Dozentin schließt die Türen ab!

Benutzer472 

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Dito, das sehe ich genauso. Allerdings muss ich zugeben, dass einem das aus "Studentensicht" vielleicht gar nicht so bewusst ist.
Mir ist das ja wie gesagt aus Dozentensicht auch nicht bewusst. Ich muss mich mit den Arbeitsformen meiner Veranstaltung den Teilnehmern anpassen und flexibel sein. Sofern das nicht reicht, klappt es dann eben nicht.

Off-Topic:
Zu-Spät-Kommer ... da an meiner Uni viele täglich aus Berlin kommen, passiert doch schon mal häufiger. An sich stört es nicht so wahnsinnig, wenn diese Leute dann nicht immer in die Mitte der Reihe unbedingt sitzen müssten ... müssen also alle aufstehen, das erzeugt Unruhe etc.
Das z.B. ließe sich oft dadurch verhindern, indem man beim Hinsetzen möglichst einen Platz in der Mitte wählt. Die meisten setzen sich als erstes in die Reihe und an den Rand, sodass die Plätze am Rand belegt sind, in der Mitte aber alles frei ist. Völliger Schwachsinn sich so zu verhalten!


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Also, Lehrämter haben bei uns nach der neuen Studienordnung auch Anwesenheitspflicht für "aktive Teilnahme".
Okay, ich hätte schreiben müssen: Es gibt keine Anwesenheitskontrolle.
 

Benutzer31418 

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Okay, ich hätte schreiben müssen: Es gibt keine Anwesenheitskontrolle.
Die haben wir aber qauch in Form von Anwesenheitsliste. :tongue: Ist glaube ich nicht ganz so streng geregelt wie bei Seminaren, aber am Ende dürfen nur die einen Teilnahme-Schein bekommen, die da regelmäßig unterschrieben haben.


Übrigens kommen viele Leute ja auch zu spät, weil sie vorher eine andere Veranstaltung (teilweis ein ganz anderen Gebäuden) hatten. Und vorher gehen ist bei den Dozenten nach meiner Erfahrung viel verpöhnter als Zuspätkommen. Ich hab schon einige Standpauken mitbekommen, weil Leute aufgestanden sind, bevor der Dozent fertig war, auch wenn er bereits überzogen hat. Ich bin da zum Glück fast nie betroffen gewesen, weil ich meist etwas Luft dazwischen hatte, aber blöd ist das schon, wenn man nicht früher gehen darfm aber püntlich beim nächsten sein soll. ;-)
 
L

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Glashaus schrieb:
Wer nur kommt, um die anderen zu stören kann ja gern zu Hause bleiben.

Ich denke, in dem Punkt sind wir uns einig, aber es ging ja um die Methoden Pünktlichkeit "anzuerziehen". Und da finde ich es nicht gut, wenn du wegen ein paar Zu-spät-Kommern den ganzen Kurs in Mitleidenschaft ziehst und Powerpoint neu startest. Denn Uni ist keine Gruppenveranstaltung. Das macht sich leider immer erst bei den Klausuren bemerkbar, wo wirklich jeder für seine eigenen Leistungen verantwortlich ist. Diese Haltung erinnert mich ein wenig an unsere Politiker, die bspw. Alkopops teurer gemacht haben, nur, weil ein paar Kiddies damit nicht umgehen können bzw. weil Supermärkte das Jugendschutzgesetz missachten. Eine Gruppe sollte nicht unter dem Fehlverhalten einzelner leiden, das demotiviert.

squarepusher schrieb:
während ich natürlich eine gewisse resilienz gegenüber griff-ins-klo-lvas habe, fänd ich ein studium doppelt so ermüdend, wenn ich aus prinzip immer motiviert und voller interesse und überpünktlich sein sollte. das raubt einem doch total das gespür dafür, was interessant ist und was nicht. und schneidet IMO die gerade sehr reizvollen spitzen der motivation ab, wenn man sich auf der anderen seite auch immer zwingen muss, den miesen kram mit einem lächeln auf den lippen zu fressen. danke, nein, ich sitz nicht mehr in der schule (war ich gern, aber uni ist uni )

Meine Meinung.

squarepusher schrieb:
gerade die leute, bei denen die vorlesung nur durch verschiedene öffis erreicht werden kann, sollten zu spät kommen dürfen. sorry, nur für die vorstellungen irgendeiner dozentin-komikerin, was professionelles verhalten ist und was nicht, setz ich mich nicht in den früheren zug und sitz dann eine halbe stunde im saal, nur damit ich ja nicht 10 minuten zu spät komme.

Das ist eine Einstellung, die ich wiederum nicht verstehe. Wenn ich das hier in Hessen sehe, wie viele Studenten aus ihren Dörfern teilweise eine Stunde Zug fahren (eine Strecke), um in die Uni zu kommen, da kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Natürlich, wohnen im Hotel Mama ist günstig und einige können sich vielleicht wirklich keine Wohnung im Studienort leisten. Aber das betrifft ja nicht alle Heimfahrer. Ein Auszug aus einem Gespräch, dass sehr nah an eines mit Heimfahrern herankommt.

A: Wann wollen wir uns denn wegen des Referats treffen?
B: Montags hab ich von acht bist acht, dienstags bin ich gar nicht hier - da arbeite ich den ganzen Tag, mittwochs ist nach der Uni Arbeit und donnerstags bin ich nur alle zwei Wochen da.
A: Aha, und können wir uns nicht Mittwoch vor deiner Veranstaltung treffen?
B: Nee, da muss ich noch auf die Kinder meines Cousins 18. Grades aufpassen und bin immer froh, wenn ich den Zug noch pünktlich bekomme.
A: Und wenn du mal von Do auf Fr bei einer/m Freund/in pennst und wir uns freitags treffen?
B: Nee, da geh ich immer zur Feuerwehr (oder wahlweise Kleingartenverein-Vorstandssitzung u.a.).

Gaaanz furchtbar. Und da bin ich dann auch der Meinung: Wer auf Grund der Öffis eine halbe Stunde vor VL-Beginn im Saal sitzt, weil sein Dorf von der Außenwelt abgeschlossen ist, muss das in Kauf nehmen oder sich eben mal Gedanken machen, ob Großenlüder der richtige Ort für den Wohnsitz ist, wenn man in Gießen studiert.
 
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Mir ist das ja wie gesagt aus Dozentensicht auch nicht bewusst. Ich muss mich mit den Arbeitsformen meiner Veranstaltung den Teilnehmern anpassen und flexibel sein. Sofern das nicht reicht, klappt es dann eben nicht.

Inwiefern soll man sich denn 150 Leuten im Rahmen einer Vorlesung anpassen?
 

Benutzer29290 

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Wieso ist das deiner Meinung nach dem Dozenten gegenüber respektlos? - Ich weiß zwar nicht, wie das in anderen Studiengängen ist, aber Menschen, die permanent zu spät kommen, gibt es hier in meinen Studiengängen gar nicht. Zu spät kommt zwar immer mal einer (in der Regel aufgrund der überlasteten Bahnstrecke), aber eben nicht immer dieselben. In Vorlesungen gibt es keine Anwesenheitspflicht, in anderen Veranstaltungen schon. (Dass es in Vorlesungen eben keine Anwesenheitspflicht gibt, zeigt eigentlich deutlich, dass das System es nicht vorsieht, Menschen zur vollständigen Teilnahme zwingen zu wollen.)
Von entschuldigten Ausnahmen, Bahnstreiks, etc. mal abgesehen, finde ich es respektlos, weil Dozenten nicht zum Spass da rumstehen. In der Schule kann man auch nicht immer 15 Minuten zu spaet kommen, am Besten noch mit Broetchen und Kaffee in der Hand und meinen, es ist doch eh egal. Ich weiss nicht wo die Einstellung her kommt, dass es an Unis ploetzlich keine Rolle mehr spielt, ob man sich anstaendig benimmt (und dazu gehoert bei mir Puenktlichkeit), und dass man Dozenten und Vorlesungen nicht Ernst nehmen muss. Uni ist keine Freizeitveranstaltung und die Leute, die das so sehen, tun sich damit langfristig auch selbst keinen Gefallen. Die meisten, die es mit der Puenktlichkeit und Anwesenheit nicht so genau nehmen, sind naemlich keine heimlichen Genies, die trotzdem super Noten schreiben.

Meine Studis hier tauchen puenktlich auf, aber wenn man fast 6000€ Studiengebuehren im Jahr zahlt, nimmt man sein Studium vielleicht auch ernster. In Deutschland gab es aber immmer welche, die meinten es nicht noetig zu haben zu kommen oder zu kommen und gehen, wenn sie wollten. Da habe ich nie was gesagt, aber "zufaelligerweise" waren das auch ueberdurchschnittlich oft die, die nachher durchgefallen sind oder schlechte Noten hatten.
 
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Ich denke, in dem Punkt sind wir uns einig, aber es ging ja um die Methoden Pünktlichkeit "anzuerziehen". Und da finde ich es nicht gut, wenn du wegen ein paar Zu-spät-Kommern den ganzen Kurs in Mitleidenschaft ziehst und Powerpoint neu startest. Denn Uni ist keine Gruppenveranstaltung. Das macht sich leider immer erst bei den Klausuren bemerkbar, wo wirklich jeder für seine eigenen Leistungen verantwortlich ist. Diese Haltung erinnert mich ein wenig an unsere Politiker, die bspw. Alkopops teurer gemacht haben, nur, weil ein paar Kiddies damit nicht umgehen können bzw. weil Supermärkte das Jugendschutzgesetz missachten. Eine Gruppe sollte nicht unter dem Fehlverhalten einzelner leiden, das demotiviert.

Ich muss dazu vielleicht noch sagen, dass es in dieser Vorlesung bereits vorher massive Beschwerden von den Studierenden gab. Die fühlten sich einerseits direkt durch die Zu-Spät-Kommer beeinträchtigt (Lärm, Unruhe, etc.) (und es waren zum Größtenteil immer dieselben, was man allein schon daran erkennt, dass es IMMER die letzten waren, wie auf den Anwesenheitslosten am Ende der Stunde unterschrieben haben) und sich dann auch benachteiligt fühlten, weil es, anders als in Seminaren, keine "Sanktionen" gab. Insofern war das "Leiden" ja vorher schon gegeben. Und es wurde nach diversen Maßnahmen dann tatsächlich auch besser.
 

Benutzer472 

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Inwiefern soll man sich denn 150 Leuten im Rahmen einer Vorlesung anpassen?
Nach meiner Erfahrung verzichten Dozenten in Vorlesungen darauf, Arbeitsaufträge zu vergeben, insbesondere so differenzierte, dass es auch einige Zuspätkommer ankäme. Stattdessen wird unabhängig von den Anwesenden immer der gleiche Test erzählt. Da muss man sich als Dozent dann aber auch nicht beschweren. - Ich habe mich auf kleine Gruppen bezogen. Wenn ich mit 6-18 Menschen arbeite und drei kommen da zuspät, sind manche Dinge nicht in gleicher Weise durchführbar. - In Vorlesungen ist eine Anpassung an die Teilnehmer nur über selbstständige Differenzierung möglich, d.h. ich muss als Dozent die Möglichkeit schaffen, dass man auch hier seinen eigenen Lernplan verwirklichen kann (z.B. mit online verfügbaren Skripten, verschieden schwierigen Aufgabenstellungen usw.).


Von entschuldigten Ausnahmen, Bahnstreiks, etc. mal abgesehen, finde ich es respektlos, weil Dozenten nicht zum Spass da rumstehen. In der Schule kann man auch nicht immer 15 Minuten zu spaet kommen, am Besten noch mit Broetchen und Kaffee in der Hand und meinen, es ist doch eh egal. Ich weiss nicht wo die Einstellung her kommt, dass es an Unis ploetzlich keine Rolle mehr spielt, ob man sich anstaendig benimmt (und dazu gehoert bei mir Puenktlichkeit), und dass man Dozenten und Vorlesungen nicht Ernst nehmen muss. Uni ist keine Freizeitveranstaltung und die Leute, die das so sehen, tun sich damit langfristig auch selbst keinen Gefallen. Die meisten, die es mit der Puenktlichkeit und Anwesenheit nicht so genau nehmen, sind naemlich keine heimlichen Genies, die trotzdem super Noten schreiben.
Siehst du, Raven, du schaffst es anscheinend auch nicht zwischen den beiden Ebenen zu trennen: Du findest es respektlos, weil sie nicht zum Spaß da rumstehen, aber sie stehen da rum, weil sie dafür bezahlt werden. Ich kann auch ein Auto kaufen und es dann nicht fahren, ohne dass dies dem Auto oder dem Hersteller gegenüber respektlos wäre. - Es mag sein, dass es für den Lernerfolg sinnvoll ist, an Veranstaltungen entsprechend teilzunehmen (ich persönlich habe da andere Erfahrungen gemacht), aber das ist allein Sache der Studierenden. Der Dozent fühlt sich ja auch in der Regel nicht für den Lernerfolg oder Misserfolg verantwortlich. - Der Unterschied zur Schule besteht darin, dass Schüler geistig noch nicht in der Lage sind, den möglichen Zusammenhang von Lernerfolg und Anwesenheit zu verstehen, oder man ihnen das nicht zutraut. Deswegen herrscht dort strengere Anwesenheitskontrolle. Aber das hat nichts mit dem Respekt gegenüber dem Lehrer zu tun, denn Anwesenheitspflicht besteht auch in dem Fall, wenn der Lehrer selbst gar nicht da ist.
 
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In Vorlesungen ist eine Anpassung an die Teilnehmer nur über selbstständige Differenzierung möglich, d.h. ich muss als Dozent die Möglichkeit schaffen, dass man auch hier seinen eigenen Lernplan verwirklichen kann (z.B. mit online verfügbaren Skripten, verschieden schwierigen Aufgabenstellungen usw.).

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Ich bin doch aber kein Service-Büro für Studierende, die keine Lust auf Vorlesungen haben. Die Folien bekommt jeder Student so oder so zur Verfügung gestellt. Wer zur Vorlesung kommt, bekommt gratis die Ausführungen, Anweisungen und sogar Antworten auf individuelle Fragen. Wer nicht kommt, darf sich das alles gern anhand der Folien und der Literaturliste selbst aneignen :zwinker:
 

Benutzer6400 

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Das z.B. ließe sich oft dadurch verhindern, indem man beim Hinsetzen möglichst einen Platz in der Mitte wählt. Die meisten setzen sich als erstes in die Reihe und an den Rand, sodass die Plätze am Rand belegt sind, in der Mitte aber alles frei ist. Völliger Schwachsinn sich so zu verhalten!

Wenn das so wäre, würd ich mich ja gar nicht beschweren. Aber meistens ist es so, dass sie unbedingt in die Mitte müssen, weil da ja ihre Freunde sitzen und da ja noch ein Platz frei ist. Dass man dabei die anderen stört, ist denen dann egal.
Sicher gibt es welche, die vor der Vorlesung sich gleich an den Rand setzen, aber die meisten setzen sich schon mittig, eben damit am Rand Platz ist und man eigentlich nicht aufstehen muss. Aber das bringt leider auch nicht immer was.
 

Benutzer86003 

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Es mag sein, dass es für den Lernerfolg sinnvoll ist, an Veranstaltungen entsprechend teilzunehmen (ich persönlich habe da andere Erfahrungen gemacht), aber das ist allein Sache der Studierenden. Der Dozent fühlt sich ja auch in der Regel nicht für den Lernerfolg oder Misserfolg verantwortlich.
Ich finde dennoch, dass es eine Frage des Respekts auch dem Professor gegenüber ist, nicht einfach zu kommen und zu gehen, wie man Lust hat. Ja, der Professor wird dafür bezahlt, dass er da vorne steht, es ist sein Job, der Student bekommt kein Geld dafür, dass er hingeht, es gibt keine Anwesenheitspflicht und im Prinzip könnte es dem Prof absolut egal sein, ob die Leute kommen oder nicht oder nur zur Hälfte - er bekommt sein Geld ja so oder so.

Trotzdem, wenn jemand sich die Mühe macht, sich vorne hinzustellen, ein Vorlesungsprogramm auszuarbeiten und den Studenten etwas zu erklären, dann ist das meiner Meinung nach schon eine Frage elementarer Höflichkeit, nicht unnötig zu unterbrechen. Auch wenn derjenige dafür ja schließlich bezahlt wird.

Natürlich hatte ich auch Vorlesungen, die man vergessen konnte, die mies und kein bißchen sinnvoll waren. Da bin ich dann aber eben einfach gar nicht hingegangen. Ich bin generell gegen zuviel Anwesenheitspflicht an der Uni, eben weil ich der Meinung bin, dass es auch Teil des Studiums ist, selbst entscheiden zu können und zu dürfen, wie und womit man am besten lernt, ich bin eher gegen verschulte Studiengänge. Aber WENN man dann schon diese Freiheit hat, dann sollte man sich doch für das eine oder für das andere entscheiden - hingehen oder eben nicht.
 

Benutzer29290 

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Ich finde dennoch, dass es eine Frage des Respekts auch dem Professor gegenüber ist, nicht einfach zu kommen und zu gehen, wie man Lust hat. Ja, der Professor wird dafür bezahlt, dass er da vorne steht, es ist sein Job, der Student bekommt kein Geld dafür, dass er hingeht, es gibt keine Anwesenheitspflicht und im Prinzip könnte es dem Prof absolut egal sein, ob die Leute kommen oder nicht oder nur zur Hälfte - er bekommt sein Geld ja so oder so.

Trotzdem, wenn jemand sich die Mühe macht, sich vorne hinzustellen, ein Vorlesungsprogramm auszuarbeiten und den Studenten etwas zu erklären, dann ist das meiner Meinung nach schon eine Frage elementarer Höflichkeit, nicht unnötig zu unterbrechen. Auch wenn derjenige dafür ja schließlich bezahlt wird.

Natürlich hatte ich auch Vorlesungen, die man vergessen konnte, die mies und kein bißchen sinnvoll waren. Da bin ich dann aber eben einfach gar nicht hingegangen. Ich bin generell gegen zuviel Anwesenheitspflicht an der Uni, eben weil ich der Meinung bin, dass es auch Teil des Studiums ist, selbst entscheiden zu können und zu dürfen, wie und womit man am besten lernt, ich bin eher gegen verschulte Studiengänge. Aber WENN man dann schon diese Freiheit hat, dann sollte man sich doch für das eine oder für das andere entscheiden - hingehen oder eben nicht.
Ja, genau so sehe ich das auch. Ich bin auch nicht ueberall hingegangen, aber dann entweder halt gar nicht oder ganz, ausser wenn es einen wirklich triftigen Grund gab.


Im Uebrigen fuehle ich mich durchaus fuer den Lernerfolg meiner Studierenden verantwortlich. Ich muss naemlich nicht nur Noten geben, sondern auch Beurteilungen schreiben und zumindest in Grossbritannien hat man mehr Aerger mit denen, die nicht bestehen, als mit den anderen. Bei jedem, der nicht beanstanden hat, muss naemlich versucht werden rauszufinden warum nicht. Die Studierenden muessen auch Feedback Formulare zur Leistung der Dozenten ausfuellen und das gab es auch schon als ich Studentin in Deutschland war.

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Nach meiner Erfahrung verzichten Dozenten in Vorlesungen darauf, Arbeitsaufträge zu vergeben, insbesondere so differenzierte, dass es auch einige Zuspätkommer ankäme. Stattdessen wird unabhängig von den Anwesenden immer der gleiche Test erzählt.
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Hier nicht. Wenn man nicht kommt, verpasst man einiges.

Siehst du, Raven, du schaffst es anscheinend auch nicht zwischen den beiden Ebenen zu trennen: Du findest es respektlos, weil sie nicht zum Spaß da rumstehen, aber sie stehen da rum, weil sie dafür bezahlt werden. Ich kann auch ein Auto kaufen und es dann nicht fahren, ohne dass dies dem Auto oder dem Hersteller gegenüber respektlos wäre.
Ein Dozent ist kein Auto, sondern ein Mensch, der eine Veranstaltung ausarbeitet und versuchen muss einem Haufen, oft uninteressierten, jungen Menschen, ein Thema naeher zu bringen. Es ist voellig irrelavant, ob es dafuer Geld gibt. Wenn jemand etwas vortraegt, unterrichtet, eine Rede haelt, oder was auch immer, finde ich es ein Gebot der Hoeflichkeit puenktlich zu kommen und nicht zu stoeren oder eben gar nicht zu kommen, wenn sowieso kein Interesse besteht.
 

Benutzer472 

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Ja, genau so sehe ich das auch. Ich bin auch nicht ueberall hingegangen, aber dann entweder halt gar nicht oder ganz, ausser wenn es einen wirklich triftigen Grund gab.

Ein Dozent ist kein Auto, sondern ein Mensch, der eine Veranstaltung ausarbeitet und versuchen muss einem Haufen, oft uninteressierten, jungen Menschen, ein Thema naeher zu bringen. Es ist voellig irrelavant, ob es dafuer Geld gibt. Wenn jemand etwas vortraegt, unterrichtet, eine Rede haelt, oder was auch immer, finde ich es ein Gebot der Hoeflichkeit puenktlich zu kommen und nicht zu stoeren oder eben gar nicht zu kommen, wenn sowieso kein Interesse besteht.[/OT]
Eigentlich gehts in diesem Thread ja nicht darum, warum jemand zu spät kommt, sondern ob ein Dozent grundsätzlich das Recht hat, Zuspätkommer auszuschließen und sie auszuschließen, weil er sich über deren Zuspätkommen ärgert. In der Regel weiß der Dozent ja nicht, warum jemand zu spät. - Ein Dozent ist kein Auto, aber auch ein Autohersteller ist ein Mensch.:zwinker:

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Ich bin doch aber kein Service-Büro für Studierende, die keine Lust auf Vorlesungen haben. Die Folien bekommt jeder Student so oder so zur Verfügung gestellt. Wer zur Vorlesung kommt, bekommt gratis die Ausführungen, Anweisungen und sogar Antworten auf individuelle Fragen. Wer nicht kommt, darf sich das alles gern anhand der Folien und der Literaturliste selbst aneignen :zwinker:
Von Menschen, die nicht kommen oder keine Lust haben, war in dem Anschnitt gar nicht die Rede. - Ich habe lediglich erläutert, wie man sich auf diejenigen einstellen sollte, die kommen und Lust haben.:zwinker:
 

Benutzer54457 

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Das ist eine Einstellung, die ich wiederum nicht verstehe. Wenn ich das hier in Hessen sehe, wie viele Studenten aus ihren Dörfern teilweise eine Stunde Zug fahren (eine Strecke), um in die Uni zu kommen, da kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Natürlich, wohnen im Hotel Mama ist günstig und einige können sich vielleicht wirklich keine Wohnung im Studienort leisten. Aber das betrifft ja nicht alle Heimfahrer. Ein Auszug aus einem Gespräch, dass sehr nah an eines mit Heimfahrern herankommt.

A: Wann wollen wir uns denn wegen des Referats treffen?
B: Montags hab ich von acht bist acht, dienstags bin ich gar nicht hier - da arbeite ich den ganzen Tag, mittwochs ist nach der Uni Arbeit und donnerstags bin ich nur alle zwei Wochen da.
A: Aha, und können wir uns nicht Mittwoch vor deiner Veranstaltung treffen?
B: Nee, da muss ich noch auf die Kinder meines Cousins 18. Grades aufpassen und bin immer froh, wenn ich den Zug noch pünktlich bekomme.
A: Und wenn du mal von Do auf Fr bei einer/m Freund/in pennst und wir uns freitags treffen?
B: Nee, da geh ich immer zur Feuerwehr (oder wahlweise Kleingartenverein-Vorstandssitzung u.a.).

Gaaanz furchtbar. Und da bin ich dann auch der Meinung: Wer auf Grund der Öffis eine halbe Stunde vor VL-Beginn im Saal sitzt, weil sein Dorf von der Außenwelt abgeschlossen ist, muss das in Kauf nehmen oder sich eben mal Gedanken machen, ob Großenlüder der richtige Ort für den Wohnsitz ist, wenn man in Gießen studiert.

kenn ich..
da geht es aber nicht nur darum, für eine lva zeit zu verschwenden, um ja pünktlichst dort zu sein (wie gesagt: mach ich auch bei manchen, nur ist das kein grundsatz), sondern um unflexibilität. das sind für mich zwei verschiedene paar schuhe.
 

Benutzer29290 

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Eigentlich gehts in diesem Thread ja nicht darum, warum jemand zu spät kommt, sondern ob ein Dozent grundsätzlich das Recht hat, Zuspätkommer auszuschließen und sie auszuschließen, weil er sich über deren Zuspätkommen ärgert. In der Regel weiß der Dozent ja nicht, warum jemand zu spät. - Ein Dozent ist kein Auto, aber auch ein Autohersteller ist ein Mensch.:zwinker:
Ich denke mal, kein Dozent sagt irgendwas, wenn vereinzelt, verschiedene Leute zu spaet kommen und sich ruhig hinsetzen. Es gibt auch tatsaechlich Studis, die sich nach der Stunde fuer ihr Zuspaetkommen entschuldigen oder schon vorher sagen, dass sie das naechste Mal nicht kommen koennen oder es eine andere Veranstaltung gibt, wegen der sie nicht puenktlich kommen koennen. Wenn aber immer eine grosse Anzahl Leute zu spaet kommt, kann ich schon verstehen, dass man halt die Tuer zu macht (nicht abschliesst!). Eine rechtliche Grundlage gibt es dafuer wohl nicht, aber vielleicht hofft der Dozent/die Dozentin, dass das Zeichen der geschlossenen Tuer irgendwann mal ankommt und zum Nachdenken anregt.:zwinker:
 

Benutzer54457 

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Ich bin generell gegen zuviel Anwesenheitspflicht an der Uni, eben weil ich der Meinung bin, dass es auch Teil des Studiums ist, selbst entscheiden zu können und zu dürfen, wie und womit man am besten lernt, ich bin eher gegen verschulte Studiengänge. Aber WENN man dann schon diese Freiheit hat, dann sollte man sich doch für das eine oder für das andere entscheiden - hingehen oder eben nicht.

warum diese "letzte" freiheit, generell zu kommen und zu gehen, wann man will, nicht auch noch "drin" sein soll, versteh ich nicht. das ist dann moralvorstellung des einzelnen. ich finde, WENN man diese freiheit schon hat, sollte man sie auch ausnutzen dürfen! und wenn studis nicht in den vorlesungen sitzen, sollten die profs nicht beleidigt sein, sondern sich fragen, ob ihr vortrag so eine bereicherung ist, dass sie wirklich beleidigt sein können, wenn leute zu spät kommen.

in einem sinnvollen rahmen das alles. während eines vorlesungstermins rein und rauszugehen, je nachdem wie interessant die 10 minuten gerade sind/waren/sein werden, ist schonwieder eine anderer sache :cool1:, aber warum man nicht auch nur in einzelne termine einer VO gehen dürfen sollte.. es ist halt die frage, wie sinnvoll das alles ist. es kann gute gründe geben, von einer VO nur xx% zu besuchen, oder auch zu spät zu kommen.
 

Benutzer77488 

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Ich bin squarepushers Meinung und ich behalte mir einfach das Recht vor zu kommen und zu gehen, wann ich will. Ich bin Studentin und keine Schülerin und wenn ich zu einer VO gehe und das Thema interessiert mich nicht, dann gehe ich einfach wieder.

Ganz ehrlich glaube ich kaum, dass meinen Prof. das stört, wenn da sowieso schon 200 Leute sitzen und dann ein paar wieder gehen oder man zu spät kommt. Bei uns ist immer eine Türe offen und ich habe mich noch nie durch jemanden gestört gefühlt, der aufgestanden oder zu spät gekommen ist, meistens merk ich noch nicht mal, dass jemand den Hörsaal betritt oder verlässt, weil das i.d.R. auch ganz leiste abläuft und der Prof. nie auf die Idee kommen würde seine VO deswegen zu unterbrechen.

Ich kann halt nicht jeden Tag ununterbrochen in Vorlesungen sitzen, die im Übrigen eine öffentliche Veranstaltung sind und die in Anspruch nehmen kann, wenn ich möchte, aber auch nicht, wenn ich keinen Bock habe. Wenn sich jemand dadurch respektlos behandelt fühlt, dann kann ich auch nichts machen, weil ich hab den ja schließlich nicht gezwungen vorne zu stehen und etwas vorzutragen. Die meisten machen das, weil sie es selber wollen und ihnen das Unterrichten und Lehren gefällt und es (bei uns in Ö zumindest) nicht wenig Geld für diese Tätigkeit gibt, eine Verpflichtung gibt es für keinen von denen.

In Seminaren, Übungen oder kleineren Veranstaltungen bin ich immer pünktlich, aber wegen einer VO mach ich mir sicher keinen Stress.
In meiner Arbeit bin ich ebenfalls immer pünktlich, auch wenn das bedeutet, dass ich früher aus einer Vorlesung gehen muss. :zwinker: Arbeit ist schließlich etwas anderes als Uni. In die Uni geh ich, wenn ich weiterkommen möchte und ich habe dort keinen Chef, der mir sagt, was ich tun muss. Ebefalls ist kein Prof. von meiner Anwesenheit abhängig und Gehalt bekomme ich auch keines, dass ich da drinnen sitze. Soweit ich weiß, gibt es auch keine Verpflichtung eine Vorlesung zu besuchen oder dort so lange drinnen zu bleiben, bis der Professor es erlaubt zu gehen. Wenn jemand das möchte, dann muss für seine Lehrveranstaltung eine Anwesenheitspflicht ausgesprochen werden, dann bin ich auch da solange es nötig ist.
 

Benutzer25654 

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In der Schule kann man auch nicht immer 15 Minuten zu spaet kommen

in der schule hat man sich auch an die schulpflicht zu halten
seine zeit eigenverantwortlich einzuteilen und notfalls auch mit stundenplaenen die sich uberschneiden zurechtzukommen ist nunmal teil vom studium und normalitaet
ich hatte in meiner zeit nur einen prof der ein problem damit hatte dass ichs mir regelmaessig gespart hab um 8:30 zu erscheinen wenn er meint dann erstmal 10 bis 20 minuten wiederholung durchkauen zu muessen... bizarrerweise wollte er mir dann trotzdem einen gefallen in der pruefung tun was voll nach hinten losging

ich weiss nicht wirklich wo das problem ist solang die vorlesung nicht fuer 10 leute im seminarraum stattfindet
 
1 Monat(e) später

Benutzer62713 

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Hallo!

Ich wollte jetzt nicht noch ein neues Thread aufmachen, also schreib ich hier mal rein.

Ich bin grad echt sauer und muss das einfach mal hier rauslassen.

Es geht um die gleiche "Tür-Abschließ-Dozentin", von der ich spreche.


Sie hat die Türen doch nicht abgeschlossen. In der 2. Vorlesung, verkündete sie, dass wir "gewonnen" hätten, und die Vorlesung um 8.30h, statt um 8.00h beginnen würde. Schon in dem Moment fragte ich mich, wobei wir gewonnen haben?? Die Vorlesung beginnt eine halbe Stunde später und uns fehlt somit auch ne halbe Stunde, weil die um 9.30h aufhört und nicht um 10.00h. Statt die vorgeschriebenen 1 1/2 Stunden macht sie also nur eine Stunde.


So, jetzt ist es so, dass sie in der 2. Vorlesung über Allan Hobson und seine Forschung geredet hat, da er ja in der darauffolgenden Woche käme. Jut... eine "richtige" Vorlesung weniger.
Danach die Vorlesung (die dritte) wurde um eine halbe Stunde verkürzt. Weil sie mit dem besagten Allan Hobson frühstücken wollte. Schön... nur ne halbe Stunde Vorlesung und sie hat den Vortrag von Allan Hobson nochmal auf deutsch zusammengefasst. Wohlgemerkt, der Besuch seines Vortrages war freiwillig!
In der 4. Vorlesung kam sie 15 Minuten zu spät, hat aber endlich mal mit dem richtigen Stoff begonnen! :eek: Aber natürlich nicht alles geschafft (ich mein - es fehlten 45 Minuten!!)
In der 5. wollte sie das also noch schnell abschließen (5 Folien) und brauchte dafür doch ne glatte Stunde und somit eine ganze Vorlesungsstunde!
In der 6. war wieder irgendwas. Jedenfalls sind wir da auch nicht wirklich weiter gekommen... :geknickt:
Und heute, in der 7. Vorlesung, kam sie einfach nicht!!!:mad: :angryfire :eek: 250 Studenten haben auf sie gewartet, und sie lässt uns einfach sitzen! Sie seie schon seit gestern krank, erzählte dann irgendeine Studentin. Super - anstatt uns eine Rundmail zu schicken, lässt sie uns alle kommen und sitzen!

Jetzt haben wir schon 7 Vorlesungen hinter uns, und wir haben noch nicht mal die 2. Folie besprochen. Was soll das denn?? Wir schreiben doch auch irgendwann eine Klausur. Wehe die kommt jetzt irgendwann damit an, dass wir die restlichen Folien alleine bearbeiten sollen, weil sie es ja nicht mehr rechtzeitig geschafft hätte. etc. etc... Ich bin echt sauer. Die verkürzt die Vorlesung um 30 Minuten, sie kommt immer zu spät, und missbraucht die Vorlesungen gerne für eigene Schlaf- und Traumforschung-Themen....

Was für Folgen kann das jetzt für uns haben?
Wie können wir gegen sie vorgehen? Ich mein, sie muss ja auch ihre Pflichten einhalten und wir zahln ja auch noch Studi-Gebühren.... und ich muss hier auch noch wie blöde pendeln, weil uns das Geld nicht reicht. Ich hätte mir heute die Fahrt sparen können, wenn sie ne Rundmail oder sonst was geschickt hätte!

Ich bin grad auf 180...
 

Benutzer80667 

Benutzer gesperrt
Ja warum geht ihr nicht mal zur Fachschaft oder was weiß ich wo hin?
Es gibt doch ungefähr 1000 Ansprechpartner an der Uni.
 
H

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Gast
Ihr werdet an eurer Uni ja einen Ansprechpartner für sowas haben oder?
Wir haben sowas wie einen Semestersprecher, der sich dann im Namen des ganzen Semester drum kümmert, wenn sowas ist.
Steht denn wirklich das ganze Semester hinter dir? Ich denke es ist in dem Fall wichtig, dass nicht nur eine Studentin meckert, sondern gleich mal mehrere.
Einzelne Studenten werden manchmal sofort als unglaubwürdig dargestellt.
Wie ihr das anstellt ist im großen und ganzen Hose. Ob ihr euch jetzt einen Vertreter aussucht oder einfach mal alle Leute auf ner Liste unterschreiben lasst, die das auch ordentlich ankekst und dann einer mit der Liste hingeht nach dem Motto "und ich bin nicht die Einzige, diese Leute hier sehen das genauso" ist im Endeffekt egal.
Wer an deiner Uni der richtige Ansprechpartner ist, musst du herausfinden. Das ist überall anders. Wir haben zum Beispiel ne echt starke Asta. Unsere Studiengangsleiter stehen auch zu 100% hinter uns.
Aber mach irgendwas dagegen!
Ich glaube zwar nicht, dass sich in diesem Semester dann noch etwas dran ändern wird, aber vielleicht im nächsten :zwinker:
 
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