Die Wahl des Studienfaches und die darauf folgenden Reaktionen

Die Mehrheit der Menschen äußern sich über mein Studienfach …

  • w: Eher positiv

    Stimmen: 26 39,4%
  • w: Eher negativ

    Stimmen: 12 18,2%
  • m: Eher positiv

    Stimmen: 23 34,8%
  • m: Eher negativ

    Stimmen: 5 7,6%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    66

Benutzer472 

Verbringt hier viel Zeit
1.) Was studiert ihr und wie reagieren eure Mitmenschen darauf, wenn ihr euer Studienfach bzw. eure Studienfächer nennt? Haben sich Großeltern, Eltern, Geschwister, Verwandte und Bekannte, Freunde und Fremde dazu geäußert und wenn ja, wie? Waren sie begeistert oder enttäuscht, reagierten sie gleichgültig oder konnten sie vielleicht rein gar nichts mit euren Fächern anfangen?
Ich studiere Mathematik und Philosophie auf Lehramt und Statistik. Besondere Sprüche höre ich da eher selten, auf Partys lassen mich die Leute in der Regel schon beim Wort Mathematik einfach stehen, manche halten zumindest bis Statistik durch. :zwinker: - Als ich gesagt habe, dass ich Mathe studieren will, haben manche wohl gedacht, dass das sowieso klar war. Diejenigen, die meine letzten Mathe-Noten kannten, haben mich entgeistert angesehen oder mich davon abbringen wollen (mein Vater - lange sah es auch so aus, als wäre das vernünftig gewesen). Philosophie wurden von meinen Eltern hingenommen, nachdem ich es zuerst drei Wochen mit Physik probiert habe, es aber zu langweilig fand. Ab und zu muss ich Menschen erklären, was Philosophie eigentlich ist. - Statistik? Naja...

2.) Studiert ihr eher etwas, was euch weniger Spaß und dafür später mehr Kohle einbringt, oder etwas, was euch viel Freude bereitet, die Jobchancen aber nicht allzu gut aussehen?
Ich bin arrogant genug, um ausschließlich etwas zu studieren, was mir Spaß macht. Das gilt für alle drei Fächer und es gilt für beide möglichen Arbeitsfelder.

3.) Bekommt ihr häufig die Frage gestellt, was ihr später damit machen wollt? Und ... was wollt ihr später eigentlich werden? :zwinker:
Wenn die Leute tatsächlich nicht schon beim Wort Mathematik geflüchtet sind, muss ich in der Regel sagen, dass ich Lehrer am Gymnasium nach meinem Lehramtsstudium werden könnte. - Überraschenderweise will ich das aber vll. gar nicht werden: Die Schulforschung und eine Promotion in Erziehungswissenschaft sind auch recht interessant. Die Entscheidung steht jetzt an.:ratlos:

Off-Topic:
Wir sind wenige, da gibts nicht die Konkurrenz wie bei den Juristen/BWLern etc.
Als ich dann auf der ersten Seite die dritte Person mit dieser Studienrichtung entdeckt habe, musste ich doch etwas schmunzeln.:grin:
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Was soll ich sagen? Dem kann ich mich doch nur anschließen.

Man hört bei mir immer drei Dinge:


1: Ist das nicht unheimlich schwer?
Schwer nicht, aber eben anders. Ich könnte niemals ein "Laberfach" studieren, denn DAS ist für mich richtig schwer. Physik liegt mir, und dann ist es nicht so schwer (aber dennoch hart)

2: Und was machst du damit später mal? Du wirst doch sicher Lehrer, oder?
Nein, KEIN Lehrer. Stellen für Physiker gibt es zu Hauf in Wirtschaft und Industrie, die wenigsten sind in der Schule/Uni. Die Physiker arbeiten nur selten unter ihrer Berufsbezeichnung.
In den Köpfen der Menschen gibts uns aber nur an Schulen und Unis.


3: Ich konnte das früher ja nie (Dabei ein hämisches Grinsen nach dem Motto "Ja mach du mal nur, aber das braucht doch eh keiner")
Hier platzt mir dann der Kragen. Ohne die Physik würden wir wie im 18. Jahrhundert leben, z.B. die ganze Halbleiterindustrie beruht doch auf absoluter Grundlagenforschung von irgendwelchen "Physik-Freaks". Ich stelle einfach mal die These auf, daß kaum eine Firma für Elektronenröhren mal einfach so anfängt, mit Silizium rumzuspielen.

Weiterhin "gilt es in der heutigen Gesellschaft als chic, wenn man Defizite in den Naturwissenschaften hat", um mal nen Kommilitonen zu zitieren.

Und das stimmt: Ne fünf in Deutsch, Geschichte oder Politik? Drei Tage Stubenarrest. Ne fünf in Mathe oder Physik? Ach macht nix, ich konnte das früher in der Schule auch nie.
Da hast du schon Recht!
Nur rege ich mich nicht so über diese Reaktionen auf...

Aber ich würde Physik trotzdem als sehr schwieriges Studium bezeichnen... auch wenn es Spaß macht, ist es doch sehr anspruchsvoll und auch zeitaufwändig.

Wieso sagt eigentlich immer jeder dazu, wenn es nicht auf Lehramt ist? :ratlos: :ratlos:
Weil man bei Fächern, die man auch auf Lehramt studieren kann, andauernd gefragt wird, ob man das auf Lehramt studiert...
Und ich möchte niemals Leher werden.
 

Benutzer3902 

Verbringt hier viel Zeit
1.) Was studiert ihr und wie reagieren eure Mitmenschen darauf, wenn ihr euer Studienfach bzw. eure Studienfächer nennt? Haben sich Großeltern, Eltern, Geschwister, Verwandte und Bekannte, Freunde und Fremde dazu geäußert und wenn ja, wie? Waren sie begeistert oder enttäuscht, reagierten sie gleichgültig oder konnten sie vielleicht rein gar nichts mit euren Fächern anfangen?
Ich studiere Fitnessökonomie....Die Meisten können damit erstmal gar nix anfangen, obwohl der Name eigentlich recht eindeutig ist: Fitness = Sport; Ökonomie = Wirtschaft. Ergibt zusammen Sportwirtschaft, eben nur mit Schwerpunkt auf Fitness-, Freizeit- und Gesundheitsbranche:smile: Ich glaube, meine Eltern verstehen auch jetzt noch nicht 100% (und ich bin fast am Ende meines Studiums) was ich da eigentlich mache, aber sie haben immer hinter mir gestanden und mich immer unterstützt, zumal Sport schon immer mein Ding war. Allerdings stoß ich bei einigen Leuten auch auf Unverständnis, aber weniger wegen des Studienfachs, sondern wegen der Tatsache, dass ich vorher schon was anderes in ne komplett andere Richtung (Medien) FERTIG studiert habe und das nun also bereits mein zweites Studium ist...Andere wiederum sind begeistert und erhoffen sich irgendwelche Fitnesstipps von mir á la "Hey, willst du nicht mal mein Personal Trainer sein?":tongue:

2.) Studiert ihr eher etwas, was euch weniger Spaß und dafür später mehr Kohle einbringt, oder etwas, was euch viel Freude bereitet, die Jobchancen aber nicht allzu gut aussehen?
Mmmh, also nur nach der Kohle bin ich da sicher nicht gegangen, da bin ich einfach nicht karrieregeil genug für...Ich hab einfach versucht nen Kompromiss zu finden. Etwas, was meinen Neigungen entspricht, aber mir auf dem Arbeitsmarkt doch noch ein paar Möglichkeiten bietet. Und da die Gesundheitsbranche ja momentan regelrecht boomt, sollte da doch auch nen Plätzchen für mich frei sein.

3.) Bekommt ihr häufig die Frage gestellt, was ihr später damit machen wollt? Und ... was wollt ihr später eigentlich werden?
Oooooooh jaaaaaaaaa, und ich kanns bald nimmer hören...Da hat man immer irgendwie das Gefühl, sich für irgendwas rechtfertigen zu müssen... :ratlos:
Nun, ne gaaaaaanz konkrete Vorstellung über meinen exakten Posten hab ich nun noch nicht, aber sicher werd ich nicht als Fitnesstrainerin in nem Fitnessstudio enden. Soviel ist schon mal sicher! Wenn es nach mir ginge, würd ich ja gerne meine beiden Studiengänge verbinden, sprich Sport und Medien. Traum wäre Redakteurin für ne Branchen- oder Publikumszeitschrift im Fitnessbereich.:herz:
 

Benutzer82462 

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1.) Was studiert ihr und wie reagieren eure Mitmenschen darauf, wenn ihr euer Studienfach bzw. eure Studienfächer nennt? Haben sich Großeltern, Eltern, Geschwister, Verwandte und Bekannte, Freunde und Fremde dazu geäußert und wenn ja, wie? Waren sie begeistert oder enttäuscht, reagierten sie gleichgültig oder konnten sie vielleicht rein gar nichts mit euren Fächern anfangen?
Ich studiere Maschinenbau (Uni-Diplom). Eltern und übrige Familie fanden es genial, Bekannte und Freunde sagten, daß es zu mir passen würde, mit grobem Werkzeug und Hämmern herumzuarbeiten (haben die eine Ahnung...) :rolleyes:

2.) Studiert ihr eher etwas, was euch weniger Spaß und dafür später mehr Kohle einbringt, oder etwas, was euch viel Freude bereitet, die Jobchancen aber nicht allzu gut aussehen?
Ich studiere es, weil ich gerne konstruiere und mich gerne mit Maschinen befasse. Maschinenbau soll ja eigentlich gute Zukunftschancen haben und bei den richtigen Unternehmen auch das nötige Kleingeld abwerfen.

3.) Bekommt ihr häufig die Frage gestellt, was ihr später damit machen wollt? Und ... was wollt ihr später eigentlich werden? :zwinker:
Ja, ich werde oft gefragt. Ich gebe als Antwort immer "Bessere Loks bauen" an. :tongue:
 

Benutzer26712 

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1.) Was studiert ihr und wie reagieren eure Mitmenschen darauf, wenn ihr euer Studienfach bzw. eure Studienfächer nennt? Haben sich Großeltern, Eltern, Geschwister, Verwandte und Bekannte, Freunde und Fremde dazu geäußert und wenn ja, wie? Waren sie begeistert oder enttäuscht, reagierten sie gleichgültig oder konnten sie vielleicht rein gar nichts mit euren Fächern anfangen?

Ich studiere Englisch und Sozialwissenschaften auf Lehramt. Ich glaube das erklärt sich eigentlich von selbst. Bei dem Fach Sozialwissenschaften haben allerdings einige ein paar Probleme etwas damit anzufangen....deshalb sage ich immer Englisch und Politik... :zwinker: Meine Eltern sind glaube ich froh darüber, denn sofern es zur Verbeamtung führt, ist es doch ein relativ sicherer Job. Freunde die promovieren lachen mich aus.....Freunde die selbst Lehrer werden bemitleiden mich und fangen an zu jammern. Schüler die ich während Praktika getroffen habe sagten mir: "Es ist doch ein sch... Job! Überlegen sie sich das nochmal!"
Off-Topic:
Die Situation war echt genial :grin:


2.) Studiert ihr eher etwas, was euch weniger Spaß und dafür später mehr Kohle einbringt, oder etwas, was euch viel Freude bereitet, die Jobchancen aber nicht allzu gut aussehen?

Eindeutig ersteres. Obwohl es mir weniger um das Geld geht, als um die relative Sicherheit im Beruf. Ich bin jetzt glaube ich in einem Alter in dem ich eigentlich nicht immer mit einer Unsicherheit leben möchte und Angst davor haben muss: "Wovon lebe ich in 5 Jahren?" Was jetzt allerdings nicht heisst, dass ich absolut keinen Spaß an dem Job habe....Für die Dinge die ich aber wirklich liebe, nutze ich eher meine Freizeit.


3.) Bekommt ihr häufig die Frage gestellt, was ihr später damit machen wollt? Und ... was wollt ihr später eigentlich werden?


Nie, da relativ eindeutig.
 

Benutzer37284 

Benutzer gesperrt
Ich studiere Englisch und Sozialwissenschaften auf Lehramt. Ich glaube das erklärt sich eigentlich von selbst. Bei dem Fach Sozialwissenschaften haben allerdings einige ein paar Probleme etwas damit anzufangen....deshalb sage ich immer Englisch und Politik... :zwinker: Meine Eltern sind glaube ich froh darüber, denn sofern es zur Verbeamtung führt, ist es doch ein relativ sicherer Job. Freunde die promovieren lachen mich aus.....Freunde die selbst Lehrer werden bemitleiden mich und fangen an zu jammern. Schüler die ich während Praktika getroffen habe sagten mir: "Es ist doch ein sch... Job! Überlegen sie sich das nochmal!"
Off-Topic:
Die Situation war echt genial :grin:


2.) Studiert ihr eher etwas, was euch weniger Spaß und dafür später mehr Kohle einbringt, oder etwas, was euch viel Freude bereitet, die Jobchancen aber nicht allzu gut aussehen?

Eindeutig ersteres. Obwohl es mir weniger um das Geld geht, als um die relative Sicherheit im Beruf. Ich bin jetzt glaube ich in einem Alter in dem ich eigentlich nicht immer mit einer Unsicherheit leben möchte und Angst davor haben muss: "Wovon lebe ich in 5 Jahren?" Was jetzt allerdings nicht heisst, dass ich absolut keinen Spaß an dem Job habe....Für die Dinge die ich aber wirklich liebe, nutze ich eher meine Freizeit.




auf welches Lehramt studierst du?
Gerade in der heutigen Zeit, gibt es für einen Lehrer doch keine wirkliche Sicherheit.
Ich weiß nicht, wie das in deinem Bundesland ist, aber hier wird man nicht einfach so verbeamtet oder bekommt einen Job, leider..
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Bekannte und Freunde sagten, daß es zu mir passen würde, mit grobem Werkzeug und Hämmern herumzuarbeiten (haben die eine Ahnung...) :rolleyes:
Das ist ja mal die allerbeste Tätigkeitsbeschreibung eines Ingenieurs, die ich bisher gelesen habe :totlach:
 

Benutzer26712 

Verbringt hier viel Zeit
auf welches Lehramt studierst du?
Gerade in der heutigen Zeit, gibt es für einen Lehrer doch keine wirkliche Sicherheit.
Ich weiß nicht, wie das in deinem Bundesland ist, aber hier wird man nicht einfach so verbeamtet oder bekommt einen Job, leider..

Gymnasiallehramt mit bilingualem Zusatzstudium....

Ich komme selbst aus NRW....ich habe schon oft gehört, dass man in ein anderes Bundesland wechseln sollte, da es dort leichter wäre eine Stelle zu bekommen. Unsere Professoren und auch die Lehrer des letzten Gymnasiums die ich kennenlernte, erzählen uns, also denen die dieses Zusatzstudium machen, dass wir uns da wohl keine Sorgen machen müssen, da viele Gymnasien versuchen bilingual zu werden und denen die Lehrer ausgehen. Generell habe ich in meiner Umgebung Gymnasien kennengelernt, die verzweifelt Englischlehrer suchten.

Natürlich ist das jetzt alles nur "Uni- bzw. Lehrerzimmer-Talk". Inwiefern da was dran ist werde ich wohl erst im nächsten Februar sehen...also wenn mein Referendariat anfängt. Wahrscheinlich will ich mich durch gegensätzliche Aussagen nicht demotivieren lassen und rede mir eine relative Sicherheit ein....:grin:

Wo kommst Du denn her? Oder um was für ein Lehramt handelt es sich denn bei Dir?
 

Benutzer472 

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
Du kannst doch einfach mal schauen, welche Stellen zu besetzen sind. Da sollte man schon einen groben Eindruck davon haben, ob auch Englisch-Lehrer gesucht werden.
 
M

Benutzer

Gast
1.) Was studiert ihr und wie reagieren eure Mitmenschen darauf, wenn ihr euer Studienfach bzw. eure Studienfächer nennt? Haben sich Großeltern, Eltern, Geschwister, Verwandte und Bekannte, Freunde und Fremde dazu geäußert und wenn ja, wie? Waren sie begeistert oder enttäuscht, reagierten sie gleichgültig oder konnten sie vielleicht rein gar nichts mit euren Fächern anfangen?

Ich studiere zwar momentan nicht, werd aber ab März Audio Engineering (Tontechnik) studieren.
Hab bis jetzt nur positive Rückmeldungen bekommen, sowohl von meiner Familie als auch von Freunden. Mein Papa fands total cool, er hatte ja Angst, dass ich BWL studiere, wie alle meine Cousinen und Cousins und meine Schwester.


2.) Studiert ihr eher etwas, was euch weniger Spaß und dafür später mehr Kohle einbringt, oder etwas, was euch viel Freude bereitet, die Jobchancen aber nicht allzu gut aussehen?

Ich werde das studieren, weil es mir viele Möglichkeiten eröffnet, ich eine Grundlage für mein berufliches Leben in der Hand habe und es die ideale Mischung aus Musik und Physik ist.

3.) Bekommt ihr häufig die Frage gestellt, was ihr später damit machen wollt? Und ... was wollt ihr später eigentlich werden?

Naja, das ganze ist ja schon recht eindeutig :zwinker:
Ich will vor allem im Live Bereich arbeiten, also Konzerte abmischen. Das hab ich jetzt schon öfter mal gemacht und es ist einfach der ideale Job für mich.

Sollte ich später "alt und grau" sein und mir live zu Trubel, würde ich vielleicht in die Synchronisationsbranche gehen.
 

Benutzer66580 

Meistens hier zu finden
1.) Was studiert ihr und wie reagieren eure Mitmenschen darauf, wenn ihr euer Studienfach bzw. eure Studienfächer nennt? Haben sich Großeltern, Eltern, Geschwister, Verwandte und Bekannte, Freunde und Fremde dazu geäußert und wenn ja, wie? Waren sie begeistert oder enttäuscht, reagierten sie gleichgültig oder konnten sie vielleicht rein gar nichts mit euren Fächern anfangen? ´

Ich studier Medizin, meine Familie und Freunde wussten schon immer, dass ich das mal machen möchte, daher war das keine Überraschung. Die meisten sind der Meinung, dass ich bestimmt eine superliebe Kinderärztin werden kann, dass das Medizinstudium selbst aber überhaupt nicht zu mir passt, und da haben sie auch Recht :grin: ich bin sehr faul, naturwissenschaftlich eher spärlich begabt, etc. ... dennoch krieg ichs bis jetzt ganz gut hin.

Fremde Leute oder entferntere Bekannte haben eigentlich auch immer positiv darauf reagiert. Oft halt mit so typischen Witzchen, ich wurde auch schon allen Ernstes mehrmals um medizinischen Rat gebeten, dabei bin ich doch grad mal im 3. Semester :eek:

(Wenn ich allerdings erwähne, dass mir neben der Kindermedizin auch noch die Psychiatrie ziemlich gut gefällt, ernte ich schon eher leicht sonderbare Blicke. Das geht dann meistens in die Richtung von "Ogott, also das wär ja überhaupt nix für mich" / "Die sind doch selbst alle verrückt" etc. )


2.) Studiert ihr eher etwas, was euch weniger Spaß und dafür später mehr Kohle einbringt, oder etwas, was euch viel Freude bereitet, die Jobchancen aber nicht allzu gut aussehen?

Ich hab versucht, beides optimal zu kombinieren. Wenn ich NUR nach Interessen gegangen wäre, würde ich jetzt wahrscheinlich Philosophie und Englisch studieren. Nur würde mir da wahrscheinlich einerseits das Studium nicht wirklich gut gefallen (ich bin nicht so der Typ für Hausarbeiten etc.), und zum anderen hätte ich nicht wirklich einen Plan, was ich später damit anfangen sollte, und mir ist eine halbwegs gesicherte berufliche Zukunft schon wichtig. Ich lege viel Wert auf persönliche Freiheiten (möchte zB ganz gern selbst entscheiden, wann ich morgens zur Arbeit zu erscheinen habe ...), deshalb möchte ich mich auf jeden Fall selbstständig machen können.

Und wie gesagt, Medizin hat mir immer schon gefallen, ich bin damit aufgewachsen (mein Vater ist Arzt, die Praxis ist hier im Haus, ich hab schon als 6-jährige beim Disney-Film-Schauen nebenher Formulare gestempelt :tongue: ), und ich liebe Kinder. Mir gefällt der Beruf, die Freiheiten, die Sicherheiten ... joa. Praktika auf einer Neugeborenen-Station und einer Kinderarzt-Praxis haben mich bis jetzt darin nur bestätigt, ich stell es mir toll vor, jeden Tag Kindern helfen zu können :schuechte_alt:


3.) Bekommt ihr häufig die Frage gestellt, was ihr später damit machen wollt? Und ... was wollt ihr später eigentlich werden?

Nee, bei Medizin ist das ja relativ klar. Es wird nur meistens nach der Fachrichtung gefragt, da sag ich dann eben, dass mich Kindermedizin mit Abstand am meisten interessiert. Und vllt noch, dass ich lieber in einer eigenen Praxis als im Krankenhaus arbeiten möchte, weil ich keine "richtige Karriere" im Sinne von Ober-/ Chefärztin etc. anstrebe und lieber meine eigene Herrin in einer süßen kleinen Praxis sein möchte.
 
T

Benutzer

Gast
1.) Was studiert ihr und wie reagieren eure Mitmenschen darauf, wenn ihr euer Studienfach bzw. eure Studienfächer nennt? Haben sich Großeltern, Eltern, Geschwister, Verwandte und Bekannte, Freunde und Fremde dazu geäußert und wenn ja, wie? Waren sie begeistert oder enttäuscht, reagierten sie gleichgültig oder konnten sie vielleicht rein gar nichts mit euren Fächern anfangen? ´

Soziologie. Da gibts kaum positive Reaktionen drauf. In meiner Familie (Nicht-akademiker) gibt es kaum jemanden, der überhaupt wusste bzw. weiß, was Soziologie ist. Hinzu kommt, dass ich überhaupt kein pädagogisch interessierter oder talentierter Mensch bin, die täglich Arbeit mit Menschen ist quasi überhaupt nichts für mich, nervt mich und das habe ich auch oft betont. Bin da eher wissenschaftlich-theoretisch und pragmatisch interessiert. In meinem Bekanntenkreis wird Soziologie aber gern mal mit Sozialpädagogik (davor würds mir grauen! :zwinker: ) verwechselt und der Rest hält's für eine brotlose Kunst (werd ja Taxifahererin).
Freunde konnten diesen Studienwunsch auch nur schwer mit ihrem Bild von mir vereinen, hatten aber leider gar keine Chance, ihn mir auszureden. Bin seit über 2 Jahren fest davon überzeugt, dieses Fach zu studieren, seit über 2 Monaten dabei und (noch) recht glücklich. :zwinker:


2.) Studiert ihr eher etwas, was euch weniger Spaß und dafür später mehr Kohle einbringt, oder etwas, was euch viel Freude bereitet, die Jobchancen aber nicht allzu gut aussehen?

Auf Grund meiner Studienwahl erübrigt sich die Frage wohl. :zwinker: Tatsächlich sind die Berufsaussichten aber gar nicht so düster, wie manche denken. Es gibt nur eben keinen vorprogammierten Beruf mit diesem Studium. Die Beschäftigungsmöglichkeiten (Markt- oder Sozialforschung, Unternehmens- und Politikberatung, Medien etc.) sind zwar sehr speziell und setzen Flexibilität voraus, sind aber vorhanden.
Ich versuche deshalb die brotlose Kunst schon jetzt ein wenig arbeitsmarkttauglicher zu machen, indem ich neben der Soziologie im Nebenfach auch Mathe und Wirtschaftswissenschaften belege und mit Wahlpflichtkursen mein "Profil schärfe", also zum Beispiel meine Statistikkenntnisse (manuell und am PC) vertiefe. Außerdem studiere ich eh schon an einer relativ berufsorientierten Uni.
So sehe ich der Zukunft eher optimistisch entgegen! :smile:


3.) Bekommt ihr häufig die Frage gestellt, was ihr später damit machen wollt? Und ... was wollt ihr später eigentlich werden?

Wie schon beschrieben, gibt es ja nicht den Beruf der Soziologin. Optimal wäre natürlich eine Stelle in der staatlichen oder auch privaten Sozialforschung (gerne auch an einer Uni, aber darauf kann man nicht spekulieren).
Privatwirtschaftliche Markt- oder Meinungsforschung und Unternehmensberatung hat eher untergeordnete Priorität, aber ausschließen möchte ich auch das nicht.
Arbeit in den Medien, in der politischen Organisation, Journalismus o. Ä. schließe ich für mich eigentlich aus.
 

Benutzer6487 

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
Apropos Lehramt, bei uns gibts jetzt was neues: Die Sprinter:

Man nehme: Einen Haufen arbeitsloser Lehrer über 40 aus den doch recht überlaufenden Fachrichtungen, sodaß deren Chancen auf nen neuen Job eher mau sind.
Diese Lehrer kommen für zwei Jahre 2x pro Woche in die Uni, um dort ein stark zusammengestutztes Physik-Studium durchzuprügeln.
Gleichzeitig arbeiten se schon zu 50% oder so als Lehrer.
Nach 2 Jahren haben sie dann die Qualifikation für Physiklehrer und einen Job, denn Physiklehrer werden gesucht.
Die Erfolgsquote liegt bei über 100%, denn es müssen laut Beschluß von oben mehr Lehrer bestehen, als überhaupt da sind.

Die Idee ansich, einem relativ chancenlosen Arbeitslosen eine zusätzliche Qualifikation zusammen mit einem sicheren Job anzubieten, ist sicher nicht schlecht gemeint, aber bei der Planung der Durchführung scheint irgendwer völlig falsche Vorstellungen zu haben.
Manche haben nach dem Strohhalm gegriffen, obwohl sie schon zu Schulzeiten Mathe und so eher für unnötig hielten, und nach 20 Jahren ist vom Schulwissen auch nicht mehr viel übrig. Dabei werden an die Sprinter noch höhere Ansprüche gestellt als an die Abiturienten, die noch voll im Stoff sind...
 
2 Monat(e) später

Benutzer79395 

Verbringt hier viel Zeit
1.) Was studiert ihr und wie reagieren eure Mitmenschen darauf, wenn ihr euer Studienfach bzw. eure Studienfächer nennt? Haben sich Großeltern, Eltern, Geschwister, Verwandte und Bekannte, Freunde und Fremde dazu geäußert und wenn ja, wie? Waren sie begeistert oder enttäuscht, reagierten sie gleichgültig oder konnten sie vielleicht rein gar nichts mit euren Fächern anfangen?

Ich studiere Geographie, genauer gesagt, Wirtschaftsgeographie. Meiner Familie ist das egal, was ich mache.

2.) Studiert ihr eher etwas, was euch weniger Spaß und dafür später mehr Kohle einbringt, oder etwas, was euch viel Freude bereitet, die Jobchancen aber nicht allzu gut aussehen?

Ich studiere das, was mir Spass macht, denn das ist das Wichtigste. Und Geld bringt es auch, denn mit Geo kann man soooooo viele Sachen machen


3.) Bekommt ihr häufig die Frage gestellt, was ihr später damit machen wollt? Und ... was wollt ihr später eigentlich werden?


Ja, diese Frage bekomme ich haeufiger gestellt. Viele fragen mich auch, ob ich Lehrer werden moechte, aber das ist mein absoluter Alptraumjob.
Ich moechte spaeter fuer Firmen im internationalen Bereich GIS-gestuetzte Standordanalysen durchfuehren.
 

Benutzer12050 

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1.) Was studiert ihr und wie reagieren eure Mitmenschen darauf, wenn ihr euer Studienfach bzw. eure Studienfächer nennt? Haben sich Großeltern, Eltern, Geschwister, Verwandte und Bekannte, Freunde und Fremde dazu geäußert und wenn ja, wie? Waren sie begeistert oder enttäuscht, reagierten sie gleichgültig oder konnten sie vielleicht rein gar nichts mit euren Fächern anfangen? Die Frage erstmal "Was ist das? was lernt man da? und was macht man anshcließend damit? :tongue:

2.) Studiert ihr eher etwas, was euch weniger Spaß und dafür später mehr Kohle einbringt, oder etwas, was euch viel Freude bereitet, die Jobchancen aber nicht allzu gut aussehen? Es macht mir viel freude, wies mit der bezahlung anschließend aussieht wird man sehen...

3.) Bekommt ihr häufig die Frage gestellt, was ihr später damit machen wollt? Und ... was wollt ihr später eigentlich werden?
das sagt schon der name meines studiengangs, es kann sich bloß niemand etwas drunter vorstellen :zwinker:
 
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