Dozentin schließt die Türen ab!

Benutzer37399 

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Auch wenn ich mit meiner Meinung wohl alleine dastehe, kann ich das Verhalten der Dozentin Null verstehen.
Bei uns regt sich keiner darüber auf, wenn wir später kommen oder früher gehen. Es besteht keine Anwesendheitspflicht. Und wenn ich dreimal in der Stunde den Hörsaal verlasse um auf's Klo zu gehen... damit muss sie leben.

Vielleicht wird das bei uns auch locker gesehen, da wir meistens 10-15 Studierende in der Vorlesung sind und Massenveranstaltungen nicht die Regel sind..
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Off-Topic:
Ich hatte "Mathe für Physiker" bei einem gefühlt ungefähr 100 Jahre altem Typen, der so eine Mischung aus Mr. Burns und Adolf Hitler war. Der ist regelmäßg ausgetiltet wenn es ihm zu laut war und hat dann den (seiner Meinung nach) Störer so richtig zur Sau gemacht "Herr Kommilitone, ich verlange mitteleuropäsche Umgangsformen in diesem Hörsaal, ansonsten lasse ich sie aus diesem Hörsaal entfernen", " wir sind doch hier nicht bei den Hotttentotten" und ist immer ganz nervös geworden, wenn irgendeine Tür offenstand "Kommen sie rein oder gehen sie raus, Hauptsache die Tür ist zu!".
Ich habs nur gehört aber irgendwann wollten sie ihn wohl nicht in irgendein Gebäude lassen, weil Campusfest oder so war, da hat er was gefaselt von wegen, früher hätte er noch den Hügel in Russland mit nur einer Handgranate gestürmt.
Der Typ fährt einen alten Benz mit Kennzeichen RR, eine Kollege meinte, das hat der bestimmt weil es in Deutschland SS nicht als Kennzeichen gibt und das die nächsten Buchstaben sind.
Irgendwann habe ich den Kerl letztens wieder auf dem Campus gesehen, obwohl der schon bestimmt 10 Jahre emeritiert ist.
 

Benutzer29024 

Verbringt hier viel Zeit
Lieber eine Stunde vorher da und dann pünktlich als eine Minute zu spät.
Schön und gut, wenn man sich diese Einstellung zeitlich leisten kann. Ich plane meine Zeit durchaus so, dass ich pünktlich bin. Aber mit pünktlich meine ich wirklich pünktlich, vielleicht drei bis fünf Minuten vor Vorlesungsbeginn. Das funktioniert auch in den allermeisten Fällen. Aber wenn irgendwas schiefgeht, na dann geht's halt schief. Da ich oft mit offenem Ende abends bzw. nachts arbeite, würde ich echt zum Zombie, wenn ich nicht wenigstens so lange schlafen würde, wie es maximal möglich ist.

Die Sache mit dem zu spät kommen kenne ich übrigens aus beiden Perspektiven. Ich weiß, dass es nervig ist, wenn man vor einer Gruppe von Schülern oder Studenten steht und immer wieder davon unterbrochen wird, dass irgendwer reinkommt, oder wenn man garnicht erst pünktlich anfangen kann, weil es effektiver erscheint, erst noch auf die zu-Spät-kommer zu warten. Aber andererseits sollte man das auch nicht überbewerten. Den Schülern, die in ihrer tatsächlich kurzen Mittagspause quer über das Schulgelände laufen müssen, um in der Mensa, in der es auch mal Schlangen geben kann, was zu essen zu bekommen, will ich daraus genau so wenig einen Strick drehen wie den Studenten, die im ersten Semester gerade neu an der Uni sind, und den Raum nicht sofort gefunden haben. Wenn so jemand reinkommt, leise zu einem freien Platz geht, und sich hinsetzt, dann ist das nun wirklich kein Weltuntergang. Schließlich bin ich gleichzeitig selber Student und weiß, dass sowas ganz einfach passiert. Es sollte nur eben nicht regelmäßig oder absichtlich passieren.

Off-Topic:
Irgendwann habe ich den Kerl letztens wieder auf dem Campus gesehen, obwohl der schon bestimmt 10 Jahre emeritiert ist.
Zu den anderen Sachen will ich mal nichts sagen, schließlich kenne ich den Prof nicht. Aber ich kenne einige emeritierte Profs, die immernoch zeitweise an der Uni sind und ab und zu sogar Vorlesungen und andere Lehrveranstaltungen geben. Und diese Leute sind nun wirklich nicht die schlechtesten.
 

Benutzer48909 

Meistens hier zu finden
Wenn so jemand reinkommt, leise zu einem freien Platz geht, und sich hinsetzt, dann ist das nun wirklich kein Weltuntergang. Schließlich bin ich gleichzeitig selber Student und weiß, dass sowas ganz einfach passiert. Es sollte nur eben nicht regelmäßig oder absichtlich passieren.

Da stimme ich dir zu. Nur ist vielen "Zu-Spät-Kommern" diese Rücksichtnahme leider fremd. War zumindest bei uns so. Deswegen habe ich auch mit der Zeit eine so strikte Haltung gegenüber denen entwickelt.
 

Benutzer29290 

Meistens hier zu finden
Jeder kann mal zu spaet kommen, aber es gibt wirklich Leute, die es staendig machen und es auch noch toll finden, es nicht noetig zu haben puenktlich zu sein. Das nervt mich als Dozentin auch, vor allem, wenn sie nach der Stunde ankommen und fragen, was ich am Anfang gesagt habe. Abschliessen geht wegen Feuerbestimmungen wirklich nicht, aber dass man die Tuer zu macht ist doch ganz normal.
 

Benutzer86003 

Benutzer gesperrt
Vielleicht wird das bei uns auch locker gesehen, da wir meistens 10-15 Studierende in der Vorlesung sind und Massenveranstaltungen nicht die Regel sind..
Bei wenigen Studenten finde ich es eher noch rücksichtsloser, zu spät zu kommen. Bei über 200 Leuten ist eine Vorlesung ja eher anonym, der Prof wird die wenigsten Studenten persönlich kennen und vermutlich ist es auch kaum möglich, dass wirklich alle 200 Leute pünktlich da sind. Bei 10 oder 15 Leuten kennt man sich ja aber eigentlich untereinander und auch der Prof kennt alle mit Namen, da wäre es mir noch viel peinlicher, zu spät zu kommen.
 
G

Benutzer

Gast
Ich hab als Tutorin ein paar Mal dozieren müssen und mich haben die notorischen Zu-Spät-Kommer und vor allem auch die "Ich geh mal in die lauschige vorlesung um mich mit meinem Nachbarn lautstark zu unterhalten"-Fraktion.

Hilfreiche Mittel sind:
  • Bei jedem Zu-Spät-Kommer die PPT von vorn starten
  • im Hörsaal mit +100 Studenten das Mikrophon abdrehen und in normaler Lautstärke sprechen
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Zum Thema Türen abschließen (gerade wenn es sich um Notausgänge handelt). Das wäre meines Verständnisses nach wohl alles andere als erlaubt, wenn nicht sogar verboten!

Typischerweise ist es so, dass der Professor in einem Hörsaal kein Hausrecht ausübt. Diese Information habe ich übrigens von einem Professor, der sich mit solcherlei Problemen auskennt :zwinker:

Er darf dich zwar verweisen und von dir verlangen, dass du den Hörsaal verlässt, aber er hat keine rechtliche Befugnis, dich wirklich aus dem Hörsaal zu werfen. Das Hausrecht liegt bei der Verwaltung der Universität, also dem Rektorat/Präsidium allein.

Viele Studenten wissen das natürlich nicht und fügen sich aus Angst vor Konsequenzen (die sie in anderer Form auch sicherlich noch spüren würden, da ja Professoren allmächtig sind), aber rein rechtlich hat der Prof nichts zu melden!

Dementsprechend kann ich mir nicht vorstellen, dass so etwas drastisches wie eine Verschließung der Türen erlaubt ist, eben weil hier kein Hausrecht besteht! Natürlich kann die Dozentin euch das Leben beliebig schwer machen - und wird sie auch. Aber rein rechtlich ist das nicht möglich. Wenn ihr was dagegen unternehmen wollt - ab zur Fachschaft, zum Asta oder zum Dekanat.

Was man nun von dieser Methode der Dozentin halten soll, ist eine andere Frage. Ich persönlich halte das für keine Lösung und irgendwie auch nicht auf dem Niveau einer Hochschule.
 

Benutzer62713 

Verbringt hier viel Zeit
Ich sagte ja bereits, dass es natürlich notorische Zu-Spät-Kommer gibt. Dieses Verhalten finde ich natürlich nicht in Ordnung.

Aber ich kann doch von niemandem verlangen, dass er eine Stunde früher losfährt als normal, nur um eine Stunde vor der Vorlesung da zu sein. Nein, sorry, aber gerade morgens fällt es doch einem schwer aus dem Bett zu steigen. Morgens kann man auch nicht einplanen bzw. wissen, dass der Zug sich verspätet.
Wenn ich eine Stunde früher da sein wollte für die 10 Uhr Vorlesung, dann müsste ich tatsächlich um 6h aus dem Bett klettern, um meinen Zug um 7.30h zu bekommen,weil ich ja statt 9.45h um 8.45h da sein will. Sorry, aber das mute ich mir nicht zu!
Ich finde, dass 10 - 15 Minuten schon ausreichen um früher da zu sein, 1 Stunde ist übertrieben! Und ich bin auch 10 - 15 Minuten früher da!

Was die Störfaktoren angeht. Also ich habe noch NIE erlebt, dass eine Vorlesung ruhig ist! Irgendwer wuschelt im Mäppchen rum, neben mir tauschen zwei Studenten schnell ein kleines Problemchen aus, ein anderer hustet, wieder ein anderer zieht seine Jacke an/aus usw usw... Da versteh ich nicht, wieso jetzt (nicht-notorische) Zu-Spät-Kommer so störend sein sollten was die Lautstärke angeht. Einen einzigen Punkt würde ich verstehen: Wenn man für den ZuSpätkommer extra aufstehen muss, damit er auf seinen Platz kann!

Man kann Studenten auch anders zur Pünktlichkeit erziehen, in dem man, wie schon gesagt wurde, den Studenten Fragen stellt, ihn nach vorne holt usw. Aber diese Methoden würde ich auch wieder störend finden, weil der Dozent sich in dem Augenblick auf den Zu-Spät-Kommer konzentriert, anstatt den Unterricht fortzuführen. Gute Dozenten wissen in der Regel wie sie auftreten um sich so viel Respekt zu verschaffen, dass die Zu-Spät-Kommer sich automatisch verringern.

LG
 
L

Benutzer

Gast
Schmusekatze05 schrieb:
Wie gesagt, dein Arbeitgeber wird es später auch nicht akzeptieren wenn du öfter zu spät kommst.

Also erstmal: Ich bin kein notorischer Uni-zu-spät-Kommer :zwinker: In diesem Punkt gebe ich dir recht, aber ohne die notorischen zu-spät-Kommer weniger Aufstiegschancen *g*

Schmusekatze05 schrieb:
Das muss natürlich jeder selber wissen. Finde ich persönlich aber ne ätzende Einstellung gegenüber den Studenten, die ihr Studium ordentlich mit allen Fächern durchziehen. Ich sehe das so: Was zum Studium gehört wird halt ordentlich durchgezogen, ob mich die Vorlesung nun interessiert hat oder nicht. Es gehört dazu und damit musste ich da durch. Und ich mag nicht durch Leute gestört werden, die meinen, dass sie zwanzig Minuten vor Ende noch reinplatzen müssen und Unruhe in den Raum bringen, nur weil sie nur noch mit unterschreiben möchten. Meistens geht das ja auch nicht super leise ab, sondern da wird die Tür laut zugemacht, dann wird mit der Jacke geraschelt und sich geräuschvoll hingesetzt. Zumindest war das bei uns so.

Das sehe ich wiederum anders. Ich weiß bis heute nicht, was mir die Phonetics & Phonology-Vorlesung sowie das Demenz-Seminar (Soziologie für Lehramtsstudierende!) gebracht haben. Man darf auch mal Dinge kritisieren, denn ein "ordentliches Durchziehen" dieser Veranstaltungen hat mir für den Beruf wahrscheinlich weniger gebracht, als wenn ich Zuhause gesessen und Texte über Didaktik oder Pädagogik gelesen hätte.

Glashaus schrieb:
Hilfreiche Mittel sind:

* Bei jedem Zu-Spät-Kommer die PPT von vorn starten
* im Hörsaal mit +100 Studenten das Mikrophon abdrehen und in normaler Lautstärke sprechen

Das sind Mittel, mit denen man sich unbeliebt macht. Wenn du also Dozentin wärst, hätte ich mir einmal eine Veranstaltung bei dir "angetan" und dich in weiteren Semestern gemieden. Und so würde es wohl vielen gehen. Ich halte das eher für etwas albern.
 

Benutzer472 

Verbringt hier viel Zeit
Viele Dozenten verwechseln leider den Grund für Veranstaltungen: Sie bieten die Veranstaltungen nicht für sich selbst und ihr Ego an, sondern für die Studierenden. Vorlesungen sind eine bestimmte Art von Lern-Gelegenheiten, die ein Studierender entweder nutzen kann oder es lässt. Damit ist es in meinen Augen nicht dem Dozenten gegenüber respektlos, zu spät zu kommen oder mal ganz fern zu bleiben. - Lernen findet an der Hochschule aber häufig in Lerngruppen statt und man ist gegenseitig aufeinander angewiesen. Da kann es den Mitstudenten gegenüber durchaus respektlos sein, zu spät zu kommen oder nicht zu erscheinen, Krach zu machen, sich zu unterhalten oder Müll durch die Gegend zu werfen. Bei Vorlesungen ist Zuspätkommen aber wohl eher harmlos aus dieser Sicht.

Man kann Studenten auch anders zur Pünktlichkeit erziehen, in dem man, wie schon gesagt wurde, den Studenten Fragen stellt, ihn nach vorne holt usw. Aber diese Methoden würde ich auch wieder störend finden, weil der Dozent sich in dem Augenblick auf den Zu-Spät-Kommer konzentriert, anstatt den Unterricht fortzuführen. Gute Dozenten wissen in der Regel wie sie auftreten um sich so viel Respekt zu verschaffen, dass die Zu-Spät-Kommer sich automatisch verringern.
In meinen Augen ist es nicht die Aufgabe von Dozenten, andere Menschen zu erziehen.
 

Benutzer86003 

Benutzer gesperrt
Viele Dozenten verwechseln leider den Grund für Veranstaltungen: Sie bieten die Veranstaltungen nicht für sich selbst und ihr Ego an, sondern für die Studierenden. Vorlesungen sind eine bestimmte Art von Lern-Gelegenheiten, die ein Studierender entweder nutzen kann oder es lässt.
Ja, natürlich. Nur sollte er sich dann auch für eines von beidem entscheiden - hingehen oder es bleibenlassen, wenn er keinen Wert darauf legt.

Meiner Meinung nach hat es auch nichts damit zu tun, dass ein Dozent die Vorlesung nur für sich und sein Ego anbietet, wenn er nicht möchte, dass jeder kommt, wann er lustig ist. Ich finde umgekehrt, dass es eine grundsätzliche Frage der Höflichkeit und des Respekts gegenüber dem Professor/Dozenten/Vortragenden ist (egal ob an der Uni oder bei einem sonstigen Vortrag), pünktlich da zu sein und nicht einfach zu kommen und zu gehen, wie man gerade Lust hat.
 

Benutzer18846 

Verbringt hier viel Zeit
Bei uns an der Fh ist es so dass die meisten Türen gar keine Klinken haben, sondern außen ein Knauf ist...
damit man als Student (der ja im Normalfall keinen Schlüssel hat) trotzdem reinkommt sind neben der Tür Taster um die Tür zu öffnen.

Ich kann allerdings deine Dozentin echt verstehen...allerdings nur was das Zusüpätkommen betrifft, natürlich ist es albern wenn der Hörsaal schon auf ist und man darf nicht rein...

Aber die Zuspätkommer nerven mich auch... es ist teilweise so, dass die letzten, die kommen, so spät kommen, dass die ersten, die früher gehen, schon wieder weg sind.

Und das stört dann alle.

Gruß
 

Benutzer29290 

Meistens hier zu finden
Viele Dozenten verwechseln leider den Grund für Veranstaltungen: Sie bieten die Veranstaltungen nicht für sich selbst und ihr Ego an, sondern für die Studierenden. Vorlesungen sind eine bestimmte Art von Lern-Gelegenheiten, die ein Studierender entweder nutzen kann oder es lässt. Damit ist es in meinen Augen nicht dem Dozenten gegenüber respektlos, zu spät zu kommen oder mal ganz fern zu bleiben.
Ich weiss nicht, wie das bei euch ist, aber hier ist Anwesenheitspflicht und als Dozent lehrt man in aller Regel nicht fuer sich und sein Ego, sondern weil es zum Job dazu gehoert und man den Studenten was beibringen soll/muss. Ich kann auch nicht sagen, ich komme einfach nicht, weil ich lieber laenger schlafen will...Wenn jemand gar nicht kommt und deswegen durchfaellt, hat er Pech gehabt. Leute, die aber permanent zu spaet kommen und dabei noch stoeren, finde ich sowohl den Mitstudenten als auch den Dozenten gegenueber respektlos.
 
G

Benutzer

Gast
Das sind Mittel, mit denen man sich unbeliebt macht. Wenn du also Dozentin wärst, hätte ich mir einmal eine Veranstaltung bei dir "angetan" und dich in weiteren Semestern gemieden. Und so würde es wohl vielen gehen. Ich halte das eher für etwas albern.

Das wäre mir wiederum egal, denn es bestand in dieser Vorlesung ja keine Anwesenheitspflicht. Wer nur kommt, um die anderen zu stören kann ja gern zu Hause bleiben. :zwinker:
Aber im Nachhinein hätte sich auch herausgestellt, dass genau diese Leute in der Klausur eine mehr als schlechte Leistung abgeliefert haben, und LEIDER nun in die zweite Chance müssen...:engel:

Leute, die aber permanent zu spaet kommen und dabei noch stoeren, finde ich sowohl den Mitstudenten als auch den Dozenten gegenueber respektlos.

Dito, das sehe ich genauso. Allerdings muss ich zugeben, dass einem das aus "Studentensicht" vielleicht gar nicht so bewusst ist.
 

Benutzer54457 

Sehr bekannt hier
Off-Topic:
Also ich muss gestehen, ich habe kein Verständnis für Leute die zu spät kommen. Wenn ich weiß, dass mein Zug öfter mal Verspätung hat oder es glatt auf der Straßer ist, dann fahre ich entsprechend eher los. Lieber eine Stunde vorher da und dann pünktlich als eine Minute zu spät.

Ich kann die Dozentin richtig gut verstehen und hätte sowas bei uns sehr begrüsst.

sowas kann ich nicht verstehen. gerade die leute, bei denen die vorlesung nur durch verschiedene öffis erreicht werden kann, sollten zu spät kommen dürfen. sorry, nur für die vorstellungen irgendeiner dozentin-komikerin, was professionelles verhalten ist und was nicht, setz ich mich nicht in den früheren zug und sitz dann eine halbe stunde im saal, nur damit ich ja nicht 10 minuten zu spät komme.
"lieber eine stunde vorher da und pünktlich als eine minute zu spät" ist der größte blödsinn(, und wiedermal typisch für dieses forum: der zeigefinger schwingt hin und her..). es hat nicht jeder die zeit für sowas, abgesehen vom willen, etwas unsinniges zu tun.

ich würde, sollte das einer unserer vortragenden tun, das völlig lächerlich finden. ich kann verstehen, wenn sich leute durch ständiges auf und zu-dreschen der tür gestört fühlen, aber das sind einfach rücksichtslose leut, die ohne argen auftritt keinen raum betreten können. man kann auch rein und rausgehen, ohne laut zu sein oder jemanden zu stören. wenn jemand wirklich lautlos ist und zügig reinkommt, ist ihm IMO kein vorwurf zu machen.

Zu spät kommen ist in meinen Augen eine echte Unverschämtheit. Sowohl gegenüber dem Dozenten, dem man signalisiert: So arg interessiert mich deine Vorlesung auch nicht, dass ich es schaffe pünktlich zu sein. Und gegenüber denen die pünktlich da sind und jede Minute der Vorlesung nutzen möchten um was zu lernen. Die werden massiv gestört, wenn alle 2 Minuten wieder ein verspäteter Kommilitone reinkommt.

ge bitte. erstens ist das IMO einfach das ego-problem des dozenten, wenn er aus dem zuspätkommen einen affront gegen seine person herausliest. schlußendlich ist es auch "nur" eine vorlesung, die er "für" die studenten hält.

einerseits haben wir studenten unseren stundenplan, unsere aufgaben und zeiteinteilung. und ganz ehrlich, wer sich in sowas reinpfuschen lässt, und kostbare zeit darin investiert, in vorlesungen lieber eine stunde zu früh als eine minute zu spät zu sitzen, hat etwas wichtiges nicht verstanden. die profs sollen sich nicht anscheißen, nur weil man 10 minuten später in ihre vor gottgegebener weisheit strotzende vorlesung kommt.

zweitens sind manche vorlesungen einfach schlecht, da müssen wir uns nichts vormachen. ich behalt ich es mir einfach vor, zu kommen und zu gehen wann ich will. vorlesungen sind öffentlich. genauso, wie ich jede minute von vorlesungen einsauge, die ich wirklich toll finde, hör ich mir höchstens die rosinen von dem an, was fader blödsinn ist. man könnte meinen, hier sind manche noch nie in wirklich schlechten vorlesungen gesessen, die so derartige zeitverschwendung sind..
ich finde einfach, dass motivation und interesse etwas sind, das wir alle in uns haben und das an der konkreten sache steht und fällt. während ich natürlich eine gewisse resilienz gegenüber griff-ins-klo-lvas habe, fänd ich ein studium doppelt so ermüdend, wenn ich aus prinzip immer motiviert und voller interesse und überpünktlich sein sollte. das raubt einem doch total das gespür dafür, was interessant ist und was nicht. und schneidet IMO die gerade sehr reizvollen spitzen der motivation ab, wenn man sich auf der anderen seite auch immer zwingen muss, den miesen kram mit einem lächeln auf den lippen zu fressen. danke, nein, ich sitz nicht mehr in der schule (war ich gern, aber uni ist uni :zwinker:)

Später im Berufsleben zählen solche Ausflüchte auch nicht mehr. Wenn man da öfter meint zu spät zu kommen, dann gibt es eine Abmahnung und irgendwann fliegt man. So einfach ist das.

der punkt ist, es ist noch nicht das berufsleben, man wird noch nicht bezahlt dafür, dass man anwesend ist und eine gewisse leistung erbringt. ich finde es völlig aberwitzig, das zu vergleichen.

ich bin gerne pünktlich, komme auch gerne zu früh. aber sicher nicht aus prinzip, und auch sicher nicht, weil alles andere eine unverschämtheit ist, von desinteresse zeugt oder ich mich sonst nicht in den spiegel schauen könnte. soll das privatvergnügen einzelner sein, aber grundsätzlich ist rücksicht angesagt, in beide richtungen.

als dozent wärs mir egal, wenn leute zu spät kommen. wenn sie überhaupt nicht kommen, würde ich mir anfangen, sorgen zu machen.
 

Benutzer6400 

Verbringt hier viel Zeit
Zu-Spät-Kommer ... da an meiner Uni viele täglich aus Berlin kommen, passiert doch schon mal häufiger. An sich stört es nicht so wahnsinnig, wenn diese Leute dann nicht immer in die Mitte der Reihe unbedingt sitzen müssten ... müssen also alle aufstehen, das erzeugt Unruhe etc. Geht einem tierisch auf die Nerven.
Eine Tür in einem Hörsaal war letztes Semester kaputt und ist immer zugeknallt (normalerweise schließen sie sich leise) ... haben die Zu-Spät-Kommer aber nie auf die Reihe gekriegt, bis der Prof ihnen das gesagt hat. Er meinte auch, dass man aus irgendeinem Grund ja zu spät kommen kann, aber dann soll man wenigstens sich an den Rand setzen und nicht alle stören.
Ich muss auch immer mit der Tram zur Uni runterfahren. Habe 2 Möglichkeiten: entweder 15min zu früh oder 3min zu spät ... ich entscheide mich immer für die frühe Variante.
Klar, es gibt auch Vorlesungen, die nicht so prickelnd sind, aber entweder geht man dann von vornherein nicht hin und stört alle Leute, weil man früher los will, lernt eben zu Hause im Selbststudium; oder man bleibt da gefälligst sitzen und ist ruhig. Von mir aus kann man ja irgendwas für die Übung oder so vorbereiten, aber soll dann die anderen Studenten, die sich das anhören wollen, nicht stören. Wo ist da bitte das Problem?
Komischerweise sind diese Personen vor einer Klausur immer 1h früher da und wenn man sie fragt warum: Ja, warum denn nicht? Ist ja kein Problem, wollt ja nicht zu spät kommen.
Wenn es kein Problem ist, kann man es auch immer so machen. Die Züge von Berlin zur Uni fahren ungefähr alle halbe Stunde, da kann man ja wohl einen Zug früher nehmen. Man fährt ja auch nicht allein.

Wie gesagt, ich finde es einfach eine Frechheit, sich so seinen Mitstudenten und den DozentInnen gegenüber zu verhalten. Hier in Slowenien herrscht Anwesenheitspflicht und viele Professoren handhaben es so, dass, wer zu spät kommt, die Vorlesung nicht mehr besuchen kann. So wird wenigstens niemand gestört und ich finde das absolut okay so. Witzigerweise kommt hier auch sehr selten jemand zu spät ... es geht also. :zwinker:
 

Benutzer472 

Verbringt hier viel Zeit
Ich weiss nicht, wie das bei euch ist, aber hier ist Anwesenheitspflicht und als Dozent lehrt man in aller Regel nicht fuer sich und sein Ego, sondern weil es zum Job dazu gehoert und man den Studenten was beibringen soll/muss. Ich kann auch nicht sagen, ich komme einfach nicht, weil ich lieber laenger schlafen will...Wenn jemand gar nicht kommt und deswegen durchfaellt, hat er Pech gehabt. Leute, die aber permanent zu spaet kommen und dabei noch stoeren, finde ich sowohl den Mitstudenten als auch den Dozenten gegenueber respektlos.
Wieso ist das deiner Meinung nach dem Dozenten gegenüber respektlos? - Ich weiß zwar nicht, wie das in anderen Studiengängen ist, aber Menschen, die permanent zu spät kommen, gibt es hier in meinen Studiengängen gar nicht. Zu spät kommt zwar immer mal einer (in der Regel aufgrund der überlasteten Bahnstrecke), aber eben nicht immer dieselben. In Vorlesungen gibt es keine Anwesenheitspflicht, in anderen Veranstaltungen schon. (Dass es in Vorlesungen eben keine Anwesenheitspflicht gibt, zeigt eigentlich deutlich, dass das System es nicht vorsieht, Menschen zur vollständigen Teilnahme zwingen zu wollen.)
 

Benutzer31418 

Sehr bekannt hier
Ich studiere an einer Massenuni mit teilweise hunderten von Leuten in einer Vorlesung und da kommt ständig wer zu spät. In den großen Räumen gibts mindestens zwei Türen, eine unten beim Dozenten und eine oben und nach Vorlesungsbeginn soll man eben die obere benutzen, um so wenig wie möglich zu stören. Da sagt normalerweise auch keiner was.

In Seminaren fällts mehr auf, weil da weniger Leute sind, aber auch da kommen eigentlich jede Stunde welche zu spät. Ärger vom Dozenten gabs noch nie, glaub ich, höchstens wenn sich jemand auch noch lärmend verhalten hat, da sist ja klar.

In Vorlesungen gibt es keine Anwesenheitspflicht, in anderen Veranstaltungen schon.
Also, Lehrämter haben bei uns nach der neuen Studienordnung auch Anwesenheitspflicht für "aktive Teilnahme".
 
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