Eigene Wohnung mit 21, miese Vergangenheit

Benutzer119272  (30)

Verbringt hier viel Zeit
Hallo Community,

ich schildere mal meine Vergangenheit, ich wusste nicht unter welchen Bereich ich es posten sollte, deswegen einfach im Kummerkasten, da es mir auch Kummer bereitet.

So.

Ich bin mit 15 Jahren ins Heim gekommen, da mein Stiefvater Alkoholiker war/ist. Ich durch den Stress Zuhause die Schule geschwaenzt habe, knapp ein komplettes Jahr in meinem Zimmer vor dem PC verbracht habe, weil ich einfach fertig war mit den nerven. Bin dann halt ins Heim gekommen, habe meine Schule erfolgreich und mit guten Noten abgeschlossen. Mit 18 Jahren wollte ich einfach nicht mehr im Heim wohnen, wusste nicht wie ich schnell dort wegkomme und habe dann meinen Großvater gefragt, ob ich dort ersmtal wohnen kann, hatte auch nichts dagegen. Seitdem wohne ich dort.

Habe dann eine Beikoch Ausbildung angefangen, habe aber bemerkt, dass es nichts für mich ist. Ich habe die Ausbildung dann abgebrochen und anschließend einen 400 Euro Job gemacht. Das habe ich dann fünf Monate gemacht bis ich eine BvB Maßnahme gemacht habe im Bereich Maurer. Hatte durch die BvB Maßnahme einen Praktikumsplatz bekommen, bei einem Bauunternehmen, waren alle sehr zufrieden mit mir. Immer pünktlich, fleißig und wenn ich nichts zu tun hatte, habe ich einfach gefegt anstatt blöd rum zu stehen. Hatte dann auch ein Angebot bekommen, dort eine Ausbildung zu machen, was ich natürlich auch wollte. Nun dachte ich: "Super, jetzt geht es Bergauf!"

Dann siind zwei meiner besten Kollegen bei einem Autounfall ums Leben gekommen, habe es dann morgens nicht mehr geschafft zum Praktikumsplatz zu gehen. Alle haben mich versucht anzurufen, sorgen gemacht und ich habe mich total eingeschanzt und alles liegen gelassen. Was ich jetzt aber sehr bereue, da es ein Top Beruf für mich ist.

Als ich dann nicht mehr hingegangen bin, wollten sie mich auch nicht mehr haben.

Habe dann über eine Zeitarbeitsfirma einen Job bekommen, wo ich auch sechs Monate war. Die Firma brauchte dann aber keine Leute mehr und haben einfach mal ein paar Leute von der Zeitarbeitsfirma gekündigt. Ich stand dann ohne alles da.

Nun, ich habe seit laengerer Zeit eine Freudin, sie gibt mir kraft und Rückhalt und das tut einfach gut. Da mein Großvater inzwischen 78 Jahre alt ist, nur noch 24 % Sehkraft hat und auch etwas tüdelig ist, kann ich einfach nicht mehr mit ihm zusammen leben.

Nun weiß ich nicht ob mir das Amt für bestimmte Zeit (bis ich wieder einen Job habe) eine Wohnung finanzieren kann. Da ich so überhaupt keinen mehr habe. Mein Vater hat sich 10 Jahre nicht um uns gekümmert, meine Mutter kann mich nicht mehr nehmen, da sie psychisch nicht mehr kann und ihre Ruhe braucht. Meine 23 Jaehrige Schwester wohnt an der Nordsee mit ihrem Freund, die andere in Bayern. Und ich in NRW.

Wollte einfach mal meine derzeitige Lage genauer erklaeren, damit man auch weiß, ob mir eine Wohnung in solch einer Situation zusteht oder nicht.

Ich bedanke mich bereits für Antworten!

Lieben Gruß

Curtis
 

Benutzer117152 

Öfters im Forum
Hallo Curtis,

ob dir rein rechtlich eine Wohnung zusteht können und dürfen wir dir hier leider nicht beantworten, aber ich würde an deiner Stelle auf jeden Fall mal in einer oder auch mehreren Beratungsstellen nachfragen! Wenn du arbeitslos bist steht dir auf jeden Fall staatliche Unterstützung zu. Wie hoch die ist ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Du kannst zum Beispiel beim Jobcenter/Arbeitsagentur nachfragen, aber ich würde es an deiner Stelle auf jeden Fall auch (und erst) bei einer unabhängigen Beratungsstelle versuchen. Da bekommst du manchmal die eine oder andere nützliche Information, die dir zukünftige Leistungsträger gegebenenfalls nicht geben würden. Du kannst zum Beispiel mal in deiner Nähe nach kirchlichen Beratungsstellen (Diakonie z. Bsp., oder Caritas) suchen, egal ob du mit Kirche was am Hut hast oder nicht, die geben sich meistens echt Mühe. Tacheles e. V. gibt auch Informationen zu diesem Thema, einfach mal googeln, die kenne ich allerdings nicht aus eigener Erfahrung. Es gibt auch noch einige andere Organisationen.

Wie lange bist du denn schon mit deiner Freundin zusammen? Könntet bzw. wollt ihr eventuell zusammen ziehen? Damit würde eine Wohnung auf jeden Fall billiger werden - aber informier dich vorab wenn möglich inwieweit ihr dann füreinander aufkommen müsstet bzw. dir/euch weniger Geld/Wohnfläche etc. zusteht, damit ihr das bei eurer Entscheidung gegebenenfalls berücksichtigen könnt.

Ich drück Dir auf jeden Fall die Daumen :smile:! Vielleicht findest du ja sogar noch einen Ausbildungsplatz in deinem Wunschbereich!
 
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