Entwicklung von Fetischen?

Benutzer151038  (44)

Ist noch neu hier
Hallo,

ich stelle mir schon lange die Frage wie sich denn Fetische entwickeln.

Ist es ein Prozess der sich über Jahre ausprägt?

Ist es etwas was einem bei der erstmaligen Berührung wie ein Blitz trifft?

Trägt man diese schon von Geburt an in sich und brechen sie dann aus wie eine Krankheit?
(Wobei man Fetische nicht als Krankheit erachten sollte)

Werden sie schon in der Kindheit durch die Erziehung oder Erfahrungen geprägt?

Ich kann mich zumindest bei einem meiner Fetische an ein Ereignis in meiner Jugend ( 14Jahre alt war ich da ) erinnern.
Meine damalige Freundin hat mich aus Spaß mit einer Schnurr an die "Leine" genommen, nicht, dass ich jetzt wie ein Hund Gassi geführt werden möchte aber in einer gewissen Weise hatte sie die Kontrolle über mich und dies hat mich damals so wie heute sehr gereizt. Ich mag es einfach wenn ich die Kontrolle komplett abgeben kann und ich Dominiert werde.
Dies ist aber nicht zwingend notwendig bei mir um Spaß am Sex zu haben es ist eine nette Abwechslung.

Vielleicht habt ihr ähnliche Erfahrungen gesammelt oder könnt Euch anderweitig an diesem Thema beteiligen.

Gruß

Vielseitig
 

Benutzer148761  (33)

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Also ich glaube, ich habe keinen richtigen fetisch, aber ich steh auf dominante Männer und Sachen in Richtung soft SM. Ich weiß, dass ich schon als Kind solche Fantasien hatte. Damals waren sie glaube ich noch nicht so konkret sexuell, da ich gar nicht so genau wusste, was Mann und Frau so miteinander anstellen können :zwinker: Aber schon da, hab ich von Fesselspielchen, Festhalten, Dominanz etc. fantasiert. Als ich dann das erste Mal Pornos im Nachtfernsehen gesehen hab, fand ich die meist ziemlich langweilig. Nur wenn es dann in Richtung Dominanz ging, hat es mich angeturnt. Scheint also von Anfang an so in mir angelegt gewesen zu sein :zwinker:
 

Benutzer121281  (32)

Planet-Liebe ist Startseite
Wissenschaftlich geklärt ist die Ursache bzw Entstehung von Fetischen nicht. Wobei davon ausgegangen wird, dass es sich nicht um ein monokausales Phänomen handelt.

Ich selbst kann meine Kinks da auf keine konkreten Ereignisse etc zurückführen.
 

Benutzer136760 

Beiträge füllen Bücher
Ich kann mich zumindest bei einem meiner Fetische an ein Ereignis in meiner Jugend ( 14Jahre alt war ich da ) erinnern.
Meine damalige Freundin hat mich aus Spaß mit einer Schnurr an die "Leine" genommen, nicht, dass ich jetzt wie ein Hund Gassi geführt werden möchte aber in einer gewissen Weise hatte sie die Kontrolle über mich und dies hat mich damals so wie heute sehr gereizt.
Mir scheint das eher ein zufälliges Ereignis gewesen zu sein, dass dir einfach nur klarmachte, worauf du stehst.
Jeder andere Mensch hätte das selbe erleben und darauf ganz anders reagieren können. Deswegen kann man das nicht als Auslöser sehen.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich selbst kann meine Kinks da auf keine konkreten Ereignisse etc zurückführen.
Geht mir genauso. Ich habe Schlüsselereignisse, wo mir zum ersten Mal auffiel, dass mir dies oder jenes gefällt, aber einen kausalen Zusammenhang der Entstehung kann ich nicht herstellen.
 

Benutzer150788 

Praxis für Sexualität
Aus meiner Erfahrung kann ich von sehr unterschiedlichen und individuellen Faktoren berichten. Es ist schwierig ein Schema zu sehen bzw. zu erstellen. Interessant ist die Frage in Bezug auf den "nutzen" des Fetisch, welches Bedürfnisses wird dadurch befriedigt? Beschäftigt man sich mit dieser Frage KANN man sich auf jeden Fall der Sache annähren.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Interessant ist die Frage in Bezug auf den "nutzen" des Fetisch, welches Bedürfnisses wird dadurch befriedigt? Beschäftigt man sich mit dieser Frage KANN man sich auf jeden Fall der Sache annähren.
Wie kann man sich das genauer vorstellen? Hast du vielleicht ein Beispiel? :zwinker:
 

Benutzer150788 

Praxis für Sexualität
Sehr individuell, aber ein Beispiel und wirklich nur ein Beispiel wäre z.B. SM und die Möglichkeit dadurch den eigenen Körper zu spüren. Ein Erfahrung die in der Kindheit z.B. Zu kurz gekommen ist. Aber mir ist es wichtig das nur als Beispiel zu sehen.
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Schwierige Frage ! Also ich muss da bei mir unterscheiden zwischen Kinks die durch 3. geweckt wurden und halt solchen die ich mit der Entwicklung meiner Sexualität eventuell soagr früher wahrgenommenen habe.

Das Beste beispiel :

Meine Wasserfixiertheit gab es schon immer in der Pubertät mischte sich das mit Sexuellen Phantasien die sich imemr noch am ausweiten sind.

Durch meine 3. Freundin und mein stetige Neugierde habe ich so Soft Bandage eingekellert und lieben gelernt , brauche es aber nicht so.

Anders sieht es mit der Wasserfixiertheit aus , was meine Partnerin schon schier zur Verzweiflung bringt. sie muss schon viel bringen, damit ich abseits vom nassen Element einen hoch bekomme.

Darum denke ich, dass man das trenne muss.
 

Benutzer150386  (26)

Benutzer gesperrt
Wie sich das genau entwickelt weiß ich nicht, würde mich aber definitiv interessieren das zu wissen ^^
 

Benutzer150788 

Praxis für Sexualität
Wie gesagt es gibt eben kein generell. Es ist eben eine individuelle Lebensgeschichte sowie ja auch Sexualität ein lebensgeschichtlicher Prozess ist, der mit der Geburt beginnt und mit dem Tod aufhört.
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Ist es ein Prozess der sich über Jahre ausprägt?
Ich denke, dass es sich über Jahre hinweg manifestiert, ja. Und das es auch extremer werden kann.

Ich habe auch keinen klassischen Fetisch, aber ich habe Neigungen, die befriedigt werden müssen, damit ich sexuell erregt werde. Also schon irgendwie einen Fetisch, ich nenne es aber auch eher Kink.

In meiner Kindheit konnte ich das noch nicht differenzieren oder gar irgendwie einordnen. Ich hab mich als ich jung war schon gerne gekloppt, am liebsten mit Jungs - ich wollte immer besser sein. Als ich dann mit Kampfsport angefangen hab, habe ich bemerkt, dass mich Kämpfe erregen.
Als ich dann 16-17 war, erregten mich Bondage-Bilder und Videos, mit Anfang 20 waren es dann Rape-Play-Videos.
Der Lustgewinn aus Schmerz hat sich also erst entwickelt, genau wie der Wille zu dominieren und dominiert zu werden.

Wie sich Fetische entwickeln und was sie begünstigt, kann ich nicht sagen. Ich kann aber auch nicht sagen, warum ich die Farbe rot mag - ich tue es einfach.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer150788 

Praxis für Sexualität
Die Frage stellt sich ja in der Regel auch nur dann wenn man mit dem Fetisch nicht oder nicht mehr klar kommt. So lang aber das für einen selber und die Menschen mit denen man den Fetisch auslebt in Ordnung ist , ist ja alles gut. (Das Gesetz sollte auch nichts dagegen haben)
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
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Wobei einen ja auch manchmal so die Neugier umtreibt, was eigentlich hinter bestimmten Kinks steckt. :zwinker: Gerade wenn man etwas neu entdeckt, und erstmal nicht richtig versteht, denkt man ja in verschiedene Richtungen.
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Wobei einen ja auch manchmal so die Neugier umtreibt, was eigentlich hinter bestimmten Kinks steckt. :zwinker:
Bei mir ist es wohl der Wettbewerbsgedanke, bzw. eher das Kräfte messen. Männer, die es mit mir aufnehmen können oder gar überlegen sind, erregen mich. Warum das so ist, kann ich schwer sagen.

Gerade wenn man etwas neu entdeckt, und erstmal nicht richtig versteht, denkt man ja in verschiedene Richtungen.
Ich fands anfangs als Kind/Jugendliche echt verstörend, aber dann mit der Zeit fand ich es nicht mehr so schlimm, ich hatte mich wohl dran gewöhnt. Es gab so gar eine Zeit, da wollte ich 'normal' sein und hab mir normale Pornos angesehen - da regte sich aber nichts bei mir.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Bei mir ist es wohl der Wettbewerbsgedanke, bzw. eher das Kräfte messen. Männer, die es mit mir aufnehmen können oder gar überlegen sind, erregen mich. Warum das so ist, kann ich schwer sagen.
Nach meiner Erfahrung ist es eh am zielführendsten, wenn man erforscht, was einen erregt, und sich nicht groß mit den Gründen aufhält - da kommt man eh auf keine klare Antwort.

Besonders abturnend finde ich es ja, wenn versucht wird, sexuelle Vorlieben mit einem Elternkomplex zu erklären. :grin:

Ich fands anfangs als Kind/Jugendliche echt verstörend, aber dann mit der Zeit fand ich es nicht mehr so schlimm, ich hatte mich wohl dran gewöhnt. Es gab so gar eine Zeit, da wollte ich 'normal' sein und hab mir normale Pornos angesehen - da regte sich aber nichts bei mir.
Ja, ich kenne das auch. Rückblickend unnötig, aber das Schema Normal/Unnormal muss man erstmal ablegen. :zwinker:
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Nach meiner Erfahrung ist es eh am zielführendsten, wenn man erforscht, was einen erregt, und sich nicht groß mit den Gründen aufhält - da kommt man eh auf keine klare Antwort.

Besonders abturnend finde ich es ja, wenn versucht wird, sexuelle Vorlieben mit einem Elternkomplex zu erklären. :grin:


Ja, ich kenne das auch. Rückblickend unnötig, aber das Schema Normal/Unnormal muss man erstmal ablegen. :zwinker:
Wobei ich mich ja auch mit Sexuell getrieben Straftätern befasse . Und da sind offt das Elternhaus , plus die Gene schuld an deren Verhalten !
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Nach meiner Erfahrung ist es eh am zielführendsten, wenn man erforscht, was einen erregt, und sich nicht groß mit den Gründen aufhält - da kommt man eh auf keine klare Antwort.
Aber das kann ich ja leicht benennen - auch schon als Jugendliche.

Aber die Gründe wären schon interessant, der Mensch strebt halt nach dem Warum, wenngleich es auch meist nicht beantwortet werden kann.
Rückblickend unnötig, aber das Schema Normal/Unnormal muss man erstmal ablegen. :zwinker:
Vor allem als Heranwachsender ist es, denke ich, normal diese Unsicherheiten zu durchlaufen.
 
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