Drogenkonsum der Studenten an eurer Universität

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Gast
Liza schrieb:
Wenn ich mir die Beiträge hier so angucke, frage ich mich primär, in was für einem Sündenpfuhl ich eigentlich lebe *g*.
Das stimmt schon *gg* ...aber was will man machen, das sind ja alles erwachsene Leute, die wissen sollten, was sie da tun.
 

Benutzer54457 

Sehr bekannt hier
Das verstehe ich jetzt nicht. Wenn die Uni kein direkter Grund für den Drogenkonsum ist, interessiert selbiger im Uni-Kontext nicht? Du sagst doch selbst, dass härtere Drogen die Leute am Vorankommen und Weitermachen hindern, also auch im Studium... da kann man doch nicht sagen, dass das im Uni-Kontext uninteressant ist, solange die Drogen aus Gründen genommen werden, die nicht mit dem Studium an sich zusammenhängen.

die uni ist kaum der grund für ihren drogenkonsum. ich dachte hier wird das pferd sorum aufgezäumt.

Außerdem denke ich kaum, dass das Studium an sich der durchschnittliche Grund für den Drogenkonsum bei Studenten ist. Vielmehr ist es wohl so, dass die Mentalität bestimmter Gruppen weniger gegen Drogenkonsum gerichtet ist als die Mentalität anderer... und ich glaube, dass in so einigen studentischen Gruppen drogen eben eher toleriert werden als in der Durchschnittsbevölkerung. Da ist die Hemmschwelle natürlich geringer.

ich sehs so, dass ein uni-studium und alles drum herum für die meisten eine stressige, fast reizüberflutete, schnelle, psychisch enorm fordernde sache ist. und nachdem koffein, nikotin und alkohol in unserer gesellschaft weitestgehend etablierte "drogen" sind, werden sie als "hilfe" in anspruch genommen. ich kenn keine sonntags- und fast keine genußraucher an den unis.

Aber auch in direktem Kontext mit dem Studium ist Drogenkonsum glaub ich verbreiteter, als man denkt... ich kenne so einige Leute, die ihre Prüfungen ganz bewusst auf Speed gemacht haben.

ja, kenn ich auch, stimmt. bei denen würd ich sagen ist dass, wie du es sagst, die mentalität eine andere ist.
 

Benutzer27369  (35)

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
Und wieder mal squarepusher vs. Rauchen :grin:


Meine Sichtweise dazu:
Alle Raucher, die ich an der Uni kenne, bereuen ihre Raucherei nicht und wollen auch nicht in absehbarer Zeit aufhören. Das einzige, was die meisten stört, ist dass es während der Prüfungszeit sehr zunimmt... Das wiederrum stimmt mit deinem Stressfaktor überrein. Allerdings trinkt man im Umkehrschluss viel weniger Alkohol während dieser Zeit, weil es beim Lernen hinderlich ist. Genau so weiß ich von den mehr oder weniger regelmäßigen Kiffern, dass sie es während der Prüfungsphase weitestgehend lassen. Stress ist da also keineswegs ein großer Faktor für übermäßigen Drogenkonsum...
 

Benutzer37  (36)

im Ruhestand
Das stimmt schon *gg* ...aber was will man machen, das sind ja alles erwachsene Leute, die wissen sollten, was sie da tun.
Ich meinte das eigentlich eher so, dass hier im Thread unheimlich viele Leute clean sind - im Vergleich zu meinem direkten Umfeld...
Wenn man das nebeneinanderstellt, ist mein Umfeld ein Sündenpfuhl und das hier der reinste Asketenhimmel.
Und ich frage mich gerade, ob ich entweder tatsächlich so wahnsinnig schlechten Umgang habe oder ob hier nur die Leute posten, die nichts von diesem ganzen Zeug mitkriegen... denn die geringe Sucht- und Drogenquote, die hier zutage tritt, entspricht meiner Erfahrung nach nicht der Realität.

@squarepusher: Interessant... ich glaube, wir sehen es exakt umgekehrt. Bei den Studenten, die ihre Prüfungen auf Speed machen oder sich anderweitig direkt für ihr Studium dopen (diverse Putscher, um die Nächte durcharbeiten zu können...), bin ich der Ansicht, dass dem hier in erster Linie die gute alte Überforderung zugrunde liegt. Es wird zwar immer gemeckert, wie wenig Studenten doch tun - aber viele Leute können sich gar nicht vorstellen, wie wahnsinnig anstrengend es ist, den ganzen Tag DENKEN zu müssen. Und Putscher, egal ob legal oder illegal, helfen zumindest kurzfristig und oberflächlich beim Denken. Und beim Wachsein - die Zeit, die für Schlaf draufgeht, könnte man ja schließlich viel besser zum Lernen nutzen...
Klar muss man schon einer gewissen Mentalität nachhängen, um dann zu solchen Mitteln zu greifen. Aber der GRUND ist letztendlich trotzdem ein anderer: Überforderung, Überarbeitung und Prüfungsangst.

Wenn man allerdings jedes Wochenende exzessiv feiert und einen über den Durst trinkt, dabei auch mal am Joint zieht, der die Runde macht, weil das ja ganz normal ist... das würde ich dann doch eher in besagter Mentalität begründet sehen.
 
L

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Gast
Liza schrieb:
Ich meinte das eigentlich eher so, dass hier im Thread unheimlich viele Leute clean sind - im Vergleich zu meinem direkten Umfeld...
Wenn man das nebeneinanderstellt, ist mein Umfeld ein Sündenpfuhl und das hier der reinste Asketenhimmel.
Und ich frage mich gerade, ob ich entweder tatsächlich so wahnsinnig schlechten Umgang habe oder ob hier nur die Leute posten, die nichts von diesem ganzen Zeug mitkriegen... denn die geringe Sucht- und Drogenquote, die hier zutage tritt, entspricht meiner Erfahrung nach nicht der Realität.
Achso, ok. Aber da würde ich auch zustimmen, von meinen Leuten rauchen und kiffen auch recht viele. Hier wurde auch gesagt, dass aus einem Hörsaal nur 3-4 Leute rauchen, das sind bei uns ebenfalls deutlich mehr.
 

Benutzer54457 

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Und wieder mal squarepusher vs. Rauchen :grin:

ach wenn du wüsstest. privat bin ich glaub ich liberaler gegenüber leuten, die mich passivrauchen lassen, als du glauben könntest. in meiner wohnung darf z.b. außer in meinem wohn- und schlafzimmer überall geraucht werden. gezwungener maßen - ein großer teil meiner freunde und bekannten raucht.


@liza
gut, speed hat, wie du sagst, ja auch einen für studis brauchbaren effekt. ich habs in meiner anfänglichen auflistung einfach vergessen.

natürlich ist es immer eine mentalitäts-, veranlagungs- und generell eine "coping"-frage, bei allen dingen, die wir tun.
in meinen spaßhab/mitfrustfertigwerd/mitstreßumgeh-routinen kommt alkohol und nikotin nicht vor - bei sehr vielen ist das aber anders. wenn sich die jedes wochenende besaufen, ist das glaub ich nicht überwiegend ein "ich bin halt so", sondern ein "ich brauchs jetzt wieder!", und ist einfach ein abschalten. ob das gut oder schlecht ist.. teuer ist es auf jeden fall. ist eine resilienz-strategie, in meinen augen.

jetzt rauchen und trinken nur als uni-related coping strategy gesehen.
 

Benutzer27369  (35)

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Ich meinte das eigentlich eher so, dass hier im Thread unheimlich viele Leute clean sind - im Vergleich zu meinem direkten Umfeld...

Irgendwie habe ich noch nie jemanden getroffen, der Drogen nimmt oder erzählt hat, es zu tun (Cannabis ausgenommen). Keine Ahnung, woher das bei dir kommt. Keine Frage, legale Drogen (Alkohol und Zigaretten) sind an meiner Uni bzw. bei den dortigen Studenten allgegenwärtig, ebenso legale Aufputschmittel (Koffein in allen möglichen Formen, auch Medikamente), aber von harten Drogen war nie die Rede und ich hab's nie gesehen. Dabei gehe ich viel auf Partys & Co. und da würde man es ja mitbekommen.
 
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wann ist es denn eine sucht? wie willst du das beurteilen? also meine freunde kiffen schon sehr regelmäßig, ich könnte aber nie beurteilen, ob's eine sucht oder genuss ist...


Zusammenfassend kann Sucht – ob mit oder ohne Drogen – definiert werden als unabweisbares Verlangen nach einem bestimmten Gefühls- Erlebnis- oder Bewusstseinszustand.
(...)
Um von Suchtverhalten zu sprechen müssen die vier Merkmale Wiederholungszwang, Dosissteigerung, physische oder psychische Abhängigkeit und Entzugserscheinungen klar ausgeprägt sein.

Quelle: http://www.landesstelle-berlin.de/e349/e481/e3417/e3418/e3420/e3431/

im anfangspost dieses threads wird davon gesprochen, dass die meisten studenten von mindestens einer der diskutierten substanzen abhängig seien, sprich ein suchtproblem haben. das mag auf einige zutreffen, aber bestimmt nicht auf die mehrheit.
den gelegentlichen oder regelmässigen konsum einer sache mit sucht gleichzusetzen, ist einfach faktisch falsch.
ein paar gläser wein machen noch niemandem zum alkoholiker und wenn ich drei mal im jahr kiffe, bin ich auch nicht drogenabhängig. wenn ich mit meinem freundeskreis einen wein und käseabend mache, hat das nichts mit sucht, komasaufen, whatever zu tun.

ob deine freunde ein suchtproblem haben, weiss ich nicht, aber um die ging es ja in meinem post auch gar nicht.

Ich meinte das eigentlich eher so, dass hier im Thread unheimlich viele Leute clean sind - im Vergleich zu meinem direkten Umfeld...
Wenn man das nebeneinanderstellt, ist mein Umfeld ein Sündenpfuhl und das hier der reinste Asketenhimmel.
Und ich frage mich gerade, ob ich entweder tatsächlich so wahnsinnig schlechten Umgang habe oder ob hier nur die Leute posten, die nichts von diesem ganzen Zeug mitkriegen...

yep, so geht es auch mir. ich kenne z.b. kaum jemanden, der keinen alkohol trinkt. zumindest mal gekifft haben eigentlich auch fast alle, die ich kenne. für schlechten umgang halte ich meinen freundeskreis aber nicht. das sind eigentlich durchweg gebildete, ehrgeizige leute, von denen es einige sicher noch recht weit bringen werden im leben.
 

Benutzer54457 

Sehr bekannt hier
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ich finds lächerlich, gleich von einem "suchtproblem" zu sprechen, wenns um schokolade, sport oder essen geht. ich glaub das zeigt, dass jemand keine ahnung hat, was ein echtes suchtproblem ist.
 

Benutzer11947 

Verbringt hier viel Zeit
Ich kenne eine Menge Raucher, Alkohol ist mehr oder weniger Standard auf Parties und die (Gelegenheits-)Kifferquote schätze ich auf 60% an meiner Uni. Das hängt auch ein bisschen mit dem Studiengang zusammen, Geisteswissenschaftler konsumieren wohl im Regelfall häufiger mal Cannabisprodukte, während Ingenieurswissenschaftler eigentlich nur saufen. Kaffee, Tee, Schokolade und sonstiges lasse ich jetzt aussen vor.
Daß "harte" Drogen konsumiert werden, habe ich allerdings noch nicht mitbekommen, da sind mir höchstens zwei, drei Fälle bekannt. In Sachen Ecstasy&Co. vermute ich allerdings eine recht hohe Dunkelziffer, ich kannte auch mal eine, die das Zeug regelmäßig geschluckt hat. Kann ich nur von abraten.
 
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