Diplomarbeit: Deskriptive Statistiken interpretieren

Benutzer100184  (35)

Öfters im Forum
Hallo liebe Forenmitglieder,

ich stehe gerade total auf dem Schlauch! Ich korrigiere momentan meine entwicklungspsychologische Diplomarbeit (Abgabe im Dezember) und nun meint meine Professorin, die 6 Zusammenhangshypothesen würden plötzlich nicht mehr ausreichen und ich solle doch etwas explorativ in der großen Datenbasis "rumwühlen" *grmpf*

Ich habe 20 Kinder getestet mit insgesamt 100 Items, die wiederum 6 Variablen abbildeten. Hauptsächlich habe ich bivariate Korrelationen zwischen diesen Variablen untersucht.

Eine der Variablen war z.B. Grobmotorik. In der Testung wurden den Kindern unterschiedliche grobmotorische Aufgaben gestellt (Treppe steigen, Hüpfen, Gehen, usw.) die dann anschließend aufsummiert wurden und einen Wert für den grobmotorischen Entwicklungsstand des jeweiligen Kindes bildeten.

Nun möchte ich die theoretische Aussage überprüfen, dass es bezüglich des Entwicklungsstandes der Grobmotorik große interindividuelle Unterschiede im Altersbereich meiner Probanden gibt.

Ist sowas überhaupt möglich als Hypothese aufzustellen? Theoretisch sehe ich doch einfach an der Standardabweichung, dass Unterschiede bestehen? Wie kann ich das professionell nachweisen und formulieren? Ab wann ist eine SD so groß, dass die interindividuellen Unterschiede bedeutsam sind und die "Hypothese" angenommen werden könnte?

Weiterhin möchte ich auf der Einzelitemebene angeben, wieviel Prozent der Kinder ein bestimmtes Item korrekt lösten. Z. B. 10 von 20 Kindern (50 %) gingen bereits ohne Hilfe.

Das ist doch alles rein Deskriptiv und mit den Fingern zu berechnen. Ich weiß einfach nicht nicht, wie ich es professionell in meiner Arbeit im Hypothesenteil und anschließend im Ergebnisteil formulieren soll.

Hat jemand eine Idee? Wie kann ich das statistisch gut aufbereiten?

Danke schonmal im Voraus

Liebe Grüße

Pia
 

Benutzer72455 

Verbringt hier viel Zeit
Nun möchte ich die theoretische Aussage überprüfen, dass es bezüglich des Entwicklungsstandes der Grobmotorik große interindividuelle Unterschiede im Altersbereich meiner Probanden gibt.

Ist sowas überhaupt möglich als Hypothese aufzustellen? Theoretisch sehe ich doch einfach an der Standardabweichung, dass Unterschiede bestehen? Wie kann ich das professionell nachweisen und formulieren? Ab wann ist eine SD so groß, dass die interindividuellen Unterschiede bedeutsam sind und die "Hypothese" angenommen werden könnte?
Ganz allgemein gilt Folgendes:
Um die Aussage, dass irgend ein Wert "groß" beziehungsweise "klein" ist, wissenschaftlich zu formulieren, muss man den Wert mit einem anderen Wert vergleichen. Man muss also immer sagen "groß im Vergleich zu" beziehungsweise "klein gegenüber".
Also zum Beispiel: "200 km/h ist klein im Vergleich zur Lichtgeschwindigkeit."

Wenn du nun fragst, ab wann die SD der Grobmotorik-Punktzahl groß ist, dann fragst du eigentlich, mit welchem anderen Wert du diese SD vergleichen sollst. Vielleicht kannst du die SD der Grobmotorik-Punktzahl mit einer anderen SD vergleichen.

Um das Ausmaß der interindividuellen Unterschiede zu charakterisieren, sind nebst der SD aber auch andere Dispersionsmaße denkbar. Vielleicht könntest du Perzentile betrachten und damit irgendwelche Vergleiche anstellen.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Irgendwie verstehe ich das nicht. Du hast doch 6 Hypothesen aufgestellt. Sollst Du jetzt noch weitere Hypothesen post hoc nachschieben? Oder sollst Du einfach den Datensatz noch explorativ weiter bearbeiten und interessante Befunde quasi in einem zweiten explorativen Ergebnisteil darstellen?

Zum Problem mit der Grobmotorik: Das kann man nicht wirklich inferenzstatistisch "testen". Du kannst das also nur deskriptiv beschreiben. Neben der SD und dem Range würde ich da noch weiter ins Detail gehen und die komplette Werteverteilung (nach Kategorien) darstellen, auch grafisch. Gibts zu dem Motoriktest irgendwelche Normwerte?
 

Benutzer100184  (35)

Öfters im Forum
Danke für eure Antworten, das hilft mir schonmal.

Es gibt leider keine Normwerte spezifische für die Motorikskala, da ich diese selbst erst in dieser Arbeit eingeführt habe (das war teil der Diplomarbeit)

Und ja ich soll im Nachhinein plötzlich Hypothesen nachschieben, obwohl ich schon getestet habe (und nur noch 4 Wochen Zeit bis zur Abgabe habe).

Im prinzip stelle ich mir das nun so vor:

Ich stelle im Hypothesenteil folgende explorative Nebenhypothese auf und betone gleichzeitig, dass die Stichprobe zu gerin ist um repräsentativ für die gesamte Population der 13 Monatigen zu sein:

Zwischen dreizehn Monate alten Kindern bestehen starke interindividuelle Unter-schiede hinsichtlich ihres grobmotorischen Entwicklungsstandes.

Im Ergebnisteil stelle ich dann die deskriptiven Statistiken dar (Mittelwert, SD, Minimum, Maximum, Perzentilwerte (was genau kann ich damit anfangen?)) und erörter z.B. wieviele Kinder Werte +- 1 oder 2 SD vom Mittelwert haben. Oder wie groß die Spannweite der Werte isr und sowas in der Art.

Im Ergebnisteil nutze ich dies dann um auszusagen, dass interindividuelle Schwankungen bestehen (natürlich), diese Ergebnisse aber nicht repräsentativ sind und eine Folgestudie mit eine größeren Stichprobe diese weiter austesten müsste.

Wäre das denkbar oder meint ihr das wäre völlig unprofessionell?

Ich hasse es, mir jetzt was aus den Fingern saugen zu müssen :/

Ich hätte noch folgende SDs zum Vergleich zur Verfügung:
Imitationsskala, Explorationsskala, Sprachverständnisskala, Sprachproduktionsskala, Feinmotorikskala - das sind alles Fähigkeitsbereiche die ich separat abgetestet habe und über die ich genau solche Hypothesen nun aufstellen muss...
Gesamtskala (kognitiv), Gesamtskala (motorik) - zu diesen existieren sogar Normwerte
 

Benutzer72455 

Verbringt hier viel Zeit
Und ja ich soll im Nachhinein plötzlich Hypothesen nachschieben, obwohl ich schon getestet habe (und nur noch 4 Wochen Zeit bis zur Abgabe habe).
Es geht wohl darum:
Welche Fragestellung würdest du als neugierige Professorin^^ untersuchen, wenn du jetzt neue (noch unbenutzte) Daten von 100 Kindern zur Verfügung hättest?
Was fändest du interessant?
Und wieso fändest du das interessant? Nämlich, weil du aufgrund deiner Daten den Eindruck hast, dass bei 13-monatigen Kindern zusätzlich zu dem, was du in deiner Diplomarbeit bereits getestet hast, auch noch XY gelten könnte.
Und dann formulierst du XY als Vermutung, die man in Zukunft unbedingt mal testen sollte.

Pi schrieb:
Zwischen dreizehn Monate alten Kindern bestehen starke interindividuelle Unter-schiede hinsichtlich ihres grobmotorischen Entwicklungsstandes.
Was bedeutet "starke interindividuelle Unterschiede"?
Keine Unterschiede wären vorhanden, wenn alle Kinder genau die gleiche Punktzahl erzielen würden. Das ist klar.
Aber bei welcher Punkteverteilung wären denn die Unterschiede am stärksten?
Wenn die SD den maximal möglichen Wert annimmt? Das ist dann der Fall, wenn die Hälfte der Kinder null Punkte hat, während die andere Hälfte die maximal mögliche Punktzahl erreicht. Wären die Kinder dann wirklich sehr unterschiedlich? Einerseits ja, aber anderseits irgendwie überhaupt nicht...
 

Benutzer42447 

Meistens hier zu finden
Es geht wohl darum:
Welche Fragestellung würdest du als neugierige Professorin^^ untersuchen, wenn du jetzt neue (noch unbenutzte) Daten von 100 Kindern zur Verfügung hättest?
Was fändest du interessant?
Und wieso fändest du das interessant? Nämlich, weil du aufgrund deiner Daten den Eindruck hast, dass bei 13-monatigen Kindern zusätzlich zu dem, was du in deiner Diplomarbeit bereits getestet hast, auch noch XY gelten könnte.
Und dann formulierst du XY als Vermutung, die man in Zukunft unbedingt mal testen sollte.

Ich denke, die Professorin hat es eher so gemeint, wie casanis es vermutet hat: Das nachträglich noch ein paar interessante Befunde berichtet werden oder eben noch eine Hypothese eingeschoben wird.
Wobei ich sagen muss, dass beim korrekten wissenschaftlichen Arbeiten nachträglich keine Hypothesen eingeschoben werden sollten. Aber in der Praxis sieht das ja dann immer etwas anders aus....Uns wird auch immer mal gesagt: "Spielen sie doch etwas mit dem Datensatz und schauen sie, was noch interessant ist." Heißt dann, wir sollen unsere Hypothesen prüfen und schauen, was noch auffällig/interessant ist und das dann noch irgendwo erwähnen und einfließen lassen.

Ansonsten finde ich es schwer, wenn man jetzt den genauen theoretischen Hintergrund und die Skalen/Werte usw. nicht kennt, sich noch eventuelle Hypothesen zu überlegen.
Ich weiß nicht, ob das jetzt Schwachsinn ist, aber du hast ja eine neue Skala bzw. einen neuen Test in deiner Diplomarbeit eingeführt. Hast du da auch sowas wie Itemschwierigkeiten usw. betrachtet? Gibt es vielleicht ein Item, was von sehr vielen Kindern "gelöst" wurde? Oder eines, was nur von sehr wenigen Kindern gelöst wurde (.z.B. hüpfen..)? Das würde ich irgendwie noch interessant finden...eventuell ist es aber auch zu banal ..

Zu der Sache mit der Standardabweichung wüsste ich ehrlich gesagt auch keine gute Lösung. Ich würde mich vor der Schlussfolgerung mit der starken Streuung irgendwie hüten...oder hast du vergleichbare Daten für eine andere Altersgruppe, in der die Streuung hinsichtlich der Grobmotorik dann eher gering ist?
Eine Streuung gibt es immer, das liegt ja schon am Stichprobenfehler usw. Und da die Stichprobe mit 20 Kindern recht klein ist, wüsste ich nicht, ab wann man dann von einer auffällig starken Streuung in diesem Bereich sprechen kann :/
 

Benutzer72455 

Verbringt hier viel Zeit
Wobei ich sagen muss, dass beim korrekten wissenschaftlichen Arbeiten nachträglich keine Hypothesen eingeschoben werden sollten.
Hypothesen, die man erst nachträglich aufgrund von vorhandenen Daten formuliert, kann man zwar anhand dieser Daten testen...
Aber das Testresultat liefert dann keine Beurteilung der Hypothese.
Sondern es dient bloß als Begründung dafür, inwiefern die Hypothese beurteilenswert ist (und in einer zukünftigen Arbeit anhand von neuen Daten mit einem Test beurteilt werden sollte).
 

Benutzer100184  (35)

Öfters im Forum
Also da das Interesse daran recht groß ist - was mich natürlich total freut - schreibe ich euch nochmal genauer was jetzt eigentlich shcon getestet wurde...

Ich habe 20 (19 gültige Fälle) Kinder im Alter von ca. 13 Monaten mit einem Entwicklungstest getestet (ca. 100 Items pro Kind). Normalerweise gibt der Entwicklungstest dann Aufschluss über deren kognitiven und motorischen Entwicklungsstand (also 2 Skalen) - diese Skalen sind auch normiert.

Mir fiel jedoch während der Untersuchungen auf, dass die Aufgaben und deren Lösung nicht darauf begrenzt werden können wie gut oder schlecht ein Kind allgemein kognitiv/motorisch drauf ist. Die Lösung hing z.B bei vielen Aufgaben hauptsächlich davon ab Handlungen korrekt zu imitieren oder Laute/Worte zu produzieren. Also hatte ich die Idee (wovon meine Professorin begeistert war) alle Items in 6 Skalen zu "zerlegen" (Imitation, Exploration, Sprachverständnis, Sprachproduktion, Feinmotorik, Grobmotorik). Ich musste alle Items dann jeweils einordnen, welche der Fähigkeiten primär beansprucht wurden und zählte alle zugehörigen Items dann immer zum Skalenendwert zusammen.

Meine Haupthypothesen beschäftigen sich alle mit möglichen Zusammenhängen zwischen diesen Skalen alá: "Zwischen der Fähigkeit zur generellen Imitation von Verhaltensweisen und der aktiven Produktion von Sprache im frühen Kleinkindalter existiert ein Zusammenhang."

Das habe ich dann über ein Korrelationsverfahren jeweils ausgetestet und 2 von 6 signifikante Ergebnisse erhalten. Dann folge die Diskussion, die, legilich auf diese Ergebnisse bezogen, recht kurz ausgefallen wäre. Also bezog ich mich auf weitere Auffälligkeiten.

In meinem Theorieteil habe ich über jede der 6 Fähigkeiten ausführlich den aktuellen Stand der Forschrung dargestellt, immer in ähnlicher Weise: Definition von bspw. Grobmotorik, es gibt interindividuelle Unterschiede in der Entwicklung, wie entwickelt sich Grobmotorik im Alter zwischen 10 & 14 Mon. (sicher Sitzen mit 10, Gehen mit 12, Treppekrabbeln mit 14, usw.) und zuletzt Forschungansichten über mögliche Zusammenhänge.

In der Diskussion habe ich dann z.B. aufgegriffen, dass laut Forschungsmeinung Kinder bereits mit 12 Mon. erste Schritte machen, bei meinen Probanden dies aber nur 50% taten oder dass interindividuelle Unterschiede auch bei meinen Probanden vorliegen, da einige mit 13 Monaten bereits 8 Worte sprachen und manche nicht mal eins (Sprachproduktionsskala Maximal- versus Minimalwert)

Sie schaute sich jedenfalls die Ergebnisse der Haupthypothesen an und meinte es wäre enttäuschend bei so einer großen Datenbasis, so wenig rauszubekommen und aussagen zu können. Ich solle die deskriptiven Statistiken nutzen, um mehr auszusagen und etwas mit den Daten rumprobieren.

Da erzählte ich ihr von den Ansätzen in meiner Diskussion und sie sagte, dass ich die aber vorher "ankündigen" muss im Hypothesen und Ergebnissteil.

Und da sitze ich nun und versuche meine konfusen Gedanken in sinnige Hypothesen, die sich statistisch nachprüfen lassen, umzuwandeln.

Puh, sorry für den langen Text, aber vielleicht fällt jemandem noch etwas ein, wo ihr jetzt den gesamten Sachverhalt kennt :smile:

Vielen, vielen Dank schonmal an euch - ihr seid echt spitze!

---------- Beitrag hinzugefügt um 08:07 -----------

Mir fällt gerade noch etwas ein.

Der Test funktioniert so, dass du Kinder mit Aufgaben austestest und dabei mit Aufgaben beginnst, die für ihr alter (laut Norm) zu leicht sind, dann über mittlere Schwierigkeit bis hin zu Aufgaben, die schon für höhere Altersklassen bestimmt sind. Du testest so lange aus, bis die Kinder 3 Aufgaben hineinander nich mehr lösen können.

Vielleicht könnte ich anhand dessen die Kinder einordnen. In 2-3 Gruppen: Kinder, die maximal die leichten Aufgaben der Grobmotorikskala lösen konnten, Kinder im "Normalbereich" und Kinder, die die schweren Aufgaben lösen konnten. Und dann so argumentieren, dass es sowohl 13monatige gab, die unter ihrer Altersnorm lagen bezüglich dieser Fähigkeit als auch welche, die darüber lagen.

Oder ich "normiere" selbst indem ich gucke, welches Item 50% noch konnten und alles drunter ist niedrige Leistung und alles drüber ist hohe Leistung - stümperhaft ausgedrückt :zwinker:

Was haltet ihr davon?

Was bedeutet "starke interindividuelle Unterschiede"?
Keine Unterschiede wären vorhanden, wenn alle Kinder genau die gleiche Punktzahl erzielen würden. Das ist klar.
Aber bei welcher Punkteverteilung wären denn die Unterschiede am stärksten?


Das macht eben auch mir Kopfzerbrechen, es müssen Unterschiede exisitieren sonst wäre es ja eine homogene Masse...Ich hab sogar schon darüber nachgedacht irgendwas mit Ausreißern bzw. Extremwerten zu probieren - davon habe ich aber gar keine Ahnung - kennt sich jemand mit Boxplot aus? Vielleicht würde mir das helfen und ich sollte es im Ergebnisteil als Grafik einfügen und damit argumentieren...
 

Benutzer72455 

Verbringt hier viel Zeit
Boxplot gibt bestimmt einen guten Überblick!
Dann bekommst du eine Grafik mit sechs Figuren nebeneinander.
Und in jeder Figur siehst du:
- welchen Wert jedes Kind mindesten erreicht hat (100%)
- welchen Wert 75% der Kinder mindestens erreicht haben
- welchen Wert die Hälfte der Kinder mindestens erreicht haben (Median)
- welchen Wert 25% der Kinder mindestens erreicht haben
- den höchsten Wert, den jemand erreicht hat
Gerade weil deine Stichprobe nur 19 Kinder umfasst, sind diese Werte vermutlich aussagekräftiger als Mittelwert und Standardabweichung.
Zudem kannst du ja jeweils noch den theoretischen Maximalwert einzeichnen. (Wäre schön, wenn die sechs Skalen so normiert wären, dass diese sechs Maximalwerte alle gleich wären.)

Gibt es eigentlich für alle sechs Skalen die gleiche Anzahl Items?
(Wenn nicht: Teilst du jeweils die sechs Endwerte durch die entsprechende Anzahl Items, um die Skalen besser miteinander vergleichbar zu machen? Dann hättest du nämlich für jedes Kind sechs Werte, die alle zwischen 0 und 1 liegen.)

Es gibt natürlich noch die Möglichkeit Ausreißer (also äußerst selten vorkommende Extremwerte) gesondert zu behandeln und darzustellen. Aber bei nur 19 Kindern ist das vermutlich nicht so sinnvoll. Denn da macht ein einziges Kind ja schon über 5% der ganzen Stichprobe aus. Und ein Vorkommen von 5% würde ich nicht als "äußerst selten" bezeichnen.
 

Benutzer100184  (35)

Öfters im Forum
Hey das mit dem Boxplot hört sich super an :smile: Da war ich ja gar nicht so weit entfernt von der Lösung.

Zu deiner zweiten Frage: Für die Korrelationen musste ich die Kategorieendwerte nicht transformieren, das wurde automatisch von SPSS gemacht.

Nun werde ich es tun, da es Kategorien mit 6 Items und solche mit 20 Items gibt. Ich habe bisher nur hinbekommen alle Endwerte gleichzeitig in einem Boxplot darzustellen und deshalb muss ich sie ja sowieso transformieren. Geht es auch, eine einzelne Variable in einem eigenen Boxplot darzustellen oder muss immer ein "Vergleichsobjekt" vorhanden sein?

Danke dir :smile:

PS: Zur Vergleichbarkeit werde ich die Variablen transformieren und in einem Boxplot darstellen und für die einzelnenen Boxplots werde ich die Originalwerte nutzen, wiel ich sonst ja keine konkreten Angaben über Median, Spannweite, Min, Max, usw machen kann.
 

Benutzer72455 

Verbringt hier viel Zeit
Für die Korrelationen musste ich die Kategorieendwerte nicht transformieren, das wurde automatisch von SPSS gemacht.
Du kannst auch die transformierten Kategorieendwerte bei den Korrelationen verwenden, da die Transformation keinen Einfluss auf das Resultat hat. Die von SPSS automatisch durchgeführte (zusätzliche) Transformation ist übrigens eine andere Art von Transformation; da wird nämlich durch die Standardabweichung dividiert und nicht durch den maximal möglichen Wert. Aber darüber muss man sich keine Gedanken machen.

Geht es auch, eine einzelne Variable in einem eigenen Boxplot darzustellen oder muss immer ein "Vergleichsobjekt" vorhanden sein?
Also ein Boxplot mit nur einer einzigen Figur? Aus theoretischer Sicht spricht nichts dagegen. Wie man das mit dem Computer konkret macht (also nur eine Variable auswählen), weiß ich aber nicht.

PS: Zur Vergleichbarkeit werde ich die Variablen transformieren und in einem Boxplot darstellen und für die einzelnenen Boxplots werde ich die Originalwerte nutzen, wiel ich sonst ja keine konkreten Angaben über Median, Spannweite, Min, Max, usw machen kann.
Das scheint mir sinnvoll zu sein.
Generell und insbesondere für Vergleiche hast du dann für jede der sechs Kategorien eine abstrakte Zahl zwischen 0 und 1 als "Entwicklungsgrad". (Das ist ähnlich wie in der Schule, wo man in jedem Fach eine abstrakte Zahl zwischen 1 und 6 als Note bekommt.)
Und wenn du die Kategorien einzeln diskutierst, betrachtest du zudem auch noch die Werte auf der Originalskala, weil diese Originalwerte zum Teil eine absolute Bedeutung haben (z.B Anzahl Worte) und darum ebenfalls interessant sind.
 
1 Woche(n) später

Benutzer112384 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo Piuna,

von Statistik hab ich leider wenig Ahnung, über Schulstochastik hinausgehend. Aber meine Mutter ist Kinderärztin. Und wie wäre es denn, wenn du deine Daten daraufhin überprüfst, ob es Zusammenhang zwischen Entwicklungsstadien einzelner Aspekte gibt? Keine Ahnung, ob das schon eine deiner Hypothesen ist, aber z.B.

Hypothese: Kinder, deren Grobmotorik sehr gut entwickelt ist, sind auch feinmotorisch gut entwickelt
Hypothese: Kinder, deren Sprachverständnis sehr gut entwickelt ist, haben im motorischen Bereich Defizite

oder so was.

Viel Erfolg mit deiner Arbeit.

Hayat
 

Benutzer100184  (35)

Öfters im Forum
Hey danke für deinen Post :smile: Das sind meine zentralen Hypothesen, leider reicht das meiner Professorin nicht *grml* Deshalb suche ich nach weiteren Möglichkeiten meine Daten zu nutzen.
 
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