Ehe kaputt. Chaos im Kopf. Thread eröffnet.

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Benutzer237108  (39) Ist noch neu hier
  • #1
Hallo zusammen,
die Überschrift verrät ja schon grob, worum es hier gehen wird. Meine Frau und ich werden uns mittelfristig trennen. Und wahrscheinlich ist das auch richtig so.
Trotzdem möchte ich mir hier einiges von der Seele schreiben. Wir stecken beide emotional ziemlich tief drin, können aber darüber kaum vernünftig und offen miteinander reden. Die Fronten sind festgefahren, wir haben uns über Jahre immer weiter voneinander entfernt und es wirkt schon länger wie ein Zusammenleben nebeneinander statt miteinander. Warum schreibe ich das hier? Zum einen, weil ich einfach reden beziehungsweise schreiben muss. Zum anderen, weil ich gerne Meinungen von außen hören möchte. Kritik gehört genauso dazu wie Zuspruch. Ich möchte reflektieren, wo ich Fehler gemacht habe. Wo ich vielleicht unfair zu ihr oder auch zu mir selbst war. Mein moralischer Kompass zeigt nämlich auch nicht immer schnurgerade nach Norden. Und vielleicht hilft mir das Schreiben auch dabei, die letzten Jahre besser zu verstehen. Nicht um die Ehe noch zu retten — daran glaube ich ehrlich gesagt nicht mehr. Sondern um irgendwann mit etwas mehr Klarheit aus der Sache rauszugehen. Vielleicht sogar ein kleines bisschen klüger. Wäre bei 16,5 Jahren Beziehung ja immerhin angemessen.

Wir sind seit 16,5 Jahren zusammen, davon 13 verheiratet. Zwei Kinder, 10 und 5 Jahre alt. Wir sind beide Jahrgang 1986 und inzwischen vermutlich emotional ungefähr so frisch wie ein vergessenes Brötchen hinter der Heizung.
Die letzten Jahre waren geprägt von Frust, Distanz, Streit, Missverständnissen und diesem schleichenden Gefühl, dass man sich gegenseitig einfach nicht mehr erreicht. Vor etwa zwei Monaten haben wir dann wieder über Trennung gesprochen. Das kam früher schon öfter vor, aber eher unterschwellig. So als würde man testen, ob beim anderen noch irgendwas an Hoffnung oder Kampfgeist vorhanden ist. Dieses Mal war es anders. Da lag keine Wut mehr in der Luft, sondern Resignation. Als wären alle Kämpfe bereits geführt worden und keiner hätte mehr Kraft, noch einen weiteren anzufangen. Es fühlte sich endgültig an.
Kurz davor war sie mit den Kindern drei Wochen in einer Mutter-Kind-Kur. Beim Telefonieren war die Stimmung mal okay, mal angespannt. Als sie zurückkam, haben wir beide versucht, uns zusammenzureißen. Freundlicher zu sein. Aufmerksamer. Wir hatten uns zur Begrüßung geküsst. Dieser Kuss war seltsam. Nicht feindselig, aber kalt. Vorsichtig. Fast distanziert. Es war unser letzter Kuss. Ein paar Tage später hatte uns der Alltag wieder komplett eingesammelt. Dicke Luft, Diskussionen, kleinere Streits. Irgendwann saßen wir abends zusammen am Tisch und sie sagte, dass sie während der Kur viel über sich und unsere Ehe nachgedacht hätte. Dass sie nicht mehr kann und auch nicht mehr möchte. Dass wir uns auseinanderentwickelt haben und uns gegenseitig nicht mehr das geben, was wir eigentlich brauchen.
Dann machte sie zwei Vorschläge: Entweder die klare Trennung. Oder wir bleiben wegen der Kinder zusammen und jeder lebt mehr oder weniger sein eigenes Leben. Mit Freiraum, neuen Kontakten und der Möglichkeit, andere Menschen zu treffen. Also praktisch eine offene Ehe. Nur eben nicht als modernes Lifestyle-Experiment, sondern weil zwischen uns ein ganzer Canyon entstanden ist. Ich sagte ihr, dass ich ähnlich denke. Nicht erst seit gestern. So eine Schieflage entsteht ja nicht plötzlich über Nacht. Die baut sich langsam auf und ich gehöre nicht zu den Menschen, die dann völlig überrascht vor den Trümmern stehen und sagen: "Wow, damit hätte ich jetzt wirklich nicht gerechnet." Ich fragte sie dann, ob sie jemanden kennengelernt hat. Oder ob während der Kur irgendwas passiert ist. Die Frage kam nicht aus dem Nichts. Vor neun Jahren war sie mir fremdgegangen. Damals waren wir ebenfalls in einer schwierigen Phase. Und es war keine einmalige dumme Aktion, sondern eine monatelange Affäre mit einem ehemaligen Nachbarn. Genau genommen eine Sommerromanze mit Gefühlen, die sie für ihn hatte. Die er nicht erwiderte, gerne aber die körperliche Zuwendung mitnahm. Seine Frau hat ihn damals verlassen nachdem alles aufgeflogen war. Ich habe ihr irgendwann verziehen. Zumindest irgendwie. Vergessen habe ich es allerdings nie. Und heute weiß ich auch, dass ich das vermutlich kein zweites Mal könnte. Während der Kur hatte sie schnell Anschluss gefunden. Sie ist ein extrovertierter Mensch (ganz anders als ich), es fällt ihr leicht Kontakt zu Menschen zu knüpfen. Dort verbrachte sie viel gemeinsame Zeit mit anderen Müttern und Vätern - sie waren eine gemischte Truppe. Zusammensitzen, vormittags Freizeit ohne Kinder, abends Wein trinken ohne Kinder. Eigentlich erstmal nichts Verwerfliches. Aber mit unserer Vorgeschichte fühlt sich mein Misstrauen auch nicht komplett aus der Luft gegriffen an. Ihre Antwort auf meine Frage war ziemlich kurz: "Ich habe dort Aufmerksamkeit bekommen." Mehr kam nicht. Ich habe auch nicht weiter nachgefragt. Einerseits weil ich glaube, dass sie sowieso nicht alles erzählt hätte. Andererseits weil ich mir nicht sicher bin, ob ich die Antworten überhaupt hören möchte, wenn sie denn ehrlich und offen antworten würde. Und jetzt sitze ich hier und weiß nicht wie es weitergehen soll.
Bleiben wir erstmal zusammen wegen der Kinder?
Dann könnte ich sie jeden Tag sehen, finanziell wäre erstmal alles stabil und das Familienleben würde zumindest äußerlich weiterlaufen. Andererseits müsste ich akzeptieren, dass meine Mitbewohnerin jederzeit andere Männer treffen/besuchen kann. Was sie wahrscheinlich macht, denn sie ist oft alleine unterwegs. Während ich als offiziell verheirateter Typ und ohne eigene Rückzugsmöglichkeit vermutlich nicht gerade als heiße Aktie auf dem Datingmarkt gelte. Trennen wir uns dagegen komplett, wird es finanziell schwierig. Höhere Steuerlast, Kindesunterhalt, möglicherweise Ehegattenunterhalt. Ich mache aktuell zusätzlich noch eine Weiterbildung neben dem Beruf, die mich Zeit, Energie und Geld kostet und noch etwa 1,5 Jahre läuft. Und auch sie ist momentan finanziell nicht wirklich unabhängig. Sie arbeitet nicht gerne in ihrem klassischen Job und steckt ihre Energie lieber in ihr Nebengewerbe. Kann ich ihr nicht mal übel nehmen. Aber dadurch hängen wir wirtschaftlich gerade beide irgendwie gegenseitig aneinander.
Vielleicht rede ich mir damit auch einfach nur Gründe ein um vor einer Entscheidung davonzulaufen, die mir eigentlich Angst macht.
 
R
Benutzer193222  (41) Verbringt hier viel Zeit
  • #2
Du wolltest ja eine Einschätzung haben, nur fehlt mir dafür leider mehr Information für die Jahre bevor es zur endgültigen Trennung kam. Was genau liebst du an ihr? Was verbindet euch außerhalb der Kinder und Finanzen? Lief es denn mal gut? Für mich klingt deine Beschreibung nämlich eher danach, dass eure Ehe schon über viele viele Jahre nicht mehr von Liebe geprägt war. Habt ihr nach der Affäre denn eure Probleme gelöst? Kommt mir nicht so vor, sondern eher alles unter den Tisch kehren und weiter nebeneinander her leben.
 
T
Benutzer189289  (38) Öfter im Forum
  • #3
Lieber TS,

Ich kann dich durchaus verstehen. Ich habe ähnliches durch.

Zu allererst, was möchtest du eigentlich für die Zukunft? Das klingt zwar seltsam, aber wenn ihr zusammenlebt, dann wird es auch immer wieder Spannungspunkte geben. Irgendwie klingt es auch so raus, als wäre von deiner Seite emotional noch mehr in der Ehe als von ihrer Seite. Wenn du dann aber mitbekommst, dass sie sich mit anderen Männern trifft, kann dich das auch wieder treffen.

Gleichzeitig bekommen die Kinder dennoch alles mit, das kann ich dir versichern. Ihnen wird es auch nicht besser gehen, wenn ihr euch kaum noch etwas zu sagen habt.

Der finanzielle Aspekt ist natürlich wichtig, das stimmt. Aber auch nur deswegen weiter alles so weitermachen, geht auch nicht.
 
S
Benutzer152906  (48) Beiträge füllen Bücher
  • #4
Bleiben wir erstmal zusammen wegen der Kinder?

Wenn ihr das macht, dann solltet ihr den Kindern aber auch "reinen Wein" einschenken. Deutlich machen, das ihr getrennte Wege geht, aber es (ggf.) sowohl aus Kostengründen, als auch für die Kinder erst einmal so macht, das ihr zusammen wohnen bleibt.

Während ich als offiziell verheirateter Typ und ohne eigene Rückzugsmöglichkeit vermutlich nicht gerade als heiße Aktie auf dem Datingmarkt gelte.

Das kommt (wie immer) ganz darauf an. Manche Frauen suchen genau so etwas. Aber ich gebe Dir recht ... wohl nicht die Mehrheit.
 
blackinmind
Benutzer27300  (49) Planet-Liebe-Team
Moderator
  • #5
Was vorher war oder wie es lief ist an dem Punkt an dem ihr mittlerweile angekommen seid doch im Grunde egal. Ihr habt beide mit der Beziehung abgeschloßen. Die Frage vor der du aktuell stehst, ist doch, wie es weitergeht. Und im Grunde kennst du die Antwort darauf auch schon.

Kannst du dir wirklich vorstellen, die Fasssade aufrecht zu halten und gemeinsam mit ihr weiter zusammenzuleben? Einzig wegen der Kinder und der Finanzen?

Klar. Für die Betreung der Kinder wäre das natürlich am einfachsten. Aber glaubst du, die bekommen nicht mir, was bei euch läuft (bzw. nicht mehr läuft)? Denkst du, ihnen ist damit geholfen, wenn die Eltern so ein Scheinleben nebeneinander führen? Die merken natürlich, was los ist. Eine solche Situation kann für Kinder schwerer sein, als eine endgültige Trennung.

Und die Finanzen. Ja, das kann ich nachvollziehen. Da kommt einiges auf euch zu, vor allem vermutlich auf dich, als Unterhaltspflichtiger gegenüber den Kindern und ggf. auch ihr (da sie ja scheinbar aktuell auch keiner Vollbeschäftigung mit vollem Gehalt nachgeht?). Du wirst dich seelisch und moralisch wohl darauf ainstellen müssen, je nach Einkommensverhältnissen, bis auf weiteres unter Berücksichtigung deiner Unterhaltpflichten gegenüber den Kindern und ggf. auch deiner Frau, mit dem gesetzlichen Selbstbehalt rumkommen zu müssen.

Aber glaubst du, dass ihr als "Mitbewohner in einer WG" dauerhaft glücklich werden könnt? Das klingt für mich nach einer grauenvollen Situation, in der keiner von euch wirklich eine Möglichkeit hat, mit der Vergangenheit abzuschließen bzw. diese zu verarbeiten, um dann irgendwann auch wieder perspektivisch einen Neuanfang zu starten?

Hier passen dann in meinen Augen ein paar Phrasen: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Man reitet kein totes Pferd.

Sicherlich hast du eine harte Zeit vorraus. Aber wenn ihr das vernüftig angeht, seid ihr eininiger Zeit über das Gröbste raus und es kehrt auch wieder Normalität ein. Auch die Situation mit den Kindern wird sich einspielen. Irgendann kannst du dann auch wieder nach vorne schauen.
 
S
Benutzer232024  (53) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #6
Bleiben wir erstmal zusammen wegen der Kinder?
Hallo Leidensgenosse!

Na Servus und willkommen im Club. Ich befinde mich seit einiger Zeit in einer ähnlichen Situation.
Auch bei uns sind es 16 Jahre gewesen, aber wenn ich ehrlich bin, lief zumindest das letzte Jahr nicht mehr rund, vielleicht schon länger und als sie die Trennung aussprach, war ich auch nicht überrascht. Auch nicht geschockt und auch nicht traurig.
Es war einfach so, daß gesagt wurde, was eh schon lange Zeit dunkel über uns schwebte.

Zu dieser einen Frage, die ich mir explizit herausgepickt habe:
Ich bin derzeit aufgrund verschiedener Umstände noch gewzungen, das Haus mit ihr zu teilen, vor allem, weil sie sich einen Auszug aktuell nicht leisten kann. Zum Glück gibt es räumlich genug Möglichkeiten, sich aus dem Weg zu gehen und zurückzuziehen.

Aber: für mich ist das kein Dauerzustand. Ein paar Monate vielleicht, ja, aber nicht länger.

Zu Dir:
Überlege Dir das gut, nur wegen der Kinder zusammen zu bleiben.
Ich will Dir das nicht ausreden, aber stell Dir mal ein paar Fragen:
  • wie wird das für Dich sein, trotz Trennung ihr jeden Tag zu begegnen - nicht auf der Straße sondern im eigenen Haus?
  • wie würdest Du denn eine neue Partnerschaft mit jemand anderes (was irgendwann sicher der Fall wird) gestalten können?
  • wie würdest Du Dich fühlen, wenn sie jemand neues hat? Vielleicht sogar mitbringen will?

Ich könnte das nicht haben, es würde mich ärgern, mir zusetzen.
Deswegen: nicht im selben Haus.

Ich weiß, Kinder wünschen sich oft, daß Mama und Papa zusammen bleiben, aber was haben die Kinder davon, wenn einer oder beide mental unter dem Zustand leiden?
 
Zuletzt bearbeitet:
Norddeutsch1705
Benutzer192555  (53) Planet-Liebe-Team
Moderator
  • #7
Ich bin damals nach der Trennung noch zwei Jahre der Kinder wegen im gemeinsamen Haus geblieben. Das Haus war mit 220 qm groß genug, um sich aus dem Weg zu gehen.

Aber ich hab mich dort überhaupt nicht mehr wohl gefühlt und hab zunehmend festgestellt, wie sehr mir die Situation förmlich an die Nieren ging.
 
S
Benutzer232024  (53) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #8
Ich bin damals nach der Trennung noch zwei Jahre der Kinder wegen im gemeinsamen Haus geblieben. Das Haus war mit 220 qm groß genug, um sich aus dem Weg zu gehen.
Zwei Jahre sind sehr lang, zumindest in so einer Situation.
Ich bewundere Deine Stärke.

Aber ich hab mich dort überhaupt nicht mehr wohl gefühlt und hab zunehmend festgestellt, wie sehr mir die Situation förmlich an die Nieren ging.
Ganz genau, so geht es mir auch und ich glaube nicht, daß jemand sich dauerhaft so etwas antun sollte, weil eben man nicht nur selbst sondern auch die Kinder drunter leiden werden.
Kinder sind nicht doof, vor allem nicht je älter sie werden, vielleicht schon in der Pubertät sind.
Die bekommen die Spannungen ja mit.
 
Bembelschorsch
Benutzer186758  (53) Öfter im Forum
  • #9
Bei mir waren die Kinder schon erwachsen und aus dem Haus. Bei uns gab's fast nix negatives, das Projekt getrennt gemeinsam zu wohnen haben wir nach 2 Monaten aufgegeben.
Ich würde wenn auf jeden Fall mit den Kindern reden, die bekommen das mit und reden ja auch untereinander.
Musst du wissen wie sehr es dich schmerzen würde , wenn sie sich jetzt offensiv auslebt.
Ich würde niemals (!!!) aus finanziellen Gründen in einer Beziehung bleiben. Es gibt immer Möglichkeiten und manchmal muss man sich im Leben bescheiden.
Mir war das mit Ehe Schließung klar und ich könnte die geleistete Care Arbeit meiner Ex nie finanziell gerecht ausgleichen.
 
S
Benutzer152906  (48) Beiträge füllen Bücher
  • #10
Ganz genau, so geht es mir auch und ich glaube nicht, daß jemand sich dauerhaft so etwas antun sollte, weil eben man nicht nur selbst sondern auch die Kinder drunter leiden werden.

Das man selbst und / oder die Kinder darunter leiden werden, ist aber überhaupt nicht gesagt / in Stein gemeißelt.

Kinder sind nicht doof, vor allem nicht je älter sie werden, vielleicht schon in der Pubertät sind.
Die bekommen die Spannungen ja mit.

Richtig ... deshalb auch "mit den Kindern darüber reden". Und wenn das Paar dann Regeln aufstellt, mit denen sie leben können (z.B. kein neuer Partner wird ins Haus / die Wohnung mitgebracht), dann wäre das auch völlig in Ordnung.

ABER ... das Paar muss wie gesagt damit klarkommen. Und es sollte natürlich kein "ich stimme aus finanziellen Gründen zu" sein, sondern wirklich eine gut überlegte und durchdachte Entscheidung dafür sein.
 
G
Benutzer236955  (52) Klickt sich gerne rein
  • #11
So, wie ich Deinen Text lese, lese ich zwei Dinge heraus:

1. Die Liebe ist nicht mehr da, die für eine Paarbeziehung notwendig ist. Dass man dennoch nicht unbedingt einen neuen Partner erleben will, das hat mit dem Verlust zu tun, den man trotzdem verarbeiten muss, nicht mit Eifersucht, weil man noch liebt und nicht verlieren will. So, wie Du es beschreibst, ist die Liebe nicht mehr da, bei beiden nicht, nicht einmal Gesten der einstigen Liebe wie Küsse.
2. Das Problem der meisten Trennungen, Kinder und Finanzen! Sich emotional zu binden, das passiert zwischen Menschen nun mal (nennt sich Liebe), sich damit aber finanziell abhängig zu machen, das muss man verhindern. Und genau da muss man von Anfang an auch Vorsorge betreiben. Die Kinder spüren die emotionale Distanz sowieso schon, mit 10 Jahren mehr als mit 5 Jahren, aber beide spüren es jetzt schon. Immerhin hattet ihr 6,5 Jahre Zeit, Euch finanziell unabhängig voneinander zu machen, bis das erste Kind kam. Da hat man ein Fundament geschaffen, auf dem man aufbaut. War denn eventuell da schon eine Schieflage und die Idee, dass man die Liebe mit einem Kind retten kann und damit als Eltern/Familie auch wieder mehr liebt? Nun, das ist eher ein Wolkenschloss als ein realer Weg in Erfolg (Chance 1:100 vielleicht?)
Und überlege, was es bedeutet, "für die Kinder" zusammenzubleiben! 10 Jahre/5 Jahre alt, d.h. mindestens noch 8/13 Jahre (mindestens so lange, bis das Kindergeld ausläuft (18 ohne Verlängerungsantrag) oder bis dann kein Anspruch mehr besteht —> Ausbildung (bis 21)/Studium (bis 25)) und gleichzeitig Kinder zu erziehen, die die Distanz und Diskrepanz zwischen den Eltern hautnah, weil räumlich nah, ständig mitbekommen. Ist das dann okay? Liebevolle Familie spielen bei unüberwindbarer, emotionaler Distanz von zwei Beteiligten?
Die Finanzen, daran klammern sich viele, die nicht entsprechend vorgesorgt haben und somit in Abhängigkeiten geraten sind. Die suchen dann den greifbaren, rationellen Grund , damit sie die emotionale Entscheidung nicht fällen müssen. Aber: für die Kinder ist das schlimmer als die klare Trennung!
Wichtig ist nur, dass alle Beteiligten Stabilität und Sicherheit in der Seele haben und das ist mit Geld nicht zu finanzieren.
 
Pizzabäckerin
Benutzer191613  (43) Öfter im Forum
  • #12
Ich verstehe nicht so ganz, was die Probleme sind, die ihr habt. Also weshalb es Streit gibt. Davon ist es ja auch abhängig, ob ein weiters Zusammenleben funktionieren kann.
 
S
Benutzer235468  (36) Ist noch neu hier
  • #13
Ich würde die klare Trennung empfehlen. Kinder merken so was und das kann ganz schön viel kaputt bei denen machen. Außerdem wird das irgendwann mit neuen Partnern noch schwieriger und die kommen mit Sicherheit irgendwann.

Finanziell ist eine Scheidung immer bescheiden. Dann muss sie halt wieder normal arbeiten, ist halt so, was soll man sonst machen?
 
Katzenauge123
Benutzer202690  (41) Verbringt hier viel Zeit
  • #14
Bei mir und meinem Ex-Mann kam die Trennung auch nach 17 Jahren - ähnliche Beziehungsdauer wie bei euch.
Er hatte sich fremdverliebt, hatten aber auch andere Konfliktthemen.

Ich hätte nicht mehr mit ihm zusammenwohnen können/wollen.
Wollte er auch gar nicht.

Ein halbes Jahr versuchten wir die Ehe zu retten - hat nicht geklappt.

Wir hatten dann einen Mediator zu Rate.
Er hat mit uns Lösungswege erarbeitet.
Das würde ich euch auch empfehlen.
Für den Umgang, für finanzielle Geschichten.
Alles zum Wohle der Kinder.
 
S
Benutzer152906  (48) Beiträge füllen Bücher
  • #15
Liebevolle Familie spielen bei unüberwindbarer, emotionaler Distanz von zwei Beteiligten?

Davon ist doch überhaupt keine Rede und "wegen der Kinder zusammen zu bleiben" bedeutet DAS auch nicht notwendigerweise. Wie schon erwähnt, kann man den Kindern auch direkt sagen, was Sache ist. Und ich zumindest kann für mich sagen, das mein Sohn mir vor einigen Jahren mal "aufs Butterbrot geschmiert hat", das es ihm lieber gewesen wäre, wenn wir weiterhin zusammen gewohnt hätten.

Es ist mitnichten so, das es nur eine richtige Lösung gibt bzw. nur einen Weg.

Wichtig ist nur, dass alle Beteiligten Stabilität und Sicherheit in der Seele haben und das ist mit Geld nicht zu finanzieren.

Soweit richtig ... nur sollte man sich dann auch an seinen eigenen Worten messen lassen. Und die sagen ziemlich klar "es muss nicht unbedingt die Trennung sein, sondern es kommt auf die Beteiligten an".
 
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R
Benutzer193222  (41) Verbringt hier viel Zeit
  • #30
Wird halt für Euch beide ein harter Ritt. Finanziell wirds übel werden, da zwei Haushalte zu finanzieren sind. Kindergeld wird ihr zufließen wenn die Kids bei ihr bleiben. Dazu zahlst Du für zwei Kids gem. Düsseldorfer Tabelle.

Auch wenn sie mit zwei Kids auf den Datingmarkt tritt (in Datingkreisen gerne "Altlasten" genannt) hat sie einen Vorteil: sie kann mit Sex oder Aussicht darauf locken. Und ja, das motiviert den möglichen Next von der Nordseekur. Zum Warten, emotional stützen, Schränke tragen am Auszugstag und Lampen aufhängen in der neuen Wohnung.

Du musst mit einer Next dann Patchwork leben, ihr die Ferienzeiten Deiner Ex verkaufen und die Frage beanworten, warum Du jeden Monat 2000 Euro an die Ex schicken musst (Dein Mehrverdienst wird natürlich angerechnet in dann 2 Jahren). Dazu darf eine künftige Partnerin auch Umgangswohnraum für Deine Kids mitbezahlen bei Zusammenzug. Machen auch nicht alle so gern.

Ja, natürlich kann man wieder glücklich werden, es wird aber viel Arbeit. Und es wird auch Konflikte darüber mit den neuen Partnern geben.
Na nu aber, Frauen haben es mit Kindern noch schwerer auf dem Datingmarkt. Und wenn er seine Kinder genauso oft hat wie seine Frau, muss er auch keinen Unterhalt bezahlen. Er muss auch nicht zwei Haushalte finanzieren.
Und niemand muss sofort wieder zusammenwohnen mit neuen Partnern. Das es danach nicht leicht wird, ist klar. Vor allem bei Kindergeburtstagen oder anderen Festen. Bei Absprachen und Organisation der neuen Situation.
 
Bembelschorsch
Benutzer186758  (53) Öfter im Forum
  • #35
Waffenstillstand. Solange alles ruhig bleibt, funktioniert es. Wenn sich aber zu viel Frust aufgestaut hat, explodiert irgendwann einer von uns und dann entlädt sich alles auf einmal. Danach vergehen oft wieder Tage, bis überhaupt normale Gespräche möglich sind.
Das ist so bsp. ein Thema das sollen die Kinder nicht spüren oder mitbekommen?
Man kann das auch einem 5j vermitteln das sich was verändert und das es nicht die Schuld (!!!) des Kindes ist, da gibts auch professionelle Hilfe. Bei einem meiner Enkel wurde das nicht gemacht in der Folge hat er 2j nicht gesprochen und es war ein sehr harter Weg das alles auszuräumen. Heute alles tutti .
Ich möchte dich nicht angreifen, mein Gefühl (!) beim lesen ist eine gewisse Überheblichkeit deinerseits gegenüber ihr.
Gerade das Dauerthema wer macht was oder mehr wird von männlicher Seite oft falsch eingeschätzt ( so richtig falsch ich war auch so einer…).
Ich gehe davon aus das jede Frau auch Schränke aufbauen kann !!!!! Als Gedankenanregung
 
Buenosaurus
Benutzer186761  (53) Öfter im Forum
  • #40
Das ist schön. Ich hoffe, dass die Resonanz dir hilft, dass du gewisse wenig zielführende Nebendiskussionen - wie z.B. die über die Chancen von Geschiedenen auf dem Datingmarkt - als Hintergrundrauschen ausblenden kannst, und dass du bereit bist, die Kritik, die sich mitunter auch direkt gegen dich richtet, aufzufangen und als Kritik für dich konstruktiv zu verarbeiten. Weiter so!
.Ob wir emotional bereits vollständig mit der Ehe abgeschlossen haben kann ich schwer beurteilen. (...)
Was sie denkt oder fühlt, weiß ich nicht. Wir reden inzwischen kaum noch über persönliche Dinge. Meistens geht es nur um Organisatorisches. (...)
[...]
Ein Teil von mir denkt manchmal, dass sie emotional vielleicht doch noch nicht komplett abgeschlossen hat. Ein anderer Teil fragt sich, ob ich ihr freundliches und respektvolles Verhalten möglicherweise als Signale interpretiere, die gar keine sind. Vielleicht steckt hinter ihrer Freundlichkeit nicht die Hoffnung auf einen Neuanfang, sondern einfach die Tatsache, dass wir 16,5 Jahre zusammen waren, zwei Kinder haben und sie trotz allem respektvoll mit mir umgehen möchte.
Genau das fällt mir momentan am schwersten auseinanderzuhalten.
Ich weiß ja nicht, was für eine Art Mensch deine Frau ist, aber es wundert mich, dass du so wenig über ihre derzeitige Gefühlslage weißt und dass du dich darauf angewiesen glaubst, aus ihrem Verhalten Schlüsse auf ihr Denken und Fühlen zu ziehen. - Könntest du dich denn nicht gerade jetzt, da ihr offensichtlich nicht mehr "Mann und Frau" seid, mit ihr an den Küchentisch setzen und eure jeweiligen Gefühlswelten gegenseitig miteinander besprechen? Also - möglichst in der Form gewaltfreier Kommunikation, ohne Vorwürfe, ohne Schuldzuweisungen; mehr so ein "Ich habe oft so das Gefühl, dass du noch nicht abgeschlossen hast - kann das sein?" oder "Manchmal sind wir doch noch ein bisschen ein Team, nicht wahr? Was denkst du, wie wir diese Krise gemeinsam durchstehen können, ohne gegeneinander zu gehen? Was müsste ich deiner Ansicht nach dafür tun oder sagen?" - Und dann: Zuhören! Nicht widersprechen, nicht in eine Defensivhaltung gehen. Einfach nur einander zuhören.

Noch eine schöne Frage, die mir gerade in den Sinn kommt, ist: "Du, sag' mal, wir sind jetzt schon so lange zusammen. Und jetzt sind wir's nicht mehr. Wo lag denn für dich der Punkt, an dem dir klar wurde, dass es nicht mehr so weitergehen kann?" Und dann wieder: einfach nur zuhören. Erstmal nichts sagen, nicht antworten, dich nicht verteidigen, nicht argumentieren.
Zum Thema Kinder:
Einige schrieben wir sollten den Kindern möglichst früh reinen Wein einschenken. Grundsätzlich verstehe ich den Gedanken. Kinder haben ein Recht darauf zu erfahren was in ihrer Familie passiert. Bei unserer Tochter mit ihren 10 Jahren könnte ich das noch eher nachvollziehen. Aber wenn aktuell noch kein Auszugsdatum feststeht, wir selbst noch nicht wissen wie der weitere Weg aussieht und der Alltag im Moment weitgehend normal läuft frage ich mich, ob eine sehr frühe Information nicht eher zusätzliche Verunsicherung schafft. Und bei unserem fünfjährigen Sohn frage ich mich ganz ehrlich, was er mit dieser Information überhaupt anfangen soll. Wie erklärt man einem Kind in dem Alter eine Trennung, die vielleicht erst in ein oder zwei Jahren tatsächlich vollzogen wird?
Eine Trennung ist eine Trennung. Das hat in meinem Fall sogar mein damals Vierjähriger begriffen. Glücklich darüber war er nicht, aber er hat es verstanden.

Insofern würde auch ich - wie so viele andere User:innen hier - dafür plädieren, dass eine schnelle und deutliche räumliche Trennung noch das wäre, was Kinder am schnellsten und einfachsten verarbeiten können.

Ich gebe dir aber recht, dass eine undeutliche Nachricht wie "Mama und ich werden uns vielleicht in zwei Jahren trennen, vielleicht erst auch in drei, und bis dahin werden Mama und ich wie Freunde zusammenleben" bei einem Fünfjährigen ganz falsch ankommen könnte. Wäre ich dieser Fünfjährige: ich würde sofort die "Schuld" bei mir selbst suchen und mich jederzeit panisch fragen: "Was kann ich jetzt sagen oder tun, oder, noch wichtiger: zu sagen oder zu tun vermeiden, damit sich meine Eltern dann doch nicht trennen?"

Wie gesagt, mein eigener Vierjähriger hat damals sofort verstanden, dass eine Trennung eine Trennung ist und dass er mit seiner Mutter in die Großstadt zurückzuziehen hat und dass keine Macht der Welt das noch ändern kann.

Aber dann hat er seiner Mutter noch ein erstaunliches Konditional abgerungen: "Aber wenn ich plötzlich krank werde, dann darf Papa mich schon besuchen?" Und seine Mutter hat ihm das zugesichert.

Mein Sohn ist daraufhin prompt krank geworden. Besuchen durfte ich ihn damals trotzdem nicht, weil seine Mutter ihr Versprechen an ihn revidiert hatte.

Damit will ich sagen: Ja, ein Fünfjähriger wird leiden. Er wird leiden, wenn ihr ihm reinen Wein einschenkt (wie so manche User:innen das hier so schön formuliert haben), er wird aber auch leiden, wenn er nur "ungefähre" Informationen bekommt und sich dann in einer Schuldspirale gefangen sieht, in der er sich immer wieder fragt, wie er die Eltern zum Zusammenbleiben motivieren könnte.

Für deinen Fünfjährigen wäre eine sofortige räumliche Trennung besser zu verarbeiten als jedes andere Konstrukt.

Aber auch das solltest du vielleicht mal deine Frau, die nicht mehr deine Frau ist, fragen. "Wie siehst du das - ich habe das Gefühl, dass unser jüngerer Sohn da Schwierigkeiten haben wird. Was denkst du darüber?"

Und wieder: Erstmal nur zuhören, während sie denkt.

Edit: "Ihn" zu "ihm" geändert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Buenosaurus
Benutzer186761  (53) Öfter im Forum
  • #42
Für deinen Fünfjährigen wäre eine sofortige räumliche Trennung besser zu verarbeiten als jedes andere Konstrukt.
Bist Du Kinderpsychologe, oder woher nimmst Du diese Erkenntnis?
Nein, ich bin kein Kinderpsychologe.

Ich bin alleinerziehender Vater. Aber ich bin durch so vieles durchgegangen: die Ex-Partnerin, die als ledige Mutter das alleinige Sorgerecht hat.

Und die dann abhaut, zurück in die Großstadt, mit unserem gemeinsamen Sohn.

Wie gesagt: Unser gemeinsamer Sohn hat es schon verstanden, dass Trennung Trennung bedeutet.

Glaube mir das, bitte.

Das andere Konstrukt: "Ja, du lebst jetzt mit Mama allein, und Papa darf dich nicht sehen, obwohl, irgendwie: wenn du krank wirst, dann darf Papa dich besuchen!" hat ja auch nur dazu geführt, dass mein Sohn alles dafür getan hat, krank zu werden: damit ich ihn besuchen kommen kann.

Das durfte ich dann aber doch nicht, jedenfalls nicht, bevor ich mir vor einem Gericht gemeinsames, geteiltes Sorgerecht erstritten habe.

Außerdem: du hörst dich feindselig an, S Souvereign . Weshalb? Weshalb kannst du mir nicht den kleinen Triumph lassen, dass mein Sohn bei mir leben möchte?
 
Buenosaurus
Benutzer186761  (53) Öfter im Forum
  • #44
Wie kommst Du bei einer völlig normalen Frage auf "feindseelig"?
Ich weiß es gar nicht mal. Du klingst oft wie "ein Feindseliger," wie ein... wie jemand, der eben zu oft Fragen stellt und damit alle anderen nervt. Als du mir (etwas brüsk, wie ich es empfinde) die Frage gestellt hast: "Bist du Kinderpsychologe, oder woher nimmst du diese Erkenntnis?" habe ich schon schlucken müssen.

War deiner Ansicht nach etwas an meiner Selbstdarstellung falsch? Hätte ich nur etwas sagen sollen, wenn ich wirklich ein Kinderpsychologe wäre (was ich nicht bin)?

Oder - wie ist das? Ich bin alleinerziehender Vater, du bist es auch... ich glaub', dass wir auch uns einander verstehen könnten und miteinander das sprichwörtliche Bier trinken könnten.
Ich war auch alleinerziehender Vater ... habe "unser" Kind zu mir geholt, als er 6 Jahre alt war. Ich habe das gemacht, was ich für richtig hielt ... ob es das war, kann ich nicht beurteilen ... vielleicht wäre ein anderer Weg besser gewesen.
Wirklich? Ist das etwas, was du nicht beurteilen magst?

Inwiefern wäre ein anderer Weg besser gewesen?

P.S. An R ruhiger_Kerl : Dies ist genau die Art von Nebendiskussion, die für dich definitiv nicht hilfreich ist. Hier haben sich mit S Souvereign und mir zwei alleinerziehende Väter ineinander verbissen, und nichts davon wird dir hilfreich sein.
 
G
Benutzer236955  (52) Klickt sich gerne rein
  • #45
Wichtig ist am Ende nur, dass das/die Kind/er Liebe und Stabilität erleben, aufgefangen werden in der Situation und zu selbstbewussten Menschen heranwachsen, die im Erwachsenenalter nicht sagen müssen "ja, das ist so, weil ich eine schwierige Kindheit hatte".
Ich kenne ein Trennungsbeispiel im direkten Umfeld, die Eltern waren über 20 Jahre zusammen, die Kinder damals 8 und 16. Die häusliche Situation war nicht erträglich, weder für die Erwachsenen noch für die Kinder. Trennung war unausweichlich, vor allem räumlich, weil die Differenzen zu groß waren und alle dadurch eingeschränkt gewesen wären.
Beide Kinder haben es gut verkraftet, sind in keiner Weise in ihrer Entwicklung auffällig gewesen, schulisch immer okay, der Kontakt zu Mutter und Vater hat nicht gelitten, obwohl die räumliche Trennung auch viele Kilometer Distanz bedeutete (600 km) und Wochenenden damit flach fielen, dennoch ermöglicht wurden, wenn die Kinder (auch oder besonders der jüngere Sohn) es wollten und brauchten.
Das war 2009 und heute stehen beide fest im eigenen Leben, sind in festen Partnerschaften, die Tochter mit eigenem Kind und beide sagen, dass es viel besser mit der Trennung war als dass es jemals gewesen wäre, wenn die Eltern ohne Liebe weiterhin zusammen gelebt hätten. Sie sind dankbar für beides, die Eltern zusammen und deren Erziehung und die Eltern getrennt und die verschiedenen Prägungen und Gespräche mit jeweils einem Elternteil. Es kann also ohne Schaden auch funktionieren.
 
S
Benutzer152906  (48) Beiträge füllen Bücher
  • #46
War deiner Ansicht nach etwas an meiner Selbstdarstellung falsch?

Ich kann Dir nicht beweisen, das es falsch war ... genauso wie Du vermutlich nicht beweisen kannst, das die Aussage richtig war.

Hätte ich nur etwas sagen sollen, wenn ich wirklich ein Kinderpsychologe wäre (was ich nicht bin)?

Nein! Nur hättest Du mEn mit ein paar einfachen Worten (ich denke / ich glaube) deutlich machen können, dass das kein Fakt sondern Vermutungen (eine Vermutung ist) sind.

Oder - wie ist das? Ich bin alleinerziehender Vater, du bist es auch... ich glaub', dass wir auch uns einander verstehen könnten und miteinander das sprichwörtliche Bier trinken könnten.

Nur weil man ein gemeinsames Thema hat, bei dem man sich austauschen kann, heißt das noch lange nicht, das man es hinbekommt, das "vernünftig" zu machen. Ob man auf einer Wellenlänge ist, lässt sich mEn nicht auf so etwas reduzieren.

Wirklich? Ist das etwas, was du nicht beurteilen magst?

Ich beurteile das Ergebnis ... der Sohn ist jetzt Anfang 20 ... hat einen besseren Schulabschluss hingelegt als erwartet ... ist kein "Ja-Sager" geworden, sondern hinterfragt Dinge. Aber ... es ist nicht alles gold.

Inwiefern wäre ein anderer Weg besser gewesen?

Er hätte sich gewünscht, das wir zusammen bleiben. Das heißt nicht, dass das am Ende besser gewesen wäre. Ein Kind muss mEn auch lernen, mit Dingen zu leben und umzugehen, die es so nicht haben will. Die Trennung war in gewisser Weise ein "Rosenkrieg". Vielleicht wäre es für das Kind besser gewesen, wenn man einen anderen Weg gefunden hätte, mit dem die Mutter eher "einverstanden" gewesen wäre.

P.S. An R ruhiger_Kerl : Dies ist genau die Art von Nebendiskussion, die für dich definitiv nicht hilfreich ist. Hier haben sich mit S Souvereign und mir zwei alleinerziehende Väter ineinander verbissen, und nichts davon wird dir hilfreich sein.

Wenn ich eine Frage stelle und der TE kann anschließend beurteilen: "das war kein Fakt, sondern eine Vermutung", sehe ich nicht, wieso das nicht hilfreich sein sollte.

Vielleicht hast Du Dich verbissen ... ich nicht. Ich plaudere gerne ... wenn man mir antwortet, freut mich das ... wenn nicht, ärgere ich mich aber nicht darüber. Ich habe ein schönes Leben und mache mir das nicht kaputt, indem ich hohen Blutdurck kriege, nur weil eine fremde Person etwas sagt, was mir vielleicht nicht passt.

Wünsche Dir eine Gute Nacht ... man sieht (liest) sich!
 
G
Benutzer226102  (40) Öfter im Forum
  • #47
Off-Topic:

Das durfte ich dann aber doch nicht, jedenfalls nicht, bevor ich mir vor einem Gericht gemeinsames, geteiltes Sorgerecht erstritten habe.

Was ich mich bei solchen Geschichten immer frage: Warum lässt man das nicht direkt nach Geburt festlegen (noch dazu in aufrechter Beziehung)?
 
Buenosaurus
Benutzer186761  (53) Öfter im Forum
  • #49
Off-Topic:
Das praktische: Dafür gibts EXTRA eine OT-Funktion! Damit ist das "NEBEN" klar ersichtlich, und man kann auch einfach drüber hinweglesen wenn man will.

ALSO, wenn diese auch genutzt wird. Oft halt unangenehmer Weise nicht.
Off-Topic:

Stimmt. Ich habe dank deines Beitrags heute Morgen kurz erwogen, meine Beiträge von letzter Nacht nachträglich noch als "Off Topic" zu kennzeichnen, mich dann aber doch dagegen entschieden, weil es S Souvereign gegenüber unfair wäre.

... vor einem Gericht gemeinsames, geteiltes Sorgerecht erstritten habe.
Off-Topic:
Was ich mich bei solchen Geschichten immer frage: Warum lässt man das nicht direkt nach Geburt festlegen (noch dazu in aufrechter Beziehung)?
Off-Topic:

Vielleicht, weil der Vollzug eines solchen Verwaltungsaktes in sich die Möglichkeit trüge, dass die Beziehung eines Tages eben doch in die Brüche würde gehen können und die junge Mutter diese Möglichkeit hätte einsehen und akzeptieren müssen, um diesem Verwaltungsakt zuzustimmen? Und da das Mögliche nicht dem von ihr Gewünschten entsprach, hat es wohl sein können, dass die Kindsmutter vorerst nicht zustimmen wollte, da die Beziehung doch "aufrecht" war und daher das Einräumen einer anderen möglichen Realität nicht gewünscht.

Ich hab's damals mit ihr zu besprechen versucht, bin aber nicht weitergekommen. 🤷‍♂️
 
S
Benutzer152906  (48) Beiträge füllen Bücher
  • #50
Off-Topic:

Stimmt. Ich habe dank deines Beitrags heute Morgen kurz erwogen, meine Beiträge von letzter Nacht nachträglich noch als "Off Topic" zu kennzeichnen, mich dann aber doch dagegen entschieden, weil es S Souvereign gegenüber unfair wäre.

Off-Topic:
Da brauchst Du Dir nun wirklich keine Sorgen drum zu machen.


Off-Topic:

Das praktische:

Dafür gibts EXTRA eine OT-Funktion! Damit ist das "NEBEN" klar ersichtlich, und man kann auch einfach drüber hinweglesen wenn man will.

ALSO, wenn diese auch genutzt wird. Oft halt unangenehmer Weise nicht.

Off-Topic:
Ich habe schon sehr oft erlebt, das diese "Nebendiskussionen" relevanter waren als viele "Ontopic"-Antworten. Aber das ist halt das Problem, dieses weitverbreiteten binären Denkens ... es gibt immer nur 1 oder 0. Und das gilt auch hier ... der TE redet von Trennung und Kindern. Jetzt kann ich "Ontopic" ihm meine Geschichte erzählen, oder "Offtopic" mit einer anderen Person. Ist das weniger relevant / hilfreich? Nein! bzw. ist das mit dem "das ist Offtopic" mMn sehr viel schwerer zu sagen, als es sich ein Großteil der User*innen hier eingestehen will.
 
Zuletzt bearbeitet:
Armorika
Benutzer172677  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #51
Off-Topic:

War deiner Ansicht nach etwas an meiner Selbstdarstellung falsch?
Nur als Denkanstoß: was Du über Dich und deine Erfahrungen berichtest, ist sicher nicht falsch.
So ein Satz, der kategorisch sagt, was für ein unbekanntes Kind das richtige ist, ist das Problem.
Da müssen sicher auch viele schlucken, nämlich Eltern, die sich für eine andere Variante entschieden haben.

Ich denke nicht, dass es den einen richtigen Weg gibt.
 
S
Benutzer229615  Ist noch neu hier
  • #52
Jedes Kind ist anders, so wie jeder hier von uns.
Deswegen kann es auch nicht die eine richtige Lösung geben. Es ist schwer die Situation und den richtigen Umgang damit festzustellen, weil man niemanden wirklich kennt.
Auch kommt die Schilderung nur durch den TE, der es vielleicht auch ganz oder teilweise anders erlebt und wahrnimmt, als die anderen Beteiligten
 
Topfrose
Benutzer215713  (42) Öfter im Forum
  • #53
Wäre ich dieser Fünfjährige: ich würde sofort die "Schuld" bei mir selbst suchen und mich jederzeit panisch fragen: "Was kann ich jetzt sagen oder tun, oder, noch wichtiger: zu sagen oder zu tun vermeiden, damit sich meine Eltern dann doch nicht trennen?"
Ich denke nicht, dass man das so verallgemeinern kann. Du gehst davon aus, dass Kinder automatisch die Schuld bei sich suchen und die emotionale Verantwortung übernehmen. Gibt es sicherlich (vieil zu ) oft. Das ist aber schon ansich kein gesundes Verhalten! Aber ich gebe dir insofern Recht, dass auch eine räumliche Trennung besser zu verkraften ist für die Kinder, als eine kaputte Beziehung. Aber ich halte es durchaus für möglich, dass ein WG-Modell klappen kann. Das kommt wahrscheinlich sehr auf die Einstellung und Haltung der Eltern an.
 
I
Benutzer228593  (33) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #54
Off-Topic:

dass Kinder automatisch die Schuld bei sich suchen und die emotionale Verantwortung übernehmen.

Natürlich ist jedes Kind anders und auch jede Situation. Ich dachte aber, dass das bei Kindern generell so "schaltet", wenn man ihnen nichts anderes erklärt? Also, wenn sie keinen Grund erklärt bekommen, suchen sie bei sich. So habe ich es zumindest mal von einer Psychologin erklärt bekommen.
 
Topfrose
Benutzer215713  (42) Öfter im Forum
  • #55
Off-Topic:



Natürlich ist jedes Kind anders und auch jede Situation. Ich dachte aber, dass das bei Kindern generell so "schaltet", wenn man ihnen nichts anderes erklärt? Also, wenn sie keinen Grund erklärt bekommen, suchen sie bei sich. So habe ich es zumindest mal von einer Psychologin erklärt bekommen.
Off-Topic:
Wenn sie etwas nicht verstehen können, z.B. warum die Stimmung so schlecht ist oder warum sie abgelehnt werden, dann suchen sie den Grund bei sich. Weil die Psyche ja irgendeine Erklärung braucht. Und weil für Kinder die Möglichkeit "meine Eltern machen/haben Fehler" nicht wirklich in Betracht kommt. Aber wenn man dem Kind ganz normal erklärt, wir trennen uns, denke ich nicht, dass es automatisch die Verantwortung dafür übernimmt, wenn die Eltern-Kind-Beziehung soweit intakt ist. Man kann natürlich auch dem Kind direkt sagen, dass es nichts mit ihm zutun hat.
 
R
Benutzer237108  (39) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #56
Sie nimmt dich vermutlich mit, weil sie den Schein noch wahren möchte und keine Fragen von ihren Freunden gestellt bekommen möchte.
Diesen Gedanken hatte ich anfangs auch.
Allerdings glaube ich nicht, dass das der Hauptgrund ist. Zumindest ihr enger Freundeskreis dürfte ziemlich genau wissen, wie es um unsere Ehe steht. Deshalb müsste sie dort eigentlich keinen Schein mehr wahren. Interessant finde ich auch, dass sie ihren Ehering weiterhin trägt. Nicht nur nach außen, sondern auch zu Hause. Das muss natürlich nichts bedeuten, und ich möchte da auch nicht zu viel hineininterpretieren. Trotzdem passt es für mich nicht ganz zu dem Bild, dass sie ausschließlich versucht, nach außen eine heile Welt vorzutäuschen. Letztlich weiß ich aber selbst nicht, wie ich das einordnen soll. Vielleicht ist es tatsächlich nur Gewohnheit. Vielleicht spielt auch die lange gemeinsame Zeit eine Rolle.
 
R
Benutzer237108  (39) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #57
Wenn du Vollzeitjob und Weiterbildung hast, wann leistetet du genauso viel wie sie? Man geht nicht grundlos in Mutter-Kind-Kur.
Habt ihr beide gekocht, geputzt, organisiert, Arzttermine und Schultermine wahrgenommen, Schulranzen und Snacks gepackt, Hausaufgaben betreut und Hobbys organisiert, gleich oft einkaufen gewesen, neue Schuhe und Winterjacke für Kinder organisiert usw..? Wann hast du das gemacht? Spät abends?

Ein Teil von dir will eindeutig dieses Konstrukt wieder, aus Bequemlichkeit.
Genau diese Art von Rückschluss überrascht mich ein wenig. Meine Frau sagt zwar, dass sie mehr macht als ich, aber daraus folgt ja nicht automatisch, dass es tatsächlich so ist. Ihr kennt bisher nur einen kleinen Ausschnitt unserer Situation.
Ja, ich arbeite Vollzeit und mache zusätzlich eine Weiterbildung. Trotzdem beteilige ich mich am Familienalltag.

Die komplette Wäsche läuft über mich. Also nicht nur Waschen, sondern auch Trocknen, Aufhängen, Bügeln und Entfusseln. Lediglich das Einräumen ihrer eigenen Kleidung und der Kinder übernimmt meine Frau selbst. Den überwiegenden Teil der Einkäufe erledige ich ebenfalls. Den großen Wocheneinkauf unter der Woche genauso wie den Einkauf fürs Wochenende. Kleinere Besorgungen zwischendurch übernimmt eher sie. Unsere Tochter zum Sport bringen und wieder abholen gehört ebenfalls zu meinen Aufgaben. Die komplette Finanzorganisation der Familie liegt bei mir. Ich führe Haushaltsbuch, behalte Einnahmen und Ausgaben im Blick, kümmere mich um Rücklagen, Investitionen und alles, was mit unserer finanziellen Planung zu tun hat. Steuererklärungen erledige ich vollständig selbst. Nicht nur unsere gemeinsame Erklärung, sondern auch die steuerlichen Themen rund um ihr Nebengewerbe. Das bedeutet Belege sammeln, sortieren, Fahrtenbuch, Einnahmenüberschussrechnung und den ganzen Papierkram, der dazugehört. Generell läuft nahezu alles, was mit Behörden, Versicherungen, Stromverträgen, Mobilfunk, Internet, Vermieter, Anbietern oder sonstigen Verträgen zu tun hat, über meinen Schreibtisch. Technische und handwerkliche Dinge erledige ich ebenfalls. Wenn Waschmaschine, Spülmaschine, Router, Fernseher oder andere Geräte Probleme machen, kümmere ich mich darum. Gleiches gilt für unsere Autos. Wartung, kleinere Reparaturen, Werkstatttermine, TÜV und die gesamte Organisation liegen bei mir. Wozu teure Stundensätze von Mechanikern bezahlen, wenn man es selber machen kann?! Und das gesparte Geld stattdessen in schöne Ausflüge oder den Familienurlaub investieren. Urlaube plane und organisiere ich nahezu vollständig. Von der Recherche über die Buchung bis hin zu Parkplatz, Ablauf und Packlisten.
Dazu kommen die ganzen kleinen Dinge des Alltags. Spülmaschine ein- und ausräumen, Saugen, hinter den Kindern herräumen, mit ihnen spielen, etwas unternehmen, Spaziergänge machen, Basketball spielen, sie betreuen, wenn meine Frau beruflich unterwegs ist, dafür sorgen, dass geduscht wird, Zähne geputzt werden und die Kinder ins Bett kommen.

Versteht mich bitte nicht falsch: Ich behaupte nicht, dass meine Frau wenig macht. Im Gegenteil. Sie übernimmt ebenfalls sehr viel.
Aber ich wehre mich gegen die Darstellung, ich wäre der klassische Ehemann, der arbeiten geht, sich anschließend auf die Couch setzt und darauf wartet, bedient zu werden. Vielleicht liegt ein Teil unseres Problems darin, dass wir beide vor allem sehen, was wir selbst leisten, während vieles von dem, was der andere übernimmt, mit der Zeit selbstverständlich erscheint.
Deshalb würde ich vorsichtig damit sein, aus den bisher bekannten Informationen den Schluss zu ziehen, dass hier eine überlastete Frau auf einen passiven Ehemann trifft. So einfach ist unsere Situation aus meiner Sicht nicht.
Was mir bei einigen Antworten auffällt:
Hier wurde mehrfach das Thema unbezahlte Carearbeit angesprochen. Das ist auch völlig legitim. Kinderbetreuung, Organisation des Familienalltags, emotionale Fürsorge und all die Dinge, die oft im Hintergrund laufen, sind wichtige Arbeit.
Was mich allerdings wundert: Warum wird häufig nur dieser Teil betrachtet? Familienleben besteht doch nicht ausschließlich aus Erwerbsarbeit und Carearbeit. Da gibt es noch einen ganzen Bereich an Aufgaben, die ebenfalls Zeit, Energie und Verantwortung kosten. Wer kümmert sich denn um Finanzen, Steuererklärungen, Versicherungen, Verträge, Behördenpost, technische Probleme im Haushalt, Reparaturen, Fahrzeugorganisation, Urlaubsplanung oder wie in unserem Fall, auch um die kaufmännische Seite eines Nebengewerbes? Diese Tätigkeiten fallen ja nicht vom Himmel. Sie erledigen sich auch nicht von selbst. Das ist ebenfalls Arbeit. Unbezahlt, aber notwendig.
Mir geht es dabei nicht um Anerkennung oder darum, einen Wettbewerb daraus zu machen, wer mehr leistet. Ich habe aber den Eindruck, speziell aufgrund einiger Beiträge in diesem Thread, dass bestimmte Formen von Belastung gesellschaftlich sehr sichtbar geworden sind, während andere Formen als selbstverständlich betrachtet werden oder gar unsichtbar sind. Dabei tragen am Ende beide dazu bei, dass ein Familienleben überhaupt funktioniert.
 
Buenosaurus
Benutzer186761  (53) Öfter im Forum
  • #58
Dabei tragen am Ende beide dazu bei, dass ein Familienleben überhaupt funktioniert.
Beide tragen dazu bei, dass es in der Familie rund läuft.

Beide tragen aber auch dazu bei, dass am Ende so fast gar keine gemeinsame Paarzeit mehr übrig bleibt. Dass deine Frau sich von dir kaum noch gesehen fühlt - und du dich vielleicht auch nicht von ihr.

Und dann kommt da so ein Kurschatten daher, der deiner Frau in der Kur drei Wochen lang Aufmerksamkeit geben kann. Das muss ja nicht einmal sexuell sein - aber er hat Zeit und in der Kur nichts anderes zu tun als aufmerksam zu sein.

Ja, das ist bitter.
 
S
Benutzer229615  Ist noch neu hier
  • #59
Solange ihr nicht beide gemeinsam einen Neustart wollt, sind alle anderen Argumente völlig egal.
 
MoniBonboni
Benutzer223196  Verbringt hier viel Zeit
  • #60
Genau diese Art von Rückschluss überrascht mich ein wenig.
Ich sehe Fragen an dich und keine Rückschlüsse.
Trotzdem beteilige ich mich am Familienalltag.
Das hat dir auch keiner abgesprochen. Ich fragte allerdings nach wann? Vollzeitjob UND Weiterbildung inklusive Lernen. Das frisst doch die ganze Woche?
Die komplette Wäsche läuft über mich.
Den überwiegenden Teil der Einkäufe erledige ich ebenfalls
Unsere Tochter zum Sport bringen und wieder abholen gehört ebenfalls zu meinen Aufgaben
Wann neben einem Vollzeitjob? Am WE oder abends?
Die komplette Finanzorganisation der Familie liegt bei mir
Steuererklärungen erledige ich vollständig selbst
Ist einmal im Jahr.
Generell läuft nahezu alles, was mit Behörden, Versicherungen, Stromverträgen, Mobilfunk, Internet, Vermieter, Anbietern oder sonstigen Verträgen zu tun hat, über meinen Schreibtisch
Erledigst du das während der Arbeitszeit?
Technische und handwerkliche Dinge
Gleiches gilt für unsere Autos.
Urlaube plane und organisiere ich nahezu vollständig
Auch hier. Dein Tag muss 72 Stunden haben.
mit ihnen spielen, etwas unternehmen, Spaziergänge machen, Basketball spielen, sie betreuen, wenn meine Frau beruflich unterwegs
Am WE? Oder wie geht das unter der Woche?
Deshalb würde ich vorsichtig damit sein, aus den bisher bekannten Informationen den Schluss zu ziehen, dass hier eine überlastete Frau auf einen passiven Ehemann trifft. So einfach ist unsere Situation aus meiner Sicht nicht.
Warum war deine Frau in der Reha genau?
Wer kümmert sich denn um Finanzen, Steuererklärungen, Versicherungen, Verträge, Behördenpost, technische Probleme im Haushalt, Reparaturen, Fahrzeugorganisation, Urlaubsplanung
Zum Glück fallen diese Themen nicht täglich oder gar wöchentlich an.
 
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