Eltern Pflegefall - helfen?

Bei der Pflege der Eltern helfen?

  • ja bin m: könnte es mir vorstellen

    Stimmen: 5 12,2%
  • nein bin m: könnte es mir nicht vorstellen

    Stimmen: 7 17,1%
  • ja bin w: könnte es mir vorstellen

    Stimmen: 18 43,9%
  • nein bin w: könnte es mir nicht vorstellen

    Stimmen: 11 26,8%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    41
  • Umfrage geschlossen .

Benutzer71489 

Benutzer gesperrt
Wenn Eure Eltern ein Pflegefall wären und ihr in der Nähe wohnen würdet, könnte ihr euch vorstellen bei der Pflege mitzuhelfen?
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Kommt darauf an, was "mitzuhelfen" bedeutet. Ich würde sicherlich dann mal für sie einkaufen gehen oder ähnliches. Aber wirklich bei der Pflege zu helfen, dafür bin ich nicht ausgebildet und würde es eher Fachkräften überlassen. Natürlich fehlt auch die Zeit für eine ordentliche Pflege, meinen Beruf würde ich dafür nicht aufgeben, hab schließlich auch noch ein Leben vor mir und auch eine Rente, die ich irgendwie überstehen muss.
 
M

Benutzer

Gast
Je nach Stärke der Pflegebedürftigkeit würde ich entweder mithelfen, oder dies komplett ausgebildeten Fachkräften überlassen.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ja, wenn dies möglich ist, und in dem Rahmen, wie ich mich für fähig dazu halte - natürlich. Ich fände es ganz schön herzlos, die Eltern, die mich aufgezogen und unterstützt haben, dann hängen zu lassen. Auch, wenn man betrachtet, wie die beiden sich um ihre Verwandtschaft in älteren Generationen gekümmert haben.
 

Benutzer75021 

Beiträge füllen Bücher
Ich würde es auch versuchen. Kommt ja auf den Rahmen der pflegebedürftigkeit an. Man kann die Eltern gut zu Hause pflegen und einen amb. Dienst hinzuziehen.
Wäre das Elternteil dement, würde ich jedoch überlegen ob eine Unterbringung in einem speziellen Heim für ihn/sie nicht besser wäre.
 

Benutzer90972 

Team-Alumni
ich würde es für meine eltern tun und tue es auch momentan für meinen opa (bzw. unterstütze meine mutter dabei). mein opa hat demenz und eine pflegestufe. wir werden von einer sozialstation unterstützt, ohne diese könnten wir das gar nicht bewältigen und er müsste ins heim. und genau das ist etwas, was ich niemandem aus meiner familie antun möchte (meine mutter sieht das genauso). sicherlich gibt es schöne einrichtungen, aber ich würde mich fühlen, als würde ich meinen opa abschieben und ihn nur noch aufs ende warten lassen.
für mich ist es selbstverständlich bei einem pflegefall in der familie zu helfen, auch wenn es nicht immer einfach ist.
 

Benutzer16100 

Meistens hier zu finden
Ich denke ich würde mir (wenn ich Eltern hätte zu denen ich Kontakt hätte) die Pflege so weit wie möglich mit einem ambulanten Pflegedienst teilen.

Ich habe aber keinen Kontakt zu meinen Eltern und demzufolge weiß ich nicht, wie es ihnen geht, wo sie wohnen...weiß ich auch nicht wirklich. Nicht mehr jedenfalls. Da ich auch wenig bis keine positiven Erinnerungen mit ihnen verbinde und das alles sehr schwierig ist wüsste ich nicht wie ich reagieren würde, wenn es darum gehen würde mich um sie zu kümmern..denn sie haben es auch nicht getan.
 

Benutzer59943  (39)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Ich würde zumindest mein möglichstes tun, um zu helfen. Aber ganz alleine würde ich mir das niemals zutrauen!
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich würde schon im Rahmen meiner Möglichkeiten und ohne Aufgabe meines eigenen Lebens bei der Pflege helfen oder zumidest andere Tätigkeiten im Haushalt für sie durchführen und die Pflege bis auf Kleinigkeiten z.B. einem ambulanten Pflegedienst überlassen, weil entsprechend ausgebildete Leute das sicherlich deutlich besser können als ich.

Es ist aber doch ziemlich wahrscheinlich, dass all das wegen zu großer räumlicher Entfernung nicht möglich sein wird.
 

Benutzer98230 

Öfters im Forum
Ich halte es wie die meisten hier: Einkaufen, Verwaltungs- und Behördengänge würde ich übernehmen. Eine körperliche Pflege werde ich nicht leisten können. Ich würde es auch nicht als "Abschieben" ansehen, sie ins Heim oder betreutes Wohnen umziehen. Da ist immer etwas los, es gibt Veranstaltungen und Gesellschaft. Das sind Dinge, die den Geist und das Gemüt fit halten und verhindern bzw. hemmen, dass sie mental immer weiter abbauen, bis sie nur noch vor sich hin atmen und koten. Die Menschen werden sowieso schon viel zu alt, zumindest älter, als ihnen gut tut. Da muss man ihnen auch die Möglichkeit geben, sich mit ihresgleichen zusammenzutun.

Folgendes Szenario:
Morgens ne Stunde früher aufstehen, evtl. mit nem Pflegedienst die Eltern waschen, ankleiden, Frühstücken, Kinder in die Schule verabschieden, zur Arbeit fahren, abends wiederkommen. Derweil kommen Mittags die Kinder nach Hause (ach nein, gibt ja mittlerweile Ganztagsschulen), während meine Frau vormittags einkaufen war und den Haushalt geschmissen hat, evtl. sogar selber arbeiten war. Fazit: Mama vormittags alleine.
Nachmittags müssen die Kinder Hausaufgaben machen, zum Fußball, Klavier und Spielkameraden gefahren werden. Fazit: Mama nachmittags alleine.
Dann Abendessen, Nachrichten gucken und von der Arbeit entspannen, evtl. gemeinsam Fernseh gucken. Pflegebedürftige sind dann auch schon so müde, dass man sie vorher schon für die Nacht vorbereitet hat und sie dann schlafen. Fazit: Mama abends am schlafen.

Da frag ich mich doch: Wenn noch ein bisschen Mobilität und geistige Kapazität vorhanden ist, warum soll das zu Hause verkümmern? Da verzichte ich lieber auf meinen Urlaub und helfe bei der Finanzierung einer "artgerechten" Unterkunft und Pflege. Wenn ich dann meine Eltern besuche, dann widme ich mich auch zu 100% für die Zeit des Besuchs nur meinen Eltern. Ich weiß nicht, ob ich das zu Hause tun würde, wo ich noch so viele Baustellen habe und sie nur zugucken können, wie ich von der Küche in die Garage hechte und das Kinderzimmer neu tapeziere. Wir sind dann zwar "zusammen" in einem Haus, aber verbringen doch nicht wirklich Zeit miteinander. Außer bei den Mahlzeiten. Und im schlimmsten Fall nicht einmal dabei.
 

Benutzer26398 

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Wenn Eure Eltern ein Pflegefall wären und ihr in der Nähe wohnen würdet, könnte ihr euch vorstellen bei der Pflege mitzuhelfen?
Sagen wir mal so - vielen Personen wird kaum etwas anderes übrig bleiben selbst wenn sie nocht wollen... es sei denn sie schwimmen im Geld!

Persönlich hab ich ein eher schlechtes Verhältnis zu meinen Eltern - somit ist die Vorstellung das ich sie pflegen "müsste" eine Vorstellung die ich lieber erstmal beiseite schiebe...
 

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
Sagen wir mal so - vielen Personen wird kaum etwas anderes übrig bleiben selbst wenn sie nocht wollen... es sei denn sie schwimmen im Geld!

Nö, so stimmt das nicht. Die Pflegekosten werden -je nach Pflegestufe in unterschiedlicher Höhe- von der Pflegeversicherung gezahlt. Sollte eine Unterbringung in einem Heim notwendig sein, schaut man zuerst auf die Höhe der vorhanden Rente. Sollten Kinder gut verdienen, wird ihr Einkommen auch herangezogen...verdienen sie wenig, zahlt das Amt die Differenz für die Heimkosten.
 

Benutzer26398 

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Off-Topic:
Nö, so stimmt das nicht. Die Pflegekosten werden -je nach Pflegestufe in unterschiedlicher Höhe- von der Pflegeversicheurng gezahlt. Sollte eine Unterbringung in einem Heim notwendig sein, schaut man zuerst auf die Höhe der vorhanden Rente. Sollten Kinder gut verdienen, wird ihr Einkommen auch herangezogen...verdienen sie wenig, zahlt das Amt die Differenz für die Heimkosten.
ok angenommen... "gut verdienen" ist allerdings relativ... manche benötigen das Geld auch für sich bzw. es ist bereits verplant bzw. sie sind "geizig". Auch gibt es sicher Leute die nicht zusehen wollen wie ihr "Erbe" für die Pflege draufgeht...
 

Benutzer85918 

Meistens hier zu finden
Bisher haben wir alle "Pflegefälle" in der Familie unterstützt, soweit es nur ging - das fing vor ca. 5 jahren bei meiner uroma (damals 91) an, da haben es sich meine tanten, meine Mutter, meine Cousine und ich geteilt, vor zwei Jahren war meine Uroma so dement, dass wir alle vier Stunden nach ihr gesehen haben und das teilweise auch Nachts. Irgendwann ging es aber mit der familiären Pflege nicht mehr, sodass wir ein Pflegedienst um Hilfe gebeten haben.

Meine Oma haben wir auch sehr unterstützt, regelmäßig für sie Eingekauft, Dinge erledigt, die Wohnung in Schuss gehalten usw.

Bräuchten meine Eltern Hilfe würden sie diese selbstverständlich und anstandslos von mir bekommen, denn immerhin haben sie auch mir geholfen, als ich ihre Hilfe benötigte.
 

Benutzer72833 

Verbringt hier viel Zeit
Das ist für mich selbstverständlich. Meine Eltern haben sich jahrelang liebevoll um mich gekümmert als ich bedürftig war (als Baby und Kind) und ich finde, Kinder sollten auch für ihre Eltern da sein wenn sie später im Alter pflegebedürftig sind.
 

Benutzer16100 

Meistens hier zu finden
Off-Topic:
Ich denke das Thema ist schwieriger, als es im ersten Moment erscheint. Ich habe meine Diplomarbeit über Häusliche Pflege und Sterbebegleitung geschrieben- und dabei Ideal und Realität verglichen. Dazu kommen meine Erfahrungen, die ich während meiner Arbeit auf der Akutgeriatrie- Station sammeln durfte. Es ist ein Drahtseilakt zwischen den Erwartungen der Gesellschaft, der "zu Pflegenden", der eigenen Familie. Ich habe sehr sehr viele Angehörige erlebt, die die Pflege der Eltern seelisch aber auch körperlich an die Grenzen ihrer Kräfte (und darüber hinaus) getrieben hat. Ich sage nicht, dass es unmöglich ist- je nach Schweregrad der Pflegebedürtigkeit ist es sicher gut händelbar- aber ich denke es wird unterschätzt.
 

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
Off-Topic:
Ich denke das Thema ist schwieriger, als es im ersten Moment erscheint. Ich habe meine Diplomarbeit über Häusliche Pflege und Sterbebegleitung geschrieben- und dabei Ideal und Realität verglichen. Dazu kommen meine Erfahrungen, die ich während meiner Arbeit auf der Akutgeriatrie- Station sammeln durfte. Es ist ein Drahtseilakt zwischen den Erwartungen der Gesellschaft, der "zu Pflegenden", der eigenen Familie. Ich habe sehr sehr viele Angehörige erlebt, die die Pflege der Eltern seelisch aber auch körperlich an die Grenzen ihrer Kräfte (und darüber hinaus) getrieben hat. Ich sage nicht, dass es unmöglich ist- je nach Schweregrad der Pflegebedürtigkeit ist es sicher gut händelbar- aber ich denke es wird unterschätzt.

Natürlich wird es unterschätzt...hier im Thread ist es ja auch nur ein rein theoretisches und unverbindliches Beispiel, bei dem man danach gehen kann, was man selber idealerweise gerne hätte...also alles soll quasi beim alten bleiben, und trotzdem sollen Mutter oder Vater gut gepflegt werden.

Die Unschönen Fragen stellt man sich eh nicht...also z. B. auf wieviel Einkommen man zu verzichten bereit ist, da man die Zeit für die Pflege ja schließlich irgendwo her nehmen muss. Wenn einem klar wird, wieviel Zeit man faktisch opfern müsste, um die vorher vertretenen hohen und sehr politisch korrekt klingenden Ansprüche erfüllen zu können, werden viele Ideale eh über den Haufen geworden, und eher egoistische Dinge wie "Ich habe doch nicht studiert, um zu pflegen" dürften vielen durch den Kopf gehen.
 
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