Erschiessung von aggressiven Hunden: Richtig oder falsch?

Benutzer76373 

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Aber anstatt da zum Beispiel Hundeführer hinzustellen, schicken sie ich weiß nicht wie viele Streifen.
Ich bezweifle, dass die Münchner Polizei immer Hundeführer auf Abruf parat hat, um immer auf solche Situationen reagieren zu können. Hundeführer gibt es sicher nicht so oft wie Streifenpolizisten.

Jo, aber Menschen werden ja auch nicht gleich erschossen, wenn sie mit Messern wedeln oder zustechen. Da ist man nicht so schnell. Gefährdung Dritter gibt es da auch reichlich. :zwinker:
Das mag eventuell hier in Deutschland der Fall sein, anderswo ist der Zeigefinger deutlich lockerer.

Sehe ich ja teilweise auch so. Wenn aber die blauen Menschen dem Hund zu nah auf die Pelle rücken und den Kontakt zwischen Besitzer und Hund unterbinden, kann derjenige sein Tier schlecht in den Griff kriegen (allgemein, nicht bezogen auf diesen Fall). Und dass dann schnell zur Waffe gegriffen wird, weil man die Situation nicht oder falsch einschätzt, darf nicht rechtfertigen, ein Tier auf offener Straße zu töten. Auch das sollte man als Polizist in der Ausbildung lernen.
Die Polizei hätte also den Kontakt nicht unterbinden sollen, vielleicht haben die Beamten auch damit rechnen müssen, dass der Hund gezielt auf sie gehetzt wird. Konnten die Beamten das sicher ausschließen?

Und neben den Bissopfern (was ich by the way nie abgestritten habe, dass eine Gefahr von dem Hund ausging) hat den größten Schaden der Hund selbst zahlen müssen - weil die Tante ihr Tier nicht im Griff hatte. Das darf man ja wohl auch einfach mal scheiße finden. :geknickt:
Ja darf man, allerdings erwarte ich von Hundehaltern dass sie neben der geistigen Fähigkeiten zur Hundehaltung auch körperlich in der Lage sind einen Hund zu führen. Auch und gerade dann, wenn der Hund trotz Erziehung mal warum auch immer aus der Reihe tanzt.

Für mich ist auch das „Argument“ der Hund habe ja nur seine Besitzerin verteidigt, ein Beleg dafür das der Hund einfach falsch erzogen war, ergo Fehler am orberen Ende der Leine. Meinethalben kann der Hund ja zu dem Schluss kommen: Scheisse mein Frauchen ist in Gefahr, ich greife jetzt an!
Bloß dann muss der Hundehalter halt fähig sein, dem Hund zu sagen: Pass auf alles ist in Ordnung! Kann er das nicht, ist er mMn nicht zur Hundehaltung geeignet, egal was für einen Hund er hat!


Hätten die Polizisten nicht geschossen, hätte es sicher auch eine Diskussion gegeben. Auch das so oft geschossen wurde ist eigentlich sonnenklar.
Wie auch immer der Fehler sitzt halt meistens am oberen Ende der Leine.
 

Benutzer136306 

Planet-Liebe Berühmtheit
Noch einmal: Tatort war der Hauptbahnhof in München. Was denkst du, wie viele Spürhunde dort die Runde machen? Natürlich gibt es dort Polizeihunde, schon dutzende Male gesehen, also wird es auch eine Möglichkeit geben, einen Beißarm dabei zu haben.



Ja, ich habe begriffen, dass du es bevorzugst, lieber einen Hund zu viel als einen zu wenig zu töten. Zum allerletzten Mal: Ein Beißarm hätte eine Alternative sein können, wodurch der Fall nicht so tragisch hätte enden müssen.


Wie gesagt: Im Nachhinein kann man vom Computer aus sehr bequem erklären, wie es richtig hätte laufen sollen. Das hat nur sehr wenig damit zu tun, wie sich solche Situationen entwickeln.
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So lange sich die Gesellschaft aber nicht teilverantwortlich für ein Dilemma hält, wird kaum ein Umdenken stattfinden.

Ich wüsste jetzt nicht, welche Verantwortung die Gesellschaft für das Verhalten von Hunden hat. Als Unbeteiligter hat man einen Hund in Ruhe zu lassen, mehr nicht. Wenn der Hund sich aus irgendwelchen Gründen gestört fühlt, kann man das kaum einem Passanten anlasten.

Du sagst, die Polizei habe nicht korrekt gehandelt. Was hat sie denn genau falsch gemacht?
 

Benutzer165615 

Öfters im Forum
Off-Topic:
C Crouchback Dir scheint es vielleicht entgangen zu sein, aber das Ignorieren, deiner ewigen Zitate, hat einen Grund. Schlicht den, dass ich keine Lust habe mit dir, deiner Art diskutieren zu wollen. Es wäre also schön, wenn das "Ignorieren" auch auf Gegenseitigkeit beruht. Denn in der Diskussion wird es weder sachlich sinnvolles geben noch irgendwelchen Nutzen abzielen. Es gibt ja noch andere Diskutanten, die Lust haben mit dir diskutieren zu wollen. Danke.
 

Benutzer98820 

Sehr bekannt hier
Raccoon Raccoon Worauf zielt denn dein Begriff des Dilemmas ab, für das sich die Gesellschaft nicht für verantwortlich hält? Darauf, daß die meisten (?) Leute nicht wissen, was sie tun müßten, um so einen Hund wieder zur Vernunft zu bringen?
Dieses Dilemma sehe ich in der Form z.B. gar nicht. Der Deal ist, daß in unserer Gesellschaft Hunde gehalten werden dürfen und die Halter sich im Gegenzug darum kümmern, daß niemand anderer (übermäßig) beeinträchtigt wird. Dieser Deal wurde hier einseitig mißachtet.

Off-Topic:
Nevery Nevery Nur rein interessehalber, stehst du noch hinter folgender Äußerung von dir? Panik vor den Nachbarshunden - Frage nur, weil das schon einige Jahre her ist.
 

Benutzer162226 

Verbringt hier viel Zeit
Jetzt aber dazu überzugehen, dem Hund ein völlig sinnfreies Verhalten - das dem wahllosen Beißen von Passanten - zu attestieren ist, naja lassen wir das.
Unter'm Strich ist es doch völlig egal, ob der erste Biss des Hundes Sinn gemacht hat oder nicht. Er hat gebissen. Er war nicht durch die Halterin zu beruhigen. Zum Schutz der Passanten hat die Polizei sich dazu entschlossen, den Hund zu erschießen.

Gibt es einen Schuldigen an der Situation? Ja, die Halter. Hätte jemand die Situation verhindern können? Ja, die Halter. Hat jemand seine Pflicht vernachlässigt? Ja, die Halter.

Warum man sich da so auf die Polizei fixiert, ist mir unbegreiflich.
 

Benutzer140332  (33)

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Das ändert aber nichts daran, dass die Polizei im Münchener Fall wohl nicht so was dabei hatte.
Ich beziehe mich doch hier nicht exklusiv auf einen Fall. Das sollte doch heraus zu lesen gewesen sein.

ist es m.E. hilfreich, sich vor Augen zu führen, dass das eine von zahllosen Aufgaben ist, die sich Polizisten stellen können.
Einen Menschen sollte man aber kampfunfähig machen können, aber bei Hunden hört's auf? Also ich kann meine Kampfkunst nicht nur auf ein Lebewesen begrenzen, wäre auch nicht sehr hilfreich. :smile:
Im "Beutetrieb" funktioniert das aber leider nicht wirklich immer!
Lass uns keine Diskussion über Beutetrieb führen, dass was du beschreibst ist nämlich keiner. :winkwink:
Und ich traue mir da durchaus eine fachgerechte Beurteilung zu, da ich selbst von klein auf mit Hunden und Personen, die diese trainiert und ausgebildet haben, aufgewachsen bin.
Und ich traue mir eine fachgerechte Beurteilung zu, weil ich:
1. Mit (aggressiven) Hunden schon reichlich Erfahrung habe
2. Mit Hunden und Polizisten aufgewachsen bin (auch mit Schutzhunden)
3. 20 Jahre Kampfkunsterfahrung besitze.

Wer hat jetzt gewonnen? :zwinker:
Achso, darum geht's ja gar nicht. :grin:
Warum sollte der Polizist das Risiko verletzt zu werden eingehen, wenn er durch klare Ansagen klarmachen kann, welche Kosequenzen ein Angriff hätte, mal abgesehen davon, daß bei einem akuten Angriff auch für den Polizisten die Möglichkeit zur Notwehr gemäß § 32 StGB gegeben ist.
Weil er es kann? Wenn ich sicher Messer abwehren und Menschen entwaffnen kann, dann versuche ich trotzdem obiges (warnen, Pipapo), sollte er aber angreifen, entwaffne ich ihn. Mal davon abgesehen dass Otto Normal Mensch kein fähiger Messerschwinger ist.

Du bist nicht Bruce Lee, bloß weil du eine Waffe führst. :grin: Guck dir doch mal die standardmäßigen Messerstechereien an. Da würde schon der Schlagstock reichen oder irgendwas was länger als das Messer mit Arm ist.
Außerdem kenne ich nicht einen einzigen Polizisten (und ich kenne so einige), der scharf darauf wäre, seine Schußwaffe jemals einsetzen zu müssen (dann wäre dieser meines Erachtens auch falsch in diesem Beruf).
Es sei denn, es ist ein Tier. :winkwink:
der sicher auch nicht grade billig ist?
~50 €. Aber den Beißarm braucht's auch nicht, wenn man ein Tier nicht in die Flight or Fight Position bringt. Außerdem hat man auch Schlagstöcke.

Ich hab mir auch schon Pullover um den Arm gewickelt, aber das führt jetzt zu weit. :grin:

Ich bin übrigens pro Hundeführerschein, damit würde sich schon vieles von selbst erledigen. Wenn man die Mittel hätte, es zu überprüfen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer162226 

Verbringt hier viel Zeit
Schon klar, manch einer hier gehört zu den geilsten und hätte den Hund mit einem Blick in den Schlummerschlaf gelegt. :tongue:

Dass es eventuell unter anderen Umständen Möglichkeiten gegeben hätte, mag ja sein. Aber die Umstände waren nun einmal so, wie sie waren. Da hilft es doch nichts, über "was wäre wenn" du diskutieren.
Es gibt sicher auch genug Fälle, in denen die Polizei nicht geschossen hat. Aber die lassen sich nunmal medial nicht so toll vermarkten wie dieser hier.

Forderungen nach Beißarmen, irgendwelchem Training, usw. gehen doch völlig an der Realität vorbei. Ich sehe das Problem nach wie vor in der Nachlässigkeit der Halter. DAS muss man angehen, indem man Fehlverhalten (und sei es das Nichteinhalten der Leinenpflicht) stärker sanktioniert. Natürlich ist es schade und traurig und bedauerlich, dass der Hund für die Fehler des Herrchens zahlen muss, ich glaube, das bestreitet hier auch keiner.
 

Benutzer158340 

Planet-Liebe Berühmtheit
Noch einmal: Tatort war der Hauptbahnhof in München. Was denkst du, wie viele Spürhunde dort die Runde machen? Natürlich gibt es dort Polizeihunde, schon dutzende Male gesehen, also wird es auch eine Möglichkeit geben, einen Beißarm dabei zu haben.
Die Spürhunde am Hauptbahnhof gehören in 90% der Fälle entweder zum Bombenkommando, oder zum Zoll. Die werden aber beide nicht gerufen, wenn die Polizei gerufen wird wegen "Hund beißt Passanten".
Die Hundestaffel der Polizei ist eine Spezialeinheit, ähnlich wie die Berittene oder das SEK. Die kommt nicht "mal eben" vorbei und ist auch nciht "mal eben" vor Ort.
(Ich wundere mich grade in diesem Thread echt, was für eine Vorstellung unserer Polizei bei manchen vorherrscht. Immer auf alle Eventualitäten vorbereitet mit zig Sonderkursen und jeder Menge Spezialequipment für jeden Fall ausgerüstet? Schön wär's, hätte die Polizei sicher auch ncihts dagegen. Aber denen wird noch nicht einmal die schusssichere Weste bezahlt! Und jetzt sollen die alle einen Hundekurs machen und auch wissen, wie man den Beißarm korrekt anwendet etc.? Jo... is klar)

es ging aber um die frage, ob man grundsätzlich ein wesen töten sollte, um ein anderes vor verletzungen zu bewahren, und dazu sage ich: nein. egal ob mensch oder tier.
Die Krux an dieser Argumentation ist halt, dass das niemand, wirklich niemand von außen objektiv ausschließen kann, dass ein Tier nicht tötet, sondern nur verletzt (wenns jetzt nciht grad der Vergleich Mücke und Elefant ist). Bei einem beißwütigen Chihuahua hätte die Polizei sicherlich anders reagiert als hier bei dem Rottweiler. Und da hätte man auch sicherlich sagen können: "Das hätte man anders lösen können als mit einer Schusswaffe" (wenn die Polizei so eine Fußhupe überhaupt erschossen hätte).
Das ist und wird immer eine Individualentscheidung sein, da kann man schlicht keine generelle Regel für ableiten. Und ab einer gewissen Größe und Beißkraft ist da einfach das Gefahrenpotential eines nicht-hörenden, um sich beißenden Hundes dann immer zu unkalkulierbar, um sich da auf friedliche Prinzipien zu berufen.

Und Verletzung ist auch nciht gleich Verletzung. Wir reden hier ja nicht von einem Kratzer und aufgeschürften Knien, sondern von einer OP mit 27 Stichen. Oder vielfach von Augenlichtverlust bei Kindern und lebenslanger Entstellung, wenn so ein Tier mal wieder einem Kind in den Kopf beißt.

Anstatt zu fordern, dass da die Polizei doch bitte Hundekurse machen sollte, wär ich eher für die andere Richtung: Einen zwingenden Hundeführerschein, abzulegen beim Tierheim mit x Stunden und Zeugnis zur Hundehaltung, ohne das man schlicht in Deutschland keinen Hund haben darf. Würde zig Probleme auf einmal lösen. Angefangen davon, dass dann nur Leute mit Ahnung einen Hund halten, über "mehr Geld für's Tierheim" bis hin zu "weniger ausgesetzte Hunde" (die liegen dann ja nciht mal eben unterm Weihnachtsbaum, sondern erfordern Vorarbeit) und einen derben Einschnitt für die Massenzüchter, weil weniger Hunde "gebraucht" werden.
 

Benutzer165615 

Öfters im Forum
Worauf zielt denn dein Begriff des Dilemmas ab, für das sich die Gesellschaft nicht für verantwortlich hält? Darauf, daß die meisten (?) Leute nicht wissen, was sie tun müßten, um so einen Hund wieder zur Vernunft zu bringen?

Es geht doch gar nicht darum einen Hund zu beruhigen oder das Wissen darum. Worum es geht ist, gar nicht erst die Situation aufkommen zu lassen. Das hat aber eher etwas allgemeines, und weniger konkretes mit dem Fall zu tun. Ein Hund beißt nicht Grundlos, ist doch auch logisch. Der Hund kann nicht differenzieren wie wir. Der hat seine Verhaltensmuster und danach handelt er, wie vermutlich jedes Tier. Es ist also Gesellschaftlich an uns gelegen, die Möglichkeit des Differenzieren wahrzunehmen und damit eine Situation positiv ausgehen zu lassen. Und um wieder auf den Fall zurück zu kommen: Dem Hund die Hand hin zu halten, ist schlicht und ergreifend falsch. Das ist fahrlässig bis verantwortungslos. Womit sich nun aber ein Grund ergibt, zu rechtfertigen dass der Hund gefährlich war und damit ausgeschaltet werden musste. Ich will Demjenigen nicht unterstellen, er tat es absichtlich.

In ziemlich vielen Fällen sind wir Menschen Diejenigen die den Hund letztlich gefährlich lassen werden. Sollte es wirklich zum grundlosen Beißen kommen, dann ist das tragisch und am Ende ein Einzelfall. Denn typisch ist das Verhalten ja nicht. Mir fehlt es da jedenfalls an Faktoren die ein grundloses Beißen erklären würden.
 

Benutzer162226 

Verbringt hier viel Zeit
Dem Hund die Hand hin zu halten, ist schlicht und ergreifend falsch. Das ist fahrlässig bis verantwortungslos. Womit sich nun aber ein Grund ergibt, zu rechtfertigen dass der Hund gefährlich war und damit ausgeschaltet werden musste.
Aber das war doch nur einer von fünf (!) Beißvorfällen!?
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Da hilft es doch nichts, über "was wäre wenn" du diskutieren.
Schon, wenn man das zukünftig verhindern kann.
Ich sehe das Problem nach wie vor in der Nachlässigkeit der Halter.
Sicherlich, aber das war hier nicht der Grund für den Thread. Hier ging es um das Töten des Tieres seitens der Polizei.
Und jetzt sollen die alle einen Hundekurs machen und auch wissen, wie man den Beißarm korrekt anwendet etc.? Jo... is klar)
Also ich habe auch keine Kurse besucht und einen Beißarm ist eigentlich ziemlich unspektakulär, den ziehst du über den Arm.

Ich finde es übrigens echt interessant, wie sehr man sich auf den Beißarm fixiert. Das war im Übrigen nur eine Überlegung um eventuell solche Szenarien zu verhindern, gefällt mir persönlich auch besser als ''naja ist halt so, kann man nichts machen."

Einen zwingenden Hundeführerschein, abzulegen beim Tierheim mit x Stunden und Zeugnis zur Hundehaltung, ohne das man schlicht in Deutschland keinen Hund haben darf.
Würde zig Probleme auf einmal lösen.
Und dafür ist dann plötzlich Geld da? Wer ist denn jetzt realitätsfern? :grin:
Natürlich würde das vieles lösen, aber dafür braucht es eine Lobby.

Aber es ist eben einfacher Tiere zu erschießen. Kostet jedenfalls weniger.
 

Benutzer158340 

Planet-Liebe Berühmtheit
Und dafür ist dann plötzlich Geld da? Wer ist denn jetzt realitätsfern? :grin:
Natürlich würde das vieles lösen, aber dafür braucht es eine Lobby.

Aber es ist eben einfacher Tiere zu erschießen. Kostet jedenfalls weniger.
Es gibt schon zig Hundekurse und Hundeführerscheine, die halt jetzt freiwillig sind. Was bistte würde es kosten, das verpflichtend zu machen? Ja, ein bisschen Arbeitszeit für ein entsprechendes Gesetz, aber sonst? Welche Kosten sollen da denn bitte entstehen, die nciht ohnehin entstehen?
Das einzige Problem ist die fehlende Lobby bzw. die Anti-Lobby der Hundehalter, die am liebsten ja schon die Hundesteuer abschaffen würde.
 

Benutzer165615 

Öfters im Forum
Aber das war doch nur einer von fünf (!) Beißvorfällen!?

Und der ist jetzt weniger "Schuld"? Obgleich das Resultat zum Schuss gewesen zu sein. Selbst der Freund der Besitzerin wurde gebissen. Was ja rein psychologisch schon tief blicken lässt. Denn ein Hund beißt sein eigenes Rudel nicht und vor allem nicht Jene die in der Hackordnung oben stehen. Das sollten in logischer Konsequenz Herrchen und Frauchen sein. Das sind die Leitbilde.

Wie gesagt letztlich war es ja richtig, zu schießen. Aber man kann aus der Situation schon mehr raus nehmen als "Halter war schuld und Hund ist tot". Nennt sich in meinen Augen Nachbearbeitung des Geschehenem. Für mich stellt sich das so dar, als wären alle Beteiligten, ob nun Halter, Polizei, der Freund maßgeblich daran beteiligt das der Hund aus seinem Verhalten nicht runtergekommen ist. Weil es bei allen Beteiligten keinen "Ruhepol" gab. Was ja bei der Situation auch schwierig ist. Ergo konnte es nur ausgehen, wie es ausgegangen ist. Der Tod ist das Resultat völliger Überforderung auf allen Seiten.

Das wäre zu mindestens eine neutrale Sicht. Die Gesellschaftliche wird aber wieder dazu übergehen medial diskutieren zu wollen wie so etwas effektiv verhindert werden kann. Und da bin ich mir sicher, am Ende genau das Gegenteil für richtig befindet, was es hätte gebraucht.

Hier oben am Strand, außerhalb der Saison laufen die Hunde ja auch unabgeleint zusammen mit Menschen und dutzend anderen Hunden. Keiner kann mir erzählen, das alle Hunde psychlogisch stabil und "safe" sind. Irgendwo ein Beißvorfall kam mir in meiner Gegend noch nicht unter. Liegt das daran, dass hier oben alle etwas entspannter sind und ruhiges Gemüt haben? Wenn also, wie in dem einen Artikel, in München gefordert ist solche Hunde an einer max. 2m langen Leine zu halten und hier und da irgendeine Auflage. Ist doch die Frage ob das am Ende nicht genau das Resultat begünstigt.

