Ein Studium - und dann viel Geld?

Benutzer4590 

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Als Dolmetscherin für Gebärdensprache wirst du ganz bestimmt nicht reich. Ich könnte meinen Kopf drauf verwetten, dass die 5000€ netto, die deine Bekannte angeblich verdient, nicht stimmen. Leute labern viel, wenn der Tag lang ist.

Was mir grade eingefallen ist, wenn die Bekannte aus der Schweiz kommt, könnte das Gehalt u.U. möglich sein - dann muss man aber miteinbeziehen, dass die Lebenshaltungskosten in der Schweiz um einiges höher sind als hier in Deutschland, und dass das Gehalt dem angepasst ist. D.h. im Endeffekt sind 5000€ dort dann doch wieder nicht ganz so fürstlich, wie sie klingen (aber immer noch gut). (Oder die TS hat doch einfach nur ganz banal brutto und netto verwechselt. :zwinker: )

@Shakira

Wie schon mal gesagt, ich würde dir dringend empfehlen, dich mal über Gehälter zu informieren, vor allem, wenn du schon selber sagst, dass dir gar nicht klar war, wieviel 5000€ Nettoverdienst eigentlich sind. Du solltest schon mit einer einigermaßen realistischen Vorstellung vom möglichen Verdienst an deine Studien- und Berufswahl herangehen. Und wenn du dich später um eine Stelle bewirbst, wirst du auch nach deinen Gehaltsvorstellungen gefragt werden, und dann eine völlig überzogene Summe zu nennen kann dich unter Umständen die Stelle kosten.
 

Benutzer39498 

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Einstiegsgehalt Consulting Branche: 45.000-55.000/Jahr (netto).
Einstiegsgehalt Pharmabranche/Forschung/Produktmanagement: 40.000-43.000/Jahr (netto)
Einstiegsgehalt Finanzdienstleister: 42.000 bis 50.000 (netto)

Woher die Meinung kommt, das 5000 Euro im Monat (netto) uuuunglaublich viel sind, wüsste ich gerne. Klar, in Ausbildungsberufen und klassischen Lehr- und Beamtenfunktionen ist das sicherlich NICHT die Regel, im öffentlichen Dienst auch nicht. In der freien Wirtschaft, explizit im Finanzwesen (mit Hochschulabschluss), der Pharmaindustrie (insbesondere mit Promotion) und der Wirtschafts- und Finanzberatung aber schon.

Und auch wenns einigen nicht schmeckt, wenn das persönliche Ziel ist, ordentlich Geld zu verdienen, und man sich dafür motivieren kann und in diesen Bereichen auch großes Interesse hat, dann ist es durchaus sinnvoll, in die Richtung zu gehen.

Und das sind alles nur Einstiegsgehälter. Im Personalwesen bzw. HR Management, Beratung, Private Equity usw. sind später mit Berufserfahrung Gehälter über 100.000 Euro im Jahr NETTO kein Wunderwerk! :tongue:

5000 Euro Netto mögen viel klingen, wenn man eine kaufmännische Ausbildung macht oder ein Lehramtsstudium oder selbst ein Medizinstudium (ja, auch da sind die Einstiegsgehälter NICHT groß - später kanns aber dann noch ins Gegenteil umschlagen!)... das darf man aber nicht pauschalisieren.

Und ich finds durchaus positiv, so ambitioniert an die Sache ranzugehen. Mit dem gewissen Schuss Realismus. :smile:
 

Benutzer79932 

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@Samaire: Ein Abschluss allein reicht nicht, nein. Aber man kann sich innerhalb und nach dem Studium durch Praktika profilieren, Projekte angreifen, sich engagieren.

Ich habe während meines gesamten Studiums nicht nur Praktika gemacht, sondern 5 Jahre lang zusätzlich 25-30h pro Woche gearbeitet (in einem verwandten Bereicht natürlich), daneben noch Sprachen gelernt (zwei fliessend, drei weitere) und das hat auch keine Sau interessiert ;-) Natürlich hat es nicht geschadet. Aber eben auch nicht nennenswert genützt. Ich bin nicht weiter als meine Studikollegen, die sich 5 Jahre lang ein schönes Leben gemacht haben. Auf dem Papier ist alles einfach, aber die Realität unterscheidet sich oft massiv und da ist schon mancher Ex-Studi auf die Schnauze geflogen mit unrealistischen, schlicht idiotischen Vorstellungen. 5000€ NETTO sind übrigens nicht nur in D absolut unrealistisch, sondern auch in der CH und das will was heissen. Ich will nicht desillusionieren, ich sage nur, wie es häufig eben einfach ist und dass es daher umso naiver ist, ein Studium nach den vermeintlichen späteren Verdienstmöglichkeiten auszusuchen. Weil dann eben u.U. passiert, dass man sich a) jahrelang den Arsch aufreisst, b) nicht mal wirklich nennenswert mehr verdient als andere und c) zu allem Überfluss noch etwas tut, das einen nicht die Bohne interessiert ;-)

Übrigens: ich arbeite im Consulting, in der CH und bewege mich lohnmässig nicht mal annähernd in den Regionen, die auf all diesen schönen Tabellen und noch hübscheren Lohnstudien immer angegeben werden. Welcher Idiot diese Berechnungen macht möchte ich gerne mal wissen... Trifft nicht nur für mich zu, sondern auch für ausnahmslos ALLE meine Ex-Mitstudis und Arbeitskollegen. Nein, ich schwöre, keiner davon verdient 5000€, nicht brutto, nicht netto (und auf den krassen Unterschied zwischen Deutschland-Netto und Schweizer-Netto gehe ich noch nicht einmal ein...). Also wird das in D ganz bestimmt kein realistisches Gehalt sein, bei dem Unterschied an Lebenshaltungskosten.

Was mir grade eingefallen ist, wenn die Bekannte aus der Schweiz kommt, könnte das Gehalt u.U. möglich sein - dann muss man aber miteinbeziehen, dass die Lebenshaltungskosten in der Schweiz um einiges höher sind als hier in Deutschland, und dass das Gehalt dem angepasst ist. D.h. im Endeffekt sind 5000€ dort dann doch wieder nicht ganz so fürstlich, wie sie klingen (aber immer noch gut). (Oder die TS hat doch einfach nur ganz banal brutto und netto verwechselt. :zwinker: )

Nee, ich bin ja aus der CH und auch hier verdient man in diesem Beruf ganz bestimmt nicht umgerechnet CHF 8000.- (ich kenne nicht einen einzigen Ex-BWL, Mediziner oder Jusler, der das verdient, nichtmal annähernd! Also verdient man das als Dolmetscherin für Gebärdensprache schon mal gar nicht.). Möglicherweise nach 15, 20 Jahren in diesem Beruf, aber sicher nicht sofort und auch nicht in den ersten 5-10 Jahren.

Aber hier gehts ja, zumindest habe ich das so verstanden, um Gehälter kurz nach Studienabschluss oder zumindest in den ersten paar Jahren danach.

Die Bemerkung in Klammern stimmt allerdings wahrscheinlich, aber selbst dann dünkt mich das noch massiv zu hoch.
 

Benutzer55552 

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Einstiegsgehalt Consulting Branche: 45.000-55.000/Jahr (netto).
Einstiegsgehalt Pharmabranche/Forschung/Produktmanagement: 40.000-43.000/Jahr (netto)
Einstiegsgehalt Finanzdienstleister: 42.000 bis 50.000 (netto)

Also hier musst du eindeutig Brutto und Netto verwechseln. Für Hochschulabsolventen sind das realistische Brutto Einstiegsgehälter, aber niemals Netto.
 

Benutzer81756  (33)

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Meine Güte!
Es tut mir wirklich leid, wenn es einigen nicht passt, dass es für Gebärdendolmetscher sehr gute Chancen und Verdienstmöglichkeiten gibt.
Und es tut mir auch furchtbar leid, wenn es hier einigen Moralaposteln nicht passt, wenn ich bei meiner Studienwahl nicht nur an Interesse und Spaß denke sondern auch an meine Verdienstchancen! Ich habe keine Problem, zuzugeben, dass Geld einen gewissen Stellenwert in meinem Leben hat.:tongue:
Ich muss mich hier im Forum nämlich nicht als "besserer Mensch" beweisen. :zwinker:
Für die (berechtigte)Frustration von einigen hier, sich den Arsch aufzureißen und dabei ein lächerliches Gehalt zu beziehen, kann ich wirklich nichts!:flennen:

Und die Unwissenheit über den Beruf des Gebärdendolmetschers rührt wahrscheinlich einfach daher, dass die meisten Leute nicht wissen, wie groß die Gemeinschaft der Gehörlosen in Deutschland ist und dass diese Menschen auch (wie jeder hörende Mensch) am Leben teilnehmen, und zwar an einem Leben, dass mehr oder weniger auf hörende Menschen ausgerichtet ist.
Wie verständigen sich denn die Gehörlosen, wenn ein Besuch auf dem Amt oder beim Arzt ansteht? Was machen denn Gehörlose, die gerne an einer großen Veranstaltung wie dem Kirchentag oder einem Parteitag teilnehmen möchten und verstehen wollen, was da erzählt wird? Was machen denn die Gehörlosen, wenn sie in einer Vorlesung an der Uni sitzen? Wie erreichen denn die Parteien/ Politiker ihre gehörlosen Wähler?
Ob kleine Firma oder großer Wirtschaftskonzern - sie haben sogar die Pflicht in ihren Sitzungen einen Gebärdendolmetscher dabeizuhaben (sofern Gehörlose im Team sitzen), nicht nur aufgrund des Gleichstellungsgesetzes.
In Hamburg kann man ein Studieum zum Diplom-Gebärdendolmetscher machen. Ich bin gerade dabei, mich zu bewerben. In Berlin geht das meines Wissens auch, in Zwickau gibt es eine Fachhochschule. Aber die Hamburger Uni scheint für dieses Studium de beste zu sein...

Ich finde es im Übrigen etwas frech, zu behaupten, dass meine Freundin (die Gebärdendolmetscherin) mir bewusst ein falsches Gehalt angibt. Wir reden hier nicht von irgend einer Wildfremden, die sich mit ihrem "angeblichen Gehalt" profilieren will, sondern von einer Freundin.
Es würde mich im Übrigen wundern, wie sie 2 mal im Monat zu ihrem Freund nach New York fliegen kann und nebenbei noch ihre 4 Kinder versorgt, wenn sie so wenig verdient.:zwinker:

Aber wie Drachengirlie schon angedeutet hat, ist es besonders in diesem Beruf wichtig, welchen Ruf man in der Gemeinschaft der Gehörlosen hat. Denn da spricht sich ganz schnell herum, wer ein guter Dolmetscher ist und wer eher weniger, wer mit Menschen umgehen kann und wer nicht.

Für mich steht fest, dass ich einen Beruf ergreifen werde, der meinen Fähigkeiten im großen und Ganzen entspricht und der Geld einbringt. Das ist ein Kompromiss, der mir sehr sinnvoll erscheint. Ich wüsste nicht, wieso ich da nach anderen Kriterien vorgehen sollte.:smile:
 

Benutzer13006  (38)

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Also hier musst du eindeutig Brutto und Netto verwechseln. Für Hochschulabsolventen sind das realistische Brutto Einstiegsgehälter, aber niemals Netto.

Off-Topic:

Lass sie doch weiterträumen, dieses Bestehen dadrauf, dass das Nettogehälter seien, zeigt ja, wie praxisnah an einer privaten Hochschule gelehrt wird...


Kumpel von mir ist jetzt als Assistent in der Wirtschaftsprüfung tätig und bekommt 40.500€ BRUTTO was als BWL'er schon am oberen Ende als Einstiegsgehalt ist.

Er hat viele Kollegen die mit gut 30.000€ anfangen.

Ach ja, 40 Std. Woche ist auch illusorisch in dem Job.

Eher 50-55 Std. Überstunden zum Abfeiern, nicht ausgezahlt.

Übrigens kenn ich Leute, die mit 23 in nem ganz normalen Ausbildungsberuf mittlerweile 50.000€ Jahresbrutto bekommen.

Ich dachte erst, der wollte mich verarschen aber wenn man damit angibt, 11.000€ Lohnsteuer gezahlt zu haben, dann passt das auch so in etwa.

Aber auch da sinds über 50 Std. die Woche.

Man bekommt in der freien Wirtschaft kein Geld fürs Nixtun...
 

Benutzer39498 

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Off-Topic:

Lass sie doch weiterträumen, dieses Bestehen dadrauf, dass das Nettogehälter seien, zeigt ja, wie praxisnah an einer privaten Hochschule gelehrt wird...


Kumpel von mir ist jetzt als Assistent in der Wirtschaftsprüfung tätig und bekommt 40.500€ BRUTTO was als BWL'er schon am oberen Ende als Einstiegsgehalt ist.

Er hat viele Kollegen die mit gut 30.000€ anfangen.

Ach ja, 40 Std. Woche ist auch illusorisch in dem Job.

Eher 50-55 Std. Überstunden zum Abfeiern, nicht ausgezahlt.

Übrigens kenn ich Leute, die mit 23 in nem ganz normalen Ausbildungsberuf mittlerweile 50.000€ Jahresbrutto bekommen.

Ich dachte erst, der wollte mich verarschen aber wenn man damit angibt, 11.000€ Lohnsteuer gezahlt zu haben, dann passt das auch so in etwa.

Aber auch da sinds über 50 Std. die Woche.

Man bekommt in der freien Wirtschaft kein Geld fürs Nixtun...

Wenn meine Quellen falsch sein sollte, tuts mir leid, ich lasse mich gern eines Besseren belehren - bei der ersten Angabe bin ich mir allerdings 100% sicher weil mein Bruder mich nicht anlügt. :smile:

Und das es ne sau Arbeit ist und man oft sehr, sehr lange arbeitet, hat niemand bezweifelt. Als Berater arbeitet man meist bis nachts. Und? Es gibt auch Leute, denen macht das nichts aus. Ich arbeite im Sommer in einem Job in dem ich 24h am Tag verfügbar sein muss und wo ich echt wenig Schlaf kriege - und? Mir machts nen riesen Spaß, also mach ichs gerne.
 

Benutzer55552 

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45k - 50k sind durchaus üblich im Consultingbereich. Aber wie gesagt sind das Brutto-Werte. Nach Steuern sieht das schon ganz anders aus. :zwinker:
 
K

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Gast
Ja, ja wem sagst du es, die lieben Steuern :zwinker:, kein Wunder dass es immer wieder Fälle von Steuerhinterziehung gibt !! In Dubai muss man keine Steuern bezahlen, die haben sowas nicht nötig!!

*Shakira* ich finde es gut dasss du dich für so einen exotischen Beruf interessierst und dann dir weiss ich jetzt dass es eine Gebärdendolmeschterin gibt !! *thumps up*
 

Benutzer20202 

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Und das es ne sau Arbeit ist und man oft sehr, sehr lange arbeitet, hat niemand bezweifelt. Als Berater arbeitet man meist bis nachts. Und? Es gibt auch Leute, denen macht das nichts aus.
Ganz dumme Frage, aber wie lange macht er den Beruf schon? Ich habe schon eine ganze Reihe Leute kennengelernt, die bei großen Unternehmensberatungen arbeiten. Deren Aussage war ganz klar, dass kaum einer den Job länger als 2-3 Jahre macht, 5 Jahre sind ziemlich unvorstellbar. Die meisten sehen das für ein paar Jahre nach dem Studium oder der Promotion als interessanten Einstieg ins Wirtschaftsleben und wechseln dann zu einer traditionellen Firma.
Des weiteren würde mich schon eine Quelle für deine Gehaltsangaben interessieren. Nach all dem was ich bisher gelesen habe, werde ich auch als Dr.-Ing. Elektrotechnik trotz Fachkräftemangel ganz sicher kein Einstiegsgehalt von 5000 Netto im Monat haben. Selbst 5000 Euro Brutto wäre schon ein ziemlich gutes Gehalt.

Es tut mir wirklich leid, wenn es einigen nicht passt, dass es für Gebärdendolmetscher sehr gute Chancen und Verdienstmöglichkeiten gibt.
Ich gönne dir dein künftiges Gehalt, was immer es sein wird, ich habe nur Zweifel, ob deine Einschätzung so realistisch ist.

Hier übrigens ein Artikel der Berliner Morgenpost
http://www.morgenpost.de/content/2003/02/19/beilage/585541.html
Reich wird ein Gebärdensprachdolmetscher allerdings nicht. Die meisten arbeiten selbstständig, müssen ihr Honorar frei aushandeln.
Beim Punkt Selbständigkeit wäre wieder die Frage, ob die 5000 Euro deiner Bekannten ein Gehalt aus einem Angestelltenverhältnis sind, oder ob sie das als Einnahmen als Selbständige hat.
 

Benutzer81756  (33)

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Die meisten Gebärdendolmetscher machen sich selbständig. So auch meine Freundin.
Sicher sind die 5000 Euro für Gebärdendolmetscher nicht die Regel.
Erst recht nicht, wenn man gerade anfängt in diesem Beruf.
Es gibt aber durchaus die Möglichkeit, gutes Geld mit dieser Sache zu machen. Eine ehemalige Mit-Studentin meiner Freundin arbeitet z.B. für den Sender Phönix und übersetzt die Tagesschau, eine andere dolmetscht Vorlesungen an einer Universität. Und beide verdienen überdurchschnittlich gut. Andereseits gibt es natürlich auch "Ehemalige", die weniger erfolgreich geworden sind.
Das ist doch völlig normal. Wo gibt es schon eine Garantie für Erfolg oder ein bestimmtes Gehalt?
Das Beispiel meiner Freundin und ihrer Bekannten zeigt mir einfach, dass es nicht unmöglich ist, in diesem Beruf Karriere zu machen.
Und das ist auch mein Ziel.
 

Benutzer54698 

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Prinzipiell kann man in jedem Job Karriere machen..

Viel Glück dabei :zwinker:
 

Benutzer79932 

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45k - 50k sind durchaus üblich im Consultingbereich. Aber wie gesagt sind das Brutto-Werte. Nach Steuern sieht das schon ganz anders aus. :zwinker:

Und 5000 pro Monat sind das immer noch nicht, egal ob netto oder brutto :grin:

Aber ich kenne das auch von meinem Freundeskreis, welch völlig unrealistisch-utopische Vorstellungen die teilweise davon haben, was man nach einem Studium (oder generell) verdient... Manchmal ist es echt nur noch lachhaft.
 

Benutzer39498 

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Off-Topic:
@Samaire: Da z.B. Weihnachtsgeld aus Kostenrechnungsgründen oft auf alle Monate umgelegt wird in der Gehaltsaufstellung, passt das durchaus :cool1:
 

Benutzer20202 

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Off-Topic:
@Samaire: Da z.B. Weihnachtsgeld aus Kostenrechnungsgründen oft auf alle Monate umgelegt wird in der Gehaltsaufstellung, passt das durchaus :cool1:
Ja, wenn man der Einfachheit halber ein Kalendersystem verwendet, bei dem das Jahr 10 Monate hat. Im Gültigkeitabereich des gregorianischen Kalenders ergibt sich bei einem Monatsgehalt von 5000 Euro ein Jahresgehalt von mindestens 60.000. Mindestens wegen Urlaubsgeld, Leistungszulagen etc. . Wie man aber 45K-50K Brutto so auf 12 Monate umlegt, dass das dann 5000 Netto pro Monat ergibt, ist mir schleierhaft. Ich studiere allerdings auch nichts wirtschaftswissenschaftliches, vielleicht lernt man ja da solche Berechnungsverfahren.

Die meisten Gebärdendolmetscher machen sich selbständig. So auch meine Freundin.
Dann lassen sich die 5000 aber gar nicht mit einem Einkommen aus einem Angestelltenverhältnis vergleichen. Davon muss sie ja z.B. auch den vollen Krankenkassenbeitrag bezahlen. Was ist mit der Rentenversicherung? Sind die 5000 denn wenigstens nach Steuern.

Sicher sind die 5000 Euro für Gebärdendolmetscher nicht die Regel.Erst recht nicht, wenn man gerade anfängt in diesem Beruf. Es gibt aber durchaus die Möglichkeit, gutes Geld mit dieser Sache zu machen. Eine ehemalige Mit-Studentin meiner Freundin arbeitet z.B. für den Sender Phönix und übersetzt die Tagesschau, eine andere dolmetscht Vorlesungen an einer Universität.
In der Fersehbranche kenne ich mich nicht aus. Ein Universitätsprofessor in der höchsten Besoldungsstufe W3 verdient keine 5000 Euro Brutto im Monat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Frau, die seine Vorlesung in Gebärdensprache übersetzt, auch nur annähernd 5000 Euro Nettogehalt hat.
 

Benutzer79932 

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Ich studiere allerdings auch nichts wirtschaftswissenschaftliches, vielleicht lernt man ja da solche Berechnungsverfahren.

emotlol.gif
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Sehr geil!
 

Benutzer39498 

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Ich dachte, es geht darum, das man insgesamt 5000 netto im Monat rauskriegen will. Bei nem Grundgehalt von 50.000 plus Weihnachtsgeld (das ist allerdings nicht überall ein zweifaches Monatsgehalt.. das kenn ich nur bei meinem Vater so. Aber zu Rechnungszwecken praktisch. :zwinker: ) bist du den 5000 netto verdammt hat (um ca. 140 Euro).

Off-Topic:
Was denkt ihr eigentlich, verdient ein Angestellter in leitender Funktion in der freien Wirtschaft - auch weniger als 5000 brutto? Das fängt erst bei 120.000 brutto an...!! (HR Manager, Investmentbanker, Senior Consultant,...) Aber nee, ich vergaß, offensichtlich verdient man ja generell nicht mehr.. DAS find ich auch lachhaft :grin: Headhunter verdienen, wenn sie gut sind, auch oftmals nicht schlecht, kenne da einen der hat sich mit 50 dann in Irland zur Ruhe gesetzt weil er meinte, er hat genug verdient und sich auch die Pause und die Ruhe verdient..
 

Benutzer79932 

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Was denkt ihr eigentlich, verdient ein Angestellter in leitender Funktion in der freien Wirtschaft - auch weniger als 5000 brutto? Das fängt erst bei 120.000 brutto an...!! (HR Manager, Investmentbanker, Senior Consultant,...) Aber nee, ich vergaß, offensichtlich verdient man ja generell nicht mehr.. DAS find ich auch lachhaft :grin: Headhunter verdienen, wenn sie gut sind, auch oftmals nicht schlecht, kenne da einen der hat sich mit 50 dann in Irland zur Ruhe gesetzt weil er meinte, er hat genug verdient und sich auch die Pause und die Ruhe verdient...

Das hat doch keiner behauptet :confused_alt: Aber es geht hier um Einstiegsgehälter, nicht um das, was man nach 20 Jahren Berufserfahrung und einer Extrem-Karriere mit 90 Arbeitsstunden pro Woche verdient. Und 5k netto sind und bleiben KEIN durchschnittliches Einstiegsgehalt. Warum sollte man einem Studiabgänger, der de facto nicht wirklich etwas kann, so viel bezahlen? Wie gesagt verdient man das NETTO noch nichtmal in den lukrativsten Bereichen als Einstiegsgehalt. Auch nicht mit Zusätzen und irgendwelchen Spezialgeldern.

Ich weiss bestens, mit welchen Gehältern man in den oberen Ligen spielt. Aber darum ging es hier nicht.
 

Benutzer64931 

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Also soweit ich weiß haben Diplom-Informatiker mitunter das höchste Einstiegsgehalt. Das liegt bei 30.000€ bis 45.000€ je nach Position und Branche. Die 45.000€ bekommt man wenn man gleich in leitender Funktion einsteigt, was aber wohl eher selten der Fall ist. 35.000€ bekommen Software-Entwickler, wobei mein Einstiegsgehalt als Software-Entwickler 41.000€ beträgt (+Prämienzahlung). Damit ist mein Einstiegsgeahlt deutlich höher als das der meisten Akademiker die ich kenne.

EDIT: Hier noch der Link zu den Informatiker Chancen und Gehältern
 

Benutzer4590 

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Woher die Meinung kommt, das 5000 Euro im Monat (netto) uuuunglaublich viel sind, wüsste ich gerne. Klar, in Ausbildungsberufen und klassischen Lehr- und Beamtenfunktionen ist das sicherlich NICHT die Regel, im öffentlichen Dienst auch nicht. In der freien Wirtschaft, explizit im Finanzwesen (mit Hochschulabschluss), der Pharmaindustrie (insbesondere mit Promotion) und der Wirtschafts- und Finanzberatung aber schon.

Ok, nachdem wir Ausbildungsberufe, klassische Lehr- und Beamtenfunktionen, den öffentlichen Dienst und sämtliche Zweige der freien Wirtschaft, die nichts mit Finanzwesen, Pharmabranche und Wirtschaftsberatung zu tun haben, ausgeschlossen haben, können wir jetzt mal überlegen, wieviele Arbeitnehmer dann noch übrig bleiben - ich behaupte mal großzügig, es wird sich nicht um die Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung in Deutschland handeln. :zwinker: Insofern sind 5000 € netto tatsächlich sehr sehr viel, und auch wenn so ein Gehalt für einige Berufszweige zum Standard gehört, finde ich, sollte man sich trotzdem noch bewusst sein, dass das im Vergleich zur Mehrheit ein ganz schönes Sümmchen ist.
 
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