Drei Worte - eigentlich unwichtig, oder?

Benutzer122556 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo du,

ich habe bis hierher nur mitgelesen, da ich dir leider keine besser verfasste Hilfe geben kann als Damian, Mark & Co. ...

Ich möchte bei den vielen Ratschlägen aber gern noch einmal diesen einen Punkt betonen, den auch Damian angeschnitten hat:

Jetzt kommt aber das pardoxe: Wie willst du lieben, wenn du niemanden an dich ran lässt? Das ist wie "ich will vögeln, aber bitte berühre mich dabei nicht". Es geht nicht.

Du darfst dich nicht in Stein einmauern, in eine Rüstung zwängen und verstecken. Denn durch diesen Stein kommen auch deine Gefühle nicht mehr hindurch. Und wie kannst du etwas von deinem Freund verlangen, was du nicht selbst zu geben in der Lage bist?

Ein etwas depressiver Liedtext fällt mir dazu ein, von der Band ASP:
"Nur wer sich öffnet für den Schmerz lässt auch die Liebe mit hinein."

Genau so ist es. Ohne dass du ein gewisses Risiko eingehst, kannst du auch nie lieben und geliebt werden. Du darfst dich nicht verstecken.

Alles Liebe,
der Walddrache
 

Benutzer80894 

Verbringt hier viel Zeit
Ich kann dich schon verstehen, dass dir diese drei kleinen Worte so enorm wichtig sind, bei mir war/ist es nicht anders.
Allerdings hatte ich diese Ungeduld schon nach einem halben Jahr, bis dato hatte mein Freund mir eine ganze Palette super schöner Sachen gesagt, aber der für mich so wichtige Satz fiel nie.
Als wir dann sechs Monate zusammen waren und ich für zwei Wochen in den Urlaub fuhr, hab ich ihm vorher ein Geschenk gemacht und einen Brief beigelegt, in dem ich alle meine Gefühle für ihn niedergeschrieben hatte, ich kann mich nämlich viel besser schriftlich ausdrücken, wenns um Gefühle geht.
Natürlich habe ich ihm dann auch geschrieben, dass ich ihn liebe und hatte dann im Urlaub richtig Angst, was er mir antworten würde, aber er hat sich so sehr über diesen Brief gefreut und mir ebenfalls geschrieben das er mich liebt und als ich wieder da war hat er es mir ganz oft gesagt und seitdem bin eher ich diejenige, die mit dem Aussprechen des Satzes Probleme hat. :grin:
Will heißen, du kannst natürlich jetzt anfangen dich innerlich von deiner Beziehung zu lösen und das wird weh tun, ihm zu sagen dass du ihn liebst und keine gewünschte Antwort zu bekommen tut ebenfalls weh, aber ich würde dann doch eher die zweite Variante wählen, vielleicht machst du dich ja völlig für umsonst verrückt.
 
1 Woche(n) später

Benutzer127150  (30)

Verbringt hier viel Zeit
So, es gibt Neuigkeiten. Ich habe ihm einen Brief geschickt. Eine art Liebeserklärungen, die auch die "drei Worte" enthält. Heute müsste er ihn lesen. Ich habe ein wenig Angst. Mal sehen.
Danke euch für die hilfreichen Antworten!
 

Benutzer53548  (34)

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Gibts schon Neuigkeiten? Hat er den Brief gelesen und wie hat er reagiert?
 

Benutzer127951  (30)

Ist noch neu hier
"Du hast mir nie gesagt, dass du mich liebst - jetzt ist es aus!"? Klingt so "lächerlich", aber das ist es für mich irgendwie doch nicht.
Diese negativen Gedanken werde ich wohl nicht mehr los.



Also,ich sehe das ganz anders als du. :smile: Diesen 3 Worten wird oft viel zu viel Bedeutung zugetragen!
Mein Freund hat mir auch noch nicht ein einziges mal gesagt das er mich liebt, er hatte es aber oft genug durch Gesten gezeigt. Deswegen auch hier meine Frage an dich: Wie geht er denn mit dir um? Zeigt er dir denn seine Gefühle?
Denn manchmal sind Taten viel mehr Wert als 3 kleine Wörter. Klar,diese Wörter können einen sehr Glücklich machen und man hört sie gerne,einfach um auch die Sicherheit zu bekommen,jedoch sind es die kleinen Dinge,die Gesten,Taten, Aufmerksamkeiten und Zärtlichkeiten die einen wirklich zeigen was der andere fühlt..
 
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Benutzer6428 

Doctor How
Also,ich sehe das ganz anders als du. :smile: Diesen 3 Worten wird oft viel zu viel Bedeutung zugetragen!
Mein Freund hat mir auch noch nicht ein einziges mal gesagt das er mich liebt, er hatte es aber oft genug durch Gesten gezeigt. Deswegen auch hier meine Frage an dich: Wie geht er denn mit dir um? Zeigt er dir denn seine Gefühle?
Denn manchmal sind Taten viel mehr Wert als 3 kleine Wörter. Klar,diese Wörter können einen sehr Glücklich machen und man hört sie gerne,einfach um auch die Sicherheit zu bekommen,jedoch sind es die kleinen Dinge,die Gesten,Taten, Aufmerksamkeiten und Zärtlichkeiten die einen wirklich zeigen was der andere fühlt..

Zeig mir ein Kind, den nie gesagt wurde, dass es geliebt wird und ich zeite dir ein Kind, dass nie ganz zufrieden sein wird. Nicht mit sich selbst und vielleicht auch nicht mit anderen.
Das gleiche gilt in meinen Augen auch für eine Beziehung. Wenn man in einer Beziehung Gefühle (und dazu zählt auch ein "ich liebe dich") nicht auf den Tisch packen kann, dann hat man ein Problem. Dieses Problem ist SELBST geschaffen. Das ist so, als wenn man einen Weg entlang geht und sich noch vom Wegesrand den ein oder anderen Stein in den Weg rollt, über den man dann anschließend noch drüber klettert.

Was mir nämlich auffällt ist, dass immer diejenigen ein "ich liebe dich" klein reden, die es von ihrem Partner nicht zu hören bekommen. Ich habe noch nie gehört, dass jemand sagt "Mein Partner sagt mir immer wie sehr er mich liebt und strahlt mich dabei an, dass mir immer ganz warm ums Herz wird...aber so wichtig sind die drei Worte eigentlich nicht..."

Sie SIND wichtig. Sie sind zur inneren bestätigung wichtig, nicht nur als unwichtige Ergänzung, sondern als Teil der Grundlage einer jeden funktionierenden Beziehung welche man 'Kommunikation' nennt. Ich meine..wenn ich jemanden liebe, mein eben mit diesem Jemand teile, mit ihm vögel, Miete zahle, Autos kaufe...was stimmt dann nicht, dass man diese angeblich so furchtbar unwichtigen Worte nicht über die Lippen bekommt, denn sauber laufen kann es doch de facto nicht, oder?
 

Benutzer27534 

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Ich muss Damian hier absolut zustimmen. Ich verstehe da teilweise auch nicht, wieso man es nicht aussprechen kann, wenn man es doch fühlt und man eine offene Kommunikation in einer Beziehung hat.

Und mir ist auch schon aufgefallen, dass die Aussage 'es wäre nicht so wichtig' ausschließlich von Paaren kommt, wo mindestens einer der beiden Partner es nicht von sich gibt.
 

Benutzer127951  (30)

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Ich hatte davor schon Beziehungen (klingt jetzt nach nem ganzen Haufen,waren jedoch nur 2) in der auch von IHM das "ich liebe dich" kam. Meine Meinung hat NICHTS damit zu tun das mein Freund es nicht zu mir sagt,sondern es ist nun einmal das was ich DENKE. Wie gesagt,klar finde ich es schön wenn man(n) mir sagt das er mich liebt ABER ich sehe es halt nicht als sooooo wichtig an wie z.B. die Art wie er mit mir umgeht. Zudem habe ich NICHT gesagt das sie total unwichtig sind. Zitiere:
Diesen 3 Worten wird oft viel zu viel Bedeutung zugetragen!
und:
Klar,diese Wörter können einen sehr Glücklich machen und man hört sie gerne,einfach um auch die Sicherheit zu bekommen,jedoch sind es die kleinen Dinge,die Gesten,Taten, Aufmerksamkeiten und Zärtlichkeiten die einen wirklich zeigen was der andere fühlt..
Finde es ziemlich unfair mir gleich an den Kopf zu schmeißen das da etwas nicht stimmen kann. Jeder hat seine eigene Meinung, und meine ist halt die die ich zu diesem Thema geäußert habe. Zudem muss ich sagen das mein Freund und ich erst seit 3 Monaten ein Paar sind und er mir von Anfang an sagte das er halt ein bisschen brauch bis er mir seine Gefühle richtig "zeigen" bzw mir "sagen" kann, eben weil er vor mir lange keine Freundin hatte und verletzt wurde,und genau das habe ich akzeptiert.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer93499 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hi Mrs. Happy,

was war denn jetzt die Reaktion auf deinen Brief?
 

Benutzer6428 

Doctor How
Finde es ziemlich unfair mir gleich an den Kopf zu schmeißen das da etwas nicht stimmen kann.

Hm?
Ich hab dich nicht direkt angesprochen. 3 Monate ist nicht lang und was auch immer daraus wird, ist jetzt noch nicht abzusehen. Fühle dich also nicht angesprochen...
 

Benutzer127951  (30)

Ist noch neu hier
Damian,klang so als ob das direkt an mich ging. Dann entschuldige ich mich,dich so "angefahren" zu haben. :smile:
 

Benutzer127150  (30)

Verbringt hier viel Zeit
Er hat mir auf den Brief per Brief geantwortet.
„Auf einen Brief antwortet man per Brief!“, meinte er.

Ich habe meine Enttäuschung leider nicht verstecken können. Ich wollte einfach endlich eine Antwort haben. Endlich wissen, woran ich bin. Endlich diesen Druck loswerden. Gleichzeitig wollte ich ihm auch nicht verbieten, dieselbe Art der Kommunikation zu nutzen wie ich. Na ja, irgendwie hat er aber, wie gesagt, gemerkt, dass mir etwas nicht passte. Das endete letztlich in einer riesigen Diskussion. Ich wollte nicht sagen, dass ich einfach nur hören wollte „Ich liebe dich auch!“ Ich wusste ja nicht, was in dem blöden Brief stand. Vielleicht hatte er ja auch nur „Ich hab‘ dich lieb!“ geschrieben – wie immer. Wir haben dann wirklich fast schon gestritten. Das wollte ich nicht erreichen.

Sein Brief kam dann ein paar Tage später. Ich habe fast geheult, als ich, total nervös, den Brief noch am Briefkasten aufriss und als Erstes nach der Abschiedsformel suchte. „Ich liebe dich auch!“

Endlich. Endlich, endlich, endlich. Der Brief war wirklich schön. Ähnlich wie meiner, eigentlich.

Trotzdem war es mir dann wichtig, noch mal darüber zu reden. Ich wollte verstehen, weshalb er mir die drei Worte nie gesagt hat. Nie.

Als Erstes: Er wusste bei unserem Gespräch über „Gefühle“, das ich damals mit ihm geführt habe, ganz genau, worauf ich hinaus wollte. Das hat er mir bestätigt. Aber er fühlte sich unter Druck gesetzt. (Was ich aber bis heute nicht verstehe – wir sind schließlich schon 1,5 Jahre zusammen. Wenn er doch weiß, dass ich mir wünsche, ES von ihm zu hören – könnte er es nicht sagen? :frown: ) Aber vielleicht hat er nicht ganz Unrecht. Ich habe ja Druck gemacht.

Ich habe ihn also gefragt, wieso er mir nie seine Liebe gestanden hat. Seine Antwort: So was sagt er einfach nicht. „Ich hab‘ dich lieb!“ ist für ihn schon das „höchste“ der Gefühle. Kein Witz. Das habe er noch nie einer lockeren Affäre gesagt, sondern immer nur Frauen, die ihm wirklich viel bedeuteten. Ich konnte das kaum glauben. Wie oft haben mir lockere Sexgeschichten schon gesagt, dass sie mich lieb haben. Das sage ich meiner besten Freundin immer wieder. „Ich hab‘ dich lieb!“ sagt man doch überall. Aber nein. Für ihn ist das schon so was, wie einer Frau, seine Liebe zu gestehen. „Ich liebe dich!“ hat er noch nie einer Frau gesagt – das habe bisher keiner gestört, und er selbst hat so was, angeblich, auch noch nie gehört. Kann ich kaum glauben. :grin: Aber gut. Ist wohl wirklich so.

Ich dachte halt echt immer, er hätte immer nur Angst gehabt, mir das zu sagen. Weil er selbst unsicher war, ob ich genug für ihn empfinde. Aber ihm bedeuten diese drei Worte einfach NICHTS! Ich weiß nicht, ob ich das nicht schlimmer finde. Weil – wenn ihm „Ich liebe dich“ so wurst ist – müsste er es nicht fast lächerlich finden, wenn ich ihm so was sage? Na ja, er meinte aber, ehrlich, dass er sich wirklich sehr über den Brief und die Liebeserklärung gefreut habe. Und jetzt, wo er weiß, wie wichtig mir die Worte sind, wird er sie mir auch sagen.
Da dachte ich mir natürlich sofort: Na, toll. Nur weil er weiß, ich will sie hören, sagt er sie mir? Dann kann er’s ja gleich lassen.

Ich weiß nicht. Ich hatte halt immer diese kleine Vorfreude und Hoffnung in mir. Bisschen kitschig-romantisch. So wie manche Frauen von einem Heiratsantrag träumen. Ich hatte immer die Hoffnung, dass er mir eines Tages mal tief in die Augen guckt und mir sagt, wie sehr er mich liebt. Pustekuchen.

Na ja, die Sache ist jetzt „gelaufen“. Letzte Nacht hat er mir, als wir plötzlich gleichzeitig wach waren, im Dunkeln, noch einmal „Ich liebe dich!“ gesagt. Da habe ich mich schon irgendwie gefreut. Aber einen bitteren Nachgeschmack hat der Satz jetzt immer. Ach, aber trotzdem freue ich mich, dass er es mir gesagt hat. Weil, wie gesagt. Keine Ahnung, was ich gemacht hätte, hätte er es mir nicht sagen können. Ich glaube, da wäre eine Welt bei mir untergegangen.
Lege ich doch zu viel Wert darauf? Er hat mir halt auch dauernd gesagt: „Vergiss die Worte – Taten zählen!“ Aber das sagt sich so leicht. :frown:

Na ja, das ist das Ende der Geschichte. :smile:
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Na ja, die Sache ist jetzt „gelaufen“. Letzte Nacht hat er mir, als wir plötzlich gleichzeitig wach waren, im Dunkeln, noch einmal „Ich liebe dich!“ gesagt. Da habe ich mich schon irgendwie gefreut. Aber einen bitteren Nachgeschmack hat der Satz jetzt immer. Ach, aber trotzdem freue ich mich, dass er es mir gesagt hat. Weil, wie gesagt. Keine Ahnung, was ich gemacht hätte, hätte er es mir nicht sagen können. Ich glaube, da wäre eine Welt bei mir untergegangen.
Lege ich doch zu viel Wert darauf? Er hat mir halt auch dauernd gesagt: „Vergiss die Worte – Taten zählen!“ Aber das sagt sich so leicht. :frown:

Darf ich fragen, warum du diesen Smiley gesetzt hast? Eigentlich ist es doch perfekt für dich verlaufen? Er hat es dir schriftlich UND mündlich mitgeteilt. Ihr habt drüber geredet und die Missverständnisse aus dem Weg geräumt. Und das wichtigste: Er liebt dich tatsächlich.

Was brauchst du denn noch? Hab ich irgendwas überlesen?[DOUBLEPOST=1360690246,1360689071][/DOUBLEPOST]Damian, ein bisschen bist du hier aber schon anmaßend, gell?

Zeig mir ein Kind, den nie gesagt wurde, dass es geliebt wird und ich zeite dir ein Kind, dass nie ganz zufrieden sein wird. Nicht mit sich selbst und vielleicht auch nicht mit anderen.

Das ist eine ziemliche Null-Aussage. Wann ist man schon durchgehend 100%ig zufrieden mit allem und jedem und woher soll man wissen, woher eine Unzufriedenheit herkommt? Mir und meinen Geschwistern und bestimmt vielen anderen Kindern wurde nie von den Eltern gesagt, dass sie uns lieben oder uns lieb haben, und ich kann ganz ehrlich total mit mir selbst im Reinen sagen, dass das für mich nie ein Problem war oder ist. Dass ich ab und zu unzufrieden bin, hat tatsächlich andere Gründe. Ich hatte nie das Gefühl, dass meine Eltern mich nicht lieb haben, deswegen kam ich auch gar nicht auf die Idee, daran zu zweifeln, welche Gefühle meine Eltern für mich haben.

Was mir nämlich auffällt ist, dass immer diejenigen ein "ich liebe dich" klein reden, die es von ihrem Partner nicht zu hören bekommen. Ich habe noch nie gehört, dass jemand sagt "Mein Partner sagt mir immer wie sehr er mich liebt und strahlt mich dabei an, dass mir immer ganz warm ums Herz wird...aber so wichtig sind die drei Worte eigentlich nicht..."

Ich habe in meiner jetzigen Beziehung die Worte nicht gehört, aber ich habe sie in meiner anderen Beziehung gehört. Ich habe sie sogar auch schon in anderen Verhältnissen gehört. Und ja, ich sage weiterhin, dass sie mir nicht wichtig sind.

Sie SIND wichtig. Sie sind zur inneren bestätigung wichtig, nicht nur als unwichtige Ergänzung, sondern als Teil der Grundlage einer jeden funktionierenden Beziehung welche man 'Kommunikation' nennt. Ich meine..wenn ich jemanden liebe, mein eben mit diesem Jemand teile, mit ihm vögel, Miete zahle, Autos kaufe...was stimmt dann nicht, dass man diese angeblich so furchtbar unwichtigen Worte nicht über die Lippen bekommt, denn sauber laufen kann es doch de facto nicht, oder?

Ich vermute, ich kann hier schreiben, was ich will, verstehen wirst du es trotzdem nicht. Egal, was ich schreibe, du wirst es so drehen, dass es als Argument für dich raus kommt, dass Leute wie ich oder auch andere entweder geschädigt sind oder sich was schönreden, was nicht da ist. Von daher werde ich gar nicht ins Detail gehen. Versuch nur einfach mal zu akzeptieren, dass es Sozialisierungen fern der deinen gibt, in denen die drei Worte wirklich einfach nicht so wichtig sind. Das mag schwer zu verstehen sein. Ich verlange auch gar nicht, dass du es verstehst. Ich will einfach nur, dass man sich nicht anmaßt, mir und anderen einen Psychoknacks oder anderes zu unterstellen, bloß weil ich sage, dass ich darauf keinen großen Wert lege.
 

Benutzer27534 

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Ich verlange auch gar nicht, dass du es verstehst. Ich will einfach nur, dass man sich nicht anmaßt, mir und anderen einen Psychoknacks oder anderes zu unterstellen, bloß weil ich sage, dass ich darauf keinen großen Wert lege.

Ich kann jetzt natürlich nur für mich und nicht Damian sprechen, aber ich persönlich wollte damit sicher niemandem nen Psychoknacks unterstellen. Es fällt mir selbst nur schwer, es mir vorzustellen, wieso man es nicht aussprechen kann/mag, wenn man es fühlt. Solange beide damit keine Probleme haben ist es ja letztlich egal.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Versuch nur einfach mal zu akzeptieren, dass es Sozialisierungen fern der deinen gibt, in denen die drei Worte wirklich einfach nicht so wichtig sind. Das mag schwer zu verstehen sein. Ich verlange auch gar nicht, dass du es verstehst. Ich will einfach nur, dass man sich nicht anmaßt, mir und anderen einen Psychoknacks oder anderes zu unterstellen, bloß weil ich sage, dass ich darauf keinen großen Wert lege.
Einen Psychoknacks habe ich niemandem unterstellt...
Ich bleibe zwar bei der Meinung, dass man in einer Partnerschaft miteinander kommunizieren können muß, damit man sich viele Schwierigkeiten spart, wozu eben auch Aussagen über die eigenen Gefühle gehören, aber ich akzeptiere auch, dass andere das nicht tun. Dennoch glaube ich, dass man sich vieles verkompliziert. Verkompilizieren hat aber noch immer nichts mit einem Psychoknacks zu tun....
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Einen Psychoknacks habe ich niemandem unterstellt...
Ich bleibe zwar bei der Meinung, dass man in einer Partnerschaft miteinander kommunizieren können muß, damit man sich viele Schwierigkeiten spart, wozu eben auch Aussagen über die eigenen Gefühle gehören, aber ich akzeptiere auch, dass andere das nicht tun. Dennoch glaube ich, dass man sich vieles verkompliziert. Verkompilizieren hat aber noch immer nichts mit einem Psychoknacks zu tun....

Off-Topic:
Das mit dem Psychoknacks hab ich nur geschrieben, weil du geschrieben hast, dass Kinder, denen es nie gesagt wurde, nie mit sich und anderen zufrieden sein werden.


Verbale Kommunikation innerhalb der Partnerschaft ist mir sehr wichtig. Darunter fällt für mich insbesondere Kommunikation über auch unbequeme Themen, über Missverständnisse und Kommunikation zur Kompromissfindung bei Problemen. Das Thema, ob und wie und wie sehr innerhalb der Beziehung geliebt wird, stellt idealerweise kein Problem, kein Missverständnis und kein Thema dar, das großartig erörtert werden muss.

Und ansonsten: Liebe zeigt sich am besten durch nonverbale Kommunikation. Wenn die da ist und aussagekräftig ist, wozu brauch ich dann Worte? Und wenn sie nicht da ist, was helfen mir dann Worte? Allerhöchstens geben sie mir eine Sicherheit, die nicht der Realität gerecht wird ("Er behandelt mich wie Dreck, aber er hat gesagt, er liebt mich, also muss das wohl so sein"). Wenn die nonverbale Kommunikation ausdrückt, dass Liebe da ist, und es ein Part trotzdem verbal expressiv ausdrücken will, dann soll er das tun. Das stört mich nicht. Aber brauchen tu ich's in der Tat nicht. Und wenn mein Partner von mir erwarten würde, dass ich es ihm sage, dann würde ich mich damit vermutlich nicht wohl fühlen, weil ich diese Erwartungshaltung verkehrt finde, oder ich würde draus schließen, dass er sich nicht von mir geliebt fühlt, was auch nicht toll wäre. Der einzige Grund, die drei Worte zu sagen, wäre für mich, wenn man es selbst nicht zurückhalten kann und einfach aussprechen muss. D.h. es hat ganz egoistische Gründe, dass man es sagt. Es zu sagen, weil jemand anderer es hören will, finde ich komplett absurd.
 

Benutzer113006 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Allerhöchstens geben sie mir eine Sicherheit, die nicht der Realität gerecht wird ("Er behandelt mich wie Dreck, aber er hat gesagt, er liebt mich, also muss das wohl so sein").
Sehe ich auch so.

Auch hier kann man schnell ins Zweifeln kommen, ob es denn wirklich Liebe ist. Ist ein zweischneidiges Schwert, es kommt immer darauf an, wie die beiden Partner ihre Gefühle zum Ausdruck bringen. Am besten beide auf die selbe Weise, dann gibt es keine Zweifel. :zwinker:
 

Benutzer6428 

Doctor How
Off-Topic:
Der einzige Grund, die drei Worte zu sagen, wäre für mich, wenn man es selbst nicht zurückhalten kann und einfach aussprechen muss. D.h. es hat ganz egoistische Gründe, dass man es sagt. Es zu sagen, weil jemand anderer es hören will, finde ich komplett absurd.
Weil es jemand anderes hören will? Nee...deshalb sicher nicht.
Ich glaube aber auch nicht an rein egoistische Gründe. Altruistisch ist es aber auch nicht, da gebe ich dir zum Teil recht. Wenn aber mein Partner so übersprudelt, dass er mir das sagen will, dann sehe ich ja auch, DASS er übersprudelt und das tut mir doch auch gut...ist das nicht fast schon wieder eine "Tat"?

Probleme müssen ebenfalls besprochen werden...aber ich halte es eben auch für wichtig, seine Gefühlswelt mitzuteilen. Wenn ich es nur zeige, dann habe ich einen Kommunikationsweg gewählt. Wenn ich aber mehrere wähle, dann sinkt die Wahrscheinlichkeit der Fehlinterpretation (nicht jeder ist in der Lage alleine Gesichtsausdrücke, geschweige denn Körperhaltungen zu interpretieren) und es steigt die Sicherheit, dass meine Information ankommt. Es ist also auch ein tolles Gefühl, wenn ich höre, dass ich geliebt werde, oder aber, dass es meiner Freundin schlecht geht, sie genervt ist und warum.
Leere Taten sind natürlich schlimmer als leere Worte. Leere Worte sind schlimmer als keine Worte und dafür Taten. Aber Taten ohne Worte sind schlimmer als Taten und Worte, die zusammen stehen.

Wie schon gesagt: Man macht es sich doch etwas einfacher mit dem dualen System. :zwinker:
 
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