Doktorat sinnvoll oder nicht

Benutzer91095 

Team-Alumni
Hey,

wollte mal die Frage in den Raum werfen. Die meisten, die ich kenne, die ein Doktorat machen, tun es, weil sie sonst nicht wissen, was sie machen sollen. Aber, ist das die richtige Voraussetzung dafür?

Ansonsten höre ich nur, dass ein Doktor abseits der Wissenschaft eher hinderlich als sonst was wäre.

Was meint ihr dazu?
 

Benutzer67771 

Sehr bekannt hier
Promotion: Was ist der Dr. wert? | Studium | ZEIT ONLINE

[...] Wer heute als erfolgreich wahrgenommen werden will, braucht den Doktortitel«, sagt Jan-Hendrik Olbertz, Präsident der Berliner Humboldt-Universität. Er spricht von einem »Reflex auf die allgemeine Nivellierung in unserer Gesellschaft«. [...]
Dass jemand, der eine wissenschaftliche Karriere einschlagen will, nach der Bachelor- und Master- die Doktorarbeit anstrebt, liegt zunächst einmal auf der Hand: Die Dissertation ist der Beweis dafür, dass der Kandidat selbstständig wissenschaftlich arbeiten kann, und die erste Stufe zur Professur. Doch nur für die wenigsten ist Platz an den Hochschulen: Die insgesamt 40.000 Professorenstellen entsprechen nicht einmal zwei Doktorandenjahrgängen.

Der Rest der Doctores muss sich eine Arbeit außerhalb der Universität suchen. Einige Branchen legen tatsächlich Wert auf die durch die Forschungsarbeit erworbene wissenschaftliche Qualifikation. In anderen Branchen winkt durch die akademische Auszeichnung ein geldwerter Vorteil, zumindest aber etwas intellektueller Glanz. »Man müsste nur die Titel von den Visitenkarten und Türschildern verschwinden lassen«, sagt der Darmstädter Elitenforscher Michael Hartmann. »Dann würden nur noch diejenigen eine Promotion anstreben, für die sie tatsächlich einen wissenschaftlichen Wert hat.«

[...]

Große Unternehmen verlangen den Grad als Einstellungsvoraussetzung. »Nur als Doktor kann man im Regelfall in der Industrie als Laborleiter anfangen«, sagt Elisabeth Kapatsina. Die entsprechenden Stellen seien von vornherein für Promovierte ausgeschrieben. Angemessen honoriert wird die erbrachte akademische Vorleistung außerdem: Rund 10.000 Euro beträgt die Differenz im Einstiegs-Jahresgehalt zwischen promovierten und nicht promovierten Chemikern.

Ähnlich karriereförderlich ist der Doktorgrad für Geisteswissenschaftler, die in den Wunschberufen der Zunft arbeiten und bei Museen, Fachverlagen oder in Archiven in Führungspositionen gelangen wollen. Auch hier ist die hohe akademische Bildung gefordert, nachgewiesen durch eine Dissertation von 300 bis 500 Seiten. Eine solche Mühe mache sich niemand, dem die Wissenschaft nicht am Herzen liege, sagt Nora Helmli, Geschäftsführerin des Historikerverbandes.

[...]

Während sich in diesen Fällen die Lust an der Forschung mit der Freude über den Glanz des Namenszusatzes verbindet, ist in anderen Branchen die Karriere das vorderste Motiv. Rund 1200 Wirtschaftswissenschaftler und 1600 Juristen haben 2009 promoviert. Von Letzteren bleibe der größere Teil nicht an den Universitäten, sagt Ekkehart Schäfer, Vizepräsident der Bundesrechtsanwaltskammer. Dafür wird der Doktorgrad häufig in den Stellenanzeigen der Großkanzleien gefordert. Auch bei Banken und Unternehmensberatungen bestätigt er das Image des »high potential«. Einen besseren Anwalt mache der Titel zwar nicht, sagt Schäfer, für ein gutes Mandantengespräch sei es irrelevant, wie jemand geforscht habe. Aber natürlich habe er eine gewisse Wirkung. »Der Doktortitel verströmt eine Aura von Seriosität und hat damit auch einen gewissen Werbeeffekt«, sagt der Soziologe Michael Hartmann.
[...]
 

Benutzer67523 

Sehr bekannt hier
kommt *sehr* auf's Fach drauf an und Deine Vorstellungen.

In vielen Faechern, wie z.B Biologie, hast keine Chance ohne Doktorat, was Sinnvolles mit dem Studium anzustellen, oft einfach auch deshalb, weil die Konkurrenz sehr gross ist und die Anzahl Stellen recht klein.

Zudem: Es hilft enorm, wenn Du Papers/Publikationen gut und schnell lesen kannst, und gerade Biologie/Chemie in Pharmakonzernen erfordert auch sehr wissenschaftliches Arbeiten, was Du in einer Diss stark praktizierst. In Ingenieurfaechern ist eine Diss weniger erforderlich.

Dann: Richtig Experte zu werden auf einem Thema erfordert oft auch eine Diss. Das hat einen Vor- und einen Nachteil: Einerseits bist Du eine der wenigen Personen, die sich auskennen. Andererseits gibt's weltweit nur etwa 10 Jobs, wo Du perfekt qualifiziert bist. Fuer alles andere koenntest Du nicht alle Qualifikationen nutzen.

Bei uns fangen oft Doktorierte an, die dann etwas ganz anderes tun, und damit gluecklich sind.

Als "schaedlich" finde ich eine Diss ueberhaupt nicht, aber es gibt ein Problem, wo man aufpassen muss: Viele Doktoranden arbeiten oft sehr alleine und zurueckgezogen. Muss nicht sein, aber kommt oft vor. Dann, mit einem Industriejob, ploetzlich teamfaehig zu sein, aktiv zu kommunizieren, Probleme in einer Gruppe oder ueber Gruppen verteilt anzugehen muessen dann viele erst (wieder) erlernen, und Doktorierte, die die Notwendigkeit dessen abstreiten, haben dann oft ein Problem.
Zudem: Als Doktorierter hast Du in einem bestimmten Umfeld einen gewissen Erfolg gehabt. Die Leute sehen dann oft nicht ein, weshalb sie nun ihre persoenliche Arbeitsweise umstellen sollen.

Es kommt aber auch drauf an, wie Du Deinen spaeteren Job siehst: Wenn Du Artikel schreiben willst ueber Deine Arbeit in Fachzeitschriften (nicht mal unbedingt "richtige" Forschungspapiere), oder auf Konferenzen neue Techniken vorstellen gehen willst, oder wenn Du Dich als Konzernanwaeltin sehr exponieren willst, hilft der Doktortitel wegen des Doktortitels. Ich glaube nicht, dass es fuer Deine Frage eine universelle Antwort gibt.

Eine Diss ist, noch mehr als ein Studium, auch gewissermassen eine kuenstliche Verlaengerung der Jugend. Was auch ganz nett ist.

Und nein, ich habe keine Diss gemacht :smile: in meinen Teams hat's aber diverse Doktorierte. Ich habe studiert (zwei Master, erst einen, dann spaeter, nebenberuflich, noch einen zweiten) und bin froh, dass ich, mit meinem Fach, recht frueh Berufserfahrung geholt habe. Das muss aber niemand so teilen. :smile:
 

Benutzer72218 

Verbringt hier viel Zeit
Hallo,

also ich gehe mal davon aus, dass du mit Doktorat eine Promotion meinst.

Ich glaube, dass man eine Promotion wirklich nur aus Überzeugung beginnen sollte. Man sollte ein Forschungsvorhaben im Auge haben und den Wunsch wissenschaftlich tätig zu sein. Ob man später auch eine wissenschaftliche Laufbahn einschlägt, muss man nicht von Anfang an wissen.

Man darf aber nicht vergessen, dass eine Promotion i.d.R. auch harte Arbeit bedeutet, daher sollte man auch voll dahinter stehen. Sonst könnte es schwer werden, das Promotionsvorhaben erfolgreich abzuschließen.

Ich glaube nicht, dass ein Doktortitel abseits der Wissenschaft hinderlich ist. Ganz im Gegenteil: Absolventen mit Promotion verdienen eher mehr Geld und werden für bestimmte Positionen bevorzugt.

Dass man eventuell für manche Tätigkeiten dann überqualifiziert ist, würde mich nicht stören, da mich diese Tätigkeiten dann auch nicht ansprechen würden...
 

Benutzer95038 

Benutzer gesperrt
Off-Topic:
Gabs das Thema nicht schon mal?

Ich denke das kommt aufs Fach an und ob man weiß, was man später mal damit machen will/kann.
Und die Motivation sollte natürlich auch vorhanden sein.

Wenn man es nur macht um sozusagen Zeit zu schinden, kann einem doch früher oder später einfach nur die Puste ausgehen und man hat nur wertvolle Zeit vergeudet.
 

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
Hm, ich will promovieren (ab 2012/2013) weil's in den Geisteswissenschaften (und da besonders im Bereich Museen/Kulturinstitutionen/Kulturberatung/Politikberatung) extrem karriereförderlich ist und weil ich Bock drauf hab, mich 2-4 Jahre mit einem Thema, das mir am Herzen liegt, zu beschäftigen.

Wie viele Doktoranden würde auch ich allerdings als TA oder wissenschaftlicher Mitarbeiter arbeiten währenddessen.
Davon, dass es nicht förderlich sei außerhalb der Wissenschaft, habe ich allerdings noch nichts gehört. Es gibt Firmen, die besonders gute Mitarbeiter sogar von der Arbeit freistellen, damit sie "noch eben schnell" promovieren können (z.B. große, bekannte Unternehmensberatungen, Finanzinstitutionen) und mit dem Titel eben in höheren Positionen eingesetzt werden können. Da geht's auch viel um's Renommé.
Ob man gegen dieses (zugegebenermaßen teilweise etwas absurde) System nun angehen möchte, muss man für sich selbst entscheiden.
Solange es aber noch so ist, das ein Doktortitel berufliche Vorteile bietet, füg' ich mich dem 'Druck'. Würde ich aber nicht machen, wenn's mir nicht auch Spaß machen würde.

Off-Topic:
Abgesehen davon ist das Ego nicht ganz außen vor. Ich gebe zu, das ich es schon cool fände, einen Doktortitel zu haben :smile: :ashamed:
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
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Auch zum Thema passend: Mir hat gestern ein Mann gesagt: "Na viel Spaß bei der Partnersuche, wenn du einen Doktor machen willst!"


:grin:
 

Benutzer29410 

Beiträge füllen Bücher
Ich hatte da keine Lust drauf, sehr zur Trauer meiner Eltern. ;-) Hab auch keine Zeit dazu und in meinem Beruf wäre er ohnehin nur Zierde.
 

Benutzer39498 

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Auch zum Thema passend: Mir hat gestern ein Mann gesagt: "Na viel Spaß bei der Partnersuche, wenn du einen Doktor machen willst!"


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Haha.. in 'meiner Welt' ist das eher.. naja.. sexy :grin: Mein Kerl findet's gut und unterstützt mich in der Hinsicht vollkommen.
 

Benutzer29290 

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Auch zum Thema passend: Mir hat gestern ein Mann gesagt: "Na viel Spaß bei der Partnersuche, wenn du einen Doktor machen willst!"


:grin:
Das musste ich mir auch oft anhoeren.:grin: Es haben auch tatsaechlich einige Maenner bloed darauf reagiert, wenn sie rausgefunden haben, dass ich Doktorandin bin. Meinen Freund hat es aber nicht gestoert. Der hat selber einen Doktor und findet es gut.


Ueber Sinn und Nutzen sage ich jetzt mal nichts :zwinker: Ich bin 2,5 Wochen vor der Abgabe nur noch gestresst und total genervt von dem Ganzen und beruflich werde ich den Doktor in absehbarer Zeit wohl auch nicht nutzen, weil sich in den letzten 2 Jahren fuer mich interessantere Jobperspektiven aufgetan haben. Ich freue mich aber auch meine neuen Kreditkarten :grin:
 

Benutzer78484 

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Auch zum Thema passend: Mir hat gestern ein Mann gesagt: "Na viel Spaß bei der Partnersuche, wenn du einen Doktor machen willst!"


:grin:

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Das ist zwar erstmal witzig, aber ich glaube ein kleines bißchen ist da schon dran. Viele Männer fühlen sich da wohl irgendwie doch noch in ihrem Ego gekränkt, wenn Frau einen Doktor hat und sie nicht, selbst in Akademikerkreisen. Auch wenn es bescheuert ist.
Für Frauen dagegen scheint es umgekehrt zu sein, bei Männern wirkt ein Doktor oft attraktiv.
Finde das alles aber ziemlich hirnverbrannt.
 

Benutzer42876 

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Auch zum Thema passend: Mir hat gestern ein Mann gesagt: "Na viel Spaß bei der Partnersuche, wenn du einen Doktor machen willst!"
:grin:
Natürlich ein Einzelfall, aber ich kenne jemand, der gerade promoviert, eine glückliche Partnerschaft und Kinder hat.
Hätte selbser auch kein Problem damit, wenn meine Partnerin promovieren würde, mir reicht mein Diplom.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
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Das ist zwar erstmal witzig, aber ich glaube ein kleines bißchen ist da schon dran. Viele Männer fühlen sich da wohl irgendwie doch noch in ihrem Ego gekränkt, wenn Frau einen Doktor hat und sie nicht, selbst in Akademikerkreisen. Auch wenn es bescheuert ist.
Für Frauen dagegen scheint es umgekehrt zu sein, bei Männern wirkt ein Doktor oft attraktiv.
Finde das alles aber ziemlich hirnverbrannt.

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Natürlich ein Einzelfall, aber ich kenne jemand, der gerade promoviert, eine glückliche Partnerschaft und Kinder hat.
Hätte selbser auch kein Problem damit, wenn meine Partnerin promovieren würde, mir reicht mein Diplom.

Das wird bei mir jetzt auch kein Entscheidungskriterium sein :zwinker: Aber klar, hausieren würd ich damit auch nicht gehen. Aber das ist grundsätzlich unsexy, egal ob bei Mann oder Frau.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ob es sinnvoll ist, zu promovieren oder nicht, hängt wohl immer sehr stark vom jeweiligen Studiengang und den persönlichen Zielen ab.

Als Chemiker geht kaum ein Weg an der Promotion vorbei auch wenn man später keine akademische Karriere, sondern einen ordentlichen Job in der Wirtschaft anstrebt. - Und das, obwohl eine Promotion in der Chemie schon recht zeitaufwändig ist.
Und in der Medizin ist es mit ziemlich wenig Aufwand verbunden, zu promovieren, so dass es ziemlich normal ist, selbst dann zu promovieren, wenn man später nichts mit der Forschung zu tun haben will.

In anderen Bereichen, wie z.B. der Physik, ist ein Doktortitel sicherlich nicht schlecht bei der Jobsuche außerhalb der Uni. Aber auch ohne Promotion kann man gute Jobs finden.

Und in den Ingenieurswissenschaften muss man eigentlich nur promovieren, wenn man an der Uni bleiben will und vor hat, irgendwann Professor zu werden.
Ansonsten findet man auch als Dipl. Ing. (oder in Zukunft eben Master-Ing - auch wenn sich das ziemlich beschissen anhört) mehr als genügend gute Jobs.


Aber "Ich weiß nicht, was ich machen soll... Naja - dann promoviere ich halt" ist ein genau so planloses Vorgehen wie wenn man nach dem Abi damit anfängt, z.B. BWL zu studieren, weil man zwar keine Ahnung hat, was man eigentlich machen will, aber trotzdem später mal viel Geld verdienen will.

Ich habe auf jeden Fall nicht vor, zu promovieren, wenn ich auch ohne Promotion einen guten Job finde, weil ich keine Lust auf eine "Verlängerung meiner Jugend" habe (wie es hurryhurryhurry so schön formuliert hat), sondern endlich mal Geld verdienen will.
Auf 3 Jahre intensive Arbeit (das ist die durchschnittliche Zeit für eine Promotion in der Physik) ohne angemessene Bezahlung habe ich einfach keine große Lust.
Höchstens eine Promotion im Job (wie ich es z.B. bei ein paar Leuten, die in einem Forschungsinstitut arbeiten, gesehen habe) könnte ich mir evtl. vorstellen.
Off-Topic:
Das ist zwar erstmal witzig, aber ich glaube ein kleines bißchen ist da schon dran. Viele Männer fühlen sich da wohl irgendwie doch noch in ihrem Ego gekränkt, wenn Frau einen Doktor hat und sie nicht, selbst in Akademikerkreisen. Auch wenn es bescheuert ist.
Für Frauen dagegen scheint es umgekehrt zu sein, bei Männern wirkt ein Doktor oft attraktiv.
Finde das alles aber ziemlich hirnverbrannt.
Ich finde das auch total hirnverbrannt. - Und deshalb hätte ich sicherlich kein Problem mit einer Frau Dr. XYZ als Partnerin, obwohl ich selbst nicht promovieren möchte.
Aber ich finde es auch überhaupt nicht schlimm, wenn meine Partnerin eben nicht promoviert hat, oder auch nicht studiert hat...
 

Benutzer39498 

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Lotusknospe, warum ist promovieren denn bitte grundsaetzlich unsexy? Was verbindest du denn eigentlich mit Menschen, die eine Doktorarbeit schreiben? Sind die in deinem Kopf alle haesslich und hocken nur daheim? :grin:
Habe ich bisher ueberhaupt gar nicht so erlebt... Ich persoenlich finde allerdings Intelligenz und Ehrgeiz auch extrem sexy.. :zwinker: Oder meinst du, damit hausieren zu gehen ist unsexy? *gruebel*
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Lotusknospe, warum ist promovieren denn bitte grundsaetzlich unsexy? Was verbindest du denn eigentlich mit Menschen, die eine Doktorarbeit schreiben? Sind die in deinem Kopf alle haesslich und hocken nur daheim? :grin:
Habe ich bisher ueberhaupt gar nicht so erlebt... Ich persoenlich finde allerdings Intelligenz und Ehrgeiz auch extrem sexy.. :zwinker: Oder meinst du, damit hausieren zu gehen ist unsexy? *gruebel*

Also, einen Doktortitel zu haben finde ich jetzt grundsätzlich weder sexy noch unsexy. Nicht alle, die dazu fähig wären, besitzen einen Doktortitel. Von daher ist das für mich kein Indiz für gar nichts.

Und, was ich unsexy finde, ist, damit hausieren zu gehen à la "Schaut mal her, wie toll ich bin, ich hab nen Doktor", heißt, wenn ich wirklich mal promovieren sollte, dann werde ich es nicht jedem auf die Nase binden. Dafür schämen werd ich mich auch nicht, aber ich halte es für recht irrelevant bei der Partnersuche. Dass ich nicht dumm bin, weiß ich auch, wenn ich keinen Doktor mache. Und ich will gefälligst, dass mein Partner das zu schätzen weiß, egal ob ich nun einen Doktor habe oder nicht.
 

Benutzer39498 

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Also, einen Doktortitel zu haben finde ich jetzt grundsätzlich weder sexy noch unsexy. Nicht alle, die dazu fähig wären, besitzen einen Doktortitel. Von daher ist das für mich kein Indiz für gar nichts.

Und, was ich unsexy finde, ist, damit hausieren zu gehen à la "Schaut mal her, wie toll ich bin, ich hab nen Doktor", heißt, wenn ich wirklich mal promovieren sollte, dann werde ich es nicht jedem auf die Nase binden. Dafür schämen werd ich mich auch nicht, aber ich halte es für recht irrelevant bei der Partnersuche. Dass ich nicht dumm bin, weiß ich auch, wenn ich keinen Doktor mache. Und ich will gefälligst, dass mein Partner das zu schätzen weiß, egal ob ich nun einen Doktor habe oder nicht.

Jajaja, ich stimme in allen Punkten zu, fuer mich spielt der Titel keinerlei Rolle bei der Partnerwahl, ich hatte nur wohl deine Aussage falsch verstanden.
Hausieren gehen finde ich aber bei allem schlimm, egal obs ein Doktortitel oder das tolle Auto oder das viele Geld oder oder oder ist...
 

Benutzer98230 

Öfters im Forum
Die meisten, die ich kenne, die ein Doktorat machen, tun es, weil sie sonst nicht wissen, was sie machen sollen. Aber, ist das die richtige Voraussetzung dafür?

Meiner Meinung nach ist das nicht die richtige Voraussetzung. Ich würde jedenfalls niemanden einstellen, der aus einer Planlosigkeit heraus ein Doktorat erworben hat. Da würde ich mir schon so meine Gedanken darüber machen, was er in einer Führungsposition so aus Planlosigkeit macht oder auch nicht macht.

Ich persönlich spiele auch mit dem Gedanken, promoviert zu werden. Es würde mich schon reizen, in der Lehre zu arbeiten und irgendwann mal Professor zu werden. Aber ich möchte mir mit meinem Doktortitel nicht die Laborarbeit zunichte machen. Mit Titel sitzt man nämlich (potentiell) ständig vor dem Rechner und delegiert die Arbeit an Dritte und kümmert sich primär um den betriebswirtschaftlichen "Scheiß", Drittmittelbeschaffung, Anträge schreiben und den ganzen Verwaltungskram. Das ist zwar i.d.R. besser bezahlt, macht mich persönlich nicht glücklich, aber es gibt solche.

Ansonsten höre ich nur, dass ein Doktor abseits der Wissenschaft eher hinderlich als sonst was wäre.

In der Industrie kann man schon mal schnell überqualifiziert sein. Es ist auch hier die Frage, was man möchte. In der Industrie könnte ich mir sehr gut die Leitung eines interdisziplinären Projekts vorstellen, sowas habe ich auch schon in klein gemacht. Aber auch hier ist es meist so, dass andere die "Frickelarbeit" machen und man selbst nur geistige Zahnrädchen dreht.


Lotusknospe, was möchtest denn du? Hast du dir schonmal überlegt, wie dein Job sein muss, damit du dich wohlfühlst? Wenn das geklärt ist, kann man klären, ob ein Doktorat dafür notwendig ist.
 

Benutzer21122 

Verbringt hier viel Zeit
Vielleicht verrätst Du uns mal, um was für einen Studiengang es geht - denn davon hängt es stark ab. In bestimmten Studiengängen braucht man den Doktor, um überhaupt einen Job zu bekommen, in anderen ist der Doktor gut und gerne ein 15.000-20.000 EUR höheres Einstiegsgehalt wert.
 

Benutzer7157 

Sehr bekannt hier
Also ich promoviere gerade und bei uns Juristen ist der Titel schon gut was wert. Und auf einen Mann, der nicht genug Selbstbewußtsein hat, damit umzugehen, kann ich sowieso gut verzichten. :zwinker:
 
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