"Erotische Geschichten nach Wunsch" - was davon würde euch reizen?

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Nein, mich reizt es nicht. Diese "personalisierten Geschichten" gefallen mir eh nicht und für soetwas würde ich auch kein Geld ausgeben.

Es gibt wenig erotische Literatur, die ich wirklich gut finde und für die ich zahlen würde, um sie in Buchform bei mir zu haben.

Wenn ich meinem Partner derart schenken will, dann schreibe ich es selbst. So klappt es auch besser mit dem Eingehen auf Vorlieben, etc.
 

Benutzer42813 

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Deine Geschäftsidee?

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Irgendwie hab ich die Vermutung, dass die Threadstarterin was in die Richtung laufen hat/ am Planen ist..:zwinker:

Die Idee war nicht von mir, sondern von einem Bekannten aus dem Bereich BWL, der Künstler in verschiedenen Sparten betreut, um damit eine Brücke von "künstlerischem Olymp" zu "Miete bezahlen können" zu schlagen. Ich selbst hatte und habe einige Vorbehalte dagegen, die teilweise recht ähnlich zu hier genannten sind, weswegen ich mir dazu mal ein etwas breitgefächerteres Meinungsbild holen wollte. Andererseits wäre es schon eine reizvolle Idee und ich erwische mich manchmal dabei, wie ich einen Fragebogen zu bestimmten Geschichtenbereichen überlege, dessen Antworten man dann nutzen könnte, um die Geschichte eben möglichst individuell zu machen...

Aber so wirklich schlauer bin ich immer noch nicht. Immer noch sehr zwiespältig. Zumal es ja auch mit einer großen Menge Vorarbeit verbunden wäre und, um wenigstens halbwegs lukrativ und für Kunden trotzdem noch bezahlbar zu sein, ohne Textbausteine nicht auskommen wird, auch wenn ich mir natürlich schon zutraue, sie dann mithilfe gegebener Informationen so individuell wie möglich zu machen. Aber wenn man es eben professionell machen will, muss man ja schon halbwegs realistische Stundenarbeitszeitsätze veranschlagen...

Aber ist es das, was ich will? Wie gesagt, wirklich schlauer bin ich jetzt immer noch nicht.
 

Benutzer10855 

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Gibt es irgendwo eine Leseprobe von der Amazonenstammgeschichte? Das hört sich so schön schräg an... :grin:


@topic: ich glaube, reizen würde mich das nicht. Wenn ich meine Phantasien schon personalisieren und auf Papier fixieren mag, mache ich das selbst. Das interessante an erotischen Geschichten sind für mich ja eher Anreize, Ideen und Phantasien anderer Leute. Als Geschenk käme das auch irgendwie seltsam: "Schatz? Ich hab uns mal ne' erotische Geschichte maßschneidern lassen...". Das hat dann auch so was guttenbergiges an sich...

Was sinnvoll wäre, wären vielleicht Kurse und Workshops darin, erotisch schreiben zu lernen. Das ist nämlich nicht einfach und auch so eine Sache, wo ich mich bisher nicht herantraue. Ich glaube, dafür würde es auch eher einen Markt geben.
 

Benutzer42813 

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Gibt es irgendwo eine Leseprobe von der Amazonenstammgeschichte? Das hört sich so schön schräg an... :grin:

lol

Also doch neugierig :zwinker:.

Wenn ich ein solches Projekt wirklich aufziehen will, müsste ich dafür ja die ganzen Geschichten in der Rohfassung schreiben (wofür man pro Geschichte 30 bis 40 Arbeitsstunden als Vorausleistung für ein solches Unterfangen rechnen kann - und jetzt denkt euch mal einen Stundensatz dazu aus). Das habe ich bisher natürlich noch nicht gemacht - so viel Arbeitszeit will ich nicht investieren, wenn ich von einem Projekt nicht wirklich überzeugt bin.

Da das individuelle Anpassen dann natürlich ebenfalls noch mal Arbeitszeit fordern wird, müsste ich mir dann wirklich überlegen, wie ich das ganze finanzieren würde - es wäre finanziell dann auf jeden Fall ein ganz besonderes Luxus-Geschenk und kein "lustiges zwischendurch-Gimmick", sonst kann man das ganze als Autorin vergessen. Aber wie gesagt, ich bin mir noch längst nicht sicher, dass ich das wirklich tun will.


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Was sinnvoll wäre, wären vielleicht Kurse und Workshops darin, erotisch schreiben zu lernen. Das ist nämlich nicht einfach und auch so eine Sache, wo ich mich bisher nicht herantraue. Ich glaube, dafür würde es auch eher einen Markt geben.

Siehst du, das wiederum ist etwas, woran ich mich nicht traue. Ich habe das Handwerk des Schreibens über bald sechs Jahre erlernt und hart daran gearbeitet. Inzwischen beherrsche ich es zumindest auf Gesellenniveau - bis zur Meisterschaft sind es wohl noch mal ein paar Jahre.

Wie soll man das alles (also im Grunde eine komplette berufsbegleitende Weiterbildung in einem anspruchsvollen geistigen Beruf) an einem einzigen Workshop-Wochenende weitergeben?

Das ist eine Herausforderung, der zu stellen ich mich im Moment noch nicht trauen würde... Zu viele Sachen, die man dabei beachten und berücksichtigen muss...
 

Benutzer39498 

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Ich denke, es kommt darauf an, was du mit dem Schreiben als Handwerk anfangen willst. Erotische Geschichten zu schreiben wird einen, so viel Spaß es auch macht, nie in den Olymp der "ernsthaften Autoren" bringen und es ist eben eine Nische, die literarisch meines Wissens nach nicht sonderlich ernst genommen wird. Manche bringen es enorm zum Erfolg, zum Beispiel Nora Roberts, aber da weiß jeder das das Schundliteratur ist, die man höchstens in der Badewanne oder am Strand liest. :grin: ..und das ist halt Mainstream, harmlose Sexszenen, keine Zwangsfeminisierung (wtf?!).

Aber wenn du eh in der SM-Nische bleiben willst als Autorin dann macht es meiner Meinung nach keinen grossen Unterschied, ob man nun Kurzgeschichten für Heftchen schreibt oder eben individualisierte Sexgeschichten.
Auf der Spiegel-Bestsellerliste landet man damit sicherlich nicht, aber mei, es ist eh nur ein Hobby, oder? Da sollte man dann doch machen, was einem halt am meisten Freude bringt. :smile:
 

Benutzer42813 

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Auf der Spiegel-Bestsellerliste landet man damit sicherlich nicht, aber mei, es ist eh nur ein Hobby, oder? Da sollte man dann doch machen, was einem halt am meisten Freude bringt. :smile:

Nee, ist es eben nicht :zwinker:. Es ist der Job, mit dem ich eigentlich mein Geld verdienen möchte, so schnell wie möglich, weil ich da schon seit Jahren drauf hinarbeite.

Und Romane mit SM-Elementen haben es durchaus schon auf die Spiegel-Bestsellerliste gebracht, so z.B. [ame=http://www.amazon.de/Was-sie-will-Julia-Strassburg/dp/3896025678/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1329060779&sr=1-1]Was sie will: Amazon.de: Julia Strassburg: Bücher[/ame]

Und so was ist irgendwie doch schöner...
 

Benutzer39498 

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Nee, ist es eben nicht :zwinker:. Es ist der Job, mit dem ich eigentlich mein Geld verdienen möchte, so schnell wie möglich, weil ich da schon seit Jahren drauf hinarbeite.

Verzeih, falls das naiv ist, aber warum arbeitest du dann nicht bei einem Verlag statt an einer Schule? Einen Einstieg bekommt man doch meist besser als Lektorin, oder? Ich habe nur eine Cousine, die Autorin ist, die schreibt allerdings keine erotische Literatur, sondern Jugendbücher :zwinker: und hat ihre beiden Bücher bei dem (sehr grossen) Verlag veröffentlicht, bei dem sie vorher als Lektorin eingestiegen ist.

Und so was ist irgendwie doch schöner...

Das ist auf jeden Fall schöner, wenn das das Ziel ist (wobei ich da zwischen "Erotik" und "explizite Porno-Szenen" unterscheide, erotische Literatur ist viel subtiler und weniger grafisch), würde ich mich allerdings nicht mit - sorry - Pornogeschichtchen nach Maß abgeben.

 

Benutzer42813 

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Verzeih, falls das naiv ist, aber warum arbeitest du dann nicht bei einem Verlag statt an einer Schule? Einen Einstieg bekommt man doch meist besser als Lektorin, oder? Ich habe nur eine Cousine, die Autorin ist, die schreibt allerdings keine erotische Literatur, sondern Jugendbücher :zwinker: und hat ihre beiden Bücher bei dem (sehr grossen) Verlag veröffentlicht, bei dem sie vorher als Lektorin eingestiegen ist.

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Warum ich nicht an einem Verlag, sondern an einer Schule arbeite? Frag meine Eltern, auf die ich in der Phase der Berufsfindung möglicherweise zu sehr gehört habe... Und ein bisschen auch, weil man an einer Schule wie meiner viel erlebt, was einem später beim Schreiben helfen kann, unmittelbarer über echt erscheinende Menschen und nicht nur literarische Fantasiegestalten aus der Mittelschicht zu schreiben.

Und meinen "Einstieg" habe ich als Szene-Autorin und -Kolumnistin ja auch bereits. Geht jetzt halt darum, wie es von da aus weitergeht. So gut bezahlt wird man als Newcomer-Autor nämlich nicht. Bis zum Sommer werde ich mein erstes verlagswunschmäßig geschriebenes Buchmanuskript fertig haben, aber das wird mich noch nicht reich machen. Und wenn ich weiter schreiben will, brauch ich einfach mehr Zeit dafür als ich sie momentan neben dem Job habe, so dass ich Stunden reduzieren und den Verdienstausfall dann mit Schreibverdiensten ausgleichen muss.

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Das ist auf jeden Fall schöner, wenn das das Ziel ist (wobei ich da zwischen "Erotik" und "explizite Porno-Szenen" unterscheide, erotische Literatur ist viel subtiler und weniger grafisch), würde ich mich allerdings nicht mit - sorry - Pornogeschichtchen nach Maß abgeben.


Pornogeschichtchen nach Maß würde ich auch nie schreiben :zwinker:. Das, wovon die Rede war, war eh "nur" Erotik nach Maß bzw. dunkle Szene-Erotik nach Maß.
 
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nun ja.. so etwas zu VERkaufen wohl schon...
aber so etwas zu kaufen wohl eher nicht wäre mir zzu unpersönlich und fände ich auch etwas peinlich..
 

Benutzer111649 

Sorgt für Gesprächsstoff
Interessante Idee - aber vor Textbausteinen graut es mir. Ich kann mir zwei gangbare Wege vorstellen:

Entweder hochpreisige Arbeit als Ghostwriter, also wirklich auf die Wünsche der Kunden eingehen und mit den Kunden intensiven Kontakt pflegen. Bei 30 - 40 Stunden kommt da aber ein Preis zusammen, den sich nur Investmentbanker leisten können. Ich falle aber schon als Kunde aus, weil ich zwar weiß, was ich selber will (das kann ich mir auch selber schreiben...), ich mir aber nicht vorstellen kann, dass ich den Geschmack meiner Partnerin genau genug treffen würde, um sie mit einer Geschichte für sie tatsächlich erfreuen zu können (egal, wer die nach meinen Vorgaben schreibt).

Alternativ wäre vielleicht eine Art "Wunschkonzert", d. h. man bietet seinen Kunden generell an, Themenvorschläge zu machen, lässt über diese ggf. online abstimmen und schreibt dann die Geschichte in der Hoffnung, dass nicht nur einer sie kauft... Einmal im Jahr kann man dann einen Sammelband "Best of 20xx" rausgeben. Als Vertriebsweg wäre wohl eher eBook / Print on Demand geeignet, da diese Geschichten dann zum Eigenkonsum genützt würden mit der Konsequenz, dass sie vielleicht eher nicht prominent im Regal stehen sollen...

Personalisierte Bausteingeschichten könnte ich mir als günstiges Geschenk z. B. im Rahmen eines Junggesellen/innen Abschieds oder zum 18. oder so vorstellen. In einem solchen Kontext passt gerade der offensichtliche Bausteincharakter ganz gut, und verkaufen täte es sich wohl auch (siehe all diese T-Shirts mit blöden Sprüchen etc.).

Viel Erfolg beim Schreiben!
 
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