Elterngeld und Elternzeit

Benutzer38203 

Verbringt hier viel Zeit
Ich hab da jetzt mal eine konkrete Frage zum Elterngeld bzw. auch zur Elternzeit.
Ich möchte nach der Geburt für ca. zwei Jahre zuhause bleiben und würde deshalb das Elterngeld, was man ja nur für ein Jahr bekommt, auf zwei Jahre aufteilen und demnach die Hälfte bekommen.
Jetzt fängt aber die Elternzeit erst nach den 8 Wochen Mutterschutz an und somit ja auch das Elterngeld, oder?
Mein Freund und ich waren schon mal bei ProFamilia und dort meinte man, dass mein Freund auch zwei Monate Elternzeit machen könnte und hat uns dann vorgeschlagen dass er in den zwei Monaten zuhause bleibt, in denen ich ja noch in Mutterschutz bin.
Geht das so einfach?
Und wie wäre das dann mit dem Elterngeld? Bekommt er in den zwei Monaten dann 67% seines Lohnes und ich in der Zeit das Mutterschutzgeld?
:kopfschue ich versteh da nur noch Bahnhof :kopfschue
Fakt ist, ich möchte zwei Jahre zuhause bleiben und hätte in den ersten Monaten auch gern meinen Freund zuhause. Wie kann man das unter einen Hut bringen?
 

Benutzer35546 

Meistens hier zu finden
Hallo!

Du bekommst in den zwei Monaten nach der Geburt ja das Mutterschaftsgeld, aber auch Elterngeld, dass heißt aber: dein Mutterschaftsgeld wird auf das Elterngeld angerechnet! Oft kommt dann nicht viel mehr bei raus! Du kannst also Elterngeld beantragen vom 1. bis zum 24. Lebensmonat deines Kindes! Dein Partner kann natürlich auch Elterngeld beantragen und er kann auch die ersten beiden Monate nehmen! Er bekommt dann 67% seines Nettogehaltes, außer er splittet auch, so wie du es vor hast, dann eben 4 Monate mit der Hälfte!

Die ELternzeit hat in dem Sinne nicht wirklich was mit dem Elterngeld zu tun! Ihr müsst sie natürlich beantragen! Du könntest also 2 Jahr Elternzeit nehmen, bekommst solange ja auch das gsplittete Elterngeld und gehst dann wieder arbeiten, oder nimmst 3 Jahre Elternzeit und bekommst eben 2 Jahre dein Elterngeld! Im dritten Jahr müsst ihr euch also selber finanzieren!

Ich hoffe, man versteht das etwas... aber das ist alles ganz schön kompliziert! Ich musste mich da jatzt etwas reinversetzen, da ja meine Angestellte schwanger war! Puh...

Liebe Grüße, Lillaja
 

Benutzer8457 

Verbringt hier viel Zeit
daszu gibts auch noch ne ausnahme!
würde das ein gehalt unter 1000 netto bleiben würdet ihr mehr als 67% bekommen. ich glaube immer 1% mehr pro 2 euro unter den 1000.
würde man zb 996euro netto haben würde man meines wissens nach 69% bekommen! ist in sofern vielleicht interessant wenn einer noch in der ausbildung ist oder nur teilzeit arbeitet.....
 

Benutzer35546 

Meistens hier zu finden
Ja, das ist richtig! Das Geld würde aufgestockt werden! Habe ich erstmal nichts zu geschrieben, war nicht gefragt! Aber gut, dass du das schreibst!

Lillaja
 

Benutzer38203 

Verbringt hier viel Zeit
Na das ist nicht relevant, wir verdienen beide über 1000 Euro netto.
Allerdings hab ich zwei Teilzeitverträge, aber ich denke nicht dass das Auswirkungen hat, oder?

@Lillaja: Versteh ich das jetzt richtig, dass ich für mich und meinen Zukünftigen Elterngeld beantragen muss? Für mich für 24 Monate und für ihn für 2 Monate? Und das geht so einfach, also er bekommt auch Elterngeld, obwohl ich Mutterschutzgeld bekomme zur gleichen Zeit? Und nach den zwei Monaten geht er wieder normal arbeiten und bekommt volles Gehalt?
Was haben wir denn dann in den ersten zwei Monaten? Er 67% und ich?
 

Benutzer75021 

Beiträge füllen Bücher
Off-Topic:
Mal ganz vom Thema ab, wie wärs eigentlich mit einem SS-Tagebuch?? :engel: *wiedermitfiebernwill*
 

Benutzer38203 

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
Mal ganz vom Thema ab, wie wärs eigentlich mit einem SS-Tagebuch?? :engel: *wiedermitfiebernwill*
Off-Topic:
Ja kann ich schon machen. Bisher ist ja noch nicht so viel passiert. Ich hab bisher nur ein privates für mich geschrieben.
 

Benutzer75021 

Beiträge füllen Bücher
Off-Topic:
Ja kann ich schon machen. Bisher ist ja noch nicht so viel passiert. Ich hab bisher nur ein privates für mich geschrieben.
Off-Topic:
Das ist doch schon mal was. Wie gesagt, wäre bestimmt interessant...wie weit bist du denn genau?



Zum Elterngeld kann ich leider gar nix sagen, da kenn ich mich nicht aus. Meine Kinder wurden noch zu Erziehungsgeldzeiten geboren.
 

Benutzer35546 

Meistens hier zu finden
@Lillaja: Versteh ich das jetzt richtig, dass ich für mich und meinen Zukünftigen Elterngeld beantragen muss? Für mich für 24 Monate und für ihn für 2 Monate? Und das geht so einfach, also er bekommt auch Elterngeld, obwohl ich Mutterschutzgeld bekomme zur gleichen Zeit? Und nach den zwei Monaten geht er wieder normal arbeiten und bekommt volles Gehalt?
Was haben wir denn dann in den ersten zwei Monaten? Er 67% und ich?

Nein, du musst nicht für dich und ihn! Du kannst auch nur für dich eben die 12 oder 24 Monate nehmen! Er kann, wenn er will! Er könnte auch 7 Monate nehmen und du 7 Monate, das ist ganz egal!
Er bekommt unabhängig von dir Elterngeld! Du bekommst dann in den 2 ersten Monaten Mutterschaftsgeld und eventuell einen Teil Elterngeld und er die 67%!
Ja, er geht danach wieder normal arbeiten und bekommt sein gewohntes Gehalt! Er muss die Elternzeit aber 7 Wochen vor (geplantem) Beginn beim Arbeitgeber anzeigen, in den 7 Wochen vor der Geburt ist er dann auch kündigungsgeschützt! Bis 8 Wochen vor der Geburt könnte er noch gekündigt werden, also lieber danach erst sagen (ich weiß ja nicht, wie sein arbeitgeber das findet) :zwinker:

Liebe Grüße, Lillaja
 

Benutzer38203 

Verbringt hier viel Zeit
:engel:
Off-Topic:
na da gibts doch sicher auch schon einiges, was passiert...oder? :zwinker: wächst der bauch schon?
Off-Topic:
Was muss ich denn machen um eins schreiben zu können? Irgendwas beantragen? Ne, der Bauch hat bis jetzt noch nicht zugelegt, bis eben auf das was vorher schon dran war :schuechte
 

Benutzer75021 

Beiträge füllen Bücher
Off-Topic:
Was muss ich denn machen um eins schreiben zu können? Irgendwas beantragen? Ne, der Bauch hat bis jetzt noch nicht zugelegt, bis eben auf das was vorher schon dran war :schuechte
Wende dich an einen Mod, das SS-Tagebuch wird dann freigeschaltet.
 
9 Monat(e) später

Benutzer35546 

Meistens hier zu finden
So, den karme ich auch mal wieder raus!

@Miss Marple

Ich kopier dir hier mal etwas rein, die Quelle ist www.bmfsfj.de da findest du noch weitere nützliche Infos!

Wie werden Einnahmen, die nicht Erwerbseinkommen
sind, berücksichtigt?


Nicht zum Erwerbseinkommen zählen zum Beispiel
Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld, Renten, Stipendien,
BAföG oder Arbeitslosengeld II. Wird in dem für die
Einkommensermittlung maßgeblichen Zeitraum vor der
Geburt zeitweilig Erwerbseinkommen und zeitweilig etwa
wegen Arbeitslosigkeit kein Erwerbseinkommen bezogen,
vermindern sich grundsätzlich das für die Berechnung
zugrunde zu legende durchschnittliche Erwerbseinkommen
und entsprechend das Elterngeld.

Wie wird das Elterngeld berechnet?

Der Anspruch auf das einkommensabhängige Elterngeld
berechnet sich nach dem bereinigten Nettoeinkommen
der Antragstellerin oder des Antragstellers.
Ausgangspunkt ist das persönliche Erwerbseinkommen
der letzten zwölf Kalendermonate vor der Geburt des
Kindes, für dessen Betreuung jetzt Elterngeld beantragt
wird. Bei der Bestimmung der zwölf Kalendermonate werden
Monate mit Bezug von Mutterschaftsgeld oder Elterngeld
sowie Monate, in denen aufgrund einer schwangerschaftsbedingten
Erkrankung das Einkommen gesunken ist,
grundsätzlich nicht mitgezählt.
Statt dieser Monate werden zusätzlich weiter zurückliegende Monate zugrunde gelegt.
Zum Einkommen zählen auch die Entgeltansprüche während
eines Urlaubs oder einer Krankheit, nicht aber beispielsweise
das Urlaubsgeld und das Krankengeld.

Nichtselbstständig Beschäftigte

Nicht berücksichtigt werden im Rahmen des Bruttoeinkommens
ähnlich wie beim Mutterschaftsgeld sonstige Bezüge
(Einmalzahlungen).
Zur Berechnung des bereinigten Nettoeinkommens
werden bei nichtselbstständig Beschäftigten (insbesondere
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie
Beamtinnen und Beamten) von dem so ermittelten Bruttoeinkommen
Lohnsteuer und Sozialabgaben gemäß der
monatlichen Lohn- oder Gehaltsbescheinigung abgezogen.
Der Arbeitgeber ist verpflichtet, den bei ihm beschäftigten
Elterngeldberechtigten Bescheinigungen über das
Arbeitsentgelt und die Arbeitszeit auszustellen.
Da sich die Höhe des Elterngeldes an dem vor der Geburt
des Kindes verfügbaren Erwerbseinkommen orientiert, ist
auch ein Abzug für Werbungskosten vorzunehmen.
Werbungskosten sind Aufwendungen, die zur Einkommenserzielung
aufgebracht werden und daher nicht für die allgemeine
Lebensführung zur Verfügung stehen. Im Interesse
einer einfachen Antragstellung werden diese Kosten mit
einem Zwölftel des steuerlichen Arbeitnehmer-Pauschbetrags
abgezogen. Das sind monatlich 76,67 Euro.

Und AHA ... ganz wichtig:

Auch Auszubildende und Studierende erhalten Elterngeld.
Die jeweilige Ausbildung muss nicht unterbrochen werden.
Auf die Zahl der Wochenstunden, die für die Ausbildung
aufgewendet werden, kommt es, anders als bei der Erwerbsarbeit,
nicht an.

Also kann dein Freund studieren und trotzdem Elterngeld beziehen!!
Nur die Betreuung des Krümels muss dann gesichert sein!

Erkundigt euch doch mal, ob die UNi vielelicht nen Kindergarten hat!
 

Benutzer35546 

Meistens hier zu finden
@kürsche

Elterngeld bei Teilzeitarbeit

Teilzeitarbeit steht dem Anspruch auf Elterngeld nicht
entgegen, solange sie nicht mehr als 30 Wochenstunden im
Durchschnitt eines Monats beträgt.
Weil sich die Höhe des Elterngeldes an der Höhe des wegfallenden
Einkommens orientiert, ist das Einkommen aus
der Teilzeitarbeit in die Berechnung des Elterngeldes mit
einzubeziehen.
In diesen Fällen erhält die Betreuungsperson
67 Prozent der Differenz zwischen dem vor und dem
nach der Geburt zu berücksichtigenden Einkommen. Als
bereinigtes
Nettoeinkommen vor der Geburt werden maximal
2.700 Euro zugrunde gelegt.

Beispiel:
Der Vater hat vor der Geburt ein bereinigtes Nettoeinkommen von
3.000 Euro und nach der Geburt von 1.000 Euro. Dann beträgt die Differenz
zwischen dem Höchstbetrag für das Einkommen vor der Geburt
(2.700 Euro) und dem Einkommen nach der Geburt (1.000 Euro) 1.700 Euro.
Sein Elterngeld beläuft sich auf 1.139 Euro (67 Prozent von 1.700 Euro).

Beispiel:
Das bereinigte Nettoeinkommen der Mutter beträgt vor der Geburt des Kindes 700 Euro. Die Geringverdienergrenze liegt bei 1.000 Euro. Daraus ergibt sich eine Differenz von 300 Euro. Diese Differenz führt dazu, dass sich die Ersatzrate um 15 Prozent auf 82 Prozent erhöht. Das Elterngeld der Mutter beträgt also 82 Prozent des wegfallenden Einkommens.

Rechenweg:
300 Euro geteilt durch 2 Euro gleich 150 Euro
150 mal 0,1 Prozentpunkte gleich 15 Prozentpunkte
67 Prozent plus 15 Prozentpunkte gleich 82 Prozent

Die Aufnahme einer Teilzeitbeschäftigung während des
Elterngeldbezuges ist der Elterngeldstelle umgehend mitzuteilen.
Diese kann dann das Elterngeld nötigenfalls neu
berechnen. Das Elterngeld für die Monate ohne Erwerbstätigkeit
und für die Monate mit Teilzeitbeschäftigung wird
gesondert berechnet.

Alles andere per PN, ok?
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren