die Susi Theorie

Benutzer29410 

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@Marla: aus welchen politischen Kreisen kommst du denn? Ich hab da ja so einen Verdacht....

Ich glaube nicht, dass früher die Ehen und Beziehungen besser waren. Warum hat man sich denn nicht scheiden lassen? Wegen des gesellschaftlichen Druckes! Nicht, weil die Männer so atemberaubend männlich gewesen wären und so weise und mit so fester Hand die Beziehung geleitet hätten.

Damals gab`s nämlich auch schon Weicheier und harte Kerle, vernünftige und nette Jungs von nebenan und Machos, Latin Lover und ausgelatschte Filzpantoffeln.

Dafür waren dann zwei Menschen die vielleicht gar nicht richtig zueinander passten für den Rest ihres Lebens aneinander gekettet. Schön!


Ich bin jedenfalls heilfroh über die Errungenschaften der 70er: dass ich meinen eigenen Kopf haben darf, alle Entscheidungen die ein gemeinsames Leben betreffen (und ich meine ALLE) partnerschaftlich und gleichberechtigt mit meinem Freund beraten und entscheiden darf, jeder Zeit gehen kann wenn es mir passt (bzw. nicht passt) und frei sein darf.

Ausserdem begibt man sich meiner Meinung nach auf sehr dünnes Eis wenn man sagt je mehr Männer in ihrer überlegenen männlichen Position gefestigt würden, desto weniger Gewalt in der Partnerschaft vorkommen müsste. Dann müssten Frauen im Iran, ländliche Gebiete der Türkei etc. ja die glücklichsten, behütetsten und sanftesten Existenzen führen? Tun sie aber nicht, im Gegenteil, grade Frauen in stark patriarchalisch ausgerichterten Gesellschaften werden besonders häufig Opfer von männlicher Gewalt.

Ich finde solche Überlegungen von in unserer westlichen Freiheit und unserer Zeit aufgewachsenen Frauen schlichtweg müßige Phantasien, ähnlich denen von militanten Impfgegnern ( die haben wohl noch nie ein Kind mit Krupp oder Diphterie oder Keuchhusten gesehen), denen ich von Herzen einen solchen Partner wünsche. *gg*
 

Benutzer15353 

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Also!

Die Frau hat ein Buch geschrieben und will, dass es sich moeglichst gut verkauft, weil dann die Taler in der Kasse suess klingeln.

Und da die Zielgruppe nun mal nicht Wissenschaftler sind, die darin irgendwelche neuen Erkenntnisse aus der Relativitaetstheorie lesen, sondern die breite Masse, muss das Buch halt aufgepeppt werden.

Je provozierender die Thesen, desto besser verkauft es sich. So einfach ist das.

Es mag schon sein, dass sie auf die Idee, so ein Buch zu schreiben gekommen ist, weil sie lieber auf "haertere" Maenner steht, aber das Endergebnis sollte man wohl nicht ueberbewerten.
 

Benutzer6874  (35)

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Mit dem Buch wird auch schon wieder der Boden vorbereitet für das nächste Buch.
Leser wollen verarscht werden.
 

Benutzer23485  (52)

Chauvinist
@Marla
Das Verlassen werden ist bei einem Mann und einer Susi unterschiedlich ; ersterer geht und das war´s. Susi weiß nicht, was er will und kommt wieder, und geht oder wartet, bis er vor die Tür gesetzt wird, und dann kommt er wieder, ..... Kaugummi-Beziehungen mit viel Hin und Her. Ich finde so etwas nervt auf Dauer. Ich für meinen Teil habe das auf oft mitgemacht. Das hat sich eigentlich erst mit dem totalen Crash (durch die Scheidung) bei mir geändert.



Piratin schrieb:
Ausserdem begibt man sich meiner Meinung nach auf sehr dünnes Eis wenn man sagt je mehr Männer in ihrer überlegenen männlichen Position gefestigt würden, desto weniger Gewalt in der Partnerschaft vorkommen müsste. Dann müssten Frauen im Iran, ländliche Gebiete der Türkei etc. ja die glücklichsten, behütetsten und sanftesten Existenzen führen? Tun sie aber nicht, im Gegenteil, grade Frauen in stark patriarchalisch ausgerichterten Gesellschaften werden besonders häufig Opfer von männlicher Gewalt.


Nanu, woher weißt du denn, das häusliche Gewalt im Islam häufiger vorkommt als in Deutschland ? Islamische Frauen haben zwar viel weniger Freiheit als deutsche Frauen - aber das Recht, geschieden zu werden, wenn sie geschlagen werden steht ihnen zu. Und Gewalt an einer Frau wird z. B. im Iran mit empfindlichen Prügelstrafen durch die Peitsche bestraft. Mein zweitbester Freund hat eine Syrierin geheiratet und lebte sieben Jahre in Damaskus, teilweise auch in Jordanien und im Iran.
Vielleicht zu oft "Nicht ohne meine Tochter" geguckt ? (die Geschichte wurde von einer US-Amerikanerin veröffentlicht, und wie lieb sich die Amis und die Moslems haben, ist ja bekannt) :zwinker: Oder bloß mal selbst an einen Kerl geraten, der richtig arschig war ?

Die Scheidungsraten stiegen übrigens erst ab ca. Mitte der 70er Jahre richtig doll an nachdem das Schuldprinzip bei Ehescheidungen ausgeräumt und neue rechtliche Bedingungen geschaffen wurden, die es bis heute der Frau ermöglichen, durch die Scheidung einen erheblichen wirtschaftlichen Vorteil zu bekommen (der übrigens nicht selten bis dahin gut verdienende Männer an die unterste Armutsgrenze befördert) besonders wenn der Mann mit viel Kohle in die Ehe gegangen ist und die Frau selbst sehr wenig eingebracht hat.
 
G

Benutzer

Gast
hm, wenn man als frau nicht "geleitet" werden möchte, ist in der beziehungsgeschichte mal was gründlich falsch gelaufen, nicht grinsekater?
ein "richtiger" mann? kein "weicher" mann, kein metrosexueller mann, kein homosexueller mann, vor allem, weil das ja alles das gleiche ist. weil ein "harter" mann nicht auif männer stehen kann, weil jemand, der rücksichtsvoll, nett, zuvorkommend, höflich ist, keine ziele im leben haben....

was an solchen zur vermarktung fabrizierten thesen so nervig ist, dass eine behauptung aufgestellt wird, irgendeine ansicht, die aus dem eigenen weltbild kommt, der eigenen erfahrung, dem eigenen empfinden und sich dann über viele, viele seiten die schlange in den eigenen schwanz beißt.... wenn es nett und witzig geschrieben ist, kann man es ja ganz lustig finden. nur in sowas dann auch nur irgendwas allgemeingültiges zu sehen. :rolleyes2

ich steh auch auf "einzelgängerische abenteurer", (aber meiner ist ein echter "softie"), wenn man in solchen kategorien denkt. nicht, weil ich gerne geführt werde, jemanden brauche, der für mich denkt. das einzige, was ich will ist, dass der andere für sich selber denkt. das erwarte ich aber auch von den frauen in meinem umfeld. alle attribute, die etwas mit selbstbestimmtheit, zielstrebigkeit etc, zu tun haben, mit männlichem zu assoziieren und dann auch noch mit rüpelhaftiger egozentrik gleichzusetzen :rolleyes2 diese art überhaupt in geschlechterrollen zu denken findet masn jetzt im moment ja auch in der (rechten) politik. frauen zurück an den herd, männer werdet wieder zu männern....

liebes katerchen, ich finde übrigens diese "harten" männer viel einfacher zu durchschaun, sie sind wesentlich einfacher gestrickt und auch wesentlich einfacher zu manipulieren. denn diese neandertaler, die sich selbstgefällig als "echte" männer, "harte" männer bezeichenen, bedingen dass frauen wieder im sinne der allgemeinen regression auf die alten waffen der frauen zurückgreifen. davon auszugehen, dass all diese "machos", diese rücksichtslosen, egozentrischen männer besonders schwer zu durchschauen sind und dann mit dieser behauptung die eigenen thesen zu untermauern...

liebe grüße, gwyneth
die ausnahmsweise der piratin in allen punkten zustimmt (außer der imfgschicht :zwinker: )
 

Benutzer23485  (52)

Chauvinist
gwyneth schrieb:
liebes katerchen, ich finde übrigens diese "harten" männer viel einfacher zu durchschaun, sie sind wesentlich einfacher gestrickt und auch wesentlich einfacher zu manipulieren. ........ bedingen dass frauen wieder im sinne der allgemeinen regression auf die alten waffen der frauen zurückgreifen.


Jetzt bin ich aber mal neugierig. Was sind denn die alten Waffen der Frauen ?
:zwinker: :eek: :grin:
 

Benutzer29410 

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@Grinsekater: Solltest nicht soviel Spiegel lesen was Scheidungen angeht. ich such dir gern mal ein paar Statistiken raus wieviel Frauen durch Scheidungen in die Armut katapultiert werden.


Scheidungslasten sind geschlechtsspezifisch

Nach Trennung und Scheidung sind es fast immer die Mütter, die die Kinder versorgen, und ein Viertel der Frauen erhält keinen Kindesunterhalt. Nach der Trennung betreuten 95 Prozent aller befragten Mütter mindestens ein minderjähriges Kind, nach der Scheidung traf dies auf 23 Prozent der Väter zu.


Scheidung führt häufig zur Ausweitung der mütterlichen Erwerbstätigkeit.

Jede dritte Mutter mit minderjährigen Kindern nimmt nach einer Trennung und Scheidung eine Er-werbstätigkeit auf oder weitet diese Tätigkeit aus. Kinderlose Frauen sind bereits vor einer Trennung überwiegend Vollzeit beschäftigt.


Das väterliche "Abtauchen" in Arbeitslosigkeit wird nicht bestätigt

Der häufig erhobene Vorwurf, Väter würden sich durch Flucht in Arbeitslosigkeit ihrer Unterhaltszah-lungen entziehen, wird durch die Studie nicht bestätigt: Eine Verringerung der Erwerbsarbeit tritt nur bei jedem achten getrennt lebenden Mann auf - und in ebenso hohem Masse bei kinderlosen Frauen.


Das erste Jahr nach der Trennung ist das prekärste

Ein Jahr nach der Trennung haben Frauen durchschnittlich ein Drittel des Pro-Kopf-Einkommens verloren, das ihnen zwei Jahre vor der Trennung zur Verfügung stand. In den folgenden Jahren entspannt sich die Lage zunehmend wieder.


Trennung und Scheidung verdoppeln das Armutsrisiko der Frauen - trotzdem geht die Scheidung in zwei Dritteln aller Fälle von den Frauen aus

Obwohl die Armutsquote der Frauen von 20 Prozent (zwei Jahre vor der Trennung) auf 34 Prozent im Jahr nach der Trennung ansteigt, geht die Initiative zur Trennung hauptsächlich von ihnen aus.


Nicht wenige Frauen erfahren Vorteile durch die Scheidung

Die allgemeine Lebenszufriedenheit der Frauen ist ein Jahr nach der Trennung erheblich höher als die der Männer, da sie mehr Vorteile in der Scheidung sehen als die Ehemänner. Ein Viertel der Frauen erzielt Einkommensgewinne, und diejenigen mit einem neuen Partner erleben häufig Verbesserungen in den Bereichen Wohnung, Einkommen, Zufriedenheit.


Beiderseitige Erwerbstätigkeit nivelliert Geschlechterdifferenzen

Wo beide Partner erwerbstätig sind, gib es die geringsten geschlechtsspezifischen Differenzen und wirtschaftlichen Probleme nach Trennung und Scheidung. Hier verteilen sich auch die wirtschaftlichen Lasten gleichmässig.


Hausmänner schneiden so schlecht ab wie Hausfrauen

Wo Männer die gemeinsamen Kinder betreuen, haben sie nach einer Trennung ähnliche Einkommenseinbussen wie alleinerziehende Mütter. Die Hälfte der alleinerziehenden Väter erfährt Einkom-mensverluste von 10 Prozent und mehr.


Unterlassene Zahlungen werden häufig klaglos hingenommen

Über die Hälfte der Kindesunterhaltsberechtigten und gut drei Viertel der Trennungsunterhaltsberechtigten nehmen unvollständige oder unregelmässige Zahlungen des ehemaligen Ehepartners hin, ohne rechtliche Schritte einzuleiten.


Der Rechtsweg hilft nur sehr eingeschränkt

Bezieher mittlerer Einkommen verzichten häufig trotz gravierender Probleme auf den kostspieligen Rechtsweg, da sich dieser angesichts zu erwartender geringer Unterhaltsbeiträge "nicht rechnet". Ausserdem zeigt sich, dass sich trotz rechtlicher Schritte die Regelmässigkeit und Vollständigkeit der Zahlungen kaum verbessern. Hier gibt es mit 36 Prozent nur eine relativ niedrige Quote derer, die hinterher ordnungsgemäss Kindesunterhalt erhalten. Bei denen, die den Unterhalt aussergerichtlich geregelt haben, liegt diese Quote bei 27 Prozent, also nicht wesentlich niedriger.


Öffentliche Transfers machen's möglich

Während die privaten Transfers nur etwas mehr als ein Zehntel des Haushaltseinkommens getrennt lebender Frauen bilden, beträgt der Anteil öffentlicher Transfers mehr als ein Viertel, bei Frauen mit Kindern sogar mehr als ein Drittel.


Die Zahlungsmoral lässt zu wünschen übrig

Zwei Drittel der Frauen, die Anspruch auf Trennungsunterhalt haben, erhalten keine Zahlungen. Noch schlechter geht es den (wenigen) anspruchsberechtigten Männern: Hier sind es rund 90 Prozent, die kein Geld bekommen. Die grosse Mehrheit der Zahlungspflichtigen wäre jedoch leistungsfähig.


"Nicht leistungsfähige Männer" sind eine Risikogruppe

10 bis 20 Prozent der unterhaltspflichtigen Männer sind nicht zahlungsfähig und kommen ihrer Unterhaltsverpflichtung nicht nach wegen mangelnder Ressourcen. Über 80 Prozent verfügen hingegen nach Abzug ihrer Unterhaltsverpflichtungen noch über mehr Einkommen als den sogenannten "Selbstbehalt".


Alleinerziehende sind eine sehr heterogene Gruppe

Etwa ein Drittel der alleinerziehenden Mütter arbeitet nach der Trennung mehr als vorher, jede achte Frau mit Kindern würde gern ihre Erwerbsarbeit erweitern, ohne dies umsetzen zu können. Wesentliche Gründe, die eine Aufnahme oder einen Ausbau der Erwerbstätigkeit verhindern, sind geringe Bildung und noch nicht schulpflichtige Kinder, die noch zu betreuen sind. Eine Risikogruppe bilden die 9 Prozent aller getrennt Lebenden, die nicht erwerbstätig sind. Hier zeigt sich neben der Frage der Kinderbetreuung vor allem die Bedeutung fehlender Erwerbsbeteiligung während der Ehe. 38 Prozent aller Frauen mit Kindern verändern nach der Trennung ihre Erwerbstätigkeit nicht und wünschen dies auch nicht, 8 Prozent verringern ihre Arbeitzeit.


Ältere Frauen erleiden höhere Verluste

Frauen mit langer Ehedauer und entsprechend höherem Lebensalter hatten vor der Trennung häufig überdurchschnittliche Eheeinkommen und müssen nach der Trennung oft besonders starke Einkom-mensverluste verkraften, so dass sie unter die Armutsgrenze sinken. Diese Frauen nehmen trotzdem seltener staatliche Leistungen in Anspruch.


In Ostdeutschland gibt es mehr Unterhaltsprobleme

Bedingt durch höhere Arbeitslosigkeit und niedrigere Einkommen verschärft sich das Problem der Unterhaltszahlungen in den neuen Bundesländern. Richter und Rechtsanwälte kritisieren in diesem Zusammenhang die pauschale Festlegung des Selbstbehalts, der die regionalen Unterschiede in Miet- und Lebenshaltungskosten nicht berücksichtigt.


Die traditionelle Hausfrauenrolle ist riskant

Mangelnde Erwerbserfahrung ist das Hauptrisiko für scheidungsbedingte Armut. Die Studie sieht im geltenden Steuerrecht ein kontraproduktives Anreizsystem, das die traditionelle Rollenverteilung in der Ehe mit einem männlichen Hauptverdiener und einer weiblichen Nicht- oder Zuverdienerin fördert. Gerade diese Konstellation führt aber bei Trennung und Scheidung zu den grössten Problemen. Geringes Bildungsniveau ist ein weiterer wichtiger Risikofaktor, da Frauen mit geringer Bildung seltener den beruflichen Wiedereinstieg schaffen.


Regelmässiger Kindeskontakt führt zu regelmässigen Unterhaltszahlungen

Es besteht ein Zusammenhang zwischen gutem Kindeskontakt und gutem Zahlungsverhalten sowie zwischen mangelndem Kontakt und ausbleibendem Unterhalt. Unterhaltspflichtige Väter entziehen sich den Zahlungen besonders häufig in den Fällen, in denen kein oder nur wenig Kontakt (mehr) zu ihrem Kind besteht. Deshalb ist eine Verbesserung der Zahlungsmoral nur über eine Verbesserung des Umgangs zu erreichen.


Die Studie gibt konkrete Handlungsempfehlungen

Um die (Übergangs-)Probleme nach Trennung und Scheidung zu entschärfen, empfiehlt die Studie konkrete rechts- und familienpolitische Massnahmen. Diese betreffen insbesondere die Förderung der Frauenerwerbstätigkeit, den Ausbau der (Klein-)Kinderbetreuung, eine Revision der Anreizsysteme im Steuer- und Sozialsystem (Richtung Individualbesteuerung), den Ausbau der Schuldnerberatung, das Erwirken einer restriktiveren Kreditvergabe der Banken, eine präventive Information und Aufklärung über Scheidungsfolgen, die Absicherung von Basisansprüchen auf Kindes- und Ehegattenunterhalt, die konsequente Ausschöpfung von Rechtsmitteln ( z.B. Zwangsvollstreckungen mit dem Ziel, dass der Sozialstaat nur im Ausnahmefall als Ausfallbürge eintritt), die Entwicklung einer institutionellen "Anlaufstelle" für Informationen und Zahlungen sowie eine Reform der Anspruchsvoraussetzungen für den Unterhaltsvorschuss.


Bundesfamilienministerium bietet Hilfe mit Rat und Tat

Für die Familienbildung und -beratung, Mediation, Schuldnerberatung und das Armutsprophylaxe-Programm stellt das Bundesfamilienministerium besondere Informationen und Hilfen für den Kontext von Trennung und Scheidung zur Verfügung. Ein besonderes Anliegen des Ministeriums ist die Prävention von Trennung, die Mediation der Eheleute und die Unterstützung der gemeinsamen Sorge von Mutter und Vater für die betroffenen Kinder. Spezifische Familien- und Erziehungshilfen für die Kinder und ihre Eltern sichert das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG). Zahlreiche Sondermassnahmen bilden Netze zur materiellen und immateriellen Unterstützung während sowie nach einer Trennung und Scheidung.

Kontakt: Prof. Dr. Hans-Jürgen Andress,
Telefon 0521/106 3846; E-Mail: hja@uni-bielefeld

und dann hier....

Armut alleinerziehender Frauen
1. Statistik
1.1. Anzahl Alleinerziehender
Noch bis in die 60er Jahre war die ,,bürgerliche ,, Kleinfamilie", die Hausfrauenehe Norm des Zusammenlebens von Erwachsenen und Kindern.1
Wenn allein die statistische Verbreitung von Ein-Eltern-Familien zugrunde gelegt wird, hat sie sich zu einer beachtlichen Konkurrenz zur Zwei-Eltern-Familie entwickelt.2
1991 lebten in den alten Bundesländern 985.00 Ein-Eltern-Familien mit Kind/ern unter 18 Jahren (= 17,4 %).
In den neuen Bundesländern waren es 1991 490.000 Familien (=24 %).
Überwiegend waren es Familien mit einem Kind (West: 71,7%; Ost: 67,7%). Nur 6% dieser Familien hatten drei und mehr Kinder.3
Die größte Gruppe bildeten geschieden und verheiratet getrennt lebende Eltern (61%), gefolgt von ledigen Eltern (26%) und verwitweten (13%).4
1.2. Betroffenheit Alleinerziehender von Armut
Als arm gilt zum einen der, wer über weniger als 50% des durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommens verfügt.5
Daneben gilt aber auch die Sozialhilfebedürftigkeit als Indikator der (bekämpften) Einkommensarmut. 6
Ein großer Teil der von mir genutzten Literatur befaßt sich mit der Situation sozialhilfebedürftiger Alleinerziehender. Mein Schwerpunkt liegt deshalb auf diesem Bereich.
Ein Drittel der alleinerziehenden Mütter mit einem Kind befindet sich unter der Sozialhilfeschwelle.7
Nach dem statistischen Bundesamt waren in Westdeutschland8
1985 28,0%
1990 36,2%
1995 42,4%
der unter der Armutsgrenze von 50% des durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommens lebenden alleinerziehend.
Insgesamt haben sich 40% aller alleinstehender Eltern zu irgendeinem Zeitpunkt an das Sozialamt gewandt.9




Ein-Eltern-Familien mit Bezug laufender Hilfe zum Lebensunterhalt


Jahresende 1993


Haushaltstyp

Früheres Bundesgebiet

Neue Länder

Deutschland insgesamt


Anzahl

%

Anzahl

%

Anzahl

%


Ein-Eltern-Familien

227.638

19,80

38.985

28,30

266.623

21,00



davon :


mit 1 Kind

126.304

55,50

20.002

51,30

146.306

54,90


mit 2 Kindern

70.477

31,00

12.193

31,30

82.670

31,00


mit 3 und mehr Kindern

30.857

13,60

6790

17,40

37.647

14,10



Haushaltungsvorstand


weiblich

219.289

96,30

37.834

97,00

257.123

96,40


männlich

8.349

3,70

1.151

3,00

9.500

3,60


Der Anteil der Familien ist bezogen auf alle Haushalte mit laufender Hilfe zum Lebensunterhalt.


Quelle: Armut in Deutschland; Antwort der Bundesregierung; Drucksache 13/3339



2. Verlaufstypen des Sozialhilfebezugs alleinerziehender Frauen
Die Bremer Längsschnitt-Stichprobe von Sozialhilfeakten wird als 10%- Zufallsstichprobe seit 1987 vom Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen im Zusammenarbeit mit dem Senator für Jugend und Soziales gezogen.
Meistens wird die Verarmung alleinerziehender Frauen aufgrund von strukturellen und zeitunabhängigen Merkmalen beschrieben. In der Bremer Stichprobe wird die Dynamik der Armutsverläufe über einen langen Zeitraum untersucht. Das erlaubt, auch in der Gruppe der Alleinerziehenden mit scheinbar gleichen Problemlagen nach besonderen Risiken und Problemen zu fragen. Es wird aufgezeigt, welche Bedingungen zum Anfang und ende einer Sozialhilfekarriere führen.10
2.1. Überbrückerin
Sie zeigt einmalige, kürzere Sozialhilfeperioden, die überwiegend durch Bezug vorrangiger Leistungen, wie Arbeitslosengeld oder durch die Aufnahme von Erwerbsarbeit beendet werden.
Bei diesem Fall hier (Abbildung 2 a oben) handelt es sich um eine Alleinerziehende, zu Beginn des Sozialhilfebezugs 35 Jahre alt, eine Tochter (15 Jahre), so daß eine Betreuung nicht notwendig ist. Die Frau ist zum Beginn der Sozialhilfeperiode 14 Jahre geschieden. Sie hat eine Umschulung begonnen, ist dann arbeitslos geworden und beendet ihre Sozilhilfekarriere durch Aufnahme einer Erwerbsarbeit.
TS und TF sind Beginn bzw. Ende der Sozialhilfezeit. In dieser Zeit bekommt sie Hilfe zum Lebensunterhalt, lebt mit der Tochter zusammen, verändert ihren Familienstand nicht und ist in dieser Zeit arbeitslos.
TS und t1 bedeuten: die Frau wurde arbeitslos, ein AFG-Bescheid lag noch nicht vor. Danach zeigte es sich, daß das Arbeitslosengeld nicht reicht, sie bekommt weiterhin Sozialhilfe.
Die Inanspruchnahme steht im Zusammenhang damit, unabhängig von einer Ehegemeinschaft als Alleinerziehende den weiteren Lebensweg zu schaffen.11
2.2. Mehrfachüberbrückerin
Sie ist zum Zeitpunkt des ersten Sozialhilfebezugs TS1 28 Jahre alt, hat 4 Kinder (5,3,2 Jahre und 8 Monate). Sie lebt seit einigen Monaten vom Mann getrennt und bekommt während eines Aufenthalts im Frauenhaus das erste Mal Sozialhilfe. Sie geht zum Mann zurück und bezieht keine Sozialhilfe mehr. Nach 2 Monaten trennt sie sich wieder und bekommt ein zweites Mal Sozialhilfe für 6 Wochen. Danach versucht sie mit den Kindern getrennt vom Mann unabhängig von Sozialhilfe zu leben. Nach drei Monaten ist ihre Lage so schlecht, daß sie in ein Wohnheim geht. 5 Monate lang lebt sie so. Danach geht sie (T3) zum Mann zurück und beendet so ihre dritte Sozialhilfeperiode.
Durch die Sozialhilfe konnte sie unabhängig vom Mann ein eigenständiges Leben führen. Da sie mit der Betreuung der 4 Kinder überlastet war, waren ihre Chancen sich auf Dauer so zu behaupten schlecht.
Sozialhilfe wurde genutzt, um sich in neuem Status zumindest versuchsweise zu behaupten. 12
 

Benutzer23485  (52)

Chauvinist
*gg* das hat dich aber ganz schön gewurmt.. :zwinker:
Deine Angaben sind leider nicht mehr ganz aktuell. Natürlich gibt es Männer, die keinen Kindesunterhalt zahlen, - aber den "Selbstbehalt" bei der Zahlungsverpflichtung von Unterhaltsansprüchen für Kinder gibt es inzwischen nicht mehr. Wer Kindesunterhalt nicht zahlt, macht sich seit letztem Jahr straffällig und bekommt dafür bei der 1. Anzeige noch "nur" eine Bewährungsstrafe, im Wiederholungsfall dann eine Haftstrafe. Es ist völlig gleichgültig, ob der Mann arbeitslos und zahlungsunfähig ist oder nicht.
Und klar bekommen die Frauen nach der Scheidung meistens die Kinder ; und daß eine Familie schwerer zu finanzieren ist als eine Einzelperson, ist auch klar. Dennoch - eine Scheidung zieht finanziell ganz schön herunter, nicht nur die Frauen mit Kindern.
Sagen wir mal so - wenn eine gut verdienende Frau einen noch besser verdienenden Mann heiratet, ist die Scheidung ein paar Jahre später für sie allemal ein Gewinn, rein finanziell gesehen, sofern sie weiterhin berufstätig war.
 

Benutzer14185 

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Gotthelf

Jermias Gotthelf hat vor ca. 150 Jahren geschrieben:

"Schwer ist es, die richtige Mitte zu finden, das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben."
 

Benutzer29410 

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Lieber Grinsekater,

deine Posts wurmen mich immer, keine Sorge. Unsere Meinungen und Ansichten stehen einander einfach auf jedem nur erdenklichen Gebiet diametral gegenüber. :hmm:

PS: und solange du deine Platitüden nicht durch harte Zahlen abbackst nehme ich dein Geschreibsel sowieso nicht ernst.
 

Benutzer12443  (40)

Meistens hier zu finden
mh, schwierige frage. dieses "metrosexuell" steht für mich ja eher für übermäßig gepflegt und eitel. sowas kann ich bei männern nicht ab. ich hasse es, wenn sie tages- und nachtcreme benutzen oder sich die achseln rasieren. oder wenn sie sich die haare kunstvoll färben lassen oder immer perfekt farblich abgestimmt und stilsicher angezogen sind. das gehört für mich zu einer frau und nicht zu einem kerl. alles andere mag ich an susi. ein mann sollte niedlich, weich und zärtlich sein. er sollte genauso viel im haushalt tun wie ich bzw. die gleiche auffassung von sauberkeit haben und sich beim pinkeln hinsetzen. und er sollte mit babies gut können. also quasi sollte er mir so ähnlich wie möglich sein, mit der ausnahme, dass er sich nicht so extrem pflegt wie eine frau und eben nicht so "hübsch" ist. da lass ich mir nicht die butter vom brot nehmen. ich könnte es niemals ertragen, wenn mein mann im bad länger braucht als ich und dann am ende vll auch noch besser aussieht. nänänä.
ansonsten hasse ich alle arten von machos oder einsamen cowboys, die frauen nur als randfiguren in ihrem leben sehen und am näxten morgen weiterziehen müssen, weil sie noch einen banditen zu erledigen haben. kann mit solchen gefühlskrüppeln nichts anfangen und würde sie mit dem arsch nicht anschauen.
 

Benutzer12749 

Verbringt hier viel Zeit
Rolfus schrieb:
Jermias Gotthelf hat vor ca. 150 Jahren geschrieben:

"Schwer ist es, die richtige Mitte zu finden, das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben."

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
 

Benutzer23485  (52)

Chauvinist
klärchen schrieb:
alles andere mag ich an susi. ein mann sollte niedlich, weich und zärtlich sein. ......... also quasi sollte er mir so ähnlich wie möglich sein, mit der ausnahme, dass er sich nicht so extrem pflegt wie eine frau und eben nicht so "hübsch" ist. da lass ich mir nicht die butter vom brot nehmen. ich könnte es niemals ertragen, wenn mein mann im bad länger braucht als ich und dann am ende vll auch noch besser aussieht. nänänä.
*ggg* klingt ja sehr nach der Katze, die Appetit auf Fisch hat, aber sich die Pfoten nicht naß machen möchte :grin: :grin:
 

Benutzer15782  (35)

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es geht doch darum, zu wissen, wo wer stärker ist und was der andere in seinem innersten will (und das sind uralte triebe). und ich glaube ich habe das ganz gut hingekriegt...
 
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