Einsam trotz großer Offenheit

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Ich wollte mich hier nur mal ein wenig ausheulen, damit ihr wisst, wie ich mich fühle.

Denn ich stecke in einer Situation, in der ich wahrscheinlich nie raus kommen werde, da ich es selber nicht verstehe. Ich bin ein sehr einsamer Mensch, der ein sehr isoliertes Leben lebt. Fast mein komplettes Leben verbringe ich zuhause in meinem Zimmer, auch wenn ich jetzt allein wohne. Die Außenwelt ist für mich mit der Zeit durch Enttäuschungen und Realisierungen immer uninteressanter geworden.

Ich hatte mal viele Freunde doch diese sind mit der Zeit und wegen verschiedenen Wegen auch weniger geworden. Ich war auf einer Jungs-Realschule und hatte daher nie wirklich Kontakt zu Mädels.

Ich bin ein toller Mensch, der zwar Komplexe hat, aber trotzdem charakterlich sehr vorbildlich ist in einigen Dingen. Das haben mir schon viele gesagt. Trotzdem bin ich sehr unglücklich. Ich habe eine soziale Phobie und Depressionen schon seit langer Zeit.

Die Sache ist die, ich bin eigentlich ein sehr offener Mensch. Auch sexuell. Ich kann mir vorstellen, eine offene Beziehung zu haben, Sachen wie Partnertausch oder Swingerclubs zu machen, und weitere sexuelle Abenteuer zu erleben. Doch das alles passiert nur in meinem Kopf, da das nicht zu meinem Verhalten passt. Und das macht mich so extrem traurig und frustriert, da ich es einfach nicht kann. Ich kriege auch oft eine extreme Wut auf mich selbst. Ich schaffe es nicht mal, hallo zu sagen, wenn ich jemanden sehe der mir gefällt. Wie soll ich da jemals jemanden finden?

Und ja ich weiß, einen Partner zu haben ist nicht alles. Nur hab ich es schön langsam so nötig, dass mir meine Hand nicht mehr hilft. So blöd sich das auch anhört. Es raubt mir den letzten Nerv, ich kann an nix anderes denken, egal wie sehr ich mich mit anderem Zeug ablenke.
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
ich nehme an,du bist in behandlung wegen deiner erkrankungen?
mMn werden deine probleme in bezug auf soziale kontakte etc sich erst lösen lassen,wenn du gesundest.
 
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Gast
War ich mehrmals, bringt mir nix. Auf das Thema will ich jetzt auch nicht eingehen, hab darüber schon oft genug diskutiert. Bin kein großer Fan von Psychotherapeuten hab da auch meine Gründe dafür.
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
mit behandlung meine ich nicht nur psychotherapie,sondern auch medikamentöse behandlung und all die (nicht-medikamentösen) verhaltens"regeln",die man bei derartigen krankheiten so gut wie möglich einhalten sollte.

es tut mir leid,aber ich sehe grad nicht,wie man dir helfen könnte,wenn die ursache deiner kontaktprobleme deine krankheiten sind...
 
G

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Gast
Vielleicht mit Gesprächen und nicht mit Denkweisen wie "du bist krank, nimm xy Tabletten dann sind alle deine Sorgen weg".
 

Benutzer138371  (40)

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Ich glaube aber auch, nach der Aussage, dass es nie was gebracht hat, ob es dann nicht wirklich an dir auch liegt, dass du es innerlich vielleicht auch gar nicht willst??

Kann das sein?

Wenn ich wirklich will, dann nehme ich Hilfe von Leuten an, die sich wirklich mit sowas auskennen, und wissen wie man das angeht.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass du den Rest deines Lebens in einem Kammerl verbringen willst??

Was machst du dann beruflich????
 

Benutzer71015 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Vielleicht mit Gesprächen ...
Aber genau das machen doch Therapeuten... Kann es sein, dass du da einfach mal an den Falschen geraten bist?
Bei Depressionen allerdings, ist eine medikamentöse Unterstützung durchaus angeraten.

Ansonsten siehst du ja eigentlich selbst, was das Problem ist. Dass die (Schul-)Freunde verschiedene Wege gehen, ist normal und dass Kontakte abflauen, wenn man sich nicht drum kümmert, auch. Wenn du nur zu Hause sitzt, wird es auch schwierig, neue Leute kennenzulernen, die zu Freunden werden könnten. Also hilft nur, rausgehen, verabreden, alte Freundschaften auffrischen, Hobbys suchen, zu Usertreffen fahren... Möglichkeiten gibt es viele, deinen Schweinehund überwinden musst du im Endeffekt allein.
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
Vielleicht mit Gesprächen und nicht mit Denkweisen wie "du bist krank, nimm xy Tabletten dann sind alle deine Sorgen weg".
so einen stuss würde ich niemals von mir geben.so läuft das natürlich nicht.psychische erkrankungen werden am besten multimodal behandelt.
und btw,gespräche werden zb in gesprächstherapien auch geboten.

oder was für ein gespräch meinst du jetzt?dass wir dir hier durch kommentare dein problem lösen können?falls ja:sehe ich eben nicht so,da wohl deine krankheiten die ursache deiner probleme darstellen.

ich selbst kenne mich mit vielen psychischen erkrankungen bestens aus,also nicht dass du denkst,ich wüsste nicht,wovon wir hier sprechen (meine ersten depressionen hatte ich bereits als kind).
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Es ist eigentlich nichts schlechtes, wenn dein Charakter sich deiner Phobie nicht unterordnet. Bei manchen ist es ja so, dass der Charakter sich dann an die Phobie anpasst und der Mensch selbst nicht mehr weiß, was er eigentlich wirklich nicht will oder wovon ihn die Phobie zurückhält. Insofern: Sieh's positiv und sieh's als Motivator, was an deinem Problem zu tun. Manchmal muss man einfach auch recht frustriert sein um die Kraft zu sammeln, um an dem Grundproblem zu arbeiten.

Dass die Therapien bisher nicht geholfen haben, finde ich schade, aber das lag vllt auch daran, dass du nicht die richtige Therapie, nicht den richtigen Therapeuten hattest, oder selbst noch nicht am richtigen Ort warst (geistig) um dich auf sowas einzulassen. Wie sahen deine Therapieerlebnisse denn bisher aus? Depressionen und soziale Phobie sind doch (meines Wissens) mit Gesprächs- oder Verhaltenstherapien recht gut behandelbar.
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wenn du nur zu Hause sitzt, wird es auch schwierig, neue Leute kennenzulernen, die zu Freunden werden könnten. Also hilft nur, rausgehen, verabreden, alte Freundschaften auffrischen, Hobbys suchen, zu Usertreffen fahren... Möglichkeiten gibt es viele, deinen Schweinehund überwinden musst du im Endeffekt allein.
und genau an der stelle drehen wir uns im kreis,da seine sozialphobie es ihm ja schon schwer bis unmöglich macht,überhaupt das haus zu verlassen...daher sehe ich eine umfassende behandlung seiner erkrankungen als einzigen weg an,seine probleme in den griff zu bekommen.
und:je öfter depressionen auftreten,desto leichter kehren diese immer wieder zurück...allein das wäre für mich an stelle des TE anlass genug,mir erneut einen fähigen therapeuten und psychiater zu suchen.
aber gut,wollen muss man es selbst...
 

Benutzer28811  (32)

Meistens hier zu finden
Felicia80 Felicia80 hat eigentlich den wichtigsten Punkt schon vorneweg genommen. Gesund werden sollte deiner Priorität 1 sein (sind Depression und Sozialphobie eigentlich so diagnostiziert worden?). Denn sonst fällst du bei jedem kleinen Rückschlag etc. sofort wieder in die gewohnte Spirale zurück. Der Weg ist steinig und gesät von Selbstzweifeln, ich weiß, aber du kannst es natürlich schaffen gesund und glücklich zu werden:smile:

such dir einen Therapeuten, der zu dir passt. Lass dich auf Wartelisten setzen und versuche dein Leben bis du einen Platz hast (wenn es nicht sofort klappt) in kleinen Schritten positiv zu beeinflussen. Tu dir etwas gutes, liebe dich selbst und lobe dich für jeden Fortschritt. Fedora Fedora hat schon tolle Tipps und Anregungen gegeben. Versuche aktiv zu sein, im Rahmen deiner Möglichkeiten. Aktiv etwas zu verändern fühlt sich eigentlich immer besser an als passiver Zuschauer des eigenen Lebens zu sein.

Dein Leben ist noch nicht vorbei, du brauchst einfach die richtige Hilfe und den Willen gesund zu werden und dein Leben zu verändern. Wie wäre es denn mit Mannschaftssport? Fußball? Handball? Volleyball? da lernt man schnell neue Leute kennen. Oder ein Single Tanzkurzs.. wenn dir das noch zuviel ist, fang klein an nimm dir vor jemanden zumindest anzulächeln der dir gefällt beim nächsten Mal:smile:

Ich wünsche dir, dass du bald einen geeigneten Therapeuten findest und dir klar machst, dass du noch alle Chancen der Welt hast. Du kannst noch alles machen und alles werden was du möchtest. Schritt für Schritt..für dich.
 

Benutzer161456 

Sehr bekannt hier
Wenn man sich ein Bein bricht, geht man zum Arzt und lässt sich einen Gips geben.
Dasnn gesundet das Bein.
Den Willen, anschließend durch Sport die Muskeln wieder aufzubauen, musst du aber selber entwickeln, sonst bleibt das Bein für immer schwach.

Genau so ist es auch mit psychischen Verletzungen.
Hier können dich Psychopharmaca zwar wieder aufrichten und dir die Möglichkeiten geben, wieder Lebensfreude und Kraft zu tanken.

Doch die eigentliche Arbeit kommt erst danach, ....an dir zu arbeiten (zB. In einer Psychotherapie) und dies auch zuzulasen.
 
G

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Hallo es tut mir leid, war gestern nicht in der Stimmung zu antworten.

Also ich glaube ich muss nochmal ein paar Worte ergänzen:
1.) Ich war schon mehrmals in Therapie, ganz am Anfang hatte ich dadurch sogar noch Erfolgserlebnisse und es ging mir lange Zeit recht gut. Mittlerweile bin ich vom Wissensstand schon etwas weiter und ich habe selbst auch gute Kenntnisse mit psychologischen Themen, kenne mich ziemlich gut aus über all die verschiedenen Krankheitsbilder. Durch meine vielen Therapien habe ich nun auch schon so viele Sachen gehört, dass das alles für mich nichts Neues mehr ist. Es klingt vielleicht komisch und sogar arrogant, aber mir können Therapeuten und Ärzte einfach nichts mehr sagen, was ich selber nicht schon weiß. Auch wenn das oft sehr sinnvolle Sachen sind, aber um ganz ehrlich zu sein, ich habe das alles schon irgendwie aufgegeben.

Ich habe einfach keine Kraft mehr, alles erscheint so sinnlos. Heute morgen habe ich sogar aktiv im Internet nach Selbstmordmöglichkeiten gesucht, so fertig bin ich mit der Welt... und trotzdem kann ich noch behaupten, klar denken zu können. Ich weiß ja, was mir helfen würde, aber das sind meist Sachen, bei denen ich mich extrem unwohl fühlen würde und bei denen ich mich total verstellen müsste.

Und noch etwas wegen meiner sozialen Phobie: Es ist ein komischer Fall bei mir. Ich habe keine Angst vor dem Rausgehen, mich unter Leute zu begeben, ich habe da sogar ein ziemlich gesundes Selbstbewusstsein, sodass mich die anderen Menschen gar nicht wirklich interessieren. Das einzige soziale Problem, das ich habe ist, dass ich einfach überhaupt nicht mit anderen Menschen in Kontakt kommen kann, ihnen auch richtig aus dem Weg gehe. Nicht weil ich Angst vor ihnen habe, sondern weil ich Angst vor mir selbst habe, dass ich wie so oft vorher schon alles vermassel, da ich mich in Gesprächen immer total tollpatschig anstelle und immer sehr nervös werde. Der direkte Kontakt mit Menschen ist bei mir das einzige Problem.
 
G

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Ich mache zurzeit eine schulische Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten, und als Hobby zocke ich halt sehr gerne. Ich fahr auch sehr gern mit dem Auto rum und spiel Poker oder andere Sachen. Ab und zu besuche ich auch Freunde bzw bekomme Besuch, aber ziemlich selten.
 

Benutzer82097 

Verbringt hier viel Zeit
Hallo NagiNago!

also ich habe auch Soziale Phobie gehe damit aber etwas offensiver um. Kann mich aber sehr gut in dich hinein versetzten da auch ich vor Jahren gesagt habe das ich am liebsten nur zuhause wäre .... da wo es schön sicher ist.

Gibt es bei dir in der nähe vielleicht eine Selbsthilfegruppe zum Thema Angst und/oder Soziale Phobie?

Sowas wurde mich sehr empfohlen und die Gruppe hat mir mit der Zeit auch gut weiter geholfen.

Veränderungen brauchen Zeit. Es kommt aber darauf an das man etwas macht. Immer nur das gleiche machen und darauf zu hoffen das sich was ändert wäre Wahnsinns. Es wäre doch schon mal gut wenn du einfach mal öfter dein Zimmer verlässt. Mache einen Spaziergang durch den Wald, gehe wo schwimmen. Alleine das ist schon ein Schritt. Einer von vielen Schritten.

Auch wenn du dich so fühlst als ob alles Sinnlos wäre. Das ist es nicht. Du kannst was an dir ändern.

Was für Enttäuschungen hattest du denn die dich so geprägt haben?
 
A

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Die Sache ist die, ich bin eigentlich ein sehr offener Mensch. Auch sexuell. Ich kann mir vorstellen, eine offene Beziehung zu haben, Sachen wie Partnertausch oder Swingerclubs zu machen, und weitere sexuelle Abenteuer zu erleben. Doch das alles passiert nur in meinem Kopf, da das nicht zu meinem Verhalten passt.
na da hast du die lösung doch schon - überwinde dich, dein verhalten zu ändern, sodass es sich mit deinen vorstellungen und wünschen deckt.
 
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