Echte Männer essen keinen Honig - sie lutschen (kauen) Bienen!

Benutzer85974 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hi zusammen,

Heute steht ja auf MeinVZ dieses Zitat als Wort zum Sonntag:
Echte Männer essen keinen Honig - sie lutschen (kauen) Bienen!

Frage: Was genau bedeutet es? Soll es heißen, dass ein echter Mann abgehärtet oder gar ohne Gefühle sein sollte?

Aber ist ein Mann ohne Gefühle, also Gefühlsarmut wie kein Miteid, etc. denn das, was sich viele Frauen wünschen, also das Idealbild?

Kann natürlich gut sein, dass das in der Steinzeit oder irgendwann davor mal so war. Hab da mal so eine Theorie gehört. Weibchen waren in der Höhle zuständig für den Nachwuchs. Hier waren vielleicht Zärtlichkeit, Liebe, etc. gefragt während die Männchen auf der Jagt beim Töten von Tieren lieber kein Mitleid zeigten, sonst wären sie vielleicht verhungert :engel:

Ich versetze mich mal in eine Frau: Der ideale Mann sollte natürlich schon kein Weichei sein, kein Versager, er sollte Erfolg haben und sich durchsetzen, sich notfalls erfolgreich wehren können. Aber bei einem romantischen Abend (und allem was dazu gehört :zwinker: ) sollte er natürlich schon Gefühle zeigen und mich nicht wie eine Puppe behandeln.

Denke da gerade an diesen Song von Mia: Link wurde entfernt

Aber bedeutet Schwäche nicht eigentlich auch Stärke? Habe mal gehört, seine Gefühle zu unterdrücken sei gefährlich, gerade bei Wut (Vergleich Amoklauf an Schulen) wo jemand so lange alles in sich hineinfrisst bis das Fass überläuft oder überlaufen muss :kopfschue


Also Frage: Ist das Zitat so richtig gedeutet und wie denkt ihr darüber? Sollten Männer heute "hart" sein? Was sagt ihr zu dem Zitat: Wir frauen stehn auf böse Jungs?


bye
Christoph
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Benutzer50283 

Sehr bekannt hier
Ich würde vermuten, dass das eine Chuck-Norris-Abwandlung ist, über die du dir keinerlei Gedanken zu machen brauchst.
 

Benutzer55841 

Verbringt hier viel Zeit
Ich würde vermuten, dass das eine Chuck-Norris-Abwandlung ist, über die du dir keinerlei Gedanken zu machen brauchst.


Dito. Wenn du dir über alle studiVZ-Gruppen derart den Kopf zerbrechen würdest (Ich denk nur an die Schakkeline-Gruppen), dann hättest du viel zu tun.
 

Benutzer42813 

Beiträge füllen Bücher
Das Zitat ist ein netter Lacher, und gar nicht mal der schlechteste. Es spielt mit diesem "harte Männer"-Klischee, denn logischerweise wird jeder normale Mensch, auch Mann, lieber Honig essen. Ich habe herzlich drüber gelacht. Ich mag so ironische Sachen.

Danke, dass du mich gerade zum Lachen gebracht hast - Gott weiß, ich konnte es gerade gebrauchen...

***

Zu deiner anderen Frage, wegen Männlichkeit: Männlich ist ein Mann dann, wenn er sich für Liebe und Partnerschaft eignet. Wenn er sanft und selbstsicher ist, seine Fehler kennt und akzeptiert, genau wie er die Fehler der Menschen um ihn herum kennt und akzeptiert. Wenn er eine unglaublich große Menge an Wärme in seinem Herzen hat. Wenn er fähig ist, zu lieben.

Dann ist ein Mann männlich.
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Es gibt Momente in denen man Gefühle zeigen sollte und es gibt Momente in denen es unangebracht ist. Das ganze ist ein Lernprozess, den sowohl Frauen als auch Männer durchmachen müssen. Ein gesundes Mittelmaß zwischen ständig in Tränen ausbrechen, schreien oder alles in sich hineinfressen ist wie so oft die beste Lösung.

Eine Schwäche ist nicht gleichzeitig eine Stärke, aber sich eine Schwäche einzugestehen, dass ist stark.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Cooler Spruch - ich musste auch schmunzeln :tongue:

Das ganze führt unweigerlich zur: "Wann ist ein Mann ein Mann?"-Frage.

In Kurzversion meine Ansicht: Ein Mann ist dann männlich, wenn er sich von einem "Jungen" unterscheidet.

Manche Typen tragen Vollbart, sind tätowiert bis auf den letzten Quadratzentimeter und haben so breite Schultern, dass sie nur noch seitlich durch ihren Hauseingang passen. Dennoch müssen sie deswegen mit ihrem Leben nicht klar kommen und tun alles, um nicht als honigsaugendes Weichei wahrgenommen zu werden. Sie benehmen sich wie (gefährliche) Kinder und wollen ihr Ego - ihr Selbstbild bestätigt wissen, was sich aber nicht wirklich auf charakterliche Stärke aufbaut.

Ein Mann ist für mich erwachsen geworden und hat gelernt, wo seine Stärken und seine Schwächen liegen. Er kann ein selbstständiges, ordentliches Leben führen und benötigt in essentiellen Dingen keine Hilfe. Er packt Probleme, die er sieht an, wenn er sie lösen kann und weicht ihnen aus, wenn es klüger ist. Er steht zu seinem Wort, aber er gibt es nicht leichtfertig heraus. Wenn er etwas sagt, dann lässt er auch Taten folgen, selbst wenn sie für ihn unangenehm sind, anstatt wie ein miesgelaunter verzogener Bengel jeden Tag etwas anderes zu wollen.

Ein Mann hat es nicht nötig, sich oder anderen zu beweisen, wieviel er trinken kann oder was für ein toller Stecher er ist. Er muss nicht mit seinem Auto in derselben Art und Weise angeben, wie ein 8-jähriger mit seinem neuen Matchbox. Er geht nicht irgendwohin schmollen (bzw. in die Ecke mit seinen Matchbox spielen), wenn ihm Ungerechtigkeit widerfährt. Er kämpft vielmehr für seine Überzeugungen, aber mit eiskalter Logik und Argumenten, denn seine Gefühle (inbesondere die negativen) hat er unter Kontrolle (und macht aus Wut nicht mehr sein Spielzeug - insbesondere die Matchbox - kaputt). Er ist aber nicht unfähig, Gefühle auch zu zeigen und noch viel wichtiger: überhaupt Gefühle wahrzunehmen! Er hat den Egoismus des kleinen Kindes, welches alles haben möchte, abgestreift und denkt auch an andere! Er ordnet sich nicht über und nicht unter, er ordnet sich ein. Das ist für mich ein Mann.

Im übrigen ist es für mich nahezu dasselbe, was die Frauen von den Mädchen unterscheidet... nur die spielen typischerweise nicht mit Matchbox :engel:
 

Benutzer85982 

Sorgt für Gesprächsstoff
Mach dir keine Gedanken.

Männer haben auch gefühle und die die das abstreiten, tun das nur aus Schutz weilsie nicht mit ihren gefühlen Klarkommen. Bei mir wars genau so doch so langsam sehe ich ein das das falsch ist und dich nur kaputt macht. Doch ich hab noch en langen weg vor mir bis ich mit meinen Gefühlen umgehen kann und sie auch leben kann.
 

Benutzer44072 

Sehr bekannt hier
Kann natürlich gut sein, dass das in der Steinzeit oder irgendwann davor mal so war. Hab da mal so eine Theorie gehört. Weibchen waren in der Höhle zuständig für den Nachwuchs. Hier waren vielleicht Zärtlichkeit, Liebe, etc. gefragt während die Männchen auf der Jagt beim Töten von Tieren lieber kein Mitleid zeigten, sonst wären sie vielleicht verhungert :engel:

Mit der Steinzeit wird ja viel Schindluder getrieben. Dabei war ja von uns keiner. Die Theorien, dass Frauen damals in den Höhlen saßen und auf die Kinder aufgepasst hatten, sind sehr fragwürdig. Sie waren wahrscheinlich auch mit der Jagd beschäftigt. Fleisch als wichtigste Nahrungsquelle hat auch erst durch die Massentierhaltung die heutige Bedeutung gewonnen, das sammeln von pflanzlicher Nahrung wird also die Hauptbedeutung gehabt haben. Mitleid mit (Nutz-)Tieren ist ebenfalls eine neue Erscheinung. Frag mal eine Frau vom Land, ob sie der Meinung ist das das süße Schwein an Altersschwäche sterben soll. Die ganzen "Höhlenmenschentheorien" die unser heutiges Verhalten in einer modernen Welt bis ins Detail erklären sollen, sind schlichter Unsinn.

Ich versetze mich mal in eine Frau: Der ideale Mann sollte natürlich schon kein Weichei sein, kein Versager, er sollte Erfolg haben und sich durchsetzen, sich notfalls erfolgreich wehren können. Aber bei einem romantischen Abend (und allem was dazu gehört :zwinker: ) sollte er natürlich schon Gefühle zeigen und mich nicht wie eine Puppe behandeln.

Es lohnt sich eher nicht sich zu überlegen, wie jemand sein sollte. Ohnehin wirst Du schon an den umfangreichen Begriffsdefinitionen von "Erfolg", "Gefühle zeigen" und "Weichei" scheitern.

Aber bedeutet Schwäche nicht eigentlich auch Stärke? Habe mal gehört, seine Gefühle zu unterdrücken sei gefährlich, gerade bei Wut (Vergleich Amoklauf an Schulen) wo jemand so lange alles in sich hineinfrisst bis das Fass überläuft oder überlaufen muss :kopfschue

Sorry, das ist mir jetzt wieder zu platt. Menschen gehen sehr unterschiedlich mit Frustration und Aggression um.

Also Frage: Ist das Zitat so richtig gedeutet und wie denkt ihr darüber? Sollten Männer heute "hart" sein? Was sagt ihr zu dem Zitat: Wir frauen stehn auf böse Jungs?

Männer sollten Humor haben und den hast Du offensichtlich. :smile: Ich kann es mir absolut nicht vorstellen, dass Du ernsthaft versuchst aus einem lustigen Spruch Verhaltensmaßregeln sowie ein umfangreiches Bild unserer Welt und unserer Gesellschaft abzuleiten. Nene, das hast Du ein bisschen zu dick aufgetragen, als das man Dir das abkaufen könnte.

Der Spruch ist deswegen witzig, weil er das Klischee von einem harten, coolen Mann so übertrieben und an völlig unpassender Stelle auf recht konsequente Weise zeigt.

Zugegeben, Bienen kauen ist eine coole Nummer und das muss ihm erstmal jemand nachmachen, aber es ist halt auch dämlich. Ich bin mir sicher das Bienen nicht lecker schmecken und auch nicht nach Honig. Wirklich clever ist doch eher jemand, der kapiert hat wie man Honig gewinnt und diese Technik für sich nutzt. Die Coolness und "Männlichkeit" des Bienenkauers ist als zum Selbstzweck mutiert bringt eigentlich nur Nachteile.

Ob sich eine Frau dadurch beeindrucken lässt? Keine Ahnung.

Insgesamt glaube ich aber eher, dass die wirkliche Zielgruppe für übermännliche Verhaltensweisen die anderen Männer sind. Die kann man mit sowas eher beeindrucken, während ein doch relativ großer Teil der Frauen die Dämlichkeit von diesem Gehabe schnell durchschaut. :grin:
 
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