Ich kann Hunde unverträgliche Rassen haben die sich an der Leine am liebsten zerfleischen wollen, unabgeleint mit dem nötigen Abstand aber "friedlich" sein können. Was nicht bedeutet die Hunde sollen ungesichert sein, sondern viel mehr zeigen soll das selbst die innere Einstellung dazu beitragen kann. Es muss gesellschaftlich also viel mehr Bewusstsein dafür da sein und von mir aus auch ein Hundeführerschein der nicht nur ein Placebo ist.
 

Benutzer162226 

Verbringt hier viel Zeit
''naja ist halt so, kann man nichts machen."
Im Konkreten Fall ist es auch so - man kann es nicht ändern.
Ich empfinde es einfach als den falschen Ansatzpunkt zu schauen, wie man ein Erschießen des Hundes durch die Polizei verhindern kann. Sollte man nicht schon viel früher ansetzen und verhindern, dass es zur entsprechenden Situation überhaupt kommt? Da bin ich ganz bei Ishtar Ishtar . Es kommt auf die Befähigung des Halters an. Er ist dafür verantwortlich, seinen Hund zu führen.
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Er ist dafür verantwortlich, seinen Hund zu führen.
Ja und ich bin da eben einen Schritt weiter. Wenn es passiert, sollte man damit rechnen und sich nicht darauf verlassen, dass Menschen Hunde gut erziehen. Es wird nicht passieren, dass Hunde nicht falsch erzogen werden, also muss ich mich darauf einstellen. Vom Idealismus kann ich mir in diesen konkreten Situationen nichts kaufen.

Ich widerspreche euch, Ishtar Ishtar und dir, nicht, ich schlage nur Maßnahmen vor, wenn euer Wunsch der Realität weicht.
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Welche Kosten sollen da denn bitte entstehen, die nciht ohnehin entstehen?
Und wer überprüft das, dass jeder diesen Hundeführerschein hat? Ehrenamtliche Mitarbeiter der Städte und Kommunen?
 

Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:
Ich empfinde es einfach als den falschen Ansatzpunkt zu schauen, wie man ein Erschießen des Hundes durch die Polizei verhindern kann. Sollte man nicht schon viel früher ansetzen und verhindern, dass es zur entsprechenden Situation überhaupt kommt? Da bin ich ganz bei Ishtar Ishtar . Es kommt auf die Befähigung des Halters an.
Übrigens, mal ein kurzer Kommentar im OT:
Solche unverantwortlichen Hundehalter sind mitunter ein Punkt, warum mein Mann niemals einem Hund als Haustier zustimmen wird. Er ist leider damit aufgewachsen, dass es "gefährliche" Hunde gibt (nein, es war NIE der Halter schuld, die "Bestien" waren im Nachhinein ja immer "unberechenbar") und von dem Gedanken kann er sich nicht freimachen. Da er es sich auch nicht zutraut, es besser zu machen, ist das Thema vom Tisch. Auch ihm ist klar, dass er da Vorurteile hat, aber die kann er nicht ablegen.

Es würde viel weniger Leute mit begründeter sowie unbegründeter Angst vor diesen eigentlich wundervollen Geschöpfen geben, wenn sich jeder seiner Verantwortung bewusst wäre.
 

Benutzer158340 

Planet-Liebe Berühmtheit
Und wer überprüft das, dass jeder diesen Hundeführerschein hat? Ehrenamtliche Mitarbeiter der Städte und Kommunen?
Letztendlich wohl die Polizei, und ja, hast recht, die kostet auch Geld und hat eigentlich genug zu tun. Aber ob die jetzt kontrollieren, dass Hunde der Rasse X ein Führungszeugnis haben und Maulkorb tragen, oder schlicht jeden Hundehalter anhalten können und "Führerschein udn hundepapiere" verlangen können, macht jetzt auch nicht wirklich einen Unterschied.
Und ja, genauso, wie es Menschen gibt, die ohne Führerschein Auto fahren, wird es Leute geben, die trotzdem Hunde haben. Aber der generelle, doofe "Ach, Hunde sind so süüüüß!"-Denker wird sich dadurch durchaus mehr mit dem Thema auseinandersetzen und nicht auf eigene Faust gesetzeswidrig handeln. Und allein dadurch ist viel gewonnen.

Gegen die Idioten, die absichtlich Hunde scharf machen, hilft das freilich nicht (wobei, doch, auch, denen kann man die Hunde dann leichter wegnehmen), die machen das dann halt "schwarz". Aber gar ncihts machen, nur um die Wähler mit Hund nciht zu verärgern, ist meinenr Meinung nach eben einfach der komplett falsche Weg.
 

Benutzer72433 

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Off-Topic:
Nevery Nevery Nur rein interessehalber, stehst du noch hinter folgender Äußerung von dir? Panik vor den Nachbarshunden - Frage nur, weil das schon einige Jahre her ist.
da musste ich nun erstmal nachlesen... ich für mich? ja, definitiv. meine einschätzung für mich persönlich hat sich nicht geändert.

meine meinung hat sich aber insofern gewandelt, dass ich mehr verständnis für menschen habe, die das nicht rational angehen können - also, dass ich mittlerweile schon verständnis dafür habe, dass nicht jeder mensch das so sehen kann wie ich, selbst wenn er wollte. davon ausgehend, wenn die angst überwiegt, dann kann man auch der situation nicht sinnvoll entgegen treten, und dann mag es wirklich gefährlich werden.


Das ist und wird immer eine Individualentscheidung sein, da kann man schlicht keine generelle Regel für ableiten.
jup, korrekt. deswegen habe ich das eine auch als allgemeine sichtweise deklariert, und sage in diesem speziellen fall trotzdem, dass ich es nicht für falsch hielt.

die polizisten mussten da nunmal in einem sehr kurzen zeitraum eine sehr kritische entscheidung fällen, und es ist ihr job, menschen vor schaden zu bewahren. ich denke, dieser verpflichtung sind sie nach bestem wissen und gewissen nachgekommen, soweit es möglich war. das ändert nix daran dass ichs schade finde für den hund, und dass ich auch der meinung bin dass es unter anderen umständen hätte besser gelöst werden können, aber die umstände waren nunmal so wie sie waren.

ich will mir nicht vorstellen was los wäre, wenn sie anders entschieden hätten, und es dann nachher geheissen hätte "pascha hat das baby aus dem nächsten kinderwagen totgebissen, obwohl die polizei das hätte verhindern können" - auch das wäre ein möglicher ausgang der situation gewesen.
zumindest, wenn es der wahrheit entspricht, dass er vorher das kind der besitzerin bedroht hat, und damit ein gestörtes sozialverhalten hatte.

sicher wäre es schön gewesen, wenn die polizisten eine andere möglichkeit gefunden hätten, vielleicht andere ausrüstung dabeigehabt hätten und/oder jemand erfahrenen - aber letztlich mussten sie aufgrund der situation, der möglichkeiten und der eigenen erfahrungen handeln und dem nachkommen, was ihr auftrag ist. ich kann mir nicht vorstellen (oder: ich will es nicht!), dass sie den hund aus spaß am töten erschossen haben.
 

Benutzer140332  (33)

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Letztendlich wohl die Polizei
Eher das Ordnungsamt.
Aber ob die jetzt kontrollieren, dass Hunde der Rasse X ein Führungszeugnis haben und Maulkorb tragen, oder schlicht jeden Hundehalter anhalten können und "Führerschein udn hundepapiere" verlangen können, macht jetzt auch nicht wirklich einen Unterschied.
Entschuldigung, ich möchte deine wirklich guten Ansichten nicht mit der Realität zerschmettern, aber wer macht das, bitte? Ich habe über 10 Jahre in Berlin gelebt, 6 davon mit Hund, der bei bestimmten Menschen unter "Kampfhund" fällt, wie oft denkst du, wurde ich danach gefragt? Oder wie oft hat das Ordnungsamt kontrolliert, ob sich ja alle brav an die Leinenpflicht halten?
Das ist selbst in Hamburg so, obwohl die da die krasseste Rasseliste ever haben.

Es kontrolliert keiner. Da kannst du noch so tolle idealistische Vorstellungen haben, wie Menschen mit ihren Hunden einen Führerschein machen, es wird nicht eintreten. Denn die, deren Hunde auffallen, sind nicht die, die sich freiwillig Hundeliteratur durchlesen, zur Hundeschule gehen, ihre Hunde anleinen, sich an die Gesetze halten und brav die Hunde anmelden.
 
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