Dummschwätzer im kittel

Benutzer172492 

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Ich hab auch schon viele Fachärzte kennengelernt die weniger Bescheid wussten als ich.
Das ist bei chronischen Erkrankungen häufig so, weshalb in der entsprechenden Forschung mittlerweile öfter Patient:innen als Expert:innen ihrer Erkrankung miteinbezogen werden.
 
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Benutzer114808  (35)

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Ich kenne nur Gebrabbel im Sinne von „Ihre Werte sind gut, also muss es Ihnen gut gehen“. Schön wäre es… zum Glück gibt es Ärzte, die über den Tellerrand schauen können.
Off-Topic:
Aber ulkig, dass ein niedergelassener Gyn Kinder auf die Welt holt. Da kann er noch so sehr mit dem Überweisungsschein winken, in der Klinik lachen sie einen damit doch aus?!
 
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Benutzer172677 

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fort und Weiterbildungen sollten pflichtveranstaltungen sein
Sind sie.
Was triggern dich eigentlich an dem thread?
Mich triggert das ganz ehrlich auch ein Stück weit, und ja, klar, auch weil ich Mediziner bin.
Aber auch, weil ich so viele so großartige Kollegen kenne und natürlich auch die andere Seite, den echt unangenehmen Patienten, den Druck von allen Seiten, die Vorurteile..

Da finde ich schon die Überschrift unangemessen, weil es sich für mich so liest, dass ein ganzer Berufsstand abgeurteilt wird, das Nichtwissen über die Fortbildungspflicht, das Klischee der bösen Pharmaindustrie..
Alles nicht das, was ich mir für so einen Thread wünschen würde, denn einen Austausch finde ich da wünschenswert, schlechte Erfahrungen in dem Bereich sehe und verstehe ich auch als besonders belastend für Betroffene, aber so finde ich das nicht ok und es verleidet mir auch ein gutes Stück weit eine Teilnahme.
 
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Benutzer6428 

Doctor How
D datius
1. Ist das denglische Wort "triggern" kein Fachwort.
2. ist das Wort durchaus richtig angewendet worden, denn irgendwas wurde ja tatsächlich etwas bei dir ausgelöst, dass dich dazu veranlasst hat, andere zu beleidigen. Und ja, einen Realschulabschluss zu "vermuten" in diesem Zusammenhang ist per Definition eine Beleidigung und ich würde dich bitten das zu unterlassen.
3. gibt es viele Ärzte, die sehr gute Arbeit leisten und das wurde hier nie bestritten
4. frage ich mich worauf du eigentlich hinaus willst, denn es klingt so, als hättest du nicht mitbekommen, dass hier absolut NICHT auf ALLEN Ärzten rumgehackt wird
5. handelt es sich bei einigen der Geschichten durchaus um ganz schön heftige Dinger, die mit Fortbildung nichts mehr zu tun haben. Gerade wenn man mit einem "one size fits all" Spruch ankommt. Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf unterschiedliche Präparate, äußerliche Einflüsse, Chemie, hat eine sich unterscheidende Biologie etc. pp. Wer das als praktizierender Arzt noch nicht bemerkt hat, wäre tatsächlich besser im Labor aufgehoben. Das war auch schon vor vielen Jahrzehnten bekannt.

Vielleicht war es auch wirklich ein Missverständnis und du hast etwas in diesen Thread gelesen, dass da gar nicht vorhanden ist. Ich kann dir jedenfalls sagen: Die Leute hier gehen trotzdem zum Arzt wenn was ist...nur eben vorzugsweise zu einem anderen dann und das sollte auch so sein.
 
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Benutzer172492 

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Ich denke, vieles kommt auch zustande, weil enormer Zeit- und Gelddruck in unserem Gesundheitssystem herrscht.

Aber es gibt eben, auf beiden Seiten natürlich, offensichtlich schwierige Verhaltensweisen.
 
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Benutzer179726  (28)

Öfter im Forum
Ich: 24. 1. Freund in Sicht. Verhütungsfrage wird aktuell.

Bin ja keine 12 mehr, also gut überlegt. (Und nicht erst da... Die Entscheidung fiel Jahre vorher, aber die Devise war: ohne "Anlass" alles lassen, wies ist, es passt ja alles). Entscheidung hin un her gewälzt. Bisschen Schiss wegen tausend Nebenwirkungs-Horror-Geschichten bekommen, neu überlegt, selbes Ergebnis. Man könnte also nicht behaupten, es wäre eine spontane Idee gewesen. Die Pille soll her.

Ich: auf der Suche nach einem Frauenarzt. Recht allein damit (Gründe sind egal, ich hab jedenfalls auf eigene Faust gesucht)

Alle mit Aufnahmestopp. Wahnsinn, da will man verhüten und keiner will einem weiterhelfen.
Ein Mann sollte es sein, aber zur Not auch ne Frau, Hauptsache die Verhütungsfrage lässt sich zeitnah klären. In 6 Monaten könnte ich Termine haben. Ja danke.

Letztendlich einen Frauenarzt gefunden, dessen Praxis mir online ganz sympathisch vorkam. Super Bewertungen online (aktuelle, nicht jahrealt) Angerufen - Termin binnen einer Woche. Juhu. Ind wie schlimm kanns werden. Ich weiß, was ich will, mir gehts gut, zur Not wechsel ich halt ....

Termin: 3h warten. Aber gut, Fachärzte, nicht?

Endlich, Vorgespräch. Hallo, bin 24, erstes Mal FA, erster Freund. Hab gut überlegt, hätte gern die Pille.

FA: Darf ich Sie dann auch über alternative Verhütungsmethoden aufklären?
Ich: Naja... Ja, Sie können ja mal was vorschlagen.
fA: Ihr Zyklus ist ja sehr regelmäßig (Info: Ja, weil die Fragen zum Zyklus ca 3 Monate zurückgingen im Anamnese-Bogen und seit exakt 4 Monaten war mein Zyklus regelmäßig. Davor war er ca 2 Jahre einfach nicht existent. Heute würd ich mir vllt Sorgen machen, damals war eine ausbleibende Periode eher ganz praktisch).
Ich: Jiah .. naja, was heißt regelmäßig....
FA: Also da würd ich Ihnen Nfp empfehlen.
Ich:Nein.
FA: Aber das ist ganz natürlich, Sie lernen Ihren Körper kennen und ... -Ich: Nein. Das ist mir zu unsicher. - FA: Wenn man so einen regelmäßigen Zyklus hat wie Sie ...
Ich: Nein. Da gibts ja auch Stress und so als Einflussfaktoren und ich bin im Studium und in der Prüfungsphase und da vergess ich bestimmt mal zu messen und ...
FA: Also ich würde Ihnen das aber sehr empfehlen! Ich hab damit nur gute Erfahrungen gemacht!
Ich: Aha?
Fa: Ja! Ich rate das allen meinen Patientinnen. Auch meine eigene Tochter hat mit Nfp verhütet (hier erste Alarmglocken.... Warum zur Hölle weiß er so genau, wie die Tochter verhütet hat? Wendet man sich, selbst wenn er FA ist, mit der Frage an den eigenen Vater?!). Hab ich ihr damals empfohlen.
ich: äh...
FA, einfach fröhlich weiterplaudernd: und dann war sie in der Abi-Vorbereitung. Da war natürlich Stress und Chaos, da wurde sie schwanger. Aber heute lieben wir den Kleinen alle!!! (Strahlendes Grinsen)
Ich: ganz ehrlich? Also jetz will ich erst recht kein Nfp, das wär die Katastrophe....

gut, wir haben uns dann auf die Femikadin 20 geeinigt (zu leicht dosiert für mich, aber er hat mir das als Minimaleingriff und bestes Nutzen-Risiko-Verhältnis schmackhaft gemacht. Ein anderer Arzt, bei dem ich dann bis heute geblieben bin, hat das auch schnell erkannt und mir die 30er verschrieben,nachdem ich von Dauer-Schmierblutungen berichtet hab. Arzt Nr. 1 meinte: das wär alles normal)

So weit so seltsam. Und nicht tragisch, aber ich trage diesem ersten Arzt wirklich viel nach. Vll wäre es auch bei einem anderen Arzt nicht anders gelaufen im Folgenden, aber ich hab die leise Ahnung, dass er maßgeblich am weiteren Verlauf beteiligt ist/war.
Teil 2 folgt.
 
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Benutzer85763 

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Die Ärzt*innen, die ich aktuell habe, sind alle wirklich toll. Nehmen sich Zeit, sind Kompetent, empathisch. Sie dürfen nur nie in Rente gehen 🙈
 
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Benutzer179726  (28)

Öfter im Forum
Erstuntersuchung. Erstmal Brüste abtasten. Ja, war zu erwarten. Ich steh halbnackt vor ihm, er: "Also dass Sie die Pille nicht genommen haben, hat Ihren Brüsten nicht geschadet" (wer mir diesen kryptischen Satz erklären kann - gerne! Ich hab damals gerätselt, ich rätsle bis heute).
Wurscht, es passt alles.

Stuhl. Absoluter Horror davor. Er: ob ich Tampons benutze. Ja?
Spekulum. Verdammt große Schmerzen. Alles angeblich "normal" (weil ja kein Sex davor....)
Abstrich: Bakterien. Alles normal, haben viele, soll ich halt vorm ersten Mal in den Griff kriegen, er würd mir was verschreiben. O-kay?

Weiter gehts (!!!!! Und das verstehe ich aus heutiger Sicht null. Erstuntersuchung! Kein Sex! Vaginose diagnostiziert, ergo klar, dass es weh tut. Und was macht er?) "Sie nutzen ja Tampons, da kann ich ja Ultraschall machen" (und die Damen kennen diesen schönen Stab? Hölle! Das tat wh und da war gut Blut dran, aber egal... Denn "alles normal")

Teil 3, warum ich den Kerl echt am liebsten ohrfeigen würde, kommt auch noch: die Nachbetreuung.
Dazu sei gesagt: 1 Monat hab i h mich allein damit rumgeschlagen, weil ich aufgrund familiärer Vorgeschichte (angespanntes Verhältnis) meine Mutter nicht einweihen wollte und unbedarft, wie ich war, nicht wusste, an wen ich mich überhaupt hätte wenden sollen. Man geht ja damit nicht hausieren....
 
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Benutzer175612  (53)

Öfter im Forum
Das ist meine allgemeine Betrachtung. Ich will keinem Arzt hier im Forum nahe treten. Es gibt bestimmt sehr gute engagierte niedergelassene Ärzte, das ist aber so selten.

Habe zahlreiche krasse Erlebnisse (später). Dies führt dazu, dass ich prinzipiell an dem gesamten System der niedergelassenen Ärzte zweifle. Ich habe apriori absolut kein Vertrauen in die niedergelassenen Ärzte, in ihre Kompetenz, in ihre Behandlungsmethoden, in ihre Möglichkeiten im Rahmen des Gesundheitssystems der Gesetzlichen Krankenkassen, in ihre Empathie.

Dafür habe ich vollstes Vertrauen in die (meisten) KH-Ärzte, da wurde ich sehr selten enttäuscht. Die sind meistens super engagiert, nehmen sich viel Zeit, haben die modernste Ausstattung, sind sehr kompetent.

Ich musste auch lernen, dass jede Praxis unterschiedliche technische Ausstattung besitzt. Das ist entscheidend für die Behandlungsmethoden. Es ist schon ein Unterschied, ob der Arzt nur über ein Stethoskop verfügt, oder ob er ein modernes USG Gerät benutzt. Das steht aber auf dem Namensschild vor der Praxistür nicht drauf.

Eine Praxis ist aus meiner Sicht nur eine Gelddruck-Maschine, unter möglichst geringen Zeiteinsatz. Man muss sich nur die Öffnungszeiten anschauen, z.B. die Hausärztin bei uns 8 bis 12 Uhr. Und man kriegt nie einen Termin bei ihr. Und will man zu einem anderen Arzt, heißt es "wir nehmen keine neuen auf." Ich habe echt Angst, in Deutschland krank zu werden. Ich weiß, es hilft mir hier niemand.

Es gibt wenige Ausnahmen: mein Urologe, mein Orthopäde, meine Zahnärztin sind top. Aber ich musste lange suchen.
 
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Benutzer115720 

Verbringt hier viel Zeit
Gyn:
Die Hormonspirale ist viel viel viel besser als ihre jetztige Kupferspirale. Bei der Kupferspirale besteht die Gefahr das Die Eierstöcke\Leiter verkleben in ihrem Alter!!

Wenn Sie beim Brust abtasten etwas spüren und es aus den Brustwarzen bluten, müssen Sie unbedingt herkommen!!

Off-Topic:
Bald kommt die Spirale raus - und nein- es gibt keine Hormonspirale :ninja: Danach such ich mir ganz entspannt einen neuen FA
 
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Benutzer172677 

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Eine Praxis ist aus meiner Sicht nur eine Gelddruck-Maschine, unter möglichst geringen Zeiteinsatz.
Das ist so weit entfernt von der Realität der meisten, dass ich nicht weiß, ob ich lachen oder weinen soll.
Man muss sich nur die Öffnungszeiten anschauen, z.B. die Hausärztin bei uns 8 bis 12 Uhr.
Und, wird sie für mehr Zeit bezahlt, als sie arbeitet?
Sind alle, die nicht 100% arbeiten, dann solche Geldgeier?
Und arbeitest Du immer unbezahlt mehr?

Sie muss eine vorgeschriebene Zeit abdecken, das wird sie tun.
Darüber hinaus darf sie in ihrem Rahmen bestimmen, wieviel sie arbeitet, wie jeder andere auch.
Warum sollte das für sie anders sein? Familie und Beruf z.B. dürfen da nicht zusammengehen durch Teilzeit?


An der Politik der Niederlassungen muss sicher einiges geändert werden, natürlich ist es ein Unding, dass die Genehmigungen und der Bedarf so differieren in vielen Bereichen.

Einzelne Ärzte dafür verantwortlich zu machen, dass sie nicht mehr Patienten versorgen können oder wollen, ist aber daneben.
 
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Benutzer172492 

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Benutzer172677 

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Und, was ich ganz wichtig finde: Patienten sollten ihre Rechte wahrnehmen.

Wenn ganz klar gegen Behandlungsrichtlinien, wie hier z.B. der vaginale Ultraschall bei einer Jungfrau, verstoßen wird: melden, melden, melden!
Und direktes Feedback geben, wenn man kann (ich weiß, dass viele dazu zu eingeschüchtert von der Situation o.ä. sind).
Ein Idiot wird vermutlich wenig darauf geben, aber so manch einer kann sicherlich davon profitieren, wenn er Rückmeldungen bekommt.
Letztlich sitzen da auf beiden Seiten Menschen.

Das nutzt Patienten und Ärzten.
 
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Benutzer179726  (28)

Öfter im Forum
Ich hab Antibiotika bekommen. Aber ohne jeden Hinweis, wie das überhaupt anzuwenden sei.
Nach jedenfalls 3 Wochen mit Schmerzen, seltsamen Gefühl, viel Ausfluss und braunem Ausfluss.... (Jaha, heute klingeln alle Alarmglocken) stand ich wieder auf der Matte. Termin nächste Woche.

Gespräch.

Ich: ich weiß ja nicht, was normal ist. Aber ich hab die Antibiotika genommen, wie in der Packungsbeilage stand, und ich nehm die Pille seit meiner letzten Periode (setzte 3 Tage nach meinem Besuch bei ihm ein)... Aber da passt was nicht.
FA: was ist denn los?
Ich: ich hab ... Braunen Ausfluss. Oder altes Blut. Keine Ahnung. Und Sex (mein Freund und ich hatten das 2 Tage vorher probiert) geht nicht bzw tut sau weh.
FA: also die Schmiedblutung ist normal. Das kommt von der Umstellung mit der Pille (innerliche Erleichterung bei mir - heute könnt ich mich ohrfeigen). Und Sex: Nehmen Sie Gleitgel, dehnen Sie mit einem Dildo vor und lassen Sie sich Zeit.
Ich: okay, machen wir.... Aber könnten Sie mich trotzdem untersuchen?
FA: naja, das ist alles wirklich normal, das muss eigentlich wirklich nicht sein.
Ich: Bitte? (Wenn jemand mit Schmerzen und Scham, weil unten alles bäh ist, schon drum bettelt, binnen vier Wochen zum weiten Mal die Beine auf diesem blöden Stuhl breit machen zu dürfen..... Muss es wohl ernst sein, oder?)
Erst nach einigem Hin und Her hat er sich breitschlagen lassen.

Spekulum dieses Mal noch schlimmer. Abstrich tat weh wie die Hölle. Ergebnis: Bakterien. Viele. Abstrich fürs Labor.

Außerdem: ha, sie haben einen Pilz.
Bitte was?
Nicht schlimm, den hat man schnell mal. Haben sehr viele. Kommt schnell - geht aber Gott sei Dank auch wieder schnell.
Ja wirklich?
Ja :smile:

Ich könnte kotzen, wenn ich heute drüber nachdenke.

Rezept für Kadefungin-Zäpfchen. Fertig.

Ich: und Mein Freund.....?
FA: nein, nein. Da passt alles.
Ich: okay...
(Ich könnte aus heutiger Sicht durchdrehen)

3 Tage später. Anruf, Laborergebnisse. Ich allein daheim. Mit meinem Freund seit mickrigen 4 Wochen recht ernsthaft, seit 1,5 Wochen offiziell zusammen. heute würd ich ihn SOFORT anrufen und er wär am meiner Seite. Nicht weil die Diagnose so schlimm war - kein Drama, wie man meinen könnte. Aber die Umstände haben es zu einem Trauma werden lassen und drum dreh ich heute bei jedem Abstrich innerlich durch.

Ich jedenfalls allein. Donnerstag. Morgen fährt mein Freund übers WE auf ein Festival, wir sehen uns also gar nicht. Meine Mutter nicht eingeweiht. Keine Ansprechpartner. Diagnose: irgendwelche speziellen Bakterien, deren Namen ich heute vergessen habe, die Arzthelferin (denn der Arzt hat sich nicht die Mühe gemacht, selber anzurufen) erklärt mir das, ich hatte damals nur ein Brummen im Ohr weil die Welt etwas zusammengebrochen ist. Das müsste ich meinem frischen Freund ja erzählen. Und wie ekelig und abstoßend ist bitte eine Freundin, die binnen kürzester Zeit Bakterien anschleppt? Egal welche... Und oh Gott, der glaubt mir doch bestimmt, nicht, dass die keine Ahnung wo her sind. Wenn der meint, ich hätte die von einem anderen????

Die Arzthelferin quatscht weiter, irgendwas ala ist nicht schlimm, aber wenn man Unfruchtbarkeit vermeiden will, sollte man halt was tun. - auch super, ich hatte danach auch noch den Alptraum unfruchtbar zu werden! Mit dem was folgte und in meiner Panik, kam mir das auch ganz plausibel vor....

Die Arzthelferin redet weiter.... Irgendwas von wegen auch der Partner. Stopp. Was?!? Ja, auch der Partner müsse mitbehandelt werde .... Noch mehr Panik. Nicht nur schlepp ich eine Geschlechtskra kheit an, neiiin. Er muss wegen mir Medikamente schlucken!!

Ich war an dem Punkt sehr laut am Weinen, mit panischer Stimme. Das muss man durchs Telefon gehört haben. Reaktion: alle normal, haben viele, nicht schlimm... Jaja.

Außerdem hätte ich einen Pilz. (Schon wieder oder noch....) Und den müsse man auch behandeln. Und zur Aufbau der Scheidenflora seine Milchsäurebakterien geeignet. Sie würden mir die Rezepte zuschicken. Ende des Telefonats.

1. Die Rezepte kamen dann am SA bei mir an (FA in der Studienstadt, ich daheim, weil Sommerferien). So ein Scheiß, weil zwei Tage nichts-tun ja weder bei Bakterien noch bei Pilzen eine gute Idee ist.
2. Musste ich alles meinem Freund "beichten" - der ein wundervoller Mensch ist und sich SO gut um mich gekümmert hat. Auch in den folgenden Monaten, weil - wie der aufmerksame Leser vll gemerkt hat- das ganze eine längere Geschichte wurde.
3. Kadefungin-Zäpfchen... Antibiotika-Zäpfchen.... Milchsäure -Bakterien-Zäpfchen... Der aufmerksame Leser hat wohl auch bemerkt, dass das alles irgendwie da unten rein soll. Aber bisschen viel auf einmal, nicht?

Erneuter Anruf in der Praxis, nachdem die Medikamente alle gekauft waren und die nette Apothekerin mit mir noch einen Schlachtplan entworfen hat (Antibiotikum abends, Kadefungin morgens... Mit den Milchsäurebakterien warten wir noch), weil ja am WE keiner in der Praxis zu erreichen ist.
Montag also:
Ich: also.... Wann soll ich denn eigentlich was nehmen?
Arzthelferin: wies in der Packungsbeilage steht.
Ich: aber da steht überall abends vorm Bettgehen...
Arzthelferin: Moment.
Ich: ach ja, und ich hab gegoogelt, ich weiß man macht das nicht... Aber wie lange sollten wir eigentlich kit Sex warten? Ich hab echt keine Ahnung...
Arzthelferin: Moment. Ich frag nach und ruf zurück.
....
Arzthelferin: also,sie nehmen die Milchsäurebakterien erst, wenn das mit dem Antibiotikum vorbei ist (Dankeschön.... Die Info hätte man ja im ersten Telefonat mal geben können) und die anderen Sachen halt abends im Abstand von ein paar Stunden.
Ich: o-kay? Ähm ja .. gut.... Und wegen der anderen Sache...
Arzthelferin: Sex können sie gern haben.
Ich: gut.... Und mein Partner muss nur das Antibiotikum nehmen?
Arzthelferin: ja, ganz genau...

Himmelschreiend. Ich hatte einen Pilz und hab meinen Partner nicht mitbehandelt, weil das laut Aussage der Praxis nicht nötig sei (i.d.R. verlass ich mich lieber auf eine Arztpraxis als Dr. Googel....). Wir haben also PingPong gespielt und ich hatte quasi drei Monaten durchgehend Pilze.
Die Bakterien haben sich irgendwann erledigt.

Aber ansonsten war immer alles normal, ich soll halt nochmal Kadefungin und danach Milchsäurebakterien nehmen. Und Abwarten. Immer wieder Abwarten.

Und im Urlaub Ende August hatte ich so einen schlimmen Pilz,dass ich wegen der Schmerzen fast nicht sitzen konnte. Teelöfelweise weiße Bröckchen in mir....
Da hab ichs meiner Mama dann doch Mal erzählt und aus dem Urlaub raus den erstbesten FA gewählt, der mir einen Termin angeboten hat, zeitnah. Alle wollten immer erst in 2-3 Monaten Zeit haben. Und das Jucken sei ja kein Notfall.
MEINE heutige Arztpraxis hat mir sofort für den ersten Tag nachm Urlaub (in 4 Tagen) einen Termin angeboten und sogar 5 Minuten später nochmal zurückgerufen und mir gesagt, welche Notfall-Medikamente ich mir jetzt auch im Urlaub besorgen könnte (also den Wirkstoff und wie ichs in der Apotheke erklären soll .. ).

Kam zum ersten Mal in die Praxis, wurde im Gespräch endlich mal ernstgenommen (nein... Eigentlich sollte eine junge gesunde Frau nicht Dauer-Schmierblutungen haben und auch nicht ständig Pilze), man hat mir gesagt, dass mein Partner UNBEDINGT mitbehandelt werden muss, wie ich meine Wäsche behandeln sollte (z.b. heiß waschen hatte mir der andere Arzt auch nicht geraten. Vll offensichtlich, gehört aber tu guter Beratung dazu), wie ich Intimhygiene (nicht) betreiben sollte (ein guter Rat... Denn natürlich ist "viel Seife hilft viel" der erste Reflex), Abstrich vorsichtig genommen, tausend mal nachgefragt, obs mit den Schmerzen geht.... Und als ich eine Woche später weiterhin Beschwerden hatte, wurde ich nicht angewiesen, sondern hatte binnen eines halben Tages einen weiteren Termin.... Wir haben uns zwei Monate fast im Zwei -Wochen-Rhythmus gesehen, aber NIE hat er irgendwas mit "ist doch alles normal, lassens Sies einfach gut sein" abgetan. Gott sei Dank ein junger Arzt, der die Praxis damals neu von seinem Vater übernommen hatte... Ich hoff er bleibt mir noch lange erhalten :smile: seit damals hat er mir schon oft gut weitergeholfen..
 
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Benutzer189381 

Verbringt hier viel Zeit
Ich habe mit Krankenhausärzten eher schlechte Erfahrung gemacht.

Alle meine Praxis Ärzte sind super.
HNO Arzt gefühlt 85 Jahre alt und auch die Einrichtung hat schon Jahrzehnte auf dem Buckel. Aber der Mann weiß was er tut. Z.B. Da werden die Ohren nach dem Spülen noch manuell trocken gemacht und 2x nach kontrolliert.

Gyn: nicht nur optisch ein Highlight sondern fachlich top und menschlich toll.

Hausärztin: man hat immer den Eindruck daß man die einzige Patientin ist. Kann sich alles merken und ruft auch mal von selbst an wenn irgendwas fällig ist. Hausbesuche sowieso und bei Corona kam sie sogar mit Impfstoff ins Haus

Nur einen guten Hautarzt habe ich bis heute leider nicht gefunden.
 
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Benutzer179726  (28)

Öfter im Forum
Und, was ich ganz wichtig finde: Patienten sollten ihre Rechte wahrnehmen.

Wenn ganz klar gegen Behandlungsrichtlinien, wie hier z.B. der vaginale Ultraschall bei einer Jungfrau, verstoßen wird: melden, melden, melden!
Und direktes Feedback geben, wenn man kann (ich weiß, dass viele dazu zu eingeschüchtert von der Situation o.ä. sind).
Ein Idiot wird vermutlich wenig darauf geben, aber so manch einer kann sicherlich davon profitieren, wenn er Rückmeldungen bekommt.
Letztlich sitzen da auf beiden Seiten Menschen.

Das nutzt Patienten und Ärzten.
Ist das meldepflichtig? Oder kann man das melden? Ich hab und hatte keine Ahnung....

Fun fact: besagter Arzt hat in der Pandemie Schlagzeilen gemacht. Als ich hörte,dass ein FA in der Stadt XY Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht ausgestellt hat und zwar ohne jede medizinsche Indikation.... Da hatte ich so meinen Verdacht, wer das wohl war. Hat sich bestätigt....
 
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Benutzer172677 

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Ist das meldepflichtig? Oder kann man das melden?
Pflicht hast Du natürlich keine, Du kannst Dich aber jederzeit beschweren.
Manchmal bringt das zugegebenermaßen nicht viel, weil es oft nicht so eindeutig ist.

Aber das, was Du schilderst, wäre definitiv eine Meldung wert gewesen und hätte aller Wahrscheinlichkeit nach auch etwas gebracht.
Wobei es natürlich auch schon etwas bringt, wenn ein Arzt eine Rückmeldung über solche Beschwerden erhält, das lässt einen ja normalerweise immer nachdenken.
 
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Benutzer179726  (28)

Öfter im Forum
Zum Thema Hausärzte: ich hatte nach der Pilz-Sache und montagelangem abwechselnden Einschieben von diversen Zäpfchen (am Ende hab ich den Tränen nahe meinen neuen FA gefragt, ob es IRGENDWAS gibt, dass man nicht vaginal einführen muss. Nach 3 Monaten fast ununterbrocher Behandlung mit Zäpfchen konnte ich einfach nicht mehr.... ) Hatte ich wenig Lust auf Ärzte, auch wenn der neue top war. Außerdem war ich fit und alle Impfungen aktuell. Als ich dann nach ca 1 Jahr in meine Hausarztpraxis kam, stand da ein neuer Name und ein junger Arzt. GROSSE Skepsis (die FA-Geschichte und dann noch die Zahnarzt-Story als Hintergrund). Naja. Ich will eine Zecken-Impfung. Wie schlimm kanns werden? .... Ich bin SO froh, dass der Kerl jung ist, ich will ihn nicht mehr hergeben! Hat mir mittlerweile auch schon öfter geholfen - einfach menschlich und im Fokus steht nicht die Verschreibung von Medikamenten, sondern echte Weiterhilfe ...
 
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Benutzer152594  (42)

Verbringt hier viel Zeit
Also meine Ärzte (Haus, Zahn, Psychiater) sind so wie es sein soll: höflich, korrekt und emphatisch. Alle nehmen sich Zeit, hören zu und finden die Lösungen zu meinen Problemen.
 
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Benutzer115720 

Verbringt hier viel Zeit
Da sehe ich jetzt das Problem nicht so ganz. Besser vorsichtig als nachsichtig
Ich fand das mit dem bluten etwas übertrieben :cautious: für -mein Empfinden- wenn man etwas ungewöhnliches spürt geht man mM.n. zeitlich zur Abklärung.
 
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