, nicht nicht leiden können :grin:
Und ja, Hunde sind für die Leute, die sie nicht lesen können unberechenbar. Aber sie sind nicht PER SE unberechenbar - weil man sie eben verstehen muss.
Jeder, dessen Sprache ich nicht verstehe ich für mich nicht zu berechnen. Wenn man sie aber nicht versteht, ist das nicht die Schuld der Hunde, wenn diese sich korrekt ausdrücken^^

Da hat übrigens niemand in irgendeiner Form etwas deeakaliert. Bedrängen und an die Wand pinnen ist nicht deeskalieren. So ganz und gar nicht.
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Ich finde, daß das ein ganz klein wenig verkürzt dargestellt ist. Eine Gefahr ist irgendwas in der Zukunft, was vielleicht geschieht oder vielleicht auch nicht.
Dieser Hund hier hatte aber bereits gebissen(!), und die Polizisten sind nicht mit dem Ziel angerückt "ah, ein Hund hat gebissen, den schießen wir jetzt schnell tot und dann fangen wir den nächsten Ladendieb".

Off-Topic:
Genau das hab ich aber schon oft von Polizisten gehört, die mit sowas betraut waren. Schulterzucken "Daschieß ma´n hoit." "wenn er muckt" war vorher das Gespräch. Dass es so leicht fällt aus Unverständnis ein Leben auszulöschen... joa. Was das so aussagt?
 

Benutzer161456 

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In vermutlich 99% der Fälle wäre das nicht der Fall, denn welchen Grund braucht denn ein Tier um deine Kinder anzufallen? Oder aber würdest du in der Situation nicht schützend auf deine Kinder wirken, wie wahrscheinlich wäre es also, dass sie zu Gegend wären und damit potenziell gefährdet?

Nun ja. Die Bewertung solcher Zwischenfälle wird von meinen Erfahrungen gespeist. Und die sind nun mal so wie sie sind.
Genau so wie das Verhalten des Hundes sich aus seiner individuellen Vita heraus erklären lassen würde.

Daher gibt es hier leider keine eindeutige moralische Antwort.
Man darf hier einfach nicht mit gut und böse argumentieren.
Genau so wenig ist eine Katze böse, welche sich eine Maus, einen Vogel krallt.
... Oder ein Mensch , der zB. ein Nutellabrot mit Palmöl aus dem abgeholtzten Regenwald gedankenlos vertilgt.

Ich möchte mich und mein Familie halt vor Unbill und Schaden schützen bzw. geschützt wissen.
Die Kopfhöhe eines Kleinkindes ist leider ungünstig auf der Höhe eines Hundemaules, was sehr schnell zu lebenslangen, bösen Verletzungen führen kann.
Da liegt in der Natur der Sache, dass ich als Vater meine Beschützerinstinkte aktiviere. Und ich habe schon ein paar brenzeliger Situationen mit meinen Kindern und bissigen Hunden erfahren.
Sind Gott sein Dank alle gut ausgegangen.
 
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Benutzer105448 

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NICHT LESEN, steht da, die sie nicht LESEN können, nicht nicht leiden können :grin:
Und ja, Hunde sind für die Leute, die sie nicht lesen können unberechenbar. Aber sie sind nicht PER SE unberechenbar - weil man sie eben verstehen muss.
Jeder, dessen Sprache ich nicht verstehe ich für mich nicht zu berechnen. Wenn man sie aber nicht versteht, ist das nicht die Schuld der Hunde, wenn diese sich korrekt ausdrücken^^

Und was ist die Schussfolgerung?
Muss jeder Hunde lesen können?
Muss die Polizei da erstmal jedesmal jemanden anfordern, der Hunde lesen kann?
 

Benutzer140332  (33)

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Ich versteh irgendwie nicht, warum viele glauben, man muss jetzt speziell Hunde lesen können?
Wenn eine Situation zu eskalieren droht, dann deeskaliere ich, mit Ruhe und Bestimmtheit. Dafür ist es egal, ob da ein Tier oder Mensch steht. Gerade in hektischen, unübersichtlichen Situationen noch 3 Mal mehr.

Einem Menschen, der total verunsichert, verängstigt und zu Gewalt bereit ist, bedränge ich auch nicht als erstes und drohe Gewalt an - das führe ich dann aus, wenn es nichts mehr zu retten gibt.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Es wäre sinnvoll die beamten für das auszubilden, was ihnen so begegnet. Also ja, zumindest einen beamten mitzuschicken, der sich damti auskennt und die Leitung übernehmen kann, wäre wünschenwert.

Aber ganz ehrlich? Es scheitert man Kosten/Nutzen oder Aufwand/Nutzen Verhältnis.
Ist nur ein Hund, und wenns nicht klappt, dann erschießt man ihn eben, was solls. Wäre vermutlich eh ein böser Hund gewesen. Und unberechenbar. Und gefährlich. Man hat also alles Recht, es sich einfach zu machen.

Dann muss aber nicht "unfair, was hätte ich denn tun sollen" schreien, wenn es begründete Kritik gibt. Soll man sich eben hinstellen uns sagen wie es ist: Ausgebildete Beamte für so etwas zu haben ist zu teuer und zu aufwendig, für die paar Hunde die man im Jahr erschießt ist es die Mühe nicht wert.
[doublepost=1528034329,1528034210][/doublepost]
Einem Menschen, der total verunsichert, verängstigt und zu Gewalt bereit ist, bedränge ich auch nicht als erstes und drohe Gewalt an - das führe ich dann aus, wenn es nichts mehr zu retten gibt.

Das machen sie aber auch :zwinker: Also verängstigte gewaltbereite Menschen weite rbedrohen, weil, wer lauter schreit, hat schließlich Recht. Und als Polizist hat man von Amts wegen Recht.

Mit "lesen" meinte ich jetzt auch nicht jedes Ohrenzucken richtig zu interpretieren, sondern einfach erkennen wann eben ruhige Vermittlung und wann aggressives Auftreten gefragt sind. Und dass man an so eine Situation etwas sortierter und bedachter rangeht, wenn man niemanden gefährden will.
 

Benutzer161456 

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Es wäre sinnvoll die beamten für das auszubilden, was ihnen so begegnet. Also ja, zumindest einen beamten mitzuschicken, der sich damti auskennt und die Leitung übernehmen kann, wäre wünschenwert.

Ja, das wäre wünschenswert gewesen.
Doch leider was es nicht so.
Deswegen möchte ich den Beamten keinen Vorwurf machen.

st nur ein Hund, und wenns nicht klappt, dann erschießt man ihn eben, was solls. Wäre vermutlich eh ein böser Hund gewesen. Und unberechenbar. Und gefährlich. Man hat also alles Recht, es sich einfach zu machen.

Ich würde dir recht geben, wenn es ein unauffälliger Hund gewesen wäre... Oder philosophisch betrachtet.
Aber nochmal, er hatte zuvor bereits Passanten angefallen , oder etwa nicht ?
Das kannst du doch nicht einfach so ausblenden.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ja, das wäre wünschenswert gewesen.
Doch leider was es nicht so.
Deswegen möchte ich den Beamten keinen Vorwurf machen.

Ich würde dir recht geben, wenn es ein unauffälliger Hund gewesen wäre... Oder philosophisch betrachtet.
Aber nochmal, er hatte zuvor bereits Passanten angefallen , oder etwa nicht ?
Das kannst du doch nicht einfach so ausblenden.

Das blende ich nicht aus, da gab es aber auch sicher Gründe. Und ich hab schon mehrfach gesagt, die Vorgeschichte ist nicht sinnvoll geschildert, das irgendwas fehlt daoder ist falsch oder was auch immer. Außerdme ist das alles eine einzige Ausnahmesitution für den Hund, und er hat vermutlich nicht "wahllos Passanten angefallen" sondern aus Gründen. Ob er vorher auffällig war ode rnicht wissen wir nur aus unverläßlichen, widersprüchlichen Medienquellen dazu kann ich keine Meinung haben. Daher gehe ich grundsätzlich mal von einem "normalen Teenie Rottweiler" aus, wie ich schon mal geschrieben habe.
Die Besitzerin trägt grundsätzlich die alleinige Verantwortung, da bestreitet ja keiner.
Und ich bin auch alt genug um zu wissen, dass ideale Welten nicht existieren. Und das Menschen vor allem im Rufel sind wie sie sind, und man nicht zuviel erwarten sollte. Nicht zuletzt deswegen arbeite ich nicht mir in dem Job, den ich studiert hab. Ich halt das nicht aus.

Die Frage war aber durchaus mehrfach hier nach dem "ja was hätte man denn anders machen sollen! Man hätte ja GAR NICHTS anders machen können."
Doch, "man" schon, die Beteiligten halt nicht. Und dass ausgerechnet sie beteiligt waren, war auch nicht ihre Schuld. Das ändert nichts daran, dass ich denke, dass das Verhalten, das zu dem Schuss geführt hat, genau das getan hat, den Schuss unvermeidlich gemacht.
 

Benutzer161456 

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Außerdme ist das alles eine einzige Ausnahmesitution für den Hund, und er hat vermutlich nicht "wahllos Passanten angefallen" sondern aus Gründen

Ja, absolut. Das Tier handelte bestimmt nach seinem besten Hundewissen und
Hundegewissen.
Das spreche ich der armen Seele auch gar nicht ab. Doch, das war halt der Situation im humanen Umfeld nicht angemessen und somit eine "Fehlinterpretation der Situation" des Hundes .
Er war in diesem m Moment leider nicht ausreichend zivilisationskompatibel und es schien für die Verantwortlichen akute Gefahr im Verzug für Leib und Leben Unbeteiligter zu sein.
Das wiederum war natürlich vor allem auf das Fehlverhalten des Besitzers bzw. Rudelführers zurück zuführen.
 
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Benutzer96776 

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NICHT LESEN, steht da, die sie nicht LESEN können, nicht nicht leiden können :grin:
Und ja, Hunde sind für die Leute, die sie nicht lesen können unberechenbar. Aber sie sind nicht PER SE unberechenbar - weil man sie eben verstehen muss.
Jeder, dessen Sprache ich nicht verstehe ich für mich nicht zu berechnen. Wenn man sie aber nicht versteht, ist das nicht die Schuld der Hunde, wenn diese sich korrekt ausdrücken^^

Da hat übrigens niemand in irgendeiner Form etwas deeakaliert. Bedrängen und an die Wand pinnen ist nicht deeskalieren. So ganz und gar nicht.
[doublepost=1528033347,1528033050][/doublepost]

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Genau das hab ich aber schon oft von Polizisten gehört, die mit sowas betraut waren. Schulterzucken "Daschieß ma´n hoit." "wenn er muckt" war vorher das Gespräch. Dass es so leicht fällt aus Unverständnis ein Leben auszulöschen... joa. Was das so aussagt?

haha okay nix für ungut :bier: Ich hab das "lesen" schon als solches registriet, jedoch vermutet, das sei ne Floskel für nicht leiden können, my fault :grin:

Für mich bedeutet unberechenbarkeit, dass ein Hund nicht mehr empfänglich ist und nicht mehr auf die Kommandos seiner Besitzer hört, oder sich auch sonst nicht beruhigen lässt auf andere Weise.

Es ist sicherlich ein riesengroßer Vorteil, wenn man sich in die Tiere hineinversetzen kann, und weiß wieso sie sich so verhalten. Keine Frage... Aber wenn ihr Verhalten dermaßen aus dem Ruder läuft, und eben nicht mehr in den Griff zu kriegen ist, dann nützt dir das Wissen, wieso er so reagiert, letztlich auch nicht mehr viel, vorausgesetzt man kann dieses Problem, welches zu solch einem Verhalten führt, nicht schleunigst entschärfen oder beheben. Dann ist ein Tier in meinen Augen unberechenbar, und sowas kann zweifelsohne passieren.

Und nein klar, in diesem Video wirken die Beamten alles andere als deeskalierend (ich hab auch nur ganz kurz reingeklickt, kann da gar nicht zusehen :hmm:), aber man weiß ja nicht, was vorher schon alles ablief, deshalb will und kann ich mir da echt kein Urteil erlauben.
 

Benutzer161456 

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Doch, das war halt der Situation im humanen Umfeld nicht angemessen und somit eine "Fehlinterpretation der Situation" des Hundes .
Er war in diesem m Moment leider nicht ausreichend zivilisationskompatibel und es schien für die Verantwortlichen akute Gefahr im Verzug für Leib und Leben Unbeteiligter zu sein.

So eine fatale Fehlinterpretation der Gesamtsituiation hätte übrigens u. U. auch für einen HomoSapiens tötliche Folgen.

ZB. ein Bankräuber, der in die Ecke getrieben Geiseln bedroht oder ein idiologisch verblendeter Terrorist , der mit einem LKW Amok fährt.
In diesen Fällen wird der Polizist auch von seiner Schusswaffe Gebrauch machen müssen.
 
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