Entfremdet nach 15 Jahren?

Benutzer164526 

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Die Beziehung lief anfänglich super (sonst hätte ich nicht geheiratet), so seit 1-2 Jahren jedoch kam in mir immer mehr die Frage auf, ob es das gewesen sein soll. Vielleicht eine Midlife-Crisis?

Wie alt sind eure Kinder?
Wie viel trägst Du zum Familienleben bei?
Wie oft seid ihr als Paar ausgegangen seit ihr die Kinder habt?

Ich habe mich immer mehr von der Familie abgekapselt und entfremdet, die letzten Monate hatte ich immer mehr das Problem, kein sexuelles Verlangen zu haben und war oft einfach nur genervt von allem.

So eine Phase hatte ich auch mal. Ich sag jetzt mal so: Kinder können extrem vereinnahmend sein, und wir Männer reagieren dann leider oft mit Rückzug, was aber total kontraproduktiv ist, weil die Frau dadurch komplett in die Mutterrolle gedrängt wird und noch weniger Aufmerksamkeit für den Mann übrig bleibt.

Wenn Du die Situation retten möchtest, dann fang damit an, Dich in vernünftigem Umgang am Familienleben zu beteiligen und Deine Frau an dieser Stelle zu entlasten. Mach das ernsthaft und nicht nur halbherzig und fang sofort damit an.

Und erst wenn Du das mindestens zwei Wochen durchgehalten hast, sagst Du Deiner Frau, dass Du Deine Fehler erkannt hast und ernsthaft versuchen möchtest eure Beziehung wieder in Ordnung zu bringen.
 
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Benutzer164645  (27)

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Mein Freund und ich sind seit 6 Jahren in einer Beziehung. Da ist auch schon echt der Wurm drin. Wir fahren demnächst gemeinsam in den Urlaub ins Hotel Eggental. Ich hoffe das kann unsere Beziehung retten.
 

Benutzer38494 

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Vielleicht eine Midlife-Crisis?
jep!
die mitte-des-lebens-krise ist oftmals so eine art 2. pubertät.
zumindest ging mir das damals so und ich war mir dessen erst später bewusst.
die hormone spielen halt mal wieder achterbahn.

sei ehrlich zu dir selbst und vor allem zu deiner frau.
sage ihr, das du momentan total durcheinander bist, mit ihr zusammen bleiben willst, aber emotional verwirrt bist.
 
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Benutzer137391  (46)

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obs was bringt, wisst ihr erst, wenn ihr euch mal wirklich in ruhe ausgesprochen habt...ohne kinder, ohne zeitlimit..

ob mit paartherapie..oder erstmal ohne.. reden ist wohl das einzigewas euch weiterbringen kann.. ob zu zweit oder dann getrennt, sieht man erst mit der zeit..

und ja, das ist die midlife-crisis.. hatte ich auch sehr heftig :zwinker:
 

Benutzer161456 

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Wichtig ist, dass ihr zusammen heraus findet, warum der Wurm drinn ist, ...warum ihr Euch immer mehr auseinanderlebt.
...Und am Schluss, welche Mechanismen sollen greifen, damit diese Abwärtsspirale druchbrochen wird.

Es kann ja gut sein, dass sie auch ähnlich fühlt, ...nur dass ihr nicht mehr mit einander ins Gespräch kommt.
Viele Dinge schleifen sich auf Dauer in den Alltag ein auch Ungewolltes und Nerviges.
Und dabei steht man machtlos daneben, und weiss nicht wie einem geschieht.

Entscheidend wird dabei sein, ob beide bereit sind wirklich richtig zuhören und eine Weiterentwicklung angestrebt wird.
Wo sind euren (unausgesprochenen) Konflikte und wo sind eure Gemeinsamkeiten?
Gibt es noch eine tragfähige Basis auf der ein Neuaufbau lohnt?

Dieser Prozess kann ganz schön weh tun und schmerzhaft sein.
Ob ihr diese Herkulesaufgabe alleine hinbekommt, weiß ich nicht, das müsst ihr für Euch beantworten.
Ansonsten ist ein guter Paartherapeut bestimmt nicht verkehrt.

Aber wenn ihr euch noch liebt, dann könnte sich die Mühe am Ende durchaus lohnen.
Der Lohn wäre dann eine wieder neu aufgeflammte sehr tief reichende Liebesbeziehung.

Vielleicht hilft dir dies:
Wir waren nach ca. 15 Jahren in einer ähnlichen Situation (allerdings ohne RL-Fremd gehen, also nur "Cyber"-Flugzeuge im Bauch...).

Wir konnten am Ende unserer Wiederannäherung unsere Beziehung nachhaltig und tragfähig reaktivieren. Die ehem. Konfliktlinien scheinen seid dem wie weg geblasen zu sein.
...Gefühlt lieben wir heute sogar vertrauensvoller und intimer als vor der Krise...
 
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Benutzer43798  (41)

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Eine Beziehung stirbt, wenn man sich nicht regelmäßig darum kümmert. Ein großer Urlaub oder einmaliger Traumsex retten die Beziehung nicht, wenn sich nicht dauerhaft und regelmäßig eine Änderung einstellt.

Zuerst solltet ihr euch intensiv aussprechen. Redet wirklich lange und ausführlich, ohne Vorurteile, Zorn oder Scham miteinander. Das sollte eigentlich nach 15 Jahren möglich sein. Erinnert euch daran, warum ihr den anderen geliebt habt. Was waren die Momente an die ihr euch am meisten zurück erinnert. Überlegt, was euch aktuell fehlt und was ihr euch vom anderen wünscht. Aber sagt auch offen, was ihr selbst dazu beitragen könnt. Wie weit würdet ihr gehen? Was ist überhaupt möglich?

Und dann fangt mit kleinen Schritten an. In den allermeisten Fällen, sind es die alltägöichen Kleinigkeiten, die die Liebe am laufen halten. Es wird euch nicht helfen wieder regelmäßig einmal die Woche Sex zu haben, wenn euch die Lust auf den anderen fehlt. Bringt wieder echte Nähe in euer Leben. Morgens beim Verabschieden nicht den Kuss halbherzig und hastig geben, sondern intensiv und mit echtem Gefühl. Beim Heimkommen ebenso. Sagt euch wieder öfter, wie sehr ihr den anderen mögt. Kuschelt miteinander. Lieber jeden Tag zwischendurch mal 5 Minuten als alle zwei Wochen drei Stunden. Und nehmt euch auch aktiv Zeit nur für euch alleine. Geh du alleine weg zum Fussball und deine Frau soll einen Tag zum Yoga gehen (oder was auch immer ihr für Hobbies habt). Einfach, damit auch etwas Selbstständigkeit wieder zu euch kommt. Findet die richtige Balance zwischen bewusster Distanz und bewusster Nähe. Dann kann es vielleicht wieder was werden.

Aber du soltlest dir auch wirklich überlegen, ob es sich lohnt so viel Arbeit in deine sterbende Ehe zu investieren. Siehst du eine Chance, dass es sich wieder ändern kann? Oder ist es gar soweit, dass du lieber heute als morgen ausziehen möchtest? Dann ist es auch ehrlich für euch beide, dass ihr einen Schlussstrich zieht.

Als Mittelweg wäre auch noch möglich, dass ihr eure Ehe öffnet. Nicht damit jeder mit fremdem vögeln kann. Das kann dazu kommen. Aber damit ihr beide wieder das flirten lernt, das verlieben und sich emotional zu öffnen. Mit einer fremden Person kann das plötzlich wieder alte Kräfte wecken. Wenn ihr es dann schafft diese Erfahrung auf euchs elbst zu übertragen, kann eine offene Beziehung hilfreich sein.
Aber ich gebe zu, dass ich eher davon abraten würde. In meinen Augen gehört zu einer offenen Beziehung absolutes Vertrauen und Stabilität in der Beziehung. Die habt ihr nicht, und ich glaube es würde eure Ehe erstrecht zerstören.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Ich finde es recht schwierig über Allgemeinplätzchen hinaus einen Rat zu geben. Hier wurde schon sehr viel gutes gesagt.

Aber zu euch im Speziellen:
Du schreibst, du würdest dich endlich wieder als Mann und begehrt fühlen. War das vorher nicht so?
Fehlt dir etwas in deiner Beziehung?
Wie habt ihr darüber geredet?
Was wurde besprochen?
Auf welche Art?
In wie fern ist es deine Entscheidung, wenn sie auch zu der Beziehung dazu gehört..sie muss auch entscheiden und wollen....?

Es ist schwer eine Idee für einen Schlachtplan zu haben, wenn man nicht einmal das Terrain kennt. :zwinker:
 

Benutzer164646 

Ist noch neu hier
jep!
die mitte-des-lebens-krise ist oftmals so eine art 2. pubertät.

So einen ähnlichen Gedanken hatte ich auch gerade, nur etwas anders ... meine Frage an dich wäre: Warst du je so richtig in der 1. ("richtigen") Pubertät???? Hast du Schmetterlinge empfunden, dich ausprobiert, dieses Kribbeln und Prickeln und aufregende, abenteuerliche Gefühle erlebt?
Ich könnte mir auch vorstellen, dass man als in jungen Jahren zusammen gefundenes Paar sehr schnell "erwachsen" wird und das Spielen und Ausprobieren dabei auf der Strecke bleibt ... ist dann das Eheleben erstmal routiniert und alles soweit im Lot, könnte der Wunsch auftreten, etwas nachzuholen. Soweit meine Idee zur Pubertät :zwinker:
 

Benutzer164526 

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Ich könnte mir auch vorstellen, dass man als in jungen Jahren zusammen gefundenes Paar sehr schnell "erwachsen" wird und das Spielen und Ausprobieren dabei auf der Strecke bleibt ... ist dann das Eheleben erstmal routiniert und alles soweit im Lot, könnte der Wunsch auftreten, etwas nachzuholen. Soweit meine Idee zur Pubertät :zwinker:

Glaube ich nicht, denn genau dieselben Probleme, die der TS hat gibt es auch bei Männern, die sich in ihrer Jugend ausgiebig ausgetobt haben. Im Grunde ist es immer dasselbe:

Kinder vereinnahmen die Eltern sehr stark, woraufhin die Paarbeziehung zu kurz kommt. Mann fühlt sich unterbewusst vernachlässigt und reagiert darauf mit zunehmendem Rückzug aus dem Familienleben. Hierdurch bleibt noch mehr Arbeit an der Frau hängen, der Mann bekommt noch weniger Aufmerksamkeit und es treten zunehmende Spannungen auf. Ein sich selbst verstärkender Teufelskreis beginnt.

Irgendwann lernt der Mann ohne böse Hintergedanken eine nette Frau kennen, die ihn ebenfalls sehr sympathisch findet und ist ganz begeistert von der Aufmerksamkeit, die ihm diese Frau widmet. Er fühlt sich wieder geschmeichelt und begehrt.

Das ist natürlich reichlich unfair, denn während er sich da amüsiert, muss seine von ihm im Stich gelassene Ehefrau daheim den Haushalt und die Kinder ganz allein stemmen, und genau dies ist auch der Hauptgrund dafür, dass sie ihm nicht mehr das von ihm erwartete Maß an Aufmerksamkeit schenken kann.
 
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Benutzer161456 

Sehr bekannt hier
ja, schon. Ich hatte zwar nicht so viele Partnerinnen, aber doch genügend für die Entscheidung zur Ehe. Oder doch nicht? Ich finde schöne Frauen generell sehr anziehend und flirte auch gerne. Wer tut das nicht?

Vielleicht noch ein Aspekt: vor 3 Jahren habe ich krass angefangen, Sport zu treiben. Einerseits gesundheitlich bedingt, andererseits hab ich gesagt, ich will mich nicht mit 40 einsargen lassen. Ergebnis sind knapp 35 Kilo weniger und ein durchtrainierter Körper. Ich bekomm mittlerweile an jeder Ecke gesagt, wie toll ich aussehe. Und meiner Frau wird das oft von Freundinnen und Bekannten über mich gesagt. Bislang wars immer so, dass sie "optisch" in der Beziehung heraus stach (sieht immer noch toll aus, nicht falsch verstehen!), Ich bin in mehreren Sport-Fitness FB Gruppen aktiv und es geht mittlerweile soweit, dass ich da offen von fremden Frauen angegraben werde, und das nicht nur von Krapfen. Sowas tut schon gut, kannte ich vorher überhaupt nicht.



Da ist was dran. Kinder sind sehr viel Arbeit. Wenn ich von der Arbeit komme, höre ich nur von den Nöten und Sorgen, von den Hausaufgaben, Schulproblemen etc, Sie belastet das sehr, sie wünscht sich, dass ich mich auch mehr damit befasse, mich mehr um die Kinder kümmere. (die sind 7 und 9 btw). Ich gehe damit aber eher lockerer um (vielleicht zu locker).
Wie oben beschrieben, hab ich mein Leben mit Ausbruch einer Krankheit krass geändert. Meine Hobbys (die ich schon immer hatte und die viel Zeit beansprucht haben), sind dem Sport gewichen, was eine Art der Therapie ist. Ich könnte jetzt den Sport reduzieren und mehr Pillen schlucken, jedoch bin ich so egoistisch geworden, dass ich das nicht machen werde. Gerade diese jahrelange Fremdbestimmtheit war Auslöser für diese Stoffwechselkrankheit. Und ich mache nicht den 2. Fehler, meine neu erlangte Gesundheit wegen anderer (auch wenns die Familie ist), aufs Spiel zu setzen. Vielleicht auch ne Erkenntnis, die mit der ML-Crisis im Zusammenhang steht. Ich habe mehrfach versucht, dass meine Frau einmal die Woche abends auch was für sich machen soll (Yoga, etc), aber das ist immer gescheitert. Vielleicht muss ich das noch mehr fordern. Ich möchte in Zukunft auch wieder mehr weggehen und mit Freunden / Kollegen treffen, die letzten Jahre hab ich das gar nicht gemacht, bzw nur zusammen mit meiner Frau. Man redet mit Freunden halt über ganz andere Dinge als wenn die Frauen dabei sind. Wird aber schwierig werden, meine Frau wird mich jetzt erst mal nicht wirklich allein weglassen wollen.

In der Vergangenheit hab ich auch versucht, wieder abseits von einem Familienurlaub mehr Familienerlebnisse zu schaffen, ich hab mit meiner Frau nen Kletterkurs gemacht und hab vor, mit der Familie dann an den Wochenenden mehr Zeit bei gemeinsamen Aktivitäten im Freien zu verbringen anstatt nur Zuhause genervt rumzuhängen. Bislang machts allen Spaß, ich denke das bringt uns auch voran.

Alles in Allem hat sich die letzten Jahre sehr viel gebessert, wir haben uns weiterentwickelt, haben neue gemeinsame Dinge gefunden, auch sexuell (neue Vorlieben entdeckt). Aber trotzdem kam es eben zu dem Punkt,
Eine Öffnung der Ehe, damit hatte ich auch schon mal gedacht, ich hätte damit keine emotionalen Probleme, sie jedoch sehr. Sie kann das nicht trennen und es ist ein Horrorgedanken für sie. Derzeit ist jedoch eher ungünstig das anzusprechen, ich denke die Konsequenz wäre dass ich meine Sachen packen könnte, was ich definitv nicht möchte da ich zu ihr stehe und sie liebe.
Ach mist, ist das kompliziert alles. Vielleicht echt nen Supervisor suchen der das neutral vermitteln kann und helfen kann, dass wir besser miteinander reden können. Aber das ist auch heftiger Zeitbedarf, Einschulungen stehen an etc und schlussendlich geht das halt immer vor,

Ja, das hört sich doch schon mal nicht schlecht an. Der Wandel ist ja im vollen Gange.

Nur eins ist mir doch aufgefallen.
Du hast sehr viel von dir und deinen Wünschen geschrieben. Fast ein bisschen zu viel....

Deine Ehefrau und ihre Wünsche und Bedürfnisse kamen in deiner Beschreibung aber nicht besonders vor.
Hast du dich emotional schon von ihr verabschiedet? Oder sie von dir?

Meine Erfahrung ist, Liebe funktioniert auf Dauer meist dann harmonisch, wenn die Interessen beider ausreichend berücksichtigt und respektiert werden. Hier lese ich eine gewisse Desinteresse heraus.
Wie wichtig ist euch denn eure Liebesbeziehung noch?

Ich könnte mir daher vorstellen, dass du auch noch eure Beziehung runderneuern könntest, wenn du ihre Interessen wieder mit in deine Überlegungen integrierst.

Kann es sein, dass hier der Hund begraben ist?
Vielleicht ist das die offene Baustelle?
 
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Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Da ist was dran. Kinder sind sehr viel Arbeit. Wenn ich von der Arbeit komme, höre ich nur von den Nöten und Sorgen, von den Hausaufgaben, Schulproblemen etc, Sie belastet das sehr, sie wünscht sich, dass ich mich auch mehr damit befasse, mich mehr um die Kinder kümmere. (die sind 7 und 9 btw). Ich gehe damit aber eher lockerer um (vielleicht zu locker).

Hattet ihr das denn bei der Familienplanung ausdrücklich so vereinbart, dass sie sich quasi allein um die Kinder kümmert?
Und arbeitet Deine Frau (gegebenenfalls in Teilzeit) oder bleibt sie komplett daheim?

Wenn sie arbeitet und es nicht ausdrücklich so vereinbart war, dass die Kinder allein ihre Aufgabe sind, dann ist es doch rein objektiv betrachtet nachvollziehbar, dass sie von Dir eine entsprechende Beteiligung wünscht, oder etwa nicht?

Ich könnte jetzt den Sport reduzieren und mehr Pillen schlucken, jedoch bin ich so egoistisch geworden, dass ich das nicht machen werde. Gerade diese jahrelange Fremdbestimmtheit war Auslöser für diese Stoffwechselkrankheit.

Welche Fremdbestimmtheit? Verstehe ich das richtig? Du betrachtest den Umstand, dass Deine Frau von Dir erwartet, Dich in gewissen Umfang an Haushalt und Familienleben zu beteiligen, als Fremdbestimmung?

Rein statistisch ist es übrigens so, dass Männer mit Familie eine höhere Lebenserwartung haben als Männer ohne Familie. Dass familiäre "Fremdbestimmtheit" zwangsläufig zulasten der Gesundheit geht, kann also irgendwie nicht so stimmen.

Und ich mache nicht den 2. Fehler, meine neu erlangte Gesundheit wegen anderer (auch wenns die Familie ist), aufs Spiel zu setzen.

Deine Frau erwartet mit Sicherheit nicht, dass Du der Familie zuliebe Deine Gesundheit aufs Spiel setzt. Aber das was Du beschreibst, scheint mir doch deutlich über reinen Ausgleichssport zur Gesunderhaltung hinauszugehen.

In der Vergangenheit hab ich auch versucht, wieder abseits von einem Familienurlaub mehr Familienerlebnisse zu schaffen, ich hab mit meiner Frau nen Kletterkurs gemacht und hab vor, mit der Familie dann an den Wochenenden mehr Zeit bei gemeinsamen Aktivitäten im Freien zu verbringen anstatt nur Zuhause genervt rumzuhängen. Bislang machts allen Spaß, ich denke das bringt uns auch voran.

Und warum verfolgst Du diesen Weg dann nicht weiter, sondern drängst darauf, Dich losgelöst von der Familie neu zu erfinden?
 

Benutzer6428 

Doctor How
Mir fehlt da auch noch einiges an Information...gerade was das Miteinander angeht. Du fährst eine recht harte Linie und schreibst wenig emotional von deiner Frau. Ich kann auch nach wie vor nicht ergründen, wie ihr miteinander kommuniziert habt und aktuell kommuniziert...da muss ja mehr gewesen sein als mal kurz drüber reden, dass du Fremdgeknutscht hast...
Was war da eigentlich, dass deine Frau das mitbekommen hat?
 

Benutzer43798  (41)

Sehr bekannt hier
Das klingt alles sehr ichbezogen. Du schreibst kein Wort, wie sich deine Frau in der Ehe fühlt. Wir wissen nicht, wie die Gefühle bei euch sind. Und auch gehst du kein bisschen darauf ein, was deine Frau sich vielleicht wünscht.

Was ich lese ist eigentlich nur, dass du dich total auf dich konzentrierst. Hilfe in der Familie wird von dir gewünscht, aber du schiebst den Sport vor. Das begründest du mit deiner Gesundheit. Ja Gesundheit ist wichtig. Aber aktuell setzt du das zweitwichtigste in deinem Leben gnadenlos dafür aufs Spiel: deine Ehe. Und du schreibst zwar dass du dies oder jenes machen würdest, es dir aber zu viel Aufwand bedeutet.

Eigentlich willst du die Familie doch gar nicht mehr. Sie scheint dir nur behindernd zu sein und eigentlich würdest du dir doch lieber ein anderes Leben wünschen. So wirkt es jedenfalls.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Also wir reden schon miteinander, gerade in so Situationen. Es ist aber nicht einfach, die richtigen Worte zu finden die immer 100% passen. Wenns nur 80% sind können die 20% recht fatale Folgen haben.
Wie oft?
Wie lange?
Wie intensiv?
Gebt ihr euch BEIDE Mühe?
Ganz ehrlich..dieser Satz klingt so wie "Joa...klappt halt nie so ganz, ne? Da lass ichs halt lieber oder geb mir halt nicht so viel Mühe..."
Gerade zur Aufarbeitung müsstet ihr eigentlich mehrere Stunden schon beisammen gesessen und eure Gefühle ergründet haben.
 

Benutzer154731 

Verbringt hier viel Zeit
Gestern haben wir länger gesprochen, es ist schon so dass sie sich überfordert fühlt, sie auch den Anspruch hat, perfekt zu sein. Sie nur ihre Aufgaben sieht und das ICH dabei vergisst. Sie vermehrt einfordern muss, Zeit für sich zu haben und mit dieser Zeit auch was anzufangen. Wir gerne einen Tag ausmachen, an dem ich die Hausaufgaben übernehme und sie was anderes für sich macht
Na das ist doch schon mal ein Anfang. Und nicht wundern wenn sie die Zeit erst mal nur dazu nutzt um auf dem Sofa zu sitzen.
Ein neues Hobby kostet Kraft. Die hat man nicht, wenn man sich eh schon überfordert fühlt, dann ist ein Kurs einfach nur ne zusätzliche Verpflichtung und Stress.
Vielleicht bringt es ihr mehr, wenn sie statt dessen mit einer Freundin entspannt was essen oder trinken geht.
 

Benutzer43798  (41)

Sehr bekannt hier
Ich wiederhole mich: wichtig sind nicht stundenlange Auszeiten in denen ihr redet oder euch nur um euch kümmer. Wichtiger sind die täglichen 5 Minuten. Mal ganz direkt gefragt: wie oft fühlt ihr euch am Tag so als Paar? Wieviel Zeit nehmt ihr euch täglich um nur für euch zu sein? Ich spreche keineswegs über drei Stunden ogirasitschen Sex. Das sit in eurem Fall nciht möglich. Was ich meine ist das kuschelnd einschlafen. Das liebevolle Abschiedkuss. Umarmen während sie kocht. Auf dem Sofa kuscheln und Film sehen. Ein erotischer Blick beim vorbeigehen. Drei liebe Worte zwischendurch.

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