Die Kostenloskultur im Internet

Benutzer50955 

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Hallo zusammen!

Schon seit einigen Jahren wird gerade von Medienunternehmen kritisiert, dass es eine weitläufige Einstellung gibt, nach der alles im Internet kostenlos angeboten werden sollte. Nachrichten, Filme, Musik - alles. Es gibt natürlich Veruche, Inhalte auch kostenpflichtig anzubieten, die allerdings den Wegfall des klassischen Marktes nicht auffangen können. Beispiel: Die Verkaufskrise im Printjournalismus (man schaut lieber schnell auf die Homepage, statt eine Zeitung oder ein Magazin zu kaufen) kann durch die Paywalls oder Werbung auf der Homepage nicht ausgeglichen werden. Anderes Beispiel: Kostenpflichtige Downloads und kostenpflichtiges Streamining gleicht nicht aus, was es früher an physischen Verkäufen gab. Geschlossen wird diese Lücke auf der Hörerseite weiterhin durch Filesharing etc.

Andererseits muss jedem klar sein, dass es einfach Geld kostet, Inhalte im Netz zur Verfügung zu stellen. Es ist dann auch fragwürdig, wenn prekäre Beschäftigungen, Niedriglöhne, Dauerpraktika etc. im (Online)Mediensektor kritisiert werden, andererseits aber nicht das Geld bei vielen Anbietern da sein kann, um Leute zu vernünftigen Gehältern unbefristet anzustellen. Rational versteht das wohl jeder. Jeder kann sich fragen: Würde ich komplett umsonst arbeiten wollen, wenn unsere Kunden die Ware/Dienstleistung lieber umsonst haben wollen (und sich diese im Zweifelsfall auch umsonst irgendwo her besorgen)? Da würde wohl keiner für lau in der Firma erscheinen. Aber zahlen? Für Dinge im Netz? Da nehmen viele doch weiterhin Abstand.

Wie siehst du das? Bist du bereit, für Dinge im Netz zu zahlen? Machst du es sogar?
 

Benutzer96776 

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Klar ist es schön und bequem, wenn man die Dinge kostenlos und frei Haus bereit gestellt bekommt :zwinker: Gar keine Frage...

Aber wie du sagst, ist das manchmal einfach nicht möglich. Dann wäre ich grundsätzlich auch bereit, einen gewissen Betrag zu bezahlen, nur gibt es ein großes Problem: Viele Anbieter akzeptieren nur Kreditkarten und solch eine besitze ich nicht.
Ergo muss ich auf Leistungen, für die ich sogar bezahlen würde, aufgrund dessen leider verzichten...
 

Benutzer135918 

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Ich muss sagen, dass ich mir bsiher alles möglich gekauft habe . Keine filme gestream, spiele gezogen ohen zu zahlen. Doch wenn man selbst kaum Geld hat nutzt einem das nicht viel. Es ist eine Spirale die üebrrall ist. das ist schon eh und je im Gastgewerbe wo ich arbeite. die leute geben trinkgeld, aber dass es hinten und vorne nicht reich und besser wäre wenn sie ihr trinkgeld zur Sicherheit eines vernünfitgen einkommens eben in die dienstleistung und das Essen stecken sit ihen nicht klar. jeder will sein Stammessen für 7,50 € Seine Al inclusiv Hochzeit im Top ambiente für 100 Man zu maximal 1000 - 1500 € , sein Bier für unter 3 Euro das 0,4er Glas usw .

Und dann muss ich lesen und mir anhören, dass es ja nicht geht was wir da bekommen . Aber jeder muss mal schauen, wie gut er an diese Dienstleistung kommt.


Modelle vieler Gasstätten und Eventanbieter , Nachtzulagen zu verlangen um das Personal ordentlich zu bezahlen schlagen am Konsumente fehl.
 

Benutzer36171 

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Für vernünftigen Journalismus würde ich sehr gerne zahlen, ich weiß aber (noch) nicht, wie und wo. Focus und Spiegel möchte ich aber ungern Geld für das geben, was sie da produzieren.

Dass Streaming und Abos wie Netflix und Spotify die physischen Verkäufe nicht ausgleichen können, finde ich nicht dramatisch. Im Gegenteil finde ich es erstaunlich, welche Unmengen an Geld früher in CDs und DVDs gesteckt wurde. Dann lieber Abos und in Einzelfällen kaufe ich mir Schallplatten oder gehe ins Kino - wenn es sich wirklich lohnt, anstatt jeden Unfug gleich besitzen zu müssen.

Ich bin jedenfalls bereit zu zahlen - mache ich auch - wenn ich dafür wirklich etwas bekomme, das ich möchte. Ich denke, auch viele andere sind dazu bereit (siehe Crowdfunding), aber natürlich sind kostenlose Dinge auch eine große Versuchung.
 
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Benutzer84435 

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Die Medienunternehmen haben die Chancen der Digitalisierung schlicht verpennt. In einigen Jahren wird es völlig normal sein, dass man alle Medien (Filme, Musik, Bücher, etc.) auf Plattformen mit einer Flatrate konsumieren kann. Im Moment stemmen sich leider noch die Lobbyverbände dagegen.

Ich zahle auch gerne für solche Inhalte, wenn ich dafür ein gutes Angebot erhalte. Ich fände es z.B. in Ordnung, wenn es eine Flatrate für Qualitätsjournalismus gäbe, also Zeit, FAZ, Spiegel, etc. für sagen wir mal 5-10€ im Monat. So wie es etwa die Süddeutsche Zeitung im Moment macht, halte ich es für ziemlichen Käse.
 

Benutzer150539 

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Im Journalismus muss ich ehrlich sagen: Ich brauch meine Infos knapp und aktuell. Da muss ich mir nicht ne Tageszeitung kaufen, die auch nur von anderen Agenturen abschreibt und hinten das Buch mit Interviews über Belangloses füllt. (Ich war mit solch einem Journalisten befreundet, der täglich mit dem Bäcker oder der BH-Verkäuferin ein "Portrait" ausarbeiten musste, um die "Regionalität" der Zeitung zu untermauern.)
Natürlich gehen gewisse Infos so verloren, doch ich hab weder Zeit noch Geld, mir Tageszeitungen anzutun und nach meinen Infos durchzukämmen. Es gibt genug regionale Blogs (auch von Grosszeitungen), die super Tipps auf Lager haben!

Bei der Musik war ich lange auf der NO-DOWNLOAD-Schiene. Bis ich mich von gewissen Künstlern nur noch verarscht fühlte, weil sie nur noch Kommerz auf den Markt brachten. Seither lad ich vieles runter, was ich mir sonst niemals anhören würde. neues Adele-Album? Ich hör rein. Meist wirds wieder gelöscht oder verstaubt im digitalen Nirgendwo. Neues Album meiner Lieblingsband? lad ich runter, dann muss ich nicht sofort rennen und mir die CD besorgen. Aber werd eh die special-Limited holen und an X Konzerten vorbei schauen und das Merchandise direkt beim Künstler kaufen.

Bei Filmen ist es noch krasser: Ich war ne Zeit lang sehr oft im Kino und kaum ein Film war das Geld wert. Seither geb ich dieses Geld sehr viel lieber auf anderen Gebieten aus, weil 40.- zu zweit an einem Abend im Kino hinzulegen tut weh, wenn man für 15.- sich zu Hause ein 3-Gang-Menu kochen kann. Studentisches Denken, aber das ist tief in mir verwurzelt.
 
R

Benutzer

Gast
Generell würde ich die 17,50 Euro, die mir die GEZ monatlich abknöpft, sehr gerne weiter zahlen, aber für Dinge, die mich auch wirklich interessieren und die ich auch tatsächlich nutze, ja. Es ärgert mich, so "viel" Geld ausgeben zu müssen für etwas, was ich gar nicht nutze - dabei stört es mich nicht, dass Inhalte im Netz Geld kosten, nur würde ich gerne selbst bestimmen, wofür genau ich das Geld ausgebe.

Ich werde mir vermutlich im kommenden Jahr einen Netflix Account zulegen, ansonsten würde ich auch für gute Zeitungsartikel o.ä. zahlen, ja.
 

Benutzer135918 

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Wenn das dann wenigstens qualitätsjournalissmus wäre. Ich bezhal z.b meine 79 € für zwei Jahre Animania und bekomme noch oben drauf freine zugang zum Newsletter und so der nicht Abonenten evrwehrt bleibt. Solche kombiangebote bei Fachzeitschriften finde ich ganz toll. Jedoch ist der algemeine Journalissmus derzeit so im Keller, dass ich nicht gewillt bin da von meinem bischen Geld was zu bezahlen. anders sieht es bei Filmen usw aus.

Wenn ich qualitative filme haben will und Serien denke ich mir, dass ich das auch gegenfinazieren muss genau so bei der musik. Da ist es auch noch ein ticken schlimmer, da ich generrell gern eine tolle Cd mit cover in der Hand habe. obwohl derzeit mein zimmer deswegen ehr wie ne mischung aus Bibliothek und messihaushalt aussieht weil ich einfach alle Medien besitzen muss und dafür der Platz fehlt. .


Sobald mein Internet besser ist werde ich mir warscheins auch ein Streemingangebot zulegen.
 

Benutzer150539 

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Off-Topic:
Was ich wirklich nicht verstehen kann, ist, dass n Album bei iTunes, das ich in keiner Form "besitze" (iTunes kann alles löschen, wenn sie wollen), genau so teuer sein soll, wie ein Hardcover mit Textbook, das bei mir im Regal steht.
 

Benutzer135918 

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Was ich wirklich nicht verstehen kann, ist, dass n Album bei iTunes, das ich in keiner Form "besitze" (iTunes kann alles löschen, wenn sie wollen), genau so teuer sein soll, wie ein Hardcover mit Textbook, das bei mir im Regal steht.
Ja das ist mein dilema zudem kann man bei Ituns und kindel usw (also E-boock s ) diese nicht vererben weil das Ganze mit dem Tod quasi wieder zurück geht .
 

Benutzer150539 

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Ja das ist mein dilema zudem kann man bei Ituns und kindel usw (also E-boock s ) diese nicht vererben weil das Ganze mit dem Tod quasi wieder zurück geht .

Genau so geht es mir mit Lehrbüchern. Ich hab zwar viele schlechte Bücher im Regal stehen, aber mit denen, mit denen ich wirklich gearbeitet habe, sind BEARBEITET. Auf m Kindle kann ich weder Notizen machen, noch Post-Its reinkleben, noch Markieren, noch Reiter einkleben. Und meist ist das Such-System auch unbrauchbar.
Und das zum gleichen Preis wie das Exemplar, das auch offline immer bei mir im Regal stehen kann, weitergegeben, kopiert und und und .. werden kann? Nein, niemals wird das für mich den gleichen Stellenwert haben.
 

Benutzer50955 

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Was ich wirklich nicht verstehen kann, ist, dass n Album bei iTunes, das ich in keiner Form "besitze" (iTunes kann alles löschen, wenn sie wollen), genau so teuer sein soll, wie ein Hardcover mit Textbook, das bei mir im Regal steht.

Das ist aber eher ein Problem der Marktmacht von Apple (Preisgestaltung) und kein grundsätzliches beim Songdownload.
 

Benutzer135918 

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Genau so geht es mir mit Lehrbüchern. Ich hab zwar viele schlechte Bücher im Regal stehen, aber mit denen, mit denen ich wirklich gearbeitet habe, sind BEARBEITET. Auf m Kindle kann ich weder Notizen machen, noch Post-Its reinkleben, noch Markieren, noch Reiter einkleben. Und meist ist das Such-System auch unbrauchbar.
Und das zum gleichen Preis wie das Exemplar, das auch offline immer bei mir im Regal stehen kann, weitergegeben, kopiert und und und .. werden kann? Nein, niemals wird das für mich den gleichen Stellenwert haben.
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Das einzigste was ich mir gefallen lassen würde da wäre ein Buchleasing so ähnlich wie der Schulbuchverleih, in den schulen. Das heißt ich weiß, dass ich quasi im Abo Bücher bekomme dafür aber die gelesen zurückgeben muss. Das ganze halt etwas billiger. aber so weit denken viele nicht. Aber gerrade bei dne E-boock Formaten wundert es mich , dass du da quasi keine Folie drüberlegen kannst um notizen zu machne. Arbeitshefte für Schulen und Studium wären somit öfter gebrauchbar.

[doublepost=1451401961,1451401752][/doublepost]Der einzigste vorteil bei I-tuns ist, dass du sagen kannst. ich will nur die 3 Leider vom Album der Rest ist Müll und kaufst auch nur die 3 Lieder.


Amazone ist alelrdings in dem markt gerrade massiv am kommen, ein Primkonto lohnt sich um ein vielfaches. wenn das internet schnell genug sit. So kannst du ausgewählte Musik streamen. sie haben auch themenradios mit Musik in voller länge. Ihre Fildatenbank und 3 wirklich gute iegenproduktionen, die ich mir immer 2 Stunden vor Arbeitsbginn im Keller der Arbeit auf dem Handy reinziehen muss.
 

Benutzer84435 

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Amazone ist alelrdings in dem markt gerrade massiv am kommen, ein Primkonto lohnt sich um ein vielfaches. wenn das internet schnell genug sit. So kannst du ausgewählte Musik streamen. sie haben auch themenradios mit Musik in voller länge. Ihre Fildatenbank und 3 wirklich gute iegenproduktionen, die ich mir immer 2 Stunden vor Arbeitsbginn im Keller der Arbeit auf dem Handy reinziehen muss.

Amazon Prime kann ich ebenfalls nur empfehlen. Für gut 4€ im Monat bekommt man wirklich einiges geboten. Alleine Prime-Video hat z.B. die typischen Kult-Serien wie Two and a Half Men, HIMYM, TBBT, Dr. House (erste 4 Staffeln), Breaking Bad, TWD, FTWD, Dexter, Homeland, etc.
 

Benutzer10802 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich bin kein Freund der "Egal, Hauptsache alles umsonst"-Mentalität. Japp, das reinhören oder anschauen ist nur einen Klick weit weg, die Verlockung verstehe ich. Aber spätestens, wenn ich das Gebotene wirklich nutze - also die Platte permanent höre, den Film ganz sehen will, etc - sollte einem dann doch in den Sinn kommen, dass Leute dafür gearbeitet haben und damit ihr Geld verdienen wollen. Und dass vielleicht irgendwann mal der Nachschub ausbleibt, wenn das nicht mehr adäquat möglich ist - was gerade bei Sachen abseits des Mainstreams eben doch schnell mal der Fall sein kann.

Als Konsument habe ich doch ein Interesse daran, dass die Künstler und Bands, die ich mag und gerne höre, auch weiter ihre Musik produzieren können - also unterstütze ich sie mit (digitalen) Käufen und Konzertbesuchen. Genauso mag ich als Serien-Freak hochwertiges Serienfutter und schätze den inzwischen auf Streaming-Plattformen gebotenen Komfort - da lass ich dann gerne meinen Obulus bei Netflix & Prime liegen. Vor allem weil gerade erstere das Geld ja auch tatsächlich verwenden, um interessante, eigene, neue Inhalte zu produzieren.

Filme die mir wirklich zusagen, kaufe ich als Filmfreak trotzdem noch gerne auf BluRay - da sind Bild&Ton dann eben doch noch mal feiner, man kann sie auch mal privat verleihen und ich hab was physisch Greifbares im Schrank stehen, dass auch läuft, wenn das Netz mal versagt.

Und auch ein gutes Buch oder Spiel wird mir immer das Geld wert sein, egal ob ich's nun digital oder als physisches Medium kaufe. Solange die Preisgestaltung Sinn macht - die digitale Version kostet weniger in der Herstellung, kann i.d.R. nicht weiterverkauft, verliehen oder verschenkt werden, der Preis sollte dementsprechend günstiger sein - alles kein Problem.

Für guten(!) Online-Journalismus wäre ich auch bereit zu zahlen, wenn er denn das allerorts kostenlos gebotene Ticker-Abschreib-Niveau spürbar übersteigt - momentan fehlt mir da aber noch ein wirklich sinnvolles Angebot. Ähnlich wie Nachtwächter Nachtwächter sehe ich die Zukunft da auch in preislich fair gestalteten Flatrate-Angeboten, die früher oder später sicher kommen werden.
 

Benutzer18889 

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Musik interessiert mich nicht, dafür habe ich weder vor dem Internet Geld ausgegeben noch tue ich es jetzt. Ein Konzert alle paar Jahre, sonst nur Radio oder YouTube. Wäre das nicht mehr kostenlos, würde ich nur noch Radio hören, auch kein so großer Verlust.

Bei Zeitungen kann ich es aber auch irgendwie verstehen. Zwar gucke ich gern mal bei Freunden in die Tageszeitung, aber selbst würde ich die nie bestellen. Ich meine, die kostet 30-35 € monatlich. Ich finde, das ist wahnsinnig viel Geld für so eine Sache. Auf der Homepage von denen erfahre ich die wichtigsten Sachen ja auch und wenn ich einen Artikel unbedingt ausgedruckt haben möchte, schneiden mir den Freunde oder Familie aus.

Längere Texte am Laptop oder Tablet zu lesen, ist für mich allerdings ein Graus. Entsprechend versuche ich, mir möglichst viele Fachbücher gebraucht zu kaufen. Ich liebe Bücher. Diese seltsamen Kindle finde ich ganz schrecklich. Das hat doch nichts mit einem Buch zu tun. Ich liebe es z.B., wenn ich bei Bekannten das Bücherregal bewundern kann. Stattdessen blättert man dann künftig in deren Kindle oder wie? :grin:

Klar, alle Fachbücher kann ich nicht kaufen und wenn absehbar ist, dass ich sie nur einmal brauchen werde, wäre das natürlich Unsinn, aber generell kaufe ich schon einige. Es liest sich in echten Büchern viel besser. Notizen kann ich ansonsten auch am MacBook machen, wo es eine Funktion wie einen Textmatker gibt (sogar in verschiedenen Farben, inkl pink :tongue:), aber das ändert nichts dran, dass ich nicht gern lange Texte an dem Gerät lese. Außerdem ersetzen PDFs nie das tolle Gefühl, das sich bei mir bei echten Büchern einstellt.

Eine Zeitschrift habe ich auch abonniert: Den Stern. Habe immer beim Friseur drin gelesen und mich geärgert, dass ich in der Zeit nie die ganze Zeitschrift geschafft habe und zudem viel zu selten dort war, sodass ich viele Ausgaben verpasst habe. Als Student gibt's den für 100 € jährlich minus nochmal 30 € Gutschein von Rossmann oder so. Für den geringen Preis ist das schon sehr verlockend. Wenn ich durch bin, gebe ich die an meine Familie weiter. Noch so eine Sache, die ich bei eBooks etc doof finde. In meiner Familie war es schon immer Tradition, die ausgelesenen Zeitschriften rumzureichen.

Und als Fußballfan ist Sky Pflicht. Da ich kaum Filme gucke, habe ich aber das Filmpaket inzwischen entfernt. Fußball gucke ich aber sehr viel, also lohnt sich das. Durch SkyGo können meine Eltern auch mal ein Spiel bei sich am Rechner gucken. Profitieren also wieder mehrere Leute von.
 

Benutzer113006 

Planet-Liebe-Team
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Und das zum gleichen Preis wie das Exemplar, das auch offline immer bei mir im Regal stehen kann, weitergegeben, kopiert und und und .. werden kann? Nein, niemals wird das für mich den gleichen Stellenwert haben.
Es gab auch Dozenten an der Uni, die sich echauffierten, dass nicht alle Texte 100% online zugänglich sind. Fand ich auch immer ein wenig seltsam.


Ich kaufe mir Printmedien, weil mir die Qualität im Internet nicht ausreichend erscheint. Für mich reichen die kostenlose Online-Angebote für Filme und Musik aus, sodass ich hierfür nichts zahlen werde.
 

Benutzer43798  (41)

Sehr bekannt hier
Seh ich aktuell nicht so dramatisch. Die Ära des "alles umsonst im Internet" geht langsam aber sicher zu Ende. Man kann es hervorragend daran erkennen wie (kostenpflichtige oder werbefinanzierte) Streamingdienste, Software als Abo (Steam, Adobe, Windows) oder Paywalls immer vermehrter vorkommen. Ich prophezeie, dass man in einigen Jahren, abgesehen von absolutem Mainstream, wie Weltnachrichten oder Amateurblogs nichts mehr umsonst im Netz bekommt, außer man bezieht es illegal.

Ja die Verwerter haben das Internet verschlafen, ohne Frage. Und somit hat der Konsument sich seinen eigenen Weg geschaffen. Ich denke aber das das vorbei geht. Erstens haben nur ein sehr kleiner Teil wirklich die Kenntnisse um sich über Kopierschutz und Cooky/Webcontrolling hinwegzusetzen. Das gro der Konsumenten werden also genau das nehmen wie sie es am schnellsten und bequemsten erhalten. Und das sind nunmal Streamingdienste, Webshops und Abos. Auch die Künstler gehen andere Wege. Musiker achten vermehrt darauf wie und wo sie ihre Musik veröffentlichen. Ich sag mal Tinder ist nur der Anfang. Die zeitungen schließen jetzt schon immer mehr die Türen für kostenfreie Artikel. Was man zu lesen kriegt ist die blanke DPA-Nachricht, die weltweit die gleiche ist. Die wirklich recherchierten Artikel, Servicestyücke und Regionalnachrichten verschwinden immer mehr hinter Paywalls (ich arbeite selbst in einer großen Regionalzeitung).

Auf Dauer wird alles was man in guter Qualität haben möchte etwas kosten. Billige Amateurprodukte, Blogs von Hobbyschreibern und Musik schlechter Qualität gibts dann weiterhin. Man muss sich dann halt entscheiden ob das reicht oder ob man doch lieber mehr bezahlt.

Ich für meinen Teil, gerade auch als Urheber, bin zufrieden mit der Entwicklung. Meine Bilder sind nicht billig, da sie auch nicht für Privat gedacht sind. Wer sie privat haben möchte darf sich gerne melden und wir reden drüber. Wer sie aber klaut, der kriegt von mir Ärger. Das Internet ist eine Chance für beide Seiten. Die Gewichtung lag lange Zeit zugunsten der Konsumenten. Das sich das dreht war klar, also sollten die Konsumenten nicht zu sehr jammern. Immerhin sind auch sie Schuld daran, dass die Zeitungen es sich nicht mehr leisten können für guten Journalismus gute Journalisten zu bezahlen.
Ich nutze Streams, aber zahle dafür bzw akzeptiere Werbung. Ich habe Abos von Zeitschriften die ich zahle. Und meine Software ist korrekt gekauft oder im Abo. Musik hör ich bei Amazon oder im Laden rein und kaufe sie mir, entweder als Download oder als physisches Album. Damit denke ich haben beide Seitene twas davon.
 

Benutzer111070 

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Ich nutze seit kurzem Deezer, konnte mich aber bisher noch nicht überwinden, dafür Geld zu bezahlen, da dort viel Musik, die ich gern hören würde, entweder gar nicht vorhanden oder nicht in Deutschland verfügbar ist oder sogar mal abrufbar und mal nicht, was mir einfach zu unsicher ist. Und wenn ich für einen Musikdienst monatlich bezahle, sollte das Angebot auch umfangreich genug sein, dass ich nicht mehr dauernd auf Alternativen ausweichen muss. Meine Lieblingskünstler unterstütze ich sowieso, indem ich deren CDs kaufe.
In einigen Bereichen gibt es auch schlicht keine Möglichkeit, Geld zu bezahlen (z.B. bei Animes, die in Deutschland gar nicht lizensiert werden), auch wenn das durch Angebote wie beispielsweise Crunchyroll langsam aber sicher besser wird.
Auf der anderen Seite zahle ich (wegen des besseren Versands) für Amazon Prime, nutze da aber das Streaming kaum, weil die deutschen Veröffentlichungen oft hoffnungslos hinterherhinken. Da leisten mir persönlich Pay-TV-Sender wie Fox und Co. einen besseren Dienst.

Zusammengefasst bin ich also grundsätzlich nicht völlig unwillig, ein bisschen was hinzulegen, aber dafür erwarte ich auch eine gewisse Leistung - insbesondere, wenn es prinzipiell die Möglichkeit gäbe, kostenlos und halbwegs legal an dieselben Inhalte zu kommen. Und diese Leistung wird meiner Meinung nach aktuell in vielen Fällen schlicht (noch) nicht erbracht.
 

Benutzer150539 

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Es gab auch Dozenten an der Uni, die sich echauffierten, dass nicht alle Texte 100% online zugänglich sind. Fand ich auch immer ein wenig seltsam.
Ja, da kann ich mich auch drüber aufregen, wenn ich morgens um 2 in zitierter Literatur gerne etwas nachlesen würde. Nicht alles wird so heissgekocht, wie gegessen oder so "spitz formuliert" in der Originalliteratur, wie nachher in der Meta. Drum les ich eigendlich immer Originalquellen.

Über die Uni hatte man bis vor kurzem in den grösseren Verlagshäusern Zugriff auf einen Grossteil ihrer Literatur.
Unsere Bibliotheken an der Uni antworten teilweise mit "Warum Hardcovers kaufen, wenn ihr eh alles nur digital herunterladet?"

Mittlerweile will jeder Verlag, dass man sich IHREN Reader herunter lädt, sich auf IHRER Seite registriert und irgendwelche Dateien herunterlädt, um das Buch dann x Tage Probe zu lesen (auf Kosten der Uni). Es ist extrem Mühsam geworden, wenn man mehr als nur eine Quelle lesen will.

Was spätestens bei der Vorbereitung auf des mündliche Staatsexamen bei uns unmöglich war, weil wir OFFLINE gelernt haben über mehrere Wochen mit mehreren Büchern. Da musste schlussendlich der Schwarzhandel her, die pdfs besorgt werden, weil Hardcovers nur 1 oder 2 Mal vorhanden waren in der Bib (für 250 abschliessende Studenten) und im Geschäft des Freundes ausgedruckt werden.
 
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