Ein klassischer Liebesbrief

Benutzer158018 

Sorgt für Gesprächsstoff
Der Gedanke zu diesem Thema kam mir gerade recht spontan, von daher verzeiht mir bitte, dass ich die Suchfunktion nicht über Gebühr strapaziert habe :zwinker:.

Zunächst möchte ich kurz darlegen, was ich persönlich unter einem klassischen Liebesbrief verstehe.
Dieser Brief ist selbstverständlich handschriftlich verfasst, am besten unter Verwendung eines Füllfederhalters. Auch sollte man darauf achten, dass innerhalb dieses Liebesbeweises möglichst nicht korrigiert wird. Ergo, es gibt einen Entwurf, welcher in seiner endgültigen Fassung steht. Zudem sollte man beim Papier selbst auch nicht sparen- ich denke, ein gelochtes Blatt aus einem Collegeblock macht keinen sonderlich guten Eindruck.
Am besten einen "weißen" Briefbogen ohne großen gestalterischen Firlefanz nehmen, um die Wirkung des Wortes nicht zu schmälern :zwinker:. Dies wäre der in meinen Augen passende äußere Rahmen.
Was den Inhalt betrifft, so besteht sicherlich dahingehend Konsens, dass man zum Ausdruck bringt, was man für den anderen fühlt, wie wichtig sie/ er für einen selbst ist und versucht, das auch mit gemeinsam Erlebten und den daraus resultierenden Eindrücken über die Angeschmachtete/ den Angeschmachteten zu untermauern. In welcher Form man das dann umsetzt, ist sicher wieder sehr individuell- eine Geschichte, als Gedicht oder Songtext, ... .

Warum ich das hier schreibe? Mich würde einfach interessieren, wie ihr zu einem solchen Brief steht. Habt ihr schon einmal einen verfasst bzw. bekommen? Ward ihr als Adressat freudig überrascht oder peinlich berührt? Letzteres vor allem vor dem Hintergrund, dass ihr nicht wusstet, wie der Verfasser zu euch steht. Wie habt ihr geantwortet?

Freue mich über rege Beteiligung und wünsche noch einen angenehmen Nachmittag.
 

Benutzer4030 

Meistens hier zu finden
Nein. Weder geschrieben noch bekommen. Ich nehme hiervon die Briefchen mit 10-12 Jahren (so Ankreuzen: Ja/Nein/Vielleicht) aus. Da hab ich den einen oder anderen bekommen und geschrieben? Ähm Nein. Ich bin auch jetzt nicht so romantisch veranlagt. Würde ich heute einen bekommen....schwierig.

Nein das ist nicht mein Stil und auch nicht mein Beuteschema. Also kein Mann mit den ich näher zusammen war, würde ich zu trauen einen Brief in dem Sinne wie von dir beschrieben zu schreiben. Bzw. das wäre den Männern nicht ihre Art. Ich möchte hier nicht pauschalisieren oder andere beleidigen, aber ein richtiger Mann (Für mich! wohlgemerkt) schreibt keine Liebesbriefe.

Sicherlich würde es mir vielleicht schmeicheln, einen zu bekommen. Wobei ich dann ehr denken würde "Sag mir das in der Pommesbude, kannst du Papier und Tinte sparen".
 

Benutzer141862 

Sehr bekannt hier
Zunächst möchte ich kurz darlegen, was ich persönlich unter einem klassischen Liebesbrief verstehe.
Dieser Brief ist selbstverständlich handschriftlich verfasst, am besten unter Verwendung eines Füllfederhalters. Auch sollte man darauf achten, dass innerhalb dieses Liebesbeweises möglichst nicht korrigiert wird. Ergo, es gibt einen Entwurf, welcher in seiner endgültigen Fassung steht. Zudem sollte man beim Papier selbst auch nicht sparen- ich denke, ein gelochtes Blatt aus einem Collegeblock macht keinen sonderlich guten Eindruck.
Am besten einen "weißen" Briefbogen ohne großen gestalterischen Firlefanz nehmen, um die Wirkung des Wortes nicht zu schmälern :zwinker:. Dies wäre der in meinen Augen passende äußere Rahmen.
Was den Inhalt betrifft, so besteht sicherlich dahingehend Konsens, dass man zum Ausdruck bringt, was man für den anderen fühlt, wie wichtig sie/ er für einen selbst ist und versucht, das auch mit gemeinsam Erlebten und den daraus resultierenden Eindrücken über die Angeschmachtete/ den Angeschmachteten zu untermauern. In welcher Form man das dann umsetzt, ist sicher wieder sehr individuell- eine Geschichte, als Gedicht oder Songtext, ... .
... und mit einer Brieftaube versenden? :ninja:

Warum ich das hier schreibe? Mich würde einfach interessieren, wie ihr zu einem solchen Brief steht. Habt ihr schon einmal einen verfasst bzw. bekommen? Ward ihr als Adressat freudig überrascht oder peinlich berührt? Letzteres vor allem vor dem Hintergrund, dass ihr nicht wusstet, wie der Verfasser zu euch steht. Wie habt ihr geantwortet?
Ich halte nicht viel davon. So einen Brief fände ich pathetisch, vor allem wenn sein Autor sonst kein Romantiker ist bzw. keinen Freiherr-Titel trägt :grin: Mich hätte diese Form der Liebeseklärung eher verwirrt, da ich sie unpersönlich und nicht spontan finde. Ich würde ein persönliches Gespräch oder einen einfachen nicht perfekten Brief bevorzugen, wenn der durch gewisse Details mich und meine Gefühle persönlich anspricht.

Ich selbst habe bisher einen Liebesbrief geschrieben, der war jedoch alles andere als klassisch gestaltet, was mir ziemlich egal war, da sein Inhalt mit tausend mal wichtiger als Form war. Die Reaktion darauf kenne ich allerdings nicht, weil der Empfänger den Brief schon nach unserer Trennung bekommen hat und ich hatte kein Ziel, ihn durch den Brief zurückzugewinnen.
 

Benutzer156836 

Öfters im Forum
Ich finde Liebesbriefe etwas tolles. Vor allem, wenn sich der/die VerfasserIn die Mühe gibt, die du gerade beschrieben hast.

Briefe werden heutzutage allgemein ziemlich vernachlässigt. So hat jedes sorgfältig von Hand geschriebene Exemplar mehr Wert.
Wenn mir jemand viel bedeutet, dann gebe ich mir genau diese Mühe. Auch wenn es kein Liebesbrief ist, denn dann ist es einfach die Wertschätzung eines Menschen.

Liebesbriefe habe ich bis jetzt noch keinen erhalten und auch keinen verschickt. Aufgesetzt habe ich aber schon ein paar. Auch wenn ich nie den Mut hatte, den Brief abzuschicken, geschweige denn ins Reine zu schreiben, habe ich meine Gedanken für eine Weile positiv auf einen Menschen gerichtet, der mir in dem Moment wichtig war.
Einige dieser aufgesetzten Briefe habe ich noch. Sie sind Teil meines nie bewusst geführten Tagebuches.

Wenn ich gerade so über Briefe nachdenke, merke ich, wie wertvoll eine solche, handfeste Wertschätzung für Menschen sein kann.
Wir sollten uns alle wieder mehr die Zeit dazu nehmen, uns gegenseitig in Form von etwas sorgfältig gestaltetem, wie z.B. einem Brief, wertzuschätzen.
Wäre es nicht toll, wenn wir alle heute einem Menschen, der uns viel bedeutet eine solche Wertschätzung schenken und so zeigen, dass wir an diese Person denken, auch wenn wir nicht täglich per Handy etc in Kontakt sind?
Ich werde heute noch jemandem einen sorgfältig von Hand geschriebenen Brief schicken, und ich fordere euch auf: Macht es auch! Schreibt euren Grosseltern, Grosstanten, Paten, Schulfreunden, Lehrern, Neffen und Nichten, Geschwistern... oder eurer grossen Liebe!
Zeigt, dass ihr Menschen auch wertschätzt, wenn nicht immer nur Strom die Mitteilung weiterleitet.

Danke F Freddie001 , dass du mich dazu angeregt hast.:smile:
 

Benutzer120063 

Planet-Liebe Berühmtheit
Liebesbriefe, in denen es lediglich um "Liebesschwüre" ging, habe ich weder geschrieben noch bekommen.

Allerdings habe ich schon Briefe geschrieben und bekommen, die auf weißem Papier geschrieben waren und in denen auch die Liebe erklärt wurde - eben, dass man sich vermisst, auf XY miteinander freut etc. Das waren Briefe zum Geburtstag oder mal wenn man sich länger nicht gesehen hat.

Ich finde das schon toll, wenn es authentisch rüberkommt. Wenn jemand schreiben würde, dass er mich braucht wie die "Blume den Morgentau" oder so, dann würd ich mir wohl veralbert vorkommen, aber wenn da steht, dass er mich liebt, sich auf mich freut, gerade an den letzten Sex von uns gedacht hat - dann gefällt mir das.

Edit: Die Briefe habe ich nur an meinen damaligen Freund geschrieben und auch nur von diesem bekommen - von Personen, mit denen ich nicht zusammen bin, möchte ich weder solche Briefe bekommen noch solche Briefe an sie schreiben.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich hab schon solche Briefe geschrieben und bekommen :zwinker: Allerdings war ich da noch... äh... jünger :engel:

Allerdings nur von Leuten bzw. an Leute, bei denen ich schon wusste, dass bzw. was sie für mich empfinden.

Ich hab's damals gemocht.

Was ich aber damals schon nicht mochte und heute auch nicht: Wenn das von jemandem kommt, den ich nicht kenne/der mir noch nie gezeigt/gesagt hat, wie's um seine Gefühle steht. Überrumpelt werden mit einer emotionalen Lawine möchte ich dann bitte doch nicht.
 

Benutzer146142 

Benutzer gesperrt
Habt ihr schon einmal einen verfasst bzw. bekommen? ... Wie habt ihr geantwortet?
Ja, zu meiner Zeit ( :smile: ) wurden noch klassische Briefe geschrieben. Hin und wieder ging es darin auch um Gefühle füreinander. Klassische Liebesgeständnisse und -Beteuerungen fanden allerdings nicht statt. Das hätte ich persönlich als unpassend empfunden. Nein, es waren nur Briefe voller Liebe; die Zuneigung war eher zwischen den Zeilen zu lesen. Insofern halte ich diese Form von Mitteilung für veraltet. Ein Brief wird durch äußere Form nicht wertvoller als bsw. eine Mail oder andere Nachrichten mit überwiegend persönlichem Inhalt. Entscheidend ist der Inhalt: ein lächelnder Wink, eine liebevolle Erinnerung und stille Gedanken kommen besser an als heiße Liebesschwüre. (Bei letzterem wird sowieso gleich gegoogelt, woher man das kopiert hat :tongue:)

Ward ihr als Adressat freudig überrascht oder peinlich berührt? Letzteres vor allem vor dem Hintergrund, dass ihr nicht wusstet, wie der Verfasser zu euch steht.
Den Empfang derartiger Nachrichten von Unbekannten würde ich als befremdlich ansehen. Ein Gefühls-Tsunami, einfach so aus dem Nichts? Welche Glaubwürdigkeit besäße wohl ein Schreiben - Brief oder Mail oder sonstwas - von jemand, der mich kaum kennt? Da würde ich eher eine gewisse ... öhm ... emotionale Ver(w)irrung annehmen :cautious:
 

Benutzer144428  (27)

Verbringt hier viel Zeit
Nachdem mein Angebeteter bei einem handgeschriebenen "Iron Man" stattdessen "Wombat" gelesen hat und ich nicht gerne längere Texte in Druckschrift schreibe lasse ich doch lieber die Briefe und trage ihm meine eloquenten Ergüsse mündlich vor.
 

Benutzer151301 

Öfters im Forum
Habe schon solche Briefe geschrieben und bekommen. Allerdings nie in "klassischer" Form, dass ich mich schon vorher für nen Entwurf festgelegt habe. Damals in meiner ersten Beziehung habe ich mal nen Brief geschrieben, in der Hoffnung, sie zurückzugewinnen, war aber recht schnell Ende dann - hat eben auch einfach nicht gepasst, vor allem von ihrer Seite.

In meiner jetzigen Beziehung haben wir uns ab und zu immer mal wieder Briefe geschrieben, und wird auch immer mal wieder vorkommen. Nicht als pure Information, weil es der Andere noch nicht wüsste - wir sagen uns sehr häufig, dass wir uns viel Wert sind, wir uns lieben, kommunizieren viel. Allerdings alles über Telefon, unter der Woche. Wenn dann als Überraschung mal n Paket mit nem netten Briefchen (am ehesten also eher Briefen voller Liebe wie bei Triton Triton ) und Süßigkeiten überreicht wird, oder n nettes Briefchen mit Herzchen und Liebesausdrücken und auch Refklektion der momentanen Situation, was wir erreicht haben gemeinsam, im Briefkasten liegt. Das sind die Liebesbriefe, die wir uns immer mal wieder geben, um dem Anderen eine unerwartete Freude zu machen und uns eben zu zeigen, wie wir zueinander stehen.

Aber das ist nicht der klassische Brief, um die Liebe zu gestehen. Auch wenn Briefe mit was Süßem und Worten wie "Du bist mir viel wert" als Thema und Zitat schon vor dem "Ich liebe Dich" kamen.
 

Benutzer157236  (28)

Verbringt hier viel Zeit
Von jemandem einen Liebesbrief zu bekommen, mit dem ich nicht zusammen bin, würde ich (zumindest heute) sehr gruselig finden. In der Schulzeit kam das wohl mal vor, war mir dann aber auch eher unangenehm. Habe deswegen auch nie einen selbst geschrieben. Meine Antworten waren dann eher sehr radikal und unempathisch, was ich im nachhinein natürlich bedauere. :jaa:

Die einzigen Briefe, die ich meinem damaligen Freund geschrieben habe, waren erotische Briefe mit Fantasien, unseren Sexerlebnissen etc. Das hat ihn so sehr gefreut, dass er mir auch einen geschrieben und es dann weitergeführt hat. Zu besonderen Anlässen bekam ich meist einen erotischer Brief. Und die waren wirklich verdammt gut geschrieben. :love: Aber so "typische" Liebesbriefe waren noch nie so meins.
 

Benutzer121281  (32)

Planet-Liebe ist Startseite
Puh, nee, absolut nicht meine Art. Fände ich auch sehr unangenehm.
 
S

Benutzer

Gast
Grundsätzlich ist ein Liebesbrief etwas ganz edles und aufrichtiges!Aus meiner Sicht "muss" er handgeschriebenen sein!
Voraussetzung ist,dass du die Frau wirklich liebst,denn dann wird dir die Reaktion zwar nicht egal sein, aber du wirst vom Herzen schreiben,bedingungslos!
Ich habe in meinem Leben drei Liebesbriefe geschrieben, ich habe geschrieben ohne zu überlegen...das hört sich jetzt etwas schwülstig an...mein Herz hat geschrieben,ganz von alleine.Es war bei jedem Brief das gleiche überwältigende Gefühl!
Ich finde Liebesbriefe sind etwas ganz wertvolles!Ich habe noch alle Liebesbriefe,die ich bisher erhalten habe.
Was die Reaktion der Empfänger betrifft....ich habe jede zu Tränen gerührt und das ist ein Zeichen,dass es ehrlich rüberkam!Die Wahrheit ist jedoch auch, dass nicht jede Frau danach wieder bereit war, es wieder zu versuchen...No Risk,No Win!
[doublepost=1449600007,1449598921][/doublepost]wichtiger Nachsatz:Ich habe die Briefe alle an Frauen geschrieben, mit denen ich auch zusammen war.Wenn du sie noch nicht wirklich kennst, ist das aus meiner Sicht nicht angebracht, da du sie ja auch noch nicht wirklich lieben kannst:thumbsup:
 

Benutzer157939  (27)

Klickt sich gerne rein
Ich habe persönlich meiner Freundin zum Geburstag, als wir uns zwar schon gedatet haben, aber noch nicht zusammen waren eine Mix-CD und ein Gedicht geschenkt.
Später haben wir uns gegenseitig Briefe geschrieben und tun dies immernoch, in denen wir uns mitteilen, was wir aneinander wertschätzen, wie wir unsere Beziehung momentan sehen, was wir in den vergangenen Monaten am schönsten fanden, was unsere heimliche Lieblingsfigur unserer Serie ist, die wir gemeinsam schauen usw.
Ich finde, dass Briefe, die wirklich von Herzen kommen ein wunderschönes Mittel sind, um einem anderen Menschen eine Freude zu bereiten.
Allerdings nur unter der Vorraussetzung, dass sie wie gesagt von Herzen kommen. Ein schnell hingeschmierter Brief mit ein paar schnell nachgegoogelten oder klischeehaften leeren Bezeichnungshüllen wird eher eine Beziehung/anbahnende Beziehung kaputtmachen.
Und es kommt immer immer immer auf den jeweiligen Menschen an. Manche mögen Liebesbriefe, manche hassen sie.
Es ist auch hier, wie so oft im Leben eine Frage der Abwägung.

MLG
Knuddler
 

Benutzer158018 

Sorgt für Gesprächsstoff
Vielen Dank für Eure bisherigen Antworten.

In beiden Fällen, in denen ich bisher einen Liebesbrief verfasst hatte, kannte ich die Frauen. Einen verschickte ich nicht, da ich mitbekam, dass sie mittlerweile anderweitig liiert war. Bei dem Anderen habe ich es darauf ankommen lassen. Nur muss ich mir in diesem Fall eingestehen, dass ich die Dame sicher etwas überrumpelt hatte. Ihre Antwort war ebenfalls ein Brief- nur leider nicht mit dem von mir erhofften Inhalt.
 

Benutzer157939  (27)

Klickt sich gerne rein
F Freddie001 Mhm, so Etwas ist wirklich nicht schön, das kenne ich aus eigener Erfahrung. Nach dem schon erwähnten Gedicht mit Mix-CD bekam ich von meiner jetzigen Freundin auch einen Brief in dem sie schrieb, dass sie nicht mit mir zusammen sein könne, weil sie grob gesagt das Gefühl habe, dass wir nicht zusammen passen würden, da ich zu viel für sie empfinden würde nach so kurzer Zeit (habe sie wohl auch ziemlich überrumpelt). Das war dann der Teil, der mir einen Abend voller Tränen (und ich weine sonst nie, war das erste Mal seit 1 Jahr) beschert hat. Aber da sie das Mädchen meiner Träume ist, habe ich um sie gekämpft...sogar mit dem Angebot Freunde zu bleiben, was mir in der damaligen Situation fast unerträglich erschien.
Langer Rede kurzer Sinn: manchmal macht es Sinn zu kämpfen.

LG
Kuschler
 

Benutzer136306 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ihre Antwort war ebenfalls ein Brief- nur leider nicht mit dem von mir erhofften Inhalt.

Das ist wenig überraschend. Wer glaubt, jemanden brieflich zu verführen, hat starkes Vertrauen, in die eigenen Schreibkünste.
Das Problem an (vor allem unerbetenen) Liebesbriefen ist, dass sie seltsam und aus der Zeit gefallen wirken. Es ist heutzutage aufgesetzt und künstlich, an eine bislang nicht gut bekannte Person einen handschriftlichen Brief zu schreiben und das wirkt dann sehr schnell "over the top".
Wenn der Inhalt dann noch ein Anschmachten nach Art eines Sonetts von Petrarca ist, dann ist es kein Wunder, wenn Frauen reißaus nehmen, wenn sie mit so etwas traktiert werden.

Verführung hat etwas mit Spannung, Ungewissheit, auch mit Neckischem zu tun – all das kann ein Brief schwer transportieren. Nehmen wir ein klassisches Beispiel: Der Brief, den Mr Darcy an Elizabeth Bennett zieht seine Kraft gerade aus seinem Anfang:

Be not alarmed, Madam, on receiving this letter, by the apprehension of its containing any repetition of those sentiments, or renewal of those offers, which were last night so disgusting to you.

Du neigst offenbar zu einer schwärmerischen und ausufernden Sprache. Das reicht aber nicht für einen guten Liebesbrief. Der braucht Drive.
 

Benutzer141862 

Sehr bekannt hier
Nur muss ich mir in diesem Fall eingestehen, dass ich die Dame sicher etwas überrumpelt hatte. Ihre Antwort war ebenfalls ein Brief- nur leider nicht mit dem von mir erhofften Inhalt.
Ich finde, der Verfasser schreibt solchen Brief egentlich mehr für sich selbst als für den Empfänger. Man lebt seine Gefühle sehr intensiv auf Papier aus und lässt sie dadurch los. Wie die Antwort wird und ob sie überhaupt kommt, ist mMn dabei sekundär.
 

Benutzer157236  (28)

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
Verführung hat etwas mit Spannung, Ungewissheit, auch mit Neckischem zu tun – all das kann ein Brief schwer transportieren. Nehmen wir ein klassisches Beispiel: Der Brief, den Mr Darcy an Elizabeth Bennett zieht seine Kraft gerade aus seinem Anfang
Für dieses tolle Beispiel bekommst du einen ganz, ganz großen "Zustimmungs-Klick" von mir.

F Freddie001 Schon mutig, dass du "einfach so" aus dem Blauen heraus, einen Liebesbrief geschrieben hast, aber sowas wirkt meistens einfach too much. Das ist für mich so, als würde man sich nach einem Tag Kennen die große Liebe gestehen. Es wirkt eher unrealistisch oder einfach nur merkwürdig und nicht gesund.
 

Benutzer146142 

Benutzer gesperrt
Wie die Antwort wird und ob sie überhaupt kommt, ist mMn dabei sekundär.
Dem würde ich eher nicht zustimmen. Wird der Brief tatsächlich versendet, hat sich der Schreiber bereits in einen gewissen Gefühlsrausch gesteigert und wird schwerlich mit einer nüchtern ablehnenden Antwort zufrieden sein.
 

Benutzer90972 

Team-Alumni
So wie im Eingangspost beschrieben, wäre das gar nicht mein Ding. Weder als Schreibender noch als "Beschriebener".
Einen solchen Brief habe ich noch nie bekommen und jeder Mann würde damit bei mir auch meilenweit daneben liegen.

Mein Exfreund hat mal ein Schriftstück aufgesetzt (ja, diese Formulierung trifft es genau :grin: ) und dort mit zwei Sätzen in wundervollstem Beamtendeutsch eine kleine Liebeserklärung gemacht. Mit Anschrift, Betreff, Fußzeile, Unterschrift und Briefumschlag hat das einfach absolut zu uns gepasst. Ich habe erst herzlich gelacht und mich dann tierisch gefreut. Den Brief habe ich auch fünf Jahre nach der Trennung immer noch im Keller.
Das mag merkwürdig und ein wenig irre klingen, aber es passte einfach.
 
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