Fußball Diskussion zur Bundesliga-Saison 2012/2013

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Benutzer105448 

Sehr bekannt hier
Ich weiß jetzt auch nicht wo das Problem in der Transferpolitik vom BVB ist.

Es war das Ziel junge (deutsche), billige Talente zu finden.
Deutsche Talente wird schwierig, da Bayern den Markt ja mittlerweile auch erfolgreich abgegrast hat (Rode, Kirchhoff).
Außerdem sind die stellenweise auch nicht mehr zu bezahlen, also sieht man sich anderweitig um.
Eriksen, KdB sind solche Transfers.
Noch keine gestandenen Profis aber schon mit Erfahrung. Dementsprechend teurer als die No-Name Talente wie damals Bender, Subotic, Pische oder Kagawa, aber man kann es sich ja leisten.
Der Unterschied zu den Bayern ist doch einfach, dass Dortmund keine fertigen Profis aufkauft (deren Alter dann irgendwo bei ~25 liegt) und sie mit Wahnsinnsgehältern bezahlt.

Diese Transferperiode wird halt investiert, da man

a) Abgänge von Götze, Lewy und Perisic zu ersetzen hat
b) Geld vorhanden ist
c) man gemerkt hat, dass der Kader in der Breite nicht gut genug ist.

Das finde ich nicht verwerflich, es ist eben notwendig um sich für die CL zu qualifizieren und dort auch weiter zu kommen.
Die zweite Reihe ist halt das Problem, man hat nie das Gefühl gehabt, Klopp könnte jetzt nochmal einen Matchwinner bringen oder jemanden der das Spiel drehen kann. (abgesehen vllt von Sahin)
Außerdem konnte man nach CL-Spielen bzw davor nie gefahrlos die zweite Reihe spielen lassen, da die Jungs teilweise in der Amateurmannschaft spielten oder es für bestimmte Positionen keinen Ersatz gab.
Würde man nun in dieser Transferperiode das Geld auf den Kopf hauen um 1-2 teure, alte Stars zu holen, dann wäre das mMn auch die falsche Richtung. Aber das wird man nicht.


Natürlich wird Bayern nächste Saison Meister, wenn nicht irgendwas wirklich Unvorhergesehenes passiert.
Die Defensive bleibt ja so bestehen und in der Offensive wurde massiv Qualität in Form von Götze und Lewy eingekauft. Da kann nichts schief gehen, vielleicht wirds am Anfang ein bissl holprig und man spielt hier und da mal Unentschieden, aber die Meisterschaft wird das trotzdem..
 
L

Benutzer

Gast
Ich finde die Transferpolitik vom BVB nicht problematisch. Einzig sich zu beschweren, dass Scheich-Vereine um sich kaufen, obwohl man eben selbst auch gut zulangt, halte ich für übertrieben. Besonders, wenn man sich bei den Scheich-Klubs mal Aufwand und Ertrag anschaut. Natürlich haben die Erfolg, aber es war bisher auch nicht so, dass Chelsea und Co. Jahr für Jahr Liga und CL dominieren, oder?

Bayern: Neuer Trainer, womöglich neues System, neue Spieler; Spieler, die sich vielleicht nicht mehr ohne zu murren auf die Bank setzen.. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie den Titel holen, ist höher als die von Dortmund, klar. Aber der BVB schenkt doch jetzt noch keinen Titel ab, um mit Spielern, die Götze und Lewandowski ersetzen sollen, auf Platz 2 zu landen.
 

Benutzer76250 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich finde die Transferpolitik vom BVB nicht problematisch. Einzig sich zu beschweren, dass Scheich-Vereine um sich kaufen, obwohl man eben selbst auch gut zulangt, halte ich für übertrieben.
:hmpf: Es macht einen Unterschied, ob man sich Spieler leistet, die man aus eigenem Wirtschaften bezahlen kann - mit Transfer- und Wettbewerbseinnahmen aus guten Ligaplatzierungen, internationalen Wettbewerbsrunden und erhöhtem Werbegegenwert -, oder ob man dieses Geld mehr oder weniger für lau und in beinahe unbegrenzter Höhe zur Verfügung gestellt bekommt, wie es bei Vereinen wie Manchester City und PSG der Fall ist. Oder auf massiven Schulden unter Verzerrung des Wettbewerbs aufbaut (Real, Barca, italienische Clubs). Bei denen ist es sogar noch eine Ecke schlimmer als in Hoppenheim, denn zumindest hat deren Mäzen noch einen Bezug zur Region, während das für Abramovich und Co. eher Abschreibungsmodelle und Kontaktmöglichkeiten zur Politik darstellt.

Besonders, wenn man sich bei den Scheich-Klubs mal Aufwand und Ertrag anschaut. Natürlich haben die Erfolg, aber es war bisher auch nicht so, dass Chelsea und Co. Jahr für Jahr Liga und CL dominieren, oder?
Aber sie versuchen es jedes Jahr aufs Neue. Wenn Du wissen willst, wie die Vision für die Bundesliga aussieht, guck mal zu den Frauen. Beim 1.FFC Frankfurt sind 16 Nationalspielerinnen im Kader, die mit Geld von Sigi Dietrich zugeschissen werden. Der FFC wurde zwar nicht Meister, aber er hatte seinen Anteil daran, dass der - definitiv für die Ausbildung von Talenten mehr aufwendende 1.FFC Turbine Potsdam es auch nicht wurde. Den Turbinen blieb nämlich nur noch Transferpolitik im Ausland über, weil die eigene Talentschmiede gar nicht so viele Spielerinnen hervorbringen kann. So landeten dann Alyssa Naeher (USA), Alex Singer (USA), Antonia Göransson (Schweden, kam vom HSV), Andrine und Ada Hegerberg sowie Maren Mjelde (Norwegen), Jeanette Yango (Kamerun), Lisa Evans (Schottland) und Asano Nagasato (Japan) in Brandenburg - zusätzlich zu den ohnehin länger verpflichteten Yuki Ogimi (Japan), Genoveva Anonma (Äquatorialguinea, kam vom FF USV Jena) und Natasa Andonova (Mazedonien). 13 Ausländerinnen in einer Mannschaft - der Ligaschnitt liegt bei drei, weil sich keiner mehr Spielerinnen leisten kann.

Der neue Triple-Sieger Wolfsburg hat die Aussortierten aufgeklaubt: Conny Pohlers, Martina Müller, Viola Odebrecht, baggert aber auch an Talenten wie Luisa Wensing, Nadine Keßler, Lina Magull, Alexandra Popp und Annabel Jäger, allerdings auch mit nicht wenig Geld und Hilfe von Mäzen VW. Da werden seit zwei Jahren (ehemalige) Bundesligaspielerinnen in Niedersachsen- und Regionalliga eingesetzt (u.a. U19-Nationalspielerin Carolin Simon, die nach dem HSV-Rückzug ein halbes Jahr nach Wolfsburg wechselte und dann nach Leverkusen ging), um die Zweite in die zweite Bundesliga zu führen.

Die Folge: Der Deutsche Meister von 2000 und dreimalige Pokalsieger FCR Duisburg (ehemals SG Rumeln-Kaldenhausen), der bis 2011 zu den Top-3 gehörte, ist ebenso insolvent wie der ebenso traditionsbeladene Ex-Meister und vierfache Pokalsieger SC 07 Bad Neuenahr um die Nationalspielerin Celia Okoyino da Mbabi und Almuth Schult (früher HSV, wechselt jetzt nach Wolfsburg). Zwei Vereine von zwölf. In 10 Jahren haben neun Aufsteiger den Klassenerhalt geschafft. Miese Quote im Ex-Weltmeisterland.

Uli Hoeneß warnte vor "spanischen Verhältnissen"? Ich hätte eher Angst vor deutschen Frauenfußball-Verhältnissen!

Aber der BVB schenkt doch jetzt noch keinen Titel ab, um mit Spielern, die Götze und Lewandowski ersetzen sollen, auf Platz 2 zu landen.
Das hättest Du vor dieser Saison vermutlich auch gesagt, oder? :rolleyes:
 
L

Benutzer

Gast
BigDigger schrieb:
Es macht einen Unterschied, ob man sich Spieler leistet, die man aus eigenem Wirtschaften bezahlen kann - mit Transfer- und Wettbewerbseinnahmen aus guten Ligaplatzierungen, internationalen Wettbewerbsrunden und erhöhtem Werbegegenwert -, oder ob man dieses Geld mehr oder weniger für lau und in beinahe unbegrenzter Höhe zur Verfügung gestellt bekommt, wie es bei Vereinen wie Manchester City und PSG der Fall ist. Oder auf massiven Schulden unter Verzerrung des Wettbewerbs aufbaut (Real, Barca, italienische Clubs).

Am Ende des Tages geht es immer nur um Kohle, Borussia Dortmund lässt nicht aus Spaß an der Freude "Echte Liebe" durch London fahren. Die Scheichs sind ein Ärgernis, aber trotzdem will jeder Spiele gegen ManCity oder verschuldete Klubs wie Barca und Real sehen. Und nu?

Den Frauenfußball mit der Bundesliga zu vergleichen, ist gewagt. Frauenfußball ist aufgrund fehlender Sponsoren bestenfalls für Wolfsburg und München rentabel. Das war vor zehn Jahren so und hat sich bis heute nicht geändert.

Mir fällt es seit einiger Zeit schwer, Investoren zu verurteilen. Bei Bundesliga-Transfers kommt das mitunter ja auch vor. Bayern München hat Borussia Dortmund für Thorsten Frings zu Schuldenzeiten gutmütig viel Ablöse gezahlt, Takahara ist von Casio mitfinanziert worden, van der Vaart wird bei einem Milliardär abbezahlt...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Benutzer76250 

Planet-Liebe Berühmtheit
Die Scheichs sind ein Ärgernis, aber trotzdem will jeder Spiele gegen ManCity oder verschuldete Klubs wie Barca und Real sehen. Und nu?
Die HSV-Frauen hatten auch die höchsten Zuschauerzahlen, als Turbine Potsdam und der 1.FFC Frankfurt kamen. Das ist normal. Was ist denn schöner, als so einer Millionario-Truppe ein Bein zu stellen? Was meinst Du, was los war, als Imke Wübbenhorst 2008 gegen Turbine Potsdam in der 89. Minute das 2:2 gemacht hat?

Den Frauenfußball mit der Bundesliga zu vergleichen, ist gewagt. Frauenfußball ist aufgrund fehlender Sponsoren bestenfalls für Wolfsburg und München rentabel. Das war vor zehn Jahren so und hat sich bis heute nicht geändert.
Ähem, wenn den Bundesligisten das Geld nicht fehlt, warum sind sie dann auf Investoren und Gönner angewiesen?

Bei Bundesliga-Transfers kommt das mitunter ja auch vor. Bayern München hat Borussia Dortmund für Thorsten Frings zu Schuldenzeiten gutmütig viel Ablöse gezahlt, Takahara ist von Casio mitfinanziert worden, van der Vaart wird bei einem Milliardär abbezahlt...
Danke, dass Du meine Ansicht belegst.
 
L

Benutzer

Gast
BigDigger schrieb:
Danke, dass Du meine Ansicht belegst.

Ich komme halt nur zu einem anderen Schluss: Wieso sollte man Scheichs verteufeln, wenn vor der eigenen Tür exakt das Gleiche passiert? Das ist scheinheilig. Schön ist es nicht, bleibt daher abzuwarten, was das Financial Fairplay bringt. Meine Vermutung: Die ersten Opfer dieser Regelung werden nicht die Großen sein, denn ohne die schaut keiner mehr CL und Co.
 

Benutzer105448 

Sehr bekannt hier
Ich komme halt nur zu einem anderen Schluss: Wieso sollte man Scheichs verteufeln, wenn vor der eigenen Tür exakt das Gleiche passiert? Das ist scheinheilig. Schön ist es nicht, bleibt daher abzuwarten, was das Financial Fairplay bringt. Meine Vermutung: Die ersten Opfer dieser Regelung werden nicht die Großen sein, denn ohne die schaut keiner mehr CL und Co.

Meiner Meinug ist das aber immer noch ein Unterschied.
Natürlich ist es beim Sponsoring von bspw. Bayern ähnlich, dort haben ja "quasi" Adidas, Audi und Lufthansa Götze finanziert. (überspitzt gesagt)
Aber die Bayern (auch wenns mir schwer fällt) haben es sich selbst erarbeitet, haben die Erfolge und sie sind als Werbeträger sehr gut geeignet.
Genauso wie das bei Madrid, Barcelona oder United der Fall ist.

Scheichs kaufen irgendwelche eher unbekannten (erfolglosen) Vereine auf und pumpen sie mit Geld voll.
Chelsea, ManCity, PSG und nun auch Monaco.
Dort wird nicht wirtschaftlich gearbeitet, Geld kann ohne Probleme nachgeschoben werden.

Bei Madrid, United und Barcelona ist das auf den ersten Blick vielleicht nicht viel anders, aber vor allem United würde über mehrere Saisons bei exzessiven Transferausgaben und ausbleibendem Erfolg auch keine Sponsoren kriegen. Sportlicher Misserfolg ist der PL nunmal wahrscheinlicher, die Leistungsdichte ist höher.
Ähnlich bei Bayern, würde man das Geld so verpulvern wie es in Paris oder Monaco der Fall ist (und der Erfolg ausbleibt), dann sind die Sponsoren auch weg.
ManCity ist da ja ein gutes Beispiel, wäre Bayern so oft hintereinander aus der CL ausgeschieden und wäre auch nicht Meister geworden, dann wäre bei denen auch der Geldstrom langsam aber stetig versiegt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer76250 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wer das ganze Interview liest, weiß mehr.

Sowas wie:
ZEIT ONLINE: Wie würden Sie einem dreijährigen Kind Ihren Job beschreiben?
Adler: Die kleine Tochter einer Bekannten sagt immer: "René muss den Ball fangen." Viel mehr gibts eigentlich nicht zu sagen. Vielleicht sollte ich noch ergänzen: Ich arbeite in der Entertainmentbranche. Nichts anderes ist die Bundesliga.
ZEIT ONLINE: Wie meinen Sie das?
Adler: Der Boulevard verlangt ständig nach Sensationen und Skandalen. Und die Medien bewerten unsere Leistungen zu oft nach dem Schwarz-Weiß-Schema. Erst ist einer der Held, drei Wochen später der Versager. Da wünsche ich mir öfter die gesunde Grauzone. Meine Freundin verbietet mir manchmal am Frühstückstisch die Lektüre der Sportteile.

Oder:

ZEIT ONLINE: Wie hat sich Ihr Überehrgeiz in der Jugend geäußert?
Adler: Ich war vor jedem Spiel um neun Uhr abends im Bett. Mich trieb die Angst, nicht alles für meine Leistung zu geben. Im Rückblick war das ein Fehler. Spaß und Spiel sollten in dem Alter nicht zu kurz kommen. Bei mir war das der Fall, ich habe es wirklich übertrieben, war in meinem Traum gefangen.

Sehr reflektiert. Einerseits beeindruckt mich das. Andererseits sehe ich seine relativierenden Aussagen nach dem Fall Enke durchaus mit einem kleinen Sorgenfältchen.
 

Benutzer76250 

Planet-Liebe Berühmtheit
Nein, Bundestrainerin.

Übrigens war das eine Feststellung. Für die 12 wichtigsten Einkäufe gab der FC Bayern für den Meisterkader dieser Saison insgesamt 223 Millionen Euro aus - oder knapp 18,6 Mio. € pro Spieler. Beim BVB kosteten die 12 wichtigsten Transfers für den Meisterkader der letzten Saison zusammen gerade 34,65 Mio. € - oder knapp 2,9 Mio. € pro Spieler...
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer101233  (39)

Planet-Liebe Berühmtheit
Übrigens war das eine Feststellung. Für die 12 wichtigsten Einkäufe gab der FC Bayern für den Meisterkader dieser Saison insgesamt 223 Millionen Euro aus - oder knapp 18,6 Mio. € pro Spieler. Beim BVB kosteten die 12 wichtigsten Transfers für den Meisterkader der letzten Saison zusammen gerade 34,65 Mio. € - oder knapp 2,9 Mio. € pro Spieler...
Du hast die einzelnen Handgelder vergessen. :zwinker: Gut, die tauchen in keiner Bilanz auf, werden aber wohl mindestens nochmal die selbe Summe betragen. Von welchen Konten die bezahlt wurden, wollen wir jetzt lieber nicht spekulieren. :whistle:
 
G

Benutzer

Gast
Unabhängig davon, daß ich nicht ganz zustimme, behaupte ich:
Mindestens drei Viertel aller Bundesligaklubs würden es genauso machen, wenn sie die finanziellen Möglichkeiten hätten.
Ja, aber Bayern ist böse und alle anderen leiden ganz schlimm darunter :zwinker:
 

Benutzer76250 

Planet-Liebe Berühmtheit
Mindestens drei Viertel aller Bundesligaklubs würden es genauso machen, wenn sie die finanziellen Möglichkeiten hätten.
Das mag wohl sein, allein lässt es sich nicht beweisen. Unter den derzeitigen Verhältnissen würden sie - siehe Causa Reus - eher alles tun, nur um zumindest annähernd zu Bayern aufschließen zu können. Und ob diese drei Viertel sich dann noch wohlfeil über die Gefahr "spanischer Verhältnisse" äußern würden - was unter dem Strich nichts anderes bedeutet, als dass Bayern den anderen 16 Bundesligavereinen einen Vorwurf daraus machte, nicht die gleichen finanziellen Möglichkeiten zu haben und nicht durch mehr wirtschaftliches Risiko ausgabenmäßig gleichzuziehen -, wage ich nicht zu behaupten. Dazu muss man schon arrogant sein. Oder Steuerhinterzieher.
 

Benutzer105448 

Sehr bekannt hier
Und dann ist nun auch Falcao bei Monaco gelandet.
Oh man!

City oder Chelsea hätte ich ja noch verstanden, aber Monaco? -.-
 

Benutzer94839 

Verbringt hier viel Zeit
Und dann ist nun auch Falcao bei Monaco gelandet.
Oh man!

City oder Chelsea hätte ich ja noch verstanden, aber Monaco? -.-

Geld regiert die Welt - so lautet doch ein bekanntes Sprichwort
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren