Erfahrungen mit homöopathischer Behandlung?

Benutzer161456 

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ich gebs auf
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Das ist ja dann doch wieder der Placebo-Effekt bzw. eben ein psychologischer. Darauf dass Homöopathie auf diese Weise "wirken" kann, hatten wir uns doch schon längst geeinigt. Dafür müssen Zuckerkügelchen trotzdem nicht das x-fache kosten.

tut´s aber halt. Mein Gott.

Es gibt auch inhaltsgleiche Medikamente, die angeblich neu sind und auf einmal das X-fache kosten.
Manager, auch die KK-Manager und die vom Dienst und der Vereinigung, verdienen auch ein Schweine-Geld.
Ein VW, ein Porsche und ein Mercedes kosten auch mehr als nötig, da man die Preise halt am Markt erzielen kann.
Ronald ist nun auch für 100 Mio. an Juve verkauft worden, und und und...

Da kann man sich jetzt herzlich drüber aufregen.
So ist er halt der doofe Markt.
 
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Benutzer158340 

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Ja, und über all das darf man sich auch zu recht aufregen, wenn man das als Geldverschwendung ansieht. Und wenn die Geldverschwendung halt nicht nur einzelne trifft (die meinen, einen Porsche kaufen zu müssen, z.B.), sondern die Gesamtgesellschaft, dann regen sich eben auch mehr Leute auf, und das auch völlig zu recht.

Und nein, nicht der Markt ist doof. Nur die Leute, die nicht kapieren wollen, wie der Markt funktioniert.
 

Benutzer161456 

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Und nein, nicht der Markt ist doof. Nur die Leute, die nicht kapieren wollen, wie der Markt funktioniert.
eben.
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Es gibt auch inhaltsgleiche Medikamente, die angeblich neu sind und auf einmal das X-fache kosten.
Ishtar Ishtar warum ist dir das eigentlich egal? Hierzu nimmst du nie Stellung.
Diese Kosten schädigen die Allgemeinheit ein vielfaches höher, von der stillschweigenden Korruption und Vetternwirtschaft im Bereich der allgemeinen Pharmazie ganz zu schweigen.
 

Benutzer158340 

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Ishtar Ishtar warum ist dir das eigentlich egal? Hierzu nimmst du nie Stellung.
Diese Kosten schädigen die Allgemeinheit ein vielfaches höher, von der stillschweigenden Korruption und Vetternwirtschaft im Bereich der allgemeinen Pharmazie ganz zu schweigen.
Na, was gibt's dazu zu sagen? Ist scheiße. Haben ich und so ziemlich jeder andere Homöopathiekritiker hier im Thread schon gesagt. Aber ich sag's auch gern nochmal: Das ist auch scheiße.

Aber nur weil Sache X kacke ist, ist Sache Y deshalb nicht auf einmal gut. Es können auch einfach beide Dinge kacke sein.
 

Benutzer77547 

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Na, was gibt's dazu zu sagen? Ist scheiße. Haben ich und so ziemlich jeder andere Homöopathiekritiker hier im Thread schon gesagt. Aber ich sag's auch gern nochmal: Das ist auch scheiße.

Aber nur weil Sache X kacke ist, ist Sache Y deshalb nicht auf einmal gut. Es können auch einfach beide Dinge kacke sein.

Das stimmt. Ich halte die homöopathische Lehre bzw. deren "Wirk-"Modell genauso für eine unsinnige Theorie aus dem 18. Jahrhundert, die schon zigfach widerlegt wurde.
Ich kann nur nicht erkennen, dass die Homöopathie wirklich soviel Schaden anrichtet, wie es manche hier zu glauben scheinen. Klar, Einzelfälle gibts immer. Aber in der Regel werden doch die Kügelchen und Tröpfchen für vergleichsweise harmlose Alltagswehwehchen verwendet, bei denen es eigentlich evtl. sogar gut ist, nur Placebos zu nehmen und keine wirklichen Präparate.....und die allerallermeisten,die homöpathische Medikamente einnehmen, lehnen allopathische Arzneien ja überhaupt nicht grundsätzlich ab.

Dass in D scheinbar die Krankenkassen da eine große Menge Geld versenken, finde ich auch absolut daneben und das sollte man beenden! Dann könnten die ja auch irgendwelche genauso wirkungs- bzw. sinnlose Ernährungszusatzpräparate, von denen es ja auch genügend gibt, bezahlen.
Hier für Österreich habe ich die Zahlen ja oben gepostet. Das was die KKs hier für homöopathische Präparate ausgeben, sind glücklicherweise nur "Peanuts". Das regt mich nicht wirklich auf.

Wie gesagt....ich bin da wahrscheinlich auch ziemlich schizo....obwohl ich wirklich ÜBERHAUPT nicht an Homöopathie glaube, nehme ich - wenn Halsweh im Anflug ist - immer brav mein Erysidoron (anthroposophisch-homöpathisches Komplexpräparat, niedrigpotenziert).....und ich habe noch nie in den letzten 30 Jahren etwas "härteres" bei Halsschmerzen gebraucht.
Da in Erysidoron wegen der Niedrigpotenz tatsächlich etwas drin ist, bilde ich mir halt ein, dass da vielleicht doch was "wirken" könnte.....auch wenn ich nicht wüsste, warum irgendwelches Bienengift etc. gegen Halsweh wirken sollte. Aber mei, ansonsten wirkt halt vielleicht einfach der Alkohol und ich könnte auch regelmäßg einen Schnaps trinken oder Placebo oder überhaupt nix. Die Tropfen schaden mir nicht und dadurch, dass ich sie nehme, schade ich auch keinem anderen. Ich zahl die Dinger selbst.

Wenn die Halsschmerzen zu einer richtigen Mandelentzündung werden würden, würde ich natürlich keinesfalls mehr diese Tröpfchen nehemen, sondern zum Artz gehen und mir was "richtiges" verschreiben lassen.

Ich denke mal, dass sehr viele eine solche "undogmatische" Praxis pflegen.
 
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Benutzer161456 

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Ich denke mal, dass sehr viele eine solche "undogmatische" Praxis pflegen.

Und bei mir ist es einfach umgekehrt.
Ich nehme Globolies eigentlich nie privat.
Nur diese eine Therapie halt.
Aber ich steh halt zu meiner guten Erfahrung dabei.
Aber meine Frau hat den Kindern als sie klein waren öfters mal für kleine Wehwehchen Globolies gegeben. Hat den Kids durchaus geholfen. Oder man hatte den Eindruck zumindest.
 

Benutzer77547 

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Aber meine Frau hat den Kindern als sie klein waren öfters mal für kleine Wehwehchen Globolies gegeben. Hat den Kids durchaus geholfen. Oder man hatte den Eindruck zumindest.
Wichtiger ist m.E., dass sie nicht geschadet haben! Wirklich "geholfen" dürften sie wohl eber nicht haben, außer eben Placebo. Placebowirkungen darf man halt gerade bei Kinden nicht unterschätzen.

Meine Frau hat früher als die Kids klein waren auch gerne Arnika-Globuli nach Stürzen, angeschlagenen, geprellten Zehen etc. verabreicht. Da wirkt Placebo wirklich äußerst gut, wenn man das schreiende Kind nicht nur in den Arm nimmt und tröstet, sondern auch ein "Arzneimittel" innerlich (Globuli) und äußerlich (Salbe) verabreicht. :grin: Durchaus auf Basis unserer Alltagserfahrung wirksam und hilfreich. Wenn auch nur Placebo. Aber solche Kügelchen aus Arzneimittelverpackungen aus der Hausapotheke sind halt in so einem Moment schon überzeugender als ein Gummibärchen aus der Süßigkeitenschublade:zwinker:.
 
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Benutzer84435 

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Ich finde es absolut erschreckend wie hier selbst von hochgebildeten Personen offenbar Fiktion und Wirklichkeit vermischt werden.

Und da wundern sich die Leute, wie es zu einem US-Präsidenten Donald Trump kommen konnte?

Mir als Liberaler ist es sowas von egal, was die Menschen privat alles treiben. Wenn sie sich bei Mondfinsternis mit grünem Wackelpudding einreiben und dabei die Kräfte eines Heil-Gurus empfangen sollen sie das gerne tun.

Grausam wird es, wenn die wissenschaftliche Lehre & Forschung untergraben und unterwandert wird. Mittlerweile wird Homöopathie allen Ernstes als Wahlpflichtfach nach der Approbationsordnung für Ärzte angeboten (!). Die Hochschulen werden mit geistigem Dünnschiss geflutet: Hochschulen mit pseudowissenschaftlichen Lehr- und Forschungsinhalten – Psiram

Die Homöopathie wird u.a. deshalb so scharf kritisiert, weil sie dabei so erfolgreich ist. Und wer die Wissenschaft zerstört, zerstört auch irgendwann unsere moderne Gesellschaft.

"Klimawandel? Fake-News! Schwarze sind dümmer als Weiße? Alternativer Fakt! Merkel ist von der Neuen Weltordnung finanziert? Noch nicht widerlegt worden!"

:rolleyes:
 

Benutzer158340 

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Ich kann nur nicht erkennen, dass die Homöopathie wirklich soviel Schaden anrichtet, wie es manche hier zu glauben scheinen. Klar, Einzelfälle gibts immer. Aber in der Regel werden doch die Kügelchen und Tröpfchen für vergleichsweise harmlose Alltagswehwehchen verwendet, bei denen es eigentlich evtl. sogar gut ist, nur Placebos zu nehmen und keine wirklichen Präparate.....und die allerallermeisten,die homöpathische Medikamente einnehmen, lehnen allopathische Arzneien ja überhaupt nicht grundsätzlich ab und nehmen welche, wenn sie sie brauchen, sondern nehmen die dann, wenn es ernster wird.
Also erst heute hatte ich in meiner Facebook-Gruppe eine Mutter, der vom Arzt geraten wurde, ihrem Kind Paukenröhrchen einsetzen zu lassen, weil es einen Paukenerguss im Ohr hat. Das kann bis zur Taubheit des Kindes führen, wenn unbehandelt.
Und die fragte explizit nach Homöopathen, die das "auch so" behandeln können.
Und nein, das ist kein Einzelfall, das kommt allein in meinem größeren Umfeld mindestens einmal im Monat vor.

Wie bereits irgendwo in diesem Thread geschrieben, ist die Mutter eines meiner Exfreunde Homöopathin. Die hatte genauso kleine ADHS-Patienten, denen lieber über Jahre hinweg dutzende Globulis verabreicht wurden, anstatt einmal Ritalin - weil Ritalin ist ja das ultimative böse und alles andere ist besser. Das das Kind zwischenzeitlich den anschluss an die anderen Kinder verlor, zweimal sitzengeblieben ist und kaum mehr Freunde hatte, tja, das war halt dann egal.

Und eben deshalb halte ich Homöopathie für so gefährlich: Weil sie eben bei den unkritischen, unsicheren und uninformierten Leuten den Eindruck einer seriösen Heilmethode erweckt, die über den Placebo hinaus geht. Weil dann so lange rumprobiert wird mit Homöopathie und "das muss doch anders gehen", bis es wirklich, wirklich, wirklich schlimm ist und dann mal wieder jemand eine Woche im KRankenhaus liegt wegen einer Sache, die bei rechtzeitiger Therapie eine Lappalie gewesen wäre.
 

Benutzer77547 

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Naja. Wenn man allen Ernstes glaubt, dass die Homöopathie dazu beiträgt, dass gerade die Demokratie in vielen Ländern kurz vor dem Schreddern steht, dann muss man wohl zu einem Kreuzzug gegen die irrationale "Heilkunde" aufrufen.

Sehr evidenzbasiert geht man mit dieser Sichtweise aber auch nicht vor. Es fehlt nämlich meines Wissens der empirische Nachweis, dass Menschen, die homöopathische Arzneien benutzen, überproportional Trump, AfD oder die FPÖ wählen. Ich würde sogar eher das Gegenteil vermuten.

Ich finde es absolut erschreckend wie hier selbst von hochgebildeten Personen offenbar Fiktion und Wirklichkeit vermischt werden.

Fiktion und Wirklichkeit werden leider andauernd vermischt. Von Dir übrigens auch...nämlich im nächsten Satz :zwinker:.
Ich würde eher die Hypothese aufstellen, dass die Quote der Trump-Anhänger unter Anhängern von Ayn-Rand größer ist als unter Menschen, die homöopathische Mittelchen nehmen. Das sollte ich vielleicht mal wirklich empirisch untersuchen!

Und da wundern sich die Leute, wie es zu einem US-Präsidenten Donald Trump kommen konnte?

Mir als Liberaler ist es sowas von egal, was die Menschen privat alles treiben. Wenn sie sich bei Mondfinsternis mit grünem Wackelpudding einreiben und dabei die Kräfte eines Heil-Gurus empfangen sollen sie das gerne tun.
Genau.

Grausam wird es, wenn die wissenschaftliche Lehre & Forschung untergraben und unterwandert wird. Mittlerweile wird Homöopathie allen Ernstes als Wahlpflichtfach nach der Approbationsordnung für Ärzte angeboten (!). Die Hochschulen werden mit geistigem Dünnschiss geflutet: Hochschulen mit pseudowissenschaftlichen Lehr- und Forschungsinhalten – Psiram

Ja, das finde ich auch daneben und gefährlich. Ärzte sollten nach wissenschaftlichen Standards ausgebildet werden. Es darf zumindest nicht der Eindruck erweckt werden, dass Homöopathie auch eine Wissenschaft sei.
Die wissenschaftliche Erforschung von Homöopathie und allen anderen "alternativen" Methoden, ist aber m.E. schon wichtig! Ansonsten können die ja alles unhinterfragt und unwiderlegt behaupten.

Die Homöopathie wird u.a. deshalb so scharf kritisiert, weil sie dabei so erfolgreich ist. Und wer die Wissenschaft zerstört, zerstört auch irgendwann unsere moderne Gesellschaft.
Jetzt mach mal halblang. Homöopathie "zerstört" doch nicht die Wissenschaft! Was juckt denn die Wissenschaft die Homöopathie?

"Klimawandel? Fake-News! Schwarze sind dümmer als Weiße? Alternativer Fakt! Merkel ist von der Neuen Weltordnung finanziert? Noch nicht widerlegt worden!"
:rolleyes:

Da sehe ich nun aber doch ein paar Unterschiede :confused:.
Auch hier würde ich vermuten, dass die Globulischlucker unter Klimawandelleugnern, Anhängern der These, dass Schwarze dümmer sind als Weiße (da gibts übrigens "wissenschaftliche" Studien dazu!) und Leuten, die glauben, dass Merkel von der Neuen Weltordnung finanziert ist, nicht überproportional vertreten sind.
 

Benutzer20277 

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Naja. Wenn man allen Ernstes glaubt, dass die Homöopathie dazu beiträgt, dass gerade die Demokratie in vielen Ländern kurz vor dem Schreddern steht, dann muss man wohl zu einem Kreuzzug gegen die irrationale "Heilkunde" aufrufen.

Nein, die Homöopathie ist nicht die Ursache von Rechtspopulismus und das hat Nachtwächter auch nicht so geschrieben. Homöopathie und Rechtspopulismus haben aber schon gemeinsame Grundsätze, der wichtigste davon ist, dass Fakten nicht so entscheidend sind. Man hat ja ein alternative Fakten.

Die wissenschaftliche Erforschung von Homöopathie und allen anderen "alternativen" Methoden, ist aber m.E. schon wichtig!

Die wissenschaftliche Erforschung der Homöopathie ist abgeschlossen.
 

Benutzer84435 

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Naja. Wenn man allen Ernstes glaubt, dass die Homöopathie dazu beiträgt, dass gerade die Demokratie in vielen Ländern kurz vor dem Schreddern steht, dann muss man wohl zu einem Kreuzzug gegen die irrationale "Heilkunde" aufrufen.

Sehr evidenzbasiert geht man mit dieser Sichtweise aber auch nicht vor. Es fehlt nämlich meines Wissens der empirische Nachweis, dass Menschen, die homöopathische Arzneien benutzen, überproportional Trump, AfD oder die FPÖ wählen. Ich würde sogar eher das Gegenteil vermuten.

(...)

Da sehe ich nun aber doch ein paar Unterschiede :confused:.
Auch hier würde ich vermuten, dass die Globulischlucker unter Klimawandelleugnern, Anhängern der These, dass Schwarze dümmer sind als Weiße (da gibts übrigens "wissenschaftliche" Studien dazu!) und Leuten, die glauben, dass Merkel von der Neuen Weltordnung finanziert ist, nicht überproportional vertreten sind.

Ich glaube du verstehst nicht worauf ich hinaus will: Es geht nicht speziell darum ob Homöopathie-Anhänger mehr oder weniger für Trump und Co. sind.

Es geht darum, dass allgemein der Unterschied zwischen Fakt und Fiktion in der Gesellschaft aufgeweicht wird oder sogar ganz verschwindet.

Und die Homöopathie wird deshalb so "angefeindet", weil sie darin bei breiten Bevölkerungsgruppen und den wissenschaftlichen Institutionen so erfolgreich ist. Oder weit erfolgreicher als die meisten Pseudolehren.

Wenn ein linker Homöopath sich nicht an Fakten halten will, wieso sollte das ein rechter Flüchtlingsgegner?
 

Benutzer116134 

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Ich denke, dass jeder Patient vom Arzt vor einer Hömopathietherapie darüber aufgeklärt wurde, was Hömopathie ist und wie es wirkt.
Am Wissen der Anwender liegt es nicht, dass sie sich trotzdem dafür entscheiden.
Wurdest du umfassend über die der Homöopathie zugrunde liegenden Prinzipien aufgeklärt? Über das Verdünnungs- oder Ähnlichkeitsprinzip, das der Homöopathie ja immerhin ihren Namen gibt?

Ich nicht. Meine Erfahrung mit Homöopathie ist, dass mir ein Arzt oder Apotheker ein Medikament empfiehlt und entweder gar nicht oder nur beiläufig erwähnt, dass das etwas Homöopathisches ist. Da fand überhaupt keine Form der Aufklärung darüber statt. Ich dachte auch lange genug, das wäre irgendwie etwas Pflanzliches. Man muss ja auch erstmal auf die Idee kommen, sich mit etwas kritisch auseinanderzusetzen, was von Ärzten und Apothekern so selbstverständlich empfohlen wird.

Und das ist, was mich persönlich wütend macht. Wenn ich ein Medikament kaufe, auf den Beipackzettel schaue und feststelle, dass das etwas Homöopathisches ist (gut, irgendwann hat man die entsprechenden Namen & Co. dann raus, aber das ist mir mindestens 1 Mal passiert), finde ich das echt frech.
Pille verschieben und auf wiedersehen...
Das ist doch heute die Realität.
Und hier hat die Hömopathie einfach einen anderen Ansatz.
Alle homöopathischen Medikamente wurden mir nach diesem Ansatz "Pille verschrieben und auf Wiedersehen" verschrieben. Der "homöopathische Ansatz" ist doch gar kein Grundpfeiler der Homöopathie. Was du meinst sind Ärzte, Heilpraktiker & Co., die sich schlicht mehr Zeit für den Patienten nehmen (können) und sich so besser auch um psychosomatische Probleme kümmern können.

Aber ich finde den Punkt, den du genannt hast ("jeder wurde vom Arzt darüber aufgeklärt und weiß wie es wirkt") total wichtig, weil ich denke, dass das genau nicht der Fall ist.

Viele meiner Freunde wissen nicht, dass Homöopathie etwas Anderes ist als Naturheilkunde. Ich habe auf die Schnelle diese Befragung gefunden:

Die mir zeigt, dass die meisten Menschen nicht darüber aufgeklärt worden sind und teilweise ganz falsche Vorstellungen von der Homöopathie haben und damit wohl teilweise auch von den Medikamenten, die sie zu sich nehmen. Das finde ich schon... ungünstig.

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G

Benutzer

Gast
Off-Topic:
Es geht darum, dass allgemein der Unterschied zwischen Fakt und Fiktion in der Gesellschaft aufgeweicht wird oder sogar ganz verschwindet.
Ja, das ist seit einiger Zeit beliebt (Zweifel an allem zu Streuen) um ungehindert manipulieren und indoktrinieren zu können. Zumindest von unseriösen Gruppierungen scheint das eine Taktik zu sein.

Finde das sehr beängstigend. Es wird sehr effektiv über das Internet manipuliert, so wie ich das in meiner nahen Verwandtschaft leider miterlebe.
 

Benutzer161456 

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Ich finde diese Diskussion nur noch traurig und echt grenzwertig diffamieren.
Dazu ist mir meine Zeit echt zu schade.

Ist ja beruhigend, dass die meisten hier einer Meinung sind.
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Mir als Liberaler ist es sowas von egal, was die Menschen privat alles treiben. Wenn sie sich bei Mondfinsternis mit grünem Wackelpudding einreiben und dabei die Kräfte eines Heil-Gurus empfangen sollen sie das gerne tun.

Ist es dir eben nicht. Sonst würdest du Leute, die andere Erfahrungen gemacht haben, nicht so diffamieren.

Für mich trägt das klassische Züge von Chauvinismus.
Liberal ist das Gegenteil.
 
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Benutzer20277 

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Kurzzeitig hatte ich dran geglaubt.

Ich finde diese Diskussion nur noch traurig und echt grenzwertig diffamieren.
Dazu ist mir meine Zeit echt zu schade.

Na endlich herrscht die von Dir gewünschte Einigkeit!

Off-Topic:
Aber vermutlich hast Du Recht:
Zu viele reflektierte und sachkundige User haben viel zu viel Zeit verschwendet, einem egoistischen, egozentrischen und esoterikbegeisterten Semibildungsbürger Rede und Antwort zu stehen, der ohnehin jeden kritischen Kommentar einfach als "witzig" markiert.
 

Benutzer77547 

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Ich glaube du verstehst nicht worauf ich hinaus will: Es geht nicht speziell darum ob Homöopathie-Anhänger mehr oder weniger für Trump und Co. sind.

Es geht darum, dass allgemein der Unterschied zwischen Fakt und Fiktion in der Gesellschaft aufgeweicht wird oder sogar ganz verschwindet.

Und die Homöopathie wird deshalb so "angefeindet", weil sie darin bei breiten Bevölkerungsgruppen und den wissenschaftlichen Institutionen so erfolgreich ist. Oder weit erfolgreicher als die meisten Pseudolehren.

Wenn ein linker Homöopath sich nicht an Fakten halten will, wieso sollte das ein rechter Flüchtlingsgegner?

O. K. War wohl ein Missverständnis.
Aber ist es denn so, dass der Unterschied zwischen Fakt und Fiktion immer MEHR aufgeweicht wird? Das ist aber wohl einen eigenen Thread wert.
 

Benutzer136306 

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Ishtar Ishtar warum ist dir das eigentlich egal? Hierzu nimmst du nie Stellung.
Diese Kosten schädigen die Allgemeinheit ein vielfaches höher, von der stillschweigenden Korruption und Vetternwirtschaft im Bereich der allgemeinen Pharmazie ganz zu schweigen.

Mit diesem Ansatz kann man nie über Problem X diskutieren, weil es stets ein Problem Y gibt, über das man auch reden könnte. Nennt sich auch Whataboutism.
 

Benutzer77547 

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Also erst heute hatte ich in meiner Facebook-Gruppe eine Mutter, der vom Arzt geraten wurde, ihrem Kind Paukenröhrchen einsetzen zu lassen, weil es einen Paukenerguss im Ohr hat. Das kann bis zur Taubheit des Kindes führen, wenn unbehandelt.
Und die fragte explizit nach Homöopathen, die das "auch so" behandeln können.
Und nein, das ist kein Einzelfall, das kommt allein in meinem größeren Umfeld mindestens einmal im Monat vor.

Wie bereits irgendwo in diesem Thread geschrieben, ist die Mutter eines meiner Exfreunde Homöopathin. Die hatte genauso kleine ADHS-Patienten, denen lieber über Jahre hinweg dutzende Globulis verabreicht wurden, anstatt einmal Ritalin - weil Ritalin ist ja das ultimative böse und alles andere ist besser. Das das Kind zwischenzeitlich den anschluss an die anderen Kinder verlor, zweimal sitzengeblieben ist und kaum mehr Freunde hatte, tja, das war halt dann egal.

Und eben deshalb halte ich Homöopathie für so gefährlich: Weil sie eben bei den unkritischen, unsicheren und uninformierten Leuten den Eindruck einer seriösen Heilmethode erweckt, die über den Placebo hinaus geht. Weil dann so lange rumprobiert wird mit Homöopathie und "das muss doch anders gehen", bis es wirklich, wirklich, wirklich schlimm ist und dann mal wieder jemand eine Woche im KRankenhaus liegt wegen einer Sache, die bei rechtzeitiger Therapie eine Lappalie gewesen wäre.

Ja, solche Beispiele sind furchtbar! Ich habe das in meinem nahen Umfeld jedoch so noch nicht erlebt, obwohl ich mich ja in einem eher links-alternativen Milieu bewege und schon viele auch mal mit mehr oder weniger Überzeugung auf homöopathische Präparate zurückgreifen. Das Verhalten der Homöopathin in dem ADHS Fall finde ich besonders schlimm. Ist die denn Psychiaterin?
 
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