Die sogenannte Beziehung zu meinen Eltern...

Benutzer162733 

Sorgt für Gesprächsstoff
/
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer161689 

Verbringt hier viel Zeit
Also prinzipiell denke ich, dass das Kummerkastenforum ja dazu da ist, sich sowas von der Seele zu schreiben.
Das man sich den Eltern nicht so nahe fühlt ist schon schade, sie gehören halt doch zum Leben. Andereseits bin ich auch der Meinung, dass man sich die Familie nicht aussuchen kann und es schon vorkommen kann, dass man nicht so gut mit den Personen darin klar kommt. Deswegen ist man aber kein schlechter Mensch. Also würd ich mal aufhören dir selbst die Schuld für was auch immer zu geben, weil was verbrochen hast du ja nicht. Wenn dich das Verhältnis stört und du deinen Eltern näher kommen wollen würdest, dann würde ich das mitteilen (so fühlt es sich vielleicht auch nicht mehr so befremdlich neben ihnen an, oder zumindest bei einem der beiden). Ich kann aber leider auch verstehen, dass sie das ein bisschen auf die Pubertät schieben, weil man emotional da doch anders ist und sich richtig formt (sie sollten das aber natürlich nicht und dich schon ernst nehmen). Bezüglich deiner Konfliktscheue bzw. Nichtmögens von Streit. Es ist nachvollziehbar, ich glaub viele Menschen haben das nicht gern, aber es gehört doch ein bisschen zum Leben und du solltest wohl oder übel damit lernen umzugehen, weil dir das auch langfristig in Beziehungen mit deinen Mitmenschen hilft, nicht weil es gut ist zu streiten, was es manchmal ist, sondern auch weil die Konfliktbewältigung dadurch generell verbessert wird. (iwie widersprech ich mich da oder? egal ^^).
Ansonsten fühl dich gedrückt und naja...weiss nicht was ich sonst noch anfügen soll
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Ich habe es geschafft, drei Jahre damit zu leben, also schaffe ich diese paar Monate auch noch.
und ich vermute, das ist der punkt, der dich motiviert, durchzuhalten?
ich hatte deinen beitrag auch gelesen und mir etliche gedanken dazu gemacht, aber das ganze noch nicht in worte gefasst...

was mir als erstes auffällt: du suchst verdammt viel schuld bei dir. schuld, die aber nicht bei dir liegt. warum? kann ich nur vermuten - und grade nach deinem zweiten beitrag vermute ich, dass du deine eltern eigentlich sehr magst und deswegen ihre "schuld" auf dich nimmst. du fühlst, dass da etwas nicht stimmt, und ganz objektiv betrachtet weißt du auch dass es nicht deine schuld ist, aber du fühlst es trotzdem so... kann es sein, dass du das so fühlst weil es die einzige möglichkeit ist, deinen eltern keine schuld zu geben? denn würdest du das tun, dann müsstest du auch sagen "ihr habt scheisse gebaut", und damit bestände natürlich das risiko dass ihr euch noch weiter voneinander entfernt.

ansich würde ich auch sagen: hilfe würde dir gut tun. nur, wenn du jetzt meinst die letzten monate so überstehen zu wollen, dann kann ich das auch gut verstehen... aber schau, dass du dir danach hilfe suchst, ja? auch wenns nur weitere beiträge hier sind, aber besser wäre wohl ein realer kontakt.

zumindest würde ich aus meiner rein subjektiven sicht sagen, dass es zwar aktuell sicher scheisse ist wie du dich fühlst, das aber zumindest sagt dass du trotzdem heile geblieben bist... was ansich erstmal positiv ist. falsch wäre, das so sehr vor dir selber zu leugnen und dich so sehr abzuschotten, dass du mit den schultern zuckst und sagst "juckt mich alles nicht, scheiss auf meine eltern" - da bist du weit von entfernt, und das ist gut, auch wenn es jetzt weh tut. je früher du das aufarbeitest, desto weniger tief wird es sich eingraben... und umso weniger wahrscheinlich ist es, dass du diese verhaltensweisen übernimmst und selber jemanden so weh tust wie es deine eltern bei dir getan haben.

wie wäre es, wenn du zur überbrückung dieser paar monate immer dann, wenn es zu schlimm wird, deine gedanken in eine art tagebuch niederschreibst? vielleicht kannst du das - oder eine überarbeitete form - danach auch deinen eltern zu lesen geben, als einstieg in ein echtes gespräch, damit ihr das vielleicht mal klären könnt? und - vielleicht - auch nicht nur dann, wenn es grade schlimm ist, sondern auch sonst mal. damit du deine eigenen gedanken in schriftlicher form vor dir hast und darüber vielleicht selber etwas weiter kommst.
 

Benutzer35148 

Beiträge füllen Bücher
Dass zwischen deinen Eltern anscheinend oft die Fetzen fliegen, wenn auch hoffentlich nur verbal, ist leider unschön, vor allem für dich, die sich sehr nach Harmonie und Frieden sehnt.
Vielleicht denkst du dass du nur die schuld auf dich nehmen musst, damit sich deine Eltern vertragen, aber nach dem was du schreibst verbünden sie sich scheinbar nur, um nur noch mehr auf dir herum zu hacken?
Sicher trägt jeder seinen Teil dazu bei, dass es irgendwie nicht besser wird.
Aber solange du daheim wohnst und deine Eltern sich nicht ändern (und das werden sie vermutlich eher nicht so einfach) dürfte eine Therapie wohl kaum helfen, weil sie dich nur eine Zeit lang aus dem Trubel heraus ziehen würde.

Eigentlich ist es traurig dass du dich zurückgezogen hast, anstatt eine gute Ablenkung mit deinen Freunden zu suchen.
Vielleicht wäre es ein Neuanfang, wenn du dich nach und nach wieder öffnen würdest, wenn du noch Leute kennst.
Ansonsten schau zu dass du die Schule so gut es geht beendest und dann zum Studieren wegziehst und damit einen Neuanfang wagst.
Solange es nur Gemecker von deinen Eltern ist, wirst du das hoffentlich noch die paar Jahre aushalten.

Kopf hoch! :knuddel:
 

Benutzer162733 

Sorgt für Gesprächsstoff
/
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Benutzer

Gast
Liebe Alexiaa Alexiaa ,

es tut mir sehr leid, dass du dich zuhause unwohl fühlst und es da gerade generell nicht so toll ist. Der Plan von einsamerEngel einsamerEngel mit gutem Abi und Studium weiter weg von den Eltern war mein Mittel der Wahl, um meiner ganz persönlichen Hölle zu entkommen.

Es geht hier nicht um mich, aber ich kann sehr gut nachfühlen, wie es wohl in dir aussehen muss. Es gab eine Zeit, da habe ich meine Mutter für die Dinge gehasst, die sie getan hatund meinen Vater dafür, dass er einfach zugesehen bzw. weggesehen hat.

Ich bin ausgezogen, das ist jetzt über vier Jahre her. Und es wurde besser, viel besser. Das ist jetzt keine Prognose für dich, aber glaub mir, räumliche Distanz kann vieles heilen oder zumindest den Heilprozess anregen und unterstützen. An den meisten Unis gibts übrigens auch kostenlose psychologische Unterstützung, die auf Wunsch auch anonym in Anspruch genommen werden kann. Falls das für dich infrage kommt, lass dich nicht entmutigen, falls du mit dem 1. Psychologen nicht gut klarkommst. Dann wechsle.

Und vielleicht so als ersten Ansatz: Es ist in Ordnung, seine Eltern nicht zu lieben oder auch überhaupt nicht zu mögen. Eltern werden einem zugewiesen wie eine Nahrungsration bei Nahrungsmittelknappheit, da kann man nicht groß wählen. Genauso bist auch du mit deiner Persönlichkeit usw. deinen Eltern quasi zugewiesen worden. Anders als in Tinder kann man da also nicht selbst entscheiden, ob es "Matches" gibt oder nicht. Und es ist ganz normal, dass einem nicht jeder Mensch der Welt sympathisch ist. Zwar ist es traurig, wenn man gerade die eigenen Eltern nicht mag, aber dafür kann man ja seine ganz eigene "Familie" aufbauen, mit Freunden und einem Partner und vielleicht mal eine eigene Familie gründen, wenn man das möchte - und einen bekannten Spruch möchte ich zum Schluss noch anfügen:

"Den Partner kann man sich aussuchen, nicht jedoch seine und die eigene Verwandtschaft."
 

Benutzer162733 

Sorgt für Gesprächsstoff
/
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer136035 

Sorgt für Gesprächsstoff
Es ist schon viel, dass du sie ihnen gezeigt hast! Ich habe als Teenager auch viel geschrieben, aber ich hätte mich nie getraut, es meinen Eltern zu zeigen (dabei hatte ich eigentlich ein besseres Verhältnis zu ihnen, als du es beschrieben hast).
Wie gehts dir in der Schule und mit dem Abi? Ist das für dich leicht, glaubst du, dass du es schaffen wirst?
Warum sind deine Freunde neidisch?
 

Benutzer162733 

Sorgt für Gesprächsstoff
/
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer35148 

Beiträge füllen Bücher
und das nennst Du Freundinnen? :cautious:

Sieht mir eher nach erbitterten Konkurrentinnen aus...
 

Benutzer28811  (32)

Meistens hier zu finden
Alexiaa Alexiaa ich habe mir deine Beiträge durchgelesen und als erstes springt ein Satz aus meinem Mund Du bist es wert!!! :knuddel:

Ich lese deine Zeilen und es finden sich immer wieder Worte wie Schuld und ich spüre deine Verzweiflung. Ich glaube jedes Kind möchte von seinen Eltern wert geschätzt werden und was du "verlangst" oder dir wünschst ist nichts übertriebenes oder abartiges. Du möchtest einfach, dass deine Eltern dich wertschätzen und sich für dich interessieren.

Ich möchte deine Eltern hier nicht schlecht machen, ich kenn Sie und ihre Lebenssituation nicht. Ich kann mir nur ein Bild machen auf Grund dessen was du schreibst und ich muss sagen dieses Bild ist ziemlich wage. Ich finde es schade, dass sie sich nicht mehr für dich interessieren oder auch sehen, dass du Hilfe brauchst. Du sagst es sogar noch und sie spielen das runter...:schuettel:

Leider kenne ich das, meine Eltern haben meine 1. Depression mit 12 Jahren auch nicht wirklich erkannt und haben es runter gespielt. Nachdem mich eine 2te mit Mitte 20 überrollt hat war mir klar, dass ich recht hatte und es damals eine war...Bleib dabei und such dir nach dem Abi Hilfe. Dein Hausarzt wird dir sicher helfen und du wirst ja auch bald 18!

Ich habe lange überlegt welchen Tipp ich dir geben könnte und komme immer wieder zu dem einen zurück:

Rede mit deinen Eltern. Suche das Gespräch. Sag ihnen wie du dich fühlst und was du dir wünschen würdest. Sag ihnen, dass du dich unwohl fühlst und schuldig und dass du unglücklich bist. Sag ihnen genau das, was in dir vorgeht. Wenn dir das im ersten Step zu schwierig erscheint, versuche es doch mal mit einem Brief:smile: Du schreibst wohl sehr gerne, ich auch, daher tue ich mich mit Briefen leichter, vielleicht versuchst du es mal? - Ich weiß du glaubst, dass deine Eltern sich nicht ändern oder du sie nicht erreichst, aber du bist ihre Tochter und du sagst ja selbst dass sie für dich da sind wenn es hart auf hart kommt. Vielleicht brauchen Sie noch einen Anstubser um zu sehen wie schlecht es dir geht und dass sie dir als Eltern fehlen!

Alles Gute wünsche ich dir:rose:
 

Benutzer136035 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ja, ich komme in der Schule eigentlich gut klar :smile: Habe gute Noten und keine großen Probleme irgendwo.

Na ja, meine Freundinnen glauben beide, dass Intelligenz das Wichtigste ist und sind demnach neidisch, dass ich bessere Noten habe. Wenn ich Ihnen helfen möchte und versuche, etwas zu erklären, reagieren sie sich immer ziemlich pampig, als würde ich es böse mit ihnen meinen. Und wenn ich mal einen Fehler mache, reiben sie ihn mir unter die Nase, als würde das Wohl der Menschheit davon abhängen...

Das klingt doch schon mal gut - für dich. Du wirst einfach deinen Weg machen, mit hier und da - hoffentlich - ein wenig professioneller Unterstützung.
Wie es mit deinen Freundinnen wird, wird sich zeigen... Ich glaube übrigens auch, Intelligenz ist wichtig, oder besser gesagt sehr hilfreich. Es ist nicht alles, aber in manchen Phasen des Lebens - wie Schulabschluss - halt sehr gefragt. Deine Freundinnen sind natürlich jetzt auch unter Erfolgsdruck, Abi etc. Da legt man viel Wert auf sowas und wartet überall auf Fehler.
Vielleicht bessert sich das ganz einfach wieder :smile:
 

Benutzer162733 

Sorgt für Gesprächsstoff
/
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren