Erfüllte Sexualität in sehr langen Beziehungen überhaupt möglich

Benutzer38203 

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Das ist das Syndrom "Ich will von dir nichts verlangen, was du selbst nicht willst und bevor ich etwas Falsches mache, mache ich nichts ..."

Wie ich das kenne ... ^^

Ist zwar im Prinzip nichts Falsches, aber mit der Zeit ist es der sichere Tod der Leidenschaft und der Lust.
Dann muss ich wohl sehr an mir zweifeln wenn ich so rüberkomme als würde ich nicht für neues aufgeschlossen sein. :geknickt:
Ich bin die letzte die bei was neuem nein sagen würde, selbst jetzt mit Bauch nicht. :ratlos:
Wie kommen Männer bloß auf sowas?
Und wie kann man das denn ändern? Immerhin kann ich nicht Gedankenlesen und jetzt einfach so drauf los experimentieren was es sein könnte...

Wieso redest du nicht mit ihm darüber? :ratlos_alt: Ihr bekommt ein Kind zusammen und steht kurz vor der Hochzeit, da sollte man doch auch und gerade bei sowas den Mund aufkriegen!
Hab ich ja, aber das läuft irgendwie immer einseitig ab, sprich, ich sag was Sache ist und er hört nur zu und akzeptiert. Ändern tut sich dann aber nix.
 

Benutzer11128 

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Dann muss ich wohl sehr an mir zweifeln wenn ich so rüberkomme als würde ich nicht für neues aufgeschlossen sein. :geknickt:
Ich bin die letzte die bei was neuem nein sagen würde, selbst jetzt mit Bauch nicht. :ratlos:
1) Wie kommen Männer bloß auf sowas?
2) Und wie kann man das denn ändern? Immerhin kann ich nicht Gedankenlesen und jetzt einfach so drauf los experimentieren was es sein könnte...


Zu 1) ... Weil er dich liebt. Und Angst hat, etwas falsch zu machen.

Zu 2) - kann ich nur von mir ausgehen: Deutlich, gaaaaanz deutlich sagen, was man will - und was nicht. Das nimmt einem die Angst.
 

Benutzer38494 

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Wieso redest du nicht mit ihm darüber? :ratlos_alt: Ihr bekommt ein Kind zusammen und steht kurz vor der Hochzeit, da sollte man doch auch und gerade bei sowas den Mund aufkriegen!
smile ... ich hab meine frau zu dem zeitpunkt geheiratet, als es kaum sex gab. :smile:

aber du hast recht!
man sollte schon offen und ehrlich dem anderen gegenüber sein.
man sollte genauso die ehrlichkeit und offenheit ertragen können. :zwinker:
ehrlichkeit ist das einfachste von der welt für den der redet, ob das für den anderen immer so einfach ist ... aber das steht ja auf nem anderen blatt.

@lady:
ich glaube nicht das das daran liegt das er "schon" 38 ist. :grin:
fakt ist, das ich mit 43 noch genauso oft einen orgi hab wie mit 16.
alle 14 tage sex? ist mir zu wenig! ... alle 7 tage sex? ist mir zu wenig! ... täglich sex? ist mir zu stressig und da mach ichs mir lieber mal seber, wie in den anderen fällen halt auch. :zwinker:

ständig sein lieblingsessen zu bekommen hat eben auch keinen reiz. :engel: :grin:

aber wie trauerklops das schon richtig versucht zu erklären, gehört zu einer partnerschaft (ganz gleich ob ehe oder nicht) eben gegenseitiges verstädnis und überhaupt den anderen verstehen zu wollen.

allerdings finde ich sehr wohl das eine diskussion mit "ich" anfangen darf, weil ich mich meiner frau mitteilen möchte.
sie soll ja auch von SICH erzählen und warum manche dinge so sind wie sie sind. :smile:
es bringt ja nichts zu sagen: "du hast aber das und das gemacht!"

wir haben unsere (sex)krise so jedenfalls hinter uns lassen können, wobei zu erwähnen wäre, das wir uns jederzeit bestens verstanden haben ... auch wenn ich manchmal halb am verzweifeln war, weil ich nicht mehr weiter wusste und irgendwie nunmal noch ein sexualleben habe, was ich nicht auf knopfdruck abstellen kann, wenn frau längere zeit keine lust hat.
aber genau da macht dann auch reden nunmal sinn. :smile:

nebenbei bemerkt ... sie nimmt ne ganze tablette. :grin:
 

Benutzer84180 

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Also um mal zu meinen Ausgangsthread zurückzukommen. Es ist wohl eine absolute Ausnahme wenn man nach langer Zeit ein erfülltes Sexleben hat.

Es kommt mir etwa so vor entweder abfinden, fremdgehen in welcher Variation auch immer, oder bei beiden ist der Sexwunsch ganz unten angekommen.

Die Story von Trauerklops finde ich eigentlich hoch interesant, blos mich würde interessieren wodran es nun genau liegt daß seine Frau wieder mehr Lust hat. Nachdem es nach der Hormonumstellung wieder klappt, war es wohl ein medizinisches handfestes Problem. Das dürfte bei den meisten anderen Fällen aber ausfallen.
 

Benutzer48403  (51)

SenfdazuGeber
Bei euch besteht/bestand das Problem ja aber wohl von Anfang an, oder? So ein WIRKLICH ausgefülltes, beidseitig befriedigendes, ausgeglichenes Sexleben scheint ihr ja noch nie gehabt zu haben, jedenfalls nach dem, was du immer so schreibst. Insofern ist das ja dann kein typisches Problem einer langen Beziehung/Ehe, sondern war bei euch von vornherein angelegt. Ich finde, es ist ein großer Unterschied, ob man die ersten paar Jahre fast täglich Sex hat, alles ausprobiert, beide Initiative ergreifen und riesigen Spaß dran haben, und dann im Laufe der Jahre alles irgendwie einschläft. Oder ob man noch nie so wirklich überhaupt auf einem Nenner war und wirklich häufigen, erfüllenden Sex hatte.

Mit der Annahme liegst Du richtig, und ich will mal näher darauf eingehen: Häufigen Sex hatten wir nur die ersten paar Monate, und danach ist es eingeschlafen und hat sich auf einen Schnitt von 2x/Monat eingependelt. Wir haben auch viel darüber gesprochen, aber am Ende verliefen die Gespräche doch immer in ne Sackgasse. Ihre Aussage war stets die gleiche: Sie hatte fast nie Lust. Und sie beteuerte immer wieder, dass sie selbst keine Erklärung dafür hatte, dass es bei ihr halt so ist. Ob ich das ernstnehmen soll oder ne Ausrede ist, da bin ich bis heute nie dahintergekommen. In Zeiten, wo es beziehungsmässig nicht alles im grünen Bereich war, gabs von ihrer Seite aus länger Sexflauten. Man konnte sagen, jede Kleinigkeit, wo was nicht in Ordnung war oder sie irgendwas beschäftigte, sank ihr Bedürfnis nach Sex gänzlich auf Null.
Vor einigen Monaten war wieder ein leichter Anstieg ihrer Lust zu verzeichnen. Sie hatte zu dem Zeitpunkt die Pille abgesetzt, möglich, dass es damit zu tun hatte.
Aus bisher unerklärlichen Gründen will sie seit den letzten beiden Monaten gar keinen Sex mehr.
Ich bin mit meinem Latein völlig am Ende, weil Gespräche einfach zu nix führen. Unter Druck möcht ich sie aber auch nicht setzen.
Das ständige Auf und Ab, ohne die wahren Ursachen zu kennen, kann einen schon zermürben, ich würd besser klarkommen, wenn, auch wenns nicht oft ist, eine gewisse Regelmässigkeit vorhanden wäre.
Sie hatte übrigens bei ihrem Ex sehr schlechte Erfahrungen gemacht, und ich schliesse nicht aus, dass sie nen psychischen Knacks davon getragen hätte. Und ich bin mir sicher, dass sie an einem mir nicht bekannten Problem rumkaut, weil sie gedanklich oft völlig abwesend ist. Und ich glaub nicht, dass es mit beziehungsinternen Dingen zu tun hat, da ich sie bereits schon so kennengelernt hatte. Ich hab sie öfters schon darauf angesprochen, aber sie verneint es jedesmal.
Ich hab mich jetzt mit der Situation abgefunden, weil ich - zumindest im Moment - mehr oder wenig überzeugt bin, dass ich nichts ändern kann.

:cry:
 

Benutzer28082 

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@haarefan

Lach – sie nimmt ganze eineinhalb Tabletten ;-)

Warum sie nun wieder mehr Lust hat auf Sex ist glaube ich vielschichtig. Es war nicht nur eine falsche Einstellung von Medikamenten – das ganze Problem war ziemlich komplex und es gab viele kleine Dinge in unserer Beziehung die letztendlich zu einem fehlenden Sexualleben geführt haben.

Fatal an der ganzen Sache war, dass wir beide ja nicht zufrieden waren mit dem Sex. Beide wollten unbedingt mehr. Aber trotzdem hatten wir einen Punkt erreicht, wo wir nicht mehr in der Lage waren miteinander zu schlafen. Man denkt, man redet doch über die Thematik – aber der springende Punkt ist das „wie“. Es gibt ein Sprichwort: Wahr ist nicht das was Du sagst, wahr ist das was der andere versteht. Je nach dem wie der andere dein gesprochenes Wort auffasst, so wird er deine Worte auch interpretieren.

Aus meiner Perspektive mal berichtet: Wie bereits schon gesagt ging mir der Blümchensex echt stark auf die Substanz. Ich hatte keine Lust mehr auf das 08/15 geschiebe. Natürlich habe ich was gesagt, aber entweder wurde ich „zurückgehalten“ oder es wurde schlicht weg von ihr nicht verstanden. Der Grund warum sie es nicht verstanden hat, waren meine nicht klaren Aussagen zu diesem Thema. Es war klar, das mir was nicht gefallen hat, es war auch klar was ich mir gewünscht hätte – nur das wie umsetzen hat ihr gefehlt. Es war falsch von mir zu versuchen das ganze nicht sicher auf den Punkt zu bringen. Beispiel: In meinen früheren Beziehungen gab es die Variation Oralsex – meine Frau hat das nie gemacht und wusste wohl auch nicht wie. Sie wusste, ich hätte es gerne mit ihr erlebt – doch das wie habe ich ihr nicht erzählt. Und ich glaube jede Frau kann bestätigen dass da noch ein wenig mehr dazugehört, als den Mund aufzumachen und das Ding dann hineinzustecken. Stellt sich die Fragen warum ich es ihr nicht gesagt habe, wie ich es gerne haben möchte. Antwort: Ich habe gedacht, gott, dass kannst Du doch jetzt nicht von deiner Maus „verlangen“ – was denkt die dann über Dich – stempelt Dich vielleicht ab zum „Pervesling“. Ne – das darf auf keinen Fall so rüberkommen, und so weiter und so fort. Das war eine Endlosschleife in meinen Kopf – bloß nicht als pervers gelten, bloß den lieben Ehemann spielen – alles was ein wenig in meinen Bewertung als versaut galt wurde zum sofortigen NoGo....
Kurzum – in diesem Fall hatte auch die falsche Kommunikation zwischen uns viel verursacht. Mittlerweile denke ich anderes – ich denke (nein, wir denken): Die tollen „perversen“ Sachen sind doch gar nicht so pervers wie man dachte – sie machen uns beiden sogar mehr als nur Spass. Ausserdem ist es doch wohl in einer Beziehung erlaubt sich über die verdorbenen Wünsche mal auszutauschen – man muss ja nicht gleich alles ausprobieren. Trotz das wir nun schon mehr als 8 Jahre zusammen sind konnten wir da nicht so frei reden wie gewünscht.

Ich denke viele Männer haben in ihrem Kopf genau die gleiche Blockade wie ich. Ich denke viele Männer trauen sich einfach nicht es so auf den Punkt zu bringen was sie wollen – sie wünschen es sich aber. Man kann sogar soweit gehen und sagen: Viele Männer gehen eher zu einer Prostituierten und leben dort ihre „perversen Phantasien“ aus – als ihr Frau mit diesem Wunsch zu behelligen. Und ich denke genau hier muss/sollte Frau versuchen einzugreifen. Wie oft liegen doch die Wünsche so dicht nebeneinander – ich habe es gesehen bei meiner Maus. Sie hatte so ziemlich die gleichen Wünsche und nur weil wir uns ausgetauscht hatten und es auch gleichzeitig ausgelebt hatten merkten wir erst, wie dicht wir in unseren sexuellen Phantasien beieinander lagen.
 

Benutzer71335  (53)

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.... allerdings hat das auch Grenzen, die oftmals von ihm ausgehen z.B. Standfestigkeit in einigen Stellungen etc. Deswegen auch die Frage wegen dem Alter...

Off-Topic:
Obwohl ich bei euch eindeutig die Schwangerschaft und durchaus auch die bevorstehende Heirat als Auslöser sehe, würde ich der Sache mit der Standfestigkeit mal nachgehen lassen.
Das ist meist kein Potenz oder Altersproblem, sondern kann ein frühes Anzeichen für Herzprobleme und da wäre ich gerade in dem Alter sehr vorsichtig und würde mal ein Belastungs-EKG machen lassen.:zwinker:


Ansonsten kenne ich auch genug dauergeile aufgeschlossene Männer um die 40, viel zu viele sogar und das dumme daran, es sind alles nicht die meinen.:grin:

Trauerklops Erfahrungen finde ich schon sehr interessant, ist leider so nicht auf Männer übertragbar.:flennen:
Bei Frauen ist es nämlich zu 80-90% ein hormonelles Problem, wenn sie keine Lust haben und das kann man manchmal leicht ändern.
Aber was macht man bei einem sexunlustigen Mann?

Gespräche nutzen da auch meist nix, die laufen meist immer so wie hier beschrieben ab.
Hab ich ja, aber das läuft irgendwie immer einseitig ab, sprich, ich sag was Sache ist und er hört nur zu und akzeptiert. Ändern tut sich dann aber nix.

Entweder, es kommt gar nix bei raus oder es hat eine kurze Wirkung und dann ist es auch schon wieder verpufft.

Androhung von Konsequenzen ist schon besser gewesen, hat ja auch letztlich zu der wesentlichen Verbesserung beim Sex geführt.

Sexentzug ist bei pflegmatischen Männern leider nicht so erfolgreich (mal ganz abgesehen davon, dass ich das nicht durchhalte:engel: ), mein Mann würde sich da lediglich freuen das er endlich seine Ruhe hat und schlichtweg nix vermissen.
Was anderes wäre es vermutlich, wenn ich ihm auch sonstige Zärtlichkeiten entziehe, das wäre natürlich mal eine Maßnahme, darauf kann er nämlich nicht verzichten, der alte Kuschelbär.:grin:

Was meinen Mann letztlich wieder halbwegs in die Spur gebracht hat, ist übrigens die Tatsache, das sich seit einiger Zeit massiv andere Männer für mich interessieren, er weiß das zwar gar nicht wirklich, aber er scheint es zu spüren und das macht mich plötzlich sehr interessant für ihn.:ratlos:
Dabei mache ich das gar nicht unbedingt mit Absicht, ich finde solche Eifersuchtsspielchen (ist er ja auch gar nicht) schon immer total albern, bin ich aber wieder brav und erwiedere die Avancen der anderen nicht, bin ich auch wieder für meinen Mann uninteressant und zwar völlig.:eek: :ratlos:
Wenn er diese Aura des "begehrt werdens" so an mir liebt, warum begehrt er mich dann nicht persönlich.
So ein hässlicher Besen bin ich nun auch nicht.:grin:

Oder ist es das alte Spiel, das man nur das Spielzeug will, was gerade die anderen haben, ich dachte das überwindet man im Laufe des Kindergartenalters.:ratlos: :grin:
Wie soll man denn den Reiz aufrecht erhalten, ohne Fremd zu flirten oder gar fremd zu gehen?
Braucht Mann das wirklich? Entspricht das seinem Instinkt, des Jägers und Sammlers?:ratlos:
 

Benutzer56469  (36)

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Ich kann nur von mir aus sprechen. Mir ist Sex nicht so wichtig. Wenn ich jetzt Monatelang keinen hätte bzw habe macht mir das nichts aus, deßwegen heule ich nicht rum. Ich liebe meinen Freund und uns beiden sind andere Dinge wichtiger. Wir sind zwar erst ca. 9 Monate zusammen aber wir haben wenns hoch kommt alle 2-3 Wochen mal Sex. Mich störts nicht und ihn auch nicht. Teilweise liegt das aber daran dass wir einfach zu müde sind um noch irgendwas auf die Beine zu stellen. (Jeden Tag ca. 12 Stunden arbeiten ist schon anstrengend und da geht halt dann nichts mehr auch von meiner Seite aus nicht.) :zwinker:
 

Benutzer28082 

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@Lolly

Naja, mit uns Männer kann man reden und wir wollen es nicht verstehen, oder man redet mit uns und wir folgen euch aufs Wort. Ich habe mal vor etwas längeren eine englische Studie gelesen die im Ansatz dieses Verhalten begründet.

Kennst Du den Spruch: Was nicht sein darf, kann auch nicht sein.

Auf diesen Satz lässt sich das ganze eindampfen. Meistens sind wir Männer der Meinung, wir können es unseren Frauen „es doch so ordentlich“ besorgen. Wenn wir auf uns selbst blicken, denken wir, wir sind die dollsten Hengste und uns kann doch nichts erschrecken. Und das wird vor allem auch bei der eigenen Frau gedacht. Uns kommt gar nicht in den Sinn, dass wir euch nicht genug befriedeigen können. Kurz, über Sexproblemem spricht man(n) nicht – so was haben höchstens die anderen. Leider ist auch bei vielen Männer genau auch das die Reaktion, wenn Frau zu Mann kommt und mehr fordert. Oftmals wird sich das ganze angehört, Besserung gelobt und dann ganz schnell verdrängt – weil es ja nicht sein kann. Mann hat einfach Probleme dieser Tatsache ins Auge zu sehen. Früher war es so, dass Frau doch nichts zu melden hatte, nach dem Motto, los Weib, an den Herd und koch mir was und dann bringste mir meine Schlappen und das Bier. Bei vielen Leuten ist es heute noch so und diese Denkweise wird teilweise von Generation zu Generation weitergegeben.

Mittlerweile ist es so, dass Frau voll in der Gesellschaft etabliert ist. Ihr fordert das was euch zusteht. Selbstbestimmung und das recht auf persönliche Entfaltung. Ihr fordert nun endlich ein, was euch viele viele Jahrzehnte nicht gegeben wurde. Ich denke diese neuen Anforderungen die hier an die männliche Gesellschaft gestellt wird spielt schon eine große Rolle warum Mann (noch nicht) frei über sein Sexualleben reden kann. Ihr Fraun seit da offener, das fängt mit der ersten Periode an und hört noch lange nicht bei ersten Frauenarztbesuch auf. Ihr geht da regelmäßig hin – wie viele Männer gehen regelmäßig zum Urologen – und wenn es nur zur Vorsorge ist? Junge Frauen reden über ihre erste Regel – Jungs sprechen bestimmt nicht über den ersten Samenerguß – den hatte man doch schon mit 6 Jahren ..... – verstehst Du was ich meine. Da gibt es viele Beispiele die das Verhalten von uns Männern im Ansatz erklärt. Ich persönlich möchte mich als Freak bezeichnen, ich sauge solche Studien und Studien über die Psyche des Menschen auf, wie ein Zwea den Morgenkaffee. Ich setzte mich aktiv mit diesen Themen auseinandern – weil sie mich interessieren und weil die Psyche des Menschen das labilste ist was ich kenne, aber gleichzeitig eine Faszination ausstrahlt die ich nicht beschreiben kann. Man darf mich nicht als Maßstab nehmen – ich hinterfrage alles, dass tun viele Männer nicht und darum habe ich auch eine so fokussierte Blockrichtung auf diese Thematik.
 

Benutzer38203 

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@Lollypoppy: Er hat schon ein Belastungs-EKG machen müssen, da war alles ok. Also am Herz liegt nicht :zwinker:

@Trauerklops: darf ich fragen wie alt du bist? Das was du schreibst klingt sehr weise.
Du bringst das gut auf den Punkt und dein Text liest sich fast wie die Anleitung "Mann". Du schilderst zwar wo die Probleme liegen, warum ein Mann es nicht versteht dass man sexuell unzufrieden ist. Aber wo ist die Lösung? Wie macht man einem Mann klar dass man mehr will, wenn er denkt es reicht?
Wie gibt man einem mann das Gefühl dass es weder schmerzhaft ist, noch unangenehm, noch sonstwas, außer es ihm immer und immer wieder zu sagen?

Ich denke auch man kann einige Fehler in einer Beziehung machen, die dann dem Mann im Gehirn haften bleiben.
Z.B. war es bei uns früher so, dass er immer die Initiative ergriffen hat und ich des öfteren nicht wollte und ihn abgewiesen habe. Also hat er dann nix mehr gemacht und gewartet bis ich es mache und so geht es bis heute. Nur kann ich jetzt die Zeit nicht zurückstellen und sagen, ok das war damals so, jetzt ist es anders, also bemüh dich wieder.

Aber wie Lollypoppy schon geschrieben hat, scheinbar ist "rar machen" das wirksamste Mittel um wieder interessant für ihn zu sein. Traurig aber wahr. Man könnte auch sagen "Straßenbahn erreicht". :geknickt:
 

Benutzer84036 

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Z.B. war es bei uns früher so, dass er immer die Initiative ergriffen hat und ich des öfteren nicht wollte und ihn abgewiesen habe. Also hat er dann nix mehr gemacht und gewartet bis ich es mache und so geht es bis heute.

Kann ich nur unterstreichen, geht mir genauso. Hab überhaupt keine Lust mehr Initiativ zu ergreifen.
 

Benutzer38494 

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Und wie soll man das als Frau jetzt ändern?
Wenn wir jetzt immer die Initiative ergreifen, ruht ihr euch ja darauf aus und nehmt das hin. :ratlos:

wann hast du ihn denn mal zuletzt verführt? :zwinker:
wann bist du mal hingegangen, als er grad aus der dusche steigt und hast gesagt: oh so ein hübscher mann ... und da unten ... da hab ich aber hunger drauf ... oder sowas?
wann hast du dich mal einfach so nackig gemacht am frühstückstisch, hast dir nutella auf den mops gemacht und gesagt: magst du was süsses?

es gibt immer mittel und wege aus dem alltag auszubrechen.
NUR mit reden kommt man auch nicht wirklich weiter und man muss halt manchmal einfach selbst das heft in die hand nehmen.

steht irgendwo geschrieben, das grundsätzlich unsereins den anfang machen muss?
ganz ehrlich?
mich k.... das manchmal derart an, das ICH sogut wie immer den anfang machen darf, bzw. antesten muss, ob was geht oder nicht.

sofort den kopf in den sand stecken bringt nichts und sich rar machen halte ich für die schlechteste variante, denn das steuert über kurz oder lang doch nur dazu bei, das man sich entfremdet.

und nochwas:
für abwechslung und fantasie im bett sind BEIDE verantwortlich!!!
 

Benutzer50273 

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Sehr cooler Thread. Das ist wirklich interessant.


Und wie soll man das als Frau jetzt ändern?
Wenn wir jetzt immer die Initiative ergreifen, ruht ihr euch ja darauf aus und nehmt das hin. :ratlos:

Ich bin dann auch im gleichen "Club", weil ich bei meiner Ex häufig "gegen die Wand" gelaufen bin. Meine jetzige Partnerin zeigt mir schon ziemlich deutlich, wenn sie was will.

Ich würde Dir raten, es offen anzusprechen wie Du es oben gemacht hast. Sprich: es tut Dir leid, dass Du ihn mit Deinen früheren Zurückweisungen so inaktiv gemacht hast. Und dass Du Dir es sehr schön vorstellen könntest, mal wieder von ihm verführt zu werden. Vielleicht schöpft er dann wieder etwas Mut.

wann hast du ihn denn mal zuletzt verführt? :zwinker:
wann bist du mal hingegangen, als er grad aus der dusche steigt und hast gesagt: oh so ein hübscher mann ... und da unten ... da hab ich aber hunger drauf ... oder sowas?
wann hast du dich mal einfach so nackig gemacht am frühstückstisch, hast dir nutella auf den mops gemacht und gesagt: magst du was süsses?

es gibt immer mittel und wege aus dem alltag auszubrechen.
NUR mit reden kommt man auch nicht wirklich weiter und man muss halt manchmal einfach selbst das heft in die hand nehmen.

steht irgendwo geschrieben, das grundsätzlich unsereins den anfang machen muss?
ganz ehrlich?
mich k.... das manchmal derart an, das ICH sogut wie immer den anfang machen darf, bzw. antesten muss, ob was geht oder nicht.

sofort den kopf in den sand stecken bringt nichts und sich rar machen halte ich für die schlechteste variante, denn das steuert über kurz oder lang doch nur dazu bei, das man sich entfremdet.

und nochwas:
für abwechslung und fantasie im bett sind BEIDE verantwortlich!!!

Ups. So laut kennt man Dich gar nicht. Wenn man die "!" als Schreien betrachten will.
 

Benutzer38203 

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wann hast du ihn denn mal zuletzt verführt? :zwinker:
wann bist du mal hingegangen, als er grad aus der dusche steigt und hast gesagt: oh so ein hübscher mann ... und da unten ... da hab ich aber hunger drauf ... oder sowas?
wann hast du dich mal einfach so nackig gemacht am frühstückstisch, hast dir nutella auf den mops gemacht und gesagt: magst du was süsses?
Gut, SO ist es schon ne Weile her :schuechte
Aber den Anfang mach generell schon immer ich, z.B. einfach beim fernsehen an seinem ... rumspielen etc.
Momentan ist sowieso scheiße wegen EM. Da wird den ganzen Abend Fußball geguckt, was ich so langweilig finde dass ich dann dabei auf der Couch einschlafe und dann gehen wir ins Bett und schlafen :cry:
Ich würde mich auch mal freuen, wenn er SO etwas machen würde.
Mir würde ja schon langen, wenn er so was simples wie Füße massieren oder nur streicheln machen würde.
Sorry, dass ich den Thread zum jammern missbrauche.
 

Benutzer71062 

Meistens hier zu finden
@ leady:

wenn das Streicheln beim fernsehen verführen seien soll ...

das interpretier ich immer anders. "Ich habe zwar keine Lust aber streichle dich ein wenig, damit du keinen Bock bekommst"
 

Benutzer38494 

Sehr bekannt hier
Ups. So laut kennt man Dich gar nicht. Wenn man die "!" als Schreien betrachten will.
smile
wenn du mich kennen würdest, wüsstest du das ich (fast) nie schreie. :grin:
ein "!" ist manchmal hilfreich etwas besonders zum ausdruck zu bringen. :tongue:
WENN ich mal lauter werden sollte, dann duckt sich allerdings sehr wohl meine umgebung ... eben weil sie mich soooo nicht kennen. :grin:

ich finds halt nur immer wieder interessant, wie jeder versucht sich hier verstanden zu fühlen, aber gleichzeitig ist es genau das, was in der beziehung eigentlich wichtig sein sollte.
eben das man sich verstanden fühlt ... und da ist nicht nur der eigene part gefragt, sondern eben auch was mein gegenüber fühlt und denkt. :zwinker:

kein sex hat selten was nur mit dem anderen zu tun.
da sind es oft viele viele kleine mosaiksteinchen die zusammen kommen.
wenn man sich dann selbstkritisch betrachtet, entdeckt man früher oder später auch eigene fehler die man macht, oder gemacht hat.
nur zu sagen, das es am anderen liegt ist falsch.

letztlich sind eben BEIDE seiten für ein erfülltes sexleben verantwortlich.
in gewissem maße kann man das selber beeinflussen, aber man muss eben auch dem partner zuhören ... sowohl verbal, als auch nonverbal, wenn du weißt was ich meine. :zwinker:

man kann sachte sagen, das es ja am anderen liegt wenn wenig sex im beziehungsleben stattfindet.
ja, bei mir lag es hauptsächlich an meiner frau, oder besser gesagt an den wechseljahren.
das war zwar ein größerer mosaikbrocken und wir beide mussten erstmal begreifen, das es die hormone sein könnten, aber trotzdem gabs da auch noch andere kleine steinchen. :zwinker:

warum ist man so lange zusammen?
weil man den anderen liebt.
ok, sex ist dann sooooo wichtig nicht mehr.
man wird frustriert und fühlt sich nicht mehr verstanden.
man kapselt sich ab.
man lässt keinen sex mehr zu ... geht ja auch ohne ganz gut und was soll man dem partner stress machen.

neneeee. :kopfschue
wenn man eine gut funktionierende beziehung hat, ist man verpflichtet sich dem partner anzuvertrauen.
zu sagen, was einem nicht passt.
ganz einfach: man muss ehrlich sein! auch dann, wenn man dem partner vielleicht weh tut.
und dann muss man dem partner zuhören und über das gesagte nachdenken und sich fragen, was man selber falsch macht und ändern sollte.
dieses ganze spielchen geht dann so lange wie man zusammen ist. :jaa:
 

Benutzer53592 

Planet-Liebe ist Startseite
In vielen langjährigen Beziehungen findet mindestens auf einer Seite KEIN erfülltes Sexleben statt, (die Gründe sind vielfältig) auch wenn es sich sehr viele nicht eingestehen wollen. Aber erhält man mal näheren Einblick hinter die Kulissen, lassen sich immer wieder Parallelen finden, wobei sich die Prioritäten von Mann und Frau durchaus unterscheiden können.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass beide Geschlechter in ein und derselben Konstellation auf Dauer (und die kann sehr unterschiedlich ausfallen, bis man merkt, dass es eigentlich kaum einen gemeinsamen Nenner gibt) sexuell einfach nicht zusammenpassen...entweder endet das dann in Resignation bishin zum völligen Einschlafen des Sexlebens oder man arrangiert sich anderweitig.
Viele flüchten sich auch in Ausreden, dass Sex nicht so wichtig sei...mag sein, dass das auch auf einige zutrifft und wenn beide damit glücklich sind, dann passt es ja auch wieder.

Hier lese ich immer wieder was von Geduldhaben, Verständnis, miteinander reden und sich ständig neu entdecken...klingt in der Theorie auch total logisch und man möchte meinen, das wären alles leichte Dinge, die auch in der Umsetzung nicht zum Scheitern verdammt sind.
Aber in der Praxis sieht es sehr oft ganz anders aus...und warum?
Ganz einfach: Es passiert einfach nichts und wenn, dann sind die Bemühungen oftmals nur halbherzig und verpuffen schnell wieder durch den Alltagstrott, was zur Folge hat, dass Mann und Frau sich immer weiter sexuell entfremden.

Aber es sind nicht immer nur die Männer, die sich über lustlose Partnerinnen beklagen, gerne öfters vögeln würden und Praktiken hätten, die ihnen nicht erfüllt werden...immer mehr Frau (die meisten über 30 und 40) begehren auf, weil der eigene Partner einfach nicht kapiert und Schritthalten kann, wenn sich die Sexualität seiner Frau ändert...sie haben echt Probleme damit, das zu akzeptieren, weil sie auf eine Art und Weise doch "Gewohnheitstiere" sind.

Für mich liegt es in der Natur des Menschen, das er irgendwann in einer Beziehung phlegmatisch wird...viele werden es halt auch beim Thema Sex.
Hat nur einer ansatzweise das Gefühl, nicht mehr begehrt zu werden und Sex als Pflichterfüllung zu empfinden, dann wundern mich die Statistiken übers Fremdgehen nicht, denn es wird aushäusig gesucht, was man zu Hause nicht mehr (vor)findet.
Mag zwar auch keine Lösung der Probleme sein, aber da der Mensch zu schnellen und bequemen Lösungen neigt, ist das oftmals die logische Schlussfolgerung.

Ganz entscheidend ist natürlich auch der Stellenwert, den Sex so einnimmt...für viele hat er nahezu keine Bedeutung (mehr), bei anderen steht er an erster Stelle. Jetzt zu sagen, man müsste den goldenen Mittelweg finden, ist zu einfach, denn ich bin der Meinung, dass es auf Dauer nicht funktioniert und deshalb zum Frust führt, wenn einer sich ständig zurücknehmen, während der andere sich immer wieder motivieren (lassen) muss.

Ich hätte auch gerne ein Patentrezept wie Sex in einer langen Beziehung wirklich toll klappen kann...leider habe ich es bisher nicht gefunden, aber zumindet bin ich seit einiger Zeit in der Lage, andere Wege einzuschlagen, die mir mittlerweile reichen, um sexuell glücklich und zufrieden zu sein.
 

Benutzer67627  (51)

Sehr bekannt hier
Bei Frauen ist es nämlich zu 80-90% ein hormonelles Problem, wenn sie keine Lust haben und das kann man manchmal leicht ändern.
weiss nicht, ob das wirklich so die hauptursache ist.
bei der frau beginnt der sex immer zuerst im kopf...da baucht es einen anreiz.
haushalt, alltagstrott und kindererziehung verleiten einen nicht gerade dazu an sex zu denken. genausowenig wie tägliche abende vor dem fernseher...vielleicht schön zum kuscheln, aber sicherlich nicht um lust aufzubauen.

frau will begehrt sein, will ehrliche komplimente hören und vor allem anerkennung für das was sie macht.

Off-Topic:
ja ja, frauen sind komplizierte wesen :zwinker:


ehrlichgesagt hätte nach einem anstrengenden tag mein mann nackt vor mir tanzen können, ich hätte ihn eher weggescheucht und gesagt er soll sich was anziehen, anstatt vor mir rumzuhüpfen. :tongue:

meist ist doch einfach die routine, der alltag, der einem die lust auf sex nimmt. jeden tag dasselbe und immer wieder ärger mit den kindern, der schlamprigkeit des mannes, dem haushalt bla bla bla...

ich hab schon seit jahren keine hormone mehr genommen und die lust war auch nicht übermässig vorhanden, weil ich mich ehrlichgesagt einfach vernachlässigt und nicht respektiert gefühlt hab.
seit ich getrennt bin, läuft mein sexleben besser als die jahre zuvor :cool1:
ich hab wieder lust darauf, geniesse und freu mich darauf wie ein kleines kind :tongue:
 
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