Ehe unmittelbar vor dem Aus

Benutzer184166  (36)

Ist noch neu hier
Hallo an alle,

dies hier ist mein erster Beitrag, ich wollte einfach ein bisschen etwas schreiben, was mir auf der Seele liegt und wäre dankbar über einige Meinungen.

Ich bin mit meiner Frau jetzt 5 Jahre zusammen, davon fast 2 Jahre verheiratet und wir haben eine kleine Tochter.

Die ersten 3 Jahre waren sehr schön, aber im Endeffekt befinden wir uns seit 2 Jahren auf einem Abwärtstrend, eigentlich begann alles kurz vor der Geburt unserer Tochter ubd das ist das schlimmste an allem. Die Zeit mit einem kleinen Baby sollte die schönste überhaupt sein, bei uns dagegen ist alles sehr traurig.

Weil meine Frau nicht in der Stadt leben wollte als Mama und weil wir nichts passendes gefunden haben, gingen wir (auf ihren Druck hin, ich wollte das nie, aber ich konnte auch nichts anderes finden, was ihr gepasst hat) 30km weiter in ihr Elternhaus. Ihre Eltern sind sehr nett, wir haben fast 2 Etagen für uns, die Eltern wohnen in der Mittelwohnung. Es ist aber nichts komplett abgetrennt. Was soll ich sagen, mit 37 wollte ich das insgeheim nie haben, ich habe mich von Anfang an nie richtig wohl gefühlt, weil ich mich irgendwie nicht frei bewegen kann und ich einfach gerne etwas eigenes hätte. Meine Frau kann das nicht verstehen, dass ich mich nicht wohl fühle, sie wirft mir vor, dass ich massive Komplexe habe. Wir streiten oft deswegen. Wenn im Garten ihr Bruder kommt und ich dsnn zB nicht rausgehe, um mich mit zu unterhalten, gibt's wieder Ärger. Ursprünglich war ausgemacht, dass das eine Übergangslösung ist, sonst hätte ich mich nicht darauf eingelassen. Inzwischen wird immer mehr klar, dass meine Frau hier gar nicht mehr weg will. Unsere Tochter ist sehr anstrengend und da hilft ihre Mama oft und das ist auch gut, aber ich fühle mich hier nicht als richtiger Mann, sondern irgendwie als Idiot.
Dass ich mich nicht richtig wohl fühle, merkt sie natürlich und ich muss mir ständig vorwerfen lassen, dass ich die Stimmung mies mache und dass es völlig egal ist, wo man ist, weil unsere Tochter hier ist. Ich könne mich nicht anpassen und mache dadurch alles kaputt. Durch meine miesen Launen habe ich sozusagen alles zerstört.

Zusätzlich bin ich ein Mensch, der gerne viel Körperkontakt hat und der gerne auch viel Sex hat. Meine Frau ist total sexy, aber sie ist da ganz andere, eher sehr verklemmt und zurückhaltend. Sie wurde in 2 Beziehungen vor mir betrogen und erklärte mir das alles so, dass sie jetzt so ist und viel Zeit braucht, bis sie sich öffnen kann. Ich war immer verständnisvoll und habe viel mit ihr geredet etc., aber sie wollte trotzdem (von Anfang an und das muss ich mir vorwerfen lassen, dass ich das nicht richtig erkannt habe) relativ wenig Sex. Im Urlaub war das anders, da lief fast täglich immer was, zuhause bei ihren Eltern quasi vor der Tochter vllt alle zwei Wochen mal und jetzt vllt alle 6 Wochen. Das liegt auch am ständigen Streit, aber die Bedürfnisse gehen da deutlich auseinander ubd ich kann das nicht handlen. Bin dann auch frustriert, wenn ich immer wieder abgewiesen werde, na ja.
Meine Frau ist eine wundervolle Mutter für unser Baby, sie ist auch liebevoll und hat tolle Eigenschaften. Trotzdem geht mir die sexuell Komponente extrem ab.

Nun streiten wir inzwischen fast schon täglich und es hört einfach nicht mehr auf. Sie ist teilweise überfordert, weil die kleine so anstrengend ist, ich bin unter der Woche platt, weil ich von diesem Ort aus 80 Minuten einfach zur Arbeit habe ubd ich im Laufe der Woche das zunehmend schlechter vertrage. So schaukelt sich das hoch, Kommunijationsprobleme ohne Ende, sie ist sauer und enttäuscht, dass sie so viel alleine machen muss ich bin auch sauer etc.

Ich glaube, auch wenn das unfassbar schlimm für unsere Tochter ubd auch für mich trotz allem ist, dass da fast nix mehr zu machen ist, oder sie seht ihr das? Es geht echt schon so lange so und einige falsche Wörter reichen nun schon aus, dass der andere explodiert.

Habe auch Angst vor der Zukunft, wenn es so kommt... geschieden, alleine, wie oft darf ich die Tochter sehen etc..

Danke fürs Lesen
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer106548 

Team-Alumni
Dann beantworte uns, aber vor Allem Dir selbst, die Frage, was Dich dort noch hält. "Ich liebe sie" und "Das Kind" sind keine gültigen Antworten.
 

Benutzer183007 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich bin mit meiner Frau jetzt 5 Jahre zusammen, davon fast 2 Jahre verheiratet und wir haben eine kleine Tochter.
Ist sie viel jünger? Bei solchen Texten frage ich mich oft, wieso es überhaupt zu einem Kind kommen kann. Von wem ging das aus?

Dass du nix finden konntest, was ihr gefällt klingt auch so, als würde sie sowieso zu ihren Eltern zurück wollen.

Sehr traurig für dich. Du wirst nun zahlen dürfen, mehr nicht.
 

Benutzer184166  (36)

Ist noch neu hier
Sie ist zwei Jahre jünger. Das mit dem Kind ging schon von uns beiden aus, da lief auch noch alles gut und ich konnte mich sogar mit ihrem geringen Sex Drive arrangieren. Ich habe studiert und auch mal im Ausland gelebt, sie ist nie weiter raus gekommen als 10km von ihrem Heimatort weg und diesen Faktor habe ich auch massiv unterschätzt. Wenn ich was anderes finden würde, dann ist es entweder zu teuer oder zu weit weg..

Ich will aber auch nicht so negativ über sie schreiben, ich habe auch einige Fehler gemacht und hab mich sicherlich öfters nicht gut verhalten und sie zu wenig unterstützt.
 

Benutzer65313 

Toto-Champ 2008 & 2017
Ehetherapie. Da liegen einige Dinge im argen... Und ja, 160 min pro Tag pendeln ist einfach katastrophal. Du bist am Ende wegen der Fahrt, sie ist am Ende weil du sie nicht unterstützen kannst. Die Wohnungssituation ist allein deshalb schon eine Katastrophe.

Wie steht sie zu allem? Wie sieht sie eure Ehe? Redet ihr darüber, wo ihr steht? Wo ihr euch in fünf Jahren seht? Ich würde eine gemeinsame Beratung ganz, ganz dringend ans Herz legen...
 

Benutzer10752 

Beiträge füllen Bücher
Ehrlich gesagt klingt das für mich nach einem klassischen Fall für eine Paartherapie.

Ihr habt euch beide so tief in gewissen Mechanismen und alten Vorwürfen verstrickt, dass ja offenbar das kleinste Wort reicht, um alle möglichen Gräben wieder direkt zu öffnen und euch direkt wieder in Streitmodus zu versetzen. Aus dieser Spirale müsst ihr raus. Ihr müsst lernen, euch gegenseitig zu verstehen und euch wieder zu akzeptieren, und nicht hinter jedem Wort den ganzen Berg an bisherigen Fehlern und Streits wieder aufzuwerfen.

Meine Vermutung wäre aber, dass ihr dazu professionelle Hilfe braucht. Jemanden, der euch mal Schritt für Schritt vor Augen führt, welche Automatismen sich in Gang setzen, wenn ihr kommuniziert, und wie ihr vielleicht dagegen angehen könnt.

Sowas funktioniert natürlich nur, wenn beide bereit sind dazu. Aber wenn ihr jeden Tag streitet, dann sollte euch beiden ja klar sein, dass sich irgendwas ändern muss. So kann das ja nicht weitergehen...

edit: X-Post mit Bria. Gleiche Meinung. :zwinker:
 

Benutzer182891  (31)

Klickt sich gerne rein
Reden hilft. Habt ihr schon über mögliche Lösungen gesprochen? Da ihr ja noch miteinander reden könnt, zwar streitet, aber trotzdem noch kommuniziert is sicherlich nicht die Ehe direkt verloren. Meiner Meinung nach eher, wenn man sich nix mehr zu sagen hat. Vor allem: Du suchst hier nach Lösungen, das ist auf jedenfall schon mal ein Anfang!
Was genau meinst du mit "girl sex"?
Wie meinst du das , du fühlst dich als Idiot und nicht als richtiger Mann? Vielleicht weil du nicht deine Freiheiten hast und dich anscheinend auch eingesperrt fühlst.
Es ist wichtig, dass du dir über deine Bedürfnisse klar wirst. Und vor allem auch versuchst es zu ändern. Die schlechte Stimmung kommt sicherlich daher, dass dir deine Freiheit fehlt. Machst Du auch mal dein Ding, nimmst dir Zeit für dich, Sport, mal raus etc. ?
Alle 6 Wochen Sex ist bestimmt was wenig. Deswegen ist es ja gut, dass die Mutter von deiner Frau da ist - dann solltet ihr euch eure Paar-Zeit nehmen, während die Oma aufpasst.
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Ich denke, ihr müsst erst mal genau klären, was ihr wollt.
Und wer bereit ist, welchen Kompromiss einzugehen. Zum Beispiel Paarberatung. Da müsst ihr an einem Strang ziehen und wenn das nicht klappt, dann bleibt nur die Trennung.

Wobei ich mir an deiner Stelle als erstes überlegen würde, auszuziehen. Es muss ja (noch nicht) für immer sein. Aber einfach mal, dass du aus dem Konfliktbereich raus kommst und dass deiner Frau auch klar wird, dass es ernst ist. Denn vermutlich ist für sie alles in bester Ordnung und du stellst dich nur dumm an.

Dass die ganze Geschichte im Grunde genommen von Anfang an zum Scheitern verurteilt war, siehst du inzwischen evtl. auch so. Aber das ändert rückwirkend leider nichts mehr.

Egal wie es ausgeht, ihr bleibt Eltern und im Interesse eurer Tochter solltet ihr versuchen, da eine möglichst konfliktfreie Lösung zu finden. Das ist aber nichts, was von heute auf morgen geht. Das wird ein weiter Weg werden, aber ihr könnt das schaffen. Alles Gute für euch
 

Benutzer174520  (38)

Öfters im Forum
ich hab mal was von Mediatoren gehört. Vielleicht ist das eine Option
 

Benutzer183259  (50)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ehetherapie. Da liegen einige Dinge im argen... Und ja, 160 min pro Tag pendeln ist einfach katastrophal. Du bist am Ende wegen der Fahrt, sie ist am Ende weil du sie nicht unterstützen kannst. Die Wohnungssituation ist allein deshalb schon eine Katastrophe.

Ist denn überhaupt ein normales Gespräch bei euch möglich?
Warum sieht sie nicht ein, dass du nach einem so langen Tag kaputt bist?

Und was genau erwartet sie von dir?

Weiß sie, wie unzufrieden du mit der Wohnsituation bist?
 

Benutzer180555  (48)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich kenne einen langen Weg zur Arbeit aus eigener Erfahrung. Damals gingen auch fast drei Stunden drauf, hin- und zurück. Ich konnte mich damit auch nicht arrangieren, hab mir dann vor Ort ein Zimmer genommen und mit dem Chef eine Vier-Tage-Woche vereinbart. Telefonische Erreichbarkeit damals am Freitag, heute sicher mit Homeoffice leichter möglich.
Die Wohnsituation direkt bei den Eltern bringt jede Menge Konfliktpotential. Auch das hatte ich schon. Klare Absprachen können das Problem verringern. Ich mag es auch nicht wenn ich in der Unterhose auf dem Sofa lümmele und meine Schwiegers kommen rein.
Ihr geringer Sexdrive ist dann die logische Konsequenz aus Stress, Streit usw. im Urlaub war es ja auch anders ...
Ich sehe wie die Vorschreiber zumindest einen Mediator notwendig, der ihr auch mal deine Sicht der Dinge erklärt.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Ich finde solche Situationen immer wieder faszinierend...
Ist dir eigentlich aufgefallen, dass sie dir vorwirft, was sie selbst nicht so macht?
Sie konnte sich ja auch nicht "anpassen" und musste dringend zu Mama und Papa ziehen. Dann kommt sie damit nicht klar, dass sie so viel allein machen muss, aber du sollst fast 3 Stunden zusätzlich plus mindestens 8 Stunden (vermute ich) plus Pause am Tag machen, dass die Kohle rein kommt.
Die Rechnung kann doch gar nicht aufgehen....

Ich glaube ich würde mich mal mit ihr hinsetzen und mal Klartext reden.
Man könnte z.B. so anfangen: "Du..wir sind gerade beide unglücklich..fakt ist..wenn wir so weiter machen, werden die Eltern von unserem Kind sie bald nicht mehr zusammen großziehen. Ich will das nicht..wie sieht es bei dir aus?"
Sollte sie dir das zuschieben wollen, würde ich darauf pochen, dass Anschuldigungen hier gerade NICHTS zu suchen haben und du erstmal wissen willst, ob sie überhaupt interesse an dir hat. Offen und ehrlich.
Keine Vorwürfe, nur Fakten.
Wenn sie auch noch will...aber auch wirklich will und das nicht so daher sagt, würde ich fragen, was sie bereit wäre zu tun, dass es klappt. Wäre sie bereit zurückzustecken, dass es dir besser geht? Was kann man überhaupt zurückstecken und so geht es an die Substanz? Was ist fair und wo wird es unfair?

Damit hat sie die Chance nachzudenken und eine Entscheidung zu treffen. Wenn es ihr wichtiger ist, bei ihren Eltern zu wohnen, als das Wohlergehen ihrer kleinen Familie, dann kannst du da dran nichts machen. Dann hat sie sich, wie schon von anderen Usern hier, schon lange entschieden und sich nur nicht getraut es sich selbst und dir gegenüber zuzugeben.
Vielleicht hat sie aber doch noch Interesse...dann wäre eine Therapie durchaus eine gute Sache, denn sie schein schon mitten drin zu stecken in den Selbstlügen..Gesund klingt es jedenfalls nicht

Ich, ganz ehrlich, wäre nie bei den Schwiegereltern eingezogen, auch nicht temporär...nicht ohne Notlage. Und schon 3 Mal nicht bei dem weiten Arbeitsweg. Ich hatte mal ca 50 Minuten (fast ohne Berufsverkehr, also stabil) und das hat mich auf Dauer ganz gut fertig gemacht und war einfach vergeudete Zeit.
Auch wenn das Kind anstrengend ist...dann muss man halt eine Lösung finden, die 30 Minuten von den Eltern weg ist und nicht ganz so weit von der Arbeit oder so. Das sollte ja drin sein, dass da mal einer hilft. Ansonsten schafft man das auch so..gerade wenn der Papa mehr da ist, weil er nicht so viel Zeit auf der Straße verbringt. Wir haben 2 von der Sorte...just sayin'...

Reden solltest du aber..und zwar eigentlich schon vor dem Einzug...je länger du wartest, desto wahrscheinlicher ist es, dass ihr bald getrennt seid...das ist natürlich auch eine Möglichkeit WENN du den Mund auf machst..aber dann wäre es anders nicht gegangen und es ist "nur" Traurig für den Nachwuchs...
 

Benutzer184166  (36)

Ist noch neu hier
Vielen Dank für eure Antworten, ich werde jetzt mal ein allgemeines Update geben, weil das Ganze eine doch sehr negative Wendung genommen hat und ich da mit Sicherheit auch viel schuld habe.

Ich hätte einige allgemeine Fragen, wie ihr das seht.

Wir wohnen ja mehr oder weniger im Haus ihrer Eltern. Ich hab davor über 10 Jahre lang alleine gelebt und war natürlich an dieses Leben auch gewöhnt. Sie hat mal ein halbes Jahr mit ihrem Exfreund 10km von ihrem Heimatort weg gelebt, das lief aber nicht, dann trennte sie sich und zog wieder daheim ein, richtete sich ein usw. Noch dazu lebte ich in der Stadt und sie am Dorf.

Es ist einfach Fakt, dass ich mich nicht wohl fühle hier. Ich fühle mich eingeengt, nicht frei, kann mich nicht frei bewegen (da wirft sie mir vor, dass das jeder andere könnte, ich aber einfach total verklemmt bin), fühle mich auch ab und an beobachtet, obwohl ihre Eltern echt nett und cool sind, und außerdem fühlt es sich nicht so wie daheim an. Das klingt hart, weil hier ja auch mein kleines Baby und meine Frau sind.
Als es darum ging, wo wir wohnen sollen, hat sie mir mehr oder weniger einen Rahmen der Entfernung gegeben, bis wohin sie maximal gehen würde. Das war ca. 10-15 Minuten maximal von ihrem daheim weg. Da habe ich nix gefunden, das gepasst hätte, was ich mir auch immer wieder anhören muss. Deswegen versteht sie mein destruktives Verhalten hier nicht. Auch wenn ich mich bemühe, nett und normal zu sein, merkt sie mir immer und immer wieder an, dass ich "verklemmt" und gehemmt hier agiere. Wenn ihr etwas auffällt, wenn z.B. ihr Bruder etc. im Hof sind und ich da dann in dem Moment nicht raus will und sie das merkt, dann kommt es immer zu einem extremen Streit direkt und sie hält mich für verhaltensgestört. Dass ich nicht weiß, wie man sich innerhalb einer Familie verhält, dass ich immer eine schlechte Atmosphäre verbreite, sie dauernd nur Hausarbeiten erledigen lasse und ich nichts beitrage.
Ich trage tatsächlich relativ wenig bei, das liegt aber oft daran, dass ich vom Fahren fix und fertig bin und sie das auch nicht versteht.

Momentan habe ich Ferien, aber es ist nicht besser geworden. Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll, ich fühle mich so eingeengt, kann kaum mal etwas alleine unternehmen, wozu ich Lust hätte, bin immer an dieses Haus gebunden. Ich liebe meine Tochter über alles und spiele sehr viel und gerne mit ihr, gehe spazieren und alles, aber das gibt mir nicht alles. Ich brauche einfach auch mehr, Freunde treffen, Biergarten, Sport mit Freunden. Das ist aber alles in meiner Stadt, die 25 Fahrminuten weg ist ca.
Sind das verwerfliche und unlogische Gedanken, dass ich so bin und so denke?

Die Kommunikation mit meiner Frau ist zudem sehr sehr schlecht geworden. Sie wirft mir immer und immer wieder vor, dass ich nie rede, nie das Gespräch suche und auf sie zugehe. Da hat sie oft tatsächlich auch recht, aber ich bin dann auch schon wieder sehr oft genervt davon, wenn sie mich "wegen meines Verhaltens im Haus" rügt und ich mich dann mehr oder weniger für dieses Verhalten entschuldigen muss (obwohl ich es gar nicht einsehe, dass das falsch war), es läuft einfach nichts mehr unbeschwert und ohne Druck ab, die Lockerheit ist total weg, von Nettigkeiten oder Sex oder sonstwas ganz zu schweigen.

Ist das so verwerflich, dass ich mich hier nicht wohl fühle und eigentlich weg will? Sie sagt, dass sich jeder andere alle Finger danach abschlecken würde, weil wir hier viel Räume, einen großen Hof und Garten haben und ihre Eltern auch da sind, die oft aufpassen etc. Dass das respektlos von mir ist, dass ich sie denke etc.

Danke fürs erneute Lesen..
 

Benutzer148761  (32)

Meistens hier zu finden
Ist das so verwerflich, dass ich mich hier nicht wohl fühle und eigentlich weg will? Sie sagt, dass sich jeder andere alle Finger danach abschlecken würde, weil wir hier viel Räume, einen großen Hof und Garten haben und ihre Eltern auch da sind, die oft aufpassen etc. Dass das respektlos von mir ist, dass ich sie denke etc.
Also ich könnte mir weder vorstellen, bei meinen Eltern noch bei den Eltern meines Mannes zu leben. Ich denke, da geht es vielen so, nicht nur dir. Hast du denn schonmal zu ihr gesagt, dass für dich eine Trennung im Raum steht, wenn sie nicht bereit ist mit dir zusammen eine Wohnung zu suchen, die besser zu deiner Arbeit gelegen ist? Ihr hättet ja viele Vorteile trotzdem noch, wenn ihr vll ne halbe stunde näher an deine Arbeit zieht, könnt ihr immer noch regelmäßig Hilfe mit eurem Kind bekommen.
 

Benutzer148761  (32)

Meistens hier zu finden
Die Kommunikation mit meiner Frau ist zudem sehr sehr schlecht geworden. Sie wirft mir immer und immer wieder vor, dass ich nie rede, nie das Gespräch suche und auf sie zugehe. Da hat sie oft tatsächlich auch recht, aber ich bin dann auch schon wieder sehr oft genervt davon, wenn sie mich "wegen meines Verhaltens im Haus" rügt und ich mich dann mehr oder weniger für dieses Verhalten entschuldigen muss (obwohl ich es gar nicht einsehe, dass das falsch war), es läuft einfach nichts mehr unbeschwert und ohne Druck ab, die Lockerheit ist total weg, von Nettigkeiten oder Sex oder sonstwas ganz zu schweigen.
Du musst natürlich schon wirklich ausführlich mit ihr kommunizieren, auch wenn du keine Lust hast, weil sie dich rügt. Aber sonst könnt ihr euer Problem nicht lösen.
 

Benutzer148761  (32)

Meistens hier zu finden
Das war ca. 10-15 Minuten maximal von ihrem daheim weg. Da habe ich nix gefunden, das gepasst hätte, was ich mir auch immer wieder anhören muss.
Guckst du denn weiterhin regelmäßig nach Möglichkeiten? Weil wenn du ihr keine Alternative anbieten kannst, ist es natürlich relativ schwierig. Auf der anderen Seite muss sie natürlich auch bereit sein, dir entgegen zu kommen, falls es in direkter Nähe nichts gibt. Dann müsst ihr halt den Radius auf 20-30 Minuten erweitern. Wäre ja eh besser wegen deinem Arbeitsweg, oder?
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Eure Wohnsituation ginge für mich absolut nicht, und das würde ich auch deutlich kommunizieren. Aber da sind wir wieder beim Thema Kommunikation: Du musst Klartext reden, auch wenn es unbequem wird.

Und natürlich bedarf es praktischer Lösungen, hier müsstet ihr mittel- bis langfristig – vermutlich im Rahmen einer Paartherapie – eure Lebenssituation verbessern.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer106548 

Team-Alumni
Es ist schade, dass Du meine Frage oben nicht beantwortet hast. Kann es sein, dass Du Angst vor der Antwort hast? Weil sie bedeutet, dass Du endlich mal selber aktiv werden müsstest? Weil Du vielleicht auch mal "Nein" sagen müsstest?

Ich rate normalerweise auch immer zu Gesprächen, evtl. Paarberatung/-therapie. Nur sehe ich eigentlich keinerlei Basis (mehr) bei Euch Beiden. Ihr habt völlig unterschiedliche Vorstellungen vom Leben, Ihr seid Null auf Augenhöhe, sie spielt Mama, Du spielst den Sohn, der versucht, seiner Mama zu gefallen. Auf deutsch: sie bestimmt, Du machst mit, Du versuchst sogar noch, es ihr extra recht zu machen.
Wo bleibst Du denn in der ganzen Geschichte? Wo ging es denn jemals bei Euch um Deine Wünsche, Träume und Lebensvorstellungen? Wo ist sie denn mal Dir entgegen gekommen?

Was war eigentlich in den ersten 3 Jahren? Ich kann nicht so wirklich glauben, dass sie da anders war, dass nicht schon vor der Hochzeit erkennbar war, auf was das Alles hinaus laufen wird. Hat sie Dir echt gesagt, sie möchte mit Dir in der Stadt leben? Habt Ihr echt geheiratet, ohne über Eure Zukunftswünsche zu sprechen?

Wo arbeitet sie eigentlich?

Ich würde noch ein Mal mit ihr reden. Ihr klar machen, was Du uns hier sagst. Dass Du auf keinen Fall weiter bei Mami&Papi im Kinderzimmer wohnen möchtest (denn das macht Ihr im Grunde doch), dass Du wieder in der Stadt wohnen möchtest, dass Du keine Lust mehr auf diese Pendelei hast usw. Und, dass Du keine Lust mehr auf ihr Gemotze hast sondern Dir eine Kommunikation, wie sie unter Erwachsenen üblich ist, wünschst.
Und dann fragst Du sie, wie sie sich eine Lösung dafür vorstellt. Und sagst direkt dazu, dass die Lösung nicht lautet, dass Du weiter Alles tust, was sie will.

Ich befürchte, ich kenne die Antwort. Und schätze, im Grunde kennst Du sie auch. Nur solltest Du dann auch die Stärke haben, eventuelle Konsequenzen zu ziehen. Und vll auch mal daran denken, was Du Eurer Tochter da vorlebst.
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Ihr beide lebt zwei völlig verschiedene Leben, die außer der selben Meldeadresse nichts mehr gemein haben, oder?

Praktische Tipps wären, außer dass ihr aus dem Haus müsst:
1) Kann man das Haus der Eltern so umbauen, dass ihr in getrennten Wohnungen lebt? Also richtig getrennt? Wenn dem so wäre, wäre das für dich ein gangbarer Kompromiss? Jetzt hört es sich für mich so an, als hättet ihr eine Art offene WG zu fünft? Ihr lebt quasi zu 5. zusammen oder? So wie andere das im Urlaub mal für eine Woche machen... (Ich gerade aktuell. Wir sind 6 Personen, 3 Generationen. So schön ich das für ein langes WE ja auch finde, so wenig kann ich mir das als Dauerlösung vorstellen. - und ich habe auch noch nie weiter als 10km weit entfernt von "zuhause" gewohnt. Bin gerade mal aus der PLZ rausgekommen ;-) Man kann sich nahe sein, ganz ohne unter einem Dach zu leben.)

2) Will deine Frau wieder arbeiten? Geht deine Tochter in die Kita? Oder kommt sie es jetzt im Sommer? Ich fand das immer sehr entlastend, wenn die Kids externe Betreuung hatten. Wer selbst arbeitet hat auch mehr Verständnis für den anderen arbeitenden Partner. Man kann sich so mal gemeinsam einen freie Tag gönnen, das Kind ist ausgepowert, etc, etc.

3) Wie realistisch wäre für dich ein Arbeitswechsel näher an den Wohnort? Möchtest du das? Oder steht das nicht zur Debatte? Wäre das in der Theorie überhaupt machbar? Wäre für dich Lösung: Wohnort der Eltern (getrenntes Haus, oder eine Bude um die Ecke), mit einer Arbeit im Wohnort in der Theorie eine schöne Vorstellung? Oder wäre das für dich Horror, weil du eigentlich zurück in die Stadt willst?

4) Wenn sie (wieder?) arbeitet könntest du dann weniger arbeiten, zb nur 4 Tage? Wie sieht es mit Homeoffice aus? Könntest du dich und euch als Familie mit weniger Fahrerei entlasten? Wir merken wie GEIL es ist, dass mein Mann 9/10 Tagen im HO ist (Danke Corona!). 8 Std arbeiten, bedeutet exakt: 8 Stunden und 2 Minuten "weg sein". Das ist für das Familienleben GENIAL. Mir ist natürlich bewusst, dass das in vielen Jobs nicht machbar ist. Egal ob Busfahrer, Labor, Lehrer oder Kassierer.

5) Wie ist deine Beziehung zu den Schwiegereltern? Kannst du offen mit ihnen reden? Sehen sie sich als wichtige Bezugspersonen für ihre Tochter oder stehst du an erster Stelle? (aus ihrer Sicht) Ach ja, was meinst du: Sind ihre Eltern wichtiger, oder du? Wenn sie die Pistole an die Brust gehalten bekäme, für wen würde sie sich entscheiden? Und was macht der Gedanke mit dir?

6) Wenn du ganz ehrlich bist: Willst du diese Ehe retten? Willst du Kompromisse und Lösungen finden, oder willst du, wenn du ehrlich bist, ein Ende finden?

7) Liebst du diese Frau noch? Oder liebst du nur noch die Vorstellung von dem, was sie vor 5 Jahren mal war?
 

Benutzer183259  (50)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich brauche einfach auch mehr, Freunde treffen, Biergarten, Sport mit Freunden. Das ist aber alles in meiner Stadt, die 25 Fahrminuten weg ist ca.
Sind das verwerfliche und unlogische Gedanken, dass ich so bin und so denke?

Ich finde das völlig normal und finde 25 Minuten Fahrt nicht unzumutbar.
Wenn man auf dem Dorf wohnt, ist das halt so, das man fahren muss.

Oder lade Deine Freunde doch mal zu Dir ein?!
 
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