Er ist da, und er ist lieb – und er ist eine Katastrophe

Der Ersteller des Themas war schon sehr lange nicht mehr online.
I

ImperatorBob

Gast
Ich habe folgenden Artikel in der Zeit gefunden, ich hoffe er gibt euch etwas aufschluss darüber dass und warum nette kerle nicht gefragt sind!
Liest ihn bitte ganz, er ist sehr erleuchtend!

DIE ZEIT 21/2004

Haltungs-Schwäche

Familienflüchtling? Tyrann? Der Neue Vater ist anders. Er ist da, und er ist lieb – und er ist eine Katastrophe

Von Burkhard Strassmann

Der Neue Vater, das wird zu zeigen sein, ist ein Wurm. Ein Jammerlappen. Als Körper gerade noch anwesend, ist er als Person blass, schwächlich, beinahe inexistent. Er verfügt weder über Autorität noch Profil, scheut Auseinandersetzungen, ist harmoniesüchtig und nachgiebig bis zur Charakterlosigkeit.

Noch schlimmer als er ist nur, was er anrichtet. Die härteste Kritik am Neuen Vater kommt von den Kinderpsychologen, die auf den fatalen Zusammenhang zwischen den Problemen ihrer Klienten und ebendiesem neuen Vatertypus hinweisen. Sie haben seit einigen Jahren auffallend häufig mit Kindern zu tun, die aufgrund ihrer massiven Störungen zwischen Erziehungsberatungsstellen und Arztpraxen hin und her geschoben werden. Gemeinsames Merkmal: Sie sind aggressiv, egozentrisch, antisozial, der Empathie unfähig. Manchmal auch gemeingefährlich oder verhaltensgestört bis zur Unbeschulbarkeit. Beim Ausleuchten des familiären Hintergrundes treffen die Therapeuten regelmäßig auf eine der beiden Konfigurationen: Entweder die Mutter erzieht allein; oder an ihrer Seite steht dieser Neue Vater. In all seiner deprimierenden Blässe und Schwachheit. Für seine Kinder eine konturlose Figur, die zur Identifikation nicht taugt; ein Wesen, das keine Regeln lehrt, keine Orientierung gibt und keinen Weg aus der Kuschelgemeinschaft Familie in die Welt zeigt. Die günstigste Prognose für Kinder solcher Väter: Sie werden zu den quengelnden, unzufriedenen, gelangweilten und verwöhnten Narzissten, denen man heute überall und massenhaft begegnet. Der Neue Vater ist schlimmer als der alte.

Das aktuelle Väterbild in der Öffentlichkeit ist freilich ein anderes. Seit zwei, drei Jahren werden die Väter in der Öffentlichkeit gekrault und gestreichelt, dass es eine Wonne ist. Pädagogische und psychologische Populärwissenschaftler, Boulevardpresse und Fernsehen polieren gemeinsam das traditionell miese Väter-Image auf. Vorbei die Zeiten, da Väter durch die Bank als Nestflüchter galten. Im besten Fall in innerer Emigration (Hobbykeller). Im wahrscheinlichsten als Lotterbuben, triebgesteuert und andauernd in Sachen Erbgutverteilung unterwegs (»fuck and run«). Natürlich skrupellose Unterhaltspreller. Glaubte man noch in den achtziger Jahren, ohne solche Väter sei die Welt friedlicher und die reine Mutter-Kind-Familie ein anzustrebendes Idyll, so heißt es heute stereotyp: Fehlende Väter sind eine einzige psychische Katastrophe für Kinder. Es drohen Drogen, Alkohol, Suizid. Dem Wert eines neuen, modernen Vaters widmet sich sogar eine eigene Forschungsrichtung, die Väterforschung. Psychologie heute lobt die »einzigartige Weise«, in der Väter ihre Kinder fördern. Die außerordentliche »Feinfühligkeit« vieler Väter beim Spielen und dessen immensen Einfluss auf die Bindungsfähigkeit der späteren Erwachsenen stellte 2001 eine viel zitierte Studie der Uni Regensburg heraus. »Ohne Väter«, so Geo über das »neue Bild vom Vater«, »ist kein Nachwuchs richtig fit fürs Leben.« Während Schmuse- und Kille-kille-Väter die Eltern-Illustrierten bis zum Rand füllen, rückt in den Mittelpunkt einer neuen Väterikonografie konkurrenzlos das herzwärmende Motiv Zärtlicher Papi mit nacktem Säugling auf dem Arm. In gut sortierten Fotoarchiven ist es zur eigenen Kategorie aufgestiegen.

Unterhalb des Papi-muss-sein-Diskurses verbirgt sich ein quälendes Suchen nach dem Vater als warmen, nahen, liebenden Element, dem Freund. Von »Vatersehnsucht« spricht Gerhard Amendt (Institut für Geschlechterforschung, Uni Bremen), der ein Buch über dieses Phänomen geschrieben hat. Dem Sozialwissenschaftler begegnete sie vor allem in der Generation, die den »verdammenden Feminismus und das sprachlose männliche Weggucken« nur vom Hörensagen kennt.

Vatersehnsucht in der Nachkriegszeit leuchtet ein. Aber ausgerechnet bei der Generation Golf? Die schon kaum mehr von autoritären Klötzen erzogen worden ist? Wo die Väter längst nicht mehr draußen zu Hause waren (bei der Arbeit, bei den Kumpels, also in der Welt). Vati gehörte ihnen nicht nur am Samstag – er saß, sooft es nur ging, zu Hause. »Refamilialisiert«, wie die Soziologen sagen. Doch offenbar stillt die physische Anwesenheit des Vaters, selbst wenn er Hoppereiter spielt und durchs Bett tobt, die Vatersehnsucht der Kinder nicht. Sie meinen einen anderen Vater.

Neue Väter? Schon vor über zwanzig Jahren probten die ersten, zunächst aus akademisch-alternativen Milieus, die neue Rolle. Hinter dem neuen, dem sanften Vater- und Mannsbild versteckte sich eine schöne alte Utopie. Sie gehört in die siebziger Jahre und wäre dort auch besser geblieben. Damals träumten viele den Traum von einer friedlichen, harmonischen Welt der sich verwirklichenden Frauen, der sanft und unaggressiv im Hintergrund agierenden Männer und der freien und glücklichen Kinder, die in ihren Bedürfnissen rundum befriedigt aufwachsen. In diesem Bild suchten Väter nach einer passenden Vaterrolle und einer Antwort auf die Frage, was »bevatern« sein könnte. Man begegnete dem Neuen Vater an bis dahin geradezu unziemlichen Orten, auf dem Spielplatz etwa, wo er seinen Zweijährigen auf die Rutsche hob, hinterherkletterte und sich, Kind voran, in die Rutschrinne zwängte. Die Mutter saß derweil mit einer Freundin auf der Parkbank und rauchte. Oder morgens um sechs Uhr konnte man ihn beim Spazierengehen am Fluss antreffen, eine Hand schob den Kinderwagen, die andere hielt den Schnuller parat. Mama schlief noch. Oft trug der Neue Vater noch die berühmte Unisex-Latzhose des Softies. Denn der liebe, sanfte Neue Vater war ja die Fortentwicklung des Neuen Mannes, der gerade angefangen hatte, in der Öffentlichkeit zu stricken und davon zu träumen, dass ihn die Frauen dafür liebten.

Ökonomisch betrachtet, ist der Neue Vater das Resultat einer umfassenden und lang dauernden Väterkrise, welche ihrerseits das Ergebnis einer in ihrer Bedeutung kaum zu überschätzenden Familienkrise ist. Der wirtschaftliche Aufschwung nach dem Krieg und das Wirtschaftswunder verlangten nach Arbeitskräften und entdeckten nicht nur die Ausländer. Sondern auch die Mütter. Die aus der Berufstätigkeit folgende ökonomische Unabhängigkeit und »Entfamilialisierung« von Müttern störte den klassischen Kleinfamilien-Deal: Der Mann kümmert sich um die Ressourcen und erhält dafür Respekt, Autorität und Macht. Die Frau kümmert sich um Haus und Kinder und wird dafür versorgt. Das geplatzte Geschlechterarrangement trug entscheidend dazu bei, das patriarchale Selbst- und Weltbild des Mannes zu zersetzen. Und aus seiner selbstverständlichen und weitgehend unhinterfragten patriarchalen Autorität wurde binnen weniger Jahre das für gefährlich gehaltene Relikt einer beschämenden Vergangenheit. Und später eine lächerliche Pose. Darüber ging die traditionelle Vaterrolle fast verloren. Und die neue Vaterrolle ist bis heute nicht fest umschrieben. Selbstzweifel, Selbsthass und ein schlechtes Gewissen den Müttern gegenüber scheinen aber Konstanten zu sein. Der Neue Vater hieß noch vor wenigen Jahren lieber nicht Vater oder Papa. Sondern Klaus, Wolfgang oder Torsten. Eigentlich war schon die Vaterschaft selbst ein dubioses Relikt aus finsteren Zeiten – statt ihrer wurde eine Beziehung zum Kind auf Augenhöhe angestrebt. Selbst im Umgang mit der 14-monatigen Tochter trat der Neue Vater konsequent partnerschaftlich auf.

Zweifellos erkennt man den Neuen Vater heute daran, dass er seine selbst entdeckten weiblichen Anteile stolz präsentiert. Schon bei der Geburtsvorbereitung atmet er Presswehen eindrucksvoller weg als seine Frau. Aus Gründen der Solidarität mit der anschwellenden Partnerin legt er im Verlaufe der Schwangerschaft im Schnitt um vier Kilo zu (die er auch nach der Geburt behält). Er windelt im Zweifel routinierter als jede Mutter, singt Lalilo und hüpft dazu, sitzt stundenlang im Sand und spielt Wauwau und Muh. Er freut sich, wenn eines der ersten Worte seines Kindes »Mapa« ist. Eigentlich fehlen ihm nur Gebärerlebnis und die Milchdrüsen.

Selbst beruflich hat er inzwischen nicht mehr automatisch höhere Ambitionen als seine Frau. Eine Studie des Münchner Staatsinstituts für Frühpädagogik zur Vaterrolle stellte 2001 fest, dass heute zwei Drittel aller Väter ihr Selbstverständnis nicht mehr in erster Linie aus Beruf und Geldbeschaffung beziehen, sondern aus der Kindererziehung. Der Beruf leidet bei fast jedem Vater, denn Vaterschaft bringt weniger Freiheit und Flexibilität, geringere Risikobereitschaft und Schlafmangel mit sich. Doch richtig durchschlagend wird dieser Effekt erst beim hochgradig familieninvolvierten Neuen Vater. Für ihn wird die Familie zum entscheidenden, oft dem einzigen positiven Projekt, muss also um des Selbstwertgefühles willen auf jeden Fall ein Erfolgsprojekt werden.

Und das hat Konsequenzen. Streitereien, Ausbrüche und Krisen bedrohen das Projekt unmittelbar und sind unbedingt zu vermeiden. Harmonie wird dem Neuen Vater zum Maßstab für den Projekterfolg. Aus Familien werden »Befindlichkeitsgemeinschaften mit hoher narzisstischer Komponente«, wie der Hannoveraner Kinderpsychologe Wolfgang Bergmann es formuliert. Der Energieaufwand zur Ausbalancierung solcher zwangsharmonischen Gemeinschaften ist enorm.

Der Vater wird zum Entertainer, der die Kinder bei Laune hält

Jede Unmutsäußerung bedroht die Balance eines solchen Systems. Die Frau ist nicht gut drauf. Das Kind mäkelt. Es äußert einen der gefürchtetsten Vorwürfe: »Mir ist langweilig!« Schon ist das Bezugssystem Familie in Gefahr. Schnell bringt der Vater einen kuscheligen Fernsehabend ins Spiel. Die abendliche Runde ums TV (mit Kartoffelchips für alle) ist das bekannteste Bild einer perfekt ausbalancierten Situation. Alle Egos sind ruhig gestellt. Nichts kann mehr schief gehen. Erst recht wird die Bewältigung ganzer Wochenenden zur Herausforderung. Um die Familie bei Laune zu halten, ist ein väterlicher Dauereinsatz als Entertainer im Veranstaltungsmarathon (Zoo, McDonald’s, Spaßbad, Kino, McDonald’s, Fernsehabend) erforderlich. Und das Kind quengelt unverständlicherweise immer noch.

Mit Grund. Die narzisstische Befindlichkeitsgemeinschaft Familie ist ein von Angst verschweißter Terrorzusammenhang, der am schlimmsten die Kinder schädigt. Die brauchen nämlich zuallerletzt eine Ruhigstellung. Stattdessen brauchen sie Welt und Halt. Oder Brandung und Fels. »Gerade Jungen suchen und brauchen den Vater als Fels in der Brandung.« Was Kinderpsychologe Bergmann in seinem beruflichen Alltag festgestellt hat, kling vielleicht trivial. Doch kaum jemand, der in den letzten zwanzig Jahren Vater geworden ist, könnte sich ohne Verlegenheit oder Ironie in diesem Bild wiederfinden. Dem Grundschüler einen Computer kaufen – darüber ließe sich reden. Jedoch ihm eine Identifikationsfigur sein, einer, der sagt, was richtig ist und was falsch? Das ist zu viel verlangt! Dieser kindlichen Erwartung entzieht sich der unautoritäre Vater am liebsten durch Ideologiebildung.

Der Vater ist vielleicht dagegen, dass sich sein zwölfjähriger Sohn zu Silvester für 50 Euro mit Böllern eindeckt. Er riskiert aber keinen Streit und keine Tränen. Er sagt sich: Das Kind muss lernen, mit seinem Geld umzugehen und sich selbst zu organisieren. Nämliches gilt fürs Essen bei McDonald’s, für die Handyfrage, für die Länge der Fernsehnacht und die Online-Zeit am Computer. Der nachgiebige, weiche, moderne Vater ist vor allem da, seinem Kind Wünsche zu erfüllen. Nur nicht den einen. Den geheimen Wunsch nach einem väterlichen NEIN. Nach einem klaren Wort, das ihm endlich Respekt abnötigte. Ist das Kind älter als zwölf, kann der Vater testen, ob das stimmt. Er fragt: Wie sollte ein Vater sein? Und bekommt erstaunlich zuverlässig, und zwar gerade von unautoritär aufgewachsenen Kindern, das eine zu hören: »Väter müssen streng sein. Auch mal was verbieten. Durchgreifen!« Selbst 18-Jährige, denen der Vater erklärt, dass sie wenigstens zu Hause kein Haschisch rauchen sollten, kritisieren den Alten: »Ich an deiner Stelle wäre strenger.«

Die Ergebnisse der Erziehung durch die Kümmerväter drängeln sich in den Praxen der Erziehungsberater, der Schul- und Kinderpsychologen. Sie entstammen mittlerweile allen sozialen Milieus. Da sitzen an der Seite ihrer hoch identifizierten, liebevoll-besorgten Mütter (»Er ist wahrscheinlich hoch begabt!«) aggressive Jungen mit der Diagnose ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom). Hyperaktive Zappelphilippe, die aufgrund ihrer Verhaltensstörungen in Schultypen sitzen, in die sie nicht gehören. Und Mädchen mit massiven Ernährungsstörungen und anderen Tendenzen zur Selbstverletzung. Verwöhnte, narzisstische, aggressive oder autoaggressive Gören. Tyrannen daheim, im Kindergarten und auf dem Schulhof. Immer unzufrieden, auch wenn jedes Bedürfnis rasch gestillt wird; gelangweilt, selbst wenn die Eltern sich beim Entertainment abwechseln. Kleine Monster, vor deren Launen und Ausbrüchen sich Eltern wie Lehrer fürchten.

Und kein Vater weit und breit, der Stopp sagte. Wirklich keiner? Haben nicht alle jüngeren Neuen Väter Jan-Uwe Rogges Bestseller Kinder brauchen Grenzen gelesen oder einen gleichnamigen Volkshochschulkurs besucht? Oder zumindest den Titel schon mal zitiert? Macht nicht selbst der sanfteste Papa heutzutage zweimal die Woche Männchen und zeigt seinem Kind eine Grenze? Stimmt. Doch jedes clevere Kind wird dem Vater den Ausrutscher verzeihen und ansonsten seinen Willen schon bekommen. Es spürt den Unterschied zwischen Haltung und Gemeinplatz genau.

»Vaterlos«, sagt Wolfgang Bergmann, »kann man auch in einer intakten Familie sein.« Die Konturlosigkeit des Neuen Vaters wirkt unter Umständen fataler noch als die Abwesenheit der alten Nestflüchter. Offenbar fällt sogar die Identifikation mit einem (idealisierbaren) Vater, der tot ist, leichter als mit einem armseligen Neuen Vater. Paradox: Der längst abgehakte Satz von Alexander Mitscherlich von der »vaterlosen Gesellschaft« wird ausgerechnet in dem Augenblick wieder aktuell, da sich die Väter massenhaft der Familie zugewendet haben.

Er muss sich Respekt verschaffen, auch wenn es Tränen gibt

Einen Ausweg aus dem Väterdilemma gibt es nicht. Der Vater, der nicht auf seinen Beruf verzichten will, aber auch nicht auf die Errungenschaft einer zärtlichen und liebevollen Nähe zu seinen Kindern, den keine patriarchale Rolle (oder gar Prügel) mit Autorität ausstattet und der trotzdem seinen Kindern »Fels in der Brandung« sein will, der muss sich seinen Respekt ganz allein verschaffen. So unerfreulich es ihm erscheint: Es wird Krach und Streit und Tränen geben, Türen werden fliegen, und das eine oder andere wird zu Bruch gehen. Es wird vielleicht vorkommen, dass dem entrüsteten jugendlichen Nutzer der Fernseher oder der Computer vor der Nase ausgeschaltet wird. Und manchmal, wenn die stringente Begründung für eine väterliche Anordnung fehlt, muss es auch ohne gehen: »Tu gefälligst, was ich für richtig halte!«

Ein schrecklich autoritärer Satz, eine Beleidigung für die Ohren des liberalen Kuschelvaters. Die Haltung, die ihn erlaubt, muss sich ein Vater heute erst mal erarbeiten. Womöglich bedarf es hierzu einer gewissen Reife. Der Zappelphilipp-Experte Bergmann jedenfalls empfieht jungen Männern vorsorglich: »Heiratet erst mit 45!« Man darf das sicherlich so interpretieren, dass der Neue Vater auch als Mann unfertig, vielleicht sogar untauglich ist: Wer sich nicht einmal gegen sein Kind durchsetzen kann, der findet auch keine angemessene Weise, sich gegen weibliche Ansprüche durchzusetzen. Respekt findet er so nirgendwo. Nicht beim Kind. Und nicht bei der Frau.
 
S

sornix

Gast
tzz was soll ich den noch alles machen... habe immer gedacht meine freundlichkeit ist mein "Trumpf" *gg*

:angryfire :mad: :angryfire


sornix
 

L.F.  

Verbringt hier viel Zeit
Ich weiß ja nicht, aber dieser Artikel tut gerade so als würde es nur noch von solchen "Neuen Vätern" wimmeln.
Wo lebe ich, dass ich keinen einzigen kenne bei dem die hier aufgeführte Definition "Neuer Vater" zutreffen würde?

Darüber hinaus wird mir zu leicht mit Begriffen wie ADS umgegangen. Der Grund hierfür soll ein antiautoritärer Vater sein? Dass ich nicht lache...
 
G

Galatea

Gast
Hm, ich weiß nicht was die wollen.
Eigentlich meckern sir nur rum und zeigen keinen Weg aus der Krise.
Die alten Väter könne sie ja auch nicht zurückfordern, weil die ja auch scheiße waren (und imo zurecht nicht mehr gefragt sind).
Außerdem verwechseln die Verfasser des Artikel unautoritäre Erziehung ja wohl ganz klar mit Rückgradlosigkeit des angesprochenen Vatertyps.

Ich sehe mich zwar auch eher als Kuschelmensch an, dem die harte Rolle nicht so liegt und der viel Wert auf Harmonie legt - aber wenn mir etwas nicht passt, kann ich mich sehr wohl durchsetzen.
Und ich glaube ich wäre ein guter Vater, ich habe die Ruhe und das Durchhaltevermögen dazu. Und falls es nötig wird kann ich mich auch mal durchsetzen.


Ich glaube die Ursache für die Kinderpsychosen ist nicht in einem obskuren "Knuddelvatertyp" zu suchen, sondern darin, dass die meisten Eltern keinen Bock (oder manchmal auch keine Zeit) mehr haben sich richtig mit ihren Kindern zu beschäftigen.
Denn woher kommen denn bitte die ganzen fetten Kinder? Bekämen die zuhause was vernünftiges zu essen (und zwar EGAL ob von Mutter oder Vater), dann würden die sich nicht so mit FastFood vollschaufeln.
Und wenn sie mit 3 schon vor'm Fernseher (und mit 6 vor'm PC) geparkt werden, brauch man sich auch nicht wundern dass die bekloppt werden.

Es ist wichtig, dass die Eltern für das Kind da sind, ihm Werte vermitteln an denen es sich orientieren kann, Grenzen abstecken (das geht auch ohne gleich rumzubrüllen oder gewalttätig zu werden) und vor allem es ermutigen selbst mal ein Risiko einzugehen und sein Grenzen zu erkunden.


Meiner Meinung nach ist die Studie absoluter Müll und geht völlig an dem Problem unserer Gesellschaft vorbei.
Besagte rückgradlose Väter mögen sicherlich einen Teil dazu beitragen, aber man brauch mit der Kanone nicht auf Spatzen schießen, solange ein Panzer das Feld umpflügt.
 

Unique28  

Verbringt hier viel Zeit
@Imperator

Zunächst einmal befürchte ich, dass der Text sehr viel mehr Warheiten beinhaltet als manch ein Junger Vater zugeben mag. Jedoch verstehst du den Text anscheinend nicht ganz richtig. Es geht hier in keinster Weise um das Wort/die Eigenschaft "Nett(sein)"! Vielmehr beschreibt der Text doch die Verlorengegangende Rolle des Mannes im zuge der Emanzipation. Auf der einen Seite wollen Frauen einen führsorglichen Vater, der am besten möglichst viele feminine Eigenschaften besitzt um die eigentliche "Mutter" auch würdig vertreten/ersetzen zu können. Da die Frau mehr und mehr auch ihren beruflichen Werdegang nachgehen will, muss der Vater zwangsläufig mit die "Mutterrolle" übernehmen, welcher ein Mann jedoch niemals beherschen wird. Kein Wunder - er ist ja auch schliesslich der "VATER" und nicht die "MUTTER"! Lässt der Mann sich auf die "Mutterrolle" ein bzw. üernimmt der Mann (in der heutigen Zeit wohl nicht mehr selten) die Rolle der "Mutter" ist es doch kein Wunder das der Mann "verweichlicht" <------was übersetzt ja eigentlich "verfraulicht" heisst......Genau das ist doch der Knackpunkt! Es sind nicht nur die Frauen die manche Männer dazu drängen in die Rolle zu schlüpfen wozu sie genetisch bedingt einfach nicht in der Lage sind. Es sind natürlich auch die Männer Schuld, die sich da hineindrängen lassen!

BTW - Schuld! Genau genommen ist es keine Schuld Frage. Sondern es ist die Entwicklung die uns dahin treibt. Es ist die Gleichberechtigung, eine logische Konsequenz die ich auch voll unterstütze, die einen grossen Teil dazu beiträgt, dass das Problem überhaupt aufkommt! Natürlich wollen Frauen keine "Mütter" als Ehemann - aber ihr Frauen habt es nun doch mal so gewollt, also müsst ihr auch damit Leben, dass es irgendwann so sein wird bzw. schon so ist! Einen Traummann in dem Sinne gibt es nicht mehr für euch, es sei denn er ist ein begnadeter Schauspieler, der
täglich/stündlich/minütlich in die Rolle schlüpfen kann, die es von ihm in der heutigen Zeit verlangt! Die Grenzen der Geschlechter verschwimmen und die Frauen regen sich auf, dass es keine Männer mehr gibt, obwohl doch die wahren Männer durch ihre Bewegung verbannt wurden....es ist völlig Paradox, aber leider die blanke Wahrheit..........

just my 2cent...
 

Unique28  

Verbringt hier viel Zeit
Frantic81 schrieb:
Das lässt doch nur einen Schluss zu: wie man es auch macht, es ist falsch!

sornix schrieb:
tzz was soll ich den noch alles machen... habe immer gedacht meine freundlichkeit ist mein "Trumpf" *gg*

Danke für eure Antworten, denn das ist doch der klare Beweis. Männer sind halt zunehmend verwirrt, denn die geschlechtspezifische Rolle ist nicht mehr Eindeutig......genau diese beiden Antworten spiegeln doch die Kernaussage dieses Textes wieder!

Und was ist der nächste Schritt? Nein, plastische Chirurgie lehne ich ab :tongue:
 

darksilvergirl   (34)

Verbringt hier viel Zeit
diese ganzen rollen sind doch eh blödsinn... sinnvoll isses nur dann wenn man sich so verhält wie es zu einem passt.
 
G

Galatea

Gast
Also ich lebe gern mal meine "weiblichen" Seiten aus, zeige mal Gefühle, bin auch mal schwach.
Das ist meiner Meinung aber kein "weibliches" Verhalten, sondern menschliches - die Unterteilung in "das ist männlich/das ist weiblich" halte ich für Schwachsinn.

Und, schon vergessen, wir sind Menschen!
Wir haben einen Denkapparat, der alles in der restlichen Natur vorzufindende in den Schatten stellt, jetzt behauptet nicht dass wir mit sowas nicht fertig werden könnten.
Natürlich ist die PFLICHT des Vaters auch einen Teil der Erziehung seiner Kinder zu übernehmen, wenn er dabei das macht was normaler die Frauen machen, finde ich das auch nur gerecht.
Zeugt das nicht von der menschlichen Anpassungsfähigkeit?

Das Problem wäre dann eher bei den Frauen zu suchen, die ja offenbar genau so wenig in der Lage sind, den anderen ("männlichen") Part zu übernehmen, von den Männern aber eben genau das fordern.
Aufgabe der Väter ist es das Kind zu ermutigen sein Grenzen auszutesten, die Mütter haben meist viel zu viel Angst als das sie das Kind mal wirklich was riskantes machen lassen, bei dem es sich wehtun könnte.

Dem Kind Halt, Geborgenheit und Sicherheit zu geben geht BEIDE etwas an, aber das scheinen die Frauen ja neuerdings komplett auf die Männer abzuschieben.

Es scheint wohl offensichtlich (auf Wunsch der Frauen) ein Teil der Erziehungskomponente verloren zu gehen, der von den Frauen im Moment nicht kompensiert wird.
Vielleicht sollte man hier anpacken.
 
T

Tilak

Gast
Zukünftige Väter müssen eben die ISO 9002 erfüllen!

Im Handwerk funktioniert dies schließlich angeblich auch :grin:
 
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