Dinge, die man als Kind geglaubt hat . . .

Benutzer1515  (41)

Previously MrX
Ich glaubte, als ich klein war, ....

An das Christkind und dass das alle Geschenke bringt. Ich durfte nie ins Weihnachtszimmer, weil ja das Christkind noch "aufbaute".

Eine zeitlang auch an den Nikolaus. Für wen musste man denn sonst die Schuhe putzen? Nachts ging der Nikolaus, dann zu jeder Wohnungstür (auch im Mehrfamilienhaus.... ohne Schlüssel.... ohne zu Klingeln.... [ironie an] realistisch! [ironie aus] :grin: ) und prüfte die Schuhe.

Dass meine Kuscheltiere nur lebendig werden, wenn alle schlafen oder sie sicher sind, dass keiner schaut (wie in Toy Story).

Dass es früher keine Farben gab, weil ja im TV auch alles schwarz-weiß war.

Dass man einfach zum Geldautomaten gehen kann und man bekommt so viel Geld wie man will. Quasi.... "geschenkt". (Weil immer wenn Mama Geld brauchte, ging sie zum Geldautomaten. Und der gab auch immer Geld.)

Dass ich irgendwann einfach.... schwupps.... erwachsen bin. So auf einen Schlag! Und ich dann endlich "alles" verstehe, weil die Erwachsenen auch alle Antworten kannten (jedenfalls viele Antworten.... das dachte ich zumindest).

(Alles aus meiner Sicht als Kind geschrieben.)
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Die Sache mit den verschluckten Kernen, die im Bauch Bäume wachsen lassen, habe ich auch geglaubt.

Und wenn ich mit Lego gespielt habe, habe ich mich gefragt ob die Legofiguren eigentlich genauso lebendig sind wie ich, bzw. ob ich selbst eigentlich auch nur das Spielzeug von einer anderen, viel größeren Person bin. :grin: (hat mich übrigens nicht davon abgehalten, große Schlachten mit den Figuren zu inszenieren)

Außerdem hatten meine Eltern mir mal erklärt, dass Männer und Frauen komplett gleichberechtigt sind, mit einer Ausnahme: Die Frau muss beim Heiraten den Namen vom Mann annehmen. Das habe ich wortwörtlich so geglaubt und auch im Unterricht erzählt.

Und eine zeitlang war ich überzeugt davon, dass Indianer in Afrika leben. Als mir das Gegenteil erklärt wurde, brach für mich kurzzeitig eine Welt zusammen. Warum auch immer.

Ach ja, und ich war überzeugt dass mein Vater nicht arbeitet - der saß ja immer nur am Schreibtisch.

Und ich fand Geld böse, weil es ja schuld daran ist, dass nicht jeder alles haben kann was er will.

Außerdem habe ich mir manchmal vorgestellt, ein Unternehmen zu leiten wenn ich groß bin - und dabei ganz viele Leute anzustellen, denn es gibt ja viele arme Menschen die froh sind wenn sie einen Arbeitsplatz haben - aber ich würde einem Mitarbeiter bloß keine Position geben, in der er mit Geld zu tun hat, denn dann würde er mich ja beklauen.

Die Funktion des Bankwesens war mir ebenfalls bestens bekannt: Die Bank tut dein Geld in einen Tresor, und legt von Zeit zu Zeit immer wieder was dazu.

Hmm, so ganz konsistent waren meine sozioökonomischen Visionen damals wohl noch nicht. :whistle:
 

Benutzer36879 

Benutzer gesperrt
Als Kind glaubte ich, ohne Witz, nachdem ich von den Bienchen und Blümchen gehört habe, dass Frauen nie Lust darauf hätten und das man sie überreden muss. :whistle:
 

Benutzer102673 

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Dass ich irgendwann einfach.... schwupps.... erwachsen bin. So auf einen Schlag! Und ich dann endlich "alles" verstehe, weil die Erwachsenen auch alle Antworten kannten (jedenfalls viele Antworten.... das dachte ich zumindest).
Ja, das dachte ich auch immer.
 

Benutzer102949 

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Als Kind habe ich das “miteinander schlafen“ sehr wörtlich genommen und ging viele Jahre davon aus, dass er den Pimmel 'da unten irgendwo hinsteckt' und sie in der Position eine Nacht lang schlafen müssen. Klingt nicht sonderlich bequem, deshalb haben das meine Eltern damals auch nur 2x gemacht. Das war zumindest meine Theorie. :zwinker:

Ich hatte auch eine Zeit lang immer wiederkehrende Alpträume, die es echt in sich hatten. Unter meinem Bett sind riesen Glubschaugen rumgerollt, die mich im Blickfeld behalten, damit ich nicht aus dem Bett verschwinde. Andernfalls griffen lose Hände nach meinen Füßen. Alleine aus dem Grund habe ich mich ewig nicht ins Schlafzimmer meiner Eltern getraut und bin immer mit Anlauf ins Bett gehüpft.

Oder mit meinem Uropa bin ich immer dieselben Strecken entlang spaziert. An einer Stelle war neben dem Bach eine große Wiesenfläche, dahinter Gärten mit Wohnhäusern. Das hat immer geschallt, wenn man laut gerufen hat. Ganz hinten vor den Gärten lag jahrelang irgendwas Dunkles, Braunes (kA was das war, vielleicht ein Haufen Schrott oder ein paar Reifen ...) und da hat mir mein Opa eingetrichtert, dass das der Echo ist und immer zurückäfft, wenn man ihn laut genug anbrüllt. Natürlich habe ich den Scheiß jahrelang geglaubt, danke Opa. :pfff::rose:
 

Benutzer136524 

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Ich hab als Kind geglaubt, dass Kuscheltiere Gefühle haben. Mein Vater hat es sogar geschafft, mich glauben zu lassen, dass mein Lieblingskuscheltier (Fabian) lebt und sich heimlich bewegt. Er hat mich immer ins Bett gebracht und sich noch dazugelegt (er ist immer vor mir eingeschlafen). Einmal haben wir uns dann eben drüber unterhalten, ob Kuscheltiere eine Seele oder Gefühle haben. Und irgendwie sind wir dann auch draufgekommen, dass er mir weiß machen wollte, dass sie sich ja vielleicht sogar bewegen können. Das hab ich ihm aber nicht geglaubt und wir haben drüber diskutiert. Er hat dann unauffällig mein Lieblingskuscheltier mit dem Fuß angestupst, sodass es so aussah, als hätte es gezuckt. Und da war ich mir meiner Sache dann gar nicht mehr so sicher :eek:
Jedenfalls war mein Bett stets voll mit Kuscheltieren, die alle bequem neben ihren Freunden sitzen durften und für mich war nur noch ein schmaler Streifen in der Mitte übrig. Ich hätte es nie übers Herz gebracht, sie aus dem Bett rauszunehmen oder auch nur nicht wenigstens meinen Fabian jede Nacht im Arm zu halten. :herz:
 

Benutzer64981  (33)

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Ich habe geglaubt, dass das Wort "Rappel" an den Autobahnen auf WCs hinweist. "Rappeln" war in meinem Kiga ein Ausdruck für Pinkeln :zwinker:
 

Benutzer91827 

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Wir haben bei uns im Ort eine große Fabrik, die saisonweise "läuft" und ganz, ganz viel Dampf erzeugt- immer im Herbst, von November bis Januar und weil da immer der Himmel so verhangen ist, dachte ich ganz lange, dass diese Fabrik dafür verantwortlich ist, dass es im Herbst so grau im Himmel ist.

Außerdem dachte ich, dass drei Orte in meiner Umgebung einer Linie angeordnet sind. Um nach A zu gelangen fahren wir bei uns links auf die Bundesstraße, B ist mein Heimatort und um nach C zu kommen fahren wir nach rechts auf derselben Bundesstraße- also dachte ich dass A, B und C in einer Linie liegen- wie verstört war mein 12-Jähriges Ich, als ich erfahren habe, dass sie in einem Dreieck angeordnet sind und A von B genau so weit weg ist, wie B von C. Mind: Blown!

Off-Topic:

Französische Autobahnen? Rappel als Gegenstück zum "sauf service"?
15 Jahre, Sprachreise nach Nordfrankreich- wie haben wir den "sauf bus" gefeiert!
 

Benutzer164571  (27)

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Ich bin jetzt nicht sicher, ob es jemandem auch so ging, aber meine kleine Schwester hat mir erzählt, wenn ich das Futter unseres Hasen essen würde, würde ich auch ein Hase werden. Ich habe das für alle Tierfutter sehr lange geglaubt :smile:
Und ein Kind meinte mal zu mir, woher das Auto wisse, wohin wir wollen. Er meinte damit, dass der Blinker (kleiner grüner Pfeil) mir sagen würde wohin ich fahren muss:ROFLMAO:
 

Benutzer163532  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Ich wurde ziemlich... katholisch und konservativ erzogen. Ich habe geglaubt, dass ich in die Hölle komme, wenn ich abends nicht vorm Schlafengehen bete. Ist super, wenn man so müde ist, dass man einfach einschläft, und man dann am nächsten Tag realisiert, dass man das Beten vergessen hat.

Und ich habe bis ins Teenageralter geglaubt, dass man mich einfach ins Heim stecken kann, wenn ich nicht brav bin. Das war nämlich die Standarddrohung meiner Eltern.
 
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Benutzer164350 

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Vielleicht mal eine etwas andere Geschichte:

Ich habe als Kind auf meinem linken Unterarm zwei direkt nebeneinander liegende "braune Punkte"(Muttermale) entdeckt und fragte daraufhin meine Mutter:
"Was sind das für braune Punkte?"
"Das sind Muttermale."
Die Antwort genügte mir...:jaa:
...bis ich ein paar Jahre später einen weiteren solchen Punkt entdeckte.
Auf meine Frage hin, was denn DAS nun bitte für ein Punkt sei, musste ich mich von meiner festen Überzeugung, nur die beiden Punkte, die ja direkt nebeneinander lagen, seien Muttermale, verabschieden. :whoot::rolleyes:

Konnte ich ja nicht wissen, dass ALLE diese kleinen Punkte Muttermale sind, oder? Hat mir ja bis dahin schließlich niemand erklärt.... :ROFLMAO:
 

Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich mich ewig gefragt, was ich hier wohl schreiben könnte... bis auf das Herkömmliche (Weihnachtsmann, Osterhase...) fiel mir nichts ein.

Aber jetzt doch. :tongue:
Ich hab irgendwann mal im Fernsehen nackte Menschen gesehen (mein Papa hat vor sexuellen Handlungen weggeschaltet, bis ich 13 war). Ich war fest davon überzeugt, dass die einen hautengen Anzug tragen, der so wie Haut aussieht - denn NIEMAND würde sich doch wirklich nackt zeigen. Davon war ich absolut überzeugt.
 

Benutzer6874  (35)

Benutzer gesperrt
Ich habe so mit 14 geglaubt, dass ich einfach per Autostopp nach Hamburg oder Bremen abhauen und auf einem Schiff anheuern könnte, und alle meine Probleme sind gelöst :rolleyes:

Marseille oder Nantes fielen weg, wegen meiner Französisch-Note.....
 

Benutzer136524 

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@Makealongstoryshort
Ich bin nicht allein :knuddel:
Ich wollte keinesfalls meinen Kuscheltieren ihre Seele und ihre Gefühle absprechen - ich hoffe, sie haben mir nicht heimlich über die Schulter geguckt, als ich den letzten Beitrag geschrieben habe :ups:
Ich muss das mal kurz klarstellen! *undwech*
 
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