Ermittlungsverfahren wegen Urheberrechtsverstoßes

Benutzer83016 

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Da geb ich dir absolut Recht. Gestern erst hab ich gehört im Radio, dass nach der neuesten Studie etwa 30 Milliarden $ pro Jahr der Industrie durch gefälschte Software, Musik, etc. verloren geht. Wie du sagst, etwa jeder Dritte odr Vierte Deutsche ist involviert, bewusst oder unbewußt. Trotzdem ist es halt so, dass solange es gut geht, man ja nur einer der vielen ist. Wird man aber erwischt, ist man ganz schnell vor dem Gesetz und vor der Industrie der böse Einzelfall und muss mit dementsprechender Härte der Strafe rechnen. Ich mach es nicht und insofern kümmerts mich nicht. Ich habe nichts zu befürchten und ein reines Gewissen, jemand der es aber bewusst tut, wird sicherlich nicht mehr so ruhig schlafen können in Zukuft wie wahrscheinlich noch vor 4-5 Jahren....
 
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Gast
Da geb ich dir absolut Recht. Gestern erst hab ich gehört im Radio, dass nach der neuesten Studie etwa 30 Milliarden $ pro Jahr der Industrie durch gefälschte Software, Musik, etc. verloren geht. Wie du sagst, etwa jeder Dritte odr Vierte Deutsche ist involviert, bewusst oder unbewußt. Trotzdem ist es halt so, dass solange es gut geht, man ja nur einer der vielen ist. Wird man aber erwischt, ist man ganz schnell vor dem Gesetz und vor der Industrie der böse Einzelfall und muss mit dementsprechender Härte der Strafe rechnen. Ich mach es nicht und insofern kümmerts mich nicht. Ich habe nichts zu befürchten und ein reines Gewissen, jemand der es aber bewusst tut, wird sicherlich nicht mehr so ruhig schlafen können in Zukuft wie wahrscheinlich noch vor 4-5 Jahren....

Solche Rechnungen sind aber meiner Meinung nach nicht aussagekräftig.

Da es hier um die arme Musikindustrie geht wird wohl der schlimmste Fall genommen: Alles was runtergeladen wird, würde sonst gekauft werden.

Aber das ist einfach nicht wahr, viele laden sich Dinge runter, die sie NIE im Leben kaufen würden und das macht deren Grossteil aus.

Also darf man die 30Mrd. ruhig runter korrigieren, ausser das wurde schon berücksichtigt, was ich aber nicht glaube, wieso auch? So würden man nur die Zahl verkleinern, was keinen Nutzen hat.

Und ich finds auch immer wieder krass, dass es Leute gbt, die sowas entkriminalisieren wollen.

Da steckt arbeit dahinter und diese Arbeit will nunmal bezahlt werden und entweder man bezahlts oder lässt es bleiben!
 

Benutzer15054 

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Solche Rechnungen sind aber meiner Meinung nach nicht aussagekräftig.

Da es hier um die arme Musikindustrie geht wird wohl der schlimmste Fall genommen: Alles was runtergeladen wird, würde sonst gekauft werden.

Aber das ist einfach nicht wahr, viele laden sich Dinge runter, die sie NIE im Leben kaufen würden und das macht deren Grossteil aus.

Also darf man die 30Mrd. ruhig runter korrigieren, ausser das wurde schon berücksichtigt, was ich aber nicht glaube, wieso auch? So würden man nur die Zahl verkleinern, was keinen Nutzen hat.

Und ich finds auch immer wieder krass, dass es Leute gbt, die sowas entkriminalisieren wollen.

Da steckt arbeit dahinter und diese Arbeit will nunmal bezahlt werden und entweder man bezahlts oder lässt es bleiben!

Hinter Drogenhandel steckt auch Arbeit. Und hinter Menschenhandel ebenfalls. Oder was soll dein Verweis auf die Arbeit jetzt aussagen? Wenn du wüsstest, für welche meiner geistigen Arbeiten ich gerne bezahlt werden würde. :rolleyes:

Und wo vom Entkriminalisieren gesprochen wird: In den 90ern, als das Internet noch frühreif war, war das Kopieren von Musik, Software, Spielen etc. noch nicht illegal. Damals hat noch kein Hahn danach gekräht, auch die Musikindustrie nicht.
Das Internet ist lediglich eine Erweiterung der Kopiermöglichkeiten. Und nur, weil die Medienindustrie in einer selbsterzeugten Krise steckt und die Arbeitskraft der Medienkünstler durch den technischen Fortschritt immer wertloser wird, sollen diejenigen, die lediglich so weiterkopieren wie bisher, jetzt dafür als Sündenböcke herhalten?

Zumal ich mich immer wieder frage, welches kriminelle Vergehen denn die Kopierer genau durchführen? Es wird niemand ausgeraubt oder seines Geldes bestohlen, weshalb der Un-Begriff 'Raubkopie' auch falsch ist.
Wenn Musiker und Filmemacher im Internetzeitalter nicht wollen, dass die Internettechnologien genutzt werden, dürfen sie ihre Waren und Dienstleistungen halt nicht veröffentlichen, sondern müssen sie in einem Rahmen anbieten, in dem ein Kopieren technisch nicht möglich ist (Konzerte, Kino).
Wenn ich einen neuen Begriff kreiere, kann ich auch nicht alle Personen verklagen, die diesen Begriff nun unerlaubt benutzen, nachdem sie ihn gehört haben.

Es ist einfach de facto so, dass der Wert menschlicher Arbeitskraft mittlerweile in keinem Verhältnis mehr zur Produktionsmasse steht. Tokio-Hotel kann so viele Songs schreiben wie sie wollen - durch minimalsten Aufwand können deren Songs heute nahezu unendlich vervielfältigt werden. Das liegt nicht an den bösen Tauschbörsen-Nutzern, sondern an der technischen Entwicklung, die wir nun schon seit mehreren Jahrzehnten haben.

Die Medienstars (genauso wie alle anderen Arbeitnehmer) sollten sich mal langsam der Tatsache bewusst werden, dass wir es mit einer Krise der Arbeit zu tun haben.
Ich finde es einfach nur abartig, dass die Medienindustrie sich mit diesem Urheberrechtsschutz sogar herausnimmt, Musik, die erst durch kostenloses Verbreiten einen Kultstatus erreicht hat, zu kommerzialisieren und dem Urheberrecht zu unterwerfen. So etwas ist schlichtweg Enteignung.

Außerdem sollten die Medienstars froh sein, dass so viele Menschen ihre Musik und Filme konsumieren. Manche kaufen erst durch diese kostenlose Verbreitung die betreffenden Medienträger.
Und das Argument, auch Musiker müssen ja wohl irgendwie ihre Brötchen verdienen, lasse ich nicht gelten.
Genauso könnte man den Gesunden vorwerfen, sie würden Ärzte um ihren Lohn bringen, nur weil sie selbst versuchen, gesund zu bleiben. Und Tabakwarenhersteller würde man um ihren Lohn bringen, nur weil man Leute davon abbringen will, zu rauchen.
Und Drogenbaronen würde ich die Arbeit wegnehmen, nur weil man gegen Drogenkonsum kämpft und sich weigert, keine zu konsumieren.

Wenn das Mediengeschäft zunehmend zu einer brotlosen Kunst wird, kann man dafür doch nicht diejenigen verantwortlich machen, die für die Waren nicht zahlen können oder wollen.
Und es ist doch nur zu begrüßen, wenn erstmals in der Geschichte der Menschheit Produkte mit geringem Aufwand so stark vervielfältig werden können, dass auch Nicht-Zahlungskräftige in den Genuss menschlicher Produkte kommen.

Auch wenn ich gegen ein Gesetz verstoßen haben sollte - eine moralische oder anderweitige Schuld verbinde ich damit nicht.
 

Benutzer76463 

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Stimme Spätzünder zu, viele Lieder würde man wirklich nicht kaufen die man sich so mal anhört. Das problem war früher einfach die "Mischung", wenn man sich damals im Teenie alter ne Bravo gekauft hat war man vielleicht zufrieden wahrscheinlich aber nicht, weil man eh nur die hälfte mochte den rest quasi "nutzlos" dazu kaufte.

Finde heutzutage das der Schritt in die richtige Richtung gemacht ist mit mp3load.de und wie sie alle heißen das man pro Lied 1€ zahlt, das macht die Sache wirklich angenehm. Dennoch verdienen die sich daran ne goldene Nase, für eine "Normale CD" würde ich so dennoch +-18€ löhnen viel mehr zahlt man(n) für nen Album auch nicht auf ner DVD inkl. Bonusmaterial (grad bei Amazon geguckt) auch nicht, der Unterschied ist, das ich bei dem Ladenpreis schon die Verpackung hab, nen Lay in und der Laden schließlich auch verdienen will. Zieh ich nun diese kosten ab würde es denke ich deutlich günstiger gehen.

Es ist ja derzeit eine Rede von einer Musik Flat keine Ahnung wo ich das die Tage aufgeschnappt hab, für 7-8€ unbegrenz laden, soetwas würde ich bevorzugen und wenn solch eine Seite halbwegs aktuell ist und eine große und damit meine ich nicht nur den Pop-teenie mist ala Tokia Hotel und Co. wobei selbst das vorerst reichen würde. Die gefahr, für freunde diese Flatrate mitzunutzen ist natürlich gegeben aber durch die Relativ niedrigen monatlich einplanbaren kosten ist das Angebot sehr gut, das Problem würde ich nur mit einer Mindestvertragslaufzeit sehen, denn ohne würde man sich einen Monat anmelden x Hunter/Tausend Songs laden und dann wieder austreten wäre natürlich auch nicht sinn der Sache.

Oder sie sollen die GEZ Gebühren um 5€ mtl. erhöhen, ist zwar in meinen Augen eine Dumme entscheidung, weil es immer benachteiligte gibt (wie bei Radio Runkfunkgebühren, oder öffentlich Rechtliches Fernsehen) jedoch noch am fairsten da die meisten behaupte ich doch von Songs profitieren und so die Musikindustrie ebenfalls ihren anteil bekommen würde.


Aber nicht nur das Problem bei Songs ist das Problem, ich finde das einzige was man sich heutzutage "lohnend" kaufen könnte während gut gemachte Programme von denen man lange etwas hat, z.B. durch kostenlose Updates, sei's ein Rundum Internet Sicher packet für leute die sich kaum auskennen, oder Programme ala Photo Shop wobei ich da fast 100€ auch für ziemlich happig halte.

Der einzige zweig der sich in meinen Augen nicht wirklich über Raubkopierer beschweren dürfte ist die Spiele Industrie, in meinen Augen ist sie selbst schuld an dieser Entwicklung, früher kaufte man sich ein Spiel und es funktionierte eigentlich, die Story und Levels waren meist ausgereift und man hatte lange seinen Spass.
Ich denke an Baldurs Gate, Might and Magic, Obvilion, wer diese gekauft oder zum. gespielt hat weiss was ich meine, auch noch früher war ähnliches zu finden, damals als Schüler Diablo2 inkl. Addon gekauft war zu seinerzeits eine Riesen Investition aber man hat sich nie beschwert weil man Wochenlang seinen Spass hatte.

Wie siehts heutzutage aus? Man kauft sich ein Spiel a la Crysis, CoD4, The Witcher und und und fängt an es zu spielen, entweder Öden sie einen nach kurzer Zeit wegen geschlampter Story, führung, oder eintönigkeit an oder man hat sie wie z.B. COD4 nach 2/3 Tagen durch und das nicht einmal bei übertriebener Spielmenge, bei COD4 war die Geschichte und die Atmosphäre wirklich Super was den Schmerz linderte, aber ohne Multiplayer teil oder wenn man diesen kaum/ garnicht nutzt wären 40€ doch ein teurer Spass gewesen.

Ich finde die Entwickler als auch Stars müssen begreifen das sich die Leute nicht mehr wie früher ausnehmen lassen (wollen), man will nicht mehr viel Geld für "Datenschrott" ausgeben wovon man wenn man nicht zufrieden ist kaum noch was hat, im vergleich zu anderen Materiellen dingen.

Es wollen zuviele an diesen geistlichen Eigentümer verdienen, viele müssten direkt mit ihren Zielgruppen in "Kontakt" treten, viele Bands sind auf dem Stand mittlerweile und haben Songs zum Live hören auf ihrer Hompage und dort auch einen Shop um diese ganzen unnötigen Leute aus dem Gewinntop auszuschließen von Produzenten und Co. ggf. mal abgesehen.

My2cents
Mfg
 

Benutzer21122 

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Gegen eine zivilrechtliche Klage kannst Du Dich nicht schützen. Was du wahrscheinlich meinst, ist eine Schutzschrift. Die hilft aber nur, dass es ohne Gerichtsverhandlung zu einer einstweiligen Verfügung kommt. Wenn jemand einen Anspruch gegen Dich, kannst Du eine Klage nicht vermeiden. Das einzige, was Du machen kannst, ist, eine berechtigten außergerichtlich geltend gemachten Anspruch anzuerkennen und so den Grund für eine Klageerhebung wegfallen zu lassen.
 

Benutzer10736 

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Man mag die Politik und die Preise von Musikfirmen ungerechtfertigt und zu hoch finden, das rechtfertigt aber nicht, sich einfach das zu nehmen, wovon man meint, daß es einem zusteht.

Wenn man im Laden ein Lacoste-Poloshirt sieht, sagt man doch auch nicht "das hat in der Produktion höchstens 3 Euro gekostet, ich seh nicht ein, dafür 70 Euro zu zahlen" und nimmt es sich einfach mit, weil der Hersteller es "nicht besser verdient" hat.

Es steht jedem frei, die Musik- und/oder Unterhaltungsindustrie dadurch "abzustrafen", daß man eben nichts mehr kauft. Sich aber einfach mit dem selbstzubedienen, wovon man meint, es wäre "angemessen" ist dagegen nicht in Ordnung.
 

Benutzer54457 

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Ich hoffe, diese Frage stellt sich für dich nicht im Ernst ... ^^

Wenn jeder Dritte klaut, Steuern hinterzieht oder sonstwas, dann soll das entkriminalisiert werden ? :ratlos:

Jeder, der etwas Illegales macht, muss damit rechnen, erwischt zu werden. Gilt für mich, wie für jeden anderen auch.
Und das ist auch gut so. Sonst bräuchten wir keine Gesetze mehr. Das wäre dann Anarchie.

natürlich ist das ernst gemeint. unsere ganze kulturgeschichte ist eine der endlosen rekombination/appropriation geistigen eigentums. erst, seit es verwertungsfirmen gibt, deren geschäftsmodell nun einmal vorsieht, von einer streng geregelten verbreitung geistigen eigentums ihr geld zu machen, ist es pöhse.
momentan leiden wir alle unter dem geldmuskel dieser firmen, die größtenteils nicht einsehen, dass sie ihr geschäftsmodell zeitgemäß anlegen müssen und lobbyismus betreiben wie die tödlich getroffenen. internet-tauschbörsen sind nicht einfach nur ein verbrechen, sondern nichts geringeres als der nächste schritt in der weltweiten vernetzung. diese kriminalisierung ist ein bisschen so wie ein pferdekutschenhersteller, der autofahrer verklagt, sie würden die pferde um ihr geld bringen..

nicht dass ich künstler abwerten wollte, das hat der vergleich leider mit sich gebracht. im gegenteil, die künstler sind die geber unserer gesellschaft. aber sie sind nicht die verlierer von tauschbörsen-aktivitäten, das dürfte langsam jedem klar sein. es gibt einfach einen haufen leut, die nicht wollen, dass ihr geschäftsmodell baden geht. es ist traurig, aber auch nicht mehr. da interessieren mich irgendwelche verlustrechnungen recht wenig. es gibt einige, wenige, zuverlässige, nicht frisierte schätzungen, was breitband-tausch den künstlern oder den verwertungsgesellschaften wirklich kostet. und auch die überzeugen mich wenn dann überhaupt nur davon, dass hier kein sterbender schwan vor einem steht..

edit: zum thema man kann nicht verbieten, was alle tun: abgesehen davon, dass steuerhinterziehung ein völlig anderer tatbestand ist: steuerhinterziehung macht nicht jeder dritte. tauschbörsen sind auf diesem level so etwas wie tabak: das gscheiteste wäre, wir verbieten zigaretten einfach gänzlich. sie sind extrem schädlich, zwangsbeglücken die umgebung, .. aber wie soll so ein verbot in den nächsten 50 jahren funktionieren? jeder 6. bis 5. raucht zumindest gelegentlich, und die meisten haben überhaupt kein unrechtsbewußtsein. unterm strich rauchen zu viele, um es einfach verbieten zu können, genauso wie prohibitionsgesetze immer und überall gescheitert sind.
 

Benutzer15054 

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Zumal die technischen und geistigen Potenzen und Erfindungen in der Geschichte die Menschen nie soweit gebracht hätten, wenn auf jede Erfindung (Ackerbau, Nutzung von Feuer, Mathematik etc.) sofort ein Patent angemeldet worden wäre. In der Wissenschaft z.B. ist es überlebenswichtig, dass Wissen auch frei verfügbar ist. Kostenloses runterladen und kaufen widersprechen sich doch noch nicht einmal. Ich selbst habe mir in den letzten Monaten immer wieder bei amazon Bücher und Spiele gekauft - obwohl ich die Möglichkeit hatte, die auch aus dem Internet runterzuladen. Aber wenn die Spiele und Bücher hinreichend günstig sind, haben diese immer noch Vorteile gegenüber Downloads. Ich lese normale Bücher weiterhin, einfach weil ein Laptop zu sperrig ist zum Lesen.

Und noch was zu Sternschnuppe: Ich stimme Carbo zu. Der Vergleich mit dem Diebstahl eines T-Shirts hinkt. Das Kopieren von Musikstücken ist definitiv kein Diebstahl und auch kein Raub. Das wird dir jeder Jurist bestätigen. Das Un-Wort 'Raubkopie' ist eine Wortschöpfung der Musikindustrie, die ja auch meint 'Raubkopierer sind Verbrecher'.

Tatsächlich aber ist die Vervielfältigung von UR-geschützten Daten kein Verbrechen, sondern ein Vergehen. Und zwischen beiden gibt es juristisch einen Unterschied.
Niemandem wird etwas weggenommen, wenn man etwas kopiert.
Es ist ja auch kein Diebstahl, wenn jemand hier eine Meinung äußert und ich dieser Meinung zustimme und sie im Internet verbreite.

Ich halte den Begriff des 'geistigen Eigentums' generell für verfehlt, denn wenn man so will, ist alles, was man sagt und tut, geistiges Eigentum von einem selbst. Oder doch nicht? Kann ich behaupten, meine Worte sind noch geistiges Eigentum, sobald ich sie ausgesprochen habe? Dieser Eigentumswahn nimmt wirklich kuriose Formen an, wie ich immer wieder hören musste, z.B. wenn sich jemand über 'Gedankenklau', 'Ideenklau' oder 'Meinungsklau' beschwert. Hier wird es wirklich abstrus.
Weiterentwicklung von Ideen und Techniken kann es nicht geben, wenn jeder seine Ideen, Worte und Darstellungen patentieren lässt und damit Geld machen will. Wozu soll das denn führen?
Eine solche Haltung bringt doch niemandem etwas. Man grenzt dadurch alle diejenigen von seinen Ideen etc. aus, die sich den Kauf dieser Idee etc. nicht leisten können.
Und es lässt sich z.B. am Vergleich von Betriebssystemen zeigen, dass UR-geschützte Werke sich schlechter entwickeln und funktionieren können als öffentlich zugängliche Werke.

Also wie gesagt: Ich bin mir mit der Abmahnung, die demnächst in mein Haus flattern wird laut diverser Foristen, keiner moralischen Schuld bewusst.
 

Benutzer10736 

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*lol* Danke für die tolle Bewertung... Als ob ich nicht wüßte, daß das Klauen von T-Shirts was anderes ist als das Kopieren von Dateien. Es ging mir um die grundlegende EINSTELLUNG die dahinter steckt, nicht um eine juristische Betrachtungsweise.
Denn spätzünders Argumentation war ja, daß die Vervielfältigung soviel wie nichts kostet und er gar nicht einsieht, warum das kriminalisiert werden muß, daß sich die Musikindustrie nicht so aufregen soll und daß die Arbeit, die dahintersteckt, nicht entlohnenswert ist, weil er auch nicht alles bezahlt bekommt, was er tut.

Das finde ich nicht in Ordnung, und ich kritisiere die Einstellung "ich nehme es, weil ich der Meinung bin, es steht mir zu und es ist nicht soviel wert, wie dafür verlangt wird". Das ist eben KEINE Rechtfertigung, etwas einfach zu nehmen ("nehmen" im übertragenen Sinne, ich weiß, daß man Daten nicht in den Händen halten kann). Wenn man nicht bereit ist, den verlangten Preis zu zahlen, sollte man es eben ganz lassen und die Industrie boykottieren, in der Hoffnung, daß man Nachahmer findet und dadurch etwas bewirken kann.

Nicht falsch verstehen, ich finde vieles auch übertrieben und nervig, das Getue um Kopien für den Eigengebrauch, das Theater darum, ob Musik mit Freunden getauscht oder für einen Freund zum Geburtstag eine CD zusammengestellt werden darf, ich finde wirklich, man kann's auch übertrieben.

Aber die grundlegende Idee, daß Musik Geld kosten soll, die finde ich nicht verkehrt. Nicht, weil die Musiker alle so arme Schlucker wären, daß sie jeden Cent brauchen, da gibt es genug, die es nicht sind und immer reicher werden. Aber darum geht's ja auch nicht. Musik ist eine Ware mit einem Marktwert, genauso wie andere Dinge auch. Es steht jedem frei, den Markt durch sein Konsumverhalten zu regulieren - dazu gehört aber nicht, den offiziellen Markt zu "umgehen", indem man sich die Musik einfach kostenlos beschafft.

Natürlich sind die Schadenshochrechnungen der Musikindustrie ziemlicher Quatsch, nicht jeder, der sich "Schnappi, das Krokodil" in einer Tauschbörse runterlädt, hätte dasselbe Lied auch im Laden gekauft, und ich vermute stark, daß so diese Berechnungen zustande kommen. Aber so ganz spurlos ist die Tauschbörsengeschichte nicht an der Musikindustrie vorbeigegangen, denn mal ehrlich: Als es noch nicht illegal war, da war es doch fast schon uncool, sich überhaupt noch CDs zu KAUFEN. Ja, vielleicht einzelne "Liebhaberstücke", aber sonst? Und das kann's doch auch nicht sein.

Wer sagt "ich lade soviel runter, was ich mir niemals gekauft hätte, was ich aber einfach nur so mal hören wollte; was ich WIRKLICH hören will, dafür wäre ich auch bereit zu zahlen", der soll eben Radio hören für die große Auswahl. Ja, da kann man nicht beeinflussen, was als nächstes kommt, aber das ist eben dann der Kompromiß, den man machen muß, wenn man nicht bereit ist zu zahlen.

Natürlich wäre es schön, wenn alle Musik kostenlos frei für jeden verfügbar wäre. Es wäre auch schön, wenn Internet kostenlos frei für jeden verfügbar wäre, genauso wie Handytelefonate. Es ist aber nicht so. Was einen Marktwert hat, wird verkauft. Vielleicht ist es ja auch irgendwann üblich, zu Hause eine Musikflatrate ebenso wie eine Internetflatrate zu haben, wer weiß. Aber wer das nicht hat, der muß eben zahlen.
 

Benutzer54457 

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Natürlich wäre es schön, wenn alle Musik kostenlos frei für jeden verfügbar wäre. Es wäre auch schön, wenn Internet kostenlos frei für jeden verfügbar wäre, genauso wie Handytelefonate. Es ist aber nicht so. Was einen Marktwert hat, wird verkauft.

nur bestimmen den marktwert immer noch die konsumenten. hier versuchen verwertungskonsortien den marktwert von dingen gerichtlich einzuklagen, was eigentlich systemisch völlig sinnlos ist.

wir müssen uns gegen diese vereinnahmung unserer konsumenteninteressen wehren. anderes beispiel: net neutrality. in amerika arbeiten die größeren ISPs massiv daran, bei den internetusern ein bewusstsein für verschiedene "qualitäten" des internetzugangs zu schaffen. wer extra bezahlt, dessen website ist immer gut erreichbar, wer normal bezahlt, muss schonmal ein paar stunden unerreichbarkeit pro woche in kauf nehmen..
man muss nicht lange nachdenken, um zu sehen, dass sowas der anfang vom ende des freien internets ist, und alles das nur, weil irgendwelche gierigen firmen ein geschäftsmodell durchsetzen wollen, das an den interessen aller anderen beteiligten völlig vorbei geht, keinerlei innovation beinhaltet..
 

Benutzer10736 

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nur bestimmen den marktwert immer noch die konsumenten.
Das steht ihnen ja frei. Natürlich beeinflussen Konsumenten durch ihr Konsumverhalten den Marktwert mit, und das ist ja auch so gewollt. Aber der Beeinflussungsmechanismus funktioniert eigentlich durch "Kaufen" oder "Nichtkaufen" und nicht durch "einfach nehmen".
 

Benutzer76959  (30)

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Ich find's ne Sauerei wieviel Kohle damit gescheffelt wird. Ja, es ist falsch Musik zu downloaden, ja die Täter sollten bestraft werden. Aber wenn ich dann hör, wie 16-Jährige zu 15.000 Euro Strafe verurteilt werden, weil sie die Platte voller Alben haben... Sorry da fehlt meiner Meinung nach jede Verhältnismäßigkeit. Da steckt fast keine kriminelle Energie dahinter. Das sind teilweise Minderjährige die ihre 30 Euro im Monat haben und auf deren Rücken wird das dann ausgetragen. Wenn ich schon das grinsende Gesicht vom Warner Anwalt sehe, bekomm ich das Kotzen. Dann will der mir noch verklickern es gehe darum Rechte zu schützen?! Es geht darum eine neue Einnahmequelle, die nahezu unerschöpflich ist, auszuschöpfen.
 
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Hinter Drogenhandel steckt auch Arbeit. Und hinter Menschenhandel ebenfalls. Oder was soll dein Verweis auf die Arbeit jetzt aussagen? Wenn du wüsstest, für welche meiner geistigen Arbeiten ich gerne bezahlt werden würde. :rolleyes:
Darum wird sie auch wohl bezahlt, das Geschäft ist sogar so lukrativ dass da mehrere Milliarden im Spiel sind.

Ändert nichts an meiner Aussage.
Nur ist das von dir ein unpassender Vergleich.
Und wo vom Entkriminalisieren gesprochen wird: In den 90ern, als das Internet noch frühreif war, war das Kopieren von Musik, Software, Spielen etc. noch nicht illegal. Damals hat noch kein Hahn danach gekräht, auch die Musikindustrie nicht.

Doch auch damals ging man dagegen vor.
Das Internet ist lediglich eine Erweiterung der Kopiermöglichkeiten. Und nur, weil die Medienindustrie in einer selbsterzeugten Krise steckt und die Arbeitskraft der Medienkünstler durch den technischen Fortschritt immer wertloser wird, sollen diejenigen, die lediglich so weiterkopieren wie bisher, jetzt dafür als Sündenböcke herhalten?
Mussten sie schon immer, weil sie hier ein Werk kopieren, dass nicht ihnen gehört.
Zumal ich mich immer wieder frage, welches kriminelle Vergehen denn die Kopierer genau durchführen? Es wird niemand ausgeraubt oder seines Geldes bestohlen, weshalb der Un-Begriff 'Raubkopie' auch falsch ist.
Die Kopieren kopieren unerlaubt ein Urheberrechtlichgeschützes Ding, dieses Recht besitzen sie nicht. Der Urheber kann selber entscheiden ob und wie er SEIN Werk an den Mann bringen kann.

Wenn Musiker und Filmemacher im Internetzeitalter nicht wollen, dass die Internettechnologien genutzt werden, dürfen sie ihre Waren und Dienstleistungen halt nicht veröffentlichen, sondern müssen sie in einem Rahmen anbieten, in dem ein Kopieren technisch nicht möglich ist (Konzerte, Kino).
Also bitte, noch nie was von BOotlegs gehört und Kinoaufnahmen die man im Netz runterladen kann? :rolleyes:

Es ist einfach de facto so, dass der Wert menschlicher Arbeitskraft mittlerweile in keinem Verhältnis mehr zur Produktionsmasse steht. Tokio-Hotel kann so viele Songs schreiben wie sie wollen - durch minimalsten Aufwand können deren Songs heute nahezu unendlich vervielfältigt werden. Das liegt nicht an den bösen Tauschbörsen-Nutzern, sondern an der technischen Entwicklung, die wir nun schon seit mehreren Jahrzehnten haben.
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Und? Die Arbeitskraft ist heute fast nirgends mehr eine AUssage über den Wert der Arbeit.

JEder darf soviel anbieten für eine Arbeit wie er will, genauso darf jeder soviel fordern wie er will.

Falls es zu keinem verständnis kommt wird GAR NIX geschehen und niemand wird sich unerlaubt an den Dingen der anderern bereichern, ohne das einverständnis des anderen, dies wird aber genauo mit Raubkopien getan.

Die Medienstars (genauso wie alle anderen Arbeitnehmer) sollten sich mal langsam der Tatsache bewusst werden, dass wir es mit einer Krise der Arbeit zu tun haben.
Ich finde es einfach nur abartig, dass die Medienindustrie sich mit diesem Urheberrechtsschutz sogar herausnimmt, Musik, die erst durch kostenloses Verbreiten einen Kultstatus erreicht hat, zu kommerzialisieren und dem Urheberrecht zu unterwerfen. So etwas ist schlichtweg Enteignung.
Oh nein, zuerst beschafft man sich ohne das Einverständnis des Urhebers sein Werk und dann wird man noch sein Geld los ohne das mans will... Wie wärs mit Realitätsbewusstsein?

Dein Geld wär schon weg, wenn du es legal gekauft hättest, so wie es der Urheber will.

Außerdem sollten die Medienstars froh sein, dass so viele Menschen ihre Musik und Filme konsumieren. Manche kaufen erst durch diese kostenlose Verbreitung die betreffenden Medienträger.
Und das Argument, auch Musiker müssen ja wohl irgendwie ihre Brötchen verdienen, lasse ich nicht gelten.
Wer sich sein Brötchen nichtm ehr durch reine Kommerzialisierung verkaufen kann, wird sich schon denken, wie man sonst Geld macht.

Auch ist es kein Argument, dass es dadurch zu Verbreitung findet.

DAs einzige Argument ist, was der Urheber will, alles andere ist geistiger Diebstahl.

Genauso könnte man den Gesunden vorwerfen, sie würden Ärzte um ihren Lohn bringen, nur weil sie selbst versuchen, gesund zu bleiben. Und Tabakwarenhersteller würde man um ihren Lohn bringen, nur weil man Leute davon abbringen will, zu rauchen.
Und Drogenbaronen würde ich die Arbeit wegnehmen, nur weil man gegen Drogenkonsum kämpft und sich weigert, keine zu konsumieren.
Nein, falsch.
Man nimmt nämlich nichts von den Ärzten, bzw braucht nicht ihre Dienstleistung, aber bei den Medien ist es genau umgekehrt.

Mit solchen vergleichen disqualifizierst du dich selbst, da sie in keinem Bezug zum Thema stehen.

Wenn das Mediengeschäft zunehmend zu einer brotlosen Kunst wird, kann man dafür doch nicht diejenigen verantwortlich machen, die für die Waren nicht zahlen können oder wollen.
Natürlich nicht.
Man kann aber die vernatwortlich machen, die hier Dinge ohne Erlaubnis runterladen o.ä
Und es ist doch nur zu begrüßen, wenn erstmals in der Geschichte der Menschheit Produkte mit geringem Aufwand so stark vervielfältig werden können, dass auch Nicht-Zahlungskräftige in den Genuss menschlicher Produkte kommen.
Der Preis bestimmt immer noch der Urheber(indirekt auch viele andere, aber der hat meistens sein Einverständnis dabei, auch wenn oft gezwungenermassen)

Wer sichs ned leisten kann, pech, wir leben halt nunmal im Kapitalismus und da hat alles seinen Preis, wer ihn nicht bezahlen kann, der kriegt nichts.

Auch wenn ich gegen ein Gesetz verstoßen haben sollte - eine moralische oder anderweitige Schuld verbinde ich damit nicht.

Musst du nicht, aber dann werde nie in deinem Leben irgendjemandem geistlichenraub vorwerfen.

Es gibt nunmal Leute die für sowas einstehen und dem Urheber mehr Rechte einräumt als dem Konsumenten, wer das nun anderst sieht ist sein Problem, letztendlich kann man die Moral nicht diktieren, zumindest bis zu einem gewissen Punkt nicht.

Du musst einfach damit rechnen, dass du dementsprechend bestraft wirst und solltest dann nicht rumheulen, Gesetze gelten nunmal für jedermann und die hat man zu befolgen, egal ob man nun zustimmt oder nicht.

Ich find's ne Sauerei wieviel Kohle damit gescheffelt wird. Ja, es ist falsch Musik zu downloaden, ja die Täter sollten bestraft werden. Aber wenn ich dann hör, wie 16-Jährige zu 15.000 Euro Strafe verurteilt werden, weil sie die Platte voller Alben haben... Sorry da fehlt meiner Meinung nach jede Verhältnismäßigkeit. Da steckt fast keine kriminelle Energie dahinter. Das sind teilweise Minderjährige die ihre 30 Euro im Monat haben und auf deren Rücken wird das dann ausgetragen. Wenn ich schon das grinsende Gesicht vom Warner Anwalt sehe, bekomm ich das Kotzen. Dann will der mir noch verklickern es gehe darum Rechte zu schützen?! Es geht darum eine neue Einnahmequelle, die nahezu unerschöpflich ist, auszuschöpfen.

Klar und weisst was das tolle ist? :smile:

Es funktioniert, die Leute sind ja noch so dumm und lassen sich ausnehmen.

Hut ab an die Musikindustrie die es weiss, wie man Leute ausnehmen kann und als Unschuldslamm dasteht.

Und ein grinsen an die doofen Leute die sich freiwillig in so eine Lage stürzen und sich ausnehmen lassen.

Diese Medien sind nunmal Luxuswaren, wer es sich nicht leisten kann, der kriegt es nicht.
 

Benutzer76959  (30)

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Diese Medien sind nunmal Luxuswaren, wer es sich nicht leisten kann, der kriegt es nicht.

Seh ich so nicht ein. Musik spielt für Jugendliche eine enorm wichtige Rolle! Nur weil irgendwelche Sesselpupser Benz numero 27 in der Garage stehen haben wollen, sollen Jugendliche auf Musik verzichten? In was für einer Welt leb ich denn? Musik übermittelt Botschaften, regt Jugendliche zum nachdenken an, fördert das beisammensein etc. pp.. Das ist für mich eine Selbstverständlichkeit.
 

Benutzer10736 

Benutzer gesperrt
Seh ich so nicht ein. Musik spielt für Jugendliche eine enorm wichtige Rolle! Nur weil irgendwelche Sesselpupser Benz numero 27 in der Garage stehen haben wollen, sollen Jugendliche auf Musik verzichten? In was für einer Welt leb ich denn? Musik übermittelt Botschaften, regt Jugendliche zum nachdenken an, fördert das beisammensein etc. pp.. Das ist für mich eine Selbstverständlichkeit.
Also bitte, jetzt übertreib mal nicht. Klar wollen Jugendliche Musik hören - das war schon immer so und wird auch immer so sein. Und schon immer gab es welche, die sich jede Platte leisten konnten, und andere, die das nicht konnten oder dafür lange sparen mußten. Das war schon bei meiner Mutter und den Beatles so. :zwinker:

Daß man für Musik bezahlen muß, hindert Jugendliche doch nicht daran, Musik zu hören. Das hat es noch nie und wird es auch nicht. Es gibt das Radio, das Fernsehen (auch dafür bezahlt man, aber in den meisten Familien wird das schon vorhanden sein), es gibt Taschengeld und Nebenjobs, um sich CDs kaufen zu können... Es gibt Geburtstage und Weihnachten, wo man sich CDs wünschen kann.

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie du auf die Idee kommen kannst, es gäbe einen irgendwie gearteten Anspruch auf kostenlose Musik für Jugendliche.
 

Benutzer48909 

Meistens hier zu finden
Also bitte, noch nie was von BOotlegs gehört und Kinoaufnahmen die man im Netz runterladen kann? :rolleyes:

Aber, gerade bei Bootlegs (also Konzertmitschnitten) verstehe ich nun wiederum gar nicht, warum einige Band so dagegen sind, außer natürlich sie zeichnen das Konzert selber auf und verkaufen es.

Bootlegs mache ich doch nur bei Bands, die ich super Klasse finde, und von denen will ich eh alles im Original im Regal stehen haben. Die Konzertmitschnitte sind doch nur ein zusätzliches Highlight im Regal. Warum also stellen sich da viele Künstler so an? Damit geht ihnen nun wirklich kein Geld verloren...

Seh ich so nicht ein. Musik spielt für Jugendliche eine enorm wichtige Rolle! Nur weil irgendwelche Sesselpupser Benz numero 27 in der Garage stehen haben wollen, sollen Jugendliche auf Musik verzichten? In was für einer Welt leb ich denn? Musik übermittelt Botschaften, regt Jugendliche zum nachdenken an, fördert das beisammensein etc. pp.. Das ist für mich eine Selbstverständlichkeit.

Eigentlich hat Sternschnuppe dazu schon alles gesagt.

Ich finde, dass es einfach eine Selbstverständlichkeit sein sollte, dass man die Musik, die man besitzen will auch bezahlt. Der Künstler hat eine Menge Arbeit in die "Erstellung" der Musik gesteckt, und die muss nunmal auch vergütet werden.
Es arbeitet doch auch keiner von uns kostenlos...

Das steht ihnen ja frei. Natürlich beeinflussen Konsumenten durch ihr Konsumverhalten den Marktwert mit, und das ist ja auch so gewollt. Aber der Beeinflussungsmechanismus funktioniert eigentlich durch "Kaufen" oder "Nichtkaufen" und nicht durch "einfach nehmen".

Das zitiere ich einfach mal so. Genauso sehe ich das auch.
 

Benutzer472 

Verbringt hier viel Zeit
Wenn Musiker und Filmemacher im Internetzeitalter nicht wollen, dass die Internettechnologien genutzt werden, dürfen sie ihre Waren und Dienstleistungen halt nicht veröffentlichen, sondern müssen sie in einem Rahmen anbieten, in dem ein Kopieren technisch nicht möglich ist (Konzerte, Kino).
Es kann nicht im gesellschaftlichen Interesse liegen, dass man selbst dafür sorgen muss, dass seine Rechte - in dem Fall auf die alleinige Verwendung des geistigen Eigentums - geschützt sind. Nach deiner Logik wäre es bei jedem Diebstahl ein sinnvolles Argument, dass der Schutz des Bestohlenen nicht ausgereicht habe, um die Aneignung durch einen Dritten zu verhindern, es sich also nicht um ein Vergehen handele.
 
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Gast
Aber, gerade bei Bootlegs (also Konzertmitschnitten) verstehe ich nun wiederum gar nicht, warum einige Band so dagegen sind, außer natürlich sie zeichnen das Konzert selber auf und verkaufen es.

Das ist sicher ein klassisches Beispiel, wie man als Band mehr Geld verdienen kann, aber die Band hat nunmal das Recht dazu.

Immerhin ist es ihr Werk, gespielt von ihnen und solange sie keine Erlaubnis dazu geben, solange ist es nicht in Ordnung.
 
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Heartbeat
